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Plattenwechsler Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Plattenwechsler,
der für private Zwecke geeignet ist und an Stelle des bekannten halbautomatischen
Mehrfachplattenwechslers beispielsweise in Musiktruhen oder als Koffergerät Anwendung
finden kann.
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Die bekannten, für private Verwendung geeigneten Mehrfachplattenspieler
ermöglichen das aufeinanderfolgende Abspielen der auf einer Stapelachse übereinanderliegenden
Schallplatten. Um ein bestimmtes Musikprogramm aus verschiedenen Schallplatten zusammenzustellen,
ist es bei diesen bekannten Geräten notwendig, aus dem vorhandenen Plattenvorrat
die gewünschten Platten auszuwählen und sie in der gewünschten Reihenfolge und mit
der gewünschten Plattenseite in Abspielstellung auf die Stapelachse aufzustecken.
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Der Erfinder hat sich die Aufgabe gestellt, diese für private Zwecke
geeigneten Plattenspieler in der Weise zu verbessern, daß sie, ähnlich wie bei den
für gewerbliche Zwecke genutzten Musikautomaten, ein wahlweises Abspielen bestimmter
Platten und Plattenseiten aus einem zu einem Stapel zusammengefaßten Plattenvorrat
ermöglichen.
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Bei derartigen als Musikautomaten ausgebildeten Plattenwechslern für
gewerbliche Zwecke sind die Schallplatten durch Betätigung einer aus Tasten bestehenden
Wahlvorrichtung für einzelne Platten und Plattenseiten in beliebig bestimmbarer
Reihenfolge zum selbsttätigen Abspielen auswechselbar und werden aus einem Magazin
entnommen und nacheinander einem als querverschieblicher Schlitten ausgebildeten
Plattenstapel zugeführt, der den Abspielmechanismus mit Tonarm und die Platteneinspannvorrichtung
trägt; nach erfolgtem Abspielen werden die Platten von dem Schlitten in das Magazin
zurückgegeben. Der als Schlitten ausgebildete Abspielmechanismus, der mit einer
Sucheinrichtung zur Abtastung der aus reihenweise angeordneten Wählstiften bestehenden
Wahlvorrichtung versehen ist, weist drei Drucktasten auf, von denen eine zur Einschaltung
des Motors, die andere zur Unterbrechung oder Fortsetzung des Abspielvorganges und
die dritte zum mehrfachen Abspiel einer ausgewählten Plattenseite dient.
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Derartige gewerblich genutzte Plattenwechsler sind hinsichtlich ihrer
konstruktiven Ausbildung sehr kompliziert und aufwendig; zur Durchführung der erforderlichen
Steuer- und Wahlfunktionen bedienen sie sich ausnahmslos elektrischer oder elektrisch
beeinflußter Bauelemente, beispielsweise Relais, Magnetkupplungen, Magnetschalter,
Federkontakte u. dgl.
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Der Erfinder hat sich die Aufgabe gestellt, ein für den privaten Gebrauch
geeignetes automatisches Plattenspielgerät zu schaffen, das sowohl hinsichtlich
des beanspruchten Einbauraumes als auch hinsichtlich des Anschaffungspreises mit
den für gleiche Zwecke bisher bekannten Zehnplattenspielern vergleichbar ist. Ein
solches Gerät ist bisher nicht bekanntgeworden. Die Übertragung der bei den gewerblich
genutzten Geräten bekannten Konstruktionsprinzipien verbietet sich für Geräte für
den Hausgebrauch; die beim Bau der Musikboxen erworbenen und bekannten Erkenntnisse
und Erfahrungen lassen sich nicht beim Bau von Geräten für den häuslichen Gebrauch
verwenden, da die hierbei entstehenden Geräte sowohl hinsichtlich des erforderlichen
Einbauraumes als vor allem hinsichtlich des Anschaffungspreises nicht den gestellten
Forderungen genügen können. So ist es beispielsweise nicht möglich, unter Verwendung
der bekannten elektrisch wirkenden Schalt- und Steuerelemente eine Wahlvorrichtung
zu schaffen, die sich in einem einem Zehnplattenspieler entsprechenden Einbauraum
unterbringen läßt. Auch der von den Herstellern geforderte Anschaffungspreis läßt
sich bei Übertragung der bei Musikboxen bekannten Konstruktionsweise nicht erreichen,
da der Preis der Musikboxen das Dreißigbis Vierzigfache eines bekannten Zehnplattenspielers
beträgt. Auch bei entsprechender Verringerung der Wahlmöglichkeiten und bei Fortfall
der für ein für den privaten Gebrauch geeignetes Gerät überflüssigen Bauteile läßt
sich niemals ein Herstellungspreis erreichen, der auf der Preisebene des bekannten
Zehnplattenspielers liegt.
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Man hat erkannt, daß die an ein für private Zwecke geeignetes Gerät
zu stellenden Forderungen hinsichtlich des Einbauraumes und des Preises sich nur
erfüllen lassen, wenn die bei den bekannten Geräten elektrisch durchgeführten Steuer-
und Schaltfunktionen auf mechanische Weise erfolgen, da nur durch Verwendung mechanisch
wirkender Konstruktionsteile
die erforderliche gedrungene Bauweise
und die wirtschaftliche Herstellung ermöglicht werden und hierdurch ein Gerät entsteht,
das ungefähr den gleichen Einbauraum wie ein Zehnplattenspieler beansprucht.
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Die Verwendung mechanischer Bauteile wird erfindungsgemäß dadurch
erreicht, daß die Sucheinrichtung aus zwei gegeneinander versetzten, entgegengesetzte
Neigung zur Horizontalen aufweisenden, kippbaren Wippen besteht, von denen jede
ebenfalls einen wippenartigen Fühler besitzt, der bei Verschiebung über der ihm
zugeordneten Reihe von Wahlstiften bei dem Auftreffen auf einen betätigten Wahlstift
die jeweilige Wippe um ihre Drehachse kippt und dabei mit dem einen Arm den Wahlstift
in die Ruhelage zurückdrückt, während der andere Arm ein Riegelgesperre löst und
dadurch ein Antriebsritzel mit der Nockensteuerwelle verbindet, welche den Mechanismus
für die Abspieleinrichtung antreibt. In weiterer Ausbildung der Erfindung besitzt
jede Wippe an dem dem Wahlstift zugekehrten Arm eine abgewinkelte Nase.
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Ein weiteres Kennzeichen besteht darin, daß die Kupplungsvorrichtung
aus einer am Schlittengehäuse angelenkten, durch die Wippen der Sucheinrichtung
oder durch ein von dem Tonarm nach erfolgtem Abspielen betätigtes Organ schwenkbaren
Auslöseplatte und aus einem mit einer Klinke in eine Ausnehmung der Platte einrastbaren
Auslösehebel besteht, wobei der Auslösehebel nach Freigabe durch die Auslöseplatte
mittels Federkraft die Kupplung zwischen Antriebswelle und Steuerwelle herstellt.
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Erfindungsgemäß ist weiterhin ein Stellarm vorgesehen, der bei Freigabe
des Auslösehebels geschwenkt wird und den das Getriebe der Steuerwelle tragenden
Schwenkarm an das Ritzel der Antriebswelle anlegt. In weiterer Ausbildung der Erfindung
ist auf der Steuerwelle eine den Auslösehebel in die Verriegelungsstellung zurückführende
Steuerscheibe befestigt.
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Ein weiteres wesentliches Kennzeichen der Erfindung besteht darin,
daß die Steuerscheibe eine mit zwei gegeneinander versetzt angeordneten Ausnehmungen
versehene zylindrische Innenschulter besitzt, an der der Stellarm mit einem Finger
abgestützt ist und den Schwenkarm in Eingriffstellung mit dem Antriebsritzel hält,
bis der Finger in eine der Ausnehmungen eingreift und der Steharm den Schwenkhebel
durch Federwirkung in seine dem Stillstand der Steuerwelle entsprechende Ruhestellung
zurückkehren läßt.
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Die Erfindung kennzeichnet sich weiter dadurch, daß eine auf der Steuerwelle
in Richtung auf die Steuerscheibe verschiebbare, mit ihrem Umfang die Rolle des
Winkelhebels für das Einrücken der Schlittenverstellung unterstützende und hierdurch
dessen Einrasten in die Ausnehmung der Steuerscheibe verhindernde Scheibe vorgesehen
ist, die eine Innenschulter als Anlage für den Finger des Stellarmes aufweist und
hierdurch dessen Eingreifen in eine der Ausnehmungen der Innenschulter der Steuerscheibe
verhindert, wobei eine Wiederholung des Abspielvorganges unter Verbleiben des Schlittens
an seiner Stelle erfolgt.
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Erfindungsgemäß bewirkt die am Schlitten angeordnete Wiederholungstaste
bei ihrer Betätigung unmittelbar die axiale Verschiebung der Scheibe über eine Übersetzung.
In weiterer Ausbildung der Erfindung wird die der Wiederholung dienende Scheibe
in ihrer der Steuerscheibe benachbarten Stellung durch eine sich nach Beendigung
des wiederholten Abspielvorganges selbsttätig auslösende Rastvorrichtung gehalten.
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Kennzeichnend für die Erfindung ist weiterhin, daß der Schlitten eine
in beiden Drehrichtungen umlaufende Antriebswelle aufweist, die wahlweise eine den
Schlitten verschiebende Verstellvorrichtung und eine Steuerwelle antreibt, die durch
eine halbe Drehung den Schlitten stillsetzt, die abzuspielende Platte der Einspannvorrichtung
zuführt und das Auflegen des Tonarmes bewirkt und die bei einer weiteren halben
Drehung die Rückgabe der abgespielten Platte in das Magazin und die Weiterbewegung
des Schlittens bewirkt, und daß eine Auslösevorrichtung vorgesehen ist, die bei
Eingriff der Suchvorrichtung mit einem betätigten Wahlstift die Kupplung zwischen
der Welle und der Steuerwelle herstellt.
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Erfindungsgemäß trägt die Antriebswelle ein Ritzel, mit dem wahlweise
das Antriebsrad der Verstellvorrichtung des Schlittens und das Antriebsrad eines
Getriebes in Eingriff tritt, das auf einem um die Steuerwelle schwenkbaren Arm angeordnet
ist.
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In weiterer Ausbildung der Erfindung ist das Antriebsrad der Verstellvorrichtung
am Ende eines Winkelhebels angeordnet, dessen anderes Ende über eine Rolle auf dem
Umfang einer mit einer Ausnehmung versehenen Steuerscheibe aufliegt, wobei das Antriebsrad
bei Einrastung der Rolle in die Ausnehmung mit dem Ritzet in Eingriff tritt.
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Die Zeichnungen zeigen eine beispielsweise Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Gerätes, und es bedeutet Fi g. 1 eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Gerätes,
F i g. 2 eine Vorderansicht gemäß F i g. 1, F i g. 3 eine Seitenansicht des Abspielschlittens,
F i g. 4 eine Vorderansicht gemäß F i g. 3, F i g. 5 einen Schnitt gemäß Linie V-V
der F i g. 4, F i g. 6 einen Schnitt gemäß Linie VI-VI der Fig.5, F i g. 7 eine
Darstellung einer Steuerscheibe in Seitenansicht, F i g. 8 eine teilweise Darstellung
der Steuerwelle, F i g. 9 eine Teildarstellung der Wählvorrichtung mit Sucher, F
i g. 10 eine Seitenansicht gemäß F i g. 9.
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Die F i g. I und 2 zeigen das erfindungsgemäße Gerät in Zusammenstellung.
In dem hinteren Teil 2 eines Gehäuses 1 ist das Plattenmagazin 3 angebracht, das
in einzelne Aufnahmefächer unterteilt ist. An der Vorderseite des Gerätes befindet
sich ein verfahrbarer Schlitten 4, an dem eine Taste 5 zur Inbetriebsetzung
des Gerätes, eine Taste 6 zur Unterbrechung des laufenden Programmes und eine Taste
7 zur Wiederholung einzelner Musikstücke angeordnet sind. Der Schlitten trägt weiterhin
die Sucheinrichtung B. In der Vorderwand 9 des Gehäuses ist die Wahlvorrichtung
angeordnet, die aus einer Tastatur besteht, die bei dem Ausführungsbeispiel aus
sechzig Tasten für die Plattenseiten von dreißig Schallplatten zusammengesetzt ist.
In der Unterseite des Gehäuses 1 ist eine ausziehbare Platte 11 angeordnet, auf
der die in dem Magazin 3 enthaltenen Platten in ihrer Reihenfolge und mit ihren
Plattenseiten in Übereinstimmung mit der Bezifferung der Tastatur aufgezeichnet
sind.
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Die konstruktive Ausbildung des Schlittens 4 ist in den F i g. 3 bis
6 in ihren Einzelheiten dargestellt.
Der Schlitten 4 besitzt an
seinem Boden Laufrollen 12, die in am Gehäuse befestigten Schienen
13 geführt sind und eine Verschiebung des Schlittens 4 quer zu dem Magazin
3 ermöglichen. Der Antrieb des Gerätes erfolgt durch ein aus zwei gegenläufigen
Synchronmotoren 14, 15 bestehendes Antriebsaggregat, durch das die Motorwelle 16
in der einen oder anderen Richtung gedreht wird. Auf der Motorwelle 16 ist eine
Schnecke 17 befestigt, die vorzugsweise aus Kunststoff besteht, um einen ruhigen
Lauf zu gewährleisten. Die Schnecke 17 treibt die Antriebswelle 18 an, auf der ein
Antriebsritzel 19 befestigt ist; am Ende der Welle 18 ist der vorzugsweise aus Gummi
bestehende Plattenteller befestigt, der mit einem drehbaren Spannarm 21 zusammenarbeitet,
der ein Zentrierstück 22 für die einzuspannende Schallplatte trägt.
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Die Bewegung des Schlittens 4 erfolgt über ein Zahnrad 23, das mit
dem Antriebsritzel 19 in Eingriff gebracht werden kann. Mit dem Zahnrad 23 ist eine
Seilscheibe 24 verbunden, die das die Bewegung des Schlittens bewirkende Zugseil
25 antreibt, das über die Führungsrollen 26 läuft und mit seinen Enden an den entgegengesetzten
Seitenwänden des Gehäuses befestigt ist. Das Zahnrad 23 ist auf einem Winkelhebel
27 gelagert, der um die Achse 28 drehbar ist; das andere Ende des Hebels 27 trägt
eine Rolle 29, die auf einer Steuerscheibe 30 aufliegt, die auf der Steuerwelle
31 befestigt ist. Die Steuerscheibe 30 trägt auf ihrem Umfang eine Ausnehmung 32;
tritt die Rolle 29 in die Ausnehmung 32 ein, so wird durch entsprechende Drehung
des Hebels 27 das Zahnrad 23 mit dem Antriebsritzel 19 gekuppelt und der Schlitten
4 durch die Zugseile 25 verschoben. Tritt bei Drehung der Steuerwelle 31
und der Scheibe 30 die Rolle 29 aus der Ausnehmung 32 aus, so wird das Zahnrad 23
mit dem Antriebsritzel 19 außer Eingriff gebracht und damit der Schlitten 4 stillgesetzt.
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Der Antrieb der Steuerwelle 31 erfolgt über einen auf ihr schwenkbar
angeordneten Arm 33. Auf der Welle 31 ist ein Zahnrad 34 befestigt, das mit einem
Übersetzungsgetriebe 35, 36, 37, 38, das auf dem Arm 33 angeordnet ist, im Eingriff
steht. Das Zahnrad 38 kann bei entsprechender Schwenkung des Armes 33 mit dem Antriebsritzel
19 in Eingriff gebracht werden, um die Steuerwelle 31 in Drehung zu versetzen. Das
Ende des Armes 33 steht unter der Wirkung eines Kipphebels 39, der mit dem einen
Ende an dem Arm 33 anliegt und mit seinem anderen Ende derart unter Wirkung einer
Feder 40 steht, daß der Arm 33 federnd in die Ausschaltstellung gedrückt
wird. Die Schwenkung des Armes 33 in die Eingriffsstellung mit dem Antriebsritzel
19 erfolgt durch die Auslösevorrichtung, die aus einer schwenkbaren Auslöseplatte
41 besteht, in der eine Ausnehmung 42 vorgesehen ist, in die die Klinke 43 eingreift;
die Klinke 43 ist an dem um die Achse 45 schwenkbaren Auslösehebel 44 befestigt.
Der Auslösehebel 44 steht unter Wirkung der Zugfeder 46; er besitzt einen Zapfen
47, der einen ebenfalls um die Achse 45 drehbaren Stellarm 48 mitnimmt. Der Stellarm
48 besitzt einen Anschlag 49, der den Schwenkhebel 33 mitnimmt und hierbei das Zahnrad
38 mit dem Ritze119 in Eingriff bringt. Der Auslösehebel 44 wird durch eine auf
der Steuerwelle 31 befestigte Kurvenscheibe 50 in die Ruhelage zurückgeführt.
Der Stellarm 48 besitzt an seinem unteren Ende einen beiderseitig vorstehenden Bolzen
51, der in einer ausgedrehten Schulter 52 der Steuerscheibe-, 30 geführt ist. Die
Schulter besitzt zwei einander' gegenüberliegende Ausnehmungen 53, in die der Bolzen
51 eintreten kann. Liegt der Bolzen 51 auf der Schulter 52 auf, so wird durch den
Anstellarm 48 der Schwenkarm 33 in Eingriffsstellung gehalten und die Steuerwelle
31 gedreht. Tritt der Bolzen 51 in die Ausnehmung 53 ein, so kuppelt der Kipphebel
39 unter Wirkung seiner Feder 40, unter Schwenken des Armes 33 das Zahnrad 38 mit
dem Ritzel 19 aus, und die Steuerwelle 31 wird stillgesetzt.
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Um das Abspielen einer Platte zu wiederholen, wird gemäß F i g. 5
die Wiederholungstaste 7 gedrückt und der Hebel 58 um seine Achse 59 geschwenkt.
Bei dieser Schwenkbewegung verschiebt der Hebel 58 über die Schrägfläche 60 seiner
Buchse (F i g. 6) eine der Steuerscheibe 30 benachbart liegende Scheibe 54 mittels
des Armes 61. Die Scheibe 54 ist gleich der Steuerscheibe 30 ausgebildet,
mit dem Unterschied, daß sie keine Ausnehmung auf ihrer Oberfläche besitzt. Beim
Drücken der Taste 7 wird die Scheibe 54, die über Verbindungsstifte 57 axial gegenüber
der Steuerscheibe 30 beweglich ist, unter die Rolle 29 des Winkelhebels 27 geschoben,
so daß dieser nicht in die Ausnehmung der Steuerscheibe 30 einrasten und
die Antriebsvorrichtung des Schlittens 4 einschalten kann. Die Scheibe 54 besitzt
eine Schulterausdrehung 55, die mit einer Ausnehmung 56 versehen ist, in die der
Finger 51 des Steharmes 48 einrasten kann, wenn das wiederholte Abspielen beendet
ist. Bei Betätigung der Taste 7 rastet der Hebel 58 in den Rasthebel 62 ein, der
unter Wirkung der Feder 63 steht und den Hebel 58 in eingerasteter Stellung festhält,
bis er durch einen auf der Steuerwelle 31 befestigten Anschlag 64 ausgehoben wird,
so daß die Taste 7 in ihre Ruhestellung zurückgehen kann. Die Scheibe 54 kehrt dann
unter Wirkung der Feder 74 in die in F i g. 8 gezeigte Ruhestellung zurück.
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Die Schallplatte wird dem Plattenteller 20 durch einen Greifer
65 zugeführt, der einen abgebogenen Arm 66 besitzt, auf dem ein Hebel 67 aufliegt,
der um die Achse 59 drehbar ist und von einer Kurvenscheibe 68 der Steuerwelle 31
gesteuert wird (F i g. 5): Die dem Plattenteller 20 zugeführte Platte wird durch
den Spannarm 21 unter Wirkung der Feder 69 angedrückt und durch das an dem Arm 21
befindliche Zentrierstück 22 zentriert. Die Schwenkbewegung des Spannarmes 21 wird
bewirkt durch einen Zapfen 70, der mit seiner Abschrägung 71 auf einem am Arm
21 befestigten Zapfen 72 anliegt (F i g. 6). An dem Zapfen 70 ist
ein tangential gerichteter Arm 73 befestigt, der durch einen unter Wirkung der Feder
75 stehenden Arm bewegt wird, der seinerseits auf einer Kurvenscheibe 76 der Steuerwelle
31 aufliegt.
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Der Tonarm 77 ist gemäß F i g. 3 und 4 auf einer verschiebbaren Stange
78 befestigt, die mit Rasten 79 ausgestattet ist. Der Tonarm 77 trägt einen doppelseitigen
Tonabnehmer. Das Ende 80 des Tonarmes 77 liegt zwischen zwei Backen 81, die
durch eine Zugfeder 82 gegeneinandergezogen werden. In Abhängigkeit von der jeweiligen
Stellung der Stange 78 wird der Tonarm 77 an der rechten oder an der linken Backe
81 in Anlage, d. h. in Ruhelage, gehalten. Außerdem drückt eine an dem Tonarm 77
befestigte Feder 83, die auf der Kurvenscheibe 76 aufliegt,
ihn
nach außen gemäß F i g. 3. Die Backen 81 werden durch die auf einer Scheibe 84 der
Welle 31 befindlichen Nocken 85 um den Drehpunkt 87 auseinandergespreizt, wenn die
Nocken 85 mit den Ansätzen 86 der Backen 81 in Eingriff treten, so daß der Tonarm
77 freigegeben wird und sich unter Wirkung der an ihm angreifenden Federn 88, die
an einem feststehenden Bügel 89 befestigt sind, auf die Schallplatte auflegen kann.
Gleichzeitig gibt die Feder 83 bei Ablauf von der Kurvenscheibe 76 den Tonarm 77
in radialer Richtung frei, so daß die Platte abgespielt werden kann. Hierbei befinden
sich die Kurvenscheibe 76 und die Scheibe 84 in einer Stellung, die etwa um 180°
gegenüber der in F i g. 3 gezeigten Stellung gedreht ist. Die Stange 78 besitzt
einen Anschlag 90, der bei Verschieben der Stange 78 in eine andere Endlage den
anderen Synchronmotor einschaltet und damit die Umlaufrichtung umkehrt.
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Ist der Tonarm 77 in der Ausschaltrille der Schallplatte angekommen,
so betätigt er den in F i g. 3 dargestellten Hebel 92, der die Auslöseplatte
41 betätigt. Die Unterbrechertaste 6 wirkt ebenfalls direkt auf die Auslöseplatte
41 unmittelbar ein.
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Bei Beginn des Abspielvorganges erfolgt die Betätigung, d. h. die
Schwenkung der Auslöseplatte 41,
durch die Tastglieder der Suchvorrichtung
B.
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Die Tastatur 10 besteht aus zwei untereinanderliegenden Tastenreihen
93, 94, von denen die eine Tastenreihe den einen Plattenseiten und die andere Tastenreihe
den anderen Plattenseiten zugeordnet ist. Die Tasten sind als Drehkörper ausgebildet
und besitzen Betätigungsorgane 95, bei deren Betätigung die Körper 93, 94 gedreht
werden und hierbei die Anschlagstifte 96, 97 nach oben verschieben, wie F i g. 10
erkennen läßt. Die Anschlagstifte 96, 97 sind an ihren Enden mit reihenweise entgegengesetzt
gerichteten Abbiegungen 98, 99 versehen. Die Abbiegungen der beiden Tastenreihen
93, 94 zeigen in entgegengesetzte Richtungen, wie die F i g. 9 erkennen läßt.
Die Suchvorrichtung 8 besitzt zwei Wippen 100, 101, die einander entgegengesetzt
gerichtet sind und zueinander entsprechend dem Abstand der Tastenreihen
93, 94 versetzt sind. Die Wippen sind um die Achsen 102, 103 schwenkbar.
An den Unterseiten der Wippen sind die Fühler 104, 105 angelenkt, die unter Wirkung
ihrer Zugfedern 106, 107
mit ihren Spitzen nach abwärts gerichtet gehalten
werden. Die Wippen 100, 101 sind an ihren Vorderenden mit Nasen 108, 109
ausgestattet. Wenn der Schlitten 4 von seiner Ausgangsstellung gemäß F i g. 2 nach
links bewegt wird, streichen die Wippen 100 mit ihren Fühlern 104
über die ihnen zugeordneten Anschlagstifte 96 weg. Ist einer dieser Anschlagstifte
durch Betätigung der Taste 93 nach oben ausgestellt, so läuft der Fühler 104 gegen
den betreffenden Anschlag 98 und dreht die Wippe 100 um ihre Achse 102 nach unten,
wobei die Nase 108 den Anschlag 98 in die Ruhestellung zurückstellt. Gleichzeitig
drückt die Rolle 110 gegen die Auslöseplatte 41 und hebt diese an,
wodurch die Klinke 43 und damit der Auslösehebel 44 freigegeben wird und
die Steuerwelle 31 in Drehung versetzt wird. Die Fühler 105 der Wippe
101 streichen hierbei über eventuell aufgestellte Anschlagstifte 97 hinweg,
ohne die Wippe 101 zu drehen. Diese Fühler 105 treten erst beim Rückwärtsgang des
Schlittens 4 in Funktion, indem sie gegen die Anschläge 98 auflaufen und
in gleicher Weise arbeiten wie die Wippe 100. Die Fühler 104, 105 besitzen
eine derartige Breite, daß sie auf dem Gehäuse der Wahlvorrichtung 10 gleiten
und mit Sicherheit nur mit denjenigen Anschlägen 98, 99 in Kontakt treten, die tatsächlich
ausgestellt sind.
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Das erfindungsgemäße Gerät arbeitet auf folgende Weise: In der Ausgangsstellung
befindet sich der Schlitten 4 in der in F i g. 2 gezeigten Lage. Durch Betätigung
der entsprechenden Tasten 95 wird nach der auf der Tafel 11 angegebenen Programmfolge
das abzuspielende Programm gewählt. Das Gerät wird durch Betätigung der Taste 5
eingeschaltet, wobei der eine der Motoren 14, 15 den Schlitten 4 nach links verschiebt.
Die Taste 5 wird mechanisch gehalten, wobei gleichzeitig ein Endanschlag 111 (F
i g. 4) ausgestellt wird. Die Tonarmstange 78 befindet sich in ihrer linken
Endlage und arretiert den Tonarm 77 an der linken Backe 81. Die Rolle
29 liegt in der Ausnehmung 32 der Steuerscheibe 30 und kuppelt das Zahnrad
23 mit dem Ritzel 19 der Antriebswelle 18, so daß der Schlitten 4 verschoben
wird. Die Klinke 43
des Auslösehebels 44 ist in der Ausnehmung
42 der Auslöseplatte 41 eingerastet, wodurch das Zahnrad
38 außer Eingriff mit dem Ritzel 19 gehalten wird, so daß die Steuerwelle
31 stillsteht, da der Kipphebel 39 unter Wirkung seiner Feder 40 den Schwenkarm
33 in nach außen geschwenkter Stellung hält. Diese Stellung des Schwenkarmes 33
wird dadurch ermöglicht, daß der Finger 51 des Stellarmes 48 in einer Ausnehmung
53 der Steuerscheibe 30 eingerastet ist. Der Plattengreifer 65 befindet sich in
ausgeschwenkter Stellung, da sein Betätigungsarm 67 mit dem nach unten gerichteten
Nocken der Kurvenscheibe 68 außer Eingriff ist. Der Spannarm 21 ist von dem Plattenteller
20 abgeschwenkt, da der Hebel 73 von der zugeordneten Kurvenscheibe 76 entgegen
der Kraft der Feder 75 gehalten wird. Auf der Kurvenscheibe 76 liegt außerdem die
Feder 83 für den Tonarm 77 auf und drückt diesen von dem Plattenteller ab. Die Backen
81 sind durch ihre Feder 82 zusammengezogen, so daß der Tonarm 77 an einem der Backen
81 in Anlage gehalten wird.
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Wenn der sich mit dieser Einstellung seiner Betätigungsorgane nach
links bewegende Schlitten 4 mit der in Fahrtrichtung gerichteten Wippe
100 seiner Suchvorrichtung 8 auf einen ausgestellten Anschlag 98 der
Wahlvorrichtung 10 aufläuft, so wird die Wippe 100 durch den Fühler 104 um
die Achse 102 geschwenkt, wobei die Nase 108 den vorstehenden Anschlag 98
in die Ruhelage zurückdrückt und das Ende der Wippe 110 die Auslöseplatte 41 anhebt.
Die Klinke 43 wird freigegeben, und der Auslösehebel 44 schwenkt unter Wirkung seiner
Feder 46 nach rechts (F i g. 5). Hierbei nimmt der Zapfen 47
den Steharm 48
mit, dessen Anschlag 49 den Schwenkarm 33 nach rechts schwenkt und hierbei das Antriebszahnrad
38 der Steuerwelle 31 mit dem Antriebsritzel 19 der Antriebswelle
18 in Eingriff bringt, so daß die Steuerwelle 31 sich zu drehen beginnt.
Bei Beginn der Drehung wird die Rolle 29 des Winkelhebels 27 aus der Ausnehmung
32 der Steuerscheibe 30 ausgehoben, wodurch das Zahnrad 23 außer Eingriff mit dem
Ritzel 19 tritt, so daß der Schlitten 4 stehenbleibt. Beim Schwenken des Steharmes
48 ist der Finger 51 aus der Ausnehmung 53 der Steuerscheibe 30 ausgehoben
worden. Die Steuerwelle
31 bewirkt während einer halben Umdrehung
die Betätigung des Schwenkarmes 65, des Spannarmes 21 und des Tonarmes 27 zum Abspielen
der Platte. Beim Aufsetzen des Tonarmes 77 auf die Platte wird die Steuerwelle 31
stillgesetzt, beim Eintreten des Tonarmes 77 in die Ausschaltrille wird die Steuerwelle
31 weitergedreht und bewirkt in der folgenden halben Umdrehung die Rückführung des
Tonarmes 77, des Spannarmes 21 und des Plattengreifers 65 in die Ruhelage. Dies
geschieht auf folgende Weise: Die Kurvenscheibe 50 führt den Auslösehebel 44 in
die Ausgangsstellung zurück, in der die Klinke 43 in die Ausnehmung 42 der
Auslöseplatte 41 einrastet; hierbei bleibt der Stellarm 44 und damit auch
der Schwenkarm 33 in der Betriebsstellung, da der Finger 51 auf der Schulter
52 der Steuerscheibe 30 aufliegt und somit das Zahnrad 38 im Eingriff
mit dem Ritzel 19 hält. Nun wird der Hebel 67 des Plattengreifers 65 auf die Kurvenscheibe
68 aufgelegt, wodurch der Plattengreifer 65 angehoben wird und die gewählte Schallplatte
dem Abspielteller 20 zuführt und in die Führungsrille 112 (F i g. 4) einlegt; die
Kurvenscheibe 76 hebt nun den Hebel 74' an, durch den der Spannarm 21 gegen den
Plattenteller 20 bewegt wird und mit seinem Zentrierstück 22 die Platte von der
Rille 112 und dem Plattengreifer 65 abhebt und sie an den Plattenteller 20 andrückt,
durch den sie mitgenommen wird. Die Feder 83 des Tonarmes 77 liegt nun nicht mehr
auf der Kurvenscheibe 76 auf, so daß der Tonarm 77 in radialer Richtung freigegeben
ist; zu gleicher Zeit treten die Nocken 85 der Scheibe 84 zwischen die Ansätze 86
der Backen 81 und spreizen diese gegen die Wirkung der Feder 82 um den Drehpunkt
87 auseinander, wodurch der Tonarm 77 in seitlicher Richtung freigegeben wird und
sich unter Wirkung einer der Federn 88 auf die Platte auflegt, womit das Abspielen
der Platte beginnt. In diesem Augenblick tritt der Finger 51 des Steharmes
48 in die andere Ausnehmung 53 der Steuerscheibe 30 ein, wodurch der Arm 48 und
der Schwenkarm 33 geschwenkt werden, so daß das Zahnrad 38 mit dem Antriebsritzel
19 außer Eingriff tritt und die Steuerwelle 31 stillgesetzt wird, während die Antriebswelle
18 weiterläuft und die Schallplatte dreht. Der Tonarm 77 wird über die Rillen der
Schallplatte geführt; wenn er in die Ausschaltrille eintritt, wird durch den Tonarm
über den Hebel 92 die Auslöseplatte 41 angehoben und der Auslösehebel 44 freigegeben,
der durch Schwenken des Armes 33 das Zahnrad 38 wieder mit dem Antriebsritzel 19
kuppelt, so daß die Steuerwelle 31 wieder in Drehung versetzt wird. .Bei der jetzt
erfolgenden zweiten halben Umdrehung der Steuerwelle 31 werden ähnliche Vorgänge
in umgekehrter Reihenfolge wiederholt, wobei die Platte durch den Plattengreifer
65 in das Magazin 3 zurückgegeben, der Tonarm 77 in seine arretierte Ruhestellung
zurückgeführt und gleichzeitig der Spannarm 21 von dem Plattenteller 20 abgeschwenkt
wird. Bei Beendigung dieser halben Umdrehung rastet der Finger 51 des Stellarmes
48 in die eine der Ausnehmungen 30 der Steuerscheibe ein, wodurch der Schwenkarm
33 das Zahnrad 38 mit dem Antriebsritzel 19 außer Eingriff bringt und die Steuerwelle
31 stillgesetzt wird. Hierbei rastet die Rolle 29 des Winkelhebels 27 in die Ausnehmung
32 am Umfang der Steuerscheibe 30 ein, wodurch das Zahnrad 23 mit dem Antriebsritzel
19 gekuppelt und der Schlitten 4 weitergefahren wird, bis wiederum eine Wippe 100
an einen ausgestellten Anschlagstift 98 anläuft, wobei sich der vorher geschilderte
Ablauf wiederholt. Wenn das Abspielen einer beliebigen Platte wiederholt werden
soll, wird während des Abspielens die Taste 7 gedrückt. Hierbei wird die Scheibe
54 axial gegen die Wirkung der Feder 75 zur Steuerscheibe 30 hin verschoben und
greift mit ihrem Umfang unter die Rolle 29 des Winkelhebels 27, so daß diese nicht
in die Ausnehmung 32 der Steuerscheibe 30 eingreifen kann und der Antrieb des Schlittens
4 ausgeschaltet bleibt. Gleichzeitig greift der Bolzen 51 des Stellarmes 48 mit
seinem rechten Schenkel in die Innenschulter 55 der axial verschobenen Scheibe 54
ein und wird hier festgehalten, so daß er nicht in die Ausnehmung 53 der Scheibe
30 eintreten kann; hierdurch wird erreicht, daß der Stellarm 48 das Zahnrad
38 nicht mit dem Antriebsritzel 19 kuppeln kann, so daß die Antriebswelle
18 allein weiterläuft, während die Steuerwelle 31 stillgehalten wird. Auf
diese Weise kann die vorher gespielte Platte nochmals abgespielt werden. Nach erfolgtem
Abspielen geht die Wiederholungstaste 7 in ihre Ausgangsstellung zurück, hierbei
kehrt auch die Scheibe 54 in ihre Ruhelage zurück, so daß der Schlitten 4 weiterbewegt
wird. Ist der Schlitten 4 in seiner linken Endstellung gemäß F i g. 2 angekommen,
so läuft die Stange 78 gegen einen linken Anschlag und wird in die rechte Endlage
verstellt; hierbei wird der Tonarm 77 an die rechte Backe 81 angelegt und steht
unter dem Zug der linken Feder 88, wie in F i g. 4 gezeigt ist. Gleichzeitig hat
der Anschlag 90 der Stange 78 den Schalter 91 umgelegt, wodurch der eine Synchronmotor
abgeschaltet und der gegenläufige Synchronmotor eingeschaltet wird; hierdurch dreht
sich die Antriebswelle 18 in entgegengesetzter Richtung und bewegt den Schlitten
4 von links nach rechts. Trifft bei dieser Bewegung die Wippe 101 auf einen
ausgestellten Anschlag 99
(F i g. 9), so wird der gleiche Vorgang, wie vorher
beschrieben, ausgelöst und die betreffende Schallplatte auf der anderen Plattenseite
abgespielt. Erreicht der Schlitten 4 seine rechte Endstellung, so wird die Stange
78 unter Umlegen des Schalters 91 nach links verschoben. Gleichzeitig wird der Anschlag
111 eingedrückt und dadurch die Einschalttaste 5 in ihre Ruhelage zurückgeführt,
wodurch die Ausschaltung des Antriebsmotors erfolgt. Durch erneutes Betätigen der
Taste 5 wird der Schlitten 4 wiederum in Bewegung gesetzt.