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Spielzeug-Laufrad Die Erfindung richtet sich auf ein Spielzeug-Laufrad,
insbesondere für Spielzeugautos, mit einer auf den Umfang des Felgenkörpers aufgezogenen
Kunststoffbereifung in Form eines Hohlreifens mit einer abdeckbaren seitlichen Ringöffnung.
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Bisher sind vielfach auf die Felge des eigentlichen Radkörpers, gleichviel
ob dieser aus Blech oder Kunststoff gefertigt ist, Gummireifen aufgezogen worden.
Dabei bereitet allerdings der zuverlässige Sitz des Reifens auf der Felge zur Verhinderung
eines unzeitigen Lösens des Reifens erhebliche Schwierigkeiten. Hinzu kommen die
hohen Gestehungskosten der Gummireifen, insbesondere da diese aus Gründen der zuverlässigen
Befestigung meist in Vollprofil ausgeführt sind.
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Bei einem bekannten Laufrad ist der Hohlreifen seitlich offen und,
da er sich infolgedessen nicht zum Aufziehen unter Spannung auf den Felgenkörper
eignet, mittels eines Flansches am Umfang zweier Felgenscheiben aus Blech eingespannt.
Um bei diesem Laufrad den Eindruck eines Weißwandreifens zu erwecken, kann durch
die seitliche öffnung des Reifens ein weißgefärbter Ringkörper eingesetzt werden,
der dann diese öffnung von innen her abdeckt, was allerdings nicht der Forderung
nach größtmöglicher Naturtreue entspricht.
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Ein anderes bekanntes Laufrad wieder verwendet zum Verschließen der
Seitenöffnung des Reifens eine auf die Nabe des Felgenkörpers aufgesetzte, seitliche
Abdeckscheibe und entfernt sich damit völlig vom Vorbild der Großtechnik.
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Aufgabe der Erfindung ist es, ein Laufrad für Spielzeuge getreu diesem
Vorbild der Großtechnik in wirtschaftlich vorteilhafter Weise unter weitgehender
Materialersparnis, jedoch mit der notwendigen Festigkeit auszugestalten, dessen
Reifen selbst zur Erzielung einer festen Aufspannung auf den Felgenkörper beiträgt
und außerdem ohne weiteres die Möglichkeit der Ausbildung als Weißwandreifen eröffnet.
Das Ziel richtet sich dabei auf eine Abkehr von den unter Verwendung von Blechscheiben
od. dgl. gestalteten Radkörpern, da dieser Werkstoff wegen des Auftrags der ohnehin
nicht kratzfesten Farbe teuer in der Verarbeitung ist sowie leicht rostet und vielfach
zu Verletzungen des spielenden Kindes führt.
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Zur Lösung der gestellten Aufgabe schlägt die Erfindung vor, das Spielzeug-Laufrad
so auszugestalten, daß die Ringöffnung des Hohlreifens durch eine ringförTnige Versteifungsscheibe
verschließbar ist, an deren Innen- und AußenumfangEingriffsflächen vorgesehen sind,
die mit Anlageflächen des Hohlreifens zusammenwirken.
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Die Versteifungsscheibe vervollständigt somit das Reifenprofil, indem
sie sich praktisch übergangslos in die Konturen des Reifens einfügL Das auf diese
Weise geschlossene Reifenprofil hat aber ein Höchstmaß an Eigenstabilität, so daß
der Reiten eine sehr dünne Wandstärke aufweisen kann.
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ni-eerfli#dungsgemäße Ausbildung eines Spielzeug-Laufrads trägt darüber
hinaus noch den formtechnischen Anforderungen insofern vollkommen Rechnung, als
jegliche Hinterschneidungen od. dgl. vermieden werden, die dem Entformungsvorgang
hindernd im Wege stehen. Schließlich kann die Montage des Laufrads gegebenenfalls
in der Weise vereinfacht werden, da zunächst der seitlich offene Reifen auf den
Felgenkörper leicht aufgezogen und dann erst durch Einsetzen der seitlichen Scheibe
versteift und damit fest auf den Felgenkörper gedrückt wird.
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Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann die Versteifungsscheibe
zweckmäßig einen zum Reifeninnem hin offenen U-Querschnitt aufweisen, an dessen
Schenkeln außenseitig die Eingriffsflächen vorgesehen sind.
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Diese Eingriffsflächen begrenzen die Einsetzbewegung dieser Scheibe,
so daß die Versteifungsscheibe leicht zu montieren ist. Durch Druck in Achsrichtung
schnappt sie unschwer in ihre Endstellung ein, wobei die Eingriffsflächen verhindern,
daß sie etwa in den Hohlreifen hineinrutscht. Andererseits kann
sie aber infolge
dieser Eingriffsflächen auch nicht wieder aus ihrer Gebrauchslage heraus, selbst
wenn beim Gebrauch des Spielzeugs erhebliche einseitige Drücke auf den Reifen ausgeübt
werden.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann die Versteifungsscheibe
die Weißwand eines Reifens bilden. Hierzu ist lediglich die Fertigung dier>er Scheibe
unter einer entsprechenden Farbgebung notwendig.
Weitere Einzelheiten
ergeben sich aus der folgenden Beschreibung einiger bevorzugter Ausführungsformen
der Erfindung sowie an Hand der Zeichnung. Hierbei zeigt F i g. 1 einen Schnitt
durch ein Spielzeug-Festsitzlaufrad mit einem Felgenkörper aus Kunststoff und F
i g. 2 einen Schnitt durch ein Spielzeug-Losesitzrad mit Kunststoffelge und
außenseitiger Zier- oder Deckkappe.
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Das Spielzeugrad besteht im wesentlichen aus dem Radkörper a und der
Bereifung b. Diese ist zweiteilig. Sie ist aus dem Hohlreifen c und aus dem
Versteifungsring d gebildet.
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Der Hohlreifen c besteht aus Weichplastik, z. B. Polyäthylen. Er besitzt
seitwärts eine Ringöffnung, die sich bei den dargestellten Ausführungsbeispielen
an der Außenseite des Rades befindet. Der Versteifungsring d, welcher in
diese Ringöffnung eingesetzt ist, besteht ebenfalls aus weichem Kunststoff, z. B.
Polyäthylen. Infolge seiner Form übt er trotzdem eine versteifende Wirkung aus,
so daß der an sich ziemlich nachgiebige Hohlreifen c die nötige Festigkeit erlangt.
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An den Schenkeln des bügelförinigen Versteifungsringes d sind
die Einleitflächen e vorgesehen, welche das Eindrücken des Versteitungsringes
d in seine Gebrauchslage erleichtern. Die Einsetzbewegung ist dabei dadurch
begrenzt, daß die Anlageflächen f, und f, des Ringes d mit den Anschlagflächen
gl und 92 des Hohlreifens c zusammenwirken. Dadurch, daß der Ring d mit den
Nasen hi und h. die Gegenflächen il und i. hintergreift, ist der Ring
d
daran gehindert, seine Gebrauchslage zu verlassen.
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Bei der Ausbildungsform gemäß Fig. 1 ist ein Radkörper a aus
Kunststoff vorgesehen. Er besteht vorteilhafterweise aus härterem Kunststoff als
die Bereifung b. Vorzugsweise wird er aus Niederdruckäthylen erzeugt. Er
besitzt an seiner Felge 1 eine Rändelung oder eine andere geeignete Aufrauhung.
An der Innenseite des Fußes n des Hohlreifens c kann die gleiche Aufrauhung vorgesehen
werden. Auf diese Weise ist gewährleistet, daß der Reifen sich nicht gegenüber dem
Radkörper verdrehen kann. Bei dem Festsitzrad gemäß Fig. 1 ist der Radkörper
a mit seiner Nabe o auf die nicht dargestellte Radachse im Festsitz aufgeklemmt.
Der Radkörpera weist eine äußere Deckscheibe p auf, die beim dargestellten
Ausführungsbeispiel einstückig mit dem Radkörper a und der Felge 1 gefertigt
ist.
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Bei dem Losesitzrad gemäß F i g. 2 durchsetzt die Radachse
q die auf ihr drehbar gelagerte Felge o, und sie weist an ihrem freien Ende eine
Quetschnase r od. dgl. auf. Der Radkörper a ist außenseitig durch eine Zier- oder
Deckkappe s abgedeckt, die gegebenenfalls aus Kunststoff besteht. Diese Zierkappe
s hintergreift mit ihrem nach außen umgebogenen Rand t den Gegenring u der Felge
1.