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DE1177303B - Kippsicherung fuer einen Kran od. dgl. - Google Patents

Kippsicherung fuer einen Kran od. dgl.

Info

Publication number
DE1177303B
DE1177303B DEK35998A DEK0035998A DE1177303B DE 1177303 B DE1177303 B DE 1177303B DE K35998 A DEK35998 A DE K35998A DE K0035998 A DEK0035998 A DE K0035998A DE 1177303 B DE1177303 B DE 1177303B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
crane
switch
pressure
cylinder
boom
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK35998A
Other languages
English (en)
Inventor
Wolfgang Kaczkowski
Hans Woehrmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Krupp Ardelt GmbH
Original Assignee
Krupp Ardelt GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Krupp Ardelt GmbH filed Critical Krupp Ardelt GmbH
Priority to DEK35998A priority Critical patent/DE1177303B/de
Publication of DE1177303B publication Critical patent/DE1177303B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66CCRANES; LOAD-ENGAGING ELEMENTS OR DEVICES FOR CRANES, CAPSTANS, WINCHES, OR TACKLES
    • B66C23/00Cranes comprising essentially a beam, boom, or triangular structure acting as a cantilever and mounted for translatory of swinging movements in vertical or horizontal planes or a combination of such movements, e.g. jib-cranes, derricks, tower cranes
    • B66C23/88Safety gear
    • B66C23/90Devices for indicating or limiting lifting moment

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Jib Cranes (AREA)

Description

  • Kippsicherung für einen XAn öd. dgl. Die Erfindung bezieht sich auf eine Kippsicherung für einen Kran od. dgl., an dessen Ausleger eine hydraulische Wippeinrichtung angreift, mit einem Steuerzylinder, in dem jeweils ein dem Druck in den Wippzylindern entsprechender Flüssigkeitsdruck herrscht und dessen Kolben beim Erreichen eines vorher bestimmten Druckes gegen den Widerstand einer Feder ein den Kranantrieb beeinflussendes Schaltglied betätigt, mit dem ein auf die Kranausladung ansprechendes Korrekturglied zusammenarbeitet.
  • Bei einer bekannten Kippsicherung dieser Art bildet der in dem Steuerzylinder befindliche Kolben selbst das Schaltglied. Die auf den Kolben wirkende Feder steht unter dem Einfluß eines Stempels, dessen Druckstange mit einer Rolle an einer Kurvenscheibe anliegt, die über ein Gestänge in Abhängigkeit von der Änderung des Neigungswinkels der Wippzylinder geschwenkt wird. Hierdurch soll eine Überschreitung des zulässigen Lastmomentes verhindert werden: Demgegenüber werden gemäß der vorliegenden Erfindung besondere Mittel vorgesehen, um den Umstand zu berücksichtigen, daß bei einer Verringerung der Ausladung des Kranauslegers, dessen Stützlager gegenüber dem Kranstützpunkt versetzt ist, die Standsicherheit des Kranes in stärkerem Maße erhöht wird, als der waagerechte Abstand der Last von der waagerechten Schwenkachse des Auslegers abnimmt.
  • Gegenstand eines älteren Vorschlages ist eine Sicherheitsvorrichtung für hydraulisch betriebene Kräne, bei welcher der Druck des Arbeitsmittels auf eine Lastwaage wirkt, die eine Abschaltung des hydraulischen Antriebs beim überschreiten des zulässigen Lastmomentes bewirkt. Hierbei drückt das Arbeitsmittel die Druckflüssigkeit in eine Leitung, die von einer Pumpe zu einem hydraulischen Motor führt. Die Lastwaage wird unmittelbar von diesem Arbeitsmittel beaufschlagt, wobei ihr Schaltglied mit zwei den Hubwerks- und Wippwerksantrieb betätigenden Schaltern zusammenarbeitet, von denen der eine als Lastmoment-Grenzschalter dient und auf einem vom Kranausleger bewegten Gestänge angeordnet ist, während der andere als überlastschalter wirkt und orts= fest angebracht ist. Bei dieser Sicherheitsvorrichtung sind aber keine zusätzlichen Mittel vorgesehen, um die beim Einwippen des Auslegers eintretende Erhöhung der Standsicherheit voll auszunutzen.
  • Die Erfindung besteht in erster Linie darin, daß bei einer Kippsicherung der eingangs genannten Art bei Anwendung eines als Hauptschalter wirksamen elektrischen Schaltgliedes das Korrekturglied durch einen Schalter gebildet wird, der in einem den Kranantrieb beeinflussenden Stromkreis parallel zu dem Haupt-Schalter in Reihe mit einem Trennschalter liegt, der bei einer Verminderung der Kranausladung auf einen; bestimmten Wert geschlossen v@ird, und däß der das Korrekturglied bildende Schahr'durch eine hydräu= lische Auslösevorrichtung, die hierbei über eine Steuerleitung mit einem dem'"bruck in den Wigpzylindern entsprechenden Flüssigkeitsdrucke beänf=' schlagt wird, erst dann geöffnet wird, wenn in den Wippzylindem der der betreffenden Standsicherhe%t entsprechende erhöhte Druck erreicht ist: ' Dabei ist parallel zu dem §thalter, der das auf die Kranausladung ansprechende Korrekturglied bildet, zweckmäßig ein weiterer, der.gleichen Aufgabe dienender Schalter angeordnet' wobei die Schalter wechselweise bei großer und -kleiner Stützbasis des Kranes (Stützen ausgeschoben bzw. eingezogen) in den Stromkreis einbezogen und jeweils bei demjenigen erhöhten Flüssigkeitsdruck geöffnet werden, des bei der verringerten Ausladung" des Kranauslegers'-der durch die betreffende StütDbäsis bedingten Stand= Sicherheit entspricht. Für das wechselweise erfolgende Einbeziehen der Schalter in den Stromkreis kann ein Wechselschalter vorgesehen sein und ein Mehi@,vegehahn, der in Abhängigkeit von dem Wechselschalter betätigt wird, dazu dienen, die hydraulischen Auslöseeinrichtungen der beiden `Schalter wechselweise mit einem dem Druck in den Wippzylindern entsprechenden Druck zu beaufschlagen. Vorzugsweise sind Mittel zur selbsttätigen Regelung der Entfernung zwischen dem Hauptschalter und dem Steuerzylinder vorgesehen, derart, daß eine Seitenschwenkung des Kranoberbaues, die mit einer Erhöhung der Ständsicherheit des Kranes verbunden ist, eine Vergrößerung dieser Entfernung bewirkt, und umgekehrt. Dabei sitzt zweckmäßig der Hauptschalter an einer am Kranoberbau gelagerten Schwinge, die unter Vermittlung einer am Kranunterbau sitzenden Kurvenscheibe bei seitlichen Schwenkbewegungen des Kranoberbaues geschwenkt wird. Es ist an sich bekannt, mit Hilfe einer Kurvenscheibe die Empfindlichkeit einer Sicherheitsvorrichtung in Abhängigkeit von der Seitenschwenkung eines Kranes zu verändern. Hierbei wird bei einer solchen Stellung des Kranoberbaues, in der sich der Ausleger etwa in Fahrtrichtung des Kranes erstreckt, durch einen Schalter, welcher mit der fest im Unterbau sitzenden Kurvenscheibe zusammenarbeitet, ein weiterer Schalter geschlossen, der parallel zu einem von einer mechanischen Lastbegrenzungseinrichtung betätigten Schalter in einem den Kranbetrieb beeinflussenden elektrischen Stromkreis liegt. Auch hierbei sind keine Mittel zur völligen Ausnutzung der Erhöhung der Standsicherheit beim Einwippen des Auslegers vorgesehen.
  • Bei einer Kippsicherheit nach der Erfindung wirkt beispielsweise auf den Kolben des Steuerzylinders eine zusätzliche Feder, die dann, wenn die Stützbasis des Kranes durch die Inbetriebstellung von Stützen vergrößert wird, eingeschaltet wird. Hierbei können Blockierungsmittel vorgesehen sein, die verhindern, daß bei eingeschalteter zusätzlicher Feder die Stützen sich außer Betriebsstellung befinden. Eine solche Feder legt sich zweckmäßig gegen ein durch einen Hebel od. dgl. verstellbares Widerlager.
  • In der Zeichnung ist eine Schaltung für ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
  • Es ist angenommen, daß der Ausleger eines fahrbaren Wippdrehkranes mittels zweier Wippzylinder 1 und zugehöriger Plungerkolben- gehoben und gesenkt wird. Das Drucköl wird den Zylindern 1 aus einer Leitung 3 durch einen Ventilblock 4 zugeführt, der durch eine Steuerleitung 5 mit einem Sperrverteilerblock verbunden ist.
  • An einem der Zylinder 1 sitzt ein Zwischenzylinder 6. Zwischen den beiden Absehlußstutzen 7, 8 dieses Zylinders ist ein Kolben 9 frei beweglich geführt. Der Zwischenzylinder ist durch den einen Abschlußstutzen 7 mit dem Innern des Wippzylinders 1 und durch den anderen Abschlußstutzen 8 über eine Steuerleitung 10 mit einem fest am Kranoberbau sitzenden Steuerzylinder 11 verbunden.
  • In dem Steuerzylinder 11 ist ein Tauchkolben 12 geführt, der an seinem außerhalb des Zylinders 11 befindlichen Ende eine Schaltscheibe 13 trägt. Diese befindet sich in der dargestellten Lage, die durch eine Markierung 14 bestimmt ist, in einem gewissen Abstand von der Schaltscheibe 15 eines im folgenden als Hauptschalter bezeichneten elektrischen Endschalters 16, bei dessen Betätigung der Kranantrieb ausgeschaltet wird.
  • An dem Kolben 12 ist ein den Steuerzylinder 11 umgreifendes Gehäuse 17 befestigt, das sich in seinem Innern mittels einer weichen Druckfeder 18 gegen den Zylinder 11 stützt. Außerdem kann sich das Gehäuse 17 mit seiner hinteren Stirnwand über eine Zusatzfeder 19, die härter ist als die Hauptfeder 18, gegen ein Widerlager auf einer Schaltstange 20 stützen. Diese kann mittels eines Hebels 21 verschoben werden. In der mit ausgezogenen Linien dargestellten Lage des Hebels 21 und der Stange 20 ist die Feder 19 gespannt. In der mit gestrichelten Linien dargestellten Lage des Hebels 21 ist die Stange so weit nach rechts verschoben, daß die Zusatzfeder 19 praktisch nicht wirksam wird.
  • An die Steuerleitung 10 ist eine Justierpumpe 22 angeschlossen, mittels deren Leckverluste ausgeglichen werden und dafür gesorgt wird, daß beim Ausgangszustand, wenn die hydraulische Hubvorrichtung 1, 2 nicht belastet ist, der öldruck in dem Zwischenzylinder 6 und dem Steuerzylinder 11 den Druck des Öles in dem Wippzylinder 1 überwiegt. Hierbei liegt demgemäß der Kolben 9 an dem Abschlußstutzen 7 des Zwischenzylinders 6 an, und die Schaltscheibe 13 befindet sich in der dargestellten, durch die Markierung 14 bestimmten Lage.
  • Wenn die Leitung 10 oder eine an sie angeschlossene Leitung undicht wird, so hat dies nicht ein Auslaufen des Wippzylinders 1 zur Folge, weil der Kolben 9 den Inhalt dieses Zylinders von der Steuerleitung 10 trennt.
  • Es sei zunächst angenommen, daß der Wippdrehkran nur auf seinen Rädern ruht, also seine Stützbasis nicht durch ausgefahrene Stützen vergrößert ist. Für diesen Fall muß der Hebel 21 in die mit gestrichelten Linien dargestellte Lage geschwenkt sein, so daß die Zusatzfeder 19 nicht wirksam ist. Wenn nun der Ausleger belastet und angehoben wird, steigt der Öldruck innerhalb der Zylinder 1, so daß der Kolben 9 in dem Zylinder 6 verschoben wird und den gleichen Druck auf das Öl in der Steuerleitung 10 und in dem Steuerzylinder 1.1 überträgt. Durch diesen Öldruck wird der Kolben 12 nach rechts bewegt, und zwar mit steigendem Öldruck in zunehmendem Maße entsprechend der fortschreitenden Zusammendrükkung der Feder 18. Wenn die Belastung des Auslegers so groß geworden ist, daß die Grenze der Standsicherheit des nicht abgestützten Kranes erreicht wird, trifft die Schaltscheibe 13 des Kolbens 12 auf die Scheibe 15 des Hauptschalters 16, und der Kranantrieb wird ausgeschaltet.
  • Wenn die Stützbasis des Kranes durch Ausschieben von Stützen vergrößert wird, wird der Schalthebel 21 in die mit ausgezogenen Linien dargestellte Lage geschwenkt. Nunmehr muß der Kolben 12 außer der Hauptfeder 18 auch die Zusatzfeder 19 zusammendrücken, so daß er erst bei einem entsprechend höheren Öldruck die Scheibe 15 des Hauptschalters 16 erreicht. Der Kranantrieb wird daher erst bei einer erhöhten Belastung des Auslegers, die der vergrößerten Standsicherheit entspricht, ausgeschaltet.
  • Nicht dargestellte Blockierungsvorrichtungen sorgen dafür, daß die zusätzliche Feder 19 nur dann eingeschaltet werden kann, wenn die Stützen ausgefahren sind, und daß die Stützen nur dann eingezogen werden können, wenn die zusätzliche Feder 19 durch Betätigung des Hebels 21 ausgeschaltet ist.
  • Die Bauart des Kranes bringt es mit sich, daß dann, wenn sich der Kranausleger in Fahrzeuglängsrichtung erstreckt, eine größere Standsicherheit vorhanden ist, als wenn der Kranausleger quer zur Fahrzeuglängsachse verschwenkt ist. Man kann daher im ersteren Fall höhere Drücke in den Wippzylindern 1 zulassen als im letzteren Fall. Um dem Rechnung zu tragen, ist der Hauptschalter 16 an einer durch einen Dreieckhebel gebildeten Schwinge 23 angebracht, die am seitlich schwenkbaren Kranoberbau um eine lotrechte Achse 24 schwenkbar gelagert ist. Der Dreieckhebel wird durch eine Feder 25 mit einer Rolle 26 in Anlage an einer länglichen Kurvenscheibe 27 gehalten, die fest im Kranunterbau sitzt. Bei der in F i g. 1 und 2 dargestellten Lage liegt die Rolle 26 an einer Längsseite der Scheibe 27 an. Dies entspricht der Einstellung des Kranauslegers in Fahrtrichtung. Wenn der Kranoberbau mit dem Ausleger um 90° seitwärts verschwenkt wird, läuft die Rolle 26 auf eine der Schmalseiten der Scheibe 27 auf. Dies hat zur Folge, daß der Dreieckhebel 23 nach links verschwenkt und damit die Entfernung zwischen der Schaltscheibe 15 des Hauptschalters 16 und der in der Ausgangslage befindlichen Schaltscheibe 13 des Kolbens 12 verkleinert wird. Demzufolge wird der Hauptschalter 16 schon beim Erreichen eines kleineren Öldruckes in dem Wippzylinder 1 betätigt, so daß der Kranantrieb entsprechend der verringerten Standsicherheit bei seiner Querlage weniger hoch belastet werden kann als bei seiner Einstellung in Fahrzeuglängsrichtung: Entsprechend der Gestalt der Scheibe 27 wird bei einer Schwenkung des Kranoberbaues um 360' der Hauptschalter zweimal in die der größten Standsicherheit entsprechende Lage und zweimal in die der kleinsten Standsicherheit entsprechende Lage gegenüber dem Steuerzylinder 11 verschwenkt. In allen diesen Fällen wird je nach der Betätigung des Hebels 21 eine kleine oder eine große Stützbasis entsprechend dem freistehenden bzw. abgestützten Zustand des Kranes berücksichtigt.
  • Wenn sich die Ausladung des Kranauslegers verringert, indem z. B. der Ausleger teleskopartig eingezogen wird, kann naturgemäß der Ausleger eine größere Last aufnehmen. Bei der bisher beschriebenen Vorrichtung könnte aber die Last gegenüber der bei größter Ausladung im äußersten Fall zulässigen Last bei Verringerung der Ausladung nur in dem Ausmaß erhöht werden, als der Öldruck in den Wippzylindern 1 unverändert bleibt, da bei der bisher beschriebenen Vorrichtung die Abschaltung ausschließlich unter dem Einfiuß des Öldruckes in dem Wippzylinder 1 erfolgt. Dieser Umstand berücksichtigt aber nicht, daß bei Verringerung der Ausladung des Kranauslegers die Standsicherheit des Kranes in stärkerem Maße zunimmt, als sich der waagerechte Abstand der Last von der waagerechten Schwenkachse des Auslegers verkleinert. Das gilt vor allen Dingen dann, , wenn die Entfernung zwischen der Kippkante des Kranes und der Kranmitte groß ist im Verhältnis zu der Entfernung des Fußes des Wippzylinders von der Kranmitte, also vor allem dann, wenn die Kippkanten des Kranes durch ausgeschobene Stützen nach außen verlegt sind.
  • Um diesen Umstand zu berücksichtigen, wird die Wirkung des Steuerzylinders 11 und des Kolbens 12 überlagert von der Wirkung einer zusätzlichen Steuerung.
  • Der Hauptschalter 16 ist noch einmal symbolisch in einem elektrischen Stromkreis dargestellt, der eine Batterie 28 und einen den Kranantrieb beeinflussenden Magneten 29 enthält. Der Stromkreis verzweigt sich in zwei zueinander parallele Leitungen 30, 31. In die Leitung 30 ist der Hauptschalter 16 eingefügt, und in der Leitung 31 befindet sich ein Trennschalter 32. Dieser wird von dem äußeren Teil des Teleskopauslegers in der Weise betätigt, daß er bei ausgezogenem Ausleger, also bei großer Ausladung, geöffnet ist und bei einer bestimmten Verkürzung des Teleskopauslegers geschlossen wird. Die Leitung 31 verzweigt sich hinter dem Schalter 32 ihrerseits in zwei zueinander parallele Leitungen 33, 34. In diesen befinden sich zwei Trennschalter 35, 36, die mil Hilfe von federbelasteten Kolben in Zylindern 37, 38 betätigt werden. Diese Zylinder sind über Leitungen 39, 40 durch ein Mehrwegeventil 41 an eine Leitung 42 angeschlossen, die mit der Steuerleitung 10 in Verbindung steht. Mittels eines Wechselschalters 43 können wechselweise die Schalter 35 und 36 in Reihe mit dem Schalter 32 geschaltet werden.
  • Die dargestellte Lage entspricht dem Fall, daß die Stützbasis des Kranes durch ausgeschobene Stützen vergrößert ist. Durch den Wechselschalter 43 ist die Leitung 33 mit der Leitung 31 verbunden, so daß der Schalter 35 wirksam ist. Dessen Zylinder 37 steht infolge einer entsprechenden Einstellung des Ventils 41 mit der Steuerleitung 10 in Verbindung. Die Feder in dem Zylinder 37 ist so bemessen, daß der Schalter 35 erst bei einem höheren Öldruck geöffnet wird als der Hauptschalter 16, wobei wegen des abgestützten Betriebszustandes die Zusatzfeder 19 eingeschaltet ist.
  • Wenn der Teleskopausleger ganz ausgezogen ist, ist der Schalter 32 geöffnet. Dann erfolgt das Abschalten des Kranantriebes beim Erreichen des durch die Federn 18 und 19 bestimmten Öldruckes mittels des Schalters 16. Wenn aber der Teleskopausleger so weit eingezogen ist, daß der Schalter 32 geschlossen wird, wird bei diesem Öldruck der Kranantrieb noch nicht abgeschaltet, weil der Magnet 29 noch über den geschlossenen Schalter 35 mit Strom versorgt wird. Erst wenn die Belastung des Auslegers und damit der in dem Zylinder 37 wirkende Öldruck so weit gestiegen ist, daß auch die der verminderten Ausladung entsprechend erhöhte Standsicherheit bei- abgestütztem Zustand des Kranes nicht mehr ausreicht,; wird der Schalter 35 geöffnet und damit der Kranantrieb ausgeschaltet.
  • Wenn bei eingefahrenem Teleskopausleger die Belastung des Auslegers und damit der Öldruck in der Steuerleitung 10 so groß sind, daß der Hauptschalter 16 schon geöffnet, aber der Schalter 35 noch geschlossen ist, und wenn dann der Teleskopausleger ausgefahren und demzufolge der Schalter 32 geöffnet wird, wird der Magnet 29 stromlos und der Kranantrieb ausgeschaltet.
  • Wenn die Stützen des Kranes nicht ausgeschoben sind, wird der Wechselschalter 43 umgelegt, so daß nunmehr der Schalter 36 wirksam wird, dessen Zylinder 38 durch entsprechende Einstellung des Mehrwegeventils 41 an die Steuerleitung 10 angeschlossen wird. Nunmehr erfolgt bei eingezogenem Teleskopausleger und demgemäß geschlossenem Schalter 32 das Ausschalten des Kranantriebes noch nicht, wenn der Hauptschalter 16 (bei unwirksamer Zusatzfeder 19) geöffnet wird. Der Kranantrieb wird vielmehr erst dann ausgeschaltet, wenn die Belastung des eingezogenen Auslegers so weit gestiegen ist, daß durch den entsprechend hohen Öldruck im Zylinder 38 der Schalter 36 geöffnet wird.
  • Dieser Öldruck ist, da der Kran nicht zusätzlich abgestützt ist, naturgemäß kleiner als der Öldruck, der im vorhergehenden Fall das Öffnen des Schalters 35 bewirkt hat.
  • Zweckmäßig erfolgt das Umlegen des Wechselschalters 43 sowie die Verstellung des Mehrwegeventils 41 zwangläufig in Abhängigkeit von dem Ein-oder Ausschieben der zusätzlichen Kranstützen.
  • Es ist auch möglich, daß statt eines einzigen Schalters 32 deren mehrere vorgesehen werden, die verschieden großen Ausladungen des Teleskopauslegers entsprechen. Dann müßten jedem dieser Schalter besondere, den Schaltern 35 und 36 entsprechende Schalter zugeordnet werden, um zu erreichen, daß die verschiedenen Standsicherheiten, die sich bei verschiedenen Ausladungen des Teleskopauslegers ergeben, berücksichtigt werden.
  • Wenn kein Teleskopausleger vorhanden ist, kann man die Verringerung der Ausladung des Auslegers bei Steilstellung dieses Auslegers und die damit verbundene Erhöhung der Standsicherheit dadurch berücksichtigen, daß der Schalter 32 statt von dem Teleskopausleger vom Steueröldruck des Wippzylinders 1 beeinflußt wird, und zwar über ein Mehrwegeventil. Dieses Ventil wird nur bei steil aufgerichtetem Wippausleger derart betätigt, daß der Schalter 32 über einen Schaltkolben geschlossen wird. Infolgedessen wird der Kranantrieb erst bei dem erhöhten Öldruck ausgeschaltet, bei dem der Schalter 35 oder 36 (bei abgestütztem bzw. frei stehendem Kran) anspricht.
  • Selbstverständlich kann in kinematischer Umkehrung zu der dargestellten Anordnung des Steuerzylinders 11 und des Kolbens 12 der bewegliche Teil als Zylinder und der feststehende Teil als Kolben ausgebildet sein.
  • Am Fuß der Wippzylinder 1 wird zweckmäßig je ein Endschalter angebracht, der bewirkt, daß der Kran erst dann betriebsbereitfist, wenn sich Drucköl in den Zylindern befindet. Hierdurch ist gewährleistet, daß sofort bei Beginn des Kranantriebes die Kippsicherung wirksam wird.
  • Die Erfindung ist besonders vorteilhaft bei hydraulischen Bergungskranen anwendbar.

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1. Kippsicherung für einen Kran od. dgl., an dessen Ausleger eine hydraulische Wippeinrichtung angreift, mit einem Steuerzylinder, in dem jeweils ein dem Druck in den Wippzylindern entsprechender Flüssigkeitsdruck herrscht und dessen Kolben beim Erreichen eines vorher bestimmten Druckes gegen den Widerstand einer Feder ein den Kranantrieb beeinflussendes Schaltglied betätigt, mit dem ein auf die Kranausladung ansprechendes Korrekturglied zusammenarbeitet, dad'ü-reh gekennzeichnet, daß bei Anwendung eines als I-lauptschalter wirksamen elektrischen Schaltgliedes (16) das Korrekturglied durch -einen Schalter (z. B. 35) gebildet wird, der in einem den Kranantrieb beeinflussenden Stromkreis (33) parallel zu dem Hauptschalter (16) in Reihe mit einem Trennschalter (32) liegt, der bei einer Verminderung der Kranausladung auf einen bestimmten Wert geschlossen wird, und daß der das Korrekturglied bildende Schalter (z. B. 35) durch eine hydraulische Auslösevorrichtung (z. B. 37), die über eine Steuerleitung (39, 42) mit einem dem Druck in den Wippzylindern (1) entsprechenden Flüssigkeitsdruck beaufschlagt wird, erst dann geöffnet wird, wenn in den Wippzylindern der der betreffenden Standsicherheit entsprechende erhöhte Druck erreicht ist.
  2. 2. Kippsicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zu dem Schalter (35); der das auf die Kranausladung ansprechende Korrekturglied bildet, ein weiterer, der gleichen Aufgabe dienender Schalter (36) angeordnet ist und daß die Schalter (35, 36) wechselweise bei großer und kleiner Stützbasis des Kranes (Stützen aus, geschoben bzw. eingezogen) in den Stromkreis einbezogen und jeweils bei demjenigen erhöhten Flüssigkeitsdruck geöffnet werden, der bei der verringerten Ausladung des Kranauslegers der durch die betreffende Stützbasis bedingten Standsicherheit entspricht.
  3. 3. Kippsicherung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß für das wechselweise erfolgende Einbeziehen der Schalter (35, 36) in den Stromkreis ein Wechselschalter (43) vorgesehen ist und ein Mehrwegehahn (41);. der in Abhängigkeit von dem Wechselschalterbetätigt wird, dazu dient, die hydraulischen Auslöseeinrichtungen (37, 38) der beiden Schalter, wechselweise mit einem dem Druck in den Wippzylindern entspre.-chenden Druck zu beaufsohlagen.
  4. 4. Kippsicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel (23 bis 27) zur selbsttätigen Regelung der Entfernung zwischen dein Hauptschalter (16) und dem Steuerzylinder (11) vorgesehen sind, derart, daß eine Seitenschwenkung des Kranoberbaues, die mit einer Erhöhung der Standsicherheit des Kranes verbunden ist;., eine Vergrößerung dieser Entfernung bewirkt, und umgekehrt.
  5. 5. Kippsicherung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptschalter (16) : ail einer am Kranoberbau gelagerten Schwinge (23) sitzt, die unter Vermittlung einer am Kranunterbau sitzenden Kurvenscheibe (27) bei seitlichen Schwenkbewegungen des Kranoberbaues geschwenkt wird.
  6. 6. Kippsicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Kolben (12) des Steuerzylinders (11) eine zusätzliche Feder (19) wirkt, die dann, wenn. die Stützbasis des Kranes durch die Inbetriebstellung von Stützen vergrößert wird, eingeschaltet wird.
  7. 7. Kippsicherung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß. Blockierungsmittel vorgesehen sind, die verhindern, daß bei eingeschalteter zusätzlicher Feder (19) die Stützen sich außer Betriebsstellung befinden. B. Kippsicherung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß sich die mit dem Kolben (12) des Steuerzylinders (11) verbundene zusätzliche Feder (19) gegen ein durch einen Hebel (21) od. dgl. verstellbares Widerlager legt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 959129; USA.-Patentschrift Nr. 1614 575. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1050523.
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