DE1172850B - Verfahren zur Herstellung von makromolekularen Polyoxymethylenen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von makromolekularen PolyoxymethylenenInfo
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- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08G—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
- C08G2/00—Addition polymers of aldehydes or cyclic oligomers thereof or of ketones; Addition copolymers thereof with less than 50 molar percent of other substances
- C08G2/08—Polymerisation of formaldehyde
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: C 08 g
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Deutsche Kl.: 39 c-18
F 37252 IVd/39 c
6. Juli 1962
25. Juni 1964
Es ist bekannt, hochmolekulare Polyoxymethylene durch Polymerisation von monomerem Formaldehyd
in einem inerten Lösungsmittel in Gegenwart von geeigneten Katalysatoren zu erzeugen. Den hierfür
erforderlichen monomeren Formaldehyd kann man durch thermische Zersetzung von niedermolekularen
Polyoxymethylenen, wie Paraformaldehyd, und anschließende Reinigung des unreinen Formaldehyds
gewinnen, indem man den Formaldehyd durch Zonen verschiedener Temperaturen leitet. Hierbei ergibt sich
jedoch die Schwierigkeit, daß der Formaldehyd teilweise in den Rohrleitungen polymerisiert und diese
verstopft. Zur Überwindung dieser Schwierigkeit hat man bereits vorgeschlagen, unreinen Formaldehyd mit
den Dämpfen eines inerten Lösungsmittels und/oder mit inerten Gasen zu mischen und sodann durch Abkühlung
auf tiefe Temperaturen zu reinigen. Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil, daß es die Anwendung
relativ komplizierter und kostspieliger Arbeitsgänge erfordert und die Verwendung eines niedermolekularen
Polyoxymethylene mit einem Wassergehalt von unter 1 % voraussetzt.
Es wurde nun gefunden, daß man makromolekulare Polyoxymethylene durch Einleiten von monomerem
Formaldehyd in katalysatorhaltige organische Lösungsmittel unter Unterdruck bei Formaldehyd-Partialdrücken
herstellen kann, indem man monomeren Formaldehyd verwendet, der durch Pyrolyse eines niedermolekularen Polyoxymethylene erhalten
und durch Mischen mit einem inerten Gas und/oder mit dem Dampf eines inerten organischen Lösungsmittels
und durch anschließendes Waschen des Gemisches mit einem inerten organischen Lösungsmittel
bei einer Temperatur über 1O0C unter Unterdruck bei
Formaldehyd-Partialdrücken unter 300 Torr gereinigt worden ist.
Vorzugsweise wird hierbei auch der Gesamtdruck der Gase auf Werte unter 300 Torr eingestellt.
Der monomere Formaldehyd wird in bekannter Weise durch Pyrolyse von Formaldehydpolymeren gewonnen.
Das Pyrolyseverfahren kann unter Verwendung von niedermolekularen Polyoxymethylenen mit
einem Wassergehalt von etwa 1 bis 6°/o> wie Paraformaldehyd,
durchgeführt werden. Selbstverständlich ist es auch möglich, niedermolekulare Polyoxymethylene
mit einem niedrigeren Wassergehalt einzusetzen.
Als inertes Gas für die Verdünnung der Formaldehyddämpfe eignet sich insbesondere Stickstoff. Es
kommen aber auch andere inerte Gase, wie Kohlendioxyd, Argon, sowie die Dämpfe von niedrigsiedenden,
gegebenenfalls chlorierten Kohlenwasserstoffen, wie Methan, Propan und Methylchlorid, in
Verfahren zur Herstellung von makromolekularen Polyoxymethylenen
Anmelder:
Farbenfabriken Bayer Aktiengesellschaft,
Leverkusen
Leverkusen
Als Erfinder benannt:
Dr. Karl-Sigwart, Leverkusen,
Dr. Heinrich Kunze, Köln-Stammheim,
Dr. Kuno Wagner, Leverkusen
Frage. Diese Verdünnungsmittel sollen in möglichst wasserfreier Form zur Anwendung gelangen.
Die Mengen der eingesetzten Verdünnungsmittel können innerhalb weiter Grenzen schwanken. Es ist
von Vorteil, diese Verdünnungsmittel in Mengen von etwa 50 bis 150 °/0, berechnet auf das Volumen des
Formaldehydgases, zu verwenden. Bei der Pyrolyse des niedrigmolekularen Polyoxymethylene wird vorzugsweise
die Methode der Benetzung angewendet, wobei das pulverförmige Ausgangsmaterial (ζ. Β. Paraformaldehyd)
mit einer kleinen Menge einer hochsiedenden, inerten Substanz (z. B. Paraffinwachs, Polyglykol)
versetzt wird. Das Verfahren unterscheidet sich somit von der sogenannten Sumpfpyrolyse, bei der die Paraf
ormaldehydteilchen in einer großen Flüssigkeitsmenge suspendiert werden. Der Vorteil gegenüber der
»trockenen« Pyrolyse und der Sumpfpyrolyse besteht darin, daß vom Gas weder Feststoffteilchen noch
Flüssigkeitsspritzer mitgerissen werden und nur eine kleine Menge Rückstand in flüssiger Form anfällt, der
sich bei kontinuierlicher Fahrweise leicht aus dem Apparat austragen läßt und nicht unbedingt aufgearbeitet
werden muß. Die Menge der hochsiedenden, inerten Substanz beträgt vorzugsweise weniger als
20 Gewichtsprozent, bezogen auf die Menge des niedrigmolekularen Polyoxymethylene, wobei die
Dampf dichte dieser Substanz weniger als 20% der Dampfdichte des bei der Pyrolyse frei werdenden
monomeren Formaldehyds entsprechen soll.
Für die Reinigung der angeführten Gasgemische werden inerte Lösungsmittel, wie aromatische, aliphatische,
cycloaliphatische Kohlenwasserstoffe, dje gegebenenfalls halogeniert sein können, sowie Äther,
Ester oder Acetate verwendet. Spezielle Beispiele der Lösungsmittel sind Toluol oder andere alkylierte
Benzole, Methylcyclohexan und Methylenchlorid.
409 627/411
3 4
Diesen Lösungsmitteln können Trockenmittel, wie aus der Polymerisationsstufe austretende Restgas in
Säureanhydride, beispielsweise Essigsäureanhydrid, das Pyrolysegefäß zurückgeführt. Hierbei ist die oben
Maleinsäureanhydrid, Calciumchlorid, wasserfreies beschriebene zweite, bei niedrigerer Temperatur (O0C)
Natriumsulfat, zugesetzt werden. Für die Durch- arbeitende Polymerisationsstufe nicht erforderlich. Es
führung der Reinigung werden die beschriebenen Gas- 5 hat sich als vorteilhaft erwiesen, zur Förderung des
gemische durch die Lösungsmittel hindurchgeleitet. Kreislaufgases und zur Erzeugung des Unterdruckes
Es ist ferner auch möglich, die Reinigung in einer je eine Flüssigkeitsringpumpe zu verwenden, die mit
gegebenenfalls Füllkörper enthaltenden Waschkolonne der gleichen Flüssigkeit betrieben werden, in der die
durchzuführen, durch die die Lösungsmittel und die Reinigung und/oder Polymerisation des Formaldehyd-Gasgemische
im Gleichstrom oder im Gegenstrom i° gases erfolgt.
hindurchgeleitet werden. Als Füllkörper können hierbei Der technische Fortschritt des erfindungsgemäßen
Wasser absorbierende Feststoffe verwendet werden. Verfahrens liegt in der Erzielung einer hohen Ausbeute.
In beiden Fällen ist es nicht erforderlich, die Wasch- So wird nach Beispiel 2 des erfindungsgemäßen Veranlagen
zu kühlen, vielmehr können diese bei Raum- fahrens unter Verwendung des auf die beschriebene
temperatur betrieben werden. 15 Weise gereinigten Formaldehyds eine Ausbeute von
Die Polymerisation des gereinigten monomeren 70% gegenüber 12°/0 bei dem Beispiel 2 des aus der
Formaldehyds kann in bekannter Weise in einem deutschen Auslegeschrift I 037 705 bekannten Verorganischen
Lösungsmittel in Gegenwart von geeig- fahrens erzielt.
neten Katalysatoren durchgeführt werden. Als Kataly- Das folgende Beispiel zeigt die Herstellung eines
satoren haben sich hierbei Verbindungen des zwei- 20 hochmolekularen Polyoxymethylene nach dem erfin-
und vierwertigen Zinns als besonders geeignet erwiesen, dungsgemäßen Verfahren,
wobei als Lösungsmittel für das Polymerisations- . 11
medium sowohl inerte Lösungsmittel als auch Alkylie- Beispiel
rungs-oder Acylierungsmittel in Frage kommen. Diese 100 Gewichtsteile pulverförmiger Paraformaldehyd
Polymerisationsverfahren sind in den belgischen 25 werden mit 5 Gewichtsteilen Paraffinwachs gemischt
Patentschriften 608 221 und 608 622 erläutert. Aber >md bei einem Gesamtdruck von 150 Torr und einer
auch andere Katalysatoren, wie z.B. Titanverbin- Heizmitteltemperatur von 120 bis 14O0C in 3 Stunden
düngen, metallorganische Verbindungen und Phos- pyrolysiert.
phine, primäre, sekundäre, tertiäre Amine und quartäre Das entstehende monomere Formaldehydgas wird
Ammoniumbasen, können zur Durchführung des Ver- 30 beim Austritt aus dem Pyrolysegefäß mit Stickstoff
fahrens herangezogen werden. und Toluoldampf so weit verdünnt, daß der Form-
Das erfindungsgemäße Verfahren kann beispiels- aldehyd-Partialdruck ~ 100 Torr beträgt. Dieses Gasweise wie folgt durchgeführt werden, wobei die Ab- gemisch durchströmt anschließend eine auf +35° C
bildung eine schematisch ausgeführte Vorrichtung zeigt. temperierte Waschflasche, in der sich 1800 Gewichts-
In ein doppelwandiges, mit Heizflüssigkeit ver- 35 teile Toluol befinden, und wird von dort aus durch
sehenes Pyrolysegefäß 1 wird Paraformaldehyd zu- zwei hintereinandergeschaltete Polymerisationsgefäße
sammen mit einer kleinen Menge Paraffinwachs ein- geleitet. Das erste Polymerisationsgefäß befindet sich
gefüllt. Der Gesamtdruck im Pyrolysegefäß wird mit auf Raumtemperatur und enthält 1800 Gewichtsteile
Hilfe eines Vakuumreglers auf 150 Torr eingestellt. Toluol mit 1 Gewichtsteil des Zinn(II)-salzes der
Die Pyrolyse des Paraformaldehyds erfolgt bei einer 40 Äthylcapronsäure als Katalysator. Im zweiten PoIy-
Heizmitteltemperatur von etwa 1200C, die gegen Ende merisationsgefäß, welches auf 0°C temperiert wird,
der Pyrolyse auf 1400C gesteigert wird. Die ent- sind 900 Gewichtsteile Toluol und 0,5 Gewichtsteile
stehenden Dämpfe werden in dem Pyrolysegefäß mit Zinnoctoat vorgelegt.
Stickstoff (Volumenverhältnis Formaldehydgas zu Unter diesen Bedingungen erfolgt die Polymerisation
Stickstoff 1: 1) vermischt und gelangen in ein mit 45 des monomeren Formaldehyds ausschließlich in den
Toluol gefülltes Waschgefäß 2, dessen Einleitungsrohr beiden Polymerisationsgefäßen, wobei die ungeheizten
innen mit katalysatorfreiem Toluol über die Leitung 3 Rohrleitungen und die Waschflüssigkeit frei von Vorberieselt
wird. Von dort aus strömen die gereinigten polymerisaten bleiben. Nach Beendigung des Ver-Gase
in ein Polymerisationsgefäß 4, welches Toluol suches werden die Produkte der beiden Polymerimit
einer geringen Menge eines Katalysators enthält, so sationsgefäße vom Toluol abfiltriert, mit Methylen-Das
Polymerisationsgefäß befindet sich während des chlorid gewaschen, getrocknet und gewogen.
Betriebes auf Temperaturen von etwa 20 bis 400C. Man erhält aus dem ersten Polymerisationsgefäß Dieses erste Polymerisationsgefäß ist mit einem zweiten 80 Gewichtsteile und aus dem zweiten Polymerisations-Polymerisationsgefäß 5 verbunden, in welchem nicht gefäß 10 Gewichtsteile hochmolekulares Polyoxypolymerisierter Formaldehyd (etwa 5%) bei einer 55 methylen, das nach der Acetylierung eine innere niedrigeren Temperatur (00C) polymerisiert wird. Das Viskosität von 0,95, gemessen in 0,5%iger Lösung in zweite Polymerisationsgefäß ist mit einer Vakuum- Butyrolacton bei 150° C, aufweist,
pumpe 6 verbunden, durch die der Druck im Pyrolyse- . . .
gefäß auf etwa 150 Ton eingestellt wird. Die Rohr- Beispiel l
leitungen 7 zwischen dem Waschgefäß und den Poly- 60 100 Gewichtsteile Paraformaldehyd mit einem merisationsgefäßen befinden sich auf Raumtemperatur. Wassergehalt von etwa 2% werden mit 6 Gewichts-Bei den angegebenen Bedingungen tritt weder in den teilen Paraffinwachs gemischt und bei einem Gesamt-Rohrleitungen noch in der Waschflüssigkeit Polymeri- druck von 180 Torr und einer Heizmitteltemperatur sation des Formaldehyds ein. Dagegen erfolgt die von 120 bis 14O0C in 3 Stunden pyrolysiert.
Polymerisation in den Polymerisationsgefäßen nahezu 65 Das entstehende monomere Formaldehydgas wird quantitativ. beim Austritt aus dem Pyrolysegefäß mit trockenem Das Verfahren eignet sich insbesondere für den Stickstoff und Toluoldampf auf einen Formaldehydkontinuierlichen Betrieb. Für diesen Zweck wird das Partialdruck von etwa 120 Torr verdünnt und in ein
Betriebes auf Temperaturen von etwa 20 bis 400C. Man erhält aus dem ersten Polymerisationsgefäß Dieses erste Polymerisationsgefäß ist mit einem zweiten 80 Gewichtsteile und aus dem zweiten Polymerisations-Polymerisationsgefäß 5 verbunden, in welchem nicht gefäß 10 Gewichtsteile hochmolekulares Polyoxypolymerisierter Formaldehyd (etwa 5%) bei einer 55 methylen, das nach der Acetylierung eine innere niedrigeren Temperatur (00C) polymerisiert wird. Das Viskosität von 0,95, gemessen in 0,5%iger Lösung in zweite Polymerisationsgefäß ist mit einer Vakuum- Butyrolacton bei 150° C, aufweist,
pumpe 6 verbunden, durch die der Druck im Pyrolyse- . . .
gefäß auf etwa 150 Ton eingestellt wird. Die Rohr- Beispiel l
leitungen 7 zwischen dem Waschgefäß und den Poly- 60 100 Gewichtsteile Paraformaldehyd mit einem merisationsgefäßen befinden sich auf Raumtemperatur. Wassergehalt von etwa 2% werden mit 6 Gewichts-Bei den angegebenen Bedingungen tritt weder in den teilen Paraffinwachs gemischt und bei einem Gesamt-Rohrleitungen noch in der Waschflüssigkeit Polymeri- druck von 180 Torr und einer Heizmitteltemperatur sation des Formaldehyds ein. Dagegen erfolgt die von 120 bis 14O0C in 3 Stunden pyrolysiert.
Polymerisation in den Polymerisationsgefäßen nahezu 65 Das entstehende monomere Formaldehydgas wird quantitativ. beim Austritt aus dem Pyrolysegefäß mit trockenem Das Verfahren eignet sich insbesondere für den Stickstoff und Toluoldampf auf einen Formaldehydkontinuierlichen Betrieb. Für diesen Zweck wird das Partialdruck von etwa 120 Torr verdünnt und in ein
auf +30°C temperiertes Waschgefäß eingeleitet, welches
1800 Gewichtsteile Toluol mit einem Wassergehalt unter 0,01 °/o und 50 Gewichtsteile suspendiertes
CaSO4 in Form des löslichen Anhydrits enthält. Von dort aus strömen die Gase durch zwei hintereinandergeschaltete
Polymerisationsgefäße. Das erste, auf +150C temperierte Polymerisationsgefäß enthält
1800 Gewichtsteile vorgetrocknetes Toluol mit 0,6 Gewichtsteilen Tri-n-butylamin als Katalysator; im
zweiten, auf 00C gehaltenen Gefäß sind 900 Gewichtsteile
vorgetrocknetes Toluol und 0,3 Gewichtsteile Tri-n-butylamin vorgelegt.
Während des Versuches treten an den Wandungen der Gefäße und in den ungeheizten Glasleitungen
keine Niederschläge von Polymerisaten auf.
Nach Beendigung des Versuches werden die Produkte der beiden Polymerisationsgefäße vom Toluol
abfiltriert, mit Methylenchlorid gewaschen, getrocknet und gewogen.
Man erhält aus dem ersten Polymerisationsgefäß 65 Gewichtsteile und aus dem zweiten Polymerisationsgefäß 5 Gewichtsteile höhermolekulares Polyoxymethylen,
das eine innere Viskosität von 0,86, gemessen in 0,5%iger Lösung in Butyrolacton bei 1500C,
aufweist.
100 Gewichtsteile Paraformaldehyd mit einem Wassergehalt von etwa 2 % werden mit 6 Gewichtsteilen Polyglykol gemischt und bei einem Gesamtdruck
von 150 Torr und einer Heizmitteltemperatur von 120 bis 1400C in 3 Stunden pyrolysiert.
Das entstehende monomere Formaldehydgas wird beim Austritt aus dem Pyrolysegefäß mit trockenem
Stickstoff und Toluoldampf auf einen Formaldehyd-Partialdruck von etwa 100 Torr verdünnt und in ein
auf +300C temperiertes Waschgefäß eingeleitet, welches
1800 Gewichtsteile Toluol mit einem Wassergehalt unter 0,01 % und 50 Gewichtsteile suspendiertes
CaSO4 in Form des löslichen Anhydrits enthält. Von dort aus strömen die Gase durch zwei hintereinandergeschaltete
Polymerisationsgefäße. Das erste, auf +150C temperierte Gefäß enthält 1800 Gewichtsteile
vorgetrocknetes Toluol mit 0,4 Gewichtsteilen Dimethylbenzylamin als Katalysator, im zweiten Gefäß
sind 900 Gewichtsteile vorgetrocknetes Toluol und 0,2 Gewichtsteile Dimethylbenzylamin vorgelegt.
Während des Veisuches treten an den Wandungen
der Gefäße und in den ungeheizten Glasleitungen keine Niederschläge von Polymerisaten auf.
Nach Beendigung des Versuches werden die Produkte der beiden Polymerisationsgefäße vom Toluol
abfiltriert, mit Methylenchlorid gewaschen und gewogen.
Man erhält aus dem ersten Polymerisationsgefäß Gewichtsteile und aus dem zweiten Polymerisationsgefäß 5 Gewichtsteile höhermolekulares Polyoxymethylen,
das eine innere Viskosität von 0,66, gemessen in 0,5%igor Lösung in Butyrolacton bei 1500C,
aufweist.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von makromolekularen Polyoxymethylenen durch Einleiten von monomerem Formaldehyd in katalysatorhaltige organische Lösungsmittel unter Unterdruck bei Formaldehyd-Partialdrücken, dadurch gekennzeichnet, daß man monomeren Formaldehyd verwendet, der durch Pyrolyse eines niedrigmolekularen Polyoxymethylens erhalten und durch Mischen mit einem inerten Gas und/oder mit dem Dampf eines inerten organischen Lösungsmittels und durch anschließendes Waschen des Gemisches mit einem inerten organischen Lösungsmittel bei einer Temperatur über 100C unter Unterdruck bei Formaldehyd-Partialdrücken unter 300 Torr gereinigt worden ist.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 037 705.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen409 627/411 6.64 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (5)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
BE634427D BE634427A (de) | 1962-07-06 | ||
NL295013D NL295013A (de) | 1962-07-06 | ||
DEF37252A DE1172850B (de) | 1962-07-06 | 1962-07-06 | Verfahren zur Herstellung von makromolekularen Polyoxymethylenen |
FR940059A FR1361264A (fr) | 1962-07-06 | 1963-07-02 | Préparation de polyoxyméthylènes de poids moléculaire élevé |
GB2677163A GB1023461A (en) | 1962-07-06 | 1963-07-05 | Preparation of high molecular weight polyoxymethylenes |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEF37252A DE1172850B (de) | 1962-07-06 | 1962-07-06 | Verfahren zur Herstellung von makromolekularen Polyoxymethylenen |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1172850B true DE1172850B (de) | 1964-06-25 |
Family
ID=7096801
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEF37252A Pending DE1172850B (de) | 1962-07-06 | 1962-07-06 | Verfahren zur Herstellung von makromolekularen Polyoxymethylenen |
Country Status (4)
Country | Link |
---|---|
BE (1) | BE634427A (de) |
DE (1) | DE1172850B (de) |
GB (1) | GB1023461A (de) |
NL (1) | NL295013A (de) |
Citations (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1037705B (de) * | 1952-08-30 | 1958-08-28 | Du Pont | Verfahren zur Polymerisation von Formaldehyd |
-
0
- NL NL295013D patent/NL295013A/xx unknown
- BE BE634427D patent/BE634427A/xx unknown
-
1962
- 1962-07-06 DE DEF37252A patent/DE1172850B/de active Pending
-
1963
- 1963-07-05 GB GB2677163A patent/GB1023461A/en not_active Expired
Patent Citations (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1037705B (de) * | 1952-08-30 | 1958-08-28 | Du Pont | Verfahren zur Polymerisation von Formaldehyd |
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
GB1023461A (en) | 1966-03-23 |
NL295013A (de) | |
BE634427A (de) |
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