DE1169063B - Mittel zum Abbeizen von Anstrichfarben - Google Patents
Mittel zum Abbeizen von AnstrichfarbenInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: C 09 d
Nummer:
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Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Deutsche Kl.: 22 g-13
M 48422 IV c/22 g
17. März 1961
30. April 1964
17. März 1961
30. April 1964
Die erfindungsgemäßen Mittel zum Abbeizen von Anstrichfarben enthalten als Wirkstoff 2,5-Bis-(chlormethyl)-tetrahydrofuran.
2,5-Bis-(chlormethyl)-tetrahydrofuran kann durch Umsetzung von 2,5-Dimethyloltetrahydrofuran mit
Thionylchlorid in Gegenwart von Pyridin hergestellt werden.
Das schnelle Wachstum der Industrie der Anstrichfarben und Überzüge im letzten Jahrzehnt hat
zur Entwicklung einer großen Vielzahl von filmbildenden Stoffen geführt, die den verschiedensten
Anwendungszwecken dienen. Angesichts dieser großen Vielzahl von Anstrichfarben und Filmen gibt es
noch kein Mittel zum Abbeizen von Anstrichfarben und Filmen, welches für alle Zwecke gleichmäßig
zufriedenstellend ist. Man hat sich daher ständig bemüht, Mittel zum Abbeizen von Anstrichfarben zu
finden, die ein breites Anwendungsspektrum besitzen. Es gibt zwei große Klassen von Farbabbeizmitteln,
nämlich die alkalischen Mittel und die Lösungsmittel. Alkalische Farbabbeizmittel sind im allgemeinen
starke wäßrige Lösungen von Natronlauge, die einfach eine zersetzende Wirkung auf den Lack
oder die Anstrichfarbe ausüben. Da aber die lang andauernde Einwirkung alkalischer Abbeizmittel
Holz, Aluminium, Zink, Cadmium und verschiedene andere Metalle schädigt, ist die Anwendungsmöglichkeit
alkalischer Farbabbeizmittel nur beschränkt.
Der am meisten verbreitete Farbentferner ist ein Lösungsmittel. Ein modernes Farbabbeizmittel von
der Art der Lösungsmittel besitzt im allgemeinen fünf Hauptbestandteile:
1. ein flüchtiges Lösungsmittel als Hauptwirkstoff,
2. ein Wachs zur Verminderung der Flüchtigkeit,
3. ein Dispergiermittel für das Wachs,
4. ein Hilfslösungsmittel zur Verringerung der Entflammbarkeit,
5. ein oberflächenaktives Mittel zur Erleichterung des Eindringens und um das Produkt abspülbar
zu machen.
Die zur Zeit am stärksten verbreiteten Farbabbeizmittel enthalten Methylenchlorid als Wirkstoff.
Methylenchlorid ist praktisch unentflammbar und weniger giftig als die anderen, zum Ablösen von
Farben verwendbaren chlorierten Kohlenwasserstoffe, wie Tetrachlorkohlenstoff, Äthylendichlorid, die
Chlorbenzole, Dichloräthyläther und Propylendichlorid. Verwendet man jedoch Methylenchlorid
allein, so lassen sich infolge des hohen Dampfdruckes (1 at bei 41° C) keine langen Kontaktzeiten
mit den mit Anstrichfarben oder Lacken überzogenen Oberflächen erzielen. Man muß daher zu dem
Mittel zum Abbeizen von Anstrichfarben
Anmelder:
Merck & Co., Inc., Rahway, N. J. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr. W. Kühl, Patentanwalt,
Hamburg 36, Esplanade 36a
Als Erfinder benannt:
Henry Benjamin Lange, Westfield, N. J.
(V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 31. März 1960 (18 859)
Methylenchlorid Stoffe, wie Paraffinwachs, zusetzen, um das Verdunsten zu verzögern. Das Wachs kristallisiert
aus und bildet einen Film, der die Lösungsmittel einschließt, bis sie ihre Arbeit getan haben.
Hieraus folgt, daß Methylenchlorid in zum Versprühen bestimmten oder in Form von Aerosolen
vorliegenden Farbabbeizmitteln nicht für sich allein, sondern nur zusammen mit einem die Verdunstung
verzögernden Stoff, wie rohem Schuppenparaffin, verwendet werden kann.
Wird Methylenchlorid in Farbabbeizmitteln verwendet, um Farbe von senkrechten Oberflächen abzulösen,
so muß es außer dem Wachs noch Verdicker enthalten. Diese erhöhen die Viskosität des Gemisches
und verhindern dadurch, daß das Methylenchlorid infolge der Schwerkraft an der Oberfläche
herabläuft, bevor es die Möglichkeit gehabt hat, seine Wirkung zu entfalten. Beispiele für solche
Verdicker sind Äthylcellulose, Polyäthylenglykol, Nitrocellulose und feinteiliges Siliciumdioxyd.
Nach dem Aufsprühen von Mitteln, die Wachs zur Verzögerung des Verdunstens und Verdicker
enthalten, müssen die Wachse und Verdicker in einem weiteren Arbeitsgang mit Hilfe eines Lösungsmittels
abgespült werden.
Es wurde gefunden, daß Farbabbeizmittel, die 2,5-Bis-(chlormethyl)-tetrahydrofuran als den hauptsächlichen
wirksamen Bestandteil enthalten, Anstrichfarben verschiedener Art in ebenso kurzer Zeit
wie die gegenwärtig bekannten Farbabbeizmittel entfernen, sich nach dem Auftragen nicht verflüchtigen,
sich ohne Anwendung von Verdunstungsverzögerern
409 587/460
auf Oberflächen ausbreiten lassen, auf senkrechten und gekrümmten Oberflächen eine zufriedenstellende
Wirkung entfalten und bestimmte Überzüge, die sich bisher nur äußerst schwierig entfernen ließen, wie
Epoxyüberzüge oder Nitrocelluloseüberzüge, leicht und wirksam entfernen.
Außerdem wurde gefunden, daß der Zusatz von feinteiligem Siliciumdioxyd zu dem das 2,5-Bis-(chlormethyl)-tetrahydrofuran
enthaltenden Mittel dessen Viskosität so weit erhöht, daß es auf senkrechten Wänden nicht mehr abwärts fließt. Das
Siliciumdioxyd bewirkt eine starke Viskositätserhöhung des Farbabbeizmittels, bleibt aber zum
Unterschied von Wachs nach dem Entfernen des Farbabbeizmittels, z. B. durch Abwaschen mit Wasser,
nicht als Überzug auf der Oberfläche haften.
Die Untersuchung der in den nachstehenden Ausführungsbeispielen beschriebenen Farbabbeizmittel
erfolgt folgendermaßen:
Auf einer Metallplatte wird durch Tauchen, Anstreichen oder Aufsprühen einer Lösung des betreffenden
Überzugsmittels ein Überzug hergestellt. Die überzogene Platte wird durch Erhitzen in einem
Ofen oder an der Luft getrocknet. Dann wird die Filmstärke des Überzuges gemessen. Hierauf wird
ein Mittel, welches 2,5-Bis-(chlormethyl)-tetrahydrofuran enthält, durch Anstreichen auf die überzogene
Platte aufgetragen. Die zur Erweichung des Überzuges erforderliche Zeit sowie die zur »Lockerung«
des Überzuges erforderliche Zeit wird verzeichnet. Der Überzug wird als »gelockert« angesehen, wenn
er sich leicht durch Hinwegführen der Klinge eines Abstreifmessers über die überzogene Oberfläche abstreifen
läßt.
Auf einer 5 cm breiten und 10 cm langen Stahlplatte wird durch Anstreichen mit einer Lösung eines
Alkydharzes in Lackbenzin ein Alkydharzüberzug hergestellt. Die Lösung enthält 60°/» Feststoffe und
40% Lackbenzin. Das Alkydharz ist aus 23% Phthalsäureanhydrid, 60% Sojabohnenöl und 17%
Pentaerythrit hergestellt. Die überzogene Platte wird an der Luft getrocknet. Der fertige Film ist 0,15 mm
stark.
Ein Gemisch aus 83 Gewichtsprozent 2,5-Bis-(chlormethyl)-tetrahydrofuran,
7,5 Gewichtsprozent Methanol und 9,5 Gewichtsprozent Polyäthylenglykol
vom mittleren Molekulargewicht 3000 bis 3700 wird durch Vermischen der Bestandteile und Rühren bis
zur Lösung des Polyäthylenglykols hergestellt.
2 ecm dieses Gemisches werden durch Anstreichen auf die überzogene Stahlplatte aufgetragen. 1 Minute
nach dem Auftragen schrumpft der Anstrichfilm bereits zusammen. Der Anstrichfilm läßt sich nun leicht
durch Hinwegführen eines Schabemessers über die Oberfläche entfernen. Dann wird die Stahloberfläche
mit Wasser gespült. Nach dem Spülen ist die Oberfläche rein und für einen neuen Anstrich bereit.
Ein Phenolharzüberzug wird auf einer 5 cm breiten und 10 cm langen Aluminiumplatte durch Anstreichen
erzeugt. Die überzogene Platte wird an der Luft getrocknet. Die Filmstärke beträgt 0,15 mm.
Auf die überzogene Aluminiumplatte wird durch Anstreichen das Abbeizmittel gemäß Beispiel 1 aufgetragen.
30 Sekunden nach dem Auftragen wird der Überzug merklich weich. 60 Sekunden nach dem
Auftragen läßt sich der Überzug leicht mit der Kante eines Schabemessers abstreifen. Nach dem Spülen
der Alumniumoberfläche mit Wasser ist diese rein und für einen neuen Anstrich bereit.
ίο Eine 5 cm breite und 10 cm lange Stahlplatte wird
mit einem Nitrocelluloselack der folgenden Zusammensetzung angestrichen:
Gewichtsprozent
1. Nitrocellulose 50
2. Alkydharz aus 41% Phthalsäureanhydrid; Feststoffgehalt 55%; gelöst
in Xylol 50
Nach dem Auftragen des Anstriches auf die Oberfläche wird die Platte 30 Minuten auf 82° C erhitzt.
Auf die überzogene Platte werden 2 ecm des Abbeizmittels gemäß Beispiel 1 aufgetragen. 3 Minuten nach
dem Auftragen ist der Farbfilm gelockert und löst sich von der Stahloberfläche ab. Nach dem Spülen
der Stahloberfläche mit Wasser ist diese rein und für einen neuen Anstrich bereit.
Eine Stahlplatte wird mit einer handelsüblichen Kautschukfarbe angestrichen, die ein Styrol-Butadien-Harz
enthält. Die Farbe hat die folgende Zusammensetzung:
Gewichtsprozent
1. Titandioxyd 20
2. Natrium-, Calcium- und Magnesiumsilicat 28
3. Styrol-Butadien-Harz 14,5
4. Leinöl 37
Die überzogene Stahlplatte wird an der Luft getrocknet. Die Filmstärke beträgt 0,15 mm. Auf die
überzogene Stahlplatte werden durch Anstreichen 2 ecm des Abbeizmittels gemäß Beispiel 1 aufgetragen.
Nach 30 Sekunden wird der getrocknete Film von der Oberfläche mit Hilfe eines Schabemessers abgehoben.
Nach dem Spülen der Stahloberfläche mit Wasser ist diese rein und für einen neuen Anstrich
bereit.
Auf eine 5 cm breite und 10 cm lange Stahlplatte wird eine Lösung eines Epoxyharzes in Xylol aufgesprüht.
Die Harzlösung hat die folgende Zusammensetzung:
Gewichtsprozent
1. Epoxyharz mit Epoxydäquivalent
1600 bis 1900 und Hydroxylzahl 190 35
1600 bis 1900 und Hydroxylzahl 190 35
2. Melaminharz 15
3. Titandioxyd 45
4. Gelber wasserunlöslicher Azofarbstoff 5
Die überzogenen Platten werden 30 Minuten auf eine Temperatur im Bereich von 121 bis 132° C erhitzt.
Durch Anstreichen werden auf die überzogene
5 6
Stahlplatte 5 ecm eines Farbabbeizmittels, bestehend Nach dem Spülen der Stahloberfläche mit Wasser
aus 92 Gewichtsprozent 2,5-Bis-(chlormethyl)-tetra- ist diese rein und für einen neuen Anstrich bereit.
hydrofuran und 8 Gewichtsprozent feinteiligem An Stelle des Morpholins können auch 2Ge-
Siliciumdioxyd von einer Teilchengröße im Bereich wichtsprozent S-Aminomethyl-^-tetrahydrofurfuryl-
von 0,015 bis 0,020 μ und einer Schüttdichte im Be- 5 alkohol verwendet werden.
reich von 0,04 bis 0,056 g/ccm aufgetragen. 2 Minuten . .
nach dem Auftragen des Abbeizmittels läßt sich der Beispiel 9
Farbüberzug leicht durch Hinwegführen eines Schabe- Ein 5 cm breite und 10 cm lange Stahlplatte wird
messers über die Oberfläche der überzogenen Platte mit einer Farbe auf Leinölbasis von der folgenden
ablösen. Nach dem Spülen der Stahloberfläche mit io Zusammensetzung angestrichen:
Wasser ist diese rein und für einen neuen Anstrich Gewichtsprozent
bereit. 1. Gekochtes Leinöl 52,0
Beispielö 2. Kobaltnaphthenat 2,1
Eine 5 cm breite und 10 cm lange Stahlplatte wird 15 3· Rutil (Titandioxyd) 18,8
durch Anstreichen mit einem Polyurethanüberzug 4. Gelbes Farbpigment gemäß Beiversehen.
Die überzogene Platte wird an der Luft spiel 5 22,4
getrocknet. Der Anstrichfilm besitzt eine Stärke von 5. Lackbenzin. 5,2
0,15 mm. Die überzogene Stahlplatte wird mit dem
Abbeizmittel gemäß Beispiel 5 angestrichen. 2 Minu- 20 Die überzogene Platte wird an der Luft getrockten
nach dem Auftragen des Abbeizmittels läßt sich net. Die Filmstärke beträgt sodann 0,15 mm. Das
der Überzug leicht mit der Klinge eines Schabe- Farbabbeizmittel gemäß Beispiel 8 wird durch Anmessers
abstreifen. Nach dem Spülen der Stahlober- streichen auf die überzogene Stahlplatte aufgetragen,
fläche mit Wasser ist diese rein und für einen neuen 40 Sekunden nach dem Auftragen läßt sich der
Anstrich bereit. 25 Überzug leicht durch Hinwegführen der Klinge eines Beispiel 7 Abstreifmessers über die Oberfläche ablösen. Nach
dem Spülen der Stahloberfläche mit Wasser ist diese
Eine 5 cm breite und 10 cm lange Stahlplatte wird rein und für einen neuen Anstrich bereit,
mit einer Acrylharzlösung der folgenden Zusammensetzung angestrichen: 30 Beispiel 10
Gewichtsprozent
1. Lösung eines Acrylsäureesterharzes T.Ein Stahlplatte wird gemäß Beispiel 3 mit einem
miteinemMolekulargewichtimBe- Nitrocelluloselack angestochen
reich von 480 bis 640 in Toluol .^8 Farbabbeizmittel dient in diesem Falle ein Ge-
(Feststoffgehalt 40 Gewichtsprozent) 20 3S misc^ fs 70 Gewichtsprozent 2,5-Bis-(chlormethyl)-
„ _ , . ° ,„„„, ~ , . , tetrahydrofuran, 15 Gewichtsprozent Methylenchlo-
2. Polyvmylharz (91 "/„Polyvinyl- rid 8*Gewichtsprozent Methanol und 7 Gewichtschlorid3 »/0 Polyvinylacetat und prozent Polyämylenglykol vom mittleren Molekular-6«/.
Polyvinylalkohol) 15 j^^ 3^ ^ 3?^
3. Toluol 65 4o 2 ecm dieses Mittels werden durch Anstreichen
auf die überzogene Stahlplatte aufgetragen. 1 Minute
Die Stahlplatte wird 15 Minuten auf 163° G er- nach dem Auftragen ist der Farbfilm zusammengehitzt.
Hiernach beträgt die Filmstärke 0,15 mm. Die schrumpft und erscheint gelockert. Der Farbfilm läßt
überzogene Stahlplatte wird mit dem Abbeizmittel sich leicht durch Hinwegführen der Klinge eines
gemäß Beispiel 5 angestrichen. 2 Minuten nach dem 45 Schabemessers über die Oberfläche ablösen. Nach
Auftragen des Abbeizmittels hat sich der Belag so dem Spülen der Oberfläche mit Wasser ist diese rein
weit gelockert, daß er sich leicht durch Hinweg- und für einen neuen Anstrich bereit,
führen der Klinge eines Abstreifmessers über die
Filmoberfläche ablösen läßt. Nach dem Spülen der Beispiel 11
Stahloberfläche mit Wasser ist diese rein und für 50
einen neuen Anstrich bereit. Eine Stahlplatte wird gemäß Beispiel 5 mit einem
Epoxyharzüberzug versehen. Das Farbabbeizmittel
Beispiel 8 besteht in diesem Falle aus einem Gemisch aus
65 Gewichtsprozent 2,5-Bis-(chlormethyl)-tetrahydro-
Eine 5 cm breite und 10 cm lange Stahlplatte wird 55 furan, 25 Gewichtsprozent Methylenchlorid und
mit der im Beispiel 1 beschriebenen Lösung von 10 Gewichtsprozent des in Beispiel 5 beschriebenen
Alkydharz in Lackbenzin angestrichen und an der feinteiligen Siliciumdioxyds von einer Teilchengröße
Luft getrocknet. Die Filmstärke beträgt 0,15 mm. im Bereich von 0,015 bis 0,020 μ und einer Schütt-
Es wird ein Farbabbeizmittel aus 83 Gewichtspro- dichte im Bereich von 0,04 bis 0,056 g/ccm.
zent 2,5-Bis-(chlormethyl)-tetrahydrofuran, 8,1 Ge- 60 2 ecm dieses Farbabbeizmittels werden durch Anwichtsprozent
Toluol, 7,5 Gewichtsprozent Poly- streichen auf die überzogene Stahlplatte aufgetragen,
äthylenglykol vom mittleren Molekulargewicht 3700 1 Minute nach dem Auftragen ist der Farbfilm zu-
und 2 Gewichtsprozent Morpholin hergestellt. 2 ecm sammengeschrumpft und erscheint gelockert. Der
dieses Mittels werden durch Anstreichen auf die Farbfilm läßt sich nun leicht durch Hinwegführen
überzogene Stahlplatte aufgetragen. 1 Minute nach 65 der Klinge eines Schabemessers über die Oberfläche
dem Auftragen ist der Farbanstrich locker geworden ablösen. Nach dem Spülen der Oberfläche mit
und läßt sich leicht durch Hinwegführen der Klinge Wasser ist diese rein und für einen neuen Anstrich
eines Schabemessers über die Oberfläche abstreifen. bereit.
Eine Stahlplatte wird gemäß Beispiel 3 mit einem Nitrocelluloselack überzogen.
2 ecm des Farbabbeizmittels gemäß Beispiel 11
werden durch Anstreichen auf die überzogene Stahlplatte aufgetragen. 1 Minute nach dem Auftragen ist
der Farbfilm zusammengeschrumpft und erscheint gelockert. Der Farbfilm läßt sich leicht durch Hinwegführen
der Klinge eines Schabemessers über die Oberfläche ablösen. Nach dem Spülen mit Wasser ist
die Oberfläche rein und für einen neuen Anstrich bereit.
Eine Stahlplatte wird gemäß Beispiel 5 mit einem Epoxyharzüberzug versehen. 2 ecm des Farbabbeizmittels
gemäß Beispiel 10 werden durch Anstreichen auf die überzogene Stahlplatte aufgetragen. 1 Minute
nach dem Auftragen ist der Farbfilm zusammenge- ao schrumpft und erscheint gelockert. Der Farbfilm läßt
sich leicht durch Hinwegführen der Klinge eines Schabemessers über die Oberfläche ablösen. Die abgestreifte
Oberfläche ist nach dem Spülen mit Wasser rein und für einen neuen Anstrich bereit.
Claims (2)
1. Mittel zum Abbeizen von Anstrichfarben, dadurch gekennzeichnet, daß es als
hauptsächlichen wirksamen Bestandteil 2,5-Bis-(chlormethyl)-tetrahydrofuran enthält.
2. Mittel zum Abbeizen von Anstrichfarben nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
es mindestens 50 Gewichtsprozent 2,5-Bis-(chlormethyl)-tetrahydrofuran und außerdem bis etwa
15 Gewichtsprozent suspendiertes feinteiliges Siliciumdioxyd enthält.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Referat in »Farbe und Lack«, 1957, S. 80, aus »Paint Manufacture«, 1956, Nr. 2, S. 45 bis 50.
Referat in »Farbe und Lack«, 1957, S. 80, aus »Paint Manufacture«, 1956, Nr. 2, S. 45 bis 50.
409 587/460 4.64 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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