DE1159332B - Verfahren zur Herstellung von Mullit - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von MullitInfo
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- C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
- C04B35/00—Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products
- C04B35/01—Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on oxide ceramics
- C04B35/16—Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on oxide ceramics based on silicates other than clay
- C04B35/18—Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on oxide ceramics based on silicates other than clay rich in aluminium oxide
- C04B35/185—Mullite 3Al2O3-2SiO2
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Mullit Die Erfindung betrifft die Verwendung eines in der Natur vorkommenden Aluminiumsilicats zur Herstellung von äußerst reinem Mullit durch Reaktion im festen Zustand bei Temperaturen von 1350 bis 1.450° C unter Verwendung eines in der Natur vorkommenden, die Mineralisatoren in sehr geringer Menge enthaltenden Aluminiumsilicats.
- Es ist bekannt, daß die Mullitbildung bei hohen Temperaturen, und zwar von 1800 bis 1900° C entweder durch Reaktion der Ausgangskomponenten im festen Zustand oder durch das Schmelzen der Ausgangskomponenten und anschließendes Abkühlen und Auskristallilieren erfolgt.
- Weiterhin ist bekannt, daß zur Herabsetzung der hohen Bildungstemperaturen dem Gemisch der Ausgangskomponenten Mineralisatoren oder Katalysatoren, wie Mg0, Li",0, Fez03, TiOz, oder größere Mengen Flußmittel, wie Feldspat, zugesetzt werden können.
- Diese bisher bekannte Herstellung von Mullit hat jedoch die Nachteile, daß einerseits für verhältnismäßig reine Mullitprodukte hohe Bildungs- bzw. Schmelztemperaturen erforderlich sind, während andererseits bei den erzielten niedrigeren Bildungstemperaturen durch die Zusätze von Mineralisatoren oder Flußmitteln Verunreinigungen hereingebracht werden, deren Gehalt im erhaltenen Mullit für die meisten seiner Anwendungsgebiete unerwünscht ist.
- Es ist ferner bereits Mullit in der Weise hergestellt worden, indem man Ton entweder trocken oder mit Wasser aufgeschlämmt mit einem besonders hergestellten 7-Aluminiumhydroxyd, also einem Produkt, das auf Grund seiner Herstellung keinerlei Verunreinigungen enthält, innig vermischt und dann bei etwa 1300° C brennt. Daß bei dieser verhältnismäßig niedrigen Temperatur die Mullitbildung schon erfolgt, ist jedoch darauf zurückzuführen, daß der verwendete Ton bereits genügende Mengen an Mineralisatoren bzw. Katalysatoren enthält, so daß ein weiterer Zusatz von solchen Stoffen für das zu bildende Mullitprodukt eher schädlich als nützlich wäre. Im allgemeinen dürfte sich auch bei diesem bekannten Verfahren zur Herstellung von Mullit empfehlen, den zu verwendenden Ton vor dem Vermischen mit dem "-Aluminiumhydroxyd vom größten Teil seiner Verunreinigungen zu befreien.
- Es wurde nun gefunden, daß derartige kostspielige Vorarbeiten, um die geeigneten Ausgangskomponenten zur Herstellung eines verhältnismäßig reinen Mullits bei Temperaturen von etwa 1300° C zu erhalten, nicht notwendig sind, wenn man ein in der Natur vorkommendes Aluminiumsilicat als Ausgangsmaterial verwendet, bei welchem die als Mineralisatoren wirkenden Bestandteile, vorzugsweise Tilv-Ionen nur in sehr geringen Mengen, und zwar bereits in dessen Kristallgitter enthalten sind. Dadurch sind schon bei den niedrigen Temperaturen von etwa 1350 bis 1450° C die Ionen so beweglich, so daß bereits bei diesen Temperaturen die Reaktion durchführbar ist, um sehr reinen Mullit zu erhalten. An Stelle eines Teiles von Tilv-Ionen können auch FeIIr-, MgII_ und bzw. oder CaII-Ionen im Kristallgitter des natürlich vorkommenden Aluminiumsilicats enthalten sein.
- Ein derartiges, sich als Ausgangsmaterial gut eignendes, in der Natur vorkommendes Aluminiumsilicat hat folgende Zusammensetzung:
. 44,6 0/0 A1203 . . . . . . . . . . . . . . . . . 53,0% Fe203 . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,61/o 1,3% Na20 . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,51/o - Dieser zu verwendende feinstvermahlene Rohschiefer wird mit dem zur Bildung von Mullit notwendigen Aluminiumoxyd gemischt, so daß ein Gemisch erhalten wird, welches die Komponenten A1203 und Si02 im Molverhältnis 3:2 entsprechend der Mullitzusammensetzung enthält. Dieses Gemisch kann jeweils nach der Art des verwendeten Aluminiumoxyds aus 58 bis 61% Schieferton und 39 bis 42 % Aluminiumoxyd bestehen und bei Temperaturen von 1350 bis 1450° C, vorzugsweise bei 1420°C, zu einem einwandfreien Mullit gebrannt werden, der keine dir, hochwertigen chemischen und physikalischen Eigenschaften mindernden Beimengungen enthält und folgende chemische Zusammensetzung aufweist:
S102 . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27,81/0 A1203 . . . . . . . . . . . . . . . . . 70,8% Fe203 . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,411/0 Ti02 . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,70/0 Na20 . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,3,1/0 - Röntgenographische Untersuchungen haben sogar gezeigt, daß ein. aus 60 % Rohschiefer und 40 % a-Aluminiumoxyd bei 1420° C hergestelltes Produkt einen höheren Mullitgehalt aufweist als der bei 1800 bis 1900° C hergestellte synthetische Schmelzmullit. Die Auswertung der Röntgenfeinstrukturaufn.ahmen mit einem Zählrohr-Interferenzgomometer unter Verwendung Mn-gefilterter FeK a-Strahlung ist aus der folgenden Tabelle ersichtlich, in der I; und 1, die relativen Intensitäten der Mullitrefiexe bei d = 3,41 bzw. 3,38 A in Impulsen je Sekunde und Hb, und Hb2 die entsprechenden Halbwertbreiten in Winkelgraden bedeuten, wobei die angegebenen Zahlenwerte Vergleichszahlen sind..
11 12 Hbi Hb2 11-f-12 11 Hbi -I-12 Hb2 Synthetischer Schmelzmullit . . . . . . . . . . . . . . . .. 58 45 0,1032 0,1032 103 10,64 Mullit aus Rohschiefer gemäß Erfindung ...... 67 46,5 0,1185 0,1123 113,5 13,18
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verwendung eines in der Natur vorkommenden Aluminiumsilicats der Zusammensetzung 44,6% Si02, 53,00% A120., 0,6°/o Fe203, 1,30% T'02 und 0,5% Na20 zur Herstellung von Mullit bei 1350 bis 1450° C, vorzugsweise bei 1420° C, unter Zusatz des zur Mullitbildung notwendigen Aluminiumoxyds. In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 1178 788; Budnikow, »Technologie der keramischen Erzeugnisse«, 1950, S. 416; S.alman, »Die Keramik«, 1958, S. 73 und 74; Niederleuthner, »Unbildsame Rohstoffe keramischer Massen«, 1928, S. 182, 191.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DER26469A DE1159332B (de) | 1959-10-01 | 1959-10-01 | Verfahren zur Herstellung von Mullit |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DER26469A DE1159332B (de) | 1959-10-01 | 1959-10-01 | Verfahren zur Herstellung von Mullit |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1159332B true DE1159332B (de) | 1963-12-12 |
Family
ID=7402194
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DER26469A Pending DE1159332B (de) | 1959-10-01 | 1959-10-01 | Verfahren zur Herstellung von Mullit |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE1159332B (de) |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE2330729A1 (de) * | 1972-06-20 | 1974-01-10 | Ibm | Verfahren zum herstellen von mullitkoerpern |
Citations (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
FR1178788A (fr) * | 1956-07-14 | 1959-05-14 | Westerwerke | Matériau réfractaire |
-
1959
- 1959-10-01 DE DER26469A patent/DE1159332B/de active Pending
Patent Citations (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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FR1178788A (fr) * | 1956-07-14 | 1959-05-14 | Westerwerke | Matériau réfractaire |
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Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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DE2330729A1 (de) * | 1972-06-20 | 1974-01-10 | Ibm | Verfahren zum herstellen von mullitkoerpern |
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