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DE1150800B - Verfahren zum Herstellen eines Stranges oder Garnes aus elastomerem Werkstoff sowie nach dem Verfahren hergestellter Strang - Google Patents

Verfahren zum Herstellen eines Stranges oder Garnes aus elastomerem Werkstoff sowie nach dem Verfahren hergestellter Strang

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Publication number
DE1150800B
DE1150800B DEA24718A DEA0024718A DE1150800B DE 1150800 B DE1150800 B DE 1150800B DE A24718 A DEA24718 A DE A24718A DE A0024718 A DEA0024718 A DE A0024718A DE 1150800 B DE1150800 B DE 1150800B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fibers
strand
elastomeric
gas flow
elastomeric material
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA24718A
Other languages
English (en)
Inventor
Worth Wade
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Akzo Nobel UK PLC
Original Assignee
American Viscose Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by American Viscose Corp filed Critical American Viscose Corp
Publication of DE1150800B publication Critical patent/DE1150800B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29DPRODUCING PARTICULAR ARTICLES FROM PLASTICS OR FROM SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE
    • B29D99/00Subject matter not provided for in other groups of this subclass
    • B29D99/0078Producing filamentary materials
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29LINDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASS B29C, RELATING TO PARTICULAR ARTICLES
    • B29L2031/00Other particular articles
    • B29L2031/731Filamentary material, i.e. comprised of a single element, e.g. filaments, strands, threads, fibres

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)
  • Spinning Methods And Devices For Manufacturing Artificial Fibers (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen eines Stranges oder Garnes aus elastomerem Werkstoff sowie nach dem Verfahren hergestellter Strang Die Erfindung betrifft in erster Linie ein Verfahren zum Herstellen eines Stranges oder Garnes aus elastomerem Werkstoff, wie aus natürlichem? synthetischem Gummi oder Kautschukersatzmassen, durch Brechen eines ausgedüsten, verdünnten und teilweise erstarrten Fadenstrahles zu Fasern und Vereinigen und Überführen dieser Fasern in einen endlosen Strang.
  • Dabei ist der Begriff Strang so zu verstehen, daß er alle in Längsrichtung ausgedehnten Faserbündel, wie Garne, Kordel, Schnüren oder Seile, umfaßt.
  • Elastische Garne werden bekanntlich unter anderem durch Ausdüsen einer Lösung von elastomerem Material durch eine kleine Öffnung gebildet, um einen verhältnismäßig langen Faden zu bilden, oder indem Gummifelle in Einzelstränge geschnitten werden, um einen Kern mit quadratischem Querschnitt herzustellen. Ein Garn von begrenzter Streckfähigkeit kann von derartigen Gummifäden oder Kernen gebildet werden, indem sie mit einem textilen Garn umgehen werden, oder durch Verdrehen des Kerns mit einem textilen Garn. Diese elastischen Fasern werden beim Stricken und Weben benutzt, aber sie haben nur begrenzte oder gar keine Verwendungsmöglichkeit außerhalb des textilen Bereiches.
  • Demgemäß ist es wesentliches Anliegen mit dem erfindungsgemäßen Verfahren einen neuartigen elastischen Strang zu schaffen, der in weitem Umfang beispielsweise bei der Herstellung von Tauwerk und vielen anderen einschlägigen industriellen Erzeugnissen benutzt werden kann, wobei das Verfahren zu seiner Herstellung erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet ist, daß die sich bildenden Fasern einem gleichgerichteten oder um eine Achse schraubenlinienförmig sich bewegenden Gasstrom ausgesetzt und hierdurch im Zustand noch vorhandener Klebefähigkeit sich fortschreitend überlappend aneinandergeklebt werden und der so gebildete Strang abgezogen wird.
  • Die elastomeren Fasern werden also in der Form eines Fadenbündels gesammelt, die fortschreitend in-und übereinandergreifen und die laufend als Strang aus der Vorrichtung weggeführt werden.
  • Die Erfindung betrifft weiter den nach dem Verfahren hergestellten Strang oder das Garn aus sich streckenweise überlappenden und an den gegenseitigen Berührungsstellen aneinandergebundenen, vorzugsweise langen, im wesentlichen gleichgerichteten Einzelfasern, welche erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet sind, daß sie aus elastomerem Material, wie synthetischem, natürlichem Kautschuk oder Kautschukersatzmassen, bestehen.
  • Derartige elastomere Materialien, die in flüchtigen organischen Lösungsmitteln löslich sind, sind für die Herstellung derartiger strangähnlicher Erzeugnisse gut geeignet.
  • Vor organischen Lösungsmitteln sind diejenigen vorzuziehen, die sich leicht bei mäßig erhöhten Temperaturen verflüchtigen, z. B. Benzin, Naphtha, Toluol, Xylol, Cyclohexanon, Äthylenchlorid, Methylenchorid, Tetrachlorkohlenstoff, Nitroparaffine und Ketone.
  • Derartige, leicht flüchtige, organische Lösungsmittel, wie Benzin und Naphtha, sind beispielsweise sehr geeignet für die Verwendung von natürlichem Gummi, aus dem sich dann feinste Fasern herstellen lassen.
  • Die Sprühflüssigkeiten können von etwa 5 bis ungefähr 50e/o an faserbildendem elastomerem Material enthalten, vorzugsweise zwischen etwa 10 und etwa 35 O/o oder Kautschukersatzmasse.
  • Die Eigenschaften derartiger Fasern können nach Wunsch durch Zusätze zur Sprühflüssigkeit verändert werden. Beispielsweise können zugesetzt werden Ruß, Aushärtungs- oder Vulkanisierungsmittel, wie Schwefel, Beschleuniger, Antioxydantien oder Plastifizierungsmittel. Auch Zusätze, um das Kleben zu mindern oder aufzuheben, wie Paraffinwachs oder Stearinsäure, können ebenfalls in die Sprühtlüssigkeit eingebracht werden, um das natürliche Anhaften oder die klebrige Natur der unvuikanisierten Fasern zu beeinflussen. Der Zusatz von Farbstoffen und Pigmenten ist ebenfalls möglich, um farbige Fasern zu erhalten.
  • Weiterhin können Füllstoffe, wieTon, Schlämmkreide oder Kaolin, zugesetzt werden, um unter anderem auch die Faserkosten zu verringern. Die Menge der Zusätze kann dabei über einen weiten Bereich je nach Wunsch variiert werden. Zum Beispiel können von etwa 50 bis etwa 150°/o, bezogen auf das Gewicht des Elastomeren, Füllstoffe, wie etwa Ton oder feinstverteilte Pigmente, in der Sprühflüssigkeit zugesetzt werden.
  • Der Hauptgasstrom, der unmittelbar neben der Sprühdüse austritt, kann normale atmosphärische Raumtemperatur oder auch andere gewünschte Temperaturen haben. Zum Beispiel kann die Temperatur erhöht werden, um die Geschwindigkeit der Verflüchtigung des Lösungsmittels zu erhöhen. Das Gas kann aus einem chemisch reaktionsfähigen Gas, Dampf, Luft oder einem inerten Gas, wie Stickstoff oder Kohlendioxyd, bestehen. Da die Fasern im Entstehungszustand klebrig oder kittartig sind, können auch feste Teilchen oder vorgebildete fertige Fasern in den Hauptgasstrom eingeführt werden, um zusammengesetzte strangähnliche Gebilde mit den ausgedüsten Fasern zu liefern, an denen sie anhaften.
  • Als nicht klebende, nicht elastomere Materialien sind natürliche und synthetische Fasern, ebenso Fasern und Fäden, welche durch Spalten, Schneiden oder Schlitzen nicht faseriger Filme, wie von Abfällen regenerierter Cellulose, erhalten werden, geeignet.
  • An Hand einer beispielsweisen Darstellung werden das Verfahren und der nach dem Verfahren hergestellte Strang näher erläutert. In dieser Darstellung zeigt Fig. 1 einen schematisierten Schnitt einer Vorrichtung zum Herstellen eines Stranges, Fig. 2 einen schematisierten Schnitt einer anderen Vorrichtung zum Herstellen eines Stranges, Fig. 3 eine Seitenansicht einer Einrichtung zur Bildung elastomerer Fasern, Fig. 4 eine Seitenansicht einer weiteren Einrichtung zur Bildung von elastomeren Fasern und Fig. 5 eine Ansicht einer Form eines Stranges mit Klernfaden.
  • Die Stränge können in verschiedener Weise hergestellt werden: Zum Beispiel kann die Sprühflüssigkeit, die das elastomere Material enthält, in einen gerichteten Gasstrom, in einer Vorrichtung gemäß Fig. 1 ausgedüst werden. DieseVorrichtungbesteht aus einem Gehäuse 1, das vorzugsweise die Form eines abgestumpften Kegels besitzt, das innen mit einer schraubenlinienförmig verlaufenden Leitfläche 2 versehen ist, die zweckmäßig innerhalb des Gehäuses in einem spitzen Winkel zur Wandung steht. Die Breite der Leitfläche kann gleichbleibend sein, sie kann aber auch mit einer Mindestbreite unten am Gehäuse beginnen und nach oben zunehmen, wobei der Breite der Leitfläche am oberen Ende des Gehäuses durch die Stärke des Stranges, der dort abgezogen wird, eine Grenze gesetzt ist.
  • Ein Aggregat 3 zum Aus düsen ist in Bodennähe des Gehäuses 1 angeordnet. Das Aggregat 3 besteht aus einem Rohr 4, das mit einer Anzahl von in Ab- ständen angeordneten, aufwärts ragenden Düsen 5 versehen ist, und ferner aus einer Gasleitung6, die mit einer Anzahl von in Abständen angeordneten, aufwärts sich erstreckenden Rohrenden 7, welche die Düsen 5 umgeben, ausgestattet ist. Die Düsen 5 sitzen vorzugsweise konzentrisch in den Rohrenden 7.
  • Die Sprühflüssigkeit, die das faserbildende Elastomere enthält, wird fortlaufende durch die Düsen mittels einer geeigneten Pumpe (nicht gezeigt) ausgedüst. Ein Gasstrom, wie Luft, wird gleichzeitig durch die Leitung 6 und die Rohrenden 7 durch ein Gebläse (nicht gezeigt) mit einer Geschwindigkeit geführt, welche merklich höher ist als die Ausdüsgeschwindigkeit der Sprühflüssigkeit. Das gelöste elastomere Material wird aus jeder der Düsen 5 als ein einzelner fortlaufender Kunststoffstrahl ausgedüst, der in Querrichtung in unzusammenhängende Fasern oder feinste Fasern 10 von wechselnder Länge durch den Hauptgasstrom hoher Geschwindigkeit verdünnt und gebrochen wird. Die Ausdüsgeschwindigkeit und die Geschwindigkei des Gases können geändert werden, um das Maß der Verdünnung und damit den Durchmesser der gebildeten Fasern zu beeinflussen.
  • Im allgemeinen sind für eine bestimmte Sprühflüssigkeit die Fasern um so feiner, je größer die Gasgeschwindigkeit in bezug auf die Ausdüsgeschwindigkeit ist. Die relative Geschwindigkeit der Gaströmung zur Ausdüsgeschwindigkeit kann erhöht werden, um feinste Fasern von geringerer Länge zu erhalten. Es ist dabei nicht nötig und in vielen Fällen nicht erwünscht, das Gas des Hauptgasstromes zu erhitzen.
  • Gleichzeitig wird das Lösungsmittel verdampft, um die elastomeren Fasern teilweise zu härten oder erstarren zu lassen. Ein Nehengasstrom, wie Luft, wird zur Grundfläche des Gehäuses 1 mittels eines Gebläses 8 geführt und zweckmäßig durch eine kreisringförmige Öffnung 9 unter die Leitflächen 2 geleitet. Der Nebenstrom wird zu einer Wirbel- oder sich drehenden Gasströmung durch die Leitfläche 2 gerichtet, wodurch ein verringerter Druck entlang der Gehäuseachse entsteht. Die Wirbelgasströmung trägt die Fasern 10 zur Gehäuseachse, und wenn die Fasern in Berührung miteinander kommen, werden sie an ihren Berührungspunkten aneinander gebunden. Indem man die gesammelten Faserbündel vom oberen Ende des Gehäuses ununterbrochen abzieht, werden die Fasern in einer Anordnung, in der sie fortschreitend in- und übereinandergreifen, abgelagert, wobei sie einen endlosen Strang 11 bilden, in dem sie sich, da sie klebrig sind, an ihren Berührungspunkten und -flächen miteinander verbinden.
  • Die Temperatur des Nebengasstromes kann geregelt werden, um alles Lösungsmittel zu entfernen oder um die Fasern erstarren zu lassen, bevor sie aus dem Gehäuse als Strang austreten. Dieser Strang kann dann durch eine geeignete Heizkammer 12 geführt werden, worin das elastomere Material ausgehärtet oder vulkanisiert wird, um anschließend auf eine Aufnahmetrommel 13 zu laufen.
  • Bei der Herstellung von Strängen unter Benutzung der Vorrichtung, wie sie in Fig. 2 gezeigt ist, werden die elastomeren Fasern auf einem Trägerstrang gesammelt, beispielsweise einem dünnen Draht, einem Cellulosefasergarn oder einem thermoplastischen Kunststoffaden. Ein Gehäuse 14 mit einem Gebläse 18 ist mit einem oder mehreren Verdüseinrichtungen 15 versehen, von denen jede eine Gasausströmöffnung 16 und eine Düse 17 aufweist. Der Trägerstrang 19 wird kontinuierlich durch das Gehäuse über die Führungsrollen 20 und 21 gezogen, an denen sich die, wie vorstehend beschrieben, gebildeten Fasern in klebrigem oder kittartigem Zustand niederschlagen und sich an ihren Berührungspunkten verbinden.
  • Sobald der Strang aus dem Gehäuse austritt, kann er durch eine Verstäubungskammer 23 geführt werden, worin ein Mittel zum Aufheben der Klebrigkeit, z. B. Talkum, auf die Oberfläche aufgebracht wird.
  • Der Strang wird dann über die Führungsrolle 21 durch eine Heizkammer 24 geführt, in der das elastomere Material ausgehärtet oder vulkanisiert wird. Anschließend wird der Strang dann auf einer Aufuahmetrommel 25 aufgespult.
  • Der auf diese Weise hergestellte Strang ist in Fig. 5 dargestellt und enthält einen Kern 26, d. h. den Trägerstrang und eine Hülse 27 aus den darauf niedergeschlagenen elastomeren Fasern. In der Hülle 27 aus den elastomeren Fasern sind die Fasern dauerhaft miteinander in einer Anordnung verbunden, in der sie fortschreitend in- und übereinander greifen.
  • Wenn der Kern 26 geringe Zugfestigkeit hat, kann er gebrochen werden, um einen elastischen Strang zu schaffen, indem der gesamte Strang 22 einer Längsdehnung zwischen im Abstand angeordneten Druckwalzen 28 und 29 unterworfen wird.
  • Bei der Herstellung der Faserstränge können auch andere faserbildende Einrichtungen benutzt werden.
  • Eine Faserbildungseinrichtung, die geeignet ist, das Aggregat 3 in Fig. 1 zu ersetzen, ist in Fig. 3 dargestellt. Diese Einrichtung enthält eine kreisförmige Scheibe 30 mit einem Bund 31, in dem eine Anzahl von in Abständen angeordneten, radial verlaufenden Düsen 32 angebracht ist. Eine Deckplatte 33 bildet mit dem Bund 31 eine Kammer 34, und eine kegelförmige Haube 35 ist auf der Deckplatte 33 befestigt.
  • Ein Gebläserad mit einer Anzahl Flügel 36, welche das Gas bewegen, ist an der Scheibe 30 angebracht.
  • Diese Einrichtung ist im Gehäuse 1 eingebaut und wird über die Hohlwelle 37 in Drehung versetzt, durch die auch die faserbildende Flüssigkeit zur Kammer 34 fließt.
  • Eine weitere Ausführungsmöglichkeit, wie sie Fig. 4 zeigt, ist für den Gebrauch in der Vorrichtung gemäß Fig. 2 geeignet.
  • Diese Einrichtung besteht aus einer Scheibe 38 mit Bund 39 und Düsen 40.
  • Die Deckplatte 41 bildet mit dem Bund 39 eine Kammer 42. Ein Gebläserad mit Flügeln 43, die das Gas bewegen, ist mit der Scheibe 38 verbunden. Das Aggregat wird ebenfalls mittels einer Hohlwelle44 in Drehung versetzt. Ein Führungsrohr 45 ist konzentrisch innerhalb der Hohlwelle 44 angebracht und ragt durch eine Öffnung in der Deckplatte 41. Der Trägerstrang 46 wird fortlaufend durch das Führungsrohr45 gezogen. Die faserbildende Flüssigkeit wird fortlaufend der Kammer 42 zugeführt.
  • Im Vergleich zu den faserbildenden Einrichtungen der Fig. 1 und 2 erfordern die in Fig.3 und 4 gezeigten keine zusätzlichen Aggregate zur Erzeugung eines Luftstromes bei der Bildung der Fasern, da die Gebläseräder von derselben Kraftquelle wie das Aggregat angetrieben sind.
  • Wenn die faserbildende Flüssigkeit die Düse verläßt, unterliegt sie dem Ausdüsdruck, und gleichzeitig wird der Kunststoffstrahl einer tangentialen Kraft ausgesetzt. Die Richtungen dieser Kräfte, welche im rechten Winkel zueinander stehen, ändern sich fortlaufend mit der Drehung der Scheibe und bewirken einen Teil der Verdünnung des Kunststoffstrahls. Die äußeren Enden der Kunststoffasern befinden sich in der Luft, wobei die Reibung zwischen den Faserenden und der Luft als Ursache einen weiteren Teil der Verdünnung des Kunststoffstrahls bewirkt. Die Luftströmung, welche durch das Gebläserad erzeugt wird, setzt die Faser auch einer Kraft aus, welche im Winkel zu der Ebene der Ausdüsung und den tangentialen Kräften auftritt.
  • Da das freie Ende der Fasern auch aufwärts geblasen wird, tritt eine weitere Hemmung mit Rücksicht auf die Bewegung der Düse auf. Alle diese Kräfte verursachen die Verdünnung, das Strecken und Brechen der Fasern.

Claims (8)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Herstellen eines Stranges oder Garnes aus elastomerem Werkstoff, wie aus natürlichem, synthetischem Gummi oder Kautschukersatzmassen, durch Brechen eines ausgedüsten, verdünnten und teilweise erstarrten Fadenstrahls zu Fasern und Vereinigen und Überführen dieser Fasern in einen endlosen Strang, dadurch gekennzeichnet, daß die sich bildenden Fasern einem gleichgerichteten oder um eine Achse schraubenlinienförmig sich bewegenden Gasstrom ausgesetzt und hierdurch im Zustand noch vorhandener Klebefähigkeit sich fortschreitend überlappend aneinandergeklebt werden und der so gebildete Strang abgezogen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem die Fasern mit sich führenden Gas strom nicht klebende Fasern eingeführt und zum Verkleben mit den ausgedüsten Fasern gebracht werden.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der elastomere Werkstoff in einen Gasstrom hoher Geschwindigkeit ausgedüst wird, wobei die Ausdüsrichtung mit der Richtung der Gasströmung zusammenfällt und die Geschwindigkeit des Gasstromes auf einem höheren Wert als dem der Ausdüsgeschwindigkeit des elastomeren Werkstoffes gehalten wird.
  4. 4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern auf einem sich bewegenden Trägerstrang gesammelt werden.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung eines elastischen Stranges der Strang einer zum Bruch des Trägerstranges führenden Reckung unterworfen wird.
  6. 6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der aus den elastomeren Fasern gebildete Strang ausvulkanisiert oder ausgehärtet wird.
  7. 7. Nach Verfahren gemäß den Ansprüchen 1 bis 6 hergestellter Strang oder Garn aus sich streckenweise überlappenden und an den gegenseitigen Berührungsstellen aneinander gebundenen, vorzugsweise langen, im wesentlichen gleichgerichteten Einzelfasern, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern aus elastomerem Material, wie synthetischem, natürlichem Kautschuk oder Kautschukers atzmassen bestehen.
  8. 8. Strang oder Garn nach Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß neben elastomeren Fasern auch nicht elastomere Fasern in gleicher Anordnung und Bindung mit den elastomeren Fasern vorhanden sind.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 867 167, 874666, 895 585, 584801; britische Patentschriften Nr. 609 167, 418 226, 341 057; USA.-Patentschriften Nr. 2156316, 2185417, 2 338 570, 2465996
DEA24718A 1955-04-18 1956-04-17 Verfahren zum Herstellen eines Stranges oder Garnes aus elastomerem Werkstoff sowie nach dem Verfahren hergestellter Strang Pending DE1150800B (de)

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