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DE1149531B - Verfahren zur Herstellung vernetzter stickstoffhaltiger Polymerer - Google Patents

Verfahren zur Herstellung vernetzter stickstoffhaltiger Polymerer

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Publication number
DE1149531B
DE1149531B DEB62519A DEB0062519A DE1149531B DE 1149531 B DE1149531 B DE 1149531B DE B62519 A DEB62519 A DE B62519A DE B0062519 A DEB0062519 A DE B0062519A DE 1149531 B DE1149531 B DE 1149531B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
polyamides
parts
crosslinked
percent
weight
Prior art date
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Pending
Application number
DEB62519A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Gerhard Illing
Dr Hermann Linge
Richard Schoeffel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority to NL278472D priority Critical patent/NL278472A/xx
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DEB62519A priority patent/DE1149531B/de
Priority to GB17790/62A priority patent/GB951012A/en
Priority to US193865A priority patent/US3228996A/en
Priority to CH585662A priority patent/CH401471A/de
Priority to BE617729A priority patent/BE617729A/fr
Priority to FR897852A priority patent/FR1322625A/fr
Publication of DE1149531B publication Critical patent/DE1149531B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/04Oxygen-containing compounds
    • C08K5/14Peroxides
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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    • Y10S8/00Bleaching and dyeing; fluid treatment and chemical modification of textiles and fibers
    • Y10S8/18Grafting textile fibers
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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polyamides (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

DEUTSCHES
PATENTAMT
B 62519 IVd/39 c
ANMELDETAG: 17. MAI 1961
BEKANNTMACHUNG DER ANMELDUNG UNDAUSGABE DER AUSLEGESCHRIFT: 30. MAI 1963
Es ist bekannt, daß man Polyamide durch Umsetzung mit Diisocyanaten vernetzen kann. Dabei erhält man jedoch sehr hoch molekulare Produkte, die nicht in den üblichen Schnecken- oder Kolbenspritzgußmaschinen zu Formkörpern verarbeitet und nicht zu Folien verblasen werden können. Es ist auch bekannt, vernetzte Polyamide durch Polykondensation von Lactamen, wie Caprolactam, oder dicarbonsäuren Salzen von Diaminen, wie adipinsauren Hexamethylendiaminen, unter Zusatz von etwa 1 bis 10 Gewichtsprozent Bis-lactamen, wie Methylen-biscaprolactam, herzustellen. Man erhält dabei vernetzte Polyamide mit Schmelzviskositäten zwischen 10 000 und 100 000 Poisen, die nur schwer in den üblichen Spritzgußmaschinen zu Formkörpern verarbeitet werden können.
Bekanntlich hängt die Zähigkeit nichtvernetzter hochmolekularer Polyamide sehr stark von ihrem Wassergehalt ab. Beispielsweise zeigen sie bei Wassergehalten unter 1 °/0 bei Prüfung nach DIN 53 453 Kerbschlagzähigkeiten unter 30 cmkg/cm2. Dagegen sind dieselben hochmolekularen Polyamide nach ihrer Sättigung mit Wasser sehr zäh, und daraus nach DIN 53 453 hergestellte gekerbte Normstäbe brechen unter den Bedingungen dieser Prüfvorschrift nicht. Die in bekannter Weise hergestellten vernetzten Polyamide sind zwar bei Wassergehalten unter
1 Gewichtsprozent etwas zäher als nicht vernetztePolyamide unter denselben Bedingungen, doch läßt außer ihrer Verarbeitbarkeit auch ihre Kerbschlagzähigkeit bei Wassergehalten unter 1 Gewichtsprozent zu wünschen übrig.
Es wurde nun gefunden, daß man stickstoffhaltige Polymere unter Verwendung Radikale bildender Katalysatoren mit Vorteil vernetzen kann, indem man geschmolzene, lineare hochmolekulare Polyamide mit 0,1 bis 2 Gewichtsprozent Radikale bildenden Katalysatoren, gegebenenfalls unter Zusatz von 0,05 bis
2 Gewichtsprozent niedermolekularen Polyamiden, intensiv verknetet.
Es ist überraschend, daß man dabei vernetzte hochmolekulare Polyamide erhält, die praktisch farblos sind und die sich vor allem bei Wassergehalten unter 1 Gewichtsprozent durch besonders hohe Schlagzähigkeit auszeichnen, da Polyamide bekanntlich bei höheren Temperaturen sauerstoffempfindlich sind und deshalb in Abwesenheit von Sauerstoff verarbeitet werden müssen, um Verfärbungen und eine Schädigung ihrer mechanischen Eigenschaften zu vermeiden.
Lineare hochmolekulare Polyamide im Sinne der Erfindung sind Polyamide aus Lactamen mit 6 bis 12 Ringkohlenstoffatomen, wie Caprolactam, Capryl-Verfahren zur Herstellung vernetzter stickstoffhaltiger Polymerer
Anmelder:
Badische Anilin- & Soda-Fabrik Aktiengesellschaft, Ludwigshafen/Rhein
Dr. Gerhard Illing, Neuleiningen, Dr. Hermann Linge und Richard Schöffel,
Ludwigshafen/Rhein, sind als Erfinder genannt worden
lactam und Lauryllactam sowie Polykondensate aus Dicarbonsäuren und Diaminen mit vorzugsweise 4 bis 18 Kohlenstoffatomen zwischen den funktioneilen Gruppen wie Hexamethylendiamin, Octamethylendiamin, Decamethylendiamin, Dodecamethylendiamin oder 2,4-Di-(aminomethyl)-toluol und Adipin-, Kork-, Sebacin- oder Heptadecandicarbonsäure. Die hochmolekularen Polyamide können aus einem oder mehreren der genannten Ausgangsstoffe in üblicher Weise hergestellt sein und haben zweckmäßig K-Werte zwischen 65 und 100, vorzugsweise zwischen 70 und 90. Bevorzugte hochmolekulare Polyamide sind PoIycaprolactam, Polyhexamethylenadipamid und Mischpolyamide aus Caprolactam, Capryllactam und adipinsaurem Hexamethylendiamin.
Geeignete Radikale bildende Katalysatoren sind insbesondere Peroxyde sowie Azo-bis-isobutyronitril oder Azodisulfonate. Besonders geeignete Peroxyde sind solche, die sich bei Temperaturen zwischen 60 und 3500C, vorzugsweise bei Temperaturen zwischen 80 und 3000C, zersetzen, wie Cumolhydroperoxyd, tert.-Butylperoxyd, Di-tert.-butylperoxyd, 2,5-Di-tertbutyl-2,5-dimethylhexylperoxyd, Lauroylperoxyd oder Cyclohexanonperoxyd. Derartige Peroxyde können mit Vorteil als solche, gelöst oder dispergiert in geeigneten Lösungsmitteln, bei Raumtemperatur mit
309 598/354
den hochmolekularen Polyamiden in den üblichen besondere bei geringen Wassergehalten — durch hohe
Mischvorrichtungen gemischt werden, ehe die hoch- Kerbschlagzähigkeit sowie bei verhältnismäßig hohen
molekularen Polyamide intensiv geknetet werden. Man Wassergehalten durch besonders hohe Zugfestigkeit
kann derartige Peroxyde aber auch getrennt von den aus und eignen sich zur Herstellung von geformten
hochmolekularen Polyamiden an geeigneten Stellen 5 Gebilden, wie Haushaltsartikeln oder Maschinen-
in die für das intensive Kneten verwendeten Maschinen teilen, beispielsweise Gehäusen oder Zahnrädern,
einbringen. Es können jedoch auch Peroxyde, die sich ferner zur Herstellung von Fasern, Fäden oder
zwischen Raumtemperatur und 600C zersetzen, ver- Borsten.
wendet werden. Derartige Peroxyde sind beispiels- Die in den folgenden Beispielen genannten Teile weise Benzoylperoxyd,' Peressigsäure und Perbenzoe- io sind Gewichtsteile. Die darin genannten K-Werte säure. Sie werden den hochmolekularen Polyamiden wurden in konzentrierter Schwefelsäure in l%iger zweckmäßig vor dem Verkneten in Form verdünnter Lösung bei 25 0C in üblicher Weise bestimmt. Lösungen bei Raumtemperatur zugemischt, beispielsweise durch Aufsprühen der verdünnten Lösungen auf Beispiel 1 Granulate der Polyamide unter starkem Rühren. Als 15
Lösungsmittel für die leicht zersetzlichen Peroxyde 95 Teile Polycaprolactam vom K-Wert 73,8 und
eignet sich insbesondere Wasser. 5 Teile eines Mischpolyamids aus 60 Teilen Hexa-
Erfindungsgemäß werden die geschmolzenen hoch- methylenadipamid und 40 Teilen Caprolactam, das molekularen Polyamide unter Zusatz Radikale bil- den K-Wert 71 hat, werden bei Raumtemperatur in dender Katalysatoren intensiv geknetet. Beim Kneten 20 einem handelsüblichen Rührflügelmischer 20 Sekunden liegen im allgemeinen Temperaturen zwischen etwa mit 0,5 Teilen Di-tert.-butylperoxyd intensiv gemischt. 190 bis 350°C, vorzugsweise zwischen 220 und Das Gemisch wird anschließend kontinuierlich mit 3000C, vor. Für das Kneten geeignete Maschinen sind einem handelsüblichen zweiwelligen Scheibenkneter insbesondere ein- oder mehrwellige Schneckenpressen 50 Sekunden bei 240 bis 2600C geknetet und sodann und mehrwellige Scheibenkneter. Die Verweilzeit der 25 in üblicher Weise granuliert. Man erhält ein verPolyamide in den Knetern beträgt im allgemeinen netztes Polyamid, das den K-Wert 73,8 hat. Prüfetwa 20 bis 90 Sekunden und wird um so größer körper dieses Polyamids mit einem Wassergehalt von gewählt, je höher die Zersetzungstemperatur der 0,07 Gewichtsprozent brechen bei der Kerbschlag-Radikale bildenden Katalysatoren liegt. In den zum Zähigkeitsprüfung nach DIN 53 543 nicht. Das PolyKneten geeigneten Maschinen treten Scherspan- 30 amid hat nach lstündiger Lagerung in siedendem nungen in den Spalten auf, die durch die relativ Wasser nach DIN 53 371 die Zugfestigkeit 512kg/cm2. zueinander bewegten Begrenzungsflächen, beispielsweise durch die Zylinderwand und die Knetscheiben Veraleichsversuch in mehrwelligen Scheibenknetern, gebildet werden.
Diese Scherspannungen können bis zu 1,5 · 103 kg/cm2 35 Knetet man dagegen ein Gemisch aus 95 Teilen
und mehr betragen. Die beim Kneten in Maschinen Polycaprolactam vom K-Wert 73,8 und 5 Teile des
der genannten Art auftretenden Geschwindigkeits- genannten Mischpolyamids vom K-Wert 71 ohne
gradienten liegen zweckmäßig zwischen etwa 10 bis Zusatz Radikale bildender Katalysatoren in dem-
2000 see-1 oder darüber. Maschinen dieser Art sind selben zweiwelligen Scheibenkneter 50 Sekunden
für das Verfahren um so besser geeignet, je größer die 40 intensiv bei 240 bis 2600C, so erhält man ein PoIy-
in ihnen erzielbaren Scherspannungen sind. amidgemisch, das bei einem Wassergehalt von 0,07 Ge-
Bei dem Verfahren können den hochmolekularen wichtsprozent nach DIN 53 453 eine Kerbschlag-Polyamiden außer den Radikale bildenden Kataly- Zähigkeit von 3 bis 4 cmkg/cm2 und nach lstündiger satoren auch die üblichen Pigmente, Stabilisatoren, Lagerung in siedendem Wasser nach DIN 53 371 die Gleit-oder Entformungsmittel in den üblichen Mengen 45 Zugfestigkeit 261 kg/cm2 hat.
zugesetzt werden. Mit besonderem Vorteil können den Das vernetzte Polyamid kann beispielsweise auf
linearen hochmolekularen Polyamiden bei dem erfin- üblichen Kolbenspritzgußmaschinen gleich rasch zu
dungsgemäßen Verfahren 0,05 bis 2 Gewichtsprozent Formkörpern, wie Tellern, verarbeitet werden wie das
niedermolekulare Polyamide mit Schmelzpunkten über Polyamidgemisch. Die aus dem vernetzten Polyamid
25O0C, im allgemeinen mit Schmelzpunkten von etwa 50 hergestellten Formkörper lassen sich unmittelbar nach
3000C, zugesetzt werden. Derartige niedermolekulare ihrer Entformung zwar biegen, aber nicht brechen.
Polyamide sind beispielsweise dimeres, trimeres oder Dagegen können 80 bis 9O°/o der aus dem nicht-
tetrameres Capro- oder Capryllactam sowie in üblicher vernetzten Polyamidgemisch hergestellten Formkörper
Weise herstellbare Polykondensate aus Äthylen- oder unmittelbar nach der Entformung leicht zerbrochen
Propylendiamin mit Oxal-, Malein-, Fumar-, Bern- 55 werden,
stein- oder Glutarsäure mit K-Werten zwischen 10
und 40. Pigmente, Stabilisatoren oder niedermole- Beispiel 2 kulare Polyamide der genannten Art kann man aber
auch den vernetzten Polyamiden nach ihrer Her- 100 Teile Polycaprolactam vom K-Wert 79,5
stellung zusetzen. 60 werden — wie im Beispiel 1 beschrieben — mit
Nach dem Verfahren erhält man vernetzte hoch- 0,6 Teilen Cumolhydroperoxyd gemischt, und das molekulare Polyamide, die sich ohne Schwierigkeiten Gemisch wird etwa 40 Sekunden bei 250 bis 2700C rasch, beispielsweise unter Verwendung der üblichen in einem handelsüblichen zweiwelligen Scheiben-Kolben- und Schneckenspritzgußmaschinen, zu Form- kneter intensiv geknetet und anschließend in üblicher körpern oder auch beispielsweise nach dem Blasver- 65 Weise granuliert. Man erhält ein vernetztes PoIyfahren zu Folien verarbeiten lassen. Sie zeichnen sich caprolactam, das den K-Wert 79,3 hat und das bei gegenüber den bekannten vernetzten und nicht- einem Wassergehalt von 0,2 Gewichtsprozent bei der vernetzten hochmolekularen Polyamiden — ins- Schlagzähigkeitsprüfung nach DIN 53 453 nicht
5 6
bricht. Nach 1 stündiger Lagerung in siedendem Beispiel 4
Wasser hat es nach DIN 53 371 die Zugfestigkeit 100 Teile Polyhexamethylenadipamid vom K-Wert
523 kg/cm2. Es eignet sich zur Herstellung von Form- 71,4 werden nacheinander mit 0,5 Teilen Di-tertkörpern nach dem Spritzgußverfahren sowie von butylperoxyd, 0,1 Teilen Polyäthylendiaminoxalat geblasenen Folien. 5 vom K-Wert 21 und dem Schmelzpunkt 315°C und
0,2 Teilen Adipinsäure-2-äthylhexylester bei 270 bis
Vergleichsversuch 290°C in einer handelsüblichen Doppelschnecken
presse intensiv 50 Sekunden geknetet. Man erhält ein
a) Das verwendete Polycaprolactam vom K-Wert vernetztes Polyhexamethylenadipamid, das den K-Wert 79,5 hat bei einem Wassergehalt von 0,2 Gewichts- io 71,9 hat. Bei der Kerbschlagzähigkeitsprüfung nach prozent nach DIN 53 453 die Kerbschlagzähigkeit DIN 53 453 brechen Prüfstäbe mit einem Wasser-8 cmkg/cm2 und weist nach 1 stündiger Lagerung in gehalt von 0,05 Gewichtsprozent nicht. Das vernetzte siedendem Wasser die Zugfestigkeit 395 kg/cm2 auf. Polyamid zeigt nach 1 stündiger Lagerung in siedendem Knetet man dieses Polycaprolactam unter denselben Wasser nach DIN 53 371 die Zugfestigkeit 542 kg/cm2. Bedingungen, jedoch ohne Zusatz Radikale bildender 15
Katalysatoren, so hat es bei einem Wassergehalt von Beispiel 5
0,2 Gewichtsprozent die Kerbschlagzähigkeit 6cmkg/
cm2 und nach 1 stündiger Lagerung in siedendem Ein Gemisch aus 50 Teilen Polycaprolactam vom
Wasser die Zugfestigkeit 356 kg/cm2. K-Wert 72 und dem Schmelzbereich 212 bis 2160C,
b) Ein in bekannter Weise aus Caprolactam unter 20 50 Teilen eines Mischpolyamids aus 35 Teilen Hexa-Zusatz von 1 Gewichtsprozent Methylen-bis-capro- methylenadipamid, 35 Teilen adipinsaurem 4,4'-Dilactam hergestelltes Polycaprolactam hat bei einem aminodicyclohexylmethan und 30 Teilen Caprolactam Wassergehalt von 0,2 Gewichtsprozent die Kerb- vom K-Wert 67 und 0,5 Teilen 3-Butyl-4-methylschlagzähigkeit 9 cmkg/cm2 und nach 1 stündiger 4-hydroperoxy-5-dimethyl-oxazolidon-2 wird 60 bis Lagerung in siedendem Wasser die Zugfestigkeit 25 70 Sekunden bei 240 bis 260° C in einem zweiwelligen 325 kg/cm2. Dieses in bekannter Weise vernetzte Scheibenkneter, in dessen Scherfeld ein Geschwindig-Polycaprolactam kann in den üblichen Kolben- und keitsgradient G = 2500 bis 3000 see"1 auftritt, unter Schneckenspritzgußmaschinen nur etwa halb so rasch Zufuhr von 28 kWh Knetarbeit je 100 kg Gemisch zu Formkörpern verarbeitet werden wie das erfindungs- intensiv geknetet. Man erhält ein vernetztes Polygemäß vernetzte Polycaprolactam. 30 amid (A) vom K-Wert 71,6 und dem Schmelzbereich
183 bis 187°C. Es hat in trockenem Zustand die Zug-Beispiel 3 festigkeit 646 kg/cm2 und kann bei der Herstellung 28 g
schwerer Kämme in herkömmlichen Kolbenspritzguß-
100 Teile Polycaprolactam vom K-Wert 73,5 maschinen mit einer Spritzzykluszeit von 31 Sekunden werden zunächst mit 0,5 Teilen Di-tert.-butylperoxyd 35 verspritzt werden. Setzt man bei der Herstellung des und sodann mit 0,1 Teilen Polyäthylendiaminoxalat, vernetzten Polyamids noch 0,3 Teile eines niederdas den K-Wert 18 und den Schmelzpunkt 314°C molekularen Polyamids aus äquimolaren Mengen hat, 0,5 Teilen Calciumstearat und 0,2 Teilen Adipin- Äthylendiamin und Oxalsäure vom K-Wert 18 und säurediisooctylester bei Raumtemperatur intensiv ge- dem Schmelzbereich 315 bis 319°C zu, so erhält man mischt. Das Gemisch wird anschließend etwa 60 Se- 40 ein vernetztes Polyamid (B) derselben Zugfestigkeit, künden in einem handelsüblichen zweiwelligen Schei- das unter denselben Bedingungen mit einer Spritzbenkneter bei 240 bis 2700C geknetet und dann in Zykluszeit von 17 Sekunden verspritzt werden kann, üblicher Weise granuliert. Man erhält ein vernetztes
Polyamid, das bei der Kerbschlagzähigkeitsprüfung Vergleichsversuch
nach DIN 53 453 bei einem Wassergehalt von 0,1 Ge- 45 Dagegen kann ein in herkömmlicher Weise aus wichtsprozent nicht bricht. Es hat nach Mündiger 65 Teilen Caprolactam, 17,5 Teilen Hexamethylen-Lagerung in siedendem Wasser die Zugfestigkeit adipamid und 17,5 Teilen adipinsaurem 4,4'-Diamino-509 kg/cm2 und kann mit den üblichen Schnecken- dicyclohexylmethan hergestelltes Mischpolyamid vom und Kolbenspritzgußmaschinen besonders rasch zu K-Wert 70,8 und dem Erweichungsbereich 184 bis Formkörpern verarbeitet werden. 50 186°C, das in trockenem Zustand eine Zugfestigkeit
von 631 kg/cm2 aufweist, unter denselben Bedingungen,
Vergleichsversuch nur mit einer Spritzzykluszeit von 54 Sekunden ver
spritzt werden.
Ein Gemisch aus 100 Teilen Polycaprolactam vom Beispiel 6
K-Wert 73,5, 0,1 Teilen Polyäthylendiaminoxalat vom 55
K-Wert 18 und dem Schmelzpunkt 314°C, 0,5 Teilen Gemische aus jeweils 100 Teilen Polycapryllactam
Calciumstearat und 0,2 Teilen Adipinsäurediiso- vom K-Wert 76 und einem Schmelzbereich von 195 octylester, das ohne Zusatz Radikale bildender Kataly- bis 198° C, 0,5 Teilen Calciumstearat und 0,2 Teilen satoren in demselben zweiwelligen Scheibenkneter Adipinsäure-di-iso-octylester werden unter Zusatz der 60 Sekunden bei 240 bis 27O0C intensiv geknetet 60 in der folgenden Tabelle angegebenen Peroxyde und wurde, zeigt bei einem Wassergehalt von 0,1 Gewichts- niedermolekularen Polyamide jeweils 90 Sekunden prozent nach DIN 53 453 die Kerbschlagzähigkeit bei 240 bis 2600C in einem zweiwelligen Scheiben-4 cmkg/cm2 und nach 1 stündiger Lagerung in sieden- kneter, dessen Scherfeld einen Geschwindigkeitsdem Wasser die Zugfestigkeit 263 kg/cm2. Von diesem gradienten G = 1500 bis 2000 see-1 aufweist, vernichtvernetzten Polycaprolactam können mit einer 65 knetet. Aus den erhaltenen Produkten werden nach gegebenen Schneckenspritzgußmaschine etwa 10% dem Spritzgußverfahren Teller hergestellt. Die dabei weniger Formkörper hergestellt werden als mit dem erzielbaren Spritzzykluszeiten sind in Spalte 4 der vernetzten Polycaprolactam. Tabelle angegeben.
7 8 Spritzzyklus
zeit in
Sekunden
Nr. Teile Peroxyd Teile niedermolekulares Polyamid aus
äquimolaren Mengen Äthylendiamin und
Oxalsäure vom K-Wert 18
17
1 0,5 Di-tert.-butylperoxyd 0,1 17
2 0,5 3-Butyl-4-methyl-4-hydroperoxy-
5-dimethyl-oxazolidon-(2)
0,1 21
3 0,5 Di-tert.-butylperoxyd 17
4 1 Di-tert.-butylperoxyd 0,1 17
5 1,5 Di-tert.-butylperoxyd 0,1 22
6 0,7 Mono-tert-butylester der Di-peroxy-
maleinsäure
1-Gemisch aus dimerem, trimerem und
tetramerem Caprolactam
18
7 0,3 Di-tert.-butylperoxyd 0,7-Gemisch aus dimerem, trimerem und
tetramerem Capryllactam
Wie die Tabelle zeigt, liegen die Spritzzykluszeiten bei der Verarbeitung des erfindungsgemäß vernetzten Polycapryllactams zu Tellern nach dem Spritzgußverfahren zwischen 17 und 22 Sekunden.
Vergleichsangaben
Mit Polycapryllactam vom K-Wert 76 und dem Schmelzbereich 195 bis 1980C, das nur 0,5 Gewichtsprozent Calciumstearat und 0,2 Gewichtsprozent Adipinsäure-di-iso-octylester enthält, kann unter sonst identischen Bedingungen nur eine Spritzzykluszeit von 54 Sekunden erzielt werden. Mit Polycapryllactam derselben Eigenschaften, das zusätzlich zu 0,5 Gewichtsprozent Calciumstearat und 0,2 Gewichtsprozent Adipinsäure-di-iso-octylester 0,1 Gewichtsprozent eines Polyäthylens aus Äthylendiamin und Oxalsäure vom K-Wert 18 enthält, kann unter sonst identischen Bedingungen nur eine Spritzzykluszeit von 32 Sekunden erzielt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zur Herstellung vernetzter stickstoffhaltiger Polymerer unter Verwendung Radikale bildender Katalysatoren, dadurch gekennzeichnet, daß man geschmolzene, lineare hochmolekulare Polyamide mit 0,1 bis 2 Gewichtsprozent Radikale bildenden Katalysatoren, gegebenenfalls unter Zusatz von 0,05 bis 2 Gewichtsprozent niedermolekularen Polyamiden, intensiv verknetet.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 054 234.
    © 309 598/354 5.63
DEB62519A 1961-05-17 1961-05-17 Verfahren zur Herstellung vernetzter stickstoffhaltiger Polymerer Pending DE1149531B (de)

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