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DE1145213B - Zweileiter-Druckluftbremse mit Dreidrucksteuerventil fuer Schienenfahrzeuge - Google Patents

Zweileiter-Druckluftbremse mit Dreidrucksteuerventil fuer Schienenfahrzeuge

Info

Publication number
DE1145213B
DE1145213B DEK40876A DEK0040876A DE1145213B DE 1145213 B DE1145213 B DE 1145213B DE K40876 A DEK40876 A DE K40876A DE K0040876 A DEK0040876 A DE K0040876A DE 1145213 B DE1145213 B DE 1145213B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pressure
line
valve
brake
air
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK40876A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Ernst Moeller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Knorr Bremse GmbH
Original Assignee
Knorr Bremse GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Knorr Bremse GmbH filed Critical Knorr Bremse GmbH
Priority to DEK40876A priority Critical patent/DE1145213B/de
Priority to CH577061A priority patent/CH387093A/de
Priority to FR863339A priority patent/FR1290667A/fr
Publication of DE1145213B publication Critical patent/DE1145213B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T15/00Construction arrangement, or operation of valves incorporated in power brake systems and not covered by groups B60T11/00 or B60T13/00
    • B60T15/02Application and release valves
    • B60T15/36Other control devices or valves characterised by definite functions
    • B60T15/56Other control devices or valves characterised by definite functions for filling reservoirs by means of a secondary supply pipe
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T13/00Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems
    • B60T13/10Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems with fluid assistance, drive, or release
    • B60T13/24Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems with fluid assistance, drive, or release the fluid being gaseous
    • B60T13/26Compressed-air systems
    • B60T13/266Systems with both direct and indirect application, e.g. in railway vehicles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Valves And Accessory Devices For Braking Systems (AREA)

Description

  • Zweileiter-Druckluftbremse mit Dreidrucksteuerventil für Schienenfahrzeuge Die Erfindung betrifft eine Zweileiter-Druckluftbremse mit Dreidrucksteuerventil für Schienenfahrzeuge mit einer mittels ihres Druckverhaltens die Bremse indirekt steuernden. Hauptluftleitung und einer die Bremseinrichtung der Fahrzeuge versorgenden Fülleitung.
  • Bei Einleflter-Druckluftbremsen der einlösigen, indirekt wirkenden Art ist es bereits bekannt, zur Unterstützung des Lösevorganges Druckluftfülleinrichtungen vorzusehen, die während des Lösens der Bremse Druckluft aus einem Behälter (Notbremsbehälter) in die Hauptluftleitung einspeisen.
  • Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin, bei Zweileiter-Druckluftbremsen der eingangs genannten Art den, bisherigen Nachteil dieser Bremssysteme zu beseitigen, daß bei Hochdruckfüll-Stößen, wie sie zur Erleichterung des Lösens in die Hauptluftleitung eingeführt werden, die Steuerkammern der Dreidrucksteuerventile sehr leicht überladen werden. Diese große Überladungsgefahr rührt daher, daß die Vorratsluftbehälter aus der besonderen Füllleitung gespeist werden und somit als die Hochdruckwolle dämpfende Volumina an der Hauptluftleiiung fehlen. Es soll jedoch trotz der Beseitigung der überladungsgefahr die gerade bei Dreidrucksteuerventilen sehr wichtige Löseerleichterung beibehalten bleiben.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an jedem Fahrzeug eine Druckluftfülleinrichtung zum Einspeisen von Druckluft aus der Fülleitung in die Hauptluftleitung während des Bremsenlösens vorgesehen ist.
  • Auf diese Weise ist eine exakte Bemessung und ein schnelles Erreichen des für das Vollösen der Bremse notwendigen höchsten Regeldruckes in der Hauptluftkitung gewährleistet, ohne daß dieser Grenzdruck überschritten wird, wie dies bei Hochdruckfüllstößen der Fall ist.
  • Weitere vorteilhafte Gestaltungsmöglichkeiten des Gegenstandes gemäß der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
  • In den Zeichnungen sind drei Ausführungsbeispiele gemäß der Erfindung schematisch dargestellt, und zwar zeigt Fig. l eine Einrichtung, welche nur während des Lösens aus einer einen festlegbaren Bremszylinderdruck zumindest erreichenden Bremsung wirksam wird, Fig. Z eine Einrichtung, welche während des Lösens proportional zur eingesteuerten Löestufe wirksam wird, und Fig. 3 gibt eine weitere Ausbildungsmöglichkeit gemäß der Erfindung an. Einander entsprechende Teile sind in sämtlichen Figuren mit gleichen Bezugszeichen versehen.
  • Gemäß Fig. 1 führt an jedem Wagen eines Zuges von einer durchgehenden Hauptluftleitung 1 eine Zweigleitung 3 zu einem Bremssteuerventil 5, das über Rohrleitungen 7 und 9 mit einem Bremsluftbehälter 11 und über ein Relaisventil 13 mit einem Bremszylinder 15 verbunden ist. Der Druck in der Hauptluftleitung l ist mittels einer nicht dargestellten Führerbremseinrichtung einstellbar. Eine Leitung 16 verbindet das Relaisventil 13 mit dem Bremsluftbehälter 11. Von einer durchgehenden, ständig mit Druckluft aufgeladenen Fülleitung 17 führt eine Zweigleitung 19 über ein Rückschlagventil 21 zum Bremsluftbehälter 11. Von der Rohrleitung 9 führt eine Leitung 23 in den Zylinderraum 25 einer Überwachungseinrichtung 27, der von einem andererseits von einer Feder 29 belastetem Kolben 31 begrenzt ist. Auf beiden Seiten trägt der Kolben 31 je eine Dichtplatte 33 bzw. 35, denen am Gehäuse befestigte Ventilsitze 37 bzw. 39 zugeordnet sind. Das von einem in Richtung zum Bremssteuerventil öffnenden Rückschlagventil 41 überbrückte Ventil 35, 39 weist einen großen Druckmesser auf und überwacht den Luftdurchtritt aus dem Zylinderraum 25 in eine Leitung 43, die in einen Zylinderraum 45 sowie über ein Rückschlagventil 47 in den Zylinderraum 49 eines Löseventils 51 führt. Die beides: Zylinderräume 45 und 49 sind mittels eines von einer Feder 52 belasteten Kolbens 53 voneinander getrennt. Vom in seinem Volumen mit Hilfe eines Luftbehälters 55 vergrößerten Zylinderraum 49 führt eine Leitung 57 zum Ventil 33, 37, das eine Verbindung zu einem die Feder 29 enthaltenden Raum 59 der überwachungseinrichtung 27 überwacht. Der Raum 59 steht über eine Entlüftungsdüse 61 ständig mit der Atmosphäre in Verbindung. Vom Kolben 53 führt eine Kolbenstange 63 abgedichtet durch einen Raum 65 und endet in einem Raum 67 mit einem eine Axialbohrung 69 umgebenden Ventilsitz 71. Die Axialbohrung 69 steht über Querbohrungen ständig mit dem über ein Rückschlagventil73 aus der Füllleitung -aufgeladenen Raum 65 in Verbindung. Dem Ventilsitz 71 ist eine Doppeldichtplatte 75 zugeordnet, die zusammen mit einem am Gehäuse befestigten Ventilsitz 77 ein den Luftdurchtritt aus dem in seinem Volumen durch einen Behälter 79 vergrößerten Raum 67 in einen über ein Rückschlagventil 81 mit der Hauptluftleitung 1 verbundenen Raum 83 überwachendes Ventil 75, 77 bildet.
  • Bei betriebsbereiter, gelöster Bremse herrscht in der Hauptluftleitung 1 Regeldruckhöhe. Die Fülleitung 17 lädt über die Zweigleitung 19 und die Rückschlagventile 21 und 73 den Bremsluftbehälter 11 und den Raum 65 auf. Das Bremssteuerventil 5 steht in Lösestellung und entluftet die Leitung 9 und mittels des Relaisventils 13 den ,Bremszylinder 15. Der Kolben 31 der Überwachungseinrichtung 27 befindet sich unter der Kraft der Feder 29 in seiner dargestellten Endlage, in welcher das Ventil 35, 39 geschlossen und das Ventil 33, 37 geöffnet ist. Die Zylinderräume 45 und 49 des Löseventils 51 sind drucklos; unter der Kraft der Feder 52 ist das Ventil 71, 75 geöffnet und das Ventil 75, 77 geschlossen. Der Luftbehälter 79 ist aus der Fülleitung mit Druckluft aufgeladen.
  • Während Betriebsbremsungen wird der Druck in der Hauptluftleitung entsprechend der gewünschten Bremsstufe erniedrigt, und das Bremssteuerventil 5 steuert in die Leitung 9 und über das Relaisventil 13 in den Bremszylinder 15 aus dem Bremsluft, behälter 11 eine entsprechende Druckhöhe ein. Der bei üblichen Betriebsbremsungen in die Leitung 23 eingesteuerte Druck reicht nicht aus, den Kolben 31 der überwachungseinrichtung 27 entgegen der Kraft der Feder 29 aus der gezeigten Lage zu bewegen.
  • Während des an Betriebsbremsungen anschließenden Lösens steigt der Druck in der Hauptluftleitung 1 wieder auf Regeldruckhöhe an, und das Bremssteuerventil 5 entlüftet die Leitung 9 sowie die mit dieser verbundenen bzw. von ihr gesteuerten. Räume.
  • Während einer Vollbremsung spielen sich zunächst die einer Betriebsbremsungentsprechenden Vorgänge ab. Sobald jedoch der Druck in der Leitung 9 einen festlegbaren, über dem bei Betriebsbremsungen erreichbaren Druck liegenden Grenzwert übersteigt, überwiegt die Beaufschlagung des Kolbens 31 der Überwachungseinrichtung 27 über den Zylinderraum 25 entgegen der Kraft der Feder 29, so daß das Ventil 35, 39 geöffnet wird. Nunmehr strömt Druckluft unter die Dichtplatte 35 und drückt den Kolben 31 in seine andere Endlage, in welcher das Ventil 33, 37 geschlossen ist. Die Zylinderräume 45 und 49 des Löseventils füllen sich jetzt in gleicher Weise mit Druckluft; der Kolben 53 dieses Löseventils behält dabei seine gezeigte Lage bei.
  • Beim anschließenden Lösen sankt das Bremssteuerventil 5 den Druck in der Leitung 9 ab. Damit tritt über das Ventil 35, 39 bzw. das Rückschlagventil41 auch im Zylinderraum 45 eine Druckminderung ein. Der Druck im Zylinderraum 49 bleibt jedoch erhalten. Dem Kolben 53 bewegt sich daher gegen den Zylinderraum 45, das Ventil 71, 75 schließt und das Ventil 75, 77 öffnet sich. Der Luftbehälter 79 wird also von der Fülleitung abgetrennt und über das Rückschlagventil 81 mit der Hauptluftleitung 1 verbunden, so daß die in ihm gespeicherte Druckluft in die Hauptluftleitung einfließt und ein rasches Lösen der Bremse bewirkt. Der Luftbehälter 79 wird vorzugsweise derart bemessen, daß die in ihm gespeicherte Druckluft ausreicht, den Druck in dar Hauptluftleitung bis nahezu auf Regeldruckhöhe zu erhöhen. Die Bremse wird damit beim Lösen aus einer Vollbremsung einlösig. Sobald der Druck im Zylinderraum 25 entsprechend abgesenkt ist, kehrt der Kolben 31 in seine Ausgangslage zurück. Die weitere Entlüftung des Zylinderraumes 45 erfolgt über das Rückschlagventil 41, und der Zylinderraum 49 wird über das geöffnete Ventil 33, 37 und die Düse 61 entleert. Nach entsprechendem Druckabbau im Zylinderraum 49 hebt sich der Kolben 53 unter der Kraft der Feder 52 in seine Ausgangslage, wobei sich das Ventil 75, 77 schließt und das Ventil 71, 75 öffnet. Der Luftbehälter 79 wird daher aus der Fülleitung wieder mit Druckluft aufgeladen, und die Bremseinrichtungen nehmen die dem Bremslösezustand entsprechende Ausgangslage ein.
  • Die Bremsanlage gemäß Fig. 2 zeigt eine der in Fig. 1 dargestellten Anlage entsprechende Anordnung von Hauptluftleitung 1, Bremssteuerventil 5, Bremsluftbehälter 11, Relaisventil 13, Bremszylinder 15, Rückschlagventil 21 und Fülleitung 17. Von der Füllleiteng 17 führt ein Leitungsast über ein Rückschlag ventil 90 zu einem Luftbehälter 92 und dem Raum 94 eines Löseventils 96. Das Löseventil. 96 hat einen von einer Düse 98 durchsetzten Steuerkolben 100, der zwei Zylinderräume 102 und 104 voneinander abtrennt. Im von der Hauptluftleitung 1 beaufschlagten Zylinderraum 102 befindet sich eine Feder 106, die den Kolben 100 gegen den in seinem Volumen durch einen Luftbehälter 108 vergrößerten Zylinderraum 104 drückt. Der Zylinderraum 104 ist mittels einer Düse 110 mit einem Raum 112 verbunden, in welchem vor einer Doppeldichtplatte 114 ein mit dem Kolben 100 verbundenes, in den Trennwänden der Räume abgedichtet geführtes und in seiner Längsbohrung 116 ständig mit Außenluft beaufschlagtes Ventilrohr 118 endet. Ein aus der Doppeldichtplatte 114 und einem am Gehäuse befestigten Sitz 120 bestehendes Ventil überwacht eine Verbindung der Räume 94 und 112. Vom Raum 112 führt eine Rohrleitung 122 über eine veränderliche Düse 124 und das Rück schlagvontil 81 zur Hauptluftleitung 1. Die verände. liche Düse 124 ist in. ihrem Durchströmquerschnittt von einer Düsennadel 126 überwacht, die von einem mittels einer Feder 128 belasteten Kolben 130 gesteuert ist. Sobald in einem der Düse nachgeschalteten Raum 132 ein entsprechender Druck herrscht, wird der volle Durchströmquerschnitt der Düse freigegeben.
  • Bei betriebsbereiter, gelöster Bremse nehmen die Einzelteile der Bremse die gezeigten Lagen ein. Das Bremssteuerventil arbeitet wie bereits beschrieben. In der Hauptluftleitung 1 sowie den Räumen 102, 104 und 112 herrscht Regeldruckhöhe, und. die Fülleitung 17 lädt neben dem Bremsluftbehälter 11 über das Rückschlagventil 90 den Luftbehälter 92 auf. Sofern die Normaldruckhöhe in der Fülleitung 17 die Regeldruckhöhe in der Hauptluftleitung 1 übersteigt, ist es vorteilhaft, dem Luftbehälter 92 ein nicht dargestelltes, auf Regeldruckhöhe eingestelltes Druckxninderventil vorzuschalten. Die Ventile 118, 114 und 114, 120 sind geschlossen. Beim Bremsen steuert das Bremssteuerventil 5 Druckluft aus dem Bremsluftbehälter 11 in den Bremszylinder 15 ein. Die Druckabsenkung in der Hauptluftleitung 1 bewirkt eine rasche Druckminderung im Zylinderraum 102. Die Düse 98 ist derart, daß die Druckluft aus dem Zylinderraum 104 nur langsam in dem Zylinderraum 102 überwechseln kann; der Kolben 100 senkt sich daher und öffnet das Ventil 114, 118. Aus dem Zylinderraum 104 entweicht nunmehr Druckluft über die Düse 110, den Raum 112 und das Ventilrohr 118 in die Atmosphäre, bis zu beiden Seiten des Kolbens 100 gleicher Druck herrscht und das Ventil 114, 118 sich daher wieder schließt. Bei entsprechender Drucknvnderung in der Leitung 122 drückt die Feder 128 die Nadel 126 in die Düsen bohreng der veränderlichen Düse 124.
  • Die Druckerhöhung in der Hauptluftleitung 1 während des nachfolgenden Lösens bewirkt ein Anheben des Kolbens 100 und damit Öffnen des Ventils 114, 120. Aus dem Luftbehälter 92 strömt Druckluft über die Räume 94 und 112 sowie die Leitung 122 und die in ihrem Querschnitt verengte Düse 124 in die Hauptluftleitung 1 sowie aus dem Raum 112 über die Düse 110 in den Zylinderraum 104 ein. Wird die Druckluftzufuhr in die Hauptluftleitung vom Führerbrernsventil her unterbrochen, so erfolgt der weitere Druckanstieg in ihr durch die Drosselwirkung der Düse 124 derart verzögert, daß der Druck im Zylinderraum 104 über die Düse 110 rascher ansteigt als im ZyEnderraum 102, der Kolben 100 sich also alsbald senkt und das Ventil 114, 120 schließt. Das Bremssteuerventil5 hat zugleich den Bremszylinder 15 entsprechend entlüftet. Damit ist eine Lösestufe abgeschlossen.
  • Falls die Druckluftzufuhr in die Hauptluftleitung über das Führerbremsvemtil nicht unterbrochen wird, steigt der Druck in dieser Leitung zumindest ebenso rasch an wie in dem Zylinderraum 104. Das Ventil 114, 120 bleibt daher geöffnet. Sobald im Raum 132 und damit der Hauptluftleitung eine gewisse Druckgrenze überschritten ist, zieht der Kolben 130 den Stift 126 aus der Düsenöffnung der Düse 124, so daß trotz Verminderung des Druckgefälles weiterhin ein rascher Druckaufbau in der Hauptluftleitung erfolgt. Mit Erreichte von Regeldruckhöhe in der Haupthiftleitung endet die Druckluftzufuhr in die letztere. Nachdem sich über die Düse 98 und 110 auch im Zylinderraum 104 Regeldruckhöhe aufgebaut hat, schließt sich das Ventil 114, 120 wieder. Das Bremssteuerventil5 hat währenddessen den Bremszylinder 15 entlüftet.
  • Zur Begrenzung des in die Hauptluftleitung 1 einsteuerbaren. Druckes kann bei Bremsen, die eine in ihrem Normaldruck die Regeldruckhöhe übersteigende Fülleitung 17 sowie ein zu einem Dreidruckstenerventil ausgebildetes Bremssteuerventi1150 aufweisen, wie in Fig. 3 schematisch dargestellt, auch der Druck in der Kammer konstanten Druckes des Dreidrucksteuerventils 150 herangezogen werden. Das mit einer Überwachungseinrichtung kombinierte Löseventil 152 steht dabei über Rohrleitungen 154 und 156 mit der Hauptluftleitung 1 und der Fülleitung 17 in Verbindung. Je nach der Art des Löseventils kann dieses über eine Leitung 158 vom Bremszylinderdruck oder, entsprechend der Anlage gemäß Fig. 2, in hier nicht dargestellter Weise vom Hauptlnftleitungsdruck gesteuert sein. Eine Rohrleitung 160 führt von der Kammer konstanten Druckes des Dreidrucksteuerventils 150 zu einem im Löseventi1152 enthaltenen Druckbegrenzer, der ein Einspeisen von Druckluft aus der Fülleitung 17 in die Hauptluftleitung während des Lösens nur bis zum Erreichen des Druckes in der Kammer konstanten Druckes und damit der in der Hauptluftleitung erlaubt. Mit dieser Einrichtung ist ein besonders rasches Wiederauffüllen der Hauptluftleitung möglich.
  • Ein während eines Lösevorganges erfolgendes Wiedereinbremsen wird bei einer Anlage gemäß Fig. 1 nach Entlüftung des Luftbehälters 79 in die Hauptluftleitung 1 und bei einer Anlage gemäß Fig. 2 sofort wirksam; während des nächsten Lösens arbeiten dabei beide Bremsanlagen wieder in der beschrieben Weise.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Zweileiter-Druckluftbremse mit Dreidruck steuerventil für Schienenfahrzeuge mit einer mittels ihres Druckverhaltens die Bremse indirekt steuernden Hauptluftleitung und einer die Bremseinrichtung der Fahrzeuge versorgenden Fülleitung, dadurch gekennzeichnet, däß an jedem Fahrzeug eine Druckluftfülleinrichtung zum Einspeisen von Druckluft aus der Fülleitung in die Hauptltütleitung während des Bremsenlösens vorgesehen ist.
  2. 2. Zweileiter-Druckluftbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe des Einspeisedruckes in die Hauptluftleitung (1) durch einen auf eine die normale Druckhöhe in der Fülleitung (1) unterschreitende. Druckhöhe, vorzugsweise auf die Regeldruckhöhe in der Haupt Luftleitung (1) eingestellten Druckbegrenzer ber grenzt ist.
  3. 3. Zweileiter-Druckhiftbremse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckbegrenzer (152) vom Druck in der Kammer konstanten Druckes des Dreidruckstenerventils (150) gesteuert ist.
  4. 4. Zweileiter-Druckluftbremse nach Anspruch 1 und einem oder beiden der Unteransprüche 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluftfülleinrcchtung zum Einspeisen von Druckluft in die Hauptluftleitung (1) eine überwachungseinrichtuug (27) aufweist, die ein, Einspeisen von Druckluft in die Hauptluftleitung (1) nur während des Lösens aus einer eine eingestellte Bremsstufe zumindest erreichenden Bremsung zuläßt.
  5. 5. Zweileiter-Druckluftbremse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die überwachungssinrichtungen (27) zwei von einem entgegen der Kraft der Feder (29) belasteten, vom Bremszylinderdruck bzw. einem diesem proportionalen Druck beaufschlagten Kolben (31) gesteuerte Ventile (33, 37 und 35, 39) aufweist, deren eines, von einem Rückschlagventil (41) überbrücktes, sich bei überwiegendem Bremszylinderdruck öffnendes Ventil (35, 39) in eine vom Bremszylinderdruck oder einem diesem proportionalen Druck beaufschlagte Belüftungsleitung (23) zu zwei über ,ein Rückschlagventil (47) miteinander verbundene Zylinderräume (45 und 49) eines Löseventils (51) eingeschaltet ist und. deren anderes Ventil (33, 37) zum Entlüften eines (49) der Zylinderräume dient.
  6. 6. Zweileiter-Druckluftbremse nach Anspruch 1 und einem oder beiden der Unteransprüche 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, da.ß die Druckluftfüllenrichtung zum Einspeisen von Druckluft in die Hauptluftleitung (1) eine überwachungseinrichtung (96) aufweist, welche während des Lösens sinne der Größe der eingesteuerten Lösestufe zumindest annähernd verhältnisgleiche Druckluftmenge in die Steuerleitung (1) einspeist.
  7. 7. Zweileiter-Druckluftbremse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Überwachungseinrichtung (96) ein Doppelventil (118, 114, 120) aufweist, das die über eine Düse (110) erfolgende Beaufschlagung einer Seite eines andererseits vom Hauptluftleitungsdruck belasteten, das genannte Doppelventil steuernden Kolbens (100) überwacht. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 418 277; deutsche Auslegeschrift Nr. 1071118; USA.-Patentschriften Nr. 2 841448, 2 858169.
DEK40876A 1960-06-02 1960-06-02 Zweileiter-Druckluftbremse mit Dreidrucksteuerventil fuer Schienenfahrzeuge Pending DE1145213B (de)

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CH577061A CH387093A (de) 1960-06-02 1961-05-17 Zweileitungs-Druckluftbremse für Schienenfahrzeuge
FR863339A FR1290667A (fr) 1960-06-02 1961-05-30 Frein à air comprimé à deux conduites pour véhicules sur rails

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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE418277C (de) * 1924-07-01 1925-08-31 Florentin Kasantzeff Verfahren und Vorrichtung zum Betriebe von Zweileiter-Luftbremsen
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Also Published As

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CH387093A (de) 1965-01-31

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