DE1144004B - Mit Nickelphenolaten von Bis-(alkylphenol)-monosulfiden stabilisierte Polyolefinform-massen - Google Patents
Mit Nickelphenolaten von Bis-(alkylphenol)-monosulfiden stabilisierte Polyolefinform-massenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein gegen Abbau durch Wärme und Licht stabilisiertes Polypropylengemisch.
Hochmolekulare Polymere von Propylen finden für viele Zwecke Verwendung. Jedoch sind diese Polymeren
und insbesondere isotaktisches Polypropylen, wenn es mechanisch bearbeitet wird, wie z. B. beim Strangpressen
und Formen, unter dem Einfluß der hohen für diese Verfahren erforderlichen Temperaturen
einem beträchtlichen Abbau unterworfen. Abbau tritt auch auf, wenn der fertige Gegenstand der Wärme
und dem Licht ausgesetzt wird bzw. kann auch auftreten, wenn beispielsweise Polypropylen in Gestalt
von Fäden und Filmen für im Freien benutzte Möbel verwendet wird.
Es wurden nun stabilisierte Polypropylenformmassen gefunden, die Polypropylen und ein Gemisch
aus a) 0,01 bis 5 Gewichtsprozent, bezogen auf das Polymere, eines Nickelphenolats eines Bis-(p-alkylphenol)-monosulfids,
worin die Alkylgruppe 2 bis 12 Kohlenstoffatome enthält, und b) 0,01 bis 5 Gewichtsprozent,
bezogen auf das Polymere, eines 2-(2'-Hydroxyphenyl) - 2,4,4 - trimethyldialkylchromans, eines
4-(2'-Hydroxyphenyl)-2,2,4-trimethyldialkylchromans oder eines Alkyliden-bis-(alkylphenols) enthalten.
Während jeder dieser Zusätze, für sich allein angewendet, auch schon die Beständigkeit von Polypropylen
gegen Wärme vergrößern kann, so ist die Kombination dieser beiden Stabilisatoren synergistisch
in ihrer Wirkung und vergrößert die Stabilität des Polymeren gegen Wärme weit über den additiven
Effekt der zwei Bestandteile hinaus. Tatsächlich wird eine auffallend gute Stabilität erreicht, welche es
ermöglicht, diese Polymeren für viele Anwendungszwecke zu benutzen, wie z. B. für Fäden für im Freien
benutzte Möbel, Automobilsitzüberzüge oder Filme, was bisher unmöglich war.
Das gemäß der Erfindung stabilisierte Polypropylen kann durch ein beliebiges der bekannten Verfahren
hergestellt werden, wie z. B. nach den Verfahren der belgischen Patentschriften 530 617, 535 082, 538 782,
546 846, 549 909, 549 910 oder der USA.-Patentschriften 2 726 231, 2 731453, 2 824 089. Das Polypropylen
wird im Schmelzpunkt, Molekulargewicht, Viskosität gemäß den Abänderungen im Herstellungsverfahren
etwas schwanken. Insbesondere hervorragende Ergebnisse werden erhalten, wenn die Stabilisatoren
linearem Polypropylen einverleibt werden, welches normalerweise fest und hochkristallin ist und
als isotaktisches oder stereoreguläres Polypropylen bezeichnet wird.
Die Bis - (p - alkylphenol) - monosulfid - nickelverbindungen, welche in Kombination mit den 2-(oder 4)-
monosulfiden stabilisierte Polyolefinform-
massen
Anmelder:
Hercules Powder Company,
Wilmington, Del. (V. St. A.)
Vertreter: Dr.-Ing. A. van der Werth, Patentanwalt, Hamburg-Harburg 1, Wilstorfer Str. 32
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 24. August 1959 (Nr. 835 438)
V. St. v. Amerika vom 24. August 1959 (Nr. 835 438)
David Morrow Dickson jun.,
Willow Grove, Pa. (V. St. Α.),
ist als Erfinder genannt worden
(2'-Hydroxyphenyl)-ehromanen oder Alkyliden-bisalkylphenolen
zur Stabilisierung von Polypropylen gemäß der Erfindung angewendet werden, umfassen
das Nickelphenolat, worin alle phenolischen Wasserstoffatome durch Nickel ersetzt wurden, oder die
sogenannten »Phenol-Phenolate«, worin einige, aber nicht alle der phenolischen Wasserstoffe durch Nickel
ersetzt wurden. Die Nickelphenol-Phenolate können durch Reaktion zwischen dem Natriumphenol-Phenolat
eines Bis-(p-alkylphenol)-monosulfids und einem Nickelhalogenid in einem wasserfreien Medium hergestellt
werden. Diese Nickelphenol-Phenolate haben vermutlich die folgende Struktur:
309 510/445
Die Nickelphenol-Phenolate können auch durch die
Umsetzung eines hydratisierten Nickelsalzes einer schwachen Säure, ζ. B. hydratisiertes Nickelacetat, und
einem Bis-(p-alkylphenol)-rnonosulfid hergestellt werden, in welchem Fall das Produkt vermutlich die
folgende Struktur besitzt:
Die ebenfalls brauchbaren vollständigen Nickelphenolate werden durch ähnliche Reaktionen, aber mit
entsprechend größeren Mengen der Reaktionsteilnehmer hergestellt, wodurch Produkte der folgenden
allgemeinen Formel erzeugt werden.
IO
R R
In den obigen Formeln ist R eine Alkylgruppe mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen. Die gestrichelten Linien
in diesen Formeln stellen Bindungen des Chelattyps oder einfache Wasserstoffbindungen im Falle der
freien Phenolgruppe dar. Die mit Pfeilen versehenen Linien stellen untereinander austauschbare Bindungen
dar, welche die Äquivalenz der zwei Bis-(p-alkylphenol)-monosulfid-Gruppen in ihrer Beziehung zum
Nickelatom andeuten.
OH R R
Wie bereits betont, leiten sich die Nickelverbindüngen
von Bis-(p-alkylphenol)-monosulfiden und vorzugsweise von den o,o'-Bis-(p-alkylphenol)-monosuhiden
ab, worin die Alkylgruppe 2 bis 12 Kohlenstoffatome enthält. Beispiele dieser Alkylphenolmonosulfide
sind: o,o'-Bis-(p-tert.-Butylphenol)-monosulfid, 0,0' - Bis - (p - tert. - amylphenol) - monosuffid,
0,0'-Bis-(p-2'-äthylhexylphenol)-monosulfid, 0,0'-Bis
(p-octylphenol)-monosuhid, z. B. o,o-'Bis-(p-l,1,3,3-tetramethylbutylphenol)-monosulfid,
o,o'-Bis-(p-cyclohexyl-phenol)-monosulfid, o,o'-Bis-(p-nonylphenol)-mono-sulfid,
und o,o'-Bis-(p-laurylphenol)-monosulfid.
Die gemäß der Erfindung in Kombination mit den
Nickelverbindungen der Bis-(p-alkylphenol)-monosulfide verwendeten Stabilisatoren sind 2-(oder4)-(2'-Hydroxyphenyl)-chromane
und Bisphenole. Die brauchbaren 2-(oder 4)-(2'-Hydroxyphenyl)-chromane sind solche, welche einer der folgenden allgemeinen
Formel entsprechen
OH R
oder
H R
CH
worin jedes R ein Wasserstoffatom oder ein Alkylrest sein kann, aber mindestens ein R in jedem der aromatischen
Ringe eine Alkylgruppe ist. Diese Verbindungen können auch als Benzopyrane bezeichnet
werden. So können die 2-(2'-Hydroxyphenyl)-chromane 2,3-Dihydro-2-(2'-hydroxyphenyl) -1,4 - benzopyrane
oder 3,4-Dihydro-2-(2'-hydroxyphenyl)-l,2-benzopyrane genannt werden und die 4-(2'-Hydroxyphenyl)-chromane
können als 2,3-Dihydro-4-(2'~hydroxyphenyl)-l,4-benzopyrane
oder 3,4-Dihydro-4-(2'-hydroxyphenyl)-l,2-benzopyrane bezeichnet werden. Die
2-(2'-Hydroxyphenyl)-chromane können auch als FIavane, nämlich als 2'-Hydroxyflavane bezeichnet
werden. Die Alkylsubstituenten in jedem aromatischen Ring können beliebige Alkylradikale sein, z. B.
Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Isopropyl-, Butyl-, Isobutyl-, tert-Butyl-, Amyl-, Hexyl-, Isohexyl-, Octyl-, Iso-H
R
octyl-, 2-Äthylhexyl-, Nonyl-, Isononyl-, Decyl-,
Undecyl- oder Dodecyl. Vorzugsweise wird wenigstens ein Alkylradikal in jedem aromatischen Ring mindestens
4 Kohlenstoffatome enthalten, oder die Summe der Kohlenstoffatome in den Alkylradikalen in jedem
Ring wird mindestens 4 sein. Beispiele von solchen
so 2-(oder 4)-(2'-Hydroxyphenyl)-chromanen, die in Kombination
mit Nickelphenolaten eines Bis-(p-alkylphenol)-monosulfids gebraucht werden können, sind
2-(2'-Hydroxyphenyl)-2,4,4,5',6-pentamethylchroman, 4-(2'-Hydroxyphenyl)-2,2,4,5',6-pentamethylchroman,
2-(2'-Hydroxyphenyl) - 5',6 -dinonyl^^^-trimethylchroman,
4-(2'-Hydroxyphenyl)-5',6-dinonyl-2,2,4-trimethylchroman.
Die brauchbaren Alkyliden-bis-(alkylphenole) haben eine der folgenden Formeln:
R OH _, HO R K
R R
OH
5 6
worin jedes R Wasserstoffatom oder ein Alkylrest freiem Chlorwasserstoff bei 600C und Halten auf
sein kann, aber mindestens ein R in jedem der aro- dieser Temperatur während 70 Stunden. Das vermatischen
Ringe ein Alkylrest ist, und der Alkyl- wendete technische Nonylphenol war ein Gemisch von
substituent ein beliebiges Alkylradikal, wie bereits Alkylphenolen, welches etwa 18% Octyl-, 67 %Nonyloben
für die (2'-Hydroxyphenyl)-chromane angegeben 5 und 13% Decylphenol mit kleinen Mengen anderer
ist, sein kann, und worin jedes R' Wasserstoffatom Alkylphenole enthielt, deren Alkylradikal mehr als
oder ein niederer Alkylrest, wie z. B. Methyl- oder 10 Kohlenstoffatome enthielt, und worin die Alkyl-Äthylsein
kann. Beispiele von brauchbaren Alkyl- substituenten hauptsächlich in para-Stellung waren
iden - bis - (alkylphenolen) sind 2,2'- Methylen - bis- und aus gerad- und verzweigtkettigen Alkylgruppen
(4-methyl-6-tert.-butylphenol), 2,2'-Methylen-bis- io bestanden. Das rohe Reaktionsgemisch wurde destil-(4-nonylphenol),
4,4'-Methylen-bis-(2,6-di-tert.-butyl- liert, aber die einzelnen Kondensationsprodukte nicht
phenol), 2,2' - Isopropyliden - bis - (4 - nonylphenol), isoliert. Dieses destillierte Reaktionsprodukt enthielt
2,2'-Isobutyliden-bis-(4-methyl-6-tert.-butylphenol). etwa 23 % des 2-(2'-Hydroxyphenyl)-2,4,4-trimethyl-
Diese Alkyliden-bis-(alkylphenole) werden nach 5',6-dinonylchromans und etwa 34% des 2,2'-Isoeinem
beliebigen bekannten Verfahren hergestellt. 15 propyliden-bis-(4-nonylphenols). Gewöhnlich werden sie hergestellt durch Umsetzen Das im Beispiel 1 verwendete Nickelphenol-Phenolat
eines Alkylphenols mit Formaldehyd, Acetaldehyd, von o,o'-Bis-(p-l,l,3,3-tetramethylbutylphenol)-mono-Aceton
oder Methyläthylketon in Anwesenheit einer sulfid wurde hergestellt durch Vermischen einer Lösung
starken Säure, z. B. Salzsäure. In gleicher Weise von Nickelacetattetrahydrat in Xylol (1 : 1) mit einer
werden die 4-(2'-Hydroxyphenyl)-chromane hergestellt 20 40%igen Lösung von o,o-Bis-(p-l,l,3,3-tetramethyldurch
Umsetzen eines Alkylphenols mit Aceton und butylphenol)-monosulfid in Xylol in einem MoI-die
4-(2'-Hydroxyphenyl)-chromane durch Umsetzen verhältnis von 0,5: 1 und Erwärmen der Mischung
eines Alkylphenols mit Mesityloxyd. Bei vielen dieser auf oder ein wenig unter den Siedepunkt der Essig-Reaktionen
wird eine Mischung aus Alkyliden-bis- säure, bis die letztere im wesentlichen völlig entfernt
(alkylphenolen) und (2'-Hydroxyphenyl)-chromanen 25 war. Die Xylollösung wurde zur Entfernung jeglichen
erhalten. Wenn z. B. Aceton mit einem Alkylphenol etwa anwesenden Unlöslichen filtriert und dann einkondensiert
wird, kann das Reaktionsprodukt ein gedämpft, um das Xylol zu entfernen. Die restliche
2-(2'-Hydroxyphenyl)-chroman oder ein Isopropyliden- Flüssigkeit wurde gekühlt und das ausgeschiedene
bis-(alkylphenol) in Abhängigkeit von den Reaktions- kristalline Nickelphenol-Phenolat von o,o'-Bis-(p-l,l,
bedingungen sein, oder das Reaktionsprodukt kann 30 3,3-tetramethylbutylphenol)-monosulfid isoliert. Es war
eine Mischung· dieser zwei Arten von Verbindungen hart und spröde und enthielt etwa 6,07 % Nickel (theosein.
In solchen Fällen brauchen die einzelnen Ver- retisch 6,1% Nickel).
bindungen nicht isoliert zu werden, sondern an ihrer Das im Beispiel 2 verwendete Nickelphenol-Pheno-
Stelle kann das Reaktionsprodukt als solches mit aus- lat wurde wie folgt hergestellt: Zu einer Lösung von
gezeichneten Ergebnissen benutzt werden. 35 Natrium (0,46 g) in wasserfreiem Äthanol (50 g)
Die Menge der zwei in das Polypropylen einver- wurden 3,58 g eines Bis-(p-tert.-amylphenol)-monoleibten
Stabilisatoren beträgt 0,01 bis 5%, Vorzugs- sulfids mit einem Schmelzpunkt von 100 bis 1010C
weise 0,05 bis 1,0 %, an Chroman oder Bisphenol, gegeben. Nach dem vollständigen Auflösen wurde eine
bezogen auf das Gewicht des Polymeren, und 0,01 bis Lösung von Nickelchloridhexahydrat (2,38 g) in
5,0%, vorzugsweise 0,05 bis 2,0 %> an Nickel-bis- 40 wasserfreiem Äthanol (50 g) zugesetzt. Das Reak-(p-alkylphenol)-monosulfid,
bezogen auf das Gewicht tionsgemisch wurde 15 Minuten gerührt, Hexan des Polymeren. (100 g) zugesetzt und das Reaktionsgemisch dann am
Die zwei Stabilisatoren können mit dem Poly- Rückfluß 45 Minuten lang erwärmt. Das gebildete
propylen durch eines der üblichen Verfahren zum Natriumchlorid wurde durch Filtrieren entfernt und
Einverleiben eines Antioxydationsmittels in ein festes 45 mit einer kleinen Menge Benzol gewaschen. Das
Material vermischt werden. Ein einfaches Verfahren Filtrat und das Waschbenzol wurden vereinigt und die
besteht im Auflösen der Antioxydationsmittel in einem Verdünnungsmittel durch Destillation entfernt. Der
niedrigsiedenden Lösungsmittel, z. B. Aceton, und im Rückstand wurde in Hexan gelöst und die Lösung
Verdampfen des Lösungsmittels nach gründlichem filtriert, wonach 95%iges Äthanol zu dem Filtrat
Vermischen der Lösung mit dem Polymeren in 50 zugesetzt und das Hexan durch Destillation entfernt
Flocken- oder anderer feinverteilter Form. Sie können wurde. Beim Abkühlen auf Raumtemperatur kristalliauch
durch mechanisches Vermischen einverleibt sierte das Nickelphenol-Phenolat des o,o'-Bis-(p-tertwerden.
amylphenol)-monosulfids in Form grüner Kristalle
Die Stabilisatormischung kann auch in Verbindung aus. Das kristalline Produkt wurde abgetrennt und bei
mit anderen bekannten Stabilisatoren, z.B. ultra- 55 200C im Vakuum während 16 Stunden getrocknet,
violettes Licht absorbierenden Stoffen oder Calcium- Es schmolz nicht unter 36O0C. Die Analysenergebnisse
seifen angewendet werden. Andere übliche Zusatz- dieses Produktes waren: theoretisch Nickel 14,1%,
stoffe können ebenfalls mit dem Polymeren vermischt Kohlenstoffgehalt 63,6 %. Wasserstoff 6,8 %; gefunden
werden, z. B. Pigmente, Farbstoffe und Füllstoffe. Nickel (in der Asche) 16,9 %, Kohlenstoff 57,45%,
Die folgenden Beispiele erläutern die Stabilisierung. 60 Wasserstoff 6,86 %.
Für die Herstellung der Stabilisatoren wird an dieser Das im Beispiel 3 verwendete vollständige Nickel-
Stelle kein Schutz begehrt. Phenolat von o,o'-Bis-(p-l,l,3,3-tetramethylbutyl-phe-
TT ., , . „ nolVmonosulfid wurde hergestellt durch ein gleiches
Herstellung der Ausgangsstoffe Verfahren wie das für das Nickelphenol-Phenolat
Das in diesem Beispiel verwendete Alkylphenol- 65 von o,o'-Bis-(p-tert.-amylphenol)-monosulnd beschrie-Aceton-Kondensationsprodukt
wurde hergestellt durch bene mit der Abänderung, daß das Molverhältnis von Kondensieren eines technischen Nonylphenols mit Nickelchlorid zu dem Bis-(alkylphenol)-monosulfid
Aceton unter Absättigen der Mischung mit wasser- 0,5: 1 war anstatt 1: 1 wie in dem vorigen Beispiel.
Das auskristallisierte und abgetrennte Produkt schmolz bei etwa 270° C unter Zersetzung. Es war eine Komplexverbindung
des vollständigen Nickelphenolats mit einer molaren Menge Äthanol.
5 Beispiele 1 bis 3
Die Wirksamkeit der Mischungen aus dem beschriebenen
Nonylphenol - Aceton - Kondensationsprodukts und den Nickelverbindungen zur Stabilisie-
rung von Polypropylen wird in der Tabelle gezeigt im Vergleich zu der Wirksamkeit jedes dieser Stabilisatoren
allein. Wie daraus ersichtlich ist, entfaltet das Nonylphenol-Aceton-Kondensationsprodukt in Kombination
mit diesen Nickelverbindungen einen erstaunlichen Grad von Synergismus und führt zu einem
außergewöhnlich stabilisierten Polypropylengemisch.
In jeder der Prüfungen wurde ein kristallisiertes Polypropylen mit einem Schmelzpunkt von 165° C und
einer reduzierten spezifischen Viskosität von 4,5 (gemessen an einer 0,l%igen Lösung in Decahydronaphthalin
bei 1350C) und mit einem Gehalt von 0,4% Calciumstearat gründlich mit einer Lösung der
angegebenen Menge des in Hexan gelösten Antioxydationsmittels vermischt, wonach das Hexan durch
Erwärmen im Vakuumofen bei 60° C während einer Stunde entfernt wurde. Das trockene Gemisch wurde
zu einem Preßpulver bei 260°C stranggepreßt und das geschmolzene Pulver dann in Blätter von 0,64 mm
Dicke gepreßt. Aus diesen Blättern geschnittene Streifen von 12,7 mm Breite wurden in einen Ofen bei
1330C gehängt. Andere Streifen von gleicher Größe wurden auf weißen Karten befestigt und in das Fade-Ometer
gebracht. In 24stündigen Abständen wurden die Streifen auf Entwicklung von Brüchigkeit durch
Biegen und durch visuelle Beobachtung des Abbaues, wie Körnung, geprüft. Die Bruchzeiten für jedes Beispiel
folgen in der Tabelle.
■n · | °/o Konzentration | — | — | % Konzentration | Brüchigkeitszeit | »Leben« im |
Bei | 0,5 | 0,5 | in Stunden | Fade-Ometer | ||
spiel | Ni-Phenol-Phenolat von (p-Octyl- | 0,5 | 0,5 | Nonylphenol-Aceton-Konden- | bei 133° C | in Stunden |
1 | phenol)2S | Ni-Phenol-Phenolat von (p-Amyl- | Vollständiges Ni-Phenolat von | sationsprodukt | ||
phenol)2S | (p-Octylphenol)2S | 0,5 | ||||
— | — | 72 | 72 | |||
0,5 | 0,5 | 48 | 275 | |||
0,5 | Nonylphenol-Aceton-Konden- | 240 | 360 | |||
2 | sationsprodukt | |||||
0,5 | ||||||
72 | 72 | |||||
0,5 | 24 | 340 | ||||
Nonylphenol-Aceton-Konden- | 168 | 414 | ||||
3 | sationsprodukt | |||||
0,5 | ||||||
72 | 72 | |||||
0,5 | 48 | 353 | ||||
192 | 466 | |||||
Die obigen Beispiele zeigen den unerwarteten und auffallenden Stabilitätsgrad, wie er bei Verwendung
der Nickelphenolate von Bis-(p-alkylphenol)-sulfiden in Kombination mit dem Nonylphenol-Aceton-Kondensationsprodukt
erhalten wird, während jeder dieser Bestandteile, allein verwendet, hinsichtlich
seiner Wirksamkeit der Kombination unterlegen ist.
Ein anderes unerwartetes Merkmal der Erfindung besteht darin, daß die Kombination aus einem Nickelphenolat
von Bis-(p-alkylphenol)-sulfid und einem Chroman oder Bisphenol imstande ist, Polypropylen
gegenüber Licht in einem Grad beständig zu machen, wie er bisher mit keiner Stabilisatorkombinatiori erreichbar
war. Beispielsweise zeigt die erfindungsgemäße Kombination eine vergrößerte Lichtbeständigkeit
gegenüber Kombinationen aus Metallsulfiden, wie Zinksulfid, Cadmiumsulfid oder Antimontrisulfid,
mit Phenolen, Aminen oder schwefelhaltigen organischen Verbindungen, oder den Kombinationen
aus Ruß mit aliphatischen Disulfiden, Tetraalkylthiuramdisulfid, carbocyclischen Thioäthern, aromatischen
Sulfiden, aliphatischen Merkaptanen und cyclischen Thiolen, oder der Kombination eines Zinkdialkylthiocarbamats
oder eines Diesters von β,β'-Ύ\ύο-dipropionsäure
mit einem 4-Alkoxy-2-hydroxybenzophenon, oder der Kombination eines Polybenzoylresorcinols
mit Hydrochinonen, aromatischen Aminen oder substituierten Phenolen, oder der Kombination
eines Alkylidenbisphenols mit einem 4-Alkoxy-2-hydroxybenzophenon.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Mit Nickelphenolaten von Bis-(alkylphenol)-monosulfiden stabilisierte Polyolefinformmassen, enthaltend Polypropylen und ein Gemisch aus a) 0,01 bis 5 Gewichtsprozent, bezogen auf das Polymere, eines Nickelphenolats eines Bis-(p-alkylphenol)-monosulfids, worin die Alkylgruppe 2 bis 12 Kohlenstoffatome enthält, und b) 0,01 bis 5 Gewichtsprozent, bezogen auf das Polymere, eines 2-(2'-Hydroxyphenyl)-2,4,4-trimethyldialkylchromans, eines 4-(2'-Hydroxyphenyl)-2,2,4-trimethyldialkylchromans oder eines Alkyliden-bis-(alkylphenols).In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 340 938.© 309 510/445 2.63
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1960
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Patent Citations (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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US2340938A (en) * | 1940-11-30 | 1944-02-08 | Standard Oil Dev Co | Stabilized high molecular weight hydrocarbon polymer |
Also Published As
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