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DE1143807B - Verfahren zur Herstellung von Vinylchlorid - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Vinylchlorid

Info

Publication number
DE1143807B
DE1143807B DEF34960A DEF0034960A DE1143807B DE 1143807 B DE1143807 B DE 1143807B DE F34960 A DEF34960 A DE F34960A DE F0034960 A DEF0034960 A DE F0034960A DE 1143807 B DE1143807 B DE 1143807B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chloride
palladium
ethylene
vinyl chloride
reaction
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF34960A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Manfred Rossberg
Dr Heinz Schmitz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst AG filed Critical Hoechst AG
Priority to DEF34960A priority Critical patent/DE1143807B/de
Publication of DE1143807B publication Critical patent/DE1143807B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C17/00Preparation of halogenated hydrocarbons
    • C07C17/093Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens
    • C07C17/10Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens of hydrogen atoms

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Vinylchlorid Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Vinylchlorid durch Reaktion von Äthylen mit einem Chlorid eines Edelmetalls der VIII. Gruppe des Periodischen Systems, insbesondere mit Palladiumchlorid.
  • Es ist bekannt, daß man bei der Umsetzung von Äthylen mit Metallchloriden, die leicht Chlor abspalten, wie Kupfer(II)-chlorid oderEisen(III)-chlorid, bei höheren Temperaturen Chlorierungsprodukte des Äthans und Äthylens herstellen kann. Man erhält so z. B. bei Temperaturen um 150 bis 200"C vornehmlich das Additionsprodukt 1,2-Dichloräthan.
  • Bei höheren Temperaturen führt die Reaktion hauptsächlich zu Gemischen verschieden hoch chlorierter Verbindungen, z. B. Gemischen aus Dichloräthan, Dichloräthylenen, Trichloräthylen, Tetrachloräthylen, Tri- und Tetrachloräthanen und zum Teil auch Vinylchlorid. Wenn bisher bei der Reaktion von Äthylen mit Metallchloriden die Bildung von Vinylchlorid beobachtet wurde, so trat dieses nicht als alleiniges Reaktionsprodukt au?, sondern es enthielt immer größere Mengen an höher chlorierten Verbindungen. Auch beim gemeinsamen Überleiten von Äthylen mit Sauerstoff und Chlorwasserstoff und bzw. oder Chlor über chloridhaltige Katalysatoren findet man je nach Temperaturbedingungen entweder 1,2-Dichloräthan als Hauptprodukt oder Gemische verschieden hochchlorierter Äthylen bzw. Äthanderivate.
  • Es wurde gefunden, daß bei der Reaktion von Äthylen mit Chloriden der Edelmetalle der VIII. Nebengruppe des Periodischen Systems, insbesondere Palladiumchlorid, bei Temperaturen von 150 bis 450"C sich fast ausschließlich Vinylchlorid, daneben Chlorwasserstoff bildet, ohne daß größere Mengen an Additionsprodukten oder an höher chlorierten Verbindungen entstehen.
  • Das Edelmetallchlorid kann als solches in pulverisierter Form verwendet werden, oder vorteilhafterweise trägt man es auf ein bei den Reaktionsbedingungen inaktives Trägermaterial mit großer Oberfläche auf. Solche Trägermaterialien sind z. B.
  • Kieselsäuregel, Bimsstein, Aluminiumoxyd oder Kohle.
  • Für die Reaktionstemperatur erwies sich als am günstigsten der Bereich von 200 bis 400"C.
  • Der Druck beträgt zweckmäßig etwa 0,5 Atm. oder höher.
  • Die Verweilzeit des Äthylens über dem Metallchlorid beträgt je nach der Temperatur vorteilhafterweise eine bis mehrere Minuten, vorzugsweise 5 bis 15 Minuten.
  • Das Edelmetallchlorid wird bei der Reaktion reduziert, beispielsweise Palladium(II)-chlorid zu metallischem Palladium das sich nach Entfernung von überschüssigem Äthylen mit Chlor oder mit einer Mischung aus Chlorwasserstoff und Sauerstoff oder Luft bei Temperaturen von 250 bis 400° C wieder in Palladium(II)-chlorid überführen läßt. Das regenerierte Palladium(II)-chlorid läßt sich danach wieder zur Chlorierung von Äthylen verwenden.
  • Beispiel 1 In einer Gaskreislaufapparatur wurden 20 g Palladium(II)-chlorid, das in einem Gefäß auf 350"C aufgeheizt wurde, mit Äthylen bei Normaldruck umgesetzt. Eine nach 15 Minuten entnommene Gasprobe hatte folgende Zusammensetzung: Volumprozent Äthylen . 95,9 Vinylchlorid ..... 3,1 CO . . ...... 0,04 CO2 . 0,01 1,1 -Dichloräthan . . ...... 0,02 1,2-Dichloräthan . .... 0,01 Bei der Reaktion entstandenes Palladiummetall wurde anschließend bei 3500 C mit Chlor in Palladiumchlorid umgewandelt und erneut zur Reaktion mit Äthylen verwendet.
  • Beispiel 2 150 g Bimsstein (Körnung etwa 2 mm) wurden mit einer Lösung von 26,8 g Palladium(II)-chlorid (0,15 Mol) in 600 ml 15%iger Salzsäure getränkt.
  • Anschließend wurde zur Trockne eingedampft und die Masse einige Zeit erhitzt. Letzte Wasserreste wurden bei 300"C im Stickstoffstrom entfernt. Mit diesem palladiumchloridhaltigen Träger wurde in der im Beispiel 1 genannten Kreislaufapparatur bei 300"C Äthylen umgesetzt. Eine nach 15 Minuten entnommene Gasprobe hatte nach Entfernung des entstandenen Chlorwasserstoffs die folgende Zusammensetzung: Volumprozent Äthylen . 83,1 Vinylchlorid . 16,3 CO 0,25 CO2 0,01 1,1 -Dichloräthan . 0,25 1,2-Dichloräthan .. 0,04 Höher chlorierte Derivate des Äthylens und Äthans wurden nicht gefunden. Nach Evakuierung der Apparatur wurde das zum Metall reduzierte Palladiumchlorid bei 300"C durch Behandlung mit Chlor regeneriert.
  • Beispiel 3 200 g Bimsstein (Körnung 2 mm) wurden in gleicher Weise, wie im Beispiel 2 beschrieben, mit 7,7 g Palladium(II)-chlorid beladen und in einem Glasrohr in einem elektrischen Ofen auf 300"C aufgeheizt. Nach Evakuierung wurde Äthylen mit einem Anfangsdruck von etwa einer Atmosphäre eingelassen. Eine nach 5 Minuten entnommene Gasprobe hatte nach Abzug des Chlorwasserstoffs folgende Zusammensetzung: Volumprozent Äthylen . 86,0 Vinylchlorid . 11,1 CO 2,2 CO2 .........-. 0,04 1,1-Dichloräthan .. 0,1 1,2-Dichloräthan . 0,08 Nach Evakuierung wurde das gebildete Palladiummetall bei 300"C mit Chlor wieder in Palladium(II)-chlorid umgewandelt.
  • Beispiel 4 Die Durchführung der Umsetzung mit Äthylen erfolgte wie im Beispiel 3. Die Regenerierung des Palladiummetalls zum Chlorid wurde mit einem Gemisch von Chlorwasserstoff und Sauerstoff (1:1) vorgenommen.
  • Beispiel 5 100 g Bimsstein (Körnung 2 2mm) wurden mit einer Lösung von 4 g Platin(IV)-chlorwasserstoffsäure in 100 ml 15%iger Salzsäure getränkt. Nach Abdampfen der Flüssigkeit wurde die Masse bei 250°C im Vakuum getrocknet und dann in einer Kreislaufapparatur bei 2500 C mit Äthylen zur Reaktion gebracht. Nach 7 Minuten hatte das Gas nach Abzug des geloildeten Chlorwasserstoffs folgende Zusammensetzung: Volumprozent Äthylen . 97,8 Vinylchlorid . 1,3 CO . 0,5 CO2 ..... 0,1 Höher chlorierte Produkte des Äthans und Äthylens traten nicht auf.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von Vinylchlorid, dadurch gekennzeichnet, daß man Äthylen mit Chloriden der Edelmetalle der VIII.Nebengruppe des Periodischen Systems bei Temperaturen von 150 bis 450°C umsetzt und das im Abgas enthaltene Vinylchlorid in bekannter Weise abtrennt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf ein inertes Trägermaterial mit großer Oberfläche aufgetragenes Edelmetallchlorid verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Edelmetallchlorid Palladium(II)-chlorid verwendet wird, wobei das bei der Reaktion gebildete metallische Palladium mit Chlor oder einem Gemisch aus Chlorwasserstoff und Sauerstoff oder Luft bei 250 bis 400°C wieder in Palladium(II)-chlorid umgewandelt wird.
DEF34960A 1961-09-21 1961-09-21 Verfahren zur Herstellung von Vinylchlorid Pending DE1143807B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3354234A (en) * 1962-06-15 1967-11-21 Ici Ltd Reaction of an olefin with hci or hbr and oxygen
US3504043A (en) * 1963-10-07 1970-03-31 Asahi Chemical Ind Method for producing 1,2-dichloroethane and vinyl chloride from ethylene and hydrogen chloride and oxygen

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