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Drehstrom -Vierleiterzähler mit drei Meßsystemen, die auf einen Zweischeibenläufer
einwirken Bei Drehstrom-Vierleiterzählern mit drei Meßsystemen und einem Zweischeibenläufer
sind die Meßsysteme so angeordnet, daß der einen Scheibe zwei Systeme und der anderen
Scheibe das dritte System zugeordnet sind. Die Triebflüsse der gemeinsam auf die
eine Scheibe wirkenden Systeme erzeugen störende Drehmomente, die sich mit der Phasenfolge
ändern.
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Es entstehen sogenannte Strom-Spannungsdrehfeldfehler durch Zusammenwirken
des Spannungsflusses des einen Systems mit den Stromflüssen des anderen Systems
bzw. des Spannungsflusses des zweiten Systems mit den Stromflüssen des ersten Systems.
Diese Drehfeldfehler lassen sich dadurch beseitigen, daß der Netznulleiter an eine
Anzapfung der Spannungsspule des dritten Triebsystems gelegt wird.
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Es entsteht aber noch ein störendes Zusatzmoment durch Zusammenwirken
der beiden Spannungstriebflüsse, daß sich nur beseitigen läßt, wenn die beiden Flüsse
genau diametral auf die Scheibe einwirken.
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Dazu ist eine Anordnung der Triebsysteme erforderlich, wie sie aus
der Fig. 1 zu entnehmen ist. Die Triebsysteme 1 und 2 befinden sich in bezug auf
die Läuferscheibe 4 an zwei gegenüberliegenden Stellen und sind mit Hilfe von Schrauben
5 an dem Traggerüst 3 befestigt. Bei genau diametraler Anordnung der Triebsysteme
geht die durch Zusammenwirken der Spannungssysteme auf die Triebscheibe ausgeübte
Kraft 6 durch den Mittelpunkt 7 der Läuferscheibe, d. h. der Hebelarm der Kraft
ist Null, so daß auch das durch diese Kraft auf die Scheibe ausgeübte Drehmoment
verschwindet. Bei der Montage des Zählers können die Triebsysteme nun jedoch nicht
so genau angeordnet werden, daß die exakte diametrale Lage erreicht wird. Infolge
von Fertigungstoleranzen werden die Triebsysteme immer von dieser Ideallage abweichen,
so daß ein störendes Drehmoment auftritt, welches sich schon dann bemerkbar macht,
wenn die Abweichung nur Zehntelmillimeter beträgt. Um die genaue diametrale Lage
der Triebsysteme zu erreichen, müßte eines der Systeme an der Befestigungsstelle
kontinuierlich verschiebbar sein.
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Eine solche Verstelleinrichtung ist jedoch mit einfachen Mitteln nicht
zu verwirklichen. Die Einjustierung auf eine exakt diametrale Anordnung der Triebsysteme
in bezug auf die Läuferscheibenachse wurde bisher dadurch bewirkt, daß eines der
mit den Seitenflächen an einem Träger anzubringenden Triebsysteme durch Zwischenfügen
einer Reihe von Abstandsplättchen an dem Traggerüst 3 befestigt wurde.
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Die Einjustierung eines der Triebsysteme auf die Wirkungslinie ist
auch von Zählern her bekannt, bei denen die Triebsysteme mit der Stirnseite an dem
Träger
befestigt sind. Bei dieser Anordnung läßt sich selbstverständlich die Einjustierung
leichter bewerkstelligen, da hierbei nur eine seitliche Verschiebung nötig ist.
Wollte man diese Art der Justierung auf ein an seiner Seitenfläche zu befestigendes
Triebsystem anwenden, so wäre wesentlich mehr Aufwand nötig als es die Methode mit
den Abstandsstücken verlangt.
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Diese letztere Befestigung ist aber auch unbefriedigend, weil sie
sehr zeitraubend ist, denn die Zahl der unterzulegenden Abstandsstücke kann nur
durch schrittweises Herantasten ermittelt werden.
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Die Erfindung, die einen Drehstrom-Vierleiterzähler mit drei Meßsystemen,
die auf einen Zweischeibenläufer so einwirken, daß zwei mindestens annähernd diametral
gegenüberliegende Triebsysteme der anderen Läuferscheibe zugeordnet sind, betrifft,
bezweckt, eine Anordnung zu schaffen, bei der die erwähnten Schwierigkeiten vermieden
werden. Erfindungsgemäß sind zum Zwecke der Vermeidung des durch Zusammenwirken
der der einen Scheibe zugeordneten Triebsysteme auftretenden Störmomentes an einem
der Läuferlager Mittel vorgesehen, die eine genaue Einjustierung des Läufers auf
die Wirkungslinie der durch die beiden Triebsysteme erzeugten Kraft ermöglichen.
Zweckmäßigerweise wird das Läuferunterlager im Traggerüst verschiebbar angeordnet.
Das Traggerüst besitzt hierzu ein senkrecht zur Verbindungslinie der beiden auf
die gemeinsame Läuferscheibe wirkenden Triebsysteme verlaufendes Langloch, in dem
das Läuferlager verschiebbar angeordnet ist. Die Verstellung des Läuferlagers erfolgt
dabei
durch eine oberhalb des Traggerüstes angeordnete, das Lager fest umschließende Platte,
die mit Hilfe von Schrauben feststellbar ist, die in ein in Verlängerung des ersten
angeordnetes zweites Langloch eingreifen. Die erfindungsgemäße Anordnung ist besonders
vorteilhaft, weil sie gleichermaßen für Triebsysteme, die in der Weise gemäß Fig.
1 befestigt sind und auch für solche, die mit ihrer Stirnseite am Träger sitzen,
anwendbar ist. Die Mittel zur Einjustierung der Läuferachse sind außerdem besonders
einfach.
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Es ist zwar eine Anordnung bekannt, bei der durch Schrägstellung
des Ankers eines Induktionszählers die einseitig wirkende magnetische Schubkraft
ausgeglichen wird, jedoch ist diese magnetische Schubkraft von vornherein bekannt
und es kann daher von vomherein der Winkel ermittelt werden, um den die Läuferachse
gegen die Senkrechte geneigt sein muß.
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Die Träger des Läufers sind dementsprechend von vornherein so ausgebildet,
daß die gewünschte Schrägstellung der Achse erreicht wird, wenn die Läuferlager
in den Träger eingesetzt sind. Justiermittel für den Läufer sind also nicht erforderlich.
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An Hand der Fig. 2 der Zeichnung, die einen Schnitt durch die Befestigungsanordnung
des Unterlagers des Elektrizitätszählers zeigt, sei die Erfindung näher erläutert.
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Die Läuferachse 15 des Elektrizitätszählers wird von einem Unterlager
11 getragen, das in einer Platte 13 fest angeordnet ist. Die Platte 13 befindet
sich oberhalb eines Traggerüstes 12, das mit zwei Langlöchern 16, 17 versehen ist.
Die Langlöcher liegen in derselben Richtung dicht hintereinander und das Langloch
16 wird von dem Unterlager 11 durchsetzt, während das Langloch 17 Schrauben 14 durchgreifen,
die in die Platte 13 eingeschraubt sind. Bei gelösten Schrauben 14 kann das Unterlager
11 in seinem Langloch 16 in bestimmten Grenzen verschoben werden, so daß dadurch
eine Verlegung der Lagerstelle des Läufers möglich ist. Die Langlöcher 16, 17 sind
so angeordnet, daß sie senkrecht zu der Verbindungslinie der Triebsysteme verlaufen,
d. h., daß durch Verstellung des Unterlagers 11 in dem Langloch 16 eine Einjustierung
des Läufermittelpunktes auf die
Verbindungslinie der beiden Spannungseisen der Triebsysteme
möglich ist. Die Triebsysteme sind also fest an dem Traggerüst angebracht und die
diametrale Lage wird durch Veränderung des Läufermittelpunktes hergestellt. Wenn
die gewünschte Ideallage des Unterlagers erreicht ist, wird die Platte 13 mit Hilfe
der Schrauben 14 am Traggerüstl2 festgemacht, so daß die eingestellte Lage des I
Unterlagers bestehen bleibt.