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DE1126569B - Schneideinrichtung fuer Glasplatten - Google Patents

Schneideinrichtung fuer Glasplatten

Info

Publication number
DE1126569B
DE1126569B DES67921A DES0067921A DE1126569B DE 1126569 B DE1126569 B DE 1126569B DE S67921 A DES67921 A DE S67921A DE S0067921 A DES0067921 A DE S0067921A DE 1126569 B DE1126569 B DE 1126569B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cutting
cutting tools
spindle
spindles
guide
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES67921A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Guenter Hebestedt
Johann Wagner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES67921A priority Critical patent/DE1126569B/de
Publication of DE1126569B publication Critical patent/DE1126569B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B33/00Severing cooled glass
    • C03B33/02Cutting or splitting sheet glass or ribbons; Apparatus or machines therefor
    • C03B33/023Cutting or splitting sheet glass or ribbons; Apparatus or machines therefor the sheet or ribbon being in a horizontal position
    • C03B33/037Controlling or regulating

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description

  • Schneideinrichtung für Glasplatten In der Glasindustrie werden bekanntlich durch GlasziehmaschinenGlasbänder oder -flächen aus dem flüssigen Glas der Schmelzwanne gezogen und am Ende der Glasziehmaschinen in bestimmten Abständen geschnitten, so daß großflächige Glasplatten erhalten werden. Diese Glasplatten werden dann auf einem Schneidtisch durch von Hand betätigte oder ausgelöste Schneideinrichtungen in Streifen geschnitten und diese Streifen in einzelne Scheiben zerlegt. Hierzu sind auf parallelen Führungsschienen geführte Schneidwerkzeuge vorgesehen, die über die Länge der Führungsschienen von Hand oder motorisch geführt sind. Das Unterteilen von Längsstreifen erfolgt meistens von Hand, indem das Schneidwerkzeug durch auf die Glasoberfläche gelegte Schneidlineale gezogen wird. Die so erhaltenen einzelnen Scheiben werden nach den einzeln abgeschnittenen Flächen sortiert und verpackt.
  • Ein solches Verfahren ist aber verhältnismäßig zeitraubend und daher für Glasmaschinen mit großem Mengenausstoß nicht geeignet, da die Weiterverarbeitung des von der Ziehmaschine gelieferten Glases nicht in einem entsprechenden Arbeitstempo erfolgen kann, so daß sich mit der Zeit ein überschuß von unbearbeiteten Glasplatten ergibt, der zu der Notwendigkeit einer Stillsetzung einer oder mehrerer Glasziehmaschinen führen kann. Eine solche Stillsetzung hat aber aus technologischen Gründen große Nachteile und muß daher vermieden werden.
  • Aufgabe der Erfindung ist es nun, die Kapazität der Glasmaschinen voll auszunutzen und die Weiterverarbeitung der anfallenden Glasplatten mit entsprechender Geschwindigkeit zu ermöglichen. Die Unterteilung der Glasplatten, die bisher von Hand erfolgt, soll auf dem wesentlich schnelleren und sichereren automatischen Wege vorgenommen werden. Dies gelingt bei der Schneideinrichtung nach der Erfindung dadurch, daß auf zwei motorisch über Zwischenkupplungen angetriebenen, senkrecht zueinander und parallel zur Glasplatte angeordneten Führungsspindelsätzen geführte Schneidwerkzeuge oder Führungsorgane für diese entsprechend einem vorgewählten Schneidprogramm verstellt und nach Erreichen ihrer Arbeitsstellung von den Spindeln zuerst die dem einen Spindelsatz zugeordneten Schneidwerkzeuge entsprechend der einen Seitenkantenlänge über die Glasplatte und anschließend die dem anderen Spindelsatz zugeordneten Schneidwerkzeuge parallel zur anderen Seitenkante über die Fläche geführt sind.
  • Das entweder von Hand oder z. B. durch vorbereitete Lochkarten eingestellte Schneidprogramm wird in einem datenverarbeitenden Rechner bekannter Art in Stehkommandos für die Antriebe, Kupplungen und Bremsen der Schneideinrichtung umgewandelt. Die Programmierung erfolgt durch Summierung der eingegebenen Scheibenlängen und -breiten und durch Vergleich der jeweiligen Summen dieser Einzelwerte mit den Werten eines oder mehrerer geberbetätigter Längenmesser, die von dem oder den Antrieben für die Schneidwerkzeuge betätigt werden. Sobald die Werte der Längenmesser die von dem Rechner festgelegten Summenwerte der Kantenlängen erreicht haben, wird jeweils das betreffende Schneidwerkzeug stillgesetzt. Hierzu wird der Antrieb des betreffenden Schneidwerkzeuges vor Erreichen der Arbeitsposition auf eine langsame Schleichfahrt umgeschaltet und bei Erreichen der Arbeitsposition das Schneidwerkzeug abgekuppelt und gebremst. Anschließend werden die übrigen Schneidwerkzeuge wieder mit erhöhter Geschwindigkeit weiter in ihre eigenen Arbeitspositionen gefahren. Wenn alle Schneidwerkzeuge ihre Arbeitspositionen erreicht haben, dann werden zuerst die dem einen Spindelsatz zugeordneten Schneidwerkzeuge z. B. dauernd wirksam über die Glasoberfläche geführt und anschließend die dem anderen Spindelsatz zugeordneten Schneidwerkzeuge entweder dauernd oder abwechselnd wirksam über die Glasfläche gezogen. Die abwechselnde Wirksamkeit der Schneidwerkzeuge kann z. B. dadurch erreicht werden, daß die Schneidwerkzeuge magnetisch von der Glasoberfläche entsprechend dem Programm abgehoben werden. Für den Fall, daß das Schneidprogramm weniger Schnitte aufweist, als Schneidwerkzeuge vorhanden sind, so können die nicht benutzten Schneidwerkzeuge durch die Automatik entweder bereits in ihrer Nullstellung abgekuppelt werden, oder sie werden über die ganze Spindellänge hinweggeführt und schalten nach Erreichen eines Endschalters ihren Antrieb ab. Nach erfolgtem Schnitt werden bei Änderung des Schnittprogramms alle Schneidwerkzeuge aus ihrer vorherigen Arbeitsposition wieder selbsttätig in ihre Nullstellung gebracht und von dort aus entsprechend dem neuen Programm verstellt. Dabei haben die einem Spindelsatz zugeordneten Schneidwerkzeuge eine gemeinsame Nullstellung.
  • Für den Fall, daß eine Berücksichtigung von Fehlerstellen in der Glasplatte erfolgen soll, wird selbständig eine Abänderung des Schneidprogramms an die dadurch bedingten veränderten Raumaufteilungen vorgenommen. Hierzu ist die Plattenunterlage rasterförmig unterteilt und die einzelnen Rasterfelder gekennzeichnet. Die Rasterfelder, die von den Fehlerstellen überdeckt werden, werden codiert der datenverarbeitenden Rechenmaschine eingegeben, und diese stellt nach Verarbeitung der Fehlerdaten das Programm so um, daß stets ein Optimum der gewünschten größten Teilscheibenfiächen erhalten wird, d. h., die Glasplatte wird unter Ausschluß der Fehlerstellen in Scheiben der größten gewünschten Flächen unterteilt.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird die Automatik ausgenutzt, um die Scheiben jeweils gleicher Längen und gleicher Breiten zu zählen und zu sortieren. Hierzu wird jedem Förderband und dessen Zuleitungsorgan eine bestimmte Kennziffer zugeordnet. Nach Unterteilung der Glasplatte, in der gemäß dem Programm die einzelnen Teilscheiben eine bestimmte Lage haben, werden unter Ausnutzung der bei der Programmierung gespeicherten Kantenlängen die ablaufenden Teilscheiben gemäß ihrer bestimmten Lage in der Platte an den für eine andere Größe zuständigen Abförderungseinrichtungen vorbeigeführt und nur von der für die entsprechende Scheibengröße bestimmten Abförderungseinrichtung übernommen.
  • An Hand einiger Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung wird nachfolgend die Erfindung näher erläutert.
  • In Fig. 1 liegt die zu unterteilende Glasplatte 1 auf einem Schneidtisch 2, der in nicht dargestellter Weise rasterförmig aufgeteilt ist, wobei jeder Raster mit einer Kennziffer versehen ist. Der Quer- und Längskante des Schneidtisches 2 sind Spindelsätze 3 und 4 zugeordnet, die z. B. jeweils fünf Führungsspindeln 3 a bis 3 e und 4 a bis 4 e enthalten. Jede der Führungsspindeln ist über eine Kupplung 5 a bis 5 e bzw. 6 a bis 6 e mit einem Getriebe 7 gekuppelt, das von einem Motor 8 angetrieben wird. Außerdem ist mit dem Getriebe 7 über eine weitere Kupplung 9 ein Längenmeßgeber 10 verbunden. Auf jeder Spindel ist ein Schneidwerkzeug 1.1 a bis 11 e bzw. 12 a bis 12 e geführt nach Art einer Wandermutter, so daß das Schneidwerkzeug bei Verdrehen der Spindel auf dieser entlangwandert. Jedem Spindelsatz ist ferner ein Endschalter 13 bzw. 14 zugeordnet, der jeweils von einem Schneidwerkzeug bei Erreichen der Endlage betätigt wird und dabei den Antrieb für den Spindelsatz oder die einzelne Spindel unterbricht, so daß das Schneidwerkzeug in seiner Endlage verbleibt. Das Getriebe 7 ist so ausgelegt, daß die Spindeln eines Spindelsatzes mit gleichem Drehsinn und gleicher Geschwindigkeit umlaufen, d. h. daß die Schneidwerkzeuge oder ihre Führungsorgane von der gemeinsamen Nullstellung aus mit gleicher Geschwindigkeit und in gleicher Richtung in ihre jeweiligen Arbeitspositionen wandern. Die Schneidwerkzeuge oder ihre Führungsorgane laufen dabei auf nicht dargestellten, parallel zu den Spindeln liegenden Laufstangen.
  • Durch die weiter unten noch angegebene Automatik werden entsprechend dem eingegebenen Schneidprogramm die einzelnen Schneidwerkzeuge oder ihre Führungsorgane mit einer entsprechenden Stellgeschwindigkeit an die Arbeitsposition herangebracht. Kurz vor Erreichen der Arbeitsposition wird der Antrieb 8 jeweils auf Schleichfahrt umgeschaltet und bei Erreichen der Arbeitsposition die Kupplung der betreffenden Spindel oder Spindeln gelöst und das Schneidwerkzeug bzw. das Führungsorgan durch eine Bremse 15 a bis 15 e bzw. 16 a bis 16e gestoppt und auf der Laufstange festgehalten. Bei z. B. nur vier Schnitten wird das fünfte Schneidwerkzeug dagegen bis in die Endlage gefahren und löst dort durch Betätigen des Endschalters 13 bzw. 14 die Stillsetzung der betreffenden Spindel aus.
  • Wenn alle Schneidwerkzeuge oder Führungsorgane in ihrer Arbeitsposition sind, beginnt der eigentliche Schneidvorgang. Hierzu kann jeder Spindelsatz für sich allein durch einen nicht dargestellten Antrieb über die Glasplatte 1 hinweggeführt werden, wobei zuerst der eine Spindelsatz insbesondere verstellt wird und nach Zurückkehren in seine Ausgangsstellung der andere Spindelsatz in entsprechender Weise über die Glasplatte geführt wird. Beim ersten Spindelsatz werden dabei die Schneidwerkzeuge über die ganze Breite der Glasplatte wirksam, während beim zweiten Spindelsatz die Schneidwerkzeuge gegebenenfalls auch nur abschnittsweise wirksam sind. Hierzu werden die Schneidwerkzeuge unter einem für den Schneidvorgang ausreichenden Druck auf der Glasplatte aufgesetzt und geführt. Es entstehen somit zuerst z. B. zur Querkante parallel liegende, über die ganze Breite durchgehende Schnitte und anschließend über die ganze Länge durchgehende oder nur über die Breite einzelner Querstreifen sich erstreckende Längsschnitte, so daß Glasscheiben verschiedenen Flächeninhalts und verschiedener Kantenlängen erhalten werden, die entsprechend dem Schneidprogramm eine ganz bestimmte Lage in der Glasplatte einnehmen.
  • Zur Umsetzung des Schneidprogramms in entsprechende Betätigung der Schneidwerkzeuge bzw. ihrer Führungsorgane werden die Spindelkupplungen sowie die Bremsen und das Getriebe sowie gegebenenfalls der Motor in Stellabhängigkeit von der Automatik gebracht. Diese Automatik summiert die eingegebenen Kantenlängen und vergleicht ihre Werte mit den von dem Geber 10 betätigten Längenmesser herrührenden Längenangaben, um die die Schneidwerkzeuge oder ihre Führungsorgane von der Nulllinie entfernt sind. Da die Glasplatte zu dem Schneidtisch eine bestimmte Zuordnung hat, ist durch den Vergleich beider Größen die Lage der Schneidwerkzeuge zur Glasplatte eindeutig gegeben.
  • Die Automatik zur Betätigung der in Fig. 1 angegebenen mechanischen Einrichtung ist in Fig.2 schematisch dargestellt. Auf einem Pult 20, das in der Fig.3 noch näher dargestellt ist, werden beispielsweise von Hand oder über entsprechend vorbereitete Lochkarten die Kantenabmessungen der gewünschten Teilscheiben eingegeben und diese Werte codiert einem Rechner 21 zur automatischen Zustellung der Schnitte und von dort einer Zustelleinrichtung22 zur Einstellung der Schnitte zugeführt. Der Rechner 21 bestimmt auf Grund der angegebenen Kantenlängen die Einstellung der Schnitte für die Länge des Weges, den die Schneidwerkzeuge von ihrer Nullstellung aus bis in ihre Arbeitsposition zurücklegen müssen. Diese Summenwerte werden auf die Auswertungseinrichtung 23 gegeben, die außerdem auf einer vom Geber 10 beeinflußten Längenmeßeinrichtung 24 abhängig ist. Die vom Längenmesser herkommenden Daten werden in der Auswertungseinrichtung mit den von der Zustelleinrichtung herkommenden Daten verglichen und ergeben bei übereinstimmung beider Daten einen Befehl für Bremsen, Kupplung und Schneidwerkzeuge in der vorbestimmten Reihenfolge.
  • Das Pult 20 ist in Fig. 3 noch näher gezeigt.
  • Das Steuerpult 20 trägt eine Anzahl von handbetätigten Tastern 30 zur dekadischen Eingabe der gewünschten Kantenlänge. Für den Fall, daß die Glasplatte Kantenlängen von einigen Metern hat, werden die Taster in dekadischen Gruppen für mm, cm, dm und m unterteilt, die mit E (Einer), Z (Zehner), H (Hunderter) und T (Tausender) bezeichnet sind. Da jede Dekade bekanntlich eine Ziffernfolge von 0 bis 9 aufweist, sind die E-, H-, Z- und T-Tasterkolonnen in Reihen aufgelöst, die mit 0 bis 9 bezeichnet sind. Zur Positionierung der Schneidwerkzeuge werden zuerst z. B. die Längskantenlängen der gewünschten Teilscheiben eingegeben, indem die entsprechenden Taster der betreffenden Kolonnenreihen gefügt werden. Der Rechner wandelt diese Scheibengrößen in Positionsdaten für die Schneidwerkzeuge um. Zum Beispiel wird bei 25 Einzelscheiben zuerst die Länge der Glasplatte in fünf Teile verschiedener Länge unterteilt, wobei die Kantenlängen der einzelnen Teilscheiben als Summe für die Auswertung zur Verstellung der Schneidwerkzeuge auftreten. In entsprechender Weise werden auch die Querkantenabmessungen festgelegt.
  • Zur Anzeige und selbsttätigen Zustellung der Werte zur Längenmeßeinrichtung dienen Anzeigeröhren, die - wie weiter unten noch näher angegeben ist - als Schaltorgane mitbenutzt sind. Die Anzeigeröhren sind gesondert für die Längs- und Querschnitte für jede Dekade vorgesehen und mit LS bzw. QS und den Ordnungsziffern 1 bis 5 entsprechend den jeweils fünf Schneidwerkzeugen bezeichnet. Es gehören entsprechend den vier Dekaden stets vier Röhren zu einer Anzeige einer Kantenlänge. Die Aufgabe und Wirkungsweise der Röhren wird ebenfalls weiter unten noch näher erläutert.
  • Des weiteren befinden sich auf dem Steuerpult 20 ein Wählschalter 31 zur Stillsetzung der gesamten Automatik und Fahren der Anlage mit Hand. Ferner ist ein weiterer Wählschalter 32 zur Umschaltung der Zustellung für Längs- und Querschneiden angeordnet. An Stelle der Handbetätigung für die Zustellungsänderung kann jedoch in Abhängigkeit von der Beendigung des einen Einstellvorganges der andere auch selbsttätig ausgelöst werden. Ein Löschtaster 33 dient zur Löschung der eingegebenen Werte in jedem beliebigen Zeitpunkt, insbesondere bei Änderung des Schneidprogramms oder bei fehlerhafter Betätigung der Taster 30. Weiterhin sind noch Taster 34 a bis 34 e vorgesehen, die die Einstellung der Schneidwerkzeuge, nach Umschaltung des Wählschalters 31 auf Handbetrieb, von Hand nach Augenmaß vorzunehmen gestatten.
  • Ein Anfahrschalter 35 muß jeweils nach Drücken von vier der Taster 30 gedrückt werden, um die Zustellung in der Automatik ordnungsgemäß sicherzustellen. Man kann aber durch Einfügen einer zusätzlichen Wähleroperation mit nur einer einmaligen Betätigung des Anfahrtasters auskommen.
  • In den Fig.4 und 5 ist ein Ausführungsbeispiel einer Automatik für die Schneideinrichtung gezeigt, die aus an sich bekannten, z. B. bei der Kühlbettsteuerung verwendeten Schaltungsanordnungen besteht.
  • Zur Kantenlängenvorgabe in der einen Kantenrichtung der Glasplatte werden die entsprechenden Einer-, Zehner-, Hunderter- und Tausendertaster gedrückt, wie dies nur für die »Einerstelle« nachfolgend näher gezeigt ist. Die »Einerstelle« soll z. B. 5 sein, während die Größenordnung der Zehner-, Hunderter-und Tausenderstellen hier außer acht gelassen werden sollen. Durch Drücken des nicht gezeigten Tasters E 5 werden alle Relais B 1 bis B 5, infolge der Anordnung der Sperrglieder G 1, aber nur diese, angezogen und halten sich über einen Selbsthaltekontakt b 11 bis b 51 so lange, wie die in Reihe liegenden Kontakte a 1 bis a 5 geschlossen sind, die Ruhekontakte der Relais A 1 bis A 5 darstellen. Mit dem Ansprechen der Relais B 1 bis B 5 haben die Kontakte b 13 bis b 53 geschlossen und den Stromkreis für den Wähler W hergestellt, der über den Ruhekontakt wn eines Nachfolgerelais WN geführt ist. Der Wähler W spricht an und schiebt seinen Kontakt w" von der Nullstellung auf die Stellung 1. Somit wird das Relais A 1 betätigt, da der Arbeitskontakt b 1z des Relais B 1 geschlossen ist. Mit dem Ansprechen des Relais A 1 wird durch a 1 der Selbsthaltestromkreis für das Relais B 1 geöffnet und die Kontakte b 11 bis b 13 in ihre Ausgangsstellung zurückgebracht. Der Wähler W steuert über seinen Arbeitskontakt w' das Nachfolgerelais WN, das im gleichen Rhythmus wie das Nachfolgerelais WN1 und somit wie das Relais W 1 arbeitet. Der Wähler W 1 bringt demnach seinen Kontakt w 1" auf die Stellung 1 der Kontaktbänke W 1/1 bis W 1/5. Dieser Vorgang wiederholt sich, bis sämtliche Relais B 1 bis B 5 durch die Relais A 1 bis A 5 abgeworfen sind, so daß im Endeffekt die Kontakte w 1" auf der Stellung 5 stehenbleiben. Der Wähler W wird jedoch im Gegensatz zum Wähler W 1 durch einen nicht dargestellten, an sich allgemein bekannten Wählerrücklauf in die Nullstellung gebracht. Für die Recheneinrichtung der übrigen Dekaden ergibt sich entsprechend der vorgewählten Kantenlänge eine entsprechende Wirkungsweise, die zu einer entsprechenden Verstellung der den Kontakten w 1" entsprechenden Wählerkontakte führt. Die Zustellung und Vergleichsmessung bis zur Auswertung sind der Einfachheit halber nur für die erste Dekade der fünf Schneidwerkzeuge, z. B. Längsrichtung, gezeigt; die Dekadenzustellung ist mit D 1/1 bis D 1/5 bezeichnet. Nach jeder zu einer Kantenlänge gehörenden Einstellung der vier Dekadentaster der genannten Art wird die in Fig. 3 mit 35 bezeichnete Anfahrtaste gedrückt, die einen nicht dargestellten Wähler um einen Schritt weiterschaltet. Dieser Wähler schaltet der Reihe nach eine der Zahl der Schneidwerkzeuge entsprechende Anzahl von einem nicht dargestellten Relais, dessen Kontakte r 1 bis r 5 (bzw. bei Querschnitt bis R 10) in den einzelnen Stromkreisen der Wählerkontaktbänke W111 bis W115 (bzw. W1110), die die Anzeigeröhren K 11 bis K 11o, K21 bis K21, usw. bis K4., bis K4" betätigen. Die Röhren K 11 usw. sind mit den Röhren LS und QS in Fig. 3 identisch. Somit werden die einzelnen Anzeigeröhren über die Wählerkontakte w 1" bis w4"' in der angewählten Schaltstufe gezündet und schalten unter Anzeige einen Stromkreis für die einzelnen Dekaden der an sich bekannten L'ängenmeßeinrichtung 24, die aus Röhren oder Halbleiterschaltungen bekannter Art aufgebaut sein kann. Der Längenmeßeinrichtung 24 werden in an sich bekannter Art vom Geber 10 herrührende Längeneinheiten in Impulsform, z. B. 0,5 mm für jeden Impuls, zugeführt. Dieser Längeneinheit entspricht genau eine gleiche Verstellung eines Schneidwerkzeuges auf seiner Spindel. Die vom Geber 10 herrührenden Impulse werden in der Längenmeßeinrichtung 24 summiert und bei Erreichen der vorgewählten Schnitte zum Bremsen und Entkuppeln des Schneidwerkzeuges herangezogen unter gleichzeitiger Verminderung der Antriebsgeschwindigkeit, indem die nachgeschaltete Auswertungseinrichtung entsprechend beeinflußt wird, und zwar in der Reihenfolge der Schneidwerkzeuge 1 bis 5 in Längsrichtung und der Schneidwerkzeuge 1 bis 5 in Querrichtung.
  • Hierzu werden die von den Röhren K 11 usw. über Schwellwertglieder Sch auf einen Halbleiterschalter T1/1 Spannungen gegeben, die nur bei gleichzeitigem Auftreten der von der Längenmeßeinrichtung 24 herkommenden Spannungen den Schwellwert gemeinsam übersteigen und zum Sperren des Halbleiterschalters T 1/1 führen. Entsprechendes gilt für die übrigen Dekaden, so daß nach Durchgabe der vier Dekadenwerte sämtliche Schalter T2/1 bis T4,11 ebenfalls sperren und dadurch der Hauptschalter TH/1 öffnet und das Relais Sch 1 anzieht. Dieses Relais schaltet die Kupplung und Bremse des ersten Schneidwerkzeuges ein, so daß dieses in seiner vorgegebenen Arbeitsposition verbleibt.
  • Wie bereits erwähnt, muß der Anfahrtaster nach jeder gewählten Kantenlänge betätigt werden, wenn nicht in Abhängigkeit von den Relais B 1 bis B 9 eine selbsttätige Weiterschaltung der Eingaben für die Kantenlängen über weitere nicht dargestellte Wählereinrichtungen ermöglicht wird: Für jedes Schneidwerkzeug ist eine solche Teilauswertung 23/1 bis 23/5 ... 23/10 vorgesehen, die von den verschiedenen Kontaktbänken der verschiedenen Dekadenwähler zugestellt und von der gemeinsamen Längenmeßeinrichtung im genannten Sinne gesteuert werden.
  • Die Dekadenwähler für die Einer-, Zehner- und Hunderterdekaden haben je ein Fortschaltrelais XE, XZ und XH, deren Kontakte xe, xz und xla in an sich bekannter Weise jeden zehnten Impuls des Wählers der vorhergehenden Dekade zur Weiterschaltung der folgenden Dekadenwähler um einen Schritt auswerten.
  • Für die Herbeiführung der Schleichfahrt wird eine Schaltung nach Fig. 5 zusätzlich benötigt, wobei die Impulsgabe vom Rechner etwas vorverlegt wird.
  • Mit der beschriebenen Einrichtung können in beiden Richtungen durchgehende Schnitte nach dem gewünschten Programm erhalten werden. Um in einer oder beiden Schneidrichtungen intermittierende Schnitte zu fahren, ist es nur notwendig, für jede Schnittrichtung einen weiteren Längenmesser mit Geber und eine zusätzliche Anwahlsteuerung für die Schneidwerkzeuge vorzusehen, die angibt, in welchen Querschnitten die Schneidwerkzeuge aufgedrückt oder abgehoben werden sollen. Zur Betätigung der zusätzlichen Anwahlsteuerung sind am Steuerpult weitere Taster vorzusehen, die nach den Tastern für Schnittanwahl zu betätigen sind. Auch diese Taster können durch Lochkarten gesteuert werden.
  • Die Anordnung nach der Erfindung eignet sich auch zum Zerschneiden anderer Materialien wie Glas, z. B. Papier, Pappe, Blech usw.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Schneideinrichtung zur Aufteilung von ruhenden Glasplatten in Teilscheiben, gekennzeichnet durch zwei motorisch über Zwischenkupplungen (5 a bis 5 e; 6 a bis 6 e) angetriebene, senkrecht zueinander und parallel zur Glasplatte (1) angeordnete Führungsspindelsätze (3, 4) mit jeweils mehreren Spindeln (3 a bis 3 e; 4 a bis 4 e), auf denen Schneidwerkzeuge (11a bis 11e; 12a bis 12e) oder deren Führungsorgane ver- und einstellbar angebracht sind und sowohl die Schneidwerkzeuge in ihre jeweilige Arbeitsstellung als auch die Spindelsätze nacheinander über die Glasfläche parallel zur entsprechenden Seitenkante bewegbar sind.
  2. 2. Schneideinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine von Hand oder über einen Programmgeber (20) beeinlußte, die einzelnen Schneidwerkzeuge (11a bis Il e; 12a bis 12e) steuernde Zustellungseinrichtung (21, 22) ihre Programmwerte mit denen einer vom Antrieb (7, 8) für die Führungsspindeln (3, 4) abhängigen Längenmeßeinrichtung (10, 24) vergleicht und in Abhängigkeit davon die Stillsetzung der Spindeln nacheinander entsprechend dem Schneidprogramm veranlaßt.
  3. 3. Schneideinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in Abhängigkeit von den Vergleichswerten beider Einrichtungen (21, 22, 10, 24) die dem zweiten Spindelsatz zugeordneten Schneidwerkzeuge nur in Teilbereichen der Fläche zwischen mindestens zwei senkrecht dazu verlaufenden Schnitten wirksam. gemacht sind, dagegen während der übrigen Laufzeit der Schneidwerkzeuge über die Glasplatte unwirksam gemacht sind. -1.
  4. Schneideinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidwerkzeuge in Richtung senkrecht zur Plattenebene magnetisch verstellbar sind, derart, daß die Schneidwerkzeuge auf die Glasoberfläche unter Druck aufgesetzt oder von ihr abgehoben werden.
  5. 5. Schneideinrichtung nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Spindelsatz (3, 4) ein Endschalter (13, 14) zugeordnet ist, der bei Betätigung durch ein Schneidwerkzeug (1I., 12) oder dessen Führungsorgan den Antrieb (8) für die Spindel oder den Spindelsatz stillsetzt.
  6. 6. Schneideinrichtung nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidwerkzeuge (11, 12) oder deren Führungsorgane eines Spindelsatzes (3, 4) Bremsvorrichtungen (15, 16) aufweisen, die zusammen mit den Kupplungen (5, 6) der betretenden Spindeln bei Erreichen der im Programmgeber (20) vorgewählten Arbeitsposition der Schneidwerkzeuge bzw. ihrer Führungsorgane ausgelöst werden, derart, daß die Schneidwerkzeuge genau ihre Arbeitsposition einnehmen.
  7. 7. Schneideinrichtung nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindeln beider Spindelsätze (3, 4) unter Zwischenschaltung eines Getriebes (7) von einem gemeinsamen Motor (8) angetrieben sind und der Antriebsmotor bei Annäherung jedes Schneidwerkzeuges in seine Arbeitsposition vorübergehend eine im Vergleich zur Stellgeschwindigkeit langsame Geschwindigkeit vor Stillsetzung bei Erreichen der Arbeitsposition eines der Schneidwerkzeuge oder Führungsorgane annimmt.
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