DE1124860B - Erhoehung der Wasserfestigkeit hydraulisch erhaertender Stoffe - Google Patents
Erhoehung der Wasserfestigkeit hydraulisch erhaertender StoffeInfo
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- C04B24/40—Compounds containing silicon, titanium or zirconium or other organo-metallic compounds; Organo-clays; Organo-inorganic complexes
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Description
- Erhöhung der Wasserfestigkeit hydraulisch erhärtender Stoffe Es ist bekannt, Alkalimethylsiliconate in fester Form oder als Lösung zum Wasserabstoßendmachen von Hausfassaden, Mauerwerk oder anderen anorganischen Stoffen zu verwenden. Die hierbei erzielten Wirkungen sind außerordentlich gut, doch haben sich bei der Verarbeitung gewisse Nachteile ergeben. So tritt z. B. beim Zusatz von Natriummethylsiliconat zu Mörtel oder Zementmischungen eine Störung des kolloidalen Systems ein, die sich durch eine starke Viskositätsänderung kenntlich macht. Das feste, pulverförmige Alkalimethylsiliconat ist insofern schwierig zu verarbeiten, als es in feinverteilter Form starken Hustenreiz hervorruft. Außerdem ist bekannt, festes Methylpolysiloxan als Zusatz zu Baustoffen zu verwenden, um die Wasserfestigkeit zu verbessern. Dieses Siloxan hat aber den Nachteil, daß von ihm im Vergleich zu Alkalimethylsiliconat größere Mengen benötigt werden, um die gleiche wasserabstoßende Wirkung zu erreichen; denn das Siloxan ist auch in alkalischem Medium sehr schwer löslich.
- Gemäß vorliegender Erfindung hat sich die Verwendung von solchen festen Methylpolysiloxanen, welche Siloxaneinheiten mit unmittelbar an Silicium gebundenem Wasserstoff der Formel CH,HSiO enthalten, als besonders vorteilhaft zur Erhöhung der Wasserfestigkeit von hydraulisch erhärtenden Stoffen erwiesen. Die Wirkung beruht darauf, daß sich derartige SiH-haltige Siloxane in pulverförmigem Zustand sehr leicht und gleichmäßig in dem Stoffgemisch verteilen lassen. Durch alkalisch reagierende Stoffe, wie sei bei Mörtel, Zement und anderen kalkhaltigen hydraulisch abbindenden Mischungen vorliegen, wird der Wasserstoff aus der Si H-Bindung in Freiheit gesetzt, so daß eine sofortige Reaktion des Siliciums und damit eine schnelle Lösung oder feinere Verteilung mit den anderen in der Mischung enthaltenen Stoffen erzielt wird. Man erhält dadurch eine bessere und schnellere Wirkung und kommt mit geringeren Siliconmengen aus. Bereits Mengen von nur 0,05 °/o hydrophobieren z. B. einen Putz bereits nach kurzer Zeit, während SiH-freies Siloxan erst bei 10/0 nach der gleichen Zeit eine Wirkung erkennen läßt.
- Der Gehalt an Si H-Gruppen in den erfindungsgemäß verwendeten Siloxanen kann zwischen 1 und 700/" vorzugsweise 5 und 300/" bezogen auf den Gesamt-Si-Gehalt, liegen. Darüber hinaus kann das polymere Silicon auch tetrafunktionelle Siliciumeinheiten bis zu 10"/, enthalten, ohne daß dadurch die Wirksamkeit herabgesetzt wird.
- Die Herstellung des Siliconpolymeren erfolgt in an sich bekannter Weise durch Hydrolyse von bei der Direktsynthese aus Silicium mit Chlormethyl entstehendem Methyldichlorsilan oder dieses enthaltenden Chlorsilangemischen. Ein besonderer Vorteil besteht darin, daß auf die Reinheit der Produkte kein besonderer Wert gelegt zu werden braucht.
- Die Hydrolyseprodukte der Si H-haltigen Methylchlorsilane sind genau so haltbar wie die SiH-freien Methylpolysiloxane und auch ohne Mahlung verwendbar. Sie werden beim Anmachen von hydraulischen Baustoffen, wie Mörtel, Beton und Kalkanstrichen, diesen zugesetzt, können aber auch schon vorher den festen Bestandteilen der Baustoffe beigemengt werden. Besonders eignen sie sich auch zum Wasserfestmachen von sogenannten Edelputzen. Die benötigten Mengen betragen in der Regel etwa 0,05 bis 501, bezogen auf das Trockengewicht der Mischungen. Eine gleichmäßige Verteilung ist zweckmäßig, um eine günstige Wirkung zu erzielen.
- Beispiel 1 Es wird ein Kalkmörtel aus 1 kg Weißkalk und 2,5 kg Sand mit Wasser angerührt. Aus diesem Mörtel werden Proben mit einem Zusatz von 0 g, 3 g, 7,5 g, 15 g und 30 g pulverförmigem Methylpolysiloxan, enthaltend 200/0 H-Siloxan-Einheiten, hergestellt. Nach dem Trocknen der Proben ist deutlich zu erkennen, daß schon ein Zusatz von 3,0g Siloxan eine deutliche Verbesserung des Wasserfestigkeit gibt, während bei 7,5 g Zusatz die Saugfähigkeit des Mörtels nur noch ganz gering ist.
- Beispiel 2 100 kg Portlandzement, 300 kg getrockneter Sand und 2 kg pulverförmiges Methylpolysiloxan, hergestellt durch Hydrolyse von 80 Gewichtsteilen Methyltrichlorsilan, 13 Gewichtsteilen Monomethyldichlorsilan und 7 Gewichtsteilen Siliciumtetrachlorid, werden in einem Mischer trocken gemischt und dann mit Wasser zu Einer Zementmischung verarbeitet. Der aus dieser Mischung hergestellte Zementestrich zeigt eine ausgezeichnete Wasserfestigkeit.
- Beispiel 3 Aus 50 kg Weißkalk, 3 Teilen Oxydgrün und 2 kg Kasein wird mit Wasser ein Fassadenanstrich angerührt. Die Hälfte dieses Anstrichs wird mit 100 g feinpulverisiertem Methylpolysiloxan gemäß Beispiel 1 versetzt und gut durchgemischt. Auf eine verputzte Hauswand aufgetragen, zeigt der Anstrich mit Zusatz von Siloxan eine bedeutend bessere Wasserfestigkeit als der Anstrich ohne Zusatz oder unter Zusatz von SiH-freiem Methylpolysiloxan.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verwendung von pulverfönnigen Si H-Gruppen enthaltenden Methylpolysiloxanen zur Erhöhung der Wasserfestigkeit hydraulisch erhärtender Stoffe.
- 2. Verwendung von SiH-Gruppen enthaltenden Methylpolysiloxanen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß 0,05 bis 5 °/o, bezogen auf das Trockengewicht der Mischung, angewendet werden.
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