DE11202C - Verschlufs von Schaufenstern, Magazinthüren u. s. w. durch hohle Schlagläden - Google Patents
Verschlufs von Schaufenstern, Magazinthüren u. s. w. durch hohle SchlaglädenInfo
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- E06—DOORS, WINDOWS, SHUTTERS, OR ROLLER BLINDS IN GENERAL; LADDERS
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- E06B9/06—Shutters, movable grilles, or other safety closing devices, e.g. against burglary collapsible or foldable, e.g. of the bellows or lazy-tongs type
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Description
1880.
Klasse 87.
PIERRE BODIN in BORDEAUX (Frankreich).
Verschlufs an Schaufenstern, Magazinthiiren u. s. w. durch hohle Schlagläden.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. April 1880 ab.
Der vorliegende Verschlufs von Schaufenstern, Magazinthüren u. s. w. durch hohle Schlagläden
ist in der Zeichnung dargestellt.
Fig. ι Ansicht des Verschlusses.
Fig. 2 Horizontalschnitt in der Richtung der Linie 1-2.
Fig. 3 Seitenansicht, die Füllung der Laibung abgehoben gedacht.
Fig. 4 Horizontalschnitt, gleichfalls in der Richtung der Linie 1-2 mit zusammengelegten
Läden.
„ In Fig. 2 ist die Art des Zusammenfalten
der Läden gezeichnet und in Fig. 4 die Lage der zusammengefalteten Läden, wie sie in die
Laibung des Schaufensters eingeschoben werden, dargestellt.
Fig. 5 zeigt die Befestigung der Scharniere und die Art und Weise der selbstthätigen Befestigung.
Jeder Schlagladen besteht aus den beiden Blechen α a\ Fig. 5, einem inneren und einem
äufseren, welche, mehr oder weniger von einander entfernt, den freien Raum b zwischen
sich haben; dieselben sind auf einem eisernen Rahmen befestigt, dessen senkrechte Rippen c
sich genau treffen, um die Fugen hermetisch zu verschliefsen. Je nach der Breite des Schlagladens
sind kleine .Zwischenständer d, Fig. 1
und 2, von beliebigem Querschnitt zwischen die Bleche eingeschoben.
Mittelst der Scharniere / sind die Läden mit einander verbunden; diese Scharniere sind so
angebracht, dafs ein leichtes und bequemes Zusammenfalten der Läden ermöglicht ist. Jeder
Schlagladen ist aufserdem oben und unten mit Haken oder Agraffen g versehen, deren Bogenschlag
concentrisch zu dem der Scharniere ist. Auf diese Weise findet ein Festhaken der Läden
in selbstthätiger Weise in den Schliefshaken h, die an der Hauptfacade festsitzen, statt.
Diese Schliefshaken stehen : nur sehr wenig
vor, um den Raum der zurückgeklappten Schlagläden auf ein Minimum zu reduciren. Der
erste Schlagladen hat keinen Hakten und der
letzte wird mittelst eines Bolzens e festgelegt.
Der erste Schlagladen ist mittelst der Scharniere / am Ständer m aus Winkeleisen, der in
der Laibung A sitzt, befestigt; dieser Ständer hat an seinen Enden die Sohlen η η, in denen
die Dorne q q sitzen. Der Ständer ni wird in
seiner verticalen Ebene verschoben, damit er dem ersten Laden und die Scharniergelenke /
der Füllung B der Laibung sich nähern können.
Die Sohlen η sind von einer senkrechten Welle r durchbohrt, auf welcher die beiden'
Zahnräder// sitzen; die Welle befindet sich in der verticalen Ebene der Dorne q q. Letztere
und ebenso die Welle r laufen in einer länglichen Aushöhlung der Platten s s. Diese Platten
sind an den Enden der Klauen tt befestigt, die in der Mauer M sitzen. An den Platten s
sind die Zahnstangen χ χ' befestigt; die untere χ
bildet mittelst einer Laufschiene y die Laufbahn für die gekehlte Scheibe i, deren Axe von der
am Ständer m befestigten Platte j getragen wird. Die Zahnräder pp greifen in ihre bezw.
Zahnstangen ein, so dafs, wenn das eine sich dreht, das andere sich gleichfalls drehen mufs,
wodurch ein gleichmäfsiger Gang des Ständers m erzielt wird, an welchem der erste Laden ν
sitzt.
Die Fig. 1 und 2 machen klar, dafs der ganze zusammengefaltete Schlagladen von der
Rolle i getragen wird, dafs die Räder p p deshalb in die Zahnstangen χ χ' eingreifen, um
Unregelmäfsigkeiten zu Verhüten und schliefslich, dafs man mittelst der Schraube u, welche der
verticalen Welle r als Angelzapfen dient, die Reibung bei der Bewegung auf ein Minimum
reduciren kann (s. Theilschnitt Fig. 3).
Die Handhabung des Ganzen geschieht in sehr einfacher Weise. Nachdem man die einzelnen
Schlagläden zusammengelegt hat, beschreibt man mit denselben einen rechten Winkel
und stöfst das . Ganze in die Fensterlaibung hinein.
Als die hauptsächlichsten Vortheile dieser Anordnung wird hervorgehoben:
1. Die hohlschnittförmigen eisernen Fensterläden sind leicht und haben eine grofse Widerstandsfähigkeit; ihre geringe Dicke erlaubt, dieselben
in den Laibungen der Nischen zu verbergen, da sie nur sehr wenig Raum einnehmen.
An Orten, die mehr der Hitze ausgesetzt sind, können diese Hohlräume mit Kork oder Sägespänen
ausgefüllt werden.
2. Durch das Festhaken der Läden in die hierzu bestimmten Haken, welches in selbstthätiger
Weise beim Auf- und Zuklappen der Läden vor sich geht, werden alle Schlösser und
Claims (4)
- übrigen Verschlufsvorrichtungen vermieden; ein oder mehrere Bolzen, die am letzten Schlagladen angebracht sind, reichen hin, um die ganze abgewickelte Ladenfläche sicher festzu- - legen.
- Für die isolirten Theile, welche keinen Ständer in den Axen der grofsen Spiegelscheiben haben, genügt es, wenn der letzte Schlagladen auf z. B. ίο cm Breite reducirt wird und sich mittelst oben und unten angebrachter Agraffen und eines im inneren AVinkel angebrachten Bolzens einhakt.
- 3. Die Führung der horizontalen Zahnstangen erhält die gemeinschaftliche Axe der beiden Zapfen in ihrer senkrechten Lage; dieselbe verhindert jedes Abweichen des Trägers, an welchem die Welle der Zapfen sitzt; sie gestattet jede freie Bewegung. Diese Bewegung wird durch eine Rolle vermittelt und kann mit grofser Leichtigkeit stattfinden.Diese beschriebene Führung ist in ihrem Princip bei Salon-, Zimmer-, Zellen-, Remise-, Stall-, Waggonthüren u. s. w. anwendbar. Reducirt man die Einrichtung auf Zahnstange und Rad, so kann die Führung auch an Schubladen, Jalousien u. s. w. angebracht werden.Pate nt-An s ρ rüche:Ein Verschlufs für Schaufenster, Magazinthüren etc., im wesentlichen:1. Eine beliebige Anzahl von senkrechten, eisernen, hohlen Schlagläden, die mittelst Scharniere so. befestigt sind, dafs ein normales Auseinanderschlagen und Zusammenfalten ermöglicht wird.2. Die Anbringung von Agraffen bezw. Haken an den hohlen Schlagläden, welche sich in selbstthätiger Weise in die am Hause angebrachten Einfallhaken einlegen.3. Die Befestigung des ersten Schlagladens mittelst Scharniere an einem in der Laibung angebrachten Ständer, welcher den zusammengefalteten Läden als Träger dient, dergestalt, dafs die Läden von diesem Ständer, der auf Rollen ruht, in das Innere der Laibung eingeführt werden, und zwar vermittelst zweier auf derselben verticalen Welle sitzender und in zwei horizontale Zahnstangen eingreifender Räder.
- 4. Die Anwendung der Supportführung auch bei Salonthüren, Schubladen, Jalousien etc., die in der verschiedenartigsten Weise stattfinden kann.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
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