DE1115834B - Quetschtrimmerkondensator - Google Patents
QuetschtrimmerkondensatorInfo
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Classifications
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- H01G—CAPACITORS; CAPACITORS, RECTIFIERS, DETECTORS, SWITCHING DEVICES, LIGHT-SENSITIVE OR TEMPERATURE-SENSITIVE DEVICES OF THE ELECTROLYTIC TYPE
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Description
- Quetschtrimmerkondensator Die Erfindung betrifft einen Quetschtrimmerkondensator, bestehend aus einer Isolierstoffträgerplatte, die auf einer Seite einen Metallüberzug als feste Elektrode sowie unter Zwischenschaltung einer das Dielektrikum bildenden dünnen Isolierschicht ein die bewegliche Elektrode bildendes metallisches Federelement trägt, das mittels Einstellschrauben verstellt wird.
- In nachrichtentechnischen Geräten, z. B. in Rundfunk- oder Fernsehgeräten, finden bekanntlich kapazitive Einstellelemente Verwendung, mittels welcher elektrische Schaltungen auf genaue Sollwerte eingestellt werden können:. Wohl am häufigsten finden diese als Trimmer bekanntgewordenen Einstellkondensatoren Verwendung zum Ausgleich der Streuungen von Elektronenröhren bezüglich ihrer elektrischen Daten. In grober Annäherung läßt sich die Anzahl der erforderlichen Trimmerkondensatoren an Hand der für ein Gerät erforderlichen Verstärkerröhren abschätzen. Ihrem technischen Verwendungszweck entsprechend, müssen diese Trimmer an leicht zugänglichen Stellen eingebaut werden, da sie im eingebauten und betriebsmäßigem Schaltzustand abzugleichen sind. Eine fliegende Anordnung, beispielsweise im Zug einer Leitung, ist unzweckmäßig, da bei Betätigung der Trimmer die Verbindungsleitungen in ihrer geometrischen Anordnung und damit die Schaltkapazitäten und Induktivitäten verändert werden können. Die Trimmerkondensatoren sind daher nicht nur leicht zugänglich, sondern im allgemeinen starr zu montieren.
- Es sind bisher zahlreiche Trimmerkondensatoren bekanntgeworden, die sich im wesentlichen auf fünf Grundtypen zurückführen lassen, nämlich auf den Röhrchentrimmer, den Topftrimmer, den Scheibentrimmer, den Quetschtrimmer und den einem verkleinerten Plattendrehkondensator weitgehend ähnlichen Lufttrimmer. In den letzten Jahren ist der früher vielfach verwendete Quetschtrimmer durch andere Trimmerkonstruktionen verdrängt worden. Die bisher bekannten Quetschtrimmer bestanden im wesentlichen aus einer keramischen Grundplatte mit einer einseitig aufgetragenen Metallisierung als Statorelektrode, einem Glimmerplättchen oder einer Glasur als Dielektrikum und einer einseitig fest eingespannten Feder aus gut leitendem Material als bewegliche Gegenelektrode, deren Neigung und Abstand in bezug auf die Statorelektrode verändert werden konnte.
- Die bekannten Quetschtrimmer dieser Art erfordern aber eine ganze Reihe von Verfahrensschritten, die sich mit der heute vorherrschenden Tendenz nach Automatisierung nicht ohne weiteres vereinbaren lassen. Demgegenüber schafft die Erfindung die Möglichkeit, auf sehr billige und rationelle Weise einen Quetsch@trimmerkondensator _ bzw. Mehrfachquetschtrimmer herzustellen. Der neue Trimmer läßt sich auch: in einem Herstellungsgang rnit der zugehörigen Schaltung herstellen, nämlich dadurch, daß die entsprechenden Metallisierungszonen zugleich mit der gedruckten Schaltung hergestellt werden. Dieser Vorteil wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß der Isolierstoffträger, der mit einer Metallschicht kaschiert ist, nach Ätzung voneinander isolierte Metallisierungsbereiche aufweist, die teils als feste Elektrode, teils als Anschluß für die bewegliche Elektrode dienen. Dabei kann in einfacher Weise von Methoden und Vorrichtungen Gebrauch gemacht werden, die zur Herstellung gedruckter bzw. geätzter Schaltungen an sich bekannt sind.
- Die Erfindung ist im folgenden an Hand eines Ausführungsbeispiels näher beschrieben und in der Zeichnung dargestellt.
- Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf eine Mehrfachtrimmeranordnung gemäß der Erfindung; Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht der Anordnung gemäß Fig. 1, von der unteren. Kante der Fig. 1 aus gesehen; Fig. 3 zeigt eine Teilansicht der metallisierten Isolierträgerplatte mit örtlich entferntem Metallbelag; Fig. 4 zeigt einen Schnitt A-B durch den rechten Quetschtrimmer von Fig. 1.
- Gleiche Bauteile sind in allen Figuren mit gleichen Bezugszeichen versehen.
- Auf der Isolierstoffträgerplatte 1 ist eine Metallschicht 2, beispielsweise aus Kupfer, einseitig aufkaschiert. An einigen Stellen ist die Metallisierung in bestimmten, gewünschten Konturen entfernt. Dies erfolgt in der Weise, daß die Partien der Metallschicht, die auch späterhin als leitende Schicht fungieren sollen, mit einer ätzbeständigen Schicht bedeckt werden. Durch den Ätzprozeß entstehen dann metallfreie, isolierende Bereiche 3, die die gewünschte Kontur haben.
- Die Konturierung ist im übrigen so ausgebildet, daß ein Teil der stehengebliebenen Gebiete der Metallkaschierung die Statorelektroden 4 bilden. Je nach Verwendungszweck können die Statorelektroden 4 sämtlich an gleichem oder verschiedenem Potential liegen. Die beweglichen Elektroden sind mit 5 bezeichnet. Sie bestehen vorzugsweise aus einem federnden Leiterwerkstoff, z. B. Kupferblech, und sind an den Stellen 6 einseitig auf der Isolierplatte fest eingespannt, beispielsweise damit verlötet. Bei der Konturierung der Trägerplatte können deshalb metallische Bereiche 7 berücksichtigt werden, derart, daß sie durch die Isolierstrecken 3 voneinander und von den Statorelektroden elektrisch isoliert sind. Im übrigen sind die beweglichen Elektroden 5 so angeordnet und montiert, daß sie in bezug auf die Isolierplatte und somit auf die Statorelektroden mehr oder minder stark geneigt werden können. Zwischen den Gegenelektroden 4 und den jeweils beweglichen Elektroden 5 sind dünne Isolierschichten 8 angeordnet. Als solche können z. B. Kunststoffolien dienen. Besonders vorteilhaft ist jedoch die Anordnung einer dünnen und dielektrisch hochwertigen Lackschicht, z. B. ein Lack auf der Basis von Polyurethan, entweder auf dem Stator und/oder den beweglichen Elektroden. Es können in diesem Fall z. B. die wirksamen Dielektrika sämtlicher Einzeltrimmer durch eine einzige zusammenhängende Lackschicht auf der geätzten. und örtlich entmetallisierten Trägerplatte gebildet sein. Die Kapazitätsveränderung kann, wie zeichnerisch dargestellt, beispielsweise mittels Einstellschraube 9, 9 a und/oder Einstellmuttern 10 erfolgen. Mit 11 sind Unterlegscheiben aus Isolierstoff bezeichnet. Die Stromzuführung zu den beweglichen Elektroden kann beispielsweise über die metallisierten Flächen 7 erfolgen, die mit äußeren Stromanschlußelementen verlötet sind. Die Metallisierungen 7 können jedoch auch in sogenannte Kontaktierungsstreifen 12 auslaufen, die mit entsprechenden Gegenkontakten im Eingriff stehen. Die ganze Trimmeranordnung kann dann in ähnlicher Weise in Kontaktleisten eingesetzt werden wie Bausteine mit gedruckten Schaltungen. Um den Trimmerkondensator gegen unbeabsichtigtes Verstellen zu sichern, kann eine Arretierung oder Plombierung 13 (Fig. 2) vorgesehen werden.
- Die erfindungsgemäße Trimmeranordnung zeichnet sich durch einen äußerst stabilen. Aufbau aus. Es lassen sich nach einer weiteren: Ausbildung der Erfindung insbesondere Mehrfachtrimmer in einer einzigen Einheit herstellen, die alle für eine Schaltungseinheit erforderlichen Trimmer enthält, z. B. für eine Verstärkerstufe oder eine Demodulatorstufe. Diese als Baukastenprinzip bekanntgewordene Technik findet immer mehr Eingang in die Praxis. Ein ganz besonderer Vorzug der Erfindung liegt darin, daß die Trimmeranordnung in weiterer Ausgestaltung der Erfindung unmittelbar auf »gedruckte Schaltungen« aufgebracht wird und hierdurch Verwendung finden kann. Es ist z. B. möglich, die Ausgangsplatte für eine komplette gedruckte Schaltung, z. B. einen Verstärker, so zu konstruieren, daß diese nicht nur die erforderlichen Leitungsführungen des Verstärkers, sondern auch die Statorelektroden für sämtliche erforderlichen Trimmer trägt. Schaltung und Trimmer bilden also eine einzige zusammengehörige Einheit. Unter »gedruckten Stromkreisen« sollen, die nach den verschiedensten Methoden hergestellten Stromkreise verstanden werden, z. B. durch Auftragen leitender oder halbleitender Pasten auf einen isolierenden Träger mittels Schablonen oder mittels gegebenenfalls. automatisch geführter Düsen, durch Aufdrucken leitender oder halbleitender Substanzen in Pulver-, Pasten- oder Folienform mittels Walzen oder Stempel sowie durch die immer mehr an Bedeutung gewinnenden Siebdruckätz-, Fotoätz- und Offsetätzverfahren hergestellten Stromkreise.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Quetschtrimmerkondensator, bestehend aus einer Isolierstoffträgerplatte, die auf einer Seite einen Metallüberzug als feste Elektrode sowie unter Zwischenschaltung einer das Dielektrikum bildenden dünnen Isolierschicht ein die bewegliche Elektrode bildendes metallisches Federelement trägt, das mittels Einstellschrauben verstellt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Isolierstoffträger (1), der mit einer Metallschicht (2) kaschiert ist, nach Ätzung voneinander isolierte Metallisierungsbereiche (4, 7, 12) aufweist, die teils als feste Elektrode (4), teils, als Anschluß (7, 12) für die bewegliche Elektrode (5) dienen.
- 2. Quetschtrimmerkondensator nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch mehrere auf gleichem oder verschiedenem Potential liegende Statorelektroden (4), die mit den voneinander elektrisch isolierten, beweglichen Elektroden (5) kapazitiv zusammenwirken.
- 3. Quetschtrimmerkondens.ator nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch dünne Isolierfolien (8) oder vorzugsweise durch eine dünne Lackschicht auf der metallisierten Trägerplatte (1) im Bereich der Statorelektroden (4) und/oder eine dünne Lackschicht auf den beweglichen Elektroden (5) als dielektrische Isolierschicht.
- 4. Quetschtrimmerkondensator nach Anspruch 1 oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die für die beweglichen Elektroden (5) vorgesehenen Metallisierungsflächen (7) in Kontaktierungsstreifen (12) auslaufen.
- 5. Verwendung von Quetschtrimmerkondensatoren nach den Ansprüchen 2 bis 4 in gedruckten Schaltungen. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 909 370; schweizerische Patentschrift Nr. 173 892; französische Patentschriften Nr. 592108, 830 730, 918 056; USA.-Patentschriften Nr. 2 208 931, 2 370 722, 2648804.
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Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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DE2751510A1 (de) * | 1977-11-18 | 1979-05-23 | Hirschmann Radiotechnik | Kondensator mit einstellbarer kapazitaet |
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1956
- 1956-11-21 DE DEN12981A patent/DE1115834B/de active Pending
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