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Fotografischer Zentralverschluß Gegenstand der Erfindung ist ein fotografischer
Zentralverschluß mit einem vollumlaufenden, auf den Sektorenring einwirkenden Antriebsorgan
und einem während des Verschlußablaufs in Ruhe bleibenden Spannorgan.
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Zur Vermeidung des Nachspannens von Hand nach jedemVerschlußablauf
ist schon früher vorgeschlagen worden, den Verschlußaufzug in fotografischen Kameras
mittels einer besonderen Feder zu bewerkstelligen. Dabei hat es sich als zweckmäßig
erwiesen, die Auslösung der Feder für den Verschlußaufzug in geeigneter Weise von
dem Verschlußablauf aus zu steuern. Bekannt ist weiterhin, die für denVerschlußablauf
und für den Verschlußaufzug benutzten Mittel in gegenseitiger Abhängigkeit derart
zu steuern, daß bei einmaliger Verschlußauslösung eine Reihe von Einzelbelichtungen
in kurzzeitiger Folge nacheinander vorgenommen werden kann.
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Derartige federgetriebene Einrichtungen für den Verschlußaufzug, zum
Teil auch zur Ermöglichung von Reihenbelichtungen, sind vor allem für fotografische
Kameras mit Schlitzverschlüssen, rotierenden Scheibenverschlüssen und Schubscheibenverschlüssen
bekanntgeworden. Es ist auch schon eine mittels Federwerk spannbare Einrichtung
für Reihen- und Einzelbelichtungen bei einem Zentralverschluß angegeben worden.
Diese ist jedoch auf Verschlußsysteme mit während des Verschlußvorgangs ablaufendem
Spannring beschränkt, mit denen bekanntlich nicht die in modernen Kameras geforderten
kurzen Verschlußzeiten verwirklicht werden können. Die genannte Einrichtung ist
zudem im Aufbau verhältnismäßig kompliziert und in der Handhabung nicht besonders
günstig, da sie getrennte Auslöser für Einzel- und für Reihenbelichtungen aufweist
und für Zeitaufnahmen eine zweimalige Betätigung des Auslösers notwendig macht.
Eine weitere bekanntgewordene Anordnung sieht zwar einen federgetriebenen Aufzug
desZentralverschlusses bekannterBauart vor, doch können mit dieser keine Reihenbelichtungen
vorgenommen werden. Im Hinblick auf die zu fordernden kurzen Verschlußzeiten erweist
sich zudem auch hier die Notwendigkeit als nachteilig, die Masse eines besonderen
Spannhebels während des Verschlußablaufs mitzubewegen.
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Durch die deutschen Patentschriften 1009 015 und 1033 505 sind Anordnungen
bekanntgeworden, die an Zentralverschlüsse von außen ansetzbar sind, um ein motorisches
Spannen des Verschlusses zu ermöglichen. Die Anordnung nach der deutschen Patentschrift
1009 015 weist jedoch den Nachteil auf, daß das Antriebsorgan den Steuermechanismus
mitbetätigen muß, wodurch eine Hemmwirkung entsteht. Außerdem ist der Mechanismus
nicht an jeden Zentralverschluß ansetzbar, sondern nur an solche Zentralverschlußtypen,
bei welchen das Spannorgan während des Verschlußablaufs mit abläuft. Bei modernen
Verschlüssen wird ein beim Verschlußablauf mitlaufendes Spannorgan aber vielfach
bewußt vermieden. Ein weiterer Nachteil dieser Vorrichtung besteht darin, daß bei
zu langem Betätigen des Auslösers nicht eine Einzelaufnahme, sondern Reihenaufnahmen
entstehen und die Wahl zwischen Einzel- und Reihenaufnahmen dem Fingerspitzengefühl
des Benutzers überlassen bleiben muß. Die Anordnung nach der deutschen Patentschrift
1033 505 hat demgegenüber wieder den Nachteil, daß nur Einzelaufnahmen und keine
Reihenaufnahmen mehr gemacht werden können. Außerdem muß auch hier ein beim Verschlußablauf
ablaufendes Spannorgan vorgesehen sein. Schließlich muß der Auslöser einen sehr
großen Weg zurücklegen können, was nicht bei allen Verschlüssen ohne weiteres möglich
ist. Auch bei dieser Ausführungsform ist eine Beeinflussung der Verschlußzeiten
nicht entscheidend ausgeschaltet.
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Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung zum motorischen
Spannen eines Zentralverschlusses zu schaffen, die für Einzelaufnahmen und/oder
für Reihenaufnahmen gleich gut verwendbar ist, bei Bedarf auch noch mit dem Filmtransport
gekuppelt werden kann und die Nachteile der bekannten Anordnungen vermeidet. Es
wurde nun erkannt, daß zur Vermeidung der genannten Nachteile der bekanntenAnordnungen,
nämlich derNotwendigkeit eines beim Verschlußablauf mitlaufenden Spannorgans, zweier
getrennter Auslösehebel für Reihen-und Einzelbelichtung, der Unvermeidbarkeit von
durch
den Steuermechanismus beeinflußten Belichtungszeiten oder der Unsicherheit bei der
Auswahl zwischen Einzel- und Reihenaufnahmen und der großen Zahl an zur Steuerung
benötigten Teilen, sich besondersVerschlüsse mit vollumlaufendemAntriebsorgan und
während des Verschlußablaufs in Ruhe verbleibendem Spannorgan eignen.
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Gemäß der Erfindung wird nun ein fotografischer Zentralverschluß der
obengenannten Art vorgeschlagen, bei welchem die Spann- und die Ablaufbewegung des
Verschlusses mittels eines Federwerks und einer Verschlußantriebsfeder über mindestens
ein Sperr- und Steuerglied wechselweise steuerbar ist. Gemäß einem weiteren Merkmal
der Erfindung ist das Federwerk am Federkern spannbar und durch Drehung des Federgehäuses
entspannbar, während dieVerschlußantriebsfeder vomFederhaus her spannbar und vom
Antriebsorgan her am Federkern entspannbar ist. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung sind das Federgehäuse und das Federhaus durch Zahnräder gekuppelt.
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Erfindungsgemäß ist außerdem das Sperr- und Steuerglied als doppeltwirkende
Ankersperre ausgebildet. Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist einAuslösehebel
vorgesehen, bei dessenAuslösung das Sperr- und Steuerglied unter der Wirkung des
Federwerks aus der Sperrstellung des Antriebsorgans entfernbar ist und dabei das
Federhaus der Verschlußantriebsfeder gegen weitere Verdrehung gesichert wird, während
gegen Ende der Verschlußbewegung das Sperr- und Steuerglied wieder aus der Sperrstellung
des Federhauses der Verschlußantriebsfeder entfernbar ist und dabei das Antriebsorgan
gegen Verdrehung gesichert wird. Gemäß der Erfindung ist der Auslösehebel mittels
eines Umschalthebels für die Reihenbelichtung bei Auslösung derart in eine Zwischenstellung
verbringbar, daß das Sperr- und Steuerglied in die beiden Sperrstellungen für das
Antriebsorgan und für das Federhaus der Verschlußantriebsfeder fortlaufend wechselweise
verstellbar ist. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das
Sperr- und Steuerglied eine Sperrnase auf, die mit einer Anschlagkante des Antriebsorgans,
ferner einen Lappen, welcher mit einem Nocken des Federhauses, außerdem eine Sperrnase,
die mit einer Anschlagkante des Federhauses, und weiterhin einen Lappen, welcher
mit einem Nocken des Antriebsorgans wechselweise in Eingriff bringbar ist. Vorteilhafterweise
sind die Nocken so ausgebildet, daß mittels der Verschlußantriebsfeder bzw. der
Federwerksspeicherfeder durch ihre Einwirkung auf die Lappen das Sperr- und Steuerglied
verschwenkbar ist.
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Erfindungsgemäß ist der Auslösehebel bei Stellung des Umschalthebels
für Einzelbelichtungen derart im Bereich des Sperr- und Steuergliedes angeordnet,
daß das Sperr- und Steuerglied nach einer Ablauf- und Spannbewegung in der Sperrstellung
des Antriebsorgans gehalten ist. Dabei steht vorzugsweise ein Lappen des Auslösehebels
in der Ausgangsstellung des Auslösehebels mit einem Sperrlappen des Sperr-und Steuergliedes
im Eingriff. Bei Stellung des Umschalthebels für Einzelbelichtungen wirkt dieser
Lappen des Auslösehebels gegen Ende der Ablaufbewegung des Antriebsorgans derart
mit einem weiteren Lappen des Sperr- und Steuergliedes zusammen, daß das Antriebsorgan
erst nach Rückkehr des Auslösehebels in seine Ausgangsstellung spannbar ist. Gemäß
einem anderen Merkmal derErfindung sind dasFederwerk und die Filmtransporivorrichtung
miteinander gekuppelt.
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Mit der Erfindung wird eine besonders einfache Anordnung einesZentralverschlusses
fürReihen- und Einzelbelichtungen vorgeschlagen, die die aufgezeigten Mängel bzw.
Schwierigkeiten vermeidet. Die erfindungsgemäße Anordnung ist für solche Zentralverschlußsysteme
geeignet, die ein während des Verschlußvorgangs voll umlaufendes Antriebsglied und
ein während des Verschlußablaufs in Ruhe bleibendes Spannorgan aufweisen. Bei Verschlüssen
dieser Art läßt sich der Steuermechanismus zum wechselweisen Spannen und Auslösen
des Verschlusses durch ein Federwerk besonders einfach gestalten, da sowohl das
Spannglied als auch das Antriebsglied immer Drehwinkel von etwa 360° vollführen,
das Spannorgan am Ende des Spannvorgangs sich also bereits in der Stellung befindet,
in der der neue Spannvorgang beginnt, und ebenso dasAntriebsorgan amEnde des Verschlußablaufs
etwa die Lage einnimmt, aus welcher heraus ein neuer Verschlußablauf anfangen kann.
Mit besonderen Ausgestaltungen derartiger Verschlüse können besonders kurze Verschlußzeiten
verwirklicht werden, da sie die unmittelbare und stoßfreie übertragung der Bewegung
des Antriebsgliedes auf den Sektorenring erlauben. Als Beispiel eines derartigen
Antriebsprinzips sei genannt: Antriebsglied mit Bogendreieck in Kulisse des Sektorenringes
laufend. Zu den Vorzügen einer besonders einfachen Ausgestaltung des Steuermechanismus
für den motorischen Verschlußspannvorgang kommen bei einer Kombination eines Verschlusses
mit vollumlaufendem Antriebsorgan und während des Verschlußablaufs in Ruhe verbleibendem
Spannorgan mit einem Federwerk also noch die möglichen Vorteile, die derartige Verschlüsse
bezüglich der Verwirklichung kurzer Verschlußzeiten und stoßfreier Bewegungsübertragung
aufweisen können, so daß diese Kombination in zweifacher Hinsicht vorteilhaft ist.
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Die Erfindung -,ist vorzugsweise für solche Rollfilmkameras geeignet,
bei denen Filmtransport und Verschlußaufzug mechanisch gekuppelt sind und deren
gemeinsame Betätigung von einer Feder aus erfolgt, mit denen also beliebig nacheinander
Einzel-oder Reihenbelichtungen vorgenommen werden können, ohne daß es einer Filmfortschaltung
bzw. eines Verschlußaufzuges von Hand bedarf. Die Erfindung ist aber auch allein
auf Verschlüsse anwendbar. So kann im Verschlußgehäuse selbst die Speicherfeder
angeordnet sein, mittels deren das jeweilige Nachspannen des Verschlusses erfolgt.
Derartige Verschlüsse besitzen für spezielle Aufgaben eine gewisse Bedeutung, z.
B. für die Aufnahme mehrerer Bewegungsphasen auf ein und denselben Bildinhalt.
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Schließlich wird noch auf einen rein kinematischen Vorteil der erfindungsgemäßen
Anordnung hingewiesen: Am Ende des Verschlußvorgangs muß das Antriebsorgan abgebremst
werden, wodurch ein Aufprall entsteht, welcher in schädlicher Weise auf die Sektoren
übertragen wird. Dies kann bei großer Schalthäufigkeit zu Schädigungen des Verschlußmechanismus
führen. Dieser Aufprall des Antriebsorgans wird bei der erfindungsgemäßen Anordnung
durch das Auflaufen gegen den Steuerhebel am Ende des Verschlußvorgangs bei bereits
geschlossenen Sektoren gemindert, da durch diese Maßnahme die Abbremsung nicht schlagartig,
sondern allmählich erfolgt.
Bei der erfindungsgemäßen Anordnung
können daher besondere Maßnahmen zur elastischen Stoßdämpfung, wie federnde Anschlagstifte,
unterbleiben. Darüber hinaus bietet die erfindungsgemäße Anordnung noch den Vorzug,
daß nicht nur Federwerk und Antriebsfeder, sondern auch der Steuermechanismus wegen
der gedrungenen Bauweise im Verschlußgehäuse untergebracht werden kann.
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Der Erfindungsgegenstand wird an Hand von Ausführungsbeispielen näher
erläutert, und zwar zeigt Fig.1 eine besonders einfache und vorteilhafte Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Zentralverschlusses, Fig.2 eine andere Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Zentralverschlusses von vorn gesehen, Fig. 3 die Ausführungsform
der Fig. 2 von oben gesehen, Fig. 4 eine perspektivische Darstellung von Teilen
der Ausführungsform nach Fig. 1 in auseinandergezogener Form.
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Im Verschlußgehäuse 1 ist um eine Zentrierung 2 drehbar gelagert der
Sektorenring 3. Der Sektorenring 3 besitzt Stifte 4 für die Steuerung der Sektoren,
die wegen der besseren Übersicht nicht dargestellt sind. Antriebsglied 5 und Federhaus
6 der Verschlußfeder 7 sind um eine gemeinsame gehäusefeste Achse 8 drehbar gelagert.
Das Antriebsglied 5 besitzt einen Treibstift 9, mit welchem es über eine Koppel
10 auf den Sektorenring 3 einwirkt. Koppel 10 und Sektorenring 3 sind mittels
eines Zapfens 11 gelenkig miteinander verbunden. Die Verschlußfeder 7 ist mit ihrem
einen Schenkel 12 in einer Aussparung 13 des Federhauses 6, mit ihrem anderen Schenkel
14 in einer Aussparung 15 des Antriebsgliedes 5 eingehängt. DasAntriebsglied5 umfaßt
noch einenNocken 16, mit dem es auf einen Lappen 17 eines Sperrsteuerhebels 18 einwirken
kann, sowie eine Aussparung 19 mit einer Anschlagkante 20, die mit einer Sperrnase
21 des Sperrsteuerhebels 18 zusammenwirkt. Aussparung 19 bzw. Sperrnase 21 und Nocken
16 des Antriebsgliedes 5 sind höhenmäßig so gegeneinander versetzt, daß sie sich
während derBewegung nicht behindern können. Der Hebel 18 kann einstückig
mit in verschiedenen Ebenen liegenden Kanten 21, 17, 26 und 25 ausgebildet sein.
Es besteht aber auch die Möglichkeit, am Hebel 18 die Kanten 21 und 17 anzuordnen
und den Hebel 18 mit einem die Kanten 26 und 25 aufweisenden Hebel durch
die Achse 34 und die diametral zur Achse 34 angeordneten, nicht bezifferten Stifte
fest zu verbinden (vgl. hierzu Fig. 4).
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Das Federhaus 6 besitzt gleichfalls einen Nocken 22 sowie eine Aussparung
23 mit einer Anschlagkante 24. Der Nocken 22 kann den Steuerhebel 18 über dessen
Lappen 25 verschwenken, wobei der Sperrsteuerhebel 18 mit einer Sperrnase 26 in
den Bereich der Aussparung 23 gelangt, so daß das Federhaus 6 nach Auflaufen seiner
Anschlagkante 24 und die Sperrnase 26 gesperrt werden. Aussparung 23 bzw. Sperrnase
26 und Nocken 22 des Federhauses 6 sind höhenmäßig so gegeneinander versetzt, daß
sie sich während der Bewegung nicht behindern können. Das Federhaus 6 umfaßt weiterhin
eine Verzahnung 27, mit der es im Eingriff mit einer Verzahnung 28 eines
Federgehäuses 29 steht. Das Federgehäuse 29 ist zusammen mit einem Federkern
30 um eine gehäusefeste Achse 31 drehbar gelagert. Es enthält eine Speicherfeder
32, die mit ihren Enden am Federkern 30 und am Federgehäuse 29 befestigt ist. Auf
die Darstellung der an sich bekannten Mittel für das Aufziehen der Feder durch Aufwinden
des Federkerns 30 in Richtung des Pfeiles 33 wurde wegen der besseren Übersicht
verzichtet. Nicht dargestellt wurden aus dem gleichen Grund die gegebenenfalls vorzusehenden,
an sich bekannten Mittel für eine vor der völligen Federentspannung wirksam werdende
Ablaufsperre sowie eines Ablaufreglers. An Stelle des dargestellten unmittelbaren
Zusammenwirkens zwischen Federhaus 6 und Federgehäuse 29 kann naturgemäß ohne weiteres
auch ein mittelbares Zusammenarbeiten über ein oder mehrere dazwischengeschaltete
Zahnräder treten.
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Der Sperrsteuerhebe118, der um eine gehäusefeste Achse34 schwenkbar
gelagert ist, umfaßt zwei Sperrlappen 35, 36, die mit einem Lappen 37 des Auslösehebels
38 zusammenwirken. Der Auslösehebel 38 ist um einen gehäusefesten Zapfen 39 schwenkbar.
Er steht unter der Wirkung einer Rückholfeder 40 und einer Kippfeder 41, die ihn
gegen einen Gehäuseanschlag42 drücken. In dieser Ruhestellung des Auslösehebels
38 steht der Sperrlappen 35 im Eingriff mit der Vorderkante 43 des Lappens 37 am
Auslösehebel 38. Die Hinterkante 44 des Lappens 37 am Auslösehebe138 kommt bei der
Auslösung der Einzelaufnahmen mit dem Sperrlappen 36 des Steuerhebels zum Anschlag.
Der Hub des Auslösehebels 38 wird durch einen Gehäuseanschlag 45 begrenzt, wenn
sich der Umschalthebel 46 in der für Einzelaufnahmen erforderlichen, durch einen
Gehäuseanschlag 47 definierten Stellung befindet. Zum Umschalten auf Reihenaufnahmen
wird der Umschalthebel 46 aus seiner gezeichneten Stellung um seine gehäusefeste
Achse 48 bis gegen einen Gehäuseanschlag 49 verschwenkt. Dadurch gelangt
eine Sperrfläche 50 des Umschalthebels 46 in den Bewegungbereich einer Sperrnase
51 des Auslösehebels 38.
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Für eine Einzelaufnahme wird der Auslösehebel 38 im Sinne des Pfeiles
52 verschwenkt, bis dieser den Anschlag 45 erreicht. Die Auslösebewegung wird durch
die Kippfeder 41 unterstützt, die ihren Kipppunkt durchläuft, kurz bevor der Sperrsteuerhebel
18
durch Außereingriffkommen des Sperrlappens 35 und des Lappens 37 freigesetzt
wird. Der freigesetzte Sperrsteuerhebel 18 wird über seinen Lappen 25 vom Nocken
22 des Federhauses 6 im Uhrzeigersinn verschwenkt, während das Federhaus 6 unter
der Wirkung der über die Verzahnung 27, 28 übertragenen Spannung der Speicherfeder
32 entgegen dem Uhrzeigersinn ablaufen kann. Diese Ablaufbewegung des Federhauses
6 wird jedoch nach einem verhältnismäßig kleinen Drehwinkel durch Auflaufen seiner
Anschlagkante 24 auf die Sperrnase 26 des Sperrsteuerhebels 18 beendet. Durch das
Verschwenken des Steuerhebels gelangen aber auch die Sperrnase 21 des Sperrsteuerhebels
18 und die Anschlagkante 20
des Antriebsgliedes 5 außer Eingriff, so
daß auch das Antriebsglied 5 sich unter der Wirkung der gespannten Verschlußfeder
7 entgegen dem Uhrzeigersinn in Bewegung setzen kann, wobei es über die Koppel
10
auf den Sektorenring 3 einwirkt und damit die nicht gezeichneten Sektoren
zunächst öffnet und anschließend wieder schließt. Vor Vollendung eines vollen Umlaufes
gelangt der Nocken 16 gegen den Lappen 17 des Sperrsteuerhebels 18 und zwingt diesem
dadurch eine Verschwenkbewegung entgegen dem Uhrzeigersinn auf. Als Folge hiervon
kommt die Sperrnase 21 des Sperrsteuerhebels 18 in den Bereich
der
Aussparung 19 des Antriebsgliedes 5. Bevor noch der Steuerhebel 18 seine
äußerste, durch die Höhe des Nockens 16 bestimmte Lage erreicht, wird er gegen eine
Weiterbewegung dadurch gesperrt, daß er mit seinem Sperrlappen 36 gegen die Hinterkante
44 des Lappens 37 am Auslösehebel 38 aufläuft. Dadurch ist dann auch das Antriebsglied
5 gegen eine Weiterbewegung gesperrt. Die Sektoren sind dabei bereits wieder geschlossen.
Wird nun der Auslösehebel38 wieder losgelassen, so gelangt er unter der Wirkung
der Rückholfeder 40 in seine gezeichnete Stellung zurück. Dabei wird die
Sperrung des Sperrsteuerhebels 18 durch den Lappen 37 aufgehoben. Das Antriebsglied
5 kann nun noch etwas weiterlaufen, unter gleichzeitigem weiteren Verschwenken des
Sperrsteuerhebels 18, bis es mit seiner Anschlagkante 20 gegen die Sperrnase 21
des Sperrsteuerhebels 18 aufläuft. Dabei hat das weitere Verschwenken des Sperrsteuerhebels
18 zur Folge, daß dessen Sperrnase 26 den Eingriff mit der Anschlagkante 24 des
Federhauses 6 verliert, so daß sich nunmehr das Federhaus 6 unter der Wirkung der
Speicherfeder 32 in Bewegung setzen kann. Es vollführt nunmehr fast eine volle Umdrehung
entgegen dem Uhrzeigersinn, wobei die Verschlußfeder7 neu gespannt wird. Dabei befindet
sich der Sperrsteuerhebel 18 in seiner äußersten, durch die Höhe des Nockens 16
bestimmten Lage. Er wird aus dieser aber erneut verschwenkt, und zwar sobald das
Federhaus mit seinem Nocken 22 auf seinen Lappen 25 einzuwirken beginnt.
Diese Verschwenkbewegung im Sinne des Uhrzeigers wird jedoch unterbrochen, und zwar
bevor derSteuerhebel seine andere äußerste, durch die Höhe des Nockens 22 bedingte
Lage erreicht hat, dadurch, daß sich der Sperrsteuerhebel 18 mit seinem Sperrlappen
35 gegen die Vorderkante 43 des Lappens 37 am Auslösehebel 38 anlegt. Damit wird
auch das Federhaus 6 gegen Weiterbewegung gesperrt. Der Ausgangszustand ist wieder
erreicht.
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Der funktionelle Ablauf der gegenseitigen Steuerung zwischen Antriebsglied
5 und Federhaus 6 wird von der eingestellten Verschlußzeit nicht beeinträchtigt.
Es tritt lediglich im Ablauf des Antriebsgliedes die gewünschte zeitliche Verzögerung
im Offenbereich der Setkoren ein. Auch bei Zeitaufnahmen (B) laufen die einzelnen
Bewegungen zunächst wie beschrieben ab, bis das Antriebsglied durch den nicht dargestellten
B-Hebel im Offenbereich der Sektoren aufgehalten wird. Dabei ist das Federhaus 6
noch durch die Sperrnase 26 des Sperrsteuerhebels 1.8 gesperrt. Wird der
Auslösehebel 38 losgelassen, so wird hierdurch in bekannter Weise der B-Hebel so
beeinflußt, daß er die Sperre des Antriebsgliedes 5 wieder aufhebt. Dieses kann
dann weiterlaufen, die Sektoren schließen und mit seinem Nocken 16 den Sperrsteuerhebel
18 verschwenken, so daß auch das Federhaus 6, wie zuvor beschrieben, wieder freigesetzt
wird und unter Spannung der Verschlußfeder 7 sich in Bewegung setzen kann. Beim
Loslassen des Auslösehebels 38 legt sich dessen Lappen 37 zunächst mit seiner Unterkante
53 auf die Oberkante 54 des Sperrlappens 35. Wenn dieser unter der Wirkung des Nockens
16 entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt wird, kann auch der Auslösehebel 38 in
seine Ausgangslage zurückfallen, so daß der unter der Wirkung des Nockens 22 erneut
verschwenkte Sperrsteuerhebel18 vor Erreichen seiner äußersten Lage vom Auslösehebel
38 wie bei Momentaufnahmen gesperrt wird. Durch Verschwenken des Umschalthebels
46 gegen den Gehäuseanschlag 49 wird der Verschluß für Reihenaufnahmen vorbereitet.
Dadurch wird der Auslösehebel 38 vor Erreichen seines Gehäuseanschlages 45 durch
Auflaufen seiner Sperrnase 51 auf die Sperrfläche 50 in einer Stellung gegen eine
Weiterbewegung gesperrt, in der sein Lappen 37 mit keinem der beiden Sperrlappen
35, 36 des Steuerhebels zum Eingriff gelangt. Die zuvor beschriebenen sich gegenseitig
auslösenden Bewegungen von Antriebsglied 5 und Federhaus 6 mittels der Nocken 16
bzw. 22 und der Lappen 17 bzw. 25 unter Verschwenken des Sperrsteuerhebels 18 können
sich dadurch ungehindert in fortlaufender Folge vollziehen, bis der Auslösehebe138
losgelassen wird, so daß er den Sperrsteuerhebel18 und damit den Ablauf des Federhauses
6 sowie des Antriebsgliedes 5 wie beschrieben wieder sperrt.
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In den Fig. 2 und 3 ist eine andere Ausführungsform der Erfindung
dargestellt. Hier ist das Federgehäuse 29 der Speicherfeder 32 fest mit der Filmperforationswalze
55 verbunden. Das fest am Gehäuse 29 sitzende Zahnrad 28 ist als Kegelrad ausgebildet.
Es ist mit dem Kegelrad 56, welches auf einer Achse 60 angeordnet ist, im
Eingriff. Am anderen Ende der Achse 60 ist ein Zahnrad 57 befestigt. Dieses ist
über die Zahnräder 58, 59 mit dem am Federhaus 6 angeordneten Zahnrad 27 gekuppelt.
Die Wirkungsweise dieser Anordnung in bezug auf den Ablauf- und Spannvorgang des
Zentralverschlusses ist dieselbe wie bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1. Bei jedem
Spannvorgang jedoch, also bei jeder Drehung des Federgehäuses 29, wird die Perforationswalze
55 mitgedreht und damit der Film gleichzeitig mit dem Spannen des Verschlusses weitertransportiert.
Durch diese Anordnung ist also der Verschlußspannvorgang mit dem Filmtransport gekuppelt.