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DE1108558B - Fotografischer Zentralverschluss - Google Patents

Fotografischer Zentralverschluss

Info

Publication number
DE1108558B
DE1108558B DEA31550A DEA0031550A DE1108558B DE 1108558 B DE1108558 B DE 1108558B DE A31550 A DEA31550 A DE A31550A DE A0031550 A DEA0031550 A DE A0031550A DE 1108558 B DE1108558 B DE 1108558B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
locking
spring
drive
central
shutter
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA31550A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Gerd Kiper
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Agfa Gevaert NV
Original Assignee
Agfa AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Agfa AG filed Critical Agfa AG
Priority to DEA31550A priority Critical patent/DE1108558B/de
Priority to US13944A priority patent/US3165994A/en
Publication of DE1108558B publication Critical patent/DE1108558B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B9/00Exposure-making shutters; Diaphragms
    • G03B9/08Shutters
    • G03B9/10Blade or disc rotating or pivoting about axis normal to its plane
    • G03B9/18More than two members
    • G03B9/22More than two members each moving in one direction to open and then in opposite direction to close, e.g. iris type
    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B19/00Cameras
    • G03B19/02Still-picture cameras
    • G03B19/04Roll-film cameras

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Shutters For Cameras (AREA)

Description

  • Fotografischer Zentralverschluß Gegenstand der Erfindung ist ein fotografischer Zentralverschluß mit einem vollumlaufenden, auf den Sektorenring einwirkenden Antriebsorgan und einem während des Verschlußablaufs in Ruhe bleibenden Spannorgan.
  • Zur Vermeidung des Nachspannens von Hand nach jedemVerschlußablauf ist schon früher vorgeschlagen worden, den Verschlußaufzug in fotografischen Kameras mittels einer besonderen Feder zu bewerkstelligen. Dabei hat es sich als zweckmäßig erwiesen, die Auslösung der Feder für den Verschlußaufzug in geeigneter Weise von dem Verschlußablauf aus zu steuern. Bekannt ist weiterhin, die für denVerschlußablauf und für den Verschlußaufzug benutzten Mittel in gegenseitiger Abhängigkeit derart zu steuern, daß bei einmaliger Verschlußauslösung eine Reihe von Einzelbelichtungen in kurzzeitiger Folge nacheinander vorgenommen werden kann.
  • Derartige federgetriebene Einrichtungen für den Verschlußaufzug, zum Teil auch zur Ermöglichung von Reihenbelichtungen, sind vor allem für fotografische Kameras mit Schlitzverschlüssen, rotierenden Scheibenverschlüssen und Schubscheibenverschlüssen bekanntgeworden. Es ist auch schon eine mittels Federwerk spannbare Einrichtung für Reihen- und Einzelbelichtungen bei einem Zentralverschluß angegeben worden. Diese ist jedoch auf Verschlußsysteme mit während des Verschlußvorgangs ablaufendem Spannring beschränkt, mit denen bekanntlich nicht die in modernen Kameras geforderten kurzen Verschlußzeiten verwirklicht werden können. Die genannte Einrichtung ist zudem im Aufbau verhältnismäßig kompliziert und in der Handhabung nicht besonders günstig, da sie getrennte Auslöser für Einzel- und für Reihenbelichtungen aufweist und für Zeitaufnahmen eine zweimalige Betätigung des Auslösers notwendig macht. Eine weitere bekanntgewordene Anordnung sieht zwar einen federgetriebenen Aufzug desZentralverschlusses bekannterBauart vor, doch können mit dieser keine Reihenbelichtungen vorgenommen werden. Im Hinblick auf die zu fordernden kurzen Verschlußzeiten erweist sich zudem auch hier die Notwendigkeit als nachteilig, die Masse eines besonderen Spannhebels während des Verschlußablaufs mitzubewegen.
  • Durch die deutschen Patentschriften 1009 015 und 1033 505 sind Anordnungen bekanntgeworden, die an Zentralverschlüsse von außen ansetzbar sind, um ein motorisches Spannen des Verschlusses zu ermöglichen. Die Anordnung nach der deutschen Patentschrift 1009 015 weist jedoch den Nachteil auf, daß das Antriebsorgan den Steuermechanismus mitbetätigen muß, wodurch eine Hemmwirkung entsteht. Außerdem ist der Mechanismus nicht an jeden Zentralverschluß ansetzbar, sondern nur an solche Zentralverschlußtypen, bei welchen das Spannorgan während des Verschlußablaufs mit abläuft. Bei modernen Verschlüssen wird ein beim Verschlußablauf mitlaufendes Spannorgan aber vielfach bewußt vermieden. Ein weiterer Nachteil dieser Vorrichtung besteht darin, daß bei zu langem Betätigen des Auslösers nicht eine Einzelaufnahme, sondern Reihenaufnahmen entstehen und die Wahl zwischen Einzel- und Reihenaufnahmen dem Fingerspitzengefühl des Benutzers überlassen bleiben muß. Die Anordnung nach der deutschen Patentschrift 1033 505 hat demgegenüber wieder den Nachteil, daß nur Einzelaufnahmen und keine Reihenaufnahmen mehr gemacht werden können. Außerdem muß auch hier ein beim Verschlußablauf ablaufendes Spannorgan vorgesehen sein. Schließlich muß der Auslöser einen sehr großen Weg zurücklegen können, was nicht bei allen Verschlüssen ohne weiteres möglich ist. Auch bei dieser Ausführungsform ist eine Beeinflussung der Verschlußzeiten nicht entscheidend ausgeschaltet.
  • Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung zum motorischen Spannen eines Zentralverschlusses zu schaffen, die für Einzelaufnahmen und/oder für Reihenaufnahmen gleich gut verwendbar ist, bei Bedarf auch noch mit dem Filmtransport gekuppelt werden kann und die Nachteile der bekannten Anordnungen vermeidet. Es wurde nun erkannt, daß zur Vermeidung der genannten Nachteile der bekanntenAnordnungen, nämlich derNotwendigkeit eines beim Verschlußablauf mitlaufenden Spannorgans, zweier getrennter Auslösehebel für Reihen-und Einzelbelichtung, der Unvermeidbarkeit von durch den Steuermechanismus beeinflußten Belichtungszeiten oder der Unsicherheit bei der Auswahl zwischen Einzel- und Reihenaufnahmen und der großen Zahl an zur Steuerung benötigten Teilen, sich besondersVerschlüsse mit vollumlaufendemAntriebsorgan und während des Verschlußablaufs in Ruhe verbleibendem Spannorgan eignen.
  • Gemäß der Erfindung wird nun ein fotografischer Zentralverschluß der obengenannten Art vorgeschlagen, bei welchem die Spann- und die Ablaufbewegung des Verschlusses mittels eines Federwerks und einer Verschlußantriebsfeder über mindestens ein Sperr- und Steuerglied wechselweise steuerbar ist. Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist das Federwerk am Federkern spannbar und durch Drehung des Federgehäuses entspannbar, während dieVerschlußantriebsfeder vomFederhaus her spannbar und vom Antriebsorgan her am Federkern entspannbar ist. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind das Federgehäuse und das Federhaus durch Zahnräder gekuppelt.
  • Erfindungsgemäß ist außerdem das Sperr- und Steuerglied als doppeltwirkende Ankersperre ausgebildet. Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist einAuslösehebel vorgesehen, bei dessenAuslösung das Sperr- und Steuerglied unter der Wirkung des Federwerks aus der Sperrstellung des Antriebsorgans entfernbar ist und dabei das Federhaus der Verschlußantriebsfeder gegen weitere Verdrehung gesichert wird, während gegen Ende der Verschlußbewegung das Sperr- und Steuerglied wieder aus der Sperrstellung des Federhauses der Verschlußantriebsfeder entfernbar ist und dabei das Antriebsorgan gegen Verdrehung gesichert wird. Gemäß der Erfindung ist der Auslösehebel mittels eines Umschalthebels für die Reihenbelichtung bei Auslösung derart in eine Zwischenstellung verbringbar, daß das Sperr- und Steuerglied in die beiden Sperrstellungen für das Antriebsorgan und für das Federhaus der Verschlußantriebsfeder fortlaufend wechselweise verstellbar ist. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das Sperr- und Steuerglied eine Sperrnase auf, die mit einer Anschlagkante des Antriebsorgans, ferner einen Lappen, welcher mit einem Nocken des Federhauses, außerdem eine Sperrnase, die mit einer Anschlagkante des Federhauses, und weiterhin einen Lappen, welcher mit einem Nocken des Antriebsorgans wechselweise in Eingriff bringbar ist. Vorteilhafterweise sind die Nocken so ausgebildet, daß mittels der Verschlußantriebsfeder bzw. der Federwerksspeicherfeder durch ihre Einwirkung auf die Lappen das Sperr- und Steuerglied verschwenkbar ist.
  • Erfindungsgemäß ist der Auslösehebel bei Stellung des Umschalthebels für Einzelbelichtungen derart im Bereich des Sperr- und Steuergliedes angeordnet, daß das Sperr- und Steuerglied nach einer Ablauf- und Spannbewegung in der Sperrstellung des Antriebsorgans gehalten ist. Dabei steht vorzugsweise ein Lappen des Auslösehebels in der Ausgangsstellung des Auslösehebels mit einem Sperrlappen des Sperr-und Steuergliedes im Eingriff. Bei Stellung des Umschalthebels für Einzelbelichtungen wirkt dieser Lappen des Auslösehebels gegen Ende der Ablaufbewegung des Antriebsorgans derart mit einem weiteren Lappen des Sperr- und Steuergliedes zusammen, daß das Antriebsorgan erst nach Rückkehr des Auslösehebels in seine Ausgangsstellung spannbar ist. Gemäß einem anderen Merkmal derErfindung sind dasFederwerk und die Filmtransporivorrichtung miteinander gekuppelt.
  • Mit der Erfindung wird eine besonders einfache Anordnung einesZentralverschlusses fürReihen- und Einzelbelichtungen vorgeschlagen, die die aufgezeigten Mängel bzw. Schwierigkeiten vermeidet. Die erfindungsgemäße Anordnung ist für solche Zentralverschlußsysteme geeignet, die ein während des Verschlußvorgangs voll umlaufendes Antriebsglied und ein während des Verschlußablaufs in Ruhe bleibendes Spannorgan aufweisen. Bei Verschlüssen dieser Art läßt sich der Steuermechanismus zum wechselweisen Spannen und Auslösen des Verschlusses durch ein Federwerk besonders einfach gestalten, da sowohl das Spannglied als auch das Antriebsglied immer Drehwinkel von etwa 360° vollführen, das Spannorgan am Ende des Spannvorgangs sich also bereits in der Stellung befindet, in der der neue Spannvorgang beginnt, und ebenso dasAntriebsorgan amEnde des Verschlußablaufs etwa die Lage einnimmt, aus welcher heraus ein neuer Verschlußablauf anfangen kann. Mit besonderen Ausgestaltungen derartiger Verschlüse können besonders kurze Verschlußzeiten verwirklicht werden, da sie die unmittelbare und stoßfreie übertragung der Bewegung des Antriebsgliedes auf den Sektorenring erlauben. Als Beispiel eines derartigen Antriebsprinzips sei genannt: Antriebsglied mit Bogendreieck in Kulisse des Sektorenringes laufend. Zu den Vorzügen einer besonders einfachen Ausgestaltung des Steuermechanismus für den motorischen Verschlußspannvorgang kommen bei einer Kombination eines Verschlusses mit vollumlaufendem Antriebsorgan und während des Verschlußablaufs in Ruhe verbleibendem Spannorgan mit einem Federwerk also noch die möglichen Vorteile, die derartige Verschlüsse bezüglich der Verwirklichung kurzer Verschlußzeiten und stoßfreier Bewegungsübertragung aufweisen können, so daß diese Kombination in zweifacher Hinsicht vorteilhaft ist.
  • Die Erfindung -,ist vorzugsweise für solche Rollfilmkameras geeignet, bei denen Filmtransport und Verschlußaufzug mechanisch gekuppelt sind und deren gemeinsame Betätigung von einer Feder aus erfolgt, mit denen also beliebig nacheinander Einzel-oder Reihenbelichtungen vorgenommen werden können, ohne daß es einer Filmfortschaltung bzw. eines Verschlußaufzuges von Hand bedarf. Die Erfindung ist aber auch allein auf Verschlüsse anwendbar. So kann im Verschlußgehäuse selbst die Speicherfeder angeordnet sein, mittels deren das jeweilige Nachspannen des Verschlusses erfolgt. Derartige Verschlüsse besitzen für spezielle Aufgaben eine gewisse Bedeutung, z. B. für die Aufnahme mehrerer Bewegungsphasen auf ein und denselben Bildinhalt.
  • Schließlich wird noch auf einen rein kinematischen Vorteil der erfindungsgemäßen Anordnung hingewiesen: Am Ende des Verschlußvorgangs muß das Antriebsorgan abgebremst werden, wodurch ein Aufprall entsteht, welcher in schädlicher Weise auf die Sektoren übertragen wird. Dies kann bei großer Schalthäufigkeit zu Schädigungen des Verschlußmechanismus führen. Dieser Aufprall des Antriebsorgans wird bei der erfindungsgemäßen Anordnung durch das Auflaufen gegen den Steuerhebel am Ende des Verschlußvorgangs bei bereits geschlossenen Sektoren gemindert, da durch diese Maßnahme die Abbremsung nicht schlagartig, sondern allmählich erfolgt. Bei der erfindungsgemäßen Anordnung können daher besondere Maßnahmen zur elastischen Stoßdämpfung, wie federnde Anschlagstifte, unterbleiben. Darüber hinaus bietet die erfindungsgemäße Anordnung noch den Vorzug, daß nicht nur Federwerk und Antriebsfeder, sondern auch der Steuermechanismus wegen der gedrungenen Bauweise im Verschlußgehäuse untergebracht werden kann.
  • Der Erfindungsgegenstand wird an Hand von Ausführungsbeispielen näher erläutert, und zwar zeigt Fig.1 eine besonders einfache und vorteilhafte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Zentralverschlusses, Fig.2 eine andere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Zentralverschlusses von vorn gesehen, Fig. 3 die Ausführungsform der Fig. 2 von oben gesehen, Fig. 4 eine perspektivische Darstellung von Teilen der Ausführungsform nach Fig. 1 in auseinandergezogener Form.
  • Im Verschlußgehäuse 1 ist um eine Zentrierung 2 drehbar gelagert der Sektorenring 3. Der Sektorenring 3 besitzt Stifte 4 für die Steuerung der Sektoren, die wegen der besseren Übersicht nicht dargestellt sind. Antriebsglied 5 und Federhaus 6 der Verschlußfeder 7 sind um eine gemeinsame gehäusefeste Achse 8 drehbar gelagert. Das Antriebsglied 5 besitzt einen Treibstift 9, mit welchem es über eine Koppel 10 auf den Sektorenring 3 einwirkt. Koppel 10 und Sektorenring 3 sind mittels eines Zapfens 11 gelenkig miteinander verbunden. Die Verschlußfeder 7 ist mit ihrem einen Schenkel 12 in einer Aussparung 13 des Federhauses 6, mit ihrem anderen Schenkel 14 in einer Aussparung 15 des Antriebsgliedes 5 eingehängt. DasAntriebsglied5 umfaßt noch einenNocken 16, mit dem es auf einen Lappen 17 eines Sperrsteuerhebels 18 einwirken kann, sowie eine Aussparung 19 mit einer Anschlagkante 20, die mit einer Sperrnase 21 des Sperrsteuerhebels 18 zusammenwirkt. Aussparung 19 bzw. Sperrnase 21 und Nocken 16 des Antriebsgliedes 5 sind höhenmäßig so gegeneinander versetzt, daß sie sich während derBewegung nicht behindern können. Der Hebel 18 kann einstückig mit in verschiedenen Ebenen liegenden Kanten 21, 17, 26 und 25 ausgebildet sein. Es besteht aber auch die Möglichkeit, am Hebel 18 die Kanten 21 und 17 anzuordnen und den Hebel 18 mit einem die Kanten 26 und 25 aufweisenden Hebel durch die Achse 34 und die diametral zur Achse 34 angeordneten, nicht bezifferten Stifte fest zu verbinden (vgl. hierzu Fig. 4).
  • Das Federhaus 6 besitzt gleichfalls einen Nocken 22 sowie eine Aussparung 23 mit einer Anschlagkante 24. Der Nocken 22 kann den Steuerhebel 18 über dessen Lappen 25 verschwenken, wobei der Sperrsteuerhebel 18 mit einer Sperrnase 26 in den Bereich der Aussparung 23 gelangt, so daß das Federhaus 6 nach Auflaufen seiner Anschlagkante 24 und die Sperrnase 26 gesperrt werden. Aussparung 23 bzw. Sperrnase 26 und Nocken 22 des Federhauses 6 sind höhenmäßig so gegeneinander versetzt, daß sie sich während der Bewegung nicht behindern können. Das Federhaus 6 umfaßt weiterhin eine Verzahnung 27, mit der es im Eingriff mit einer Verzahnung 28 eines Federgehäuses 29 steht. Das Federgehäuse 29 ist zusammen mit einem Federkern 30 um eine gehäusefeste Achse 31 drehbar gelagert. Es enthält eine Speicherfeder 32, die mit ihren Enden am Federkern 30 und am Federgehäuse 29 befestigt ist. Auf die Darstellung der an sich bekannten Mittel für das Aufziehen der Feder durch Aufwinden des Federkerns 30 in Richtung des Pfeiles 33 wurde wegen der besseren Übersicht verzichtet. Nicht dargestellt wurden aus dem gleichen Grund die gegebenenfalls vorzusehenden, an sich bekannten Mittel für eine vor der völligen Federentspannung wirksam werdende Ablaufsperre sowie eines Ablaufreglers. An Stelle des dargestellten unmittelbaren Zusammenwirkens zwischen Federhaus 6 und Federgehäuse 29 kann naturgemäß ohne weiteres auch ein mittelbares Zusammenarbeiten über ein oder mehrere dazwischengeschaltete Zahnräder treten.
  • Der Sperrsteuerhebe118, der um eine gehäusefeste Achse34 schwenkbar gelagert ist, umfaßt zwei Sperrlappen 35, 36, die mit einem Lappen 37 des Auslösehebels 38 zusammenwirken. Der Auslösehebel 38 ist um einen gehäusefesten Zapfen 39 schwenkbar. Er steht unter der Wirkung einer Rückholfeder 40 und einer Kippfeder 41, die ihn gegen einen Gehäuseanschlag42 drücken. In dieser Ruhestellung des Auslösehebels 38 steht der Sperrlappen 35 im Eingriff mit der Vorderkante 43 des Lappens 37 am Auslösehebel 38. Die Hinterkante 44 des Lappens 37 am Auslösehebe138 kommt bei der Auslösung der Einzelaufnahmen mit dem Sperrlappen 36 des Steuerhebels zum Anschlag. Der Hub des Auslösehebels 38 wird durch einen Gehäuseanschlag 45 begrenzt, wenn sich der Umschalthebel 46 in der für Einzelaufnahmen erforderlichen, durch einen Gehäuseanschlag 47 definierten Stellung befindet. Zum Umschalten auf Reihenaufnahmen wird der Umschalthebel 46 aus seiner gezeichneten Stellung um seine gehäusefeste Achse 48 bis gegen einen Gehäuseanschlag 49 verschwenkt. Dadurch gelangt eine Sperrfläche 50 des Umschalthebels 46 in den Bewegungbereich einer Sperrnase 51 des Auslösehebels 38.
  • Für eine Einzelaufnahme wird der Auslösehebel 38 im Sinne des Pfeiles 52 verschwenkt, bis dieser den Anschlag 45 erreicht. Die Auslösebewegung wird durch die Kippfeder 41 unterstützt, die ihren Kipppunkt durchläuft, kurz bevor der Sperrsteuerhebel 18 durch Außereingriffkommen des Sperrlappens 35 und des Lappens 37 freigesetzt wird. Der freigesetzte Sperrsteuerhebel 18 wird über seinen Lappen 25 vom Nocken 22 des Federhauses 6 im Uhrzeigersinn verschwenkt, während das Federhaus 6 unter der Wirkung der über die Verzahnung 27, 28 übertragenen Spannung der Speicherfeder 32 entgegen dem Uhrzeigersinn ablaufen kann. Diese Ablaufbewegung des Federhauses 6 wird jedoch nach einem verhältnismäßig kleinen Drehwinkel durch Auflaufen seiner Anschlagkante 24 auf die Sperrnase 26 des Sperrsteuerhebels 18 beendet. Durch das Verschwenken des Steuerhebels gelangen aber auch die Sperrnase 21 des Sperrsteuerhebels 18 und die Anschlagkante 20 des Antriebsgliedes 5 außer Eingriff, so daß auch das Antriebsglied 5 sich unter der Wirkung der gespannten Verschlußfeder 7 entgegen dem Uhrzeigersinn in Bewegung setzen kann, wobei es über die Koppel 10 auf den Sektorenring 3 einwirkt und damit die nicht gezeichneten Sektoren zunächst öffnet und anschließend wieder schließt. Vor Vollendung eines vollen Umlaufes gelangt der Nocken 16 gegen den Lappen 17 des Sperrsteuerhebels 18 und zwingt diesem dadurch eine Verschwenkbewegung entgegen dem Uhrzeigersinn auf. Als Folge hiervon kommt die Sperrnase 21 des Sperrsteuerhebels 18 in den Bereich der Aussparung 19 des Antriebsgliedes 5. Bevor noch der Steuerhebel 18 seine äußerste, durch die Höhe des Nockens 16 bestimmte Lage erreicht, wird er gegen eine Weiterbewegung dadurch gesperrt, daß er mit seinem Sperrlappen 36 gegen die Hinterkante 44 des Lappens 37 am Auslösehebel 38 aufläuft. Dadurch ist dann auch das Antriebsglied 5 gegen eine Weiterbewegung gesperrt. Die Sektoren sind dabei bereits wieder geschlossen. Wird nun der Auslösehebel38 wieder losgelassen, so gelangt er unter der Wirkung der Rückholfeder 40 in seine gezeichnete Stellung zurück. Dabei wird die Sperrung des Sperrsteuerhebels 18 durch den Lappen 37 aufgehoben. Das Antriebsglied 5 kann nun noch etwas weiterlaufen, unter gleichzeitigem weiteren Verschwenken des Sperrsteuerhebels 18, bis es mit seiner Anschlagkante 20 gegen die Sperrnase 21 des Sperrsteuerhebels 18 aufläuft. Dabei hat das weitere Verschwenken des Sperrsteuerhebels 18 zur Folge, daß dessen Sperrnase 26 den Eingriff mit der Anschlagkante 24 des Federhauses 6 verliert, so daß sich nunmehr das Federhaus 6 unter der Wirkung der Speicherfeder 32 in Bewegung setzen kann. Es vollführt nunmehr fast eine volle Umdrehung entgegen dem Uhrzeigersinn, wobei die Verschlußfeder7 neu gespannt wird. Dabei befindet sich der Sperrsteuerhebel 18 in seiner äußersten, durch die Höhe des Nockens 16 bestimmten Lage. Er wird aus dieser aber erneut verschwenkt, und zwar sobald das Federhaus mit seinem Nocken 22 auf seinen Lappen 25 einzuwirken beginnt. Diese Verschwenkbewegung im Sinne des Uhrzeigers wird jedoch unterbrochen, und zwar bevor derSteuerhebel seine andere äußerste, durch die Höhe des Nockens 22 bedingte Lage erreicht hat, dadurch, daß sich der Sperrsteuerhebel 18 mit seinem Sperrlappen 35 gegen die Vorderkante 43 des Lappens 37 am Auslösehebel 38 anlegt. Damit wird auch das Federhaus 6 gegen Weiterbewegung gesperrt. Der Ausgangszustand ist wieder erreicht.
  • Der funktionelle Ablauf der gegenseitigen Steuerung zwischen Antriebsglied 5 und Federhaus 6 wird von der eingestellten Verschlußzeit nicht beeinträchtigt. Es tritt lediglich im Ablauf des Antriebsgliedes die gewünschte zeitliche Verzögerung im Offenbereich der Setkoren ein. Auch bei Zeitaufnahmen (B) laufen die einzelnen Bewegungen zunächst wie beschrieben ab, bis das Antriebsglied durch den nicht dargestellten B-Hebel im Offenbereich der Sektoren aufgehalten wird. Dabei ist das Federhaus 6 noch durch die Sperrnase 26 des Sperrsteuerhebels 1.8 gesperrt. Wird der Auslösehebel 38 losgelassen, so wird hierdurch in bekannter Weise der B-Hebel so beeinflußt, daß er die Sperre des Antriebsgliedes 5 wieder aufhebt. Dieses kann dann weiterlaufen, die Sektoren schließen und mit seinem Nocken 16 den Sperrsteuerhebel 18 verschwenken, so daß auch das Federhaus 6, wie zuvor beschrieben, wieder freigesetzt wird und unter Spannung der Verschlußfeder 7 sich in Bewegung setzen kann. Beim Loslassen des Auslösehebels 38 legt sich dessen Lappen 37 zunächst mit seiner Unterkante 53 auf die Oberkante 54 des Sperrlappens 35. Wenn dieser unter der Wirkung des Nockens 16 entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt wird, kann auch der Auslösehebel 38 in seine Ausgangslage zurückfallen, so daß der unter der Wirkung des Nockens 22 erneut verschwenkte Sperrsteuerhebel18 vor Erreichen seiner äußersten Lage vom Auslösehebel 38 wie bei Momentaufnahmen gesperrt wird. Durch Verschwenken des Umschalthebels 46 gegen den Gehäuseanschlag 49 wird der Verschluß für Reihenaufnahmen vorbereitet. Dadurch wird der Auslösehebel 38 vor Erreichen seines Gehäuseanschlages 45 durch Auflaufen seiner Sperrnase 51 auf die Sperrfläche 50 in einer Stellung gegen eine Weiterbewegung gesperrt, in der sein Lappen 37 mit keinem der beiden Sperrlappen 35, 36 des Steuerhebels zum Eingriff gelangt. Die zuvor beschriebenen sich gegenseitig auslösenden Bewegungen von Antriebsglied 5 und Federhaus 6 mittels der Nocken 16 bzw. 22 und der Lappen 17 bzw. 25 unter Verschwenken des Sperrsteuerhebels 18 können sich dadurch ungehindert in fortlaufender Folge vollziehen, bis der Auslösehebe138 losgelassen wird, so daß er den Sperrsteuerhebel18 und damit den Ablauf des Federhauses 6 sowie des Antriebsgliedes 5 wie beschrieben wieder sperrt.
  • In den Fig. 2 und 3 ist eine andere Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Hier ist das Federgehäuse 29 der Speicherfeder 32 fest mit der Filmperforationswalze 55 verbunden. Das fest am Gehäuse 29 sitzende Zahnrad 28 ist als Kegelrad ausgebildet. Es ist mit dem Kegelrad 56, welches auf einer Achse 60 angeordnet ist, im Eingriff. Am anderen Ende der Achse 60 ist ein Zahnrad 57 befestigt. Dieses ist über die Zahnräder 58, 59 mit dem am Federhaus 6 angeordneten Zahnrad 27 gekuppelt. Die Wirkungsweise dieser Anordnung in bezug auf den Ablauf- und Spannvorgang des Zentralverschlusses ist dieselbe wie bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1. Bei jedem Spannvorgang jedoch, also bei jeder Drehung des Federgehäuses 29, wird die Perforationswalze 55 mitgedreht und damit der Film gleichzeitig mit dem Spannen des Verschlusses weitertransportiert. Durch diese Anordnung ist also der Verschlußspannvorgang mit dem Filmtransport gekuppelt.

Claims (13)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Fotografischer Zentralverschluß mit einem vollumlaufenden, auf den Sektorenring einwirkenden Antriebsorgan und einem während des Verschlußablaufs in Ruhe verbleibenden Spannorgan, dadurch gekennzeichnet, daß die Spann- und die Ablaufbewegung des Verschlusses mittels eines Federwerks (30, 32, 29) und einer Verschlußantriebsfeder (7) über mindestens ein Sperr- und Steuerglied (18) wechselweise steuerbar ist.
  2. 2. Fotografischer Zentralverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Federwerk (30, 32, 29) am Federkern (30) spannbar und durch Drehung des Federgehäuses (29) entspannbar ist, während die Verschlußantriebsfeder (7) vorn Federhaus (6) her spannbar und vom Antriebsorgan (5) her am Federkern entspannbar ist.
  3. 3. Fotografischer Zentralverschluß nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Federgehäuse (29) und das Federhaus (6) durch Zahnräder (28, 27) gekuppelt sind.
  4. 4. Fotografischer Zentralverschluß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperr- und Steuerglied (18) als doppeltwirkende Ankersperre ausgebildet ist.
  5. 5. Fotografischer Zentralverschluß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Auslösehebel (38) vorgesehen ist, bei dessen Auslösung das Sperr- und Steuerglied (18) unter der Wirkung des Federwerks (32, 29, 28) aus der Sperrstellung des Antriebsorgans (5) entfernbar ist und dabei das Federhaus (6) der Antriebsfeder (7) gegen weitere Verdrehung gesichert wird, während gegen Ende der Verschlußbewegung das Sperr- und Steuerglied (18) wieder aus der Sperrstellung des Federhauses (6) der Antriebsfeder (7) entfernbar ist und dabei das Antriebsorgan (5) gegen Verdrehung gesichert wird.
  6. 6. Fotografischer Zentralverschluß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslösehebel (38) mittels eines Umschalthebels (46) für die Reihenbelichtung bei Auslösung derart in eine Zwischenstellung verbringbar ist, daß das Sperr-und Steuerglied (18) in die beiden Sperrstellungen für das Antriebsorgan (5) und für das Federhaus (6) der Antriebsfeder (7) fortlaufend wechselweise verstellbar ist.
  7. 7. Fotografischer Zentralverschluß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperr- und Steuerglied (18) eine Sperrnase (21) aufweist, die mit einer Anschlagkante (20) des Antriebsorgans (5), ferner einen Lappen (25), welcher mit einem Nocken (22) des Federhauses (6), außerdem eine Sperrnase (26), die mit einer Anschlagkante (24) des Federhauses (6), und weiterhin einen Lappen (17), welcher mit einem Nocken (16) des Antriebsorgans (5) wechselweise in Eingriff bringbar ist. B.
  8. Fotografischer Zentralverschluß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Nocken (16) derart ausgebildet ist, daß mittels der Antriebsfeder (7) durch seine Einwirkung auf den Lappen (17) das Sperr- und Steuerglied (18) verschwenkbar ist.
  9. 9. Fotografischer Zentralverschluß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Nocken (22) derart ausgebildet ist, daß mittels der Speicherfeder (32) durch seine Einwirkung auf den Lappen (25) das Sperr- und Steuerglied (18) verschwenkbar ist.
  10. 10. Fotografischer Zentralverschluß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslösehebel (38) bei Stellung des Umschalthebels (46) für Einzelbelichtungen derart im Bereich des Sperr- und Steuergliedes (18) angeordnet ist, daß das Sperr-und Steuerglied (18) nach einer Ablauf- und Spannbewegung in der Sperrstellung des Antriebsorgans (5) gehalten ist.
  11. 11. Fotografischer Zentralverschluß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Lappen (37) des Auslösehebels (38) in der Ausgangsstellung des Auslösehebels (38) mit einem Sperrlappen (35) des Sperr- und Steuergliedes (18) im Eingriff steht.
  12. 12. Fotografischer Zentralverschluß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei Stellung des Umschalthebels (46) für Einzelbelichtungen der Lappen (37) des Auslösehebels (38) gegen Ende der Ablaufbewegung des Antriebsorgans (5) derart mit dem Lappen (36) des Sperr- und Steuergliedes (18) zusammenwirkt, daß das Antriebsorgan (5) erst nach Rückkehr des Auslösehebels (38) in seine Ausgangsstellung spannbar ist.
  13. 13. Fotografischer Zentralverschluß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Federwerk (30, 32, 29) und die Filmtransportvorrichtung miteinander gekuppelt sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1009 015, 1033 505.
DEA31550A 1959-03-10 1959-03-10 Fotografischer Zentralverschluss Pending DE1108558B (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
DEA31550A DE1108558B (de) 1959-03-10 1959-03-10 Fotografischer Zentralverschluss
US13944A US3165994A (en) 1959-03-10 1960-03-09 Shutter control structure for cameras

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DEA31550A DE1108558B (de) 1959-03-10 1959-03-10 Fotografischer Zentralverschluss

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DE1108558B true DE1108558B (de) 1961-06-08

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