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Schachtel mit Schiebedeckel für Tabletten Es sind Schachteln mit Schiebedeckeln
für in Reihe nebeneinander und versetzt zueinander liegendeTabletten bekanntgeworden,
bei denen nicht nur die äußere Umrandung des Bodenteiles und des Deckels, sondern
auch der innere, für die Aufnahme der Tabletten vorhandene Raum des Bodenteiles
rhombusartige Gestalt mit stark abgerundeten Ecken aufweist.
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Um aus diesen bekannten Schachteln Tabletten einzeln durch Kippen
der Schachtel entnehmen zu können, wird an der einen Rhombusseite ein besonderer
Schieber vorgesehen, der die Breite einer Tablette hat und der jeweils durch Herausziehen
den Raum für eine einzige Tablette im Deckel freigibt.
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Nach der Erfindung wird bei rhombusartig gestalteten Schachteln die
Entnahme in einfacher Weise dadurch erreicht, daß der äußere Umriß des Bodenteiles
und des Deckels in ihrer Form im wesentlichen übereinstimmen. Hierbei hat der spitzwinklige
Teil eine Abrundung, die in bekannter Weise dem Radius der unterzubringenden Tablette
entspricht, und der in einer schwächeren Wölbung sichelartig in eine der Längswandungen
ausläuft.
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Durch diese Ausgestaltung der Schachtelteile ist ein besonderer Schieber
im Deckel nicht notwendig. Dies ist deshalb möglich, weil bei entsprechendem Herausziehen
des Deckels die im spitzwinkligen und abgerundeten Teil der Schachtel ruhende Tablette
vom Deckel schon völlig freigegeben ist, während die im stumpfwinkligen Teil befindliche,
an der betreffenden Rhombusseite anliegende Tablette durch die sichelartige Wölbung
noch teilweise abgedeckt ist, wodurch erreicht wird, daß beim Kippen der Schachtel
nur die eine im spitzwinkligen und abgerundeten Teil ruhende Tablette herausfällt.
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Zwecks Erhöhung der Sicherheit gegen gleichzeitiges Herausfallen
von mehr als einer Tablette kann es von Vorteil sein, im Bereich der zweiten, nur
teilweise vom Deckel abgeschirmten Tablette am Bodenteil in der Nähe des oberen
Randes und im Bereich der sichelartigen Wölbung einen derart übergreifenden Rand
vorzusehen, daß die an dieser Stelle in der Schachtel ruhende Tablette beim Kippen
der Schachtel nicht nur von dem übergreifenden Teil des Deckels, sondern auch von
diesem am Bodenteil angeordneten Rand am Herausfallen gehindert wird.
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Andererseits hört dieser Rand an der Stelle auf wo sich die Tablette
im spitzwinkligen und abgerundeten Teil der Schachtel befindet, weil diese Tablette
beim Kippen der Schachtel herausfallen soll.
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Da sowohl der Boden- als auch der Deckelteil, in der Draufsicht gesehen,
die gleiche rhombusartige Gestalt mit stark abgerundeten Ecken hat, wird beim teilweisen
Herausziehen des Deckels ein im Grundriß halbsichelartiger Raum freigegeben, wobei
die
breiteste Stelle dieses Raumes in der spitzwinkligen Ecke der Schachtel liegt,
so daß an dieser Stelle bei entsprechendem Herausziehen des Schiebedeckels die Tablette
herausfallen kann, während die nächstliegende Tablette wegen des schmaler werdenden
halbsichelartigen Raumes teilweise vom Rand des Schiebedeckels abgedeckt ist.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung seien an Hand eines Ausbildungsbeispiels
gemäß der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt Fig. 1 einen teilweisen Querschnitt
nach der Linie I-I der Fig. 2 und einen teilweisen Aufriß durch eine Schachtel mit
Schiebedeckel, Fig. 2 eine Draufsicht auf die Schachtel nach der Fig. l mit teilweise
zurückgezogenem Deckel, Fig. 3 eine Unteransicht auf die Schachtel, ebenfalls mit
teilweise herausgezogenem Deckel.
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Gemäß den Fig. 1 bis 3 besteht die Tablettenschachtel aus einem Bodenteil
1 und einem Deckel 2. Der Bodenteil ist im Grundriß rhombusartig geformt, wobei
die vier Ecken des Rhombus mit großen Abrundungen versehen sind. Der Umriß des Bodenteiles
1 der Schachtel ist mit einer Wandung3 versehen, die der Höhe der einzubringenden
Tabletten 4 entspricht.
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An den beiden spitzwinkligen Ecken ist die Abrundung 5 dem Krümmungsradius
nach entsprechend dem Durchmesser der Tablette 4 gewählt. Vom Punkt 6 aus ist die
Stirnwandung7 schwach gewölbt ausgeführt und bis in die Längswandung 8 mit dieser
schwachen Wölbung auslaufend gestaltet. Diese Wölbung in der Verbindung mit der
Breite und Länge der Schachtel erhält man dadurch, daß man die entsprechende Anzahl
in die Schachtel einzubringender Tabletten
in zwei Reihen derart
übereinanderliegend anordnet, daß jeweils die obere Reihe gegenüber der unteren
um den Radius der Tabletten versetzt liegt.
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Dadurch erreicht man einmal, daß die Breitenabmessung der Schachtel
geringer ist, als wenn die Tabletten der beiden Reihen genau gegenüberliegen, und
hat zum anderen den Vorteil, daß die Stirnseiten der Schachteln rhombusartig mit
stark abgerundetem Eckenverlauf ausgeführt werden können. Man braucht hierhei lediglich
tangentenartige Berührungslinien von einer Tablette zur anderen zu führen und diese
Berührungslinien in stetig gekrümmte Kurven uinzugestalten, um die äußere Umrißlinie
der Schachtel zu erhalten, wie dies Fig. 2 zeigt.
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Um zu verhindern. daß beim Herausnehmen einer Tablette nach der anderen
die einzelnen in der Schachtel ruhenden Tabletten durch Schütteln nachrollen und
sich verklemmen, ist es vorteilhaft, zwischen der in der äußersten Ecke befindlichen
Tablette 4 und der benachbarten, in der gleichen Längsreihe liegenden Tablette 9
eine Trennrippe 10 vorzusehen, deren in das Schachtel innere hineinragende Länge
etwas kleiner ist als der Durchmesser der Tablette. Diese Rippe hat den weiteren
Vorteil, daß bei Herausnahme einer Tablette die nächste Tablette nicht aus der gleichen
Reihe nachrollt, sondern diejenige Tablette, die sich in der anschließenden Reihe
befindet. Dadurch wird mit größerer Sicherheit vermieden, daß beim Kippen der Schachtel
nicht nur eine Tablette, sondern kurz nacheinander zwei oder mehrere Tabletten herausfallen.
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Aus Gründen der bequemen Handhabung ist es vorteilhaft, aber nicht
zur Erfindung gehörend, den Schiehedeckel nicht nur nach der einen Richtung aufschiebbar
zu machen, sondern diesen Deckel so zu gestalten, daß man ihn wahlweise nach der
einen und anderen Richtung aufschieben kann, wobei die Form des Bodenteiles dann
an beiden Schmalseiten so gewählt wird, daß - gleichgültig nach welcher Richtung
der Deckel verschoben wird - die gleich günstige Wirkung des Herausfallens lediglich
einer einzigen Tablette eintritt.
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Damit man nicht genau darauf achten muß, wie weit der Schiebedeckel
herausgeschoben werden muß, um nur eine einzige Tablette durch Herausfallen zu entnehmen,
ist es in bekannter Weise vorteilhaft, den Schiebedeckel mit einer Nase zu versehen,
die in eine entsprechende Rast am Bodenteil federnd einrastet, so daß man beim Aufschieben
des Deckels deutlich das Einrasten spürt und damit genau die Stellung des Deckels
erreicht, bei welcher nur eine einzige Tablette freigegeben, die nächste jedoch
so abgedeckt wird, daß sie nicht gleichzeitig mit der ersten Tablette herausfallen
kann.
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Der Deckel 2 besteht aus der flachen Deckelplatte 11 und den beiden
seitlichen Wandungen 12, die rechtwinklig ahgebogen sind und die Seitenwandungen
13 des Bodenteiles 1 umgreifen. Die Seitenwandungen 12 des Deckelteiles weisen schließlich
einen rechtwinklig um die Bodenfläche 14 des Bodenteiles 1 umgebogenen Rand 15 auf.
Die Seitenwandungen 12 und der Rand 15 erstrecken sich etwa nur über die Hälfte
der Gesamtlänge des Deckelteiles, und zwar im Mittelteil, wobei nach beiden Schmalseiten
die Enden 16 des Deckelteiles in ihrer besonderen Gestalt herausragen.
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In der Mitte des einen Randes 15 des Deckelteiles ist eine nach ohen
eingedrückte Sickel7 vorgesehen, die in eine der Rasten 18, 19 an der Bodenflächel4
des Bodenteiles eingreift. Damit der Rand 15 mit der Bodenfläche 14 des Bodenteiles
fluchtet, sind etwa der
Breite des Randes 15 entsprechende stufenartige Ausnehmungen
20 an beiden Längskanten des Bodenteiles 1 vorgesehen. Die Rasten 18, 19 sind in
diesen Ausnehmungen 20 vorgesehen.
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Durch die beiden Rasten 18, 19 wird erreicht, daß, je nachdem, nach
welcher Richtung man den Deckel 1 verschiebt, die Sickel7 entweder in die eine Rastl8
oder in die andere Rastl9 einrastet. Die letzte Stellung ist in der Fig. 3 dargestellt.
In diesen beiden Raststellungen wird von dem Deckel entweder die eine oder die andere
Schmalseite des Bodenteiles zwecks Entnahme einer Tablette freigegeben.
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Wie aus Fig. 2 ersichtlich, wird die in der zweiten Reihe an die
Schmalseite des Bodenteiles der Schachtel angrenzende Tablette 21 nur kreisabschuittartig
von der Kante7 des Deckels 2 abgedeckt. Diese geringe Abdeckung genügt manchmal
nicht, um beim Kippen der Schachtel das gleichzeitige Herausfallen dieser Tablette
21 mit der ersten Tablette 4 zu verhindern. Es ist daher vorteilhaft, im Bereich
dieser zweiten Tablette 21 entlang dem Abschnitt 24 einen schmalen Rand 22 an der
oberen Kante des Bodenteiles vorzusehen, der über die Tablette 21 greift, der andererseits
aber wieder nur so lang sein darf, daß beim Nachrollen der Tablette 21 in die Stellung
der Tablette4, nachdem diese entnommen worden ist, ein störungsfreies Herausfallen
der Tablette 21 möglich ist.
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Der Bodenteil kann aus Blech gepreßt werden. In diesem Fall wird
die Rippe 10 entsprechend der Querschnittsdarstellung der Fig. 1 gefertigt, indem
von unten her ein Spalt 23 frei bleibt und die Rippe 10 aus zwei dicht nebeneinander
liegenden Wandungsteilen des Blechmaterials besteht.
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Man kann die Schachtelteile aber auch aus Leichtmetall oder auch
aus eventuell durchsichtigem Kunststoff herstellen.
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Man kann die Schachteln auch in der Weise ausbilden, daß die Tabletten
nicht nur in zwei Reihen nebeneinander, sondern außerdem auch noch in jeder Reihe
zwei Tabletten übereinander zu liegen kommen.
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Dann muß allerdings die Höhe der Schachtel doppelt so hoch gewählt
werden wie bei der Ausführungsform gemäß den Fig. 1 bis 3.
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PATENTANSPRVCHE 1. Schachtel mit Schiebedeckel für in Reihen nebeneinander
und versetzt zueinander liegende Tabletten, bei der nicht nur die äußere Umrandung
des Bodenteiles und des Deckels, sondern auch der innere, für die Aufnahme der Tabletten
vorhandene Raum des Bodenteiles rhombusartige Gestalt mit stark abgerundeten Ecken
haben, dadurch gekennzeichnet, daß der äußere Umriß des Bodenteils (1) und des Deckels
(2) in ihrer Form im wesentlichen übereinstimmen, wobei der spitzwinklige Teil eine
Abrundung (5) hat, die in bekannter Weise dem Radius der unterzubringenden Tablette
(4) entspricht und in einer schwächeren Wölbung sichelartig in einer Längswand (8)
ausläuft.