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DE1093031B - Hochdruckschmiermittel auf Mineraloelbasis - Google Patents

Hochdruckschmiermittel auf Mineraloelbasis

Info

Publication number
DE1093031B
DE1093031B DED30609A DED0030609A DE1093031B DE 1093031 B DE1093031 B DE 1093031B DE D30609 A DED30609 A DE D30609A DE D0030609 A DED0030609 A DE D0030609A DE 1093031 B DE1093031 B DE 1093031B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mineral oil
molybdenum
test
pressure lubricant
wear
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED30609A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Karl A Fischer
Dr Werner Hansen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Wintershall Dea International AG
Original Assignee
Deutsche Erdoel AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Deutsche Erdoel AG filed Critical Deutsche Erdoel AG
Priority to DED30609A priority Critical patent/DE1093031B/de
Priority to GB16020/60A priority patent/GB931782A/en
Publication of DE1093031B publication Critical patent/DE1093031B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10MLUBRICATING COMPOSITIONS; USE OF CHEMICAL SUBSTANCES EITHER ALONE OR AS LUBRICATING INGREDIENTS IN A LUBRICATING COMPOSITION
    • C10M137/00Lubricating compositions characterised by the additive being an organic non-macromolecular compound containing phosphorus
    • C10M137/02Lubricating compositions characterised by the additive being an organic non-macromolecular compound containing phosphorus having no phosphorus-to-carbon bond
    • C10M137/04Phosphate esters
    • C10M137/10Thio derivatives
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10MLUBRICATING COMPOSITIONS; USE OF CHEMICAL SUBSTANCES EITHER ALONE OR AS LUBRICATING INGREDIENTS IN A LUBRICATING COMPOSITION
    • C10M2223/00Organic non-macromolecular compounds containing phosphorus as ingredients in lubricant compositions
    • C10M2223/02Organic non-macromolecular compounds containing phosphorus as ingredients in lubricant compositions having no phosphorus-to-carbon bonds
    • C10M2223/04Phosphate esters
    • C10M2223/045Metal containing thio derivatives
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10NINDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASS C10M RELATING TO LUBRICATING COMPOSITIONS
    • C10N2010/00Metal present as such or in compounds
    • C10N2010/12Groups 6 or 16

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Lubricants (AREA)

Description

  • Hochdruckschmiermittel auf Mineralölbasis Es ist bekannt, daß die Hochdruckeigenschaften eines Schmiermittels auf Mineralölbasis durch Zusatz bestimmter Stoffe günstig beeinflußt werden. Unter Verminderung des Abriebes und der Reibung verhindern sie ein Festfressen der Lagerteile auch bei sehr hoher Belastung des Ölfilms.
  • Zur Herstellung derartiger Hochdruckschmiermittel ist eine große Zahl von organischen Verbindungen geeignet, die in einem Schmierstoff gelöst oder suspendiert vorliegen können. Ihre Wirksamkeit ist meist auf bestimmte funktionelle Gruppen oder Bauelemente im Molekül zurückzuführen: Am bekanntesten sind Verbindungstypen, die Schwefel, Halogen oder Phosphor allein oder auch in Kombination miteinander enthalten.
  • Zu den schwefelhaltigen Zusätzen gehören beispielsweise Verbindungsklassen, wie Sulfide, Polysulfide, Thioäther, Xanthogenate, Derivate von Thiophosphorsäuren, Sulfonsäurederivate, geschwefelte fette Öle oder Einwirkungsprodukte von Schwefel auf ungesättigte K.W.-Stoffe. Halogene finden z. B. Anwendung in Form von halogenierten Paraffinen, Aromaten, Athern und Alkoholen. Phosphorhaltige Hochdruckzusätze sind unter anderem Phosphorsäureester, Phosphorigsäureester bzw. ihre entsprechenden Thioverbindungen, Phosphine, Phosphatide oder Einwirkungsprodukte von Phosphorhalogeniden bzw. -sulfiden auf geeignete organische Verbindungen (Olefine, Phenole, Terpene, Stickstoffverbindungen).
  • Neben diesen Stoffen haben sich auch einige Substanzen in der Praxis bewährt (Graphit, Molybdänsulfid), die entweder als Trockenschmiermittel oder in suspendierter bzw. kolloidaler Form Anwendung finden. Sie haben aber die bisher gebräuchlichen hydrodynamischen Schmierstoffe nicht verdrängen können und gelangen nur dort zum Einsatz, wo spezielle Schmierprobleme vorliegen.
  • Es sind auch Hochdruckschmiermittel bekannt, die Lösungen von Molybdänblau in Monothiophosphorsäureestern enthalten. Hier liegt das Molybdänblaukolloid gelöst und nicht in Form einer Verbindung mit dem Thiophosphorsäureester vor; derartige Hochdruckschmiermittel sind wasserempfindlich.
  • Demgegenüber wurde nun gefunden, daß salzähnliche Molybdänverbindungen der Thiophosphorsäureester, die in Mineralöl löslich sind, in ganz besonderem Maße die Druckfestigkeit von Schmiermitteln erhöhen. Auch sind diese Zusätze gegenüber Wasser unempfindlich.
  • In bekannter Weise werden diese Substanzen durch Reaktion von Molybdän-V-halogeniden mit Thiophosphorsäurediestern erhalten. Sie werden in Lösungen von 0,5 bis 5 Gewichtsprozent, bezogen auf das Schmiermittel, verwandt.
  • Die Prüfung auf Hochdruckeigenschaften fand im Zahnradverspannungsprüfstand von G. Niemann (sogenannter FZG-Test) statt. Bei diesem Test wird der Einfluß des Schmierstoffes auf die Tragfähigkeit und ferner auf den Verschleiß von Zahnrädern im Kurzversuch zahlenmäßig ermittelt. Dies geschieht in der Weise, daß innerhalb eines Systems von zwei parallelen Wellen, die über zwei Zahnradpaare miteinander im Eingriff stehen, eine Verspannung eingebracht werden kann. Der Test ist so eingerichtet, daß innerhalb von zwölf Laststufen eine Verspannung bis zu einem Drehmoment von 54,5 mkg (gemessen an einem Zahnrad) einstellbar ist. Bei der Auswertung des Testes wird der Abrieb (mg) der Zahnräder in Abhängigkeit von der übertragenen Arbeit (PSh) in den einzelnen Laststufen in einem Diagramm aufgetragen. Den Tangens des Neigungswinkels dieser so erhaltenen Kurve bezeichnet man als spezifischen Verschleiß. Ein übermäßiger Abrieb der Zahnräder kann während des Prüflaufes in einer Laststufe einen starken Anstieg der Verschleißkurve bedingen. Diese Erscheinung gilt als Umsprung in die Verschleißhochlage und beendet den Test. Die im folgenden beschriebenen Prüfläufe wurden als Normaltest A (A = Zahnform mit höchstem Gleitanteil) bei einer Motorendrehzahl von 1450 U/min (Umfangsgeschwindigkeit des Ritzels: 8,3 m/sec) und einer Anfangssumpftemperatur von 90'C ausgeführt. Als Grundöl wurde ein Raffinat von 20'E/50'C verwandt.
  • Die zur Erreichung eines geringen spezifischen Verschleisses und zur Verhinderung eines frühzeitigen Umsprunges in die Verschleißhochlage erforderlichen Zusatzmengen sind bei den erfindungsgemäß zu verwendenden Molybdänthiophosphaten geringer als bei den bisher benutzten Zusätzen. Außerdem treten kaum Flankenschäden an den Zahnrädern auf. Meist werden alle zwölf Laststufen mit äußerst geringem Verschleiß durchlaufen, wobei sich bis zur letzten Laststufe oft nur Poliereffekte an den Zahnflanken bemerkbar machen. Beispiel 1 Bei Verwendung von Molybdän-O,O-di-4-Chlorphenylthiolthionophosphat [(4 - Cl - C,H40)2PS2]5M0 in einer Konzentration von 1,5 Gewichtsprozent ergibt die Prüfung auf dem FZG-Prüfstand folgendes Bild. Die Verschleißkurve fällt leicht ab, und zwar in der Weise, daß von der fünften bis zwölften Laststufe eine Gewichtszunahme von 9 mg beobachtet werden kann. Es treten überhaupt keine Flankenschäden ein. In der elften und zwölften Laststufe sind die Flanken der Zahnräder als poliert anzusprechen. Ein Umsprung in die Verschleißhochlage kann nicht beobachtet werden. Beispiel 2 Bei Prüfung des Zusatzes Molybdän-O,O-dibutylthiolthionophosphat [(n-C,H90)ZPS@5Mo in einer Konzentration von 0,5 Gewichtsprozent auf dem FZG-Prüfstand kann folgendes Ergebnis erzielt werden. Der Zusatz läuft ohne Umsprung in die Verschleißhochlage alle zwölf Laststufen durch. Dabei kann ein spezifischer Verschleiß von 0,076 mg/PSh von der fünften bis zwölften Laststufe festgestellt werden. Feinste Kratzer werden erst in der zehnten Laststufe bemerkt. Beispiel 3 Eine Mineralöllösung von 1,4 Gewichtsprozent Molybdän-O,O-di-4-Methylphenylthiolthionophosphat [(4-CH3-C6H40)2PS2)5M0 zeigt im FZG-Test folgendes Resultat. Die Verschleißkurve ist abfallend, d. h., es tritt eine Gewichtszunahme ein; sie beträgt in der siebenten bis zwölften Laststufe 10 mg. Ohne Umsprung in die Verschleißhochlage werden alle zwölf Laststufen durchlaufen, wobei keine Flanken-Schäden an den Zahnrädern auftreten. Nur in der neunten bis zwölften Laststufe ist ein Poliereffekt an den Flanken zu beobachten.
  • Beispiel 4 Die Überlegenheit der erfindungsgemäßen Hochdruckzusätze gegenüber schon bekannten organischen Molybdänverbindungen ergibt sich aus folgendem Versuch: Bei Verwendung einer Mineralöllösung mit einem Zusatz von 0,5 Gewichtsprozent Molybdän-Hexylbrenzcatechinat (C,2 02 H18) 5 M02 tritt in der neunten Laststufe ein Umsprung in die Verschleißhochlage ein. In der zweiten bis achten Laststufe wird ein spezifischer Verschleiß von 0,072 mg/PSh festgestellt.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Hochdruckschmiermittel auf Mineralölbasis, gekennzeichnet durch einen Gehalt an öllöslichen Umsetzungsprodukten von Molybdän-(V)-halogeniden mit Thiophosphorsäureestern der allgemeinen Formel: [(R X)2 P (S) S] 5 Mo wobei R eine Aryl-, Alkyl- oder Aralkylgruppe darstellt, die auch substituiert sein kann, X = Sauerstoff oder Schwefel.
  2. 2. Hochdruckschmiermittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehalt an organischen Molybdänverbindungen etwa 0,5 bis 5 Gewichtsprozent beträgt, bezogen auf das Schmiermittel. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 954 448; britische Patentschrift Nr. 773 820.
DED30609A 1959-05-05 1959-05-05 Hochdruckschmiermittel auf Mineraloelbasis Pending DE1093031B (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED30609A DE1093031B (de) 1959-05-05 1959-05-05 Hochdruckschmiermittel auf Mineraloelbasis
GB16020/60A GB931782A (en) 1959-05-05 1960-05-05 New metal organodithiophosphate salts and lubricating compositions containing them

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED30609A DE1093031B (de) 1959-05-05 1959-05-05 Hochdruckschmiermittel auf Mineraloelbasis

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1093031B true DE1093031B (de) 1960-11-17

Family

ID=7040568

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DED30609A Pending DE1093031B (de) 1959-05-05 1959-05-05 Hochdruckschmiermittel auf Mineraloelbasis

Country Status (1)

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DE (1) DE1093031B (de)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE954448C (de) * 1954-02-07 1956-12-20 Deutsche Erdoel Ag Hochdruckschmiermittel
GB773820A (en) * 1954-01-06 1957-05-01 Inst Francais Du Petrole Improvements in and relating to molybdenum lubricants and their manufacture

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB773820A (en) * 1954-01-06 1957-05-01 Inst Francais Du Petrole Improvements in and relating to molybdenum lubricants and their manufacture
DE954448C (de) * 1954-02-07 1956-12-20 Deutsche Erdoel Ag Hochdruckschmiermittel

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