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DE1089512B - Herstellung von Actinomycin Z - Google Patents

Herstellung von Actinomycin Z

Info

Publication number
DE1089512B
DE1089512B DEC19419A DEC0019419A DE1089512B DE 1089512 B DE1089512 B DE 1089512B DE C19419 A DEC19419 A DE C19419A DE C0019419 A DEC0019419 A DE C0019419A DE 1089512 B DE1089512 B DE 1089512B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
actinomycin
components
antibiotic
mixture
log
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC19419A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Ernst Gaeumann
Dr Ernst Vischer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Novartis AG
Original Assignee
Ciba Geigy AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy AG filed Critical Ciba Geigy AG
Publication of DE1089512B publication Critical patent/DE1089512B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07GCOMPOUNDS OF UNKNOWN CONSTITUTION
    • C07G11/00Antibiotics

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Pharmacology & Pharmacy (AREA)
  • Preparation Of Compounds By Using Micro-Organisms (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung eines neuen Antibiotikums, das im folgenden mit »Actinomycin Z« bezeichnet wird, seiner Komponenten, Derivate und Spaltprodukte.
Das Antibiotikum Actinomycin Z entsteht bei der Kultur eines neuen Stammes von Streptomyces fradiae, der im folgenden als Stamm NRRL 2765 beschrieben wird. Er wurde aus einer in Horsham, England, gesammelten Bodenprobe isoliert und wird in unseren Laboratorien und in der Eidgenössischen Technichen Hochschule, Institut für spezielle Botanik, Zürich, unter der Bezeichnung A 20 675 aufbewahrt.
Streptomyces fradiae NRRL 2765 bildet ein dunkelrotes zimtbraunes "bräunlichgraues Luftmycel. Die einzelnen Sporen sind glatt. Die Sporenketten bilden offene, regelmäßige Spiralen von meist mehr als fünf Windungen. Sie sind monopodial verzweigt und haben eine lange, gerade Hauptachse. Bei der Züchtung auf peptonhaltigen Nährböden verursacht der Stamm NRRL 2765 keine melanoide Verfärbung. Das Wachstum ist relativ wenig abhängig von der Temperatur; sowohl bei 18 als auch bei 40°C entwickelt sich der Pilz gut, doch liegt das Optimum zwischen 25 und 32° C.
Zur weiteren Charakterisierung wird im folgenden das Wachstum des Stammes NRRL 2765 auf verschiedenen Nährmedien beschrieben. Die Nährmedien 1 bis 7 und 10 wurden nach W. Lindenbein, Arch. MikrobioL, 17, 361 [1952] hergestellt.
1. Synthetischer Agar
Wachstum punktförmig bis pustelig, sattgelb oder kastanienbraun. Luftmycel sammetig, weißgrau bis bräunlichgrau. Substrat sattgelb bis dunkelbraun.
2. Synthetische Lösung
Sediment, Flocken milchweiß bis hellbraun. Pellikel punktförmig, weißgelb. Substrat hellbraun.
3. Glukose-Agar
Wachstum dünn, schleierartig, weißgelb. Luftmycel wird nicht gebildet. Substrat umverfärbt.
4. Glukose-Asparagin-Agar
Wachstum dünn, schleierartig, anfangs dottergelb, später goldgelb bis bräunlichgelb. Luftmycel sammetig, zimtbraun bis bräunlichgrau.
5. Calciummalat-Agar
Wachstum punktförmig bis pustelig, dottergelb. Luftmycel sammetig, schneeweiß bis zimtbraun. Substrat bräunlichgelb.
6. Gelatinestich (18°C)
Oberflächenwachstum punktförmig, bräunlichgelb. Luftmycel wird nicht gebildet. Substrat kastenienbraun. Verflüssigung nach 20 Tagen 0,6 cm,. nach 30 Tagen 1,1 cm.
Herstellung von Actinomycin Z
Anmelder:
CIBA Aktiengesellschaft, Basel (Schweiz)
Vertreter: Dipl.-Ing. E. Splanemann, Patentanwalt, Hamburg 36, Neuer Wall 10
Beanspruchte Priorität:
Schweiz vom 25. Juli 1958 und 5. Juni 1959
Dr. Ernst Gäumann, Vladimir Prelog, Zürich,
und Dr. Ernst Vischer, Basel (Schweiz),
sind als Erfinder genannt worden
7. Stärkeplatte
Wachstum pustelig, goldgelb. Luftmycel spärlich, staubig, einen feinen Überzug bildend, kreideweiß. Hydrolyse nach 8 Tagen 0,7 cm.
8. Kartoffeln
Wachstum runzelig, hellbraun. Luftmycel spärlich, hellgrau bis bräunlichgrau. Substrat nicht verfärbt.
9. Karotten
Wachstum runzelig, hellbraun. Luftmycel spärlich, kreideweiß. Substrat dunkelbraun.
10. Lackmusmilch
Wachstum spärlich, Pellikel dünn, hellgelb. Keine Peptonisierung oder Koagulation. Lackmus rot.
Der Stamm NRRL 2765 ist bezüglich Aussehen der Sporen, Farbe des Luftmycels, Spiralenbildung der Sporenketten und melanoider Verfärbung peptonhaltiger Nährböden identisch mit S. fradiae und wird deshalb vorläufig dieser Art zugezählt. Er unterscheidet sich von den bekannten Neomycin- und Fradicinproduzierenden Stämmen von S. fradiae (vgl. die deutsche Patentschrift 831754 und S.A. Waksman, »Neomycin«, Rutgers University Press [1953]), wie die folgende Tabelle zeigt:
009 608/311
3 S. fradiae S. fradiae 4 S. fradiae S. fradiae
(Originalbeschreibung) Nr. 3535 Nr. 3554 NRRL 2765
Stamm verzweigte Hyphen, verzweigte Hyphen, kurze, geschlossene verzweigte Hyphen
Morphologie ohne Spiralen ohne Spiralen Spiralen an den mit Spiralen an den
des Luftmycels Enden der Enden der
Sporophoren Sporophoren
rasche VerfL, keine rasche Verfl., keine rasche Verfl.., keine rasche Verfl.,
Gelatinestab Pigmente; punkt Pigmente; flockiges Pigmente; flockiges Pigmente leicht
förmig, creme Wachstum Wachstum kastanienbraun;
hellbraun punktförmig,
bräunlichgelb
Peptonisierung; starke starke keine
Lackmusmilch leicht alkalisch Peptonisierung; Peptonisierung; Peptonisierung;
pH gleich pH gleich leicht sauer
Wachstum orange; Wachstum flechten Wachstum flechten Wachstum runzelig,
Kartoffel kein lösliches artig; orange; kein artig; orange; kein hellbraun; kein
Pigment; wenig lösliches Pigment; lösliches Pigment; lösliches Pigment;
Luftmycel wenig Luftmycel wenig Luftmycel wenig Luftmycel
dünn, schleierartig, spärliches Wachs ziemlich reichliches üppiges Wachstum;
Stärke-Agar farblos, mit rosa tum; Luftmycel Wachstum mit rosa Luftmycel kreide
Luftmycel; spärlich, rosa mit Luftmycel mit weiß,
gute Hydrolyse weißem Rand; weißen Rändern; gute Hydrolyse
gute Hydrolyse gute Hydrolyse
Luftmycel Luftmycel Luftmycel Luftmycel zimt
Glucose-Asparagin- seemuschelrosa hellbraunviolett seemuschelrosa braun bis braun-
Agar grauviolett
Die vorliegende Erfindung ist, was die Herstellung des Antibiotikums ActinomycinZ anbelangt, nicht auf die Verwendung des Stammes NRRL 2765 oder anderer der Beschreibung entsprechender Stämme beschränkt, sondern betrifft auch die Verwendung von Varianten dieser Organismen, wie sie z. B. durch Selektionierung oder Mutation, insbesondere unter der Einwirkung von Ultraviolett- oder Röntgenstrahlen oder von Stickstoff-Senfölen, gewonnen werden.
Actinomycin Z ist deutlich verschieden von den bekannten Antibiotika der Neomycingruppe und Fradicin, die von den obenerwähnten Stämmen von S. fradiae produziert werden. Die Neomycine sind gegen Bakterien aktive glycosidartig aufgebaute Verbindungen, während Fradicin, eine Verbindung der empirischen Formel C3oH34N404, gegen Bakterien nicht aktiv, wohl aber fungicid wirksam ist (vgl. Waksman and Lechevalier, »Actinomycetes and their Antibiotics«, 1953).
Als Actinomycine bezeichnet man eine Gruppe von nahe verwandten roten, kristallinen, gegen Bakterien stark wirksamen Antibiotika, deren Molekül aus einem Farbstoffteil und einem Peptidteil aufgebaut ist. Bisher bekanntgeworden sind die Actinomycine A, B, C, F, I, J und X sowie deren Komponenten.
Actinomycin A (vgl. USA.-Patentschrift 2 378 876) ist eine von Streptomyces antibioticus gebildete, in zinnoberroten Plättchen kristallisierende Verbindung. Bei der Hydrolyse mit Salzsäure liefert sie die 5-Aminosäuren, L-Threonin, Sarkosin, L-Prolin, D-Valin und N-Methyl-L-valin (vgl. Ber., 87, 1045 [1954]).
Actinomycin B, aus einem nicht näher definierten Streptomyces-Stamm gewonnen (vgl. Todd et al., J. Chem. Soc. [1950], 2946), ist ebenfalls eine rote, kristallierte Substanz, die in zwei Hauptkomponenten B1 und B2 aufgeteilt werden kann und sich als identisch mit Actinomycin X bzw. dessen Komponenten X1 und X2 erwies (vgl. Brockmann, Ber., 87, 1045 [1954]). X1 enthält die gleichen Aminosäuren wie Actinomycin A, aber in anderem Molverhältnis, während X2 außerdem Oxyprolin enthält (vgl. Brockmann, Ber., 92, 1296 [1959]).
Actinomycin C (vgl. die deutschen Patentschriften 912 010, 925 064, 930 579 und 934715) ist eine von Streptomyces chrysomallus gebildete, in alizarinroten Bipyramiden kristallisierende Verbindung, die aus den Komponenten C1, C2, C3 und zwei Nebenkomponenten besteht. Die Hauptkomponente C2 weist außer den bereits genannten Aminosäuren noch Isoleucin auf, während die Hauptkomponente C3 D-Valin nicht enthält, wohl aber auch Isoleucin; C1 ist identisch mit Actinomycin A.
Actinomycin F (Hauptkomponenten F1 und F3; vgl. deutsche Patentschrift 1 021131 und Naturw., 43, 131 [1956]) ist ein Antibiotikum, das durch Zusatz von Sarkosin zu den Nährlösungen actinomycinbildender Streptomyceten erhalten wird; die Komponenten F1 und F3 unterscheiden sich von den bisher genannten Actinomycinen dadurch, daß sie kein L-Prolin enthalten; bei der Komponente F3 fehlt auch VaHn; beide Komponente weisen Isoleucin auf.
Actinomycin I (vgl. die deutsche Patentschrift 934 715 und Naturw., 41,65 [1954]) enthält als Hauptkomponente Actinomycin I1, das mit Actinomycin A identisch ist, daneben I0, das die gleichen Aminosäuren, aber in anderem Molveihältnis, aufweist, und einige weitere Nebenkomponenten.
Actinomycin J1 (vgl. J. Antibiot. Jap., 2, 181 [1949]) ist identisch mit Actinomycin B (vgl. Bossi et al., HeIv. Chim. Acta41,1645 [1958]), während J2 ein Gemisch von J1 mit einer antibiotisch inaktiven Verbindung ist.
Alle genannten Actinomycine unterscheiden sich durch
ihre Aminosäurekomponenten von Actinomycin Z.
Das Antibiotikum Actinomycin Z besteht aus mindestens sechs Komponenten Z0, Z1, Z2, Z3, Z4 und Z5, die mittels Papierchromatographie getrennt werden können und die verschieden sind von den Komponenten der Actinomycine C, X und I, auf die sich alle bekannten natürlichen Actinomycine zurückführen lassen. Die entsprechenden Daten sind in der folgenden Tabelle
I 089 512
zusammengestellt, wobei für die einzelnen Komponenten nach einem Vorschlag von Brockmann und Gröhne (Chemische Belichte, 87, 1036 [1954]) die RC2-Werte (= Verhältnis der Laufstrecke auf dem Papier eines unbekannten Actinomycins zur Laufstrecke des Actinomycins C2) angegeben werden:
Actinomycin Z
' RC2-Wert
Z
ca.
0,35
Z1
0,39
Z2
0,78
Z3
1,63
Z4
2,36
Z5
2,55
Actinomycin C
RC2-Wert
Ci
0,63
C2
1,00
C3
1,52
Actinomycin I
RC2-Wert
Ii
0,65
Actinomycin X Xo
0,20
Xi
0,65
X2
1,05
in Wasser wenigstens teilweise löslichen organischen Lösungsmittel wie Aceton, Butanol oder Methyläthylketon.
Man kann auch die Kulturen direkt, ohne .vorgängige 5 Abtrennung des Mycels, in der angegebenen Art und Weise extrahieren.
Eine weitere Anreicherung läßt sich dadurch erzielen, daß man die antibiotikumhaltigen organischen Extrakte zuerst mit einer sauren wäßrigen Lösung mit einem ίο pH unter 5 und dann mit einer alkalischen wäßrigen Lösung mit einem pH über 8 wiederholt auszieht, wobei die Hauptmenge der antibiotischen Aktivität in der organischen Phase bleibt, aus der das Actinomycin Z isoliert wird. Als saure wäßrige Lösungen eignen sich 15 verdünnte Säuren, wie Essigsäure, Salzsäure oder Schwefelsäure, oder Pufferlösungen, wie Citrat- oder Phosphatpuffer, und als alkalische wäßrige Lösungen verdünnte Alkalien, wie Natronlauge oder Kalilauge, oder Puffer-Für diese papierchromatographischen Untersuchungen lösungen, wie Phosphatpuffer u. dgl. bewährt sich ein Lösungsmittelsystem, bestehend aus ao Das rohe Actinomycin Z kann aus den Konzentraten Natrium-metakresotinat und einem Gemisch von 1 Volum- solcher Extrakte durch Zugabe von Petroläther, Pentan, teil Di-n-butyläther und 3 Volumteilen n-Butylacetat. Hexan u. dgl. direkt als amorphes rotes Pulver ausgefällt
Die Nährlösung enthält als anorganische Salze beispiels- werden.
weise Chloride, Nitrate, Carbonate, Sulfate von Alkalien, Ein gutes Reinigungsverfahren für das neue Anti-
Erdalkalien, Magnesium, Eisen, Zink, Mangan. Kohlen- 25 biotikum stellt die Chromatographie dar, wobei sich stoffquellen sind vor allem Kohlehydrate, wie z. B. Aluminiumoxyd als Adsorbens besonders bewährt hat. Glukose, Saccharose, Lactose und Stärke. Als stickstoff- Die Gewinnung des reinen Antibiotikums in kristalliner haltige Verbindungen und gegebenenfalls zuzusetzende Form nimmt man z. B. aus organischen Lösungsmitteln, wachstumsfördernde Stoffe seien z. B. genannt: Amino- wie aus Aceton, Methanol, Äthanol, Chloroform, Acetonsäuren und ihre Gemische, Peptide und Proteine sowie 3o Methanol-Gemischen, Aceton-Äther-Gemischen oder
Aceton-Petroläther-Gemischen, vor. Zum Umkristallisieren dienen dieselben Lösungsmittel oder auch wäßrigorganische Lösungen, wie verdünnte Alkohole, verdünntes Aceton usw.
Das Actinomycin Z kristallisiert in roten feinen Stäbchen. F. 260 bis 264°C;[a]D = -314°C (c =0,246 in Chloroform). Die Elementaranalyse liefert folgende Werte: C = 54,88 ο/,,, 54,65 %; H = 6,42 ■>/„, 6,57 °/0; N = 12,25 °/0, 12,03 »/„; O (berechnet) = 26,60 0I0. Sein UV-Absorptions-Schüttelflaschen oder den bekannten Fermentern. Als 4<> Spektrum zeigt Banden bei 242 πιμ (log E1 1,.* = 2,34), Temperatur eignet sich eine solche zwischen 18 und 4O0C. bei 429 my. (log £^=2,25) und bei 443 πιμ (log Eine wesentliche antibakterielle Wirkung zeigt die Nähr- E1 1^1 = 2,27). Im Infrarotspektrum, aufgenommen in lösung dabei im allgemeinen nach 24 bis 96 Stunden. Kaliumbromid (vgl. Fig. 1), sind Banden unter anderem
Zur Isolierung des Antibiotikums können z. B. folgende bei folgenden Wellenlängen sichtbar: 2,89, 3,36,3,40, 5,70, Verfahren dienen: Man trennt das Mycel vom Kultur- « 6,05,6,30,6,60,6,67,7,07,7,31,7,58,7,65,8,36,9,00,9,12, filtrat ab, wonach die Hauptmenge des Antibiotikums im 9,39, 13,30 und 14,40 μ.
Kulturfiltrat gefunden wird. Es bleiben aber trotzdem Zur Isolierung der sechs Komponenten des Actino-
namhafte Mengen des Antibiotikums am Mycel adsorbiert. mycins Z ist die Chromatographie geeignet. Als Adsorben-Es ist daher vorteilhaft, letzteres gut auszuwaschen. Dazu tien haben sich Aluminiumoxyd oder Cellulose besonders eignen sich besonders organische, mindestens teilweise 5o bewährt. Auch die Verteilung zwischen zwei nicht oder wasserlösliche Lösungsmittel wie Alkohole, z. B. Meth- nur teilweise mischbaren Phasen ist für die Anreicherung anol, Äthanol und Butanole, oder Ketone, z. B. Aceton der einzelnen Komponenten sehr zweckmäßig. Vorteil- und Methyläthylketon. Diese Mycelextrakte werden hafterweise wird dabei nach dem Gegenstromverfahren entweder direkt oder nach vorheriger Konzentration im gearbeitet. Als besonders günstiges Lösungsmittelsystem Vakuum zum Kulturfiltrat gegeben. Man extrahiert das 55 hat sich ein Gemisch einer wäßrigen Lösung von Natrium-Gemisch mit einem mit Wasser nicht mischbaren orga- /5-naphthalin-sulfonat mit Isopropyläther erwiesen. Diese nischen Lösungsmittel, wie Estern niederer Fettsäuren, genannten Methoden können einzeln oder in Kombination beispielsweise Äthylacetat oder Amylacetat, Kohlen- miteinander angewandt werden. Für die Reindarstellung Wasserstoffen, z. B. Benzol, chlorierten Kohlenwasser- der sechs Actinomycin-Z-Komponenten hat sich folgende stoffen, z. B. Äthylenchlorid, Methylenchlorid oder 6o Kombination als besonders günstig erwiesen:
ihre Hydiolysate, wie Pepton oder Trypton, Fleischextrakte, wasserlösliche Anteile von Getreidekörnern, wie Mais und Weizen, von Destillationsrückständen bei der Alkoholherstellung, von Hefe, Bohnen, insbesondere der Sojapflanze, von Samen, beispielsweise der Baumwoll- 35 pflanze.
Die Züchtung erfolgt aerob, also beispielsweise in ruhender Oberflächenkultur oder vorzugsweise submers unter Schütteln oder Rühren mit Luft oder Sauerstoff in
Chloroform, Ketonen, z. B. Methylpropylketon, Methylamylketon oder Diisobutylketon, Alkoholen, wie Butylalkoholen oder Amylalkoholen, Äthern, z. B. Äthyläther, Diisopropyläther, Dibutyläthern oder Glykoläthern u. dgl. An Stelle einer Lösungsmittelextraktion der Kulturen 65 oder in Kombination mit einer solchen als weitere Reinigungsoperation kann man das Antibiotikum auch durch Adsorption gewinnen, beispielsweise an Aktivkohle oder an aktivierten Erden, wie Fullererde oder Floridin, und
1. Chromatographie an Aluminiumoxyd, wobei die Komponenten Z0 und Z1 voneinander und von den Komponenten Z2 bis Z5 getrennt werden können;
2. Gegenstromverteilung, wobei die Komponente Z5 abgetrennt wird;
3. Chromatographie an Cellulose, wobei die Komponenten Z2, Z3 und Z4 voneinander getrennt werden.
Die Komponenten des Actinomycins Z können in
anschließende Extraktion des Adsorbates z. B. mit einem 7° kristalliner Form erhalten werden, wobei vorzugsweise
die für die Kristallisation des Actinomycins Z angegebenen Lösungsmittel und Lösungsmittelgemische verwendet werden. Im folgenden werden diese Komponenten näher charakterisiert:
Actinomycin Z0
Orangebraunes mikrokristallines Pulver; bei 250°C Zersetzung; UV-Absorption in Feinsprit: Banden bei 236 ηιμ (log E1 1,^ = 2,44) und bei 437 πιμ (log E1** =2,17).
Actinomycin Z1
Orangerote Kristalle; F. 256 bis 260°C (Zers.); [a]D = —362° (c =0,185 in Chloroform); Elementaranalyse: C = 53,97%, H = 6,79%, N = 12,30%, (CH3)N = 7,48 %, C H3 O = 0 %; UV-Absorptionsspektrum in Feinsprit: Banden bei 240 ΐημ (log E1 1^ =2,25), 427 πιμ (log E1 1^ = 2,00) und bei 442 ηιμ (log E1 1^ = 2,01).
Actinomycin Z5
Rote Kristalle; F.261 bis 267°C (Zers.); [d\D = - 284° (c = 0,244 in Chloroform); Elementaranalyse: C = 55,71%, H = 6,44%, N = 12,25%; UV-Ab-Sorptionsspektrum in Feinsprit: Banden bei 240 πιμ (log E1 1^ = 2,40), bei 428 ΐημ (log E/£ = 2,21) und bei 443 πιμ (log E1 1^ = 2,24).
Bei der sauren Hydrolyse von Actinomycin Z und von seinen Komponenten Z0, Z1, Z2, Z3, Z4 und Z8 entstehen unter anderem die Aminosäuren N-Methylvalin, Valin, N-Methylalanin, Sarkosin und Threonin.
Das Antibiotikum Actinomycin Z besitzt eine sehr hohe antibiotische Wirksamkeit gegenüber verschiedenen Testorganismen. Verwendet man als Testmethode in vitro Verdünnungsreihen (Zehnerpotenzen) in Glukosebouillon, die während 24 Stunden bei 37° C bebrütet werden, so ergeben sich folgende noch hemmende Konzentrationen:
Testorganismen
Micrococcus pyogenes, var. aureus
Micrococcus pyogenes, var. aureus, peni-
cillinresistent
Streptococcus pyogenes
Streptococcus viridans
Streptococcus faecalis
Corynebacterium diphtheriae
Bacillus megatherium
Mycobacterium tuberculosis *)
Entamoeba histolytica**)
Trichomonas foetus***)
Hemmende
Konzentration
/ig/cm3
10
10
10
10
10
10
10
100
1000
<40
*) In Kirchners synthetischem Medium mit 5% bovinem Albumin kultiviert; Ablesung des Wachstums nach 2 Wochen.
**) Kultur in Bacto-Entamoeba-Medium; Ablesung der amoebiciden Wirkung nach 24 Stunden.
***) In Bouillon mit 10% Pferdeserum bei 37° C kultiviert; Ablesung nach 4 Tagen.
Die Entwicklung von Influenza-Virus auf isolierten Membranen der Hühner-Chorioallantois von 14tägigen Bruteiern wird noch in einer Konzentration von 10 μg/cms gehemmt.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung bilden außer den Herstellungsverfahren für das Antibiotikum Actinomycin Z sowie für seine Komponenten Z0, Z1, Z2, Z3, Z4 und Z5 auch die genannten Verbindungen selbst, weiter die mittels Hydrierung oder Oxydation erhaltenen Umwandlungsprodukte sowie die Spaltprodukte, wie sie z. B. bei der Hydrolyse des Antibiotikums Actinomycin Z erhalten werden.
Das Antibiotikum Actinomycin Z, seine Komponenten Z0, Z1, Z2, Z3, Z4 und Z5, die obengenannten Umwandlungs- und Spaltprodukte oder entsprechende Gemische können als Heilmittel, z. B. in Form pharmazeutischer Präparate, Verwendung finden. Diese enthalten die
ίο genannten Verbindungen in Mischung mit einem für die enterale, parenterale oder lokale Applikation geeigneten pharmazeutischen organischen oder anorganischen Trägermaterial. Für dasselbe kommen solche Stoffe in Frage, die mit den neuen Verbindungen nicht reagieren, wie
z. B. Gelatine, Milchzucker, Stärke, Magnesiumstearat, Talk, pflanzliche Öle, Benzylalkohol, Gummi, PoIyalkylenglykole, Vaseline, Cholesterin oder andere bekannte Arzneimittelträger. Die pharmazeutischen Präparate können z. B. als Tabletten, Dragees, Pulver, Salben, Cremes, Suppositorien oder in flüssiger Foim als Lösungen, Suspensionen oder Emulsionen vorliegen. Gegebenenfalls sind sie sterilisiert und bzw. oder enthalten Hilfsstoffe, wie Konservierungs-, Stabilisierungs-, Netz- oder Emulgiermittel. Sie können auch noch andere therapeutisch wertvolle Stoffe enthalten.
Die Erfindung wird in den nachfolgenden Beispielen beschrieben, ohne daß damit eine Einschränkung des Erfindungsgegenstandes beabsichtigt ist. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.
Beispiel 1
Man bereitet eine Nährlösung der Zusammensetzung: 20 g Sojamehl, 20 g Mannit und 11 Leitungswasser und stellt sie auf pH 7,8 ein. Diese bzw. ein Vielfaches derselben wird in 500-cm3-Erlenmeyern (mit je 100 cm3 Nährlösung) oder in 500-1-Fermentern (mit je 3001 Nährlösung) abgefüllt und 20 bis 30 Minuten bei 1 atü sterilisiert. Dann impft man mit bis zu 10 % einer teilweise sporulierenden, vegetativen Kultur des Stammes NRRL 2765 an und inkubiert unter gutem Schütteln bzw. Rühren und in den Fermentern unter Belüftung (mit etwa 1 Volumen steriler Luft pro Volumen Nährlösung pro Minute) bei 27°. Nach 70 bis 120 Stunden Wachstum filtriert man die Kulturen unter Zusatz eines Filterhilfsmittels je nach Volumen durch eine Nutsche oder durch eine Filterpresse oder einen rotierenden Filter und befreit so die antibiotisch wirksame wäßrige Lösung vom Mycel und andeien festen Bestandteilen.
Beispiel 2
Verwendet man an Stelle des im Beispiel 1 angegebenen Mediums die im folgenden beschriebenen Nährlösungen a), b), c) oder d), so erhält man nach analoger Sterilisation, Beimpfung mit dem Stamm NRRL 2765, Inkubation bei 27° und Filtration wäßrige antibiotisch wirksame Lösungen:
a) 10 g Galaktose, 5 g Pepton, 3 g Fleischextrakt (Oxo Lab Lemco) und 11 Leitungswasser; pH vor der Sterilisation: 7,5.
b) 20 g Malzextrakt, 20 cm3 Maisquellwasser (corn steep liquor), 5 g Natriumchlorid, 0,2 g sek. Kaliumhydrophosphat, 2 g Calciumcarbonat und 11 Leitungswasser; pH vor der Sterilisation: 7,5.
c) 20 g Glycerin, 2,5 g Glykokoll, 1,0 g Natriumchlorid, 0,1 g sek. Kaliumhydrophosphat, 0,1 g krist. Ferrosulfat, 0,1 g krist. Magnesiumsulfat, 0,5 g Calciumcarbonat und 11 Leitungswasser; pH vor der Sterilisation: 7,5.
d) 20 g Glycerin, 1 g Caseinhydrolysat, 10 g Kaliumnitrat, 5 g sek. Kaliumhydrophosphat, 5 g Natriumchlorid, 5 g
Magnesiumsulfat, 10 mgkrist. Ferrosulfatundl 1 Leitungswasser; pH vor der Sterilisation: 7,5.
Beispiel 3
Der Filterrückstand eines gemäß Beispiel 1 oder 2 erhaltenen 120-1-Ansatzes wird mit 151 Aceton ausgerührt und erneut nitriert. Dies wird zweimal wiederholt, worauf man die antibiotikumhaltigen Acetonlösungeii vereinigt, im Vakuum auf 5 1 einengt und mit dem Kulturfiltrat vereinigt. Diese Lösung wird mit 701 Äthylacetat ίο ausgezogen, wobei die gesamte antibakterielle Aktivität in die organische Phase übergeht. Der Extrakt wird mit Wasser gewaschen, im Vakuum auf 5 1 eingedampft und dann mehrere Male mit 0,5n-Essigsäure und mit 2n-Natronlauge ausgeschüttelt. Schließlich trocknet man die Äthylacetatlösung über Natriumsulfat und konzentriert sie im Vakuum auf 21. Durch Zugabe von 11 Petroläther wird daraus das rohe Actinomycin Z in Form eines orangeroten Pulvers ausgefällt. (Ausbeute: 11,5 g.)
ao Beispiel 4
9,5 g des gemäß Beispiel 3 erhaltenen rohen Actinomycitts Z werden an einer Säule von 260 g neutralem Aluminiumoxyd der Aktivität III chromatographiert. Man eluiert die Säule mit je 500 cm3 abs. Benzol und Chloroform und mit 700 cm3 eines Gemisches von Chloroform— Methanol (98 : 2). Mit den ersten beiden Lösungsmitteln werden nur farblose, inaktive Nebenprodukte abgelöst, während das Chloroform-Methanol-Eluat tiefrotgefärbt ist und nach dem Eindampfen im Vakuum 4,5 g eines roten amorphen, biologisch aktiven Rückstandes liefert. Durch Kristallisation aus einem Gemisch von Aceton und Äther wird daraus das reine Actinomycin Z in Form von rotorangen Kristallen erhalten, die bei 260 bis 264° unter Zersetzung schmelzen. Die Elementaranalyse gibt folgende Werte: C = 54,88°/0, H =6,42% und N = 12,25%, O (berechnet) = 26,45 %. Das in Feinsprit aufgenommene UV-Spektrum zeigt folgende Absorptionsmaxima:
log E1 1
1% cm
242
2,34
429
2,25
443 πιμ.
2,27
Komponente RC2-Wert
Z0 0,35
Z1 0,39
Z2 0,78
Z3 1,63
Z4 2,36
Z5 2,55
Im Infrarot-Absorptionsspektrum (vgl. Fig. 1) finden sich unter anderem Banden bei 2,89, 3,36, 3,40, 5,70, 6,05, 6,30, 6,60, 6,67, 7,07, 7,31, 7,58, 7,65, 8,36, 9,00, 9,12, 9,39, 13,30 und 14,40 μ.
Die papierchromatographische Untersuchung des kristallinen Actinomycin Z (Rundfiltermethode mit 10%iger wäßriger Lösung von Natrium-meta-kresotinat als stationäre und mit einem Gemisch von 3 Volumteilen Butylacetat und 1 Volumteil Dibutyläther als mobile Phase) zeigt, daß es aus mindestens sechs Komponenten (Z0, Z1, Z2, Z3, Z4 und Z5) besteht, die folgende RC2-Werte zeigen (RC2 = Verhältnis der Laufstrecke der unbekannten Substanz zur Laufstrecke der Komponente C2 des Actinomycins C):
65 Beispiel 5
Eine Lösung von 30 mg Actinomycin Z in einem Gemisch von 1 cm3 konz. Salzsäure und 1 cm3 Wasser wird in einem Glasrohr eingeschmolzen und 20 Stunden
auf 110 bis 120° erhitzt. Nach dem Erkalten wird das Hydrolysegemisch filtriert und im Vakuum zur Trockne eingedampft. Der Rückstand wird mittels zweidimensionaler Papierchromatographie untersucht, wobeifolgende Lösungsmittelsysteme verwendet werden:
a) wassergesättigtes Phenol und
b) ein Gemisch von n-Butanol, Eisessig und Wasser im Volumenverhältnis 4:1:1.
Die Papierchromatogramme werden einerseits mit Ninhydrin und andererseits mit Pyridin und p-Nitrobenzoylchlorid angefärbt. Auf diese Weise können im Hydrolysegemisch die Aminosäuren N-Methylvalin, VaHn, N-Methylalanin, Sarkosin und Threonin festgestellt werden.
Beispiel 6
Eine Lösung von 750 mg gemäß Beispiel 4 erhaltenem kristallinem Actinomycin Z in 20 cm3 Benzol wird auf eine Säule von 100 g Aluminiumoxyd (Aktivität III nach Brockmann, neutral) gegeben. Man läßt je 100 cm3 Benzol und Chloroform durch die Säule laufen, wobei keine Elution stattfindet. Dann entwickelt man das Chromatogramm mit einem Gemisch von Chloroform und Methanol (99:1), wobei sich drei rote Zonen bilden. Die unterste kann mit 120 cm3 dieses Gemisches eluiert werden und besteht aus den Actinomycinen Z2, Z3, Z4 und Z5. Weitere 500 cm3 des genannten Gemisches eluieren die zweite Zone, die aus einheitlichem Actinomycin Z1 besteht. Dieses wird aus Aceton—Äther kristallisiert und bildet orangerote Kristalle vom F. 256 bis 260° (Zers.); \a\D = —362° (c = 0,185 in Chloroform); Elementaranalyse : C = 53,97 %, H = 6,79 %, N = 12,30 %, (C H3) N = 7,48%, CH3O = 0%; U V-Absorptionsspektrum in Feinsprit: Amax = 240 ηιμ (log E1 1^ = 2,25), 427 ηιμ (log E/c* = 2,00), 442 mti (log E1 1.* = 2,01). Das IR-Spektrum stimmt mit dem von Actinomycin-Z-Gemisch völlig überein.
Die dritte Zone des Chromatogramms wird mit 150 cm3 eines Chloroform-Methanol-Gemisches (97 : 3) eluiert. Sie besteht aus einheitlichem Actinomycin Z0. Aus Aceton— Äther erhält man dieses als orangebraunes, mikrokristallines Pulver, das sich bei etwa 250° zersetzt. Im Papierchromatogramm verhält es sich wie Actinomycin Z1, die Zone ist aber weniger scharf. Sein UV-Absorptionsspektrum in Feinsprit zeigt Banden bei 236 πιμ (log E1 1^ 2,44) und bei 437 πιμ (log E1 1^ = 2,17).
Beispiel 7
390 mg des gemäß Beispiel 6 erhaltenen Gemisches der Komponenten Z2, Z3, Z4 und Z5 von Actinomycin Z werden einer hundertstufigen Gegenstromverteilung unterworfen, wobei folgendes Lösungsmittelgemisch verwendet wird: 2%ige wäßrige Lösung von Natrium-naphthalin-/3-sulfonat als stationäre Phase und ein Gemisch von 4 Volumteilen Isopropyläther und 1 Volumteil Essigester als mobile Phase. Nach hundert Überführungen finden sich drei Substanz- und Farbmaxima bei den Fraktionen 6, 55 und 88. Der Inhalt der Verteilungsgefäße 0 bis 15, 41 bis 65 und 81 bis 92 wird vereinigt. Die Fraktionen 0 bis 15 enthalten Actinomycin Z1 und Verunreinigungen, während in den Fraktionen 41 bis 65 ein Gemisch der Actinomycine Z2, Z3 und Z4 vorhanden ist, das aus Aceton—Äther in feinen roten Kristallen erhalten wird, die sich bei etwa 260° langsam zersetzen. [a]2 D° = —296° (c = 0,257 in Chloroform); UV-Absorptionsspektrum in Feinsprit: /lmax = 240 ΐημ (log E1 1,.* = 2,36), 428 ταμ (log E1^ = 2,17), 441 ταμ log E1^* = 2,18). Aus den Fraktionen 81 bis 92 wird durch Behandlung mit Aceton und Äther reines kristaUines Actinomycin Z5
009 608/311
erhalten. F. 261 bis267° (Zers.); [d\D = -284° (c = 0,244 in Chloroform); UV-Absorptionsspektrum in Feinsprit: Banden bei240 ταμ (log E/c* = 2,40), bei 428ταμ (log E1 1^ = 2,21) und bei 443 ηιμ (log E1 1.* =2,24); Elementaranalyse: C =55,71%, H =6,44%, N = 12,25%, O (berechnet) =25,60%.
Beispiel 8
30 g Cellulosepulver werden mit 120 cm3 einer 10%igen wäßrigen Natrium-meta-kresotinatlösung verrührt und dann in eine Chromatographiersäule von 2,6 cm Durchmesser eingefüllt. Die überschüssige wäßrige Lösung wird entfernt, worauf die Säule mit einem Gemisch von 3 Volumteilen Butylacetat und 1 Volumteil Dibutyläther durchgewaschen wird. Man löst 280 gm Actinomycin Z in 15 cm3 dieses Lösungsmittelgemisches und bringt diese Lösung auf die Säule und eluiert weiter mit dem gleichen Gemisch, wobei folgende Fraktionen einzeln aufgearbeitet und papierchromatographisch untersucht werden:
Fraktion 1
40 cm3 Actinomycin Z5, einheitlich;
Fraktion 2
40 cm3 Gemisch Actinomycin Z4, Z3 und Z2;
Fraktion 3
180 cm3 Gemisch Actinomycin Z3, Z2 und Z1;
Fraktion 4
130 cm3 fast ausschließlich farblose Nebenprodukte;
Fraktion 5
300 cm3 Actinomycin Z1, einheitlich.
Beispiel 9
Nach der im Beispiel 8 beschriebenen Methode chromatographiert man 250 mg eines gemäß Beispiel 7 erhaltenen Gemisches von Actinomycin Z2, Z3 und Z4 an 30 g Cellulosepulver, wobei Fraktionen von je 20 cm3 Lösungsmittel aufgefangen werden. Die Fraktionen 4, 6 bzw. 10 enthalten papierchromatographisch einheitliches Actinomycin Z4, Z3 bzw. Z2. Diese Fraktionen werden einzeln aufgearbeitet. Durch Behandlung mit Aceton—Äther erhalt man die Actinomycine Z4, Z3 und Z2 in kristalliner Form.
Beispiel 10
25 mg des Gemisches der Actinomycine Z2, Z3 und Z4 (vgl. Beispiel 7) werden auf vier Bogen Whatman-Papier Nr. 1 nach dem im Beispiel 8 beschriebenen Verfahren getrennt. Die Zonen der einzelnen Komponenten werden ausgeschnitten und dreimal mit Alkohol eluiert. Die Eindampfrückstände der Eluate, die reichlich Natrium-metakresotinat enthalten, werden in Äthylacetat gelöst und dreimal mit verdünnter Natriumcarbonatlösung und Wasser gewaschen. Die getrockneten Lösungen werden eingedampft und die Rückstände an Kolonnen aus etwa 1 g Aluminiumoxyd nochmals gereinigt. Es werden so je etwa 5 mg der reinen Actinomycine Z3 und Z4 erhalten. Das Actinomycin Z2 fällt in einer Menge von weniger als 1 mg an.
Bestimmung der Aminosäuren. Je etwa 3 bis 5 mg der reinen Actinomycine Z0, Z1, Z3, Z4 und Z5 werden mit je 0,5 ml Wasser und 0,5 ml konz. Salzsäure in ein kleines Rohr eingeschmolzen und über Nacht bei etwa 110° hydrolysiert. Die Hydrolysate werden im Vakuum eingedampft und in je etwa 100 μΐ Wasser gelöst. Die Aminosäuren werden durch zweidimensionale Papierchromatographie bestimmt. Fließmittel: 1. Wassergesättigtes Phenol, 2. Butanol—Eisessig—Wasser (4:1:1). Mittels der Ninhydrin-Reaktion können in den Hydrolysaten von allen Actinomycin-Z-Komponenten dieselben fünf Aminosäuren nachgewiesen werden, nämlich Threonin, Sarkosin, N-Methylalanin, Valin und N-Methylvalin. Prolin wird in keinem Falle gefunden.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Die Verwendung von Streptomyces fradiae NRRL 2765 oder eines dessen Eigenschaften aufweisenden Mikroorganismus zur Herstellung des Antibiotikums Actinomycin Z bzw. seiner Komponenten durch übliche biologische Züchtung, Gewinnung des Antibiotikums aus dem Kulturfiltrat, gegebenenfalls Aufteilung in Komponenten und Reindarstellung.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschriften Nr. 831 754,912 010,925 064,
    930 579,934 715,1021131;
    USA.-Patentschriften Nr. 2 378 876, 2 667 441,
    2 686 749, 2 698 821, 2 799 622;
    Chem. Zentralblatt, 1952, S. 4315; 1953, S. 5198; 1954,
    S. 10506; 1956, S. 13161; 1951, II, S. 1304; 1951,1,
    S. 1019 bis 1020; 1956, S. 9488; 1950, II, S. 56 und 308; 1952, S. 2690.
    In Betracht gezogene ältere Patente:
    Deutsches Patent Nr. 1060 091,
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © 009 608/311 9.60
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