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DE1083937B - Verfahren zur Herstellung von p-n-UEbergaengen in Halbleiterkoerpern durch Legieren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von p-n-UEbergaengen in Halbleiterkoerpern durch Legieren

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Publication number
DE1083937B
DE1083937B DEI13116A DEI0013116A DE1083937B DE 1083937 B DE1083937 B DE 1083937B DE I13116 A DEI13116 A DE I13116A DE I0013116 A DEI0013116 A DE I0013116A DE 1083937 B DE1083937 B DE 1083937B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
electrode
semiconductor body
contact
germanium
current
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEI13116A
Other languages
English (en)
Inventor
John Levinson
David E Humez
Geoffrey Knight Jun
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ELEKTRONIK MBH
TDK Micronas GmbH
Original Assignee
ELEKTRONIK MBH
TDK Micronas GmbH
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Filing date
Publication date
Application filed by ELEKTRONIK MBH, TDK Micronas GmbH filed Critical ELEKTRONIK MBH
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Pending legal-status Critical Current

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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01LSEMICONDUCTOR DEVICES NOT COVERED BY CLASS H10
    • H01L21/00Processes or apparatus adapted for the manufacture or treatment of semiconductor or solid state devices or of parts thereof
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01LSEMICONDUCTOR DEVICES NOT COVERED BY CLASS H10
    • H01L21/00Processes or apparatus adapted for the manufacture or treatment of semiconductor or solid state devices or of parts thereof
    • H01L21/02Manufacture or treatment of semiconductor devices or of parts thereof
    • H01L21/04Manufacture or treatment of semiconductor devices or of parts thereof the devices having potential barriers, e.g. a PN junction, depletion layer or carrier concentration layer
    • H01L21/18Manufacture or treatment of semiconductor devices or of parts thereof the devices having potential barriers, e.g. a PN junction, depletion layer or carrier concentration layer the devices having semiconductor bodies comprising elements of Group IV of the Periodic Table or AIIIBV compounds with or without impurities, e.g. doping materials
    • H01L21/24Alloying of impurity materials, e.g. doping materials, electrode materials, with a semiconductor body

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von p-n-Übergängen in Halbleiterkörpern durch Legieren Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines p-n-Überganges in einem Halbleiterkörper durch Legieren, bei dem eine vorzugsweise drahtförmige Elektrode, die Leitungstyp bestimmendes Dotierungsmaterial enthält, mit einem Halbleiterkörper entgegengesetzten Leitungstyps durch Stromdurchgang verschweißt wird, wobei aneinandergrenzende Teile von Elektrode und Halbleiterkörper schmelzen und dann durch Abschalten des Stromes rekristallisieren.
  • Es ist bekannt, einen Legierungsübergang dadurch herzustellen, daß eine drahtförmige Elektrode, die Dotierungsmaterial enthält, mit einem Halbleiterkörper entgegengesetzten Leitungstyps verschweißt wird, wobei Teile der Elektrode und des Halbleiterkörpers schmelzen und dann nach Abschalten des Stromes aneinander kristallisieren. Bei diesen bekannten Verfahren wird zum Verschweißen häufig nur ein- Stromimpuls verwendet oder aber die Schweißspannung sofort nach Schmelzbeginn abgesenkt, so daß p-n-Übergänge nicht genau definierter, meist für Halbleiterzwecke nicht optimaler Eigenschaften von zumeist relativ kleiner Kontaktfläche entstehen.
  • Es wurde weiterhin vorgeschlagen, p-n-Übergänge schrittweise - z. B. durch eine Spitzen- oder Kleinstflächenelektrode mit der Kristalloberfläche verschweißende elektrische Stromstöße - zu vergrößern. Dieses Verfahren führt jedoch weder zu Rekristallisationsschichten der gewünschten Eigenschaften noch zu ebenen Übergängen, wie sie zumeist verlangt werden.
  • Beim Verfahren gemäß der Erfindung werden die Nachteile der bekannten Verfahren vermieden, was zu einwandfreien p-n-Übergängen vorbestimmter Eigenschaften führt.
  • Gemäß der Erfindung wird hierfür der zeitliche Verlauf des Schweißstromes so geregelt, daß nach dem Schmelzen der in Berührung gebrachten aneinandergrenzenden Teile von Elektrode und Halbleiterkörper, vorzugsweise durch Konstanthalten des Schweißstromes über eine bestimmte Zeit, annähernd Gleichgewicht in der Schmelze hergestellt wird und schließlich durch Verminderung des Schweißstromes eine langsame Rekristallisation erzielt wird.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird also ein geschmolzener Bereich, der aus dem Halbleitermaterial und dem Dotierungsmetall besteht, erzeugt, der die Gleichgewichtsbedingungen erreicht. Das Abkühlen dieses geschmolzenen Bereiches wird dann durch Anwendung eines verminderten Schweißstromes verzögert, so daß das Halbleitermaterial, das sich-in der Schmelze befand, als halbleitender, durch das Metall des Elektrodendrahtes dotierter Bereich erstarrt, dessen Leitungstyp entgegengesetzt dem des übrigen Halbleiterkörpers ist. Zwischen diesem Bereich entgegengesetzten Leitungstyps und dem Halbleiterkörper entsteht ein wohldefinierter scharfer p-n-Übergang. Das erfindungsgemäße Verfahren kann zur Herstellung verschiedener Arten hochwertiger Dioden und Transistoren mit Legierungsübergängen verwendet werden.
  • In den Figuren sind bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens beispielsweise dargestellt. Es zeigt Fig. 1 schematisch das Verfahren gemäß der Erfindung zur Herstellung einer Flächendiode, Fig. 2 a als Beispiel ein Diagramm für den Verlauf der Schweißstromstärke in Abhängigkeit von der Zeit bei der Herstellung von p-n-Übergängen gemäß der Erfindung, Fig.2b im Diagramm entsprechend der Fig.2a einen anderen möglichen zeitlichen Verlauf der Schweißstromstärke bei dem Verfahren gemäß der Erfindung, Fig. 3 schematisch zum Teil in perspektivischer Ansicht die Herstellung eines Flächentransistors gemäß der Erfindung, Fig. 4 in Draufsicht einen Ausschnitt aus der Anordnung der Fig. 3, der die Lage der Elektrodendrähte wiedergibt und Fig. 5 einen Querschnitt durch den p-n-Übergang, der unter dem Elektrodendraht bei Verwendung des Verfahrens gemäß Fig. 2 a entsteht und der durch Ätzen sichtbar gemacht ist.
  • In Fig. 1 hat der Halbleiterkörper die Form eines dünnen Plättchens 10 aus n-Germanium von geeignetem Widerstand. Auf einer Seite ist der Halbleiterkörper 10 an einen verzinnten Kovar-Durchführungsdraht 11 angelötet. Ein Goldelektrodendraht 12 von 0,05 bis 0,08 mm Durchmesser und einem Galliumhalt von 1 % ist an einem zweiten verzinnten Kovar-Durchführungsdraht 13 angelötet. Beide Durchführungsdrähte 11 und 13 werden durch eine Halterung 14 gestützt. Der Elektrodendraht 12 wird mit Hilfe einer Pinzette 15 so gebogen, daß er sich in Kontakt mit der äußeren großen Fläche 10a des Germaniumplättchens gegenüber dem Lötkontakt mit dem Draht 11 befindet.
  • Eine geeignete Gleichstromquelle 16 ist mit einer Vorrichtung zur Stromregulierung verbunden, die im Beispiel der Fig. 1 ein Rheostat 17 ist. Der einstellbare Kontakt 18 des Rheostaten ist mit dem Zuführungsdraht 13, die geerdete Seite des Rheostaten mit dem Zuführungsdraht 11 verbunden. Durch Einstellung der Lage des Kontaktes 18 kann die Strommenge des durch den Elektrodendraht 12 und das Germaniumplättchen 10 gehenden Schweißstromes geregelt werden. Dieses kann von Hand geschehen. Ebenso kann ein geeigneter zeitlich geregelter Stromkreis zur Bemessung der Stärke des Schweißstromes vorgesehen sein, der nach einem vorbestimmten Programm arbeitet.
  • Bevor der Schweißstrom eingeschaltet wird, müssen der Elektrodendraht 12 und die Fläche 10 a des Germaniumplättchens 10 beide gründlich gereinigt werden, beispielsweise durch Ätzen und Spülen.
  • Der Elektrodendraht 12 wird dann in Kontakt mit der Fläche 10a des Germaniumplättchens gebracht. Zu diesem Zweck kann die Pinzette 15 benutzt werden. Die Pinzette 15 dient gleichzeitig zur Wärmeableitung, um damit die Menge des in das Germaniumplättchen während der Verschweißung schmelzenden Elektrodendrahtes zu begrenzen.
  • In Fig. 2 a ist ein Beispiel für den zeitlichen Verlauf der Stärke des durch den Elektrodendraht 12 gemäß der Erfindung geschickten Schweißstromes gezeigt. Der Schweißstrom steigt in etwa 2 bis 3 Sekunden von 0 auf etwa 0,8 A an. Danach wird er in dieser Stärke über etwa 1 min konstant gehalten und anschließend in etwa 3 min allmählich bis auf den Wert 0 gesenkt. Infolge der langen Dauer des maximalen Schweißstromes schmelzen die einander angrenzenden Teile des Elektrodendrahtes 12 und des Halbleiterkörpers 10, wobei das mit Gallium dotierte Gold des Elektrodendrahtes und das Germanium des Halbleiterkörpers miteinander in Lösung gehen. Die Zeitdauer des maximalen Schweißstromes ist ausreichend, um ein Gleichgewicht und damit eine Gleichförmigkeit der Zusammensetzung in einer geschmolzenen Germanium-Gold-Gallium-Zone unter dem Elektrodendraht herzustellen.
  • Das Eutektikum von Gold-Gallium und Germanium schmilzt bei etwa 356° C und enthält etwa 12% Germanium. Wenn die Temperatur an der Berührungsstelle zwischen dem Elektrodendraht 12 und dem Germaniumkörper 10 infolge des Stromflusses auf 360° C oder wenig darüber gestiegen ist, schmelzen geringe Mengen des Gold-Galliums und des Germaniums. Bei weiterem Stromdurchgang löst sich mehr Germanium und galliumdotiertes Gold in der Schmelze, bis eine dieser Komponenten nicht mehr zur Verfügung steht. Die Geschwindigkeit, mit der der Schmelzprozeß stattfindet, hängt nicht nur von der Wärmezufuhr durch den Schweißstrom ab, sondern auch von den Diffusionsgeschwindigkeiten des galliumdotierten Goldes und des Germaniums durch die Schmelze. In dem beschriebenen Fall bestimmt das Gold-Gallium die Schmelzgeschwindigkeit, weil, wenn die geschmolzene Zone an Größe zunimmt, die Fläche der Grenzschicht Schmelze- Germanium zunimmt und so die zur Verfügung stehende Germaniummenge vergrößert, während die Grenzschicht zwischen der Schmelze und dem festen Gold-Gallium-Draht lediglich an dem Draht hinaufwandert, aber an Fläche nicht zunimmt.
  • Wird der Gold-Gallium-Draht durch die Pinzette, die als Wärmeabfuhr dient, gehalten, so wird die für die Schmelze zur Verfügung stehende Menge von Gold-Gallium beschränkt, weil die Schmelze nicht in Bereiche vordringen kann, in denen die Temperatur unterhalb 350° C liegt. Bei einer praktischen Ausführungsform wird der Elektrodendraht von der Pinzette in etwa 8 mm Entfernung von dem Kontaktende gefaßt. Dadurch, daß auf diese Weise die zur Verfügung stehende Menge galliumdotierten Goldes beschränkt wird, sind die Abmessungen des Überganges zwischen dem Elektrodendraht und dem Germaniumplättchen in bestimmter Weise beschränkt.
  • Bei diesem Verfahren wird durch den maximalen Schweißstrom eine Temperatur von 400 bis 450° C im Kontaktbereich erreicht, während die zur Verfügung stehende Menge Gold-Gallium, die in die Schmelze geht, wie beschrieben, beschränkt ist. Dieses führt zu einer Schmelze, die etwas mehr als 120/a Germanium im eutektischen Bereich enthält. Während die erreichte Temperatur durch den maximalen Schweißstrom aufrechterhalten wird, diffundiert ausreichend viel Germanium in die Schmelze, so daß bei Abkühlung der Schmelze eine entsprechende rekristallisierte p-Germaniumschicht entsteht. Die Abkühlung muß allmählich erfolgen, so daß das Germanium in der Schmelze weniger in ihr Kerne bildet und rekristallisiert als zu dem Mutterkristall zurückdiffundiert. Ein wichtiges Merkmal des erfindunggemäßen Verfahrens ist die verzögerte Abkühlung der Schmelze durch Anwendung eines verminderten Stromes durch die Schmelze. Wie in Fig. 2 a gezeigt, kann dieses durch allmähliche Reduzierung des angewendeten Schweißstromes von einem maximalen Wert bis auf 0 geschehen. Infolge des langsamen Abkühlens der Schmelze wird, während die Schmelze abkühlt, das ungeschmolzene Germanium um die Schmelze herum getempert. Dieses ist wesentlich für die Herstellung eines scharfen und gut definierten p-n-Überganges. Würde die Schmelze zu schnell abgekühlt, so würde ein großer Teil des angrenzenden ungeschmolzenen n-Germaniums infolge thermischer Konversion zum p-Typ konvertiert werden, und es würde keine gut definierte Übergangsschicht erhalten werden.
  • Das Germanium in der Schmelze rekristallisiert auf dem restlichen n-Germaniumplättchen. Es ist nicht genau bekannt, wann diese Rekristallisation einsetzt, jedoch wahrscheinlich, daß dieses nicht geschieht, solange der Verbindungsstrom noch seinen maximalen Wert hat. Das rekristallisierte Germanium ist mit Gold und Germanium dotiert und daher p-leitend. Die halbleitende rekristallisierte p-Germaniumschicht ist etwa 0,025 mm dick und stellt zusammen mit dem angrenzenden n-Germanium des Hauptteiles des halbleitenden Plättchens 10 einen gut definierten gleichrichtenden Übergang dar.
  • Die langsame Abkühlung infolge der Verminderung des Schweißstroms führt auch zu einer Temperung des durch Germanium angereicherten Gold-Gallium- Drahtes. Die sich hierdurch ergebende Verbesserung der mechanischen Stärke der Verbindung zwischen dem Elektrodendraht und dem Germaniumplättchen ist selbstverständlich sehr erwünscht.
  • Fig.5 zeigt den durch das beschriebene Verfahren hergestellten Übergang. Diese Figur entspricht dem photomikrographischen Bild eines Querschnittes durch eine nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Verbindung, die durch Ätzverfahren sichtbar gemacht wurde. Das ursprüngliche, nicht in die Schmelze gegangene n-Germanium ist mit 10 b bezeichnet. Die rekristallisierte p-Germaniumschicht ist mit 10c gekennzeichnet. Zwischen diesen beiden Germaniumbereichen entgegengesetzten Leitungstyps wird ein gleichrichtender Übergang 19 gebildet. Der an Germanium angereicherte Teil des geschmolzen gewesenen Elektrodendrahtes ist mit 12a bezeichnet.
  • Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Halbleiter-p-n-Übergänge haben Sperrwiderstände von der Größenordnung M 62 bei Sperrspannungen von 100 V und mehr. Nach diesem Verfahren hergestellte Dioden haben Flußströme von mehr als 350 mA bei 1 V.
  • Ist eine flachere Verbindung erwünscht, insbesondere wenn das Germaniumplättchen extrem dünn ist, dann kann das Verfahren insgesamt in wesentlich kürzerer Zeit durchgeführt werden. Beispielsweise wird bei einem Germaniumplättchen von 0,051 mm Dicke und einem Golddraht mit 1 °/a Gallium von 0,051 mm Durchmesser der Schweißstrom so bemessen, wie in Fig.2b gezeigt. Der Strom wird praktisch sofort auf 1,3 A gebracht, auf diesem Wert 1/2 Sekunde gehalten, abrupt auf 0,3 A gesenkt und auf diesem Wert 21/2 Sekunden gehalten. Auch hierbei entsteht ein gut definierter Übergang mit ausgezeichneter Diodencharakteristik.
  • Zur Herstellung eines Transistors nach dem erfindungsgmäßen Verfahren (Fig. 3 und 4) ist ein Germaniumplättchen 20 von 5,1 - 0,51 # 0,15 mm vorgesehen. Die Hauptflächen 20 a und 20 b des Plättchens verlaufen entlang einer [1,1,1]-Ebene, die für Germanium eine Ebene langsamen Schmelzens ist. Bei der praktischen Durchführung stellen die durch die Elektrodendrähte auf solchen Flächen hergestellten Verbindungen sehr oft Übergänge dar, deren Innenflächen so gut wie eben und im wesentlichen parallel zu den Flächen des Halbleiterkörpers liegen, die von dem Elektrodendraht berührt werden, wie in Fig. 5 gezeigt. Ein Paar Kovar-Durchführungsdrähte 21 und 22 ist an beiden Enden des Germaniumplättchens 20 angelötet., Diese Durchführungsdrähte werden von der Halterung 23 gestützt. Da die Lötverbindung während des Schweißverfahrens schmilzt, hat es sich nämlich als nützlich erwiesen, zwei Basiselektrodenanschlüsse vorzusehen, um eine ausreichende mechanische Halterung während des Verfahrens zu gewährleisten. Ein weiteres Paar von Kovar-Durchführungsdrähten 24 und 25 befindet sich ebenfalls in der Halterung 23. Die golddotierten Elektrodendrähte 26 und 27 sind identisch denen bereits für die Diode beschriebenen. Sie werden gereinigt, und je eine von ihnen an einem Ende je eines der Zuführungsdrähte 24 und 25 angelötet. Die entgegengesetzten Enden dieser Elektrodendrähte werden in Kontakt mit den Hauptflächen 20 b bzw. 20a des Germaniumplättchens 20 gebracht. Nickeldrähte 28 und 29, die je etwa 0,38 mm Durchmesser haben und 3,2 mm lang sind, werden jeweils an die Elektrodendrähte 26 und 27 in etwa 0,76 mm Entfernung von dem Germaniumplättchen an die Elektrodendrähte angelötet. Eine erste Gleichstromquelle 30 ist über eine geeignete Stromreguliervorrichtung, hier als Rheostat 31 mit einstellbarem Kontakt 32 gezeigt, mit dem Durchführungsdraht 25 verbunden. Der geerdete Ausgang der Stromquelle 30 ist mit beiden Zuführungsdrähte 21 und 22 verbunden.
  • In gleicher Weise ist eine Gleichstromquelle 34 mit einem Rheostaten 35 mit einstellbarem Kontakt 36 mit dem Durchführungsdraht 24 verbunden und der geerdete Ausgang 37 dieser Stromquelle mit beiden Zuführungsdrähten 21 und 22.
  • Die Elektrodendrähte 26 und 27 werden in Kontakt mit den Hauptflächen 20 b bzw. 20 a des Germaniumplättchens 20 genau einander gegenüber und in der Mitte zwischen den Lötverbindungen des Germaniumplättchens zu den Durchführungsdrähten 21 und 22 gehalten. Dieses geschieht mittels einer ersten Pinzette 38, die das Nickelstück 28 hält, und einer zweiten Pinzette 39, die in gleicher Weise das Nickelstück 29 greift. Die Nickeldrähte 28 und 29 dienen als Wärmeableitungen, durch die die Menge des während des Schweißverfahrens schmelzenden Elektrodendrahtes 26 bzw. 27 beschränkt wird, so daß die Größe jedes p-n-Überganges in vorher festgelegter Weise kontrolliert wird. Während des Verbindens wird durch die beiden Elektroden 26 und 27 gleichzeitig Strom geschickt.
  • Gemäß einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens werden beide Schweißströme gleichzeitig in derselben Weise geregelt, wie in Fig. 2 a gezeigt, mit der Ausnahme, daß der Strom zu jeder Verbindung nur den halben Wert des in Fig. 2 a gezeigten Stromes hat.
  • Der Strom fließt in jede zu bildende Verbindung und breitet sich dann nach außen innerhalb des Gerrnaniumplättchens 20 zu den beiden Basiselektroden 21 und 22 hin aus. Da die Elektrodendrähte das Germaniumplättchen direkt einander gegenüber berühren, gibt es in dem Halbleiterplättchen zwischen diesen beiden Elektrodenkontakten einen Punkt, in dem die Stromdichte 0 ist. Maximale Stromdichte wird in einem ringförmigen Raum um die Symmetrieachse jeder Verbindung herrschen, so daß die Ausbildung von großflächigen Übergängen mit praktisch ebenen inneren Flächen innerhalb des Germaniumplättchens, welche im wesentlichen parallel zu den Hauptflächen 20 a und 20 b des Plättchens liegen, begünstigt wird. Sind die benachbarten ebenen Teile der Übergänge in geringer Entfernung voneinander und im wesentlichen parallel zueinander, so werden außerordentlich günstige Werte für die Stromverstärkung und die Frequenzeigenschaften erhalten.
  • Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung, gleichgültig, ob zur Herstellung von Dioden oder von Transistoren, wird der- Schweißstrom zeitlich so bemessen, daß sich in der Schmelze Gleichgewichtsbedingungen einstellen und danach die Schmelze verzögert abgekühlt wird. Aus den in den Fig. 2 a und 2 b angeführten Beispielen geht hervor, daß es viele Variationen für die zeitliche Bemessung des Stromzyklus gibt, welche im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens angewendet werden können.
  • Durch eine derartige Bemessung des Stromes ist die Leistungszufuhr zu der Verbindung während des Schweißverfahrens in gleicher Weise festgelegt. Auf diese Weise hält während des Schmelzverfahrens der praktisch konstante maximale Strom praktisch konstante Leistungszuführung in die Verbindung aufrecht, so daß in der Schmelze ein Gleichgewicht entsteht. Anschließend wird durch den reduzierten Strom die Leistungszufuhr, welche die Kühlung verzögert, ebenfalls verzögert, und die Rekristallisation findet in der gewünschten Weise statt.
  • Der zeitliche Verlauf der Temperatur in der Verbindung bestimmt das Schmelzen und die anschließende Rekristallisation. Dieser Temperaturverlauf hängt von der Leistungszufuhr ab, die ihrerseits von der Stromzufuhr in dem jeweiligen Augenblick abhängig ist. Die Leistungszufuhr kann gemäß der Erfindung, jedoch auch in anderer Weise als durch Regelung der Stromstärke geregelt werden, obgleich eine Regelung der Stromstärke als der bequemste Weg zur Erzielung der gewünschten Ergebnisse erscheint.
  • In einigen Fällen hat es sich als vorteilhaft erwiesen, den Elektrodendraht an den Halbleiterkörper mittels eines sehr kurzen (z. B. 1 msec langen) Stromimpulses großer Amplitude anzuschmelzen, bevor das eigentliche Verbindungsverfahren durchgeführt wird.
  • Weitere Modifikationen des beschriebenen Verfahrens gemäß der Erfindung sind möglich. Beispielsweise kann an Stelle des galliumdotierten Golddrahtes ein aluminiumdotierter Golddraht benutzt werden. Ebenso kann das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von Flächenhalbleiteranordnungen aus Silizium oder anderem halbleitendem Material angewendet werden.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung eines p-n-Überganges in einem Halbleiterkörper durch Legieren, bei dem eine vorzugsweise drahtförmige Elektrode, die Leitungstyp bestimmendes Dotierungsmaterial enthält, mit einem Halbleiterkörper entgegengesetzten Leitungstyps durch Stromdurchgang verschweißt wird, wobei aneinandergrenzende Teile von Elektrode und Halbleiterkörper schmelzen und dann nach Abschalten des Stromes rekristallisieren, dadurch gekennzeichnet, daß der zeitliche Verlauf des Schweißstromes so geregelt wird, daß nach dem Schmelzen der in Berührung gebrachten aneinandergrenzenden Teile von Elektrode und Halbleiterkörper, vorzugsweise durch Konstanthalten des Schweißstromes über eine bestimmte Zeit, annähernd Gleichgewicht in der Schmelze hergestellt wird und schließlich durch Verminderung des Schweißstromes eine langsame Rekristallisation erzielt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Begrenzung der Menge des schmelzenden Elektrodenmaterials Wärme von einem von dem den Halbleiterkörper berührenden Ende der Elektrode in bestimmter Entfernung liegenden Punkt der Elektrode abgeführt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrode mit dem Halbleiterkörper auf einer Oberfläche desselben in Berührung gebracht wird, die im wesentlichen parallel zu einer kristallographischen Ebene langsamen Schmelzens des Halbleiterkörpers ist.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Elektrodendraht ein Ga-dotierter Golddraht, als Halbleiterkörper n-Germanium Verwendung findet.
  5. 5. Verfahren zur Herstellung eines Flächentransistors unter Verwendung des Verfahrens nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem das eine Ende eines Paares dünner Elektrodendrähte mit dem Halbleiterkörper in Berührung gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Strom durch beide Elektrodendrähte gleichzeitig geschickt wird, so daß der Schmelz- und Rekristallisationsvorgang an beiden Berührungsstellen gleichzeitig erfolgt und zwei gleichrichtende Übergänge entstehen.
  6. 6. Verfahren nach den Ansprüchen 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß Wärme von beiden Elektrodendrähten abgeführt wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, bei dem als Halbleiterkörper ein dünnes Plättchen Verwendung findet, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrodendrähte mit im wesentlichen einander genau gegenüberliegenden Punkten der Hauptflächen des Plättchens in Berührung gebracht werden. B. Verfahren nach Anspruch 3 und einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dag jeder Elektrodendraht eine Ebene langsamen Schmelzens des Halbleiterkörpers berührt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 885 755, 861282, 874 936, 912 724, 906 955; deutsche Patentanmeldung W6649 VIII c/ 21 g (bekanntgemacht am 3. 4. 1952) ; britische Patentschrift Nr. 742 238. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1037 018.
DEI13116A 1956-04-19 1957-04-17 Verfahren zur Herstellung von p-n-UEbergaengen in Halbleiterkoerpern durch Legieren Pending DE1083937B (de)

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