[go: up one dir, main page]

DE1081487B - Einsatzschutzmasse, insbesondere fuer den stellenweisen Schutz bei Gas- oder Pulveraufkohlung von Stahl - Google Patents

Einsatzschutzmasse, insbesondere fuer den stellenweisen Schutz bei Gas- oder Pulveraufkohlung von Stahl

Info

Publication number
DE1081487B
DE1081487B DEZ7263A DEZ0007263A DE1081487B DE 1081487 B DE1081487 B DE 1081487B DE Z7263 A DEZ7263 A DE Z7263A DE Z0007263 A DEZ0007263 A DE Z0007263A DE 1081487 B DE1081487 B DE 1081487B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
carburization
powder
protection
steel
protective
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEZ7263A
Other languages
English (en)
Inventor
Willi Benz
Kurt Ege
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ZF Friedrichshafen AG
Original Assignee
ZF Friedrichshafen AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ZF Friedrichshafen AG filed Critical ZF Friedrichshafen AG
Priority to DEZ7263A priority Critical patent/DE1081487B/de
Priority to CH7932059A priority patent/CH390026A/de
Priority to BE583672A priority patent/BE583672A/fr
Publication of DE1081487B publication Critical patent/DE1081487B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23CCOATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
    • C23C8/00Solid state diffusion of only non-metal elements into metallic material surfaces; Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive gas, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals
    • C23C8/04Treatment of selected surface areas, e.g. using masks

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)
  • Ceramic Products (AREA)

Description

  • Einsatzschutzmasse, insbesondere für den stellenweisen Schutz bei Gas- oder Pulveraufkohlung von Stahl Die Erfindung betrifft eine Einsatzschutzmasse, insbesondere für den stellenweisen Schutz bei Gas- oder Pulveraufkohlung von Stahl.
  • Um Bauteilen gegen Reibverschluß, Druckbeanspruchungen und Walzenpressung eine erhöhte Widerstandsfähigkeit unter gleichzeitiger Beibehaltung der erforderlichen Kernfestigkeit bzw. Zähigkeit zu verleihen, ist es üblich, die entsprechenden Bauteile an ihrer Oberfläche zu härten. Eine solche verschleißfeste Randschicht wird bei der in Frage kommenden Warmbehandlung durch Eindiffundieren von Kohlenstoff aus aufkohlenden Mitteln, wie Einsatzpulver, oder mit Hilfe einer geeigneten Gasatmosphäre in die zu härtende Randschicht der Bauteile erzielt.
  • In vielen Fällen macht sich bei derartig zu behandelnden Bauteilen bzw. Werkstücken erforderlich, bestimmte Partien der Oberfläche der zu härtenden Bauteile von der Aufkohlung auszuschließen, so daß diese Partien keine harte Randschicht erhalten.
  • Zur Erzielung solcher weich zu haltender Partien an Bauteilen bei der Oberflächenhärtung sind eine Reihe von Verfahren bzw. Schutzmassen bekanntgeworden, die jedoch hinsichtlich des dafür notwendigen technischen Aufwandes sehr kostspielig und in ihrer Schutzwirkung insbesondere bei Gasaufkohlung noch unvollkommen sind.
  • Die Schutzwirkung der bekannten Verfahren beruht dabei auf Ausschluß bestimmter Partien der einzusetzenden Bauteile von der Aufkohlung durch Abdecken mittels tauch- bzw. knetfähiger, vorwiegend aus Silikaten und Ton od. dgl. bestehender Massen, durch Aufbringen eines galvanischen überzuges oder auch mit Hilfe einer zusätzlichen nach der Aufkohlung abzutragenden Werkstoffschicht.
  • So sind auf Wasserglasbasis aufgebaute Aufkohlungs- bzw. Aufstickungsmassen bekannt, bei welchen Borax oder andere Alkali- oder Erdalkaliborate als Flußmittel für einen prozentual hohen Anteil an feuerfestem Ton bzw. gepulvertem Natriumsilikat dient. Dem aus Borax, Alkali- oder Erdalkaliboraten gebildeten Flußmittel kommt dabei die Aufgabe zu, ein Abbröckeln der pulvrigen Substanzen, wie Ton usw., bei den erforderlichen hohen Einsatztemperaturen zu verhindern.
  • Derartige Schutzmassen sind jedoch wegen ihres hohen Wasseranteiles, insbesondere für die Anwendung bei der Gasaufkohlung, nicht geeignet. Außerdem macht sich bei diesen Schutzmassen ein zeitraubender Voranstrich der zu schützenden Partien erforderlich, wobei zudem eine besondere Trocknungsanlage notwendig ist. Für ein wirtschaftliches Auftragen mittels einer Spritzpistole eignen sich derartige Massen nicht.
  • Zweck der vorliegenden Erfindung ist, eine Einsatzschutzmasse zu schaffen, die sowohl durch ihre besondere Zusammensetzung eine denkbar sichere Schutzwirkung gewährleistet als auch gegenüber den bekannten Schutzmassen mit nur geringem Zeitaufwand herstellbar ist und gleichzeitig einen äußerst einfachen und rationellen Auftrag auf die zu schützenden Partien ermöglicht.
  • Dies wird erreicht durch eine Einsatzschutzmasse, bestehend aus einem Gemisch von Borsäure und/oder Borsäureanhydrid und wasserfreien Binde- und Füllmitteln, wie Kunstharzlack bzw. Tonerde.
  • Eine so gebildete Einsatzschutzmasse gewährleistet sowohl bei Gas- als auch bei Pulveraufkohlung eine sichere Schutzwirkung, die nicht auf einer glasurartigen, gasdichten Abdeckung, sondern auf Passivierung der zu schützenden Partien von Bauteiloberflächen durch Borsäure und/oder Borsäureanhydrid beruht.
  • Im Gegensatz dazu lassen, wie Versuche gezeigt haben, die alkalisch reagierenden Alkaliborate, wie Borax od. dgl., diese passivierende Wirkung nicht erkennen.
  • Die erfindungsgemäße Schutzmasse ist je nach Konsistenz tauch-, streich- oder, spritzfähig und bei allen legierten und unlegierten Stählen anwendbar. Weitere Vorteile ergeben sich aus der Möglichkeit, die zu schützenden Partien scharf abzugrenzen, und aus der Unempfindlichkeit der Einsatzschutzmasse in bezug auf die Einsatztemperatur und -zeit. Als Bindemittel kann beispielsweise Kunstharzlack, als Füllmittel beispielsweise Tonerde od. dgl. verwendet werden.
  • Der prozentuale Anteil der Borsäure bzw. des Borsäureanhydrids an der gebrauchsfertigen Einsatzschutzmasse ist abhängig von dem Verhältnis Borsäure bzw. Borsäureanhydrid zur Trockensubstanz des verwendeten Kunstharzlackes und kann je nach dem verwendeten Bindemittel etwa zwischen 1 1 und .1 : 4 variieren, ohne seine Schutzwirkung zu verlieren. -Da die Schutzmasse durch Spritzen,- Streichen öder Tauchen auf die zu schützenden Partien aufgebracht wird und daher stark wechselnde Mengen an Verdünnungsmittel zugesetzt werden müssen, kann der Anteil von Borsäure und/oder Borsäureanhydrid in Grenzfällen zwischen - 10 und 90% der gebrauchsfertigen Einsatzschutzmasse betragen.
  • Eine beispielsweise Zusammensetzung der Masse kann wie folgt sein: 50% organische Bindemittel, beispielsweise Kunstharzlacke, bei einer Viskosität von 63 sec. Durchlauf bei 20° C im Fordbecher und bei einem Düsenquerschnitt von 2 mm, 40% Borsäureanhydrid Kerngröße kleiner als 0,1 mm, 70% Borsäure Kerngröße kleiner als 0,1 mm, 30% Tonerde Kerngröße kleiner als 0,1 mm.
  • Die einzelnen Bestandteile der Einsatzschutzmasse lassen sich in der angegebenen Feinheit ohne Verwendung einer Abreibanlage durch Rühren knotenfrei miteinander vermengen und nach- diesem Vorgang, d. h. in gebrauchsfertigem Zustand, unbegrenzt lange Zeit lagern. Nach Einfahren der entsprechend abgedeckten Bauteile in den Aufkohlungsofen dient die Borsäure bzw. das Borsäureanhydrid anfänglich als Füllmittel. Beim Aufheizen- im Ofen wird nunmehr das organische Bindemittel zerstört, und die dabei entstehenden Verkökungsrückstände desselben, beispielsweise eines Kunstharzlackes, lagern sich als Füllmittel in die schmelzende Borsäure bzw. Borsäureanhydrid ein. Ein Zusatz von Substanzen, die bei Einsatztemperatur nicht schmelzen, wie Tonerde od. dgl., kann dann vorteilhaft sein, wenn nicht genügend Verkokungsrückstände des organischen Bindemittels anfallen.
  • Die Einsatzschutzmasse läßt sich nach dem Aufkohlungsvorgang durch Abspülen in heißem Wasser oder durch Sandstrahlen mühelos entfernen, ohne Rückstände zu hinterlassen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einsatzschutzmasse, insbesondere für den stellenweisen Schutz bei Gas- oder Pulveraufkohlung von Stahl, bestehend aus einem Gemisch von Borsäure und/oder Borsäureanhydrid und wasserfreien Binde- und Füllmitteln, wie Kunstharzlack bzw. Tonerde. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 341934, 517 077.
DEZ7263A 1958-11-22 1958-11-22 Einsatzschutzmasse, insbesondere fuer den stellenweisen Schutz bei Gas- oder Pulveraufkohlung von Stahl Pending DE1081487B (de)

Priority Applications (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEZ7263A DE1081487B (de) 1958-11-22 1958-11-22 Einsatzschutzmasse, insbesondere fuer den stellenweisen Schutz bei Gas- oder Pulveraufkohlung von Stahl
CH7932059A CH390026A (de) 1958-11-22 1959-10-12 Verwendung von Borsäure und/oder Borsäureanhydrid als Abdeckmittel
BE583672A BE583672A (fr) 1958-11-22 1959-10-15 Masse de cémentation protectrice, en particulier pour la protection par endroits lors de la recarburation gazeuse ou pulvérulente d'acier

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEZ7263A DE1081487B (de) 1958-11-22 1958-11-22 Einsatzschutzmasse, insbesondere fuer den stellenweisen Schutz bei Gas- oder Pulveraufkohlung von Stahl

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1081487B true DE1081487B (de) 1960-05-12

Family

ID=7620061

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEZ7263A Pending DE1081487B (de) 1958-11-22 1958-11-22 Einsatzschutzmasse, insbesondere fuer den stellenweisen Schutz bei Gas- oder Pulveraufkohlung von Stahl

Country Status (3)

Country Link
BE (1) BE583672A (de)
CH (1) CH390026A (de)
DE (1) DE1081487B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1286869B (de) * 1964-01-14 1969-01-09 Biebrach Einsatzschutzmasse fuer an der Oberflaeche nur stellenweise zu haertende Werkstuecke

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102008032656A1 (de) * 2008-07-10 2010-01-14 Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft Vefahren zur Beschichtung eines Zahnrads

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE341934C (de) * 1919-05-21 1921-10-11 S H Morden & Company Ltd Schutzmasse fuer stellenweises Haerten von Gegenstaenden aus Eisen, Stahl u. dgl.
DE517077C (de) * 1927-11-18 1931-01-30 Aubert & Duval Freres Verfahren zum Versticken von Werkstuecken an Teilen ihrer Oberflaeche

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE341934C (de) * 1919-05-21 1921-10-11 S H Morden & Company Ltd Schutzmasse fuer stellenweises Haerten von Gegenstaenden aus Eisen, Stahl u. dgl.
DE517077C (de) * 1927-11-18 1931-01-30 Aubert & Duval Freres Verfahren zum Versticken von Werkstuecken an Teilen ihrer Oberflaeche

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1286869B (de) * 1964-01-14 1969-01-09 Biebrach Einsatzschutzmasse fuer an der Oberflaeche nur stellenweise zu haertende Werkstuecke

Also Published As

Publication number Publication date
CH390026A (de) 1965-03-31
BE583672A (fr) 1960-02-01

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2633137A1 (de) Borierungsmittel zum borieren von massenteilen aus eisen und nichteisenmetallen
DE102008031843A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Kaltgasspritzen
EP2391742A1 (de) Zinkdiffusionsbeschichtungsverfahren
DE1081487B (de) Einsatzschutzmasse, insbesondere fuer den stellenweisen Schutz bei Gas- oder Pulveraufkohlung von Stahl
US3151002A (en) Methods of selective carburization of ferrous metal surfaces and materials therefor
DE19827620A1 (de) Verfahren zum Herstellen einer Panzerung für ein metallisches Bauteil
AT218559B (de) Einsatzschutzmasse für den stellenweisen Schutz, insbesondere bei der Gas- oder Pulveraufkohlung von Stahl
DE2630174A1 (de) Schieberverschluesse aus feuerfestem, basischem material
DE2453360B2 (de) Verfahren zum Oberflächenbehandeln von Stahl
DE3702935C2 (de)
DE3917004C2 (de) Schutzüberzugszusammensetzung auf Wasserbasis zum lokalen Schutz von Metalloberflächen während deren Hitzebehandlung und ihre Verwendung
DE1796037B1 (de) Spritzmittel und Verfahren zur Trockenspritzung von Ofenauskleidungen
DE577128C (de) Verfahren zur Befestigung von Metallteilen an keramischen Koerpern
DE2361017C3 (de) Verfahren zum Borieren der Oberfläche eines metallischen Werkstücks
DE2119884C3 (de) Überzugsmittel für Stahl und Verfahren zum Erzeugen eines Überzugs damit
DE519085C (de) Verfahren zum Schutz der Innenflaeche von zur Druckwaermespaltung von Kohlenwasserstoffoelen dienenden Retorten
DE850258C (de) Verfahren zum Auskleiden von metallischen Rohren, insbesondere Stahl- und Eisenrohren
DE10038447C1 (de) Abdeckmassen für das partielle Aufkohlen von metallischen Bauteilen
DE2716092A1 (de) Auskleidung eines tundishs
DE2210731A1 (de) Verfahren zum Schutz feuerfester Wände während des Betriebes
DE504060C (de) Verfahren und Vorrichtung, ortsfeste oder schwer bewegliche Gegenstaende mit einem UEberzug zu versehen
DE2654697A1 (de) Ueberzug und verfahren zur aufbringung auf eine metalloberflaeche
DE645098C (de) Paste zum Zementieren von Eisen und Stahl
DE2637728A1 (de) Verfahren zur beschichtung von oberflaechen
DE1496513B2 (de) Oberzugsmasse zum Schutz der Oberfläche von Metallgegenständen gegen Oxydation während einer Warmbehandlung