DE1077582B - Pneumatisch gesteuerte Farbspritzpistole - Google Patents
Pneumatisch gesteuerte FarbspritzpistoleInfo
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- B05—SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
- B05B—SPRAYING APPARATUS; ATOMISING APPARATUS; NOZZLES
- B05B7/00—Spraying apparatus for discharge of liquids or other fluent materials from two or more sources, e.g. of liquid and air, of powder and gas
- B05B7/02—Spray pistols; Apparatus for discharge
- B05B7/12—Spray pistols; Apparatus for discharge designed to control volume of flow, e.g. with adjustable passages
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Description
Farbspritzpistolen für automatisch arbeitende Flächenspritzmaschinen
neuzeitlicher Bauart müssen sehr genau und schnell arbeiten. Verzögerungen in der
Schaltgeschwindigkeit derartiger Spritzpistolen können die rationelle Arbeitsweise einer modernen
Flächenspritzmaschitie in Frage stellen.
Früher erfolgte die Einstellung des Spritzwinkels des Farbstrahles beispielsweise bei derartigen Flächenspritzmaschinen
zum Bespritzen von Leder nach der größten Breite der Häute. Bei kleineren Häuten und
schmalen Seiten war deshalb ein unwirtschaftlicher Farbverbrauch unvermeidlich, da die Spritzpistole in
einem starren Bewegungswinkel gesteuert wurde und auch leere Flächen bespritzt wurden. Bei modernen
Anlagen dieser Art muß die Foxtbewegungsgeschwindigkeit der Ledertransportanlage möglichst groß und
auf die Einsparung von Farbmaterial abgestimmt sein. Die modernen Lederspritzmaschinen arbeiten infolgedessen
mit einer elektronischen Steuerung für das Ein- und Abschalten des Farbstrahles. Dabei wird
durch eine Fotozelle ein Lichtimpuls gegeben und zwar in der Weise, daß nur bei Unterbrechung des
Lichtstrahles die Lederstücke bespritzt werden.
Bei modernen Flächenspritzmaschinen werden an die zur Verwendung kommenden Spritzpistolen außerdem
besondere Anforderungen gestellt, nämlich eine schnelle Reaktion auf den Impuls, eine hohe Schalthäufigkeit
pro Minute, absolute Betriebssicherheit, geringe Wartungszeiten und einfache Handhabung.
Es sind nach dem Stand der Technik verschiedene Systeme von pneumatisch gesteuerten Spritzpistolen
bekannt, die aber den obengenannten Anforderungen nicht genügend Rechnung tragen, da ihre Ventilkonstiruktion
zu träge anspricht, so daß die Leistung der Anlage nicht voll ausgenutzt werden kann.
Bekanntlich wird bei einer Spritzpistole zuerst das Luftventil geöffnet und anschließend erst das Farbventil.
Beim Schließvocrgang dagegen wird zuerst das Farbventil und anschließend das Luftventil geschlossen.
Der zeitliche Unterschied im Schaltvocgang ist erforderlich, damit ein Vor- und Nachtropfen des
Farbmaterials nicht stattfindet. Zwar sind Konstruktionen bei Handspritzpistolen bekannt, bei welchen die
Betätigung der beiden Ventile durch einen gemeinsamen Druckhebel nacheinander vorgenommen wird.
Bei pneumatisch gesteuerten Pistolen mit zeitlich unterschiedlicher Ventilöffnung ist diese Konstruktion
aber nicht anwendbar.
Man hat bei pneumatisch gesteuerten Spritzpistolen deshalb bereits vorgeschlagen, nur das Farbventil mit
einem pneumatisch arbeitenden Kolben in der Pistole selbst unterzubringen und die übrige Steuerung für
die Spritzluft und Kolbenluft außerhalb der Pistole, und zwar durch ein Zweistufenventil vorzunehmen.
Pneumatisch gesteuerte Farbspritzpistole
Anmelder:
Krautzberger & Co., Eltville/Rhein
Krautzberger & Co., Eltville/Rhein
Siegfried Krautzberger, Eltville/Rhein,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Diese Steuerungsart eignet sich aber nicht für schnell arbeitende Spritzmaschinen, da die Steuerwege, insbesondere für die Spritzluft, zu lang sind und deshalb
ein zu hoher Zeitverlust eintritt.
Bei einer anderen bekannten Ausführungsart einer pneumatisch gesteuerten Pistole werden beide Ventilfunktionen
innerhalb des Pistolenkörpers ausgelöst. Die Spritzluft steht mit vollem Druck in ständiger Bereitschaft
in der Ventilkammer innerhalb der Pistole. Nur die Steuerluft für den Arbeitskolben wird durch
ein besonderes Elektromagnetventil außerhalb der Pistole eingeschaltet. Dieses Ventil sitzt aber in unmittelbarer
Nähe der Pistole und entlüftet beim Ab~ schaltvo'rgang gleichzeitig den Druckkanal und die
Laufbüchse des Steuerkolbens. Diese Konstruktion ist sehr kompliziert, weil zwischen Spritzluftventil und
Farbventil ein Hebelgestänge gelagert ist, durch welches die zeitlich unterschiedlichen Schaltrorgänge zwischen
Färb- und Luftventil ausgelöst werden. Diese Konstruktion ist ferner sehr anfällig1 für Störungen,
da der Hebelmechanismus mit Farbe verunreinigt wird, wenn die Pistole längere Zeit in Betrieb ist.
Die Spritzpistole gemäß der Erfindung kennzeichnet sich demgegenüber dadurch, daß die bewegten Teile,
wie der Steuerkolben mit dem Kolbenschieber des Luftventils und die Düsennadel des Farbventils eine
gemeinsame Achse aufweisen. Dabei ist die Ventilkammer für den Kolbenschieber gegen den Zylinderraum
des S.teuerkolbens durch eine den Kolbenschieber umfassende im Gehäuse gehaltenen Hutmansehette abgedichtet.
Der Stieuerkolben bildet mit dem Kolbenschieber eine bauliche Einheit.
Sämtliche bewegten Teile lassen sich nach Lösen einer Verschluß mutter sehr leicht zum Zwecke der
Reinigung und Schmierung aus der Pistole entfernen und wieder einsetzen. Die geschlossene Bauweise der
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Pistole macht ferner eine Verschmutzung der beweg- ; zum Schutz: gegen Farbnebel durch eine abnehmbare
ten Teile durch Farbnehel unmöglich. federnde Abdeckhülse 34 verschlossen ist.
In der Zeichnung ist eine Spritzpistole gemäß der Aus den vorstehenden Ausführungen ist zu entErfindung
schematisch dargestellt. Es zeigt nehmen und aus der Zeichnung zu ersehen, daß die be-Fig.
1 die Spritzpistole im Schnitt und 5 weglichen Teile wie der Steuerkolben 5 mit seinem
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie A-B der Fig. 1. Steuerschieber 13 und die Düsennadel 24 erfindungs-In.
dem Gehäuse 1 ist ein Zylinder 2 angeordnet, der gemäß eine gemeinsame Achse 35 aufweisen. Damit
an seinem hinteren Ende durch eine Verschluß- wird ein leichtes Spiel der bewegten Teile erreicht,
mutter 3 abgedeckt ist, die ihrerseits durch eine An- Ferner lassen sich die bewegten Teile nach Abnahme
Schlageinstellschraube 4 verschlossen ist. In den Zy- io der Verschlußmutter 3 leicht ein- und ausbauen. Die
linder 2 ist ein Steuerkolben 5 angeordnet, der mit Räume der Federschutzhülse 10 und der Ausnehmung
einer Dichtungsmanschette 6 ausgerüstet ist, die von 33 für die Stopfbuchsen 30 und 31 dienen der Aufeiner
auf der Kolbenstange 7 des Steuerkolbens 5 an- nähme von Schmierfett.
geordneten Scheibe 8 in ihrer Lage gehalten wird. Die Wirkungsweise der pneumatisch gesteuerten
Die Kolbenstange 7 erstreckt sich durch eine Boh- 15 Farbspritzpistole gestaltet sich wie folgt:
rung in der Verschlußmutter 3 bis zur Anschlagein- In der Ruhelage steht die Druckluft, z. B. mit vier stellschraube 4. Auf der Kolbenstange 7 ist eine Druck- atü Druck, in der Ventilkammer 15 und preßt die ringfeder 9 angeordnet, die sich mit ihrem einen Ende in föirmige Lippe der Hutmanschette 16 unter Druck an einer auf der Kolbenstange 7 aufschraubbaren Feder- die Außenfläche des Kolbenschiebers 13 an. Der KoI-schutzhülse 10 und mit ihrem anderen Ende in einer 20 benschieber 13 sitzt mit seiner dichtenden Fläche auf entsprechenden Bohrung der Verschlußmutter 3 ab- der als Ventilsitz 18 dienenden Dichtung auf. Auf stützt. Die Federschutzhülse 10 dient gleichzeitig als diese Weise ist die Ventilkammer 15 sowohl gegen Hubbegrenzung für den Steuerkolben 5. Der Zylinder- den Zylinderraum 11 als auch gegen die Kammer 19 in raum. 11 unterhalb des Steuerkolbens 5 steht über der Ruhelage abgedichtet. Der Zylinderraum 11 ist daeinen Nippel 12 und über ein nicht dargestelltes mit 25 bei über den Nippel 12 und das Elektromagnetventil einer Entlüftung ausgerüstetes Elektromagnetventil mit der Atmosphäre verbunden und daher drucklos, mit einer Druckluftquelle in Verbindung. Der Steuer- Der Farbraum 28 ist mit Farbe, die unter geringem kolben 5 trägt an seiner, der Kolbenstange 7 entgegen- Überdruck steht, angefüllt und durch die Düsennadel gesetzten Seite einen hohl ausgebildeten, mit ihm ver- 24 an der Farbdüse 27 abgedichtet,
schraubten Kolbenschieber 13, dessen vorderes Ende 30 Sobald das Elektromagnetventil durch einen Stromais dichtende Fläche ausgebildet ist, die in eine Füh- impuls verstellt wird, wird die Entlüftungsbohrung rungshülse 14 ausläuft. Der Kolbeiiraum 11 ist gegen verschlossen und der Druckluft der Durchfluß durch die Ventilkammer 15 durch eine Hutmanschette 16, in den Nippel 12 in den Zylinderraum 11 geöffnet. Die der der Kolbenschieber 13 geführt ist, abgedichtet, wo- Druckluft schießt schlagartig in den Zylinderraum 11, bei die Hutmanschette 16 durch eine Klemmschraube 35 so daß nunmehr in dem Zylinderraum 11 und in der 17, die den Kolbenschieber 13 mit Abstand umfaßt, in Ventilkammer 15 der gleiche Druck von z. B. vier atü ihrer Lage gehalten wird. herrscht. Da die Klemmschraube 17, die die Hut-Das vordere Ende der Ventilkammer 15, die über manschette 16 im Gehäuse 1 in ihrer Lage hält, den einen Nippel 12' mit der Druckluftquelle in Verbin- Kolbenschieber 13 mit Abstand umfaßt, pflanzt sich dung steht, weist eine als Ventilsitz 18 dienende Dich- 4° der Druckausgleich zwischen dem Zylinderraum 11 tung auf, an die sich eine Kammer 19 anschließt, die und der Ventilkammer 15 bis zu der ringförmigen über Bohrungen 20 und Kanäle 21, 22 mit dem Luft- Lippe der Hutmanschette 16 fort, so daß die Lippe der kopf 23 der Spritzpistole verbunden ist. Hutmanschette 16 nunmehr nicht mehr unter Druck an Die Düsennadel 24 erstreckt sich durch die Füh- die Außenfläche des Kolbenschiebers 13 angepreßt rungshülse 14 in den hohl ausgebildeten Kolben- 45 wird, sondern dem Kolbenschieber 13 lediglich unter schieber 13. Die Führungshülse 14 dient somit sowohl geringer Vorspannung, d. h. also fast reibungslos ander Führung des Kolbenschiebers 13 als auch der in liegt.
rung in der Verschlußmutter 3 bis zur Anschlagein- In der Ruhelage steht die Druckluft, z. B. mit vier stellschraube 4. Auf der Kolbenstange 7 ist eine Druck- atü Druck, in der Ventilkammer 15 und preßt die ringfeder 9 angeordnet, die sich mit ihrem einen Ende in föirmige Lippe der Hutmanschette 16 unter Druck an einer auf der Kolbenstange 7 aufschraubbaren Feder- die Außenfläche des Kolbenschiebers 13 an. Der KoI-schutzhülse 10 und mit ihrem anderen Ende in einer 20 benschieber 13 sitzt mit seiner dichtenden Fläche auf entsprechenden Bohrung der Verschlußmutter 3 ab- der als Ventilsitz 18 dienenden Dichtung auf. Auf stützt. Die Federschutzhülse 10 dient gleichzeitig als diese Weise ist die Ventilkammer 15 sowohl gegen Hubbegrenzung für den Steuerkolben 5. Der Zylinder- den Zylinderraum 11 als auch gegen die Kammer 19 in raum. 11 unterhalb des Steuerkolbens 5 steht über der Ruhelage abgedichtet. Der Zylinderraum 11 ist daeinen Nippel 12 und über ein nicht dargestelltes mit 25 bei über den Nippel 12 und das Elektromagnetventil einer Entlüftung ausgerüstetes Elektromagnetventil mit der Atmosphäre verbunden und daher drucklos, mit einer Druckluftquelle in Verbindung. Der Steuer- Der Farbraum 28 ist mit Farbe, die unter geringem kolben 5 trägt an seiner, der Kolbenstange 7 entgegen- Überdruck steht, angefüllt und durch die Düsennadel gesetzten Seite einen hohl ausgebildeten, mit ihm ver- 24 an der Farbdüse 27 abgedichtet,
schraubten Kolbenschieber 13, dessen vorderes Ende 30 Sobald das Elektromagnetventil durch einen Stromais dichtende Fläche ausgebildet ist, die in eine Füh- impuls verstellt wird, wird die Entlüftungsbohrung rungshülse 14 ausläuft. Der Kolbeiiraum 11 ist gegen verschlossen und der Druckluft der Durchfluß durch die Ventilkammer 15 durch eine Hutmanschette 16, in den Nippel 12 in den Zylinderraum 11 geöffnet. Die der der Kolbenschieber 13 geführt ist, abgedichtet, wo- Druckluft schießt schlagartig in den Zylinderraum 11, bei die Hutmanschette 16 durch eine Klemmschraube 35 so daß nunmehr in dem Zylinderraum 11 und in der 17, die den Kolbenschieber 13 mit Abstand umfaßt, in Ventilkammer 15 der gleiche Druck von z. B. vier atü ihrer Lage gehalten wird. herrscht. Da die Klemmschraube 17, die die Hut-Das vordere Ende der Ventilkammer 15, die über manschette 16 im Gehäuse 1 in ihrer Lage hält, den einen Nippel 12' mit der Druckluftquelle in Verbin- Kolbenschieber 13 mit Abstand umfaßt, pflanzt sich dung steht, weist eine als Ventilsitz 18 dienende Dich- 4° der Druckausgleich zwischen dem Zylinderraum 11 tung auf, an die sich eine Kammer 19 anschließt, die und der Ventilkammer 15 bis zu der ringförmigen über Bohrungen 20 und Kanäle 21, 22 mit dem Luft- Lippe der Hutmanschette 16 fort, so daß die Lippe der kopf 23 der Spritzpistole verbunden ist. Hutmanschette 16 nunmehr nicht mehr unter Druck an Die Düsennadel 24 erstreckt sich durch die Füh- die Außenfläche des Kolbenschiebers 13 angepreßt rungshülse 14 in den hohl ausgebildeten Kolben- 45 wird, sondern dem Kolbenschieber 13 lediglich unter schieber 13. Die Führungshülse 14 dient somit sowohl geringer Vorspannung, d. h. also fast reibungslos ander Führung des Kolbenschiebers 13 als auch der in liegt.
ihr gleitenden Düsennadel 24. Auf dem hinteren Ende Diese Maßnahme gemäß der Erfindung vermindert
der Düsennadel 24 sind innerhalb des Hohlraumes des den Reibungswiderstand der bewegten Teile auf ein
Kolbenschiebers 13 zwei Muttern 25 angeordnet, von 5° Minimum und bewirkt eine praktisch trägheitslose
denen die eine als Kontermutter dient. Eine Druck- hohe Schaltgeschwindigkeit der Farbspritzpistole, da
feder 26 ist mit ihrem einen Ende in einer Ausneh- die Reibung der Stopfbuchse 30 an der Führungshülse
mung des Steuerkolbens 5 angeordnet und umfaßt mit 14 bzw. der Stopfbuchse 31 an der Düsennadel 24
ihrem anderen Ende das hintere Ende der Düsennadel wegen der kleinen Durchmesser dieser Teile keine
24, wobei sie sich auf der hinteren Mutter 25 abstützt. 55 Rolle spielt. Ebenso ist die Reibung der Dichtungs-
Die Düsennadel 24 verschließt mit ihrer konisch manschette 6 am Steuerkolben 5 an den Wandungen
ausgebildeten Spitze die Farbdüse 27, die von dem des Zylinders 2 nur gering.
Luftkopf 23 umschlossen wird. An die Farbdüse 27 Die Druckluft im Zylinderraum 11 verschiebt den
schließt sich ein Farbraum 28 an, der über einen Nip- Steuerkolben 5 gegen die Druckfeder 9, so daß der
pel 29 mit einem Farbbehälter in Verbindung steht. 60 Kolbenschieber 13 der Druckluft aus der Ventilkam-
Die Führungshülse 14 ist zur Kammer 19 hin durch mer 15 am Ventilsitz 18 den Durchfluß öffnet. Die
eine Stopfbuchse 30 und die Düsennadel 24 zum Färb- Druckluft schießt schlagartig durch die Kammer 19,
raum 28 hin durch eine Stopfbuchse 31 abgedichtet. die Bohrungen 20 und die Kanäle 21, 22 und tritt an
Die Stopfbuchse 31 für die Düsennadel 24 weist eine den öffnungen des Luftkopfes 23 aus.
ringförmige Ausnehmung 32 auf, in die die Füh- 65 Die Düsennadel 24 wird bei der Aufwärtsbewegung
rungshülse 14 bei der Bewegung des Kolbenschiebers des Kolbens 5 so lange durch die Druckfeder 26 in
13 eingreift. Verschluß stellung gehalten, bis der Kolbenschieber 13
Zur leichten Zugänglichkeit sind die Stopfbuchsen sich an die unterste Mutter 25 anlegt, worauf die
30 und 31 für die Führungshülse 14 bzw. die Düsen- Düsennadel 24 \Όη ihrem Sitz in der Farbdüse 27 abnadel
24 in einer Ausnehmung 33 untergebracht, die 70 gehoben wird. Erst dann kann sich die im Farbraum
28 unter geringem Druck stehende und demzufolge träge Farbmasse in Bewegung setzen und aus der
Farbdüse austreten, wo sie von der aus dem Luftkopf 23 strömenden Druckluft mitgerissen und zerstäubt wird.
Sobald das Elektromagnetventil durch einen weiteren Stromimpuls bzw. durch Stromunterbrechung in
seine Ausgangslage zurückkehrt, wird der Durchgang der Druckluft von der Druckluftquelle wieder
versperrt und die Entlüftungsbohrung am Elektromagnetventil wieder geöffnet, so daß die geringe
Druckluftmenge unterhalb des Steuerkolbens 5 aus dem Zylinderraum 11 über den Nippel 12 schnell ins
Freie entweicht. Die Druckfeder 9 verschiebt nunmehr den Steuerkolben 5 und den Kolbenschieber 13 nach
unten, wobei die Druckfeder 26 bewirkt, daß die Düsennadel 24 den Austritt an der Farbdüse 27 verschließt,
bevor der Kolbenschieber 13 die Ventilkammer 15 am Ventilsitz 18 gegen den Raum 19 abdichtet,
so daß ein Nachtropfen der Farbspritzpistole sicher vermieden wird.
Die nacheinander ablaufenden Bewegungsvorgänge des Kolbenschiebers 13 und der Düsennadel 24 lassen
sich durch entsprechende Einstellung der beiden Muttern
25 auf dem hinteren Ende der Düsennadel 24 einregulieren. Der Hub des Steuerkolbeiis 5 läßt sich
durch entsprechende Einstellung der Anschlageinstellschraube 4, die die Bewegung der Kolbenstange 7 begrenzt
feineinstellen. Außerdem begrenzt die Federschutzhülse 10 die Hubbewegung des Steuerkolbens 5
selbst dann, wenn die Anschlageinstellschraube 4 falsch eingestellt oder versehentlich nicht am Gehäuse
1 befestigt ist.
Claims (4)
1. Pneumatisch gesteuerte Farbspritzpistole, dadurch gekennzeichnet, daß die bewegten Teile, wie
der Steuerkolben (5) mit dem Kolbenschieber (13) des Luftventils und die Düsennadel (24) des Farbventils
eine gemeinsame Achse (35) aufweisen, wobei die Ventilkammer (15) für den Kolbenschieber
(13) gegen den Zylinderraum (11) des pneumatisch betätigten, mit dem Kolbenschieber (13) eine bauliche
Einheit bildenden Steuerkolbens (5) durch eine den Kolbenschieber (13) umfassende, im Gehäuse
(1) gehaltene Hutmanschette (16) abgedichtet ist.
2. Pneumatisch gesteuerte Farbspritzpistole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Steuerkolben (5) auf der dem Kolbenschieber (13) entgegengesetzten Seite eine die Hubbewegung des
Steuerkolbens (5) begrenzende Federschutzhülse (10) aufweist.
3. Pneumatisch gesteuerte Farbspritzpistole nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungshülse (14) des Kolbenschiebers (13) bei ihrer Bewegung in eine ringförmige
Ausnehmung (32) der Stopfbuchse (31) für die Abdichtung der Düsennadel (24) eingreift.
4. Pneumatisch gesteuerte Farbspritzpistole nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausnehmung (33) für die Stopfbuchsen (30, 31) der Führungshülse (14) bzw. der
Farbdüsennadel (24) durch eine federnde Abdeckhülse (34) abgeschlossen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 903 759/266 3.60
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEK37064A DE1077582B (de) | 1959-02-24 | 1959-02-24 | Pneumatisch gesteuerte Farbspritzpistole |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEK37064A DE1077582B (de) | 1959-02-24 | 1959-02-24 | Pneumatisch gesteuerte Farbspritzpistole |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1077582B true DE1077582B (de) | 1960-03-10 |
Family
ID=7220894
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEK37064A Pending DE1077582B (de) | 1959-02-24 | 1959-02-24 | Pneumatisch gesteuerte Farbspritzpistole |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE1077582B (de) |
Cited By (7)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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DE3237148A1 (de) * | 1981-12-04 | 1983-07-21 | VEB Sprio-Holzhausen Betrieb des VEB Kombinat ORSTA-Hydraulik, DDR 7124 Holzhausen | Pneumatisch gesteuerte farbspritzpistole |
DE3709563A1 (de) * | 1987-03-24 | 1988-10-13 | Theophil Bauer | Spruehvorrichtung zum aufspruehen von insbesondere trennmittel |
US4799624A (en) * | 1986-12-23 | 1989-01-24 | Oskar Frech Gmbh & Co. | Spray head having fluid metering screws |
DE3939992C2 (de) * | 1989-12-02 | 2000-10-12 | Juergen Hiesl | Sprühkopf zum automatischen Auftragen und Verteilen von Flüssigkeiten, insbesondere für feinsten Mengendurchsatz und nebelarmen, zuverlässigen Betrieb |
DE10101739A1 (de) * | 2001-01-16 | 2002-08-14 | Naiss Gmbh | Düse zum Abgeben eines fluiden Mediums |
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DE202012006182U1 (de) * | 2012-06-27 | 2013-07-01 | Harald Adolf Sonnleitner | Zerstäuber zum Zerstäuben eines Beschichtungsmittels |
-
1959
- 1959-02-24 DE DEK37064A patent/DE1077582B/de active Pending
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