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DE1077498B - Bleisalzloesung und Verfahren zur stromlosen Herstellung eines Bleiueberzugs auf Eisengegenstaenden - Google Patents

Bleisalzloesung und Verfahren zur stromlosen Herstellung eines Bleiueberzugs auf Eisengegenstaenden

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Publication number
DE1077498B
DE1077498B DEST6547A DEST006547A DE1077498B DE 1077498 B DE1077498 B DE 1077498B DE ST6547 A DEST6547 A DE ST6547A DE ST006547 A DEST006547 A DE ST006547A DE 1077498 B DE1077498 B DE 1077498B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lead
coating
solution
iron
solution according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEST6547A
Other languages
English (en)
Inventor
Fred E Kendall
Paul Golar
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
STELL CEILINGS Inc
Original Assignee
STELL CEILINGS Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by STELL CEILINGS Inc filed Critical STELL CEILINGS Inc
Publication of DE1077498B publication Critical patent/DE1077498B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23CCOATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
    • C23C18/00Chemical coating by decomposition of either liquid compounds or solutions of the coating forming compounds, without leaving reaction products of surface material in the coating; Contact plating
    • C23C18/16Chemical coating by decomposition of either liquid compounds or solutions of the coating forming compounds, without leaving reaction products of surface material in the coating; Contact plating by reduction or substitution, e.g. electroless plating
    • C23C18/31Coating with metals

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemically Coating (AREA)

Description

  • B_ leisalzlösung und Verfahren _ ' züf'°strön@lösen Herstellung eines Bleiüberzugs auf Eisengegenständen Die Erfindung bezieht sich auf eine wäßrige Bleisalzlösung.zur_ stromlosen Herstellung von. $leiüberzügen-auf Eisengegenständen, insbesondere im.Tauchbad, und ein Verfahren zur -Herstellung -derartiger Bleiüberzüge. . -Es ist versucht worden, das Problem des Schutzes der Oberflächen von Gegenständen aus Eisen, .Stahl und anderen Eisenlegierungen...dur&h verschiedene Verfahren. zu lösen. Ein.Schutz der .Oberflächen von Eisengegenständen kann durchAnstreichen mi-tFarben, Lackieren,. Phosphatieren, Plattieren,. Galvanisieren oder andere l@Zetallüberzugsverfahren .erhalten werden. Jedes der bekannten -Verfahren - zum .Schutz - von Eisenoberflächen hat gewisse Nachteile .und. ist .gewöhnlich nur für bestimmte Anwendungsgebiete geeignet.
  • Es sind auch Verfahren auf schmelzflüssigem Wege zum.Aufbringen von Schutzmetallüberzügen.bekannt; die gewisse Vorteile gegenüber solchen : Verfahren haben, bei denen Überzüge elektrolytisch niedergeschlagen- werden.. Sowohl- bei. schmelzflüssigen Verfahren als auch beim galvanischen Überziehen der Oberflächen von Eisengegenständen werden jedoch vielfach Überzüge erhalten,- die in. ihrer Dicke ungleichförmig sind, beim- Biegen Risse- zeigen und teilweise geringe Hafteigenschaften aufweisen.
  • Es ist ein Bad zur Herstellung: festhaftender Bleiüberzüge auf Aluminium und Aluminiumlegierungen bekannt, bei welchem das Blei in-Lösungen von Alkaliverbindungen. organischer Säuren gelöst ist. Es handelt sich. hierbei um ein alkalisches -Bad zur Anwendung auf Aluminium :0d, dgl., das für die stromlose Herstellung von Bleiüberzügen auf Eisengegenständen nicht geeignet ist.
  • Es ist ferner ein Verfahren zur stromlosen Verblesung von Eisengegenständen durch Tauchen der Gegenstände in eine wäßrige, alkalische Lösung, die eine fonisierbare Bleiverbindung und wenigstens 5 g/1 eines Alkali- oder Erdalkalicyanids enthält, bekannt. Der Cyanidbestandteil dieser alkalischen Lösung ist für dieses Verfahren wesentlich, .da ohne ihn ein Überzug nicht erhalten werden kann. Technisches Arbeiten mit Cyanid ist jedoch- unerwünscht.
  • Bei der Anwendung der Lösung gemäß der Erfindung wird ein kontinuierlicher - Bleiüberzug auf der zu schützenden Oberfläche des Eisengegenstandes auf chemischem Wege erhalten.
  • Die Bleisalzlösung gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß sie das Bleisalz einer einbasischen, aliphatischen Oxysäure enthält :und einen pH-Wert unter.? aufweist.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die Lösung. eine- Bleiionenkonzentration von 50 bis 300 g/1 auf. Es ist besonders vorteilhaft, wenn die Lösung bei einer Arbeitstemperatur von. 68 bis 93° G zur Anwendung gelangt. , Mit der Lösung gemäß der Erfindung können im wesentlichen alle Größen und Formen von: Eisengegenständen, mit einem gut haftenden, hochkorrosionsfesten Bleiüberzug versehen werden, wobei die -Erzielung eines voraussehbaren, gleichförmigen' -Schutzüberzuges in vorausbestimmter Stärke möglich ist.
  • . Ein besonderer Vorteil der Erfindung besteht auch darin, daß der Bleiüberzug mit einem vergleichsweise geringen Kostenaufwand erhältlich ist und daB z. B. die Aufarbeitung - des verbrauchten Bades und die Wiedergewinnung von einbasischen, aliphatischen Oxysäuren leicht durchführbar sind.
  • Einbasische; aliphatische Oxysäuren, wie z. B. Glykolsäure,-.Milehsäure-und Gluconsäure;. bilden lösliche Bleisalze, welche nicht die Anwesenheit von Ammoni:urrr :oder Alkalimetallsalzen als Lösungsvermittler erfordern.: Da diese Bleisalze leicht löslich sind, ist es möglich, -eine hohe Bleiionenkonzentration zu erhalten. Die Hydrolyse von Eisen wird-infolge Anwesenheit der Oxygruppen unterdrückt bzw. zurückgehalten. Andere Beispiele von solchen Säuren- sind Glycerinsäure und Erythronsäure, die jedoch verhältnismäßig teuer sind.
  • Milchsäure ist eine besonders geeignete, einbasische, aliphatische- Oxysäure für die -wecke der Erfindung, da sie -verhältnismäßig billig und technisch in großen Mengen erhältlich ist. Ein wäßriges, Bleilactat enthaltendes Bad wird zweckmäßig auf einem pH-Wert von etwa 2,5 bis-5,0 und vorzugsweise zwischen 3,4 und 4,2 gehalten; die Bleiionenkonzentration soll dabei im Bereich von etwa 50 bis 250 g/1 liegen. Wenn die Bleiionenkonzentration beträchtlich unter dem angegebenen Wert liegt, hat der Bleiüberzug, der auf einem in das Bad eingetauchten Eisengegenstand niedergeschlagen wird, verhältnismäßig grobkristallinische Struktur und haftet schlecht an dem Grundmetall. Er hat auch eine mangelhafte Dehnbarkeit und Ziehbarkeit bzw. Geschmeidigkeit. Gute Überzüge werden dadurch erzielt, -wenn Bleiionenkonzentrationen von etwa 100 bis 200 g/1 benutzt werden. Es wurde jedoch bei Anwendung von Konzentrationen über 300 gll gefunden, daß die sich ergebenden Überzüge eine schlechte Haftung auf dem Grundmetall besitzen; die Niederschlagsgeschwindigkeit wurde merklich verringert, und die Oberfläche wurde nicht gleichmäßig überzogen. Es ist im allgemeinen für gleichbleibend zufriedenstellende Ergebnisse unter normalen Arbeitsbedingungen erwünscht, eine Bleiionenkonzentration von etwa 90 bis 140 g/1 aufrechtzuerhalten.
  • Bei Benutzung einer wäßrigen Lösung von Bleilactat mit einer Bleiionenkonzentration von 120g/1 wurde gefunden, däß ein Bleiüberzug bei einer Temperatur von etwa 77° C und einem pH-Wert von 4,2 mit maximaler Dicke niedergeschlagen werden kann. Im technischen Betrieb kann jedoch als allgemeiner Arbeitsbereich ein pH-Wert von 3,8±0,2 leicht aufrechterhalten werden, der zu ausgezeichneten Ergebnissen führt.
  • Eine erhöhte Arbeitstemperatur beschleunigt das Niederschlagen des Bleis aus der Lösung; die endgültige Dicke des erhaltenen Überzugs ist jedoch etwas geringer als beim Niederschlagen bei einer niedrigeren - Arbeitstemperatur. Die Niederschlagsgeschwindigkeit ist bei 77° C genügend hoch, und es wird ein beträchtlich dickerer Überzug erhalten als beim Arbeiten mit einem Bad von z. B: 93° C. Eine geeignete Arbeitstemperatur für ein Bleilactatbad liegt im Bereich von etwa 77 bis 88° C.
  • Ein zufriedenstellender Niederschlag kann auch beim Arbeiten beim Siedepunkt des Tauchbades erhalten werden, jedoch ist er nicht so dick wie bei der Anwendung einer niedrigeren Temperatur. Höhere Temperaturen des Bades werden gewöhnlich nur angewendet, wenn die Geschwindigkeit bei der Herstellung des Überzugs wesentlich ist. Eine Temperatur unterhalb 68° C wird selten angewendet, wenn eine hinreichend hohe Herstellungsgeschwindigkeit gewünscht wird. Wenn der zu überziehende Gegenstand während einer längeren Zeitdauer, z. B. über Nacht, in dem Bad gelassen werden kann, kann ein hinreichend zufriedenstellender Überzug auch bei sogar etwas unterhalb Raumtemperatur (21° C) erhalten werden.
  • Obgleich ein ausgezeichneter Blei-Schutzüberzug ohne Verwendung besonderer Zusatzstoffe erfindungsgemäß - erhalten werden kann, ist es vorteilhafter, wenn Zusatzmittel verwendet werden, wie sie üblicherweise zu galvanischen Bädern hinzugefügt werden. Geeignete Zusatzmittel sind beispielsweise Kohlehydrate, wie die einfachen Zucker, Dextrose, Maltose, Saccharose und Lactose, und die komplexeren Kohlehydrate, wie Dextrin und Stärke. Auch tierische und pflanzliche Proteine, wie Casein, Knochenleim, Albumin, Gelatine und Zein, sind für diesen Zweck gut brauchbar. Einige organische Säuren, wie Gerbsäure, Pyrogallussäure, Salicylsäure und Gallussäure, geben als Zusatzmittel ebenfalls den gewünschten Effekt. Aldehyde, Furfurole, Phenole, Kresole, Aloin, Sülfitablaugepulver, Lakritze, Resorzine, Naphthole, Gummiarten und Amine stellen ebenfalls geeignete Zusatzmittel dar. Die Konzentration des Zusatzmittels ist -in allen Fällen sehr gering; sie liegt zweckmäßig in der Größenordnung von 0,1 bis 1 g je Liter Lösung. Es können größere oder geringere Mengen der Zusatzmittel benutzt werden; aber in den meisten Fällen sind die angegebenen Konzentrationen für technische Zwecke zu bevorzugen.
  • Da manche Verunreinigungen, wie z. B. Spuren von gewissen Zuckerarten, in handelsüblichen Qualitäten von Säuren, wie sie hier in Betracht gezogen werden, z. B. in Milchsäure, gewöhnlich vorkommen, können diese selbst als »Zusatzmittel« dienen. Derartige weniger teure Produkte können daher gegenüber chemisch reinen Säuren vorzuziehen sein, obwohl zweckmäßig auch noch ein ergänzendes Zusatzmittel zugegeben wird. Verunreinigungen, die die chemische Umsetzungsreaktion stören oder den Überzug nachteilig beeinflussen, sind natürlich zu vermeiden.
  • Wenn das Blei auf der Eisenoberfläche niedergeschlagen wird, geht eine gewisse Menge Eisen in Lösung; und es ergibt sich im Laufe der Zeit eine wesentliche Änderung in der Zusammensetzung der Lösung. Das theoretische Gewicht von niedergeschlagenem Blei kann dadurch berechnet werden, daß man die Gewichtserhöhung des zu überziehenden Gegenstandes mit dem Faktor 1,37 multipliziert. Durch Versuche wurde gefunden, daß die Reaktionsausbeute nahezu 100% ist, wobei ein Faktor von 1,38 erhalten wurde.
  • Die Abscheidung von Blei auf chemischem Wege aus einer Lösung,: die aus einbasischen, aliphatischen Oxysäuren bereitet wurde, geht trotz beträchtlicher Zunahme der Eisenionenkonzentration fortlaufend in zufriedenstellender Weise vor sich. Dies erleichtert wesentlich die- Regelung der technischen Arbeitsvorgänge. So tritt z. B. bei einer Temperatur von 85° C Sättigung bei einer Eisenionenkonzentration von ungefähr 25 bis 30 g/1 ein, wobei das Eisenlactat zu kristallisieren und auszufallen beginnt. Es können jedoch 100 g Blei je Liter niedergeschlagen werden, bevor eine Eisenionensättigung auftritt. Nachfolgende Wasch- oder Abspülvorgänge werden etwas erleichtert, wenn die Kristallisation von Ferrolactat während des Arbeitsvorganges vermieden wird. Ferrolactat ist in kaltem Wasser leicht löslich und stört daher nicht ernsthaft, selbst wenn eine Kristallisation eintritt. Eine Entfernung des Ferrolactats aus dem Plattierungsbad kann zweckmäßig dadurch erzielt werden, daß das Bad abgekühlt wird, worauf ein großer Anteil ausgefällt wird und durch Dekantieren oder vorzugsweise durch Filtrieren entfernt werden kann.
  • Für die Herstellung des Bades oder der Lösung gemäß der Erfindung kann ein Blei-Oxysäure-Konzentrat mit einer der wasserlöslichen einbasischen aliphatischen Oxysäuren angewendet werden. Das Konzentrat kann auf eine gewünschte Bleiionenkonzentration zwischen 50 und 400 g Bleiionen je Liter verdünnt werden, die bevorzugte Konzentration beträgt gewöhnlich etwa 120 gll.
  • Ein Konzentrat mit 500g Bleiionen je Liter kann z. B. folgendermaßen hergestellt werden: Zu einer Aufschlämmung von 585 g Pb0 (Bleiglätte mit 85% Blei) in 375 ml Wasser werden unter Rühren langsam 526 ml Milchsäure (85%) zugesetzt, wobei das Rühren verstärkt wird, wenn der Säurezusatz dem Ende zugeht. Zur Beschleunigung des Lösens kann gegebenenfalls etwas erwärmt werden. Es wird eine klare Lösung von Bleilactat mit einer Dichte von etwa 1,665 g/ml erhalten. Dieses Konzentrat kann nach Wunsch -verdünnt oder zu dem Arbeitsbad zugesetzt werden, um dessen Konzentration aufrechtzuerhalten. Eine bevorzugte Lösung kann enthalten
    - Komponenten g/1
    Bleioxyd (Mono) .................. 140,0
    Milchsäure (80'°/o) ................. 168,0
    Zusatzmittel ...................... 0,1 bis 1,0
    Wasser zur Auffüllung des Volumens
    Die oben angegebene Lösung enthält annähernd 120 g Bleiionen je Liter. Da die Bestandteile im Handel preiswert erhältlich sind und die Herstellung der Lösung einfach ist, sind die Kosten des Bades sehr niedrig. Durch Wiedergewinnung der Milchsäure aus dem gebildeten Ferrolactat können die - Kosten weiter herabgesetzt werden.-Zur Kontrolleder Eisenionen ist es nur notwendig, das Eisen in der Lösung. zu analysieren und das spezifische Gewicht zu bestimmen. Die folgende Tabelle veranschaulicht die Wirkung von angesammeltem Eisen auf die Lösung bei gegebenen Bleiionenkonzentrationen:
    Pb++ Spezifisches Gewicht bei-85°-C und einem Gehalt
    Konzen- von -x g-Eisen je Liter
    tration - ` -
    9/1 0 5 10 1 15 I 20 25
    132 1,140 1,150 1,160 1,170 1,180 1,190
    128 1,135 1,145 1,155 1,165 1,175 1,185
    124 1,130 1,140 1,150 1,160 1,170 1,180
    120 1,125 1,135 1,145 1,155 1,165 1,175
    116 1,120 1,130 1,140 1,150 1,160 1,170
    112 1,115 1,125 1,135 1,145 1,155 1,165
    108 1,110 1,120 1,130 1,140 1,150 1,160
    104 1,105 1,115 1,125 1,135 1,145 1,155
    100 1,100 1,110 1,120 1,130 1,140 1,150
    Dieses Verfahren gestattet eine Kontrolle innerhalb 51)/& , wie es für technisches Arbeiten ausreichend ist. Wenn z. B. durch Analyse das Eisen mit 10 g/1 und das spezifische Gewicht mit 1,135 festgestellt wird, zeigt die linke Spalte die Anwesenheit von 1,12 g/1 Bleiionen an. Wenn die Anfangskonzentration 120 gll betrug, ist ersichtlich, daß 8 g/1 Blei niedergeschlagen worden sind und ersetzt werden müssen, um die Anfangsstärke der Lösung aufrechtzuerhalten.
  • Die Lösung kann gewünschtenfalls zunächst in der Form eines Konzentrats mit 1000 bis 200 g/1 Bleiionen hergestellt werden; eine höhere Konzentration würde zu einer zu dicken, sirupartigen Lösung führen, die schwierig zu handhaben ist, und eine -niedrigere Konzentration würde zur Erneuerung eines verbrauchten Bades verhältnismäßig unwirksam sein und außerdem eine für den Versand unnötig große Wassermenge enthalten. Ein Bereich von 800 bis 500 g11 ist für praktische Zwecke günstiger, vorzugsweise wird eine Konzentration in der Größenordnung von 800 g/1 benutzt.
  • Ein besonderer Vorteil der Lösung gemäß der Erfindung besteht in der Vielseitigkeit der Anwendungsmöglichkeiten. Es können gute Niederschläge durch Eintauchen, Aufbürsten, Überziehen auf schmelzflüssigem Wege und Aufsprühen erhalten werden. Das letztgenannte Verfahren ist oft besonders vorteilhaft, da man in der Industrie vielfach auf das Aufsprühen oder Aufspritzen verschiedener Arten von Materialien zur chemischen Oberflächenbehandlung von Metallen, wie z. B. durch Phosphatieren, Verchromen od, dgl., eingestellt ist.
  • Die Niederschlagsgeschwindigkeit ist am größten zu -Beginn des Arbeitsvorganges und nimmt mit der Zeit allmählich ab. Eine maximale Stärke des Überzuges kann beispielsweise in 5, 10 oder 15 Minuten erreicht werden. Gute Niederschläge mit einer Stärke von 0,0075 mm sind leicht erhältlich, und Niederschläge mit einer Stärke von 0;0125 bis 0,0190 mm können erzielt werden, wenn zweckentsprechend eingestellte Lösungen verwendet werden. Überzüge von solchen Stärken sind viel schwerer als- solche, die nach früheren Verfahren erhältlich waren, ferner sind sie gut wirksam, um die darunterliegende Eisenoberfläche vor Korrosion zu schützen.
  • Es ist selbstverständlich, daß das Werkstück, bevor es überzogen wird, zuerst frei von Öl, Fett oder Schmutz sein muß. Eine- Reinigung der zu verbleienden Gegenstände kann mittels Dämpf oder vorzugsweise mittels chemischer Reinigungsmittel erfolgen. Nach dem Reinigungsvorgang wird das -Werkstück mit Wasser abgespült. Es -kann gegebenenfalls- auch noch gebeizt werden.
  • Nach der Behandlung des Werkstücks mit der Lösung in einem Tauchbadbehälter oder einer Spritzkammer od. dgl., -wobei metallisches Blei in der gewünschten vorbestimmten Stärke- niedergeschlagen wird, wird das Werkstück; zuerst in kaltem und dann in heißem Wasser abgespült, um das Trocknen zu erleichtern.
  • Der mit Blei überzogene Gegenstand kann zusätzliche Oberflächenbehandlungen, wie Chromatbehandlung, Oxalsäurebehandlung, Sulfatieren und Phosphatieren in verdünnten Lösungen, erfahren. Unter geeigneten Bedingungen kann das Blei aufgeschmolzen werden, wodurch seine korrosionshemmende Fähigkeit weiter erhöht wird. In der Regel sind jedoch solche zusätzlichen Behandlungen nicht erforderlich. Der fertig überzogene Gegenstand kann auch gestrichen oder geölt werden, wozu der erhaltene Bleiüberzug besonders geeignet ist.
  • Korrosions- und Bewitterungsversuche haben gezeigt, daß Eisengegenstände, die gemäß der Erfindung überzogen worden sind, außergewöhnlich widerstandsfähig gegen Korrosion sind. Eisengegenstände, die erfindungsgemäß mit Blei überzogen sind, widerstehen annähernd 48 bis 120 Stunden den Bedingungen in dem üblichen Salzspritzversuchsraumgeölte Überzüge widerstehen noch beträchtlich länger.
  • Die Verwendung von Bleiüberzügen zur Erleichterung von Tiefziehvorgängen und des Ziehens von Draht, insbesondere Stahldraht, ist schon vorgeschlagen worden. Derartige Bleiüberzüge wurden jedoch in der Technik praktisch nicht verwendet, weil bisher kein wirtschaftliches Verfahren zur Herstellung der Bleiüberzüge zur Verfügung stand. Bei Anwendung des Bades oder der Lösung gemäß der Erfindung lassen sich jedoch geeignete Bleiüberzüge für die genannten Zwecke in einfacher und wirtschaftlicher Weise herstellen.
  • Durch Anwendung der Lösung gemäß der Erfindung können auch dünne Bleiüberzüge für Lagerflächen od. dgl. hergestellt werden.
  • Die Wiedergewinnung der einbasischen, aliphatischen Oxysäuren, wie z. B. der Milchsäure, aus bei der chemischen Verdrängungsreaktion entstandenen Salzen ist leicht möglich, wobei wertvolle Nebenprodukte erhalten werden können.
  • Erfindungsgemäß werden Bleisalze von einbasischen, aliphatischen Oxysäuren in wäßriger Lösung mit einem pH-Wert unter 7 verwendet. Andere Salze als Bleilaetat werden -am besten in vergleichbaren Bereichen der Bleiionenkonzentration und der Temperatur-verwende-t. "Es werden vorzugsweise Salze von niedrigerem Mölekulargewicht angewendet, da sie leichter in Wasser löslich sind. Die gewünschte Lösung kann dadurch hergestellt werden, daß ein wasserlösliches Bleisalz einer anorganischen Säure, wie z. B. Bleinitrat, gelöst und dann die erforderliche Menge der- einbasischen, aliphatischen Oxysäure zugesetzt wird. Vorzugsweise wird jedoch die Lösung in der oben beschriebenen Weise hergestellt. Der p11-Wert kann in üblicher Weise durch -Zusatz weiterer, einbasischer, äliphatischer Oxysäure oder eines Ammonium- oder Alkalihydroxyds, = wie z. B. Natriumhydroxyd, eingestellt werden. -Es ist auch möglich, einen elektrischen Strom durch das Bad -zu führen, um gewünschtenfalls- einen zusätzlichen Überzug von Blei auf elektrochemischem Weg aufzubringen. Ein Vorteil der Anwendung der Lösung gemäß der Erfindung liegt -jedoch darin, daß für die meisten "Zwecke ein ausgezeichneter Überzug ohne solche zusätzlichen Arbeitsstufen erhalten, werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Wäßrige Bleisalzlösung zur stromlosen Herstellung -von Bleiüberzügen auf Eisengegenständen, dadurch gekennzeichnet, daß sie das Bleisalz einer einbasischen, aliphatischen Oxysäure enthält und einen pH-Wert unter 7 aufweist. 2.-Lösung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Bleiionenkonzentration von etwa 50 bis 300 g11 aufweist. 3. Lösung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen pH-Wert von 2,5 bis 5 und -eine Bleiionenkonzentration von 90 bis 250g/1 aufweist. 4. Lösung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie das Bleisalz-als Bleilactat oder Bleiglykolat .enthält. 5.- Lösung nach einem: der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein - bei- galvanischen Bädern üblicherweise verwendetes, organisches Zusatzmittel in geringer Menge enthält. 6. Verfahren zur stromlosen Herstellung eines Bleiüberzuges auf Eisengegenständen unter Verwendung einer Lösung nach .den -.Ansprüchen 1 bis@.5,< dadurch gekennzeichnet, daß -eine- Arbeitstemperatur von -etwa 68 his 93'C- angewendet wird. , - _ . . . -In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift -Nr: 7T42 `t12 @` USA.-Patentschrift Nr. 2 230 602.
DEST6547A 1952-06-13 1953-06-10 Bleisalzloesung und Verfahren zur stromlosen Herstellung eines Bleiueberzugs auf Eisengegenstaenden Pending DE1077498B (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2230602A (en) * 1938-03-31 1941-02-04 Battelle Memorial Institute Method of coating metals with lead
DE742412C (de) * 1940-12-19 1943-12-02 Leonhard Perner Bad zur Herstellung festhaftender Bleiueberzuege auf Aluminium und Aluminiumlegierungen

Patent Citations (2)

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