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Verfahren zùr Herstellung von nichtklumpenden, nichtzusammenbackenden
und freifließenden Mischdüngemitteln Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
von nichtklumpenden, nichtzusammenbackenden und frei fließenden Mischdüngemitteln,
insbesondere NPK-Düngemitteln, durch Zusatz von das Zusammenbacken verhindernden
Stoffen. Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß die Mischdüngemittelkörner
mit etwa 0,025 bis etwa 2 kg/Tonne eines kationenaktiven Amins der Formeln RNH2
oder RNHCH2CH2CH2NH2, in welchen R ein aliphatischer Kohlenwasserstoffrest mit 8
bis 22 Kohlenstoffatomen ist, bzw. mit Salzen dieser Amine mit Salzsäure, Essigsäure
oder Fettsäuren mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen unter Verwendung 25- bis 750/0aber
Lösungen dieser Amine und Behandlungstemperaturen von 65 bis 121" C derart überzogen
werden, daß auf jedem Mischdüngemittelkorn ein gleichmäßiger und zusammenhängender
Aminfilin gebildet wird.
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Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird vorzugsweise als Lösungsmittel
für das kationenaktive Amin mindestens ein aliphatisches Nitril mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen
verwendet, und es ist auch vorzuziehen, zusätzlich ein oberflächenaktives Mittel
zu verwenden.
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Die Klumpenbildung während des Lagerns hat bei mineralischen Düngemitteln
lange Zeit ein schwerwiegendes und ärgerlicbes Problem dargestellt. Ein mineralisches
Diingemittel kann so hart werden, daß das zusammengebackene Düngemittel im Sack
steinhart wird. Die Masse muß vom Verbraucher mit einem Vorschlaghammer zerschlagen
werden, um das Düngemittel in Streumaschinen ausstreuen zu können. Selbst dann verstopfen
die restlichen Klumpen vielfach noch die Streumaschine und verhindern so ein gleichmäßiges
Verteilen des Düngemittels, und dies führt auch zu einem Zeitverlust während der
Zeit der Frühj ahrsbestellung.
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Für die Düngemittelindustrie selbst führt das Zusammenklumpen aber
auch zu wirtschaftlichen Problemen.
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Während des Ablagerns kann ein Düngemittelhaufen so hart werden, daß
vor der Einsackung ein Aufsprengen der Masse erforderlich wird. Diese Erscheinung
hindert die Industrie auch daran, ihre Erzeugnisse sehr lange Zeit zu lagern, und
sie kann sich auch nicht die Vorteile der üblichen Vorrichtungen zur Behandlung
von Schüttgütern nutzbar machen, wie sie beispielsweise von der Getreideindustrie
verwendet werden.
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Für dieses Problem sind schon verschiedene Lösungswege ausprobiert
worden, davon einige auch mit einem gewissen Erfolg. Vielleicht die bedeutsamste
Entwicklung der letzten Zeit ist die Herstellung von granulierten Düngemitteln gewesen.
Beim Granulieren wird das Düngemittel in kleine Einzelteilchen von etwa einheitlicher
Größe aufgeteilt, deren Durchmesser zwischen 1 und 4 mm liegt. Bei Düngemittelmischungen
verhütet die Granulierung eine Abtrennung der Einzelkomponenten und vermindert ihre
Neigung zur Klumpenbildung und zum Klebrigwerden. Diese verbesserten Eigenschaften
der
granulierten oder gekörnten Düngemittel hinsichtlich der Neigung zur Klumpenbildung
beruhen wahrscheinlich vollständig auf der verringerten Berührungsfläche zwischen
den Einzelteilchen.
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Auch die Granulierung führt jedoch nicht immer zu einem vollständig
frei fließenden Produkt. Bei den Düngemitteln mit höheren Pflanzennährstoffgehalten,
wie 12-12-12 [d. h. 12 O/o Stickstoff (N), 120/o Phosphorpentoxyd (P2O) und 120/0
Kaliumoxyd (K2O)], wird der Idealzustand eines frei fließenden Düngemittels meistens
selbst mit der Granulierung - nicht erreicht.
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Die hygroskopischen Salze solcher Düngemittel absorbieren Feuchtigkeit
aus der Luft, und hierdurch entsteht ein Zusammenbacken in den Säcken. Um solche
Düngemittel besser fließend zu machen, hat man die Teilchenoberilächen schon mit
mineralischem Staub überzogen, beispielsweise mit feinverteiltem Ton, Kalk, Magnesiumoxyd,
Vermiculitstaub und verschiedenen anderen ähnlichen Materialien. Um bessere Haftung
zu bekommen, wurden diese Inertstoffe auch schon mit Bindemitteln, z. B. feingepulvertem
Polysaccharidglykolsäureäther, verwendet. Es werden etwa 5 bis 10 -kg/Tonne
und
selbst bis zu 25 kg solcher Stoffe pro Tonne Düngemittel benötigt, und obwohl einige
dieser Zusatzstoffe etwas verbesserte Eigenschaften in bezug auf die Klumpenbildung
verleihen, vermindern sie doch gleichzeitig die Konzentration der eigentlichen Pflanzennährstoffe
und ergeben daher Endprodukte von geringerem Wert.
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Eine zusätzliche Trocknung der Düngemittel ist machmal wirksam, um
die Neigung zur Klumpenbildung zu vermindern, doch wird gleichzeitig der Kapitalbedarf
vergrößert, falls dafür weitere Vorrichtungen beschafft werden müssen, oder die
Kapazität der Anlage wird vermindert, wenn zwecks zusätzlicher Trocknung das produkt
durch die vorhandenen Vorrichtungen mehrfach im Kreislauf hindurchgeführt wird.
Durch diese Maßnahmen werden auch die Brennstoffkosten erhöht.
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Verschiedene Forscher haben versucht, dieses Problem durch die Verwendung
von besonderen Materialien, wie Ölen, Wachsen, Seifen und synthetischen Wasch- und
Reinigungsmitteln, wie Natriumalkylarylsulfonat, zu lösen. Keines dieser Mittel
hat sich aber als sehr wirksam erwiesen, und die mit ihnen behandelten Düngemittel
haben die ihnen anfänglich etwa verliehenen günstigen Eigenschaften in bezug auf
Klumpenbildung nach einer kurzen Lagerungszeit wieder verloren. Zur Verhinderung
der Klumpenbildung wurden schon die verschiedensten Stoffe vorgeschlagen. Bei diesen
handelte es sich entweder um saure Verbindungen, wie Naphthalinsulfosäuren oder
Sulfaminsäure. Es wurden auch schon oberflächenaktive Stoffe verwendet. Bei diesen
handelt es sich um anionenaktive Substanzen, wie Polyacrylsäure oder wasserlösliche
Äthylencarbonsäuren, und es ist auch schon bekannt, den zur Granulierung verwendeten
Bindemitteln zusätzlich Netzmittel, also oberflächenaktive Stoffe, zuzusetzen.
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Die Verwendung von kationenaktiven Aminen bei der Herstellung von
kalisalzhaltigen Düngemitteln wurde ebenfalls schon vorgeschlagen. Es handelt sich
in diesem Fall jedoch nicht um das Überziehen der Granulate, sondern diese oberflächenaktiven
Amine wurden bei der Herstellung des Kalisalzes im Löseverfahren als Flotationsmittel
verwendet.
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Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin,
daß auch bei hohen Feuchtigkeitsgehalten der Luft und des Düngemittels selbst nichtklumpende,
frei fließende Düngemittel erhalten werden.
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Weil nicht behandelte Düngemittelgemische um so schneller zusammenbacken,
je größer der Feuchtigkeitsgehalt ist, wurde angenommen, daß praktisch keine Klumpenbildung
mehr av.ftreten würde, wenn sich in dem Endprodukt ein Feuchtigkeitsgehalt von 0,5
0/, aufrechterhalten ließe. Dieser Feuchtigkeitsgehalt von 0,5 01o ist jedoch schon
aus wirtschaftlichen Erwägungen nicht wünschenswert, weil die Trocknungsvorrichtungen
der Fabrik erweitert werden müßten, um einen solch niedrigen Feuchtigkeitsgehalt
zu erzielen, oder man müßte die Produktion wesentlich herabsetzen, beispielsweise
um etwa 500/o. Selbst wenn ein solches Endprodukt in wirtschaftlicher Weise hergestellt
werden könnte, wäre ein Schutz vor der atmosphärischen Feuchtigkeit erforderlich,
weil die in dem Düngemittelgemisch enthaltenen hygroskppischen Salze nicht daran
gehindert werden können, die Feuchtigkeit aus der Luft zu absorbieren, außer man
verpackt sie in einem feuchtigkeitsdichten Sack. Es hat sich gezeigt, daß die verbesserten
Düngemittel gemäß der Erfindung einen Feuchtigkeitsgehalt bis zu 30/o aufweisen
können und doch für den handelsüblichen Gebrauch ausreichende, einer Klumpenbildung
entgegenwirkende Eigenschaften aufweisen.
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In der vorliegenden Beschreibung und den Ansprüchen bedeutet der
Ausdruck )>Düngemittelgemisch« eine Mischung aus zwei oder mehreren der gebräuchlichen
Düngemittelkomponenten
in zerteilter Form. Die üblichen Düngemittelkomponenten bestehen aus wasserlöslichen,
anorganischen Salzen, wie mit Säure behandeltem Phosphatgestein, Superphosphat,
Triplesuperphosphat und Nitrophosphat, Ammoniumsulfat, Ammoniumnitrat, Natriumnitrat,
Kaliumnitrat und Kaliumcarbonat sowie Kaliumchlorid.
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Beispiele für im Rahmen der vorliegenden Erfindung geeignete Amine
sind Octylamin, Decylamin, Dodecylamin, Tetradecylamin, Hexadecylamin, Octadecylamin,
Octadecenylamin, Octadecadienylamin, Octadecatrienylamin, Eicosylamin und Mischungen
solcher Amine, wie sie durch Ammonolyse, Entwässerung und Hydrierung gemischter
Fettsäuren erhalten werden, die bei der Hydrolyse von natürlich vorkommenden pflanzlichen
und tierischen Fetten entstehen, beispielsweise aus Cocosnußöl, Sojabohnenöl, Talg,
Baumwollsaatöl u. dgl. Zwei besonders geeignete Aminmischungen sind im Handel erhältlich.
Eine dieser Mischungen enthält etwa 2°lo Tetradecylamin, 240/o Hexadecylamin, 280/o
Octadecylamin und 46 ovo Octadecenylamin und wird aus Talg hergestellt, die andere
enthält etwa 200/o Hexadecylamin, 170/o Octadecylamin, 260/o Octadecenylamin und
370/, Octadecadienylamin und wird aus Sojabohnenöl hergestellt.
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Geeignete aliphatische Trimethylendiamine, welche im Rahmen der vorliegenden
Erfindung verwendet werden können, werden bei der Umsetzung der obenerwähnten speziellen
primären aliphatischen Amine mit Acrylnitril und anschließende Reduktion der Nitrilgruppe
mittels Wasserstoff erhalten. Verbindungen dieses Typs sind ebenfalls im Handel,
z. B. zwei Mischungen aliphatischer Triniethylendiamine, welche bevorzugt im Rahmen
der vorliegenden Erfindung Verwendung finden, und sie werden durch Addition von
Acrylnitril an die Mischungen primärer aliphatischer Amine, die oben beschrieben
wurden und die aus Talg oder Sojabohnenöl hergestellt wurden, und anschließende
Hydrierung erhalten.
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Zwecks Herstellung der erfindungsgemäß verbesserten Düngemittelgemische
werden die Einzelteilchen des Düngemittels mit einem Überzug versehen, indem man
die unbehandelten Düngemittelteilchen mit den aliphatischen aminhaltigen Verbindungen
unter solchen Bedugungen in Berührung bringt, welche ein gleichmäßiges Überziehen
fördern. Das gleichmäßige Überziehen der Düngemittelkörner kann auf verschiedene
Arten geschehen. Mit dem im folgenden Beispiel 2 verwendeten Betonmischer werden
die Körner z. B. innerhalb von 3 bis 5 Minuten gleichmäßig und kontinuierlich überzogen.
Andere Verfahren, die bisher ausprobiert wurden, sind Besprühen der Teilchen, während
sie sich auf dem Förderband befinden oder während sie das Förderband verlassen,
oder man braucht nur die Üherzugssubstanz auf die Teilchen auftropfen (aufsprühen)
zu lassen, während sie sich auf dem Förderband bewegen. Es kann auch ein Drehrohrofen
mit einer Reihe von Lagen verwendet werden, wobei die Überzugssubstanz in dem Drehrohrofen
auf die Teilchen aufgesprüht wird. Nach jedem dieser Verfahren wird das gewünschte
Ergebnis in kurzer Zeit erreicht. Viele der beschriebenen aminhaltigen Substanzen
sind bei gewöhnlicher Temperatur feste Körper oder viskose Flüssigkeiten, was im
allgemeinen von der Anzahl der Kohlenstoffatome in der Kohlenwasserstoffkette oder
von dem Verhältnis des Anteils an kurzkettigen Verbindungen zu dem Anteil an längerkettigen
Verbindungen in der Mischung abhängt. Vorzugsweise findet daher die Berührung bei
erhöhten Temperaturen, beispielsweise zwischen etwa 65,6 und 1210 C, statt, um so
die Ausbreitbarkeit des aminhaltigen Materials zu erhöhen. Da das unbehandelte Düngemittel
bei
der üblichen Arbeitsweise unter Anwendung von Wärme getrocknet wird, besteht eine
bevorzugte Maßnahme zum Überziehen darin, das aminhaltige Mittel etwa auf diejenige
Temperatur vorzuerhitzen, mit welcher die Düngemittelteilchen die Trockenvorrichtung
verlassen, und es dann mit denselben sorgfältig zu vermischen, bevor sie Zeit haben,
wesentlich abzukühlen.
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Zusätzlich zu diesem heißen Vermischen oder wenn die Anwendung von
Wärme hinsichtlich der Stabilität der betreffenden Mittel schädlich ist, wie im
Fall von Aminacetaten, hat es sich als vorteilhaft erwiesen, das aminhaltige Mittel
zusammen mit einem Lösungsmittel und/oder einem oberflächenaktiven Mittel zu verwenden,
um so das Überziehen der Einzelteilchen mit dem Amin zu erleichtern. Beispiele für
bevorzugte Lösungsmittel sind Mineralöl, Leuchtöl, Kiefernöl und aliphatische Nitrile,
welche durch Ammonolyse und Entwässerung von Fettsäuren mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen
im Molekül und Gemischen solcher Fettsäuren erhalten werden, die bei der Hydrolyse
von natürlich vorkommenden Ölen, wie Sojabohnenöl, Talg, Cocosnußöl und Baumwollsaatöl,
entstehen. Besonders bevorzugt verwendete Lösungsmittel, die im Handel erhältlich
sind, bestehen aus einer Mischung aliphatischer Nitrile, welche bei der Ammonolyse
und Entwässerung von Fettsäuregemischen aus der Hydrolyse von Sojabohnenöl und Talg
entstehen.
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Beispiele für oberflächenaktive Mittel, welche zusammen mit den hier
beschriebenen aminhaltigen Mitteln verwendet werden können, sind oberflächenaktive
Substanzen, wie Mahoganyseife, Natrium- oder Kaliumalkylarylsulfonate, Kondensationsprodukte
von Fettsäureaminen und Äthylenoxyd, beispielsweise die im vorstehenden beschriebenen
primären, aliphatischen Amine, welche mit 2 bis 50 Mol Äthylenoxyd kondensiert wurden,
sowie Polymere von Äthylenoxyd und Propylenoxyd und Kondensationsprodukte von Fettsäuren
mit Äthylenoxyd.
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Ein besonders bevorzugt verwendetes oberflächenaktives Mittel ist
ein Kondensationsprodukt von etwa 10 Mol Äthylenoxyd mit 1 Mol einer Mischung von
Fettsäuren, welche etwa 500/0 Oleinsäure, 400/o Linolsäure, 50/o Linolensäure und
50/o Harzsäuren enthält. Die Erfahrung hat gezeigt, daß die Verwendung eines oberflächenaktiven
Mittels dann vorteilhaft ist, wenn die Einzelteilchen des Düngemittelgemisches die
üblichen oder auch größere Mengen an Feuchtigkeit enthalten. Obwohl oberflächenaktive
Mittel auch dann Verwendung finden können, wenn das Düngemittel nur eine geringe
Menge Feuchtigkeit enthält, so wirkt die Zugabe einer kleinen Wassermenge doch in
Richtung einer erhöhten Ausbreitharkeit des Überzugsmittels. Es wurde bereits erwähnt,
daß das erfindungsgemäß zum Überziehen des Düngemittelgemisches verwendete aminhaltige
Mittel entweder als solches oder zusammen mit einem Lösungsmittel oder mit einem
oberflächenaktiven Mittel eingesetzt werden kann. Im allgemeinen setzt ein oberflächenaktives
Mittel die Oberflächenspannung zwischen dem hydrophoben, aminhaltigen Mittel und
der üblicherweise feuchten Oh erfläche der Düngemittelkörner herab. Das Lösungsmittel
verflüssigt das aminhaltige Mittel zu einem flüssigen Produkt bei niedrigen Temperaturen.
Das zum Überziehen der Düngemittelteilchen verwendete Mittel besteht daher aus etwa
5 bis 100 Gewichtsprozent, vorzugsweise etwa 25 bis 75 Gewichtsprozent, des aminhaltigen
Mittels, aus 0 bis 95 Gewichtsprozent, vorzugsweise 25 bis 75 Gewichtsprozent, eines
Lösungsmittels und aus 0 bis 15 Gewichtsprozent, vorzugsweise 0,5 bis 3 Gewichtsprozent,
eines oberflächenaktiven Mittels. Die folgenden Mittel sind Beispiele für Gemische
dieser Verbindungen, welche im Rahmen der vorliegenden Erfindung besonders vorteilhaft
sind.
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Zusammensetzung Aminmischung aus Sojabohnenöliettsäuren .. .. S9°/0
Nitrile aus Sojabohnenölfettsäuren ....
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Oberflächenaktives Mittel (Kondensationsprodukt aus 10 Mol Äthylenoxyd
+ 1 Mol Fettsäuren) . 1 °/o Aminmischung aus Talgfettsäuren ............. 590/o
Nitrile aus Talgfettsäuren ........................ 40% Oberflächenaktives Mittel
(Kondensationsprodukt aus 10 Mol Äthylenoxyd + 1 Mol Fettsäuren) . . 1 °/o Mischung
roher Amine aus Talgfettsäuren ....... 600/o Sekundäres Talgamin . .... .. 20 bis
300/o Aminpolymere ............................ 10 bis 20% Amine aus Sojabohnenölfettsäuren
70°/o Nitrile aus Sojabohnenölfettsäuren 30°/o Acetat von Aminen aus Sojabohnenölfettsäuren
. . 59°/0 Nitrile aus Sojabohnenölfettsäuren 40°/o Oberflächenaktives Mittel (Kondensationsprodukt
aus 10 Mol Äthylenoxyd + 1 Mol Fettsäuren) . . 1 °/o Amine aus - Soj abohnenölfettsäuren
60°/o Nitrile aus Talgfettsäuren ....................... 40% Amine aus Talgfettsäuren
60°/o Nitrile aus Talgfettsäuren 40°/o Amine aus Sojabohnenölfettsäuren 400/o Mineralöl
........................................ 59% Oberílächenaktives Mittel (Kondensationsprodukt
aus 10 Mol Äthylenoxyd + 1 Mol Fettsäuren) ..
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Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung.
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Beispiel I Aus einem gemischten und gekörnten Düngemittel miteinem
Gehalt an 12°/o N, 120/o P205 und 120/o K2O wurden Versuchsproben hergestellt. Je
100 g des Düngemittels wurden auf etwa 82"C erhitzt und dann in eine Flasche von
0,5 kg Inhalt eingebracht, worauf das betreffende Reagens mit einer Pipette zugegeben
wurde.
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Die Flasche mit den Körnern und dem Reagens wurde dann auf Rollwalzen
gestellt und etwa 5 Minuten lang hin und her geschüttelt. Nach dem Vermischen wurde
die Probe wieder entnommen und in einem Trockenschrank bei etwa 82"C 2 Stunden lang
getrocknet. Wenn zu der Probe keine Feuchtigkeit zugefügt wurde, füllte man das
Düngemittel ohne weitere Trocknung ab. Wenn im Verlauf des Überziehens Feuchtigkeit
zugegeben wurde, so trocknete man die Probe 2 Stunden lang bei 82° C, um überschüssige
Feuchtigkeit zu entfernen.
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Bei den in der Tabelle I zusammengefaßten Versuchen wurde stets 10/o
Wasser zu dem Düngemittel zugegeben, außer bei den Beispielen, die mit einem Stern
bezeichnet sind.
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Bevor die Proben in Flaschen von etwa 124 g Inhalt eingebracht und
lose verschlossen wurden, ließ man sie auf etwa 38"C abkühlen. Nachdem die Flaschen
während verschiedener Zeiträume, nämlich 24 Stunden, 48 Stunden, 72 Stunden, 1 Woche,
2 Wochen und 1 Monat, ohne jede Störung gestanden hatten, wurden sie langsam geneigt
und leicht beklopft, falls das erforderlich war, und dabei wurde gleichzeitig notiert,
ob die einzelnen Körner frei fließend waren, zusammenbackten oder teilweise
klumpten.
Die folgende Bewertungsskala wurde verwendet, um die Neigung der hergestellten Versuchsproben
zum Zusammenbacken zu beurteilen.
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Bewertungs- Beschreibung note 1 Vollständig frei fließend.
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2 Leicht klumpend, Die Körner trennen sich voneinander, wenn die
Flasche umgedreht wird.
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3 Klumpend, leichtes Beklopfen der Flasche ist erforderlich, um die
Körner voneinander zu trennen.
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4 Feste Verklumpung. Mehrere Klopfstöße sind erforderlich, um die
Körner voneinander zu trennen.
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5., Ganz festes Zusammenbacken. Es sind mehrere harte Stöße auf die
Flasche erforderlich, um die Körner voneinander zu trennen.
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Bemerkung Einige der Ergebnisse hinsichtlich der Neigung zur Klumpenbildung
schienen zwischen den oben angegebenen ganzen Zahlen zu liegen, und sie wurden daher
mittels halber Intervalle bewertet, beispielsweise 1,5 usw.
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Die Ergebnisse dieser Versuche sind in der folgenden Tabelle I zusammengefaßt.
In den folgenden Tabellen bedeutet Amin S die aus Sojabohnenölfettsäuren hergestellten
Amine und entsprechend Amin T die aus Talgfettsäuren und Amin C die aus Cocosnußfettsäuren
gewonnenen Amine. Das letztere enthält etwa 801, Octyl-, 9% Decyl-, 47% Dodecyl-,
18% Tetradecyl-, 8% Hexadecyl-, 5% Octadecyl- und 5% Octadecenylamin.
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Das gleiche gilt für die als Lösungsmittel verwendeten Nitrile d.
h., S, T und C geben jeweils an, aus welchen Fettsäuren diese Nitrile hergestellt
wurden. Als oberflächenaktives Mittel wurde bei den ersten acht Versuchen jeweils
das gleiche verwendet, nämlich ein Kondensationsprodukt aus 10 Mol Äthylenoxyd und
1 Mol Fettsäure.
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Tabelle I
Bewertungs- |
note |
Überzugs- (Mittelwert |
Zusammensetzung mischung von |
pro Tonne Lagerungs- |
der Überzugsmischung des versuchen |
Düngemittels während |
24, 48 und |
kg/t 72 Stunden) |
Düngemittelkörner ......... - 4,0 |
Düngemittelkörner, |
Zugabe von 1% Wasser ... - 3,0 |
#0,05 1,0 |
Amin @................ 500/0 0,1 1,0 |
Nitril S ............. 49% 0,2 1 |
Oberflächenaktives |
Mittel 10/o 0,25 1,0 |
Amin T ............. 59% 0,05 2,0 |
Nitril T ........... 40% 0,1 1,0 |
Oberflächenaktives # |
Mittel ............. 1% 0,2 1,0 |
Amin T ............. 59% |
Nitril S ........... 40% |
# 0,4 1,0 |
Oberflächenaktives |
Mittel ............. 1% |
(Fortsetzung Tabelle I)
Bewertungs- |
note |
Überzugs- (Mittelwert |
Zusammensetzung mischung von |
pro Tonne Lagerungs- |
der Überzugsmischung des versuchen |
Düngemittels während |
24, 4, 48 und |
kg/t 72 Stunden) |
Amin T ............ 50% |
Nitril T ........... 49% 0,1 1,0 |
Oberflächenaktives 0,2 1,0 |
Mittel 10/o |
Amin C ............. 59% |
Nitril S ........... 40% |
# 0,1 1,0 |
Oberflächenaktives |
Mittel ............. 1% |
Amin T ............. 29% |
Nitril S ........... 70% # 0,1 1,0 |
Oberflächenaktives 0,15 1,0 |
Mittel ............. 1% |
Amin T ............. 29% |
Nitril T ........... 70% |
# 0,1 1,0 |
Oberflächenaktives |
Mittel ............ 1% |
Amin T ............ 69% |
Nitril T .......... 30% |
# 0,1 1,2 |
Oberflächenaktives |
Mittel ............ 1% |
Verschiedene oberflächenaktive Mittel
Bewertungs- |
Überzugs- |
(Mittelwert |
mischung |
Zusammensetzung von |
pro Tonne |
Lagerungs- |
der Überzugsmischung des versuchen |
Düngemittels während |
24, 48 und |
kg/t 72 Stunden) |
Amin S ............. 59% 0,1 1,0 |
Nitril S ........... 40% # 0,2 1,0 |
Oberflächenaktives |
Mittel, wie oben .... 1 0,4 1,0 |
Amin S ................. 59% |
Nitril S ............... 40% |
# 0,4 1,0 |
Oberflächenaktives |
Mittel A ............... 1% |
Amin S ................. 59% |
Nitril S ............... 40% |
# 0,4 1,0 |
Oberflächenaktives |
Mittel B ............... 1% |
Amin S 590/0 |
Nitril S ............... 40% |
# 0,4 1,0 |
Oberflächenaktives |
Mittel C ............... 1% |
Amin S ................. 59% |
Nitril S ............... 40% |
# 0,6 1,1 |
Oberflächenaktives |
Mittel D ............... 1% |
Amin S ................. 39% |
Nitril S ............... 40% |
# 0,4 1,1 |
Oberflächenaktives |
Mittel E ............... 1% |
(Fortsetzuug Verschiedene oberflächenaktIve Mittel)
Bewertungs- |
note |
Überzugs- (Mittelwert |
Zusammensetzung mischung von |
pro Tonne Lagerungs- |
der Überzugsmischung des versuchen |
Düngemittels während |
24, 48 und |
kg/t 72 Stunden) |
Amin S .. 59% |
Nitril S .. 400/0 0,4 1,3 |
Oberflächenaktives 1,0 |
Mittel F ............... 1% |
Amin S . 59% |
Nitril S ................. 40% |
# 0,4 1,5 |
Oberflächenaktives |
Mittel G ................. 1% |
Erläuterung der oberflächenaktiven Mittel: A = Dicocosdimethylammoniumchlorid B
= Natriumsalz von gemischten Erdölsulfonaten C = Kondensationsprodukt von primärem
Sojabohnenölamin mit 2 Mol Äthylenoxyd D = Kondensationsprodukt von Octadecylamin
mit 15 Mol Äthylenoxyd E = Kondensationsprodukt von hydrierten gemischten Fettsäuren
des Talgs mit 10 Mol Äthylenoxyd F = Kondensationsprodukt von Amid der gemischten
Fettsäuren aus Cocosnußöl mit 5 Mol Äthylenoxyd G = Cocostrimethylammoniumchlorid
Verschiedene Lösungsmittel
Bewertungs- |
Überzugs- |
(Mittelwert |
mischung von |
Zusammensetzung |
pro Tonne |
Lagerungs- |
des |
er Überzugsmischung versuchen |
der Überzugsmischung Düngemittels während |
24, 48 und |
kg/t 72 Stunden) |
AminT .. ... - 10 0/o |
Leuchtöl ............ 84,5% |
Isopropylalkohol .... 5 % 0,2 1,5 |
Oberflächenaktives Mittel # 0,5 1,0 |
(Kondensationsprodukt aus 1,0 1,0 |
10 Mol Äthylenoxyd + 1 Mol |
Fettsäuren) ....... 1% |
Amin S ............ 59% |
Kiefernöl ......... 40% |
Oberflächenaktives Mittel 0,2 1,0 |
(Kondensationsprodukt aus 0,4 1,5 |
10 Mol Äthylenoxyd + 1 Mol |
Fettsäuren) ....... 1% |
Amin S ............ 40% |
Mineralöl ......... 59% |
Oberflächenaktives Mittel 0,05 1,0 |
(Kondensationsprodukt aus 0,25 1,0 |
10 Mol Äthylenoxyd + 1 Mol |
Fettsäuren) . . 1 % |
Ohne oberflächenaktives Mittel
Bewertungs- |
Überzugs- |
(Mittelwert |
Zusammensetzung mischung von |
pro Tonne Lagerungs- |
der Überzugsmischung des versuchen |
Düngemittels während |
24, 48 und |
kg/t 72 Stunden) |
Amin S ............ 600/0 |
Nitril T ............. 40% # 0,2 1,0 |
Amin T ............... 60% |
# 0,2 1,0 |
Nitril T ............. 40% |
Amin T ............... 60% 0,2 1,0 |
# |
Nitril S ............. 40% 0,4 1,8 |
Amin S ............... 60% 0,2 1,0 |
# |
Nitril S ............. 40% 0,4 1,7 |
Diamine N-Alkyltrimethylendiamine (die Buchstaben S und T bedeuten jeweils, daß
Alkyl die Reste der Fettsäuren aus Sojabohnenöl bzw. Talg sind)
Bewertungs- |
Überzugs- (Mittelwert |
mischung |
Zusammensetzung von |
pro Tonne |
Lagerungs- |
der Überzugsmischung des versuchen |
Düngemittels während |
24, 48 und |
kg/t 72 Stunden) |
Diamin S ............... 55% |
Nitril S ............... 40% # 0,2 1,2 |
Diamin T - Monooleat 5% |
Diamin T ............... 20% |
Nitril S ............... 79% |
Oberflächenaktives Mittel 1,0 3,0 |
(Kondensationsprodukt aus 2,0 1,0 |
10 Mol Äthylenoxyd + 1 Mol |
Fettsäuren) . . . . 1% |
Diamin T .................. # 0,25 1,4 |
Diamin T - Monooleat . 0,4 1,0 |
1,0 1,5 |
Diamin S ............ 55% |
Nitril S ............ 40% # 0,2 1,5 |
Diamin T - Dioleat .. 5% |
Diamin T - Monooleat 60% |
# 0,4 1,1 |
Nitril S ............ 40% |
Diamin S ............ 59% |
Nitril S ............ 40% |
Oberflächenaktives Mittel 0,4 1,0 |
(Kondensationsprodukt aus |
10 Mol Äthylenoxyd + 1 Mol |
Fettsäuren) . . .. 1 0/o |
Diamin T - Acetat 0,25 3,0 |
(als 5°/Oige wäßrige Lösung) 2,0 3,0 |
- Gemischte rohe Amine
Bewertungs- |
note |
Überzugs (Mittelwert |
Zusammensetzung mischung von |
pro Tonne Lagerungs- |
des |
der Überzugsmischung versuchen |
Düngemittels |
während |
24, 48 und |
kg/t 72 Stunden) |
Gemischtes rohes Amin 0,25 1,8 |
2,0 1,0 |
Gemischtes rohes Amin 20% |
Nitril S ............ 79% |
Oberflächenaktives Mittel 1,0 1,8 |
(Kondensationsprodukt aus 2,0 1,1 |
10 Mol Äthylenoxyd + 1 Mol |
Fettsäuren) ........ 1% |
Gemischtes rohes Amin 590/o |
Nitril S ................ 40% |
Oberflächenaktives Mittel 0,25 1,8 |
(Kondensationsprodukt aus 2,0 1,0 |
10 Mol Äthylenoxyd + 1 Mol |
Fettsäuren) ...... 1% |
Verschiedenes
Bewertungs- |
Überzugs- |
(Mittelwert |
mischung |
Zuswammensetzung von |
pro Tonne |
Lagerungs- |
des |
der Überzugsmischung |
versuchen |
Düngemittels während |
24, 48 und |
kg/t 72 Stunden) |
Amin T - Acetat 0,125 3,0 |
(als 50/0ige wäßrige Lösung) 0,5 3,0 |
Amin S .................. 0,25 2,0 |
Amin T ...................... 0,25 2,0 |
2,0 2,0 |
Amin T .................... |
Amin T ................ 99% |
Oberflächenaktives Mittel 0,2 1,0 |
# |
(Kondensationsprodukt aus 0,2 1,0 |
10 Mol Äthylenoxyd + 1 Mol |
Fettsäuren) ........... 1% |
Oleylamin .. 0,05 1,0 |
0,125 1,0 |
0,5 1,0 |
Amin S ............. 59% |
Nitril S ........... 40% |
Oberflächenaktives Mittel |
# 0,4 2,0 |
(Kondensationsprodukt aus |
10 Mol Äthylenoxyd + 1 Mol |
Fettsäuren) ....... 1% |
(Fortsetzung Verschiedenes)
Bewertungs- |
note |
(Mittelwert |
mischung |
Zusammensetzung von |
pro Tonne |
Lagerungs- |
der Überzugsmischung des versuchen |
Düngemittels während |
24, 48 und |
kg/t 72 Stunden) |
Amin S - Acetat . 59% |
Nitril S ........... 40% |
Oberflächenaktives Mittel |
(Kondensationsprodukt aus 0,4 1,0 |
10 Mol Äthylenoxyd + 1 Mol |
Fettsäuren) .... 1 % |
Amin S - Hydrochlorid 59% |
Nitril S ............ 40% |
Oberflächenaktives Mittel |
(Kondensationsprodukt aus 0,4 1,5 |
10 Mol Äthylenoxyd + 1 Mol |
Fettsäuren) ....... 1% |
Beispiel II Proben von je 36,3 kg Gewicht eines gekörnten Düngemittels mit einem
Gehalt von 12% N, 12% P2O5 und 12% K2O sowie einem Feuchtigkeitsgehalt von 0,35
bis 1,75% (im Durchschnitt 1%) wurden bei einer Temperatur zwischen 93 und 121°C
aus dem Auslauf einer Trockenvorrichtung entnommen. Die 36,3 kg schweren Proben
wurden direkt in einen kleinen Betonmischer gebracht, und das Mittel gegen Klumpen
wurde bei etwa 77° C während des Mischens auf die Düngemittelprobe aufgegossen.
Die Mischzeit betrug etwa 4 Minuten, gerechnet von dem Aufbringen des Überzuges
auf das Düngemittel, worauf die körnige Masse in einen Sack abgefüllt und dessen
Öffnung gemäß der gewöhnlichen Fabrikpraxis vernäht wurde. Unmittelbar nach dem
Überziehen des Düngemittels wurden Proben für die Auswertung im Laboratorium entnommen.
Für die Auswertung von Lagerungsversuchen wurden die Säcke mit dem behandelten Düngemittel
in zwei Reihen hintereinander auf schweres Kraftpapier gestellt, und auf jeden Sack
wurden zehn weitere Säcke mit unbehandeltem Düngemittel aufgetürmt. Die Reihen mit
dem eingesackten Düngemittel ließ man in dem Lagerhaus mehrere Wochen lang ungestört
stehen, bevor eine Bewertung der Neigung zur Klumpenbildung durchgeführt wurde.
-
Nach 2 Wochen wurden die Säcke mit dem unbehandelten Düngemittel entfernt,
und man ließ die Säcke mit dem behandelten Düngemittel weiterhin ungestört lagern.
-
Jeder Sack des so behandelten Düngemittels wurde zunächst sorgfältig
bezüglich des Absitzens im Sack geprüft, dann aufgeschnitten und in bezug auf die
Klumpenbildung von zusammengebackenemDüngemittel untersucht, wobei gleichzeitig
die Größe, Härte und Anzahl der Klumpen in jedem Sack notiert wurde. Die Säcke waren
vor dem Öffnen unbeschädigt, mit Ausnahme einiger weniger Stücke, welche ziemlich
schwere Absitzerscheinungen zeigten. Einige dieser letzterwähnten Säcke wurden aus
einer Höhe von etwa 0,9 m auf einen Betonboden fallen gelassen, ehe man sie öffnete,
um so die Bedingungen während der normalen Handhabung nachzuahmen.
-
Die Ergebnisse dieser Versuche und ihre Auswertung sind in der folgenden
Tabelle II zusammengefaßt:
Tabelle II
Auswertung Auswertung in der Fabrik (Lagerung der Säcke) |
Überzugsmischung |
Zusammensetzung der Versuche im Prozent- |
Anzahl der |
pro Tonne des |
Laboratorium satz |
Klumpen und Härte der Zustand des Materials |
Überzugsmischung |
Düngemittels |
Größe der Klumpen Klumpen (Zusammenbacken) frei |
Prozentsatz |
frei fließend cm inches fließend |
Düngemittel wie oben kein Überzug 50 Sackistabgesetzt sehr
hart sehr schlecht 50 |
Amin T- Acetat 0,05 100 3; 46 18 sehr hart schlecht 40 |
(als 5%ige wäßrige 0,125 96 8; 10 4 hart mittelmäßig 60 |
Lösung) 0,5 80 Keine Klumpen - beinahe perfekt 100 |
0,25 98 1; 36 14 mittelhart mittelmäßig 60 |
Amin T 0,05 - 1; 1,3 1/2 mittelhart mittelmäßig 100 |
0,125 100 2; 1,3 1/2 mittelhart mittelmäßig 100 |
0,25 100 3; 10 4 weich mittelmäßig 70 |
0,5 100 1;25 10 weich gut 80 |
Amin S 0,05 - 5; 2,5 1 weich beinahe perfekt 95 |
0,125 75 1;31 12 mittelhart gut 75 |
0,25 98 keine Klumpen - vorzüglich 100 |
0,5 92 1; 31 12 mittelhart gut 75 |
Oleylamin 0,05 - 1; 41 16 weich mittelmäßig 60 |
0,051) 100 1; 2,5 1 weich beinahe perfekt 100 |
0,125 100 2; 2,5 1 weich beinahe perfekt 100 |
0,25 92 1; 46 18 weich mittelmäßig 50 |
0,5 100 1; 25 10 weich mittelmäßig 50 |
Gemischte rohe Amine 0,05 100 2; 5,1 2 mittelhart beinahe perfekt
99 |
0,125 100 keine Klumpen - vorzüglich 100 |
0,25 100 2; 5,1 2 weich beinahe perfekt 98 |
0,5 100 2; 1,3 1/2 weich beinahe perfekt 100 |
Diamin-Monooleat 0,05 100 keine Klumpen - vorzüglich 100 |
0,125 100 10; 1,3 1/2 weich beinahe perfekt 100 |
0,25 96 1; 31 12 mittelhart gut 75 |
0,5 88 2; 20 8 weich gut 75 |
0,05 98 1; 46 18 weich mittelmäßig 60 |
Gemischte rohe 0,125 100 1; 31 12 weich mittelmäßig 70 |
Amine ....... 99% |
# |
Oberflächenaktives 0,25 100 keine Klumpen - vorzüglich 100 |
Mittel ...... 1 1% 0,5 100 1; 25 10 weich gut 80 |
0,05 100 2; 10 4 weich beinahe perfekt 97 |
Oleylamin ...... 99% |
Oberflächenaktives # 0,125 100 1; 41 16 mittelhart mittelmäßig
60 |
Mittel 1% 0,25 100 1; 25 10 weich gut 80 |
0,5 70 1;31 12 weich gut 75 |
0,125 80 1; 41 16 mittelhart mittelmäßig 60 |
Oleylamin ...... 80% |
# 0,1252) 100 keine Klumpen - vorzüglich 100 |
Nitril S ....... 20% |
0,55 100 1; 41 16 mittelhart mittelmäßig 60 |
0,05 100 keine Klumpen - vorzüglich 100 |
Amin S ......... 70% 0,125 100 keine Klumpen - vorzüglich 100 |
Nitril 5 - 30 0/, 0,25 100 1; 10 4 weich beinahe perfekt 99 |
0,5 98 1; 36 14 weich mittelmäßig 70 |
Amin 5 60°/o @ 0,25 90 1; 31 12 mittelhart gut 75 |
Nitril S ......... 40% 0,5 85 1; 46 18 mittelhart mittelmäßig
50 |
Amin S ........... 60% 0,25 100 keine Klumpen - vorzüglich
100 |
# |
Nitril T ......... 40% 0,5 100 3; 2,5 1 sehr weich beinahe
perfekt 99 |
Amin T ........... 60% 0,25 100 keine Klumpen - vorzüglich
100 |
# |
Nitril T ......... 40% 0,5 100 keine Klumpen - vorzüglich 100 |
Amin T ........... 60% 0,25 100 keine Klumpen - vorzüglich
100 |
# |
Nitril S ......... 40% 0,5 88 1; 46 18 mittelhart mittelmäßig
60 |
1) Sack einmal fallengelassen. 2) Sack fallengelassen.
(Fortsetzung
Tabelle II)
Auswertung Auswertung in der Fabrik (Lagerung der Säcke) |
der |
Überzugsmischung |
Zusammensetzung der Versuche im Prozent- |
Anzahl der |
pro Tonne des |
Laboratorium satz |
Klumpen und Härte der Zustand des Materials |
Überzugsmischung |
Düngemittels |
Größe der Klumpen Klumpen (Zusammenbacken) frei |
Prozentsatz |
fließend |
frei fließend cm inches fließend |
Amin S ........ 5001, 0,05 1; 10 4 weich beinahe perfekt 99 |
Nitril S ......... 49% |
Oberflächenaktives |
0,25 - 1; 20 8 weich gut 90 |
Mittel ........ 1% # |
0,5 - 1; 5,1 2 weich beinahe perfekt 97 |
0,05 100 keine Klumpen - vorzüglich 100 |
Amin T ........ 50% |
0,125 98 1; 15 6 weich beinahe perfekt 95 |
Nitril T ...... 49% # |
Oberflächenaktives |
Mittel....... 101, 0,25 100 1; 31 12 weich gut 75 |
0,5 98 1;31 12 weich gut 75 |
Amin S ......... 59% 0,125 - 1; 46 18 mittelhart mittelmäßig
50 |
0,1251) 88 4; 2,5 1 mittelhart beinahe perfekt 100 |
Nitril S ....... 40% |
Oberflächenaktives |
Mittel 1 % .. 0,25 96 1; 41 16 mittelhart mittelmäßig 60 |
|
Amin S ........ 59% 0,125 88 1; 51 20 mittelhart schlecht 40 |
Nitril S ......... 40% # 0,25 69 2; 25 10 mittelhart mittelmäßig
60 |
Oberflächenaktives |
Mittel 1 0/o 0,5 75 1; 41 16 hart mittelmäßig 60 |
Amin 5 59% 0,05 1002) 1; 46 18 weich mittelmäßig 50 |
Nitril 5 40°/o 0,125 88 2; 20 8 mittelhart gut 85 |
Oberflächenaktives |
Mittel ........ 1% 0,25 75 1; 41 16 mittelhart mittelmäßig
60 |
0,5 1002) 2; 7,6 3 weich beinahe perfekt 97 |
Diamine S 59°/o 0,05 88 4; 2,5 1 hart beinahe perfekt 98 |
Nitril S 400/o 0,125 100 1;31 12 weich gut 75 |
Oberflächenaktives |
Mittel ........ 1% # |
0,5 100 1; 36 14 mittelhart mittelmäßig 70 |
0,05 100 4; 5 2 sehr weich beinahe perfekt 97 |
Amin S ........ 40% # |
Mineralöl ...... 59% 0,125 100 keine Klumpen - vorzüglich 100 |
Oberflächenaktives 10 0,25 96 1; 41 16 mittelhart mittelmäßig
60 |
Mittel .. 0,25 94 keine Klumpen - vorzüglich 100 |
Amin T ........ 10 % 0,05 100 keine Klumpen - vorzüglich 100 |
Leuchtöl ...... 84,5% 0,125 100 1; 36 14 mittelhart mittelmäßig
70 |
Isopropanol ... 5 % 0,25 100 1; 36 14 weich mittelmäßig 70 |
Oberflächenaktives |
Mittel ........ 1% 0,5 100 keine Klumpen - vorzüglich 100 |
Amin 5 59% 0,05 100 1; 20 8 mittelhart gut 85 |
Kiefernöl ....... 40% |
Oberflächenaktives # |
0,25 46 keine Klumpen - vorzüglich 100 |
Mittel .......... 1% |
0,5 100 1; 36 14 weich mittelmäßig 70 |
0,05 100 keine Klumpen - vorzüglich 100 |
Amin S-Acetat .. 59% |
0,125 100 1; 36 14 weich mittelmäßig 70 |
Nitril S ....... 40% |
Oberflächenaktives |
0,25 100 2; 2,5 1 weich beinahe perfekt 9@ |
Mittel ........ 1% # |
0,5 100 1; 31 12 mittelhart beinahe perfekt 97 |
1) Sack fallengelassen. 2) Vorzüglicher Zustand, nachdem der Sack fallengelassen
worden war.
-
Beispiel III Es wurde eine weitere Versuchsreihe, wie im Beispiel
1 beschrieben, durchgeführt, wobei eine Düngemittel-
mischung mit einem Gehalt von
15% N, 00/o P2 O5 und 150/o K2O verwendet wurde. Die Versuchsergebnisse sind in
der folgenden Tabelle III zusammengestellt.
Tabelle III
Bewertungs- |
note |
Überzugs- (Mittelwert |
Zusammensetzung mischung von |
pro Tonne Lagerungs- |
der Überzugsmischung des versuchen |
Düngemittels während |
24, 48 und |
kg/t 72 Stunden) |
Düngemittel wie oben ..... kein 5,0 |
Überzug |
0,05 3,7 |
Amin S ........... 59% |
# 0,125 3,3 |
Nitril S ......... 40% |
Oberflächenaktives |
Mittel ........... 1% |
0,5 2,5 |
0,05 1,7 |
Amin S ........... 59% |
0,125 1,0 |
Nitril S ......... 40%*) |
Oberflächenaktives # |
0,25 1,0 |
Mittel ........... 1% |
0,5 1,0 |
Amin S .................. 0,05 2,0 |
0,125 2,5 |
0,25 2,5 |
0,5 1,7 |
Amin T .................. 0,05 2,8 |
0,125 2,0 |
0,25 2,2 |
0,5 2,7 |
0,05 3,7 |
Amin S ........... 40% |
# 0,125 3,2 |
Mineralöl 59°/o |
Oberflächenaktives |
0,25 2,3 |
Mittel .............. 1% # |
0,5 1,7 |
0,05 2,7 |
Amin S .............. 40% 0,125 2,5 |
# |
Mineralöl ........... 60% 0,25 2,0 |
0,5 1,9 |
0,05 3,3 |
Amin S .............. 60% |
0,125 2,7 |
Nitril S ............ 40% # |
0,5 2,7 |
Gemischte rohe Amine ..... 0,05 2,7 |
0,125 2,3 |
0,25 2,3 |
0,5 1,8 |
(Fortsetzung Tabelle III)
Bewertungs- |
note |
Uberzugs- (Mittelwert |
Zusammensetzung mischung von |
pro Tonne Lagerungs- |
der Überzugsmischung des versuchen |
Düngemittels während |
24, 48 und |
kg/t 72 Stunden) |
Amin T (destilliert) ........ 0,05 3,3 |
0,125 3,0 |
0,25 2,0 |
Bodenrückstand der Amine.. 0,05 3,3 |
0,125 2,7 |
0,25 2,0 |
0,5 2,0 |
*) Bei diesem Versuch wurden dem Düngemittel vor der Aminzugabe 0,5 °/0 Wasser beigemischt.
Bei allen übrigen Versuchen wurde das Material in dem Zustand behandelt, in welchem
es erhalten wurde.
-
PATENTANSPROCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von nichtklumpenden,
nichtzusammenbackenden und frei fließenden Mischdüngemitteln, insbesondere NPK-Düngemitteln,
durch Zusatz von das Zusammenbacken verhindernden Stoffen, dadurch gekennzeichnet,
daß die Mischdüngemittelkörner mit etwa 0,025 bis etwa 2 kg/t eines kationenaktiven
Amins der Formeln RNH2 oder RNHCH2CH2CH2NH2, in welchen R ein aliphatischer Kohlenwasserstoffrest
mit 8 bis 22 Kohlenstoffatomen ist, bzw. mit Salzen dieser Amine mit Salzsäure,
Essigsäure oder Fettsäuren mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen oder mit Gemischen dieser
Amine unter Verwendung 25- bis 75%iger Lösungen dieser Amine und Behandlungstemperaturen
von 65 bis 121° C derart überzogen werden, daß auf jedem Mischdüngemittelkorn ein
gleichmäßiger und zusammenhängender Aminfilm gebildet wird.