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DE1064591B - Plasmabrueckenschalter - Google Patents

Plasmabrueckenschalter

Info

Publication number
DE1064591B
DE1064591B DES54836A DES0054836A DE1064591B DE 1064591 B DE1064591 B DE 1064591B DE S54836 A DES54836 A DE S54836A DE S0054836 A DES0054836 A DE S0054836A DE 1064591 B DE1064591 B DE 1064591B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
plasma
separation
contact
air
arc
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES54836A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Johann Thomas
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES54836A priority Critical patent/DE1064591B/de
Publication of DE1064591B publication Critical patent/DE1064591B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H9/00Details of switching devices, not covered by groups H01H1/00 - H01H7/00
    • H01H9/54Circuit arrangements not adapted to a particular application of the switching device and for which no provision exists elsewhere
    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05HPLASMA TECHNIQUE; PRODUCTION OF ACCELERATED ELECTRICALLY-CHARGED PARTICLES OR OF NEUTRONS; PRODUCTION OR ACCELERATION OF NEUTRAL MOLECULAR OR ATOMIC BEAMS
    • H05H1/00Generating plasma; Handling plasma
    • H05H1/01Handling plasma, e.g. of subatomic particles

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Plasma & Fusion (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
  • High-Tension Arc-Extinguishing Switches Without Spraying Means (AREA)

Description

DEUTSCHES
Bei Druckluftschaltern wird beim Trennen der Kontaktstücke ein Lichtbogen gezogen, der beim Nulldurchgang des Stromes erlischt. Das ionisierte Gas zwischen den Schaltstücken wird durch Druckluft fortgeblasen. Für eine wirksame Entionisierung ist es wichtig, daß die Neuentstehung von Ionen während der Löschzeit möglichst unterbunden wird. Diese entstehen hauptsächlich durch Stoßionisation durch die von den glühenden Lichtbogenfußpunkten emittierten Elektronen. Es liegt also das Problem vor, die Bildung von Lichtbogenfußpunkten zu unterbinden. Diese Lichtbogenfußpunkte entstehen dadurch, daß beim Trennen der Schaltstücke an den letzten Berührungspunkten hohe Stromdichten auftreten, die ein Schmelzen des Materials der Schaltstücke und das Zünden des Lichtbogens zur Folge haben.
Es ist bekannt, bei Druckgasschaltern, insbesondere zum Abschalten hoher Spannungen, die Spitze der wiederkehrenden Spannung dadurch zu mäßigen, daß die Ionenstrecken bis zum Auftreten der wiederkehrenden Spannung durch eine zusätzliche Ionenquelle schwach ionisiert werden.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Durchführung einer Stromunterbrechung bei elektrischen Schaltern mit sich trennenden Kontakten, durch das die Bildung von Lichtbogenfußpunkten beim Trennvorgang unterbunden wird. Es eignet sich daher besonders zur Durchführung der Lichtbogenlöschung bei Leistungs- oder Leistungstrennschaltern. Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung wird die Trennstelle während des Trennvorganges durch eine Plasmabrücke kurzgeschlossen und diese nach der Trennung in an sich bekannter Weise durch nichtionisierte Luft verdrängt. Das Plasma kann z. B. durch eine Lichtbogenentladung erzeugt werden.
Die Verdrängung des Plasmas nach Beendigung des Trennvorganges kann durch eine Druckluftspülung erfolgen.
Bei einer weiteren Ausbildung des Verfahrens gemäß der Erfindung erfolgt die Verdrängung des Plasmas durch Ausnutzung der während des Schaltvorganges auftretenden Druckverhältnisse.
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird auf die Zeichnung hingewiesen, in der einige Ausführungsbeispiele für Schalter schematisch dargestellt sind, deren Wirkungsweise auf dem Verfahren der Erfindung beruhen; es zeigt
Fig. 1 das Prinzip des Verfahrens gemäß der Erfindung in drei Teilfiguren,
Fig. 2 eine Einrichtung gemäß der Erfindung mit einer Hilfslichtbogenanordnung zur Erzeugung des Plasmas, ebenfalls in drei Teilfiguren.
In Fig. 1 sind die beiden rohrförmigen Schaltstücke mit 1 und 2 bezeichnet. Im Innern der Rohre befindet Plasmabrückenschalter
Anmelder:
Siemens-Schuckertwerke
Aktienges ells chaf t,
Berlin und Erlangen,
Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
Dipl.-Ing. Johann Thomas, Erlangen,
ist als Erfinder genannt worden
sich ein Plasma, das durch Ringe und Minus-Plus-Zeichen angedeutet ist. Der Außenstromkreis ist in Fig. 1 a durch den Verbraucher 3 und die Stromquelle 4 angegeben. Fig. 1 b zeigt die Verhältnisse unmittelbar nach dem Öffnen des Schalters. Zwischen den beiden Schaltstücken 1 und 2 befindet sich nun eine Plasmabrücke, die den Stromtransport übernimmt und verhindert, daß an den letzten Berührungsstellen der Schaltröhre Stromkonzentrationen auftreten, die die obenerwähnten Erscheinungen zur Folge haben.
Fig. 1 c zeigt die letzte Phase des Trennvorganges.
Die Plasmabrücke ist z. B. durch eine Druckluftspülung beseitigt und dadurch eine völlige Stromunterbrechung herbeigeführt worden. Da keine Lichtbogenfußpunkte entstanden sind, wird durch die Druckluftspülung eine praktisch völlige Entionisierung des Trennraumes und damit eine verbesserte Löschwirkung erzielt.
In Fig. 1 ist die Zuführung des Plasmas durch Pfeile angegeben. Die Erzeugung des Plasmas kann z. B. mit einer Lichtbogenanordnung erfolgen. Diese kann entweder durch einen zweiten Stromkreis betrieben werden, sie kann aber auch im Haupt- oder Nebenschluß des zu unterbrechenden Stromkreises liegen. Der zuletzt genannte Fall ist in den drei Teilfiguren der Fig. 2 dargestellt. Die beiden Schaltrohrstücke sind jeweils mit 11 und 12 bezeichnet. Das Plasma ist, wie in Fig. 1, durch Ringe und Minus-Plus-Zeichen angedeutet. Dem einen Schaltrohr unmittelbar vorgeschaltet ist eine Lichtbogenanordnung mit dem Vorkontakt 13 und dem Nebenkontakt 14.
909 610/292

Claims (5)

Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende: Durch öffnen des Vorkontaktes 13 entsteht ein Lichtbogen, der die umgebende Luft ionisiert. Dieses so gebildete Plasma wird durch Druckluft in das Schaltrohr geblasen und kann bei öffnung der Schaltrohre die Plasmabrücke bilden (Fig. 2 b). Das öffnen geschieht derart, daß das Schaltrohr 11 nach oben gezogen wird. Dabei wird gleichzeitig der Vorkontakt geschlossen und der Hilfslichtbogen gelöscht. Gleichzeitig wird die Hilfslichtbogenanordnung über den Nebenkontakt 14 kurzgeschlossen (Fig. 2 c). Die vorbeschriebenen Figuren sind rein schematisch. Bei der praktischen Ausführung wird man die Ionenquelle möglichst nahe bei der Trennstelle anordnen und gegebenenfalls die Trennröhre, die z. B. auch tellerförmig gestaltet sein können, mit einer Mehrfachunterbrechung ausführen. Weiterhin empfiehlt es sich, die Dimensionierung so zu wählen, daß sich eine Plasmasäule mit möglichst großem Querschnitt und daher möglichst kleinem Widerstand ausbilden kann. Bei einer bevorzugten Ausfiihrungsform der Einrichtung gemäß der Erfindung werden die beiden Schaltstücke und die Anordnung zur Erzeugung des Plasmas, also z. B. die Hilfslichtbogenanordnung, in einem abgeschlossenen, mit einem Rückschlagventil versehenen Raum untergebracht. In diesem Fall können die während des Trennvorganges im vorgenannten Raum auftretenden Druckverteilungen zur Beseitigung des Plasmas nach Beendigung des Trennvorganges ausgenutzt werden. Dies beruht darauf, daß durch die Lichtbogenzündung am Vorkontakt der Luftdruck im Schaltrohr erheblich vergrößert und die Luft im unteren Teil des Schaltdruckes herausgedrückt wird, so daß das im oberen Teil gebildete Plasma nachströmt und dann an der Trennstelle der Schaltstücke zur Bildung der Plasmabrücke zur Verfügung steht. Durch das Rückschlagventil wird Frischluft in das Schaltrohr nachgesaugt und durch diese die Plasmabrücke wieder weggespült. Die Dimensionierung der Trennstücke kann auch so gewählt sein, daß die unter der Wirkung der akustischen Eigenfrequenz der Luftsäule in der Schaltröhre eintretenden Druckverhältnisse sich im Sinne des Plasmatransportes und einer günstigen Leitfähigkeitscharakteristik des Gases im Schalterraum auswirken. Patentaxsprüche-
1. Verfahren zur Durchführung einer Stromunterbrechung bei elektrischen Schaltern mit sich trennenden Kontakten unter Verwendung eines Ionenplasmas, dadurch gekennzeichnet, daß die Umgebung der Trennstelle unmittelbar vor der mechanischen Trennung der Trennstücke so stark ionisiert wird, daß bei der Einleitung der Trennung die Trennstelle durch eine Plasmabrücke kurzgeschlossen und diese nach Beendigung der mechanischen Trennung in an sich bekannter Weise durch nicht ionisierte Luft verdrängt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Plasma durch eine Lichtbogenentladung erzeugt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdrängung des Plasmas durch eine Druckluftspülung erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die während des Schaltvorganges des Vorkontaktes einer Hilfslichtbogenanordnung zur Plasmaerzeugung auftretenden Druckverteilungen zur Verdrängung des Plasmas ausgenutzt werden und daß hierzu die Schalteranordnung einschließlich der Hilfslichtbogenanordnung in einem abgeschlossenen, mit einem Rückschlagventil versehenen Raum untergebracht ist.
5. Schalter zur Durchführung der Stromunterbrechung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schaltstücke rohr- oder tellerförmig ausgebildet und ihr Innenraum zur Zuführung des Plasmas ausgenutzt ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 419 300, 445 581,
!5 971, 955 618.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
® 909 610/292 8.
DES54836A 1957-08-22 1957-08-22 Plasmabrueckenschalter Pending DE1064591B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES54836A DE1064591B (de) 1957-08-22 1957-08-22 Plasmabrueckenschalter

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES54836A DE1064591B (de) 1957-08-22 1957-08-22 Plasmabrueckenschalter

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1064591B true DE1064591B (de) 1959-09-03

Family

ID=7490056

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES54836A Pending DE1064591B (de) 1957-08-22 1957-08-22 Plasmabrueckenschalter

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DE (1) DE1064591B (de)

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE419300C (de) * 1925-09-26 Rudolf Hase Dr Entladungsrelais
DE445581C (de) * 1925-10-17 1927-06-11 Siemens Schuckertwerke G M B H Verfahren zum Zuenden von Dampfentladungsstrecken
DE625971C (de) * 1931-01-24 1936-02-18 Siemens Schuckertwerke Akt Ges Gas- oder dampfgefuelltes gesteuertes Schaltrohr
DE955618C (de) * 1952-03-14 1957-01-03 Licentia Gmbh Druckgaschalter, insbesondere zum Abschalten hoher Spannungen

Patent Citations (4)

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