DE1045976B - Verwendung der gemaess Patent 957753 hergestellten Teerpech-Dispersion - Google Patents
Verwendung der gemaess Patent 957753 hergestellten Teerpech-DispersionInfo
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Description
- Verwendung der gemäß Patent 957 753 hergestellten Teerpech-Dispersion Die Erfindung bezieht sich auf die Verwendung der gemäß Patent 957753 hergestellten Teerpech-Dispersion zum Schwelen, Verkoken und Vergasen von nicht oder schlecht backenden, feuchten oder angefeuchteten, feinkörnigen Brennstoffen.
- Es ist bekannt, Gemische von Teer und Kohlenstaub zur Herstellung von stückigem Koks zu verarbeiten. Doch wird hierzu die Verwendung eines trockenen, wasserfreien Ausgangsmaterials sowie die möglichst innige Verknetung der Paste aus Teer und Kohlenstaub in der Wärme verlangt, was mit einem großen Energie-, Arbeits- und Zeitaufwand verbunden ist. Auch ist die Verwendung von zu Pech verblasenem Teer, welches anschließend fein gemahlen und der Feinkohle beigegeben wird, wobei vor der nachfolgenden Hochtemperaturverkokung eine Verdichtung oder Verformung der Mischung empfohlen wird, bekannt. Bei. dieser Arbeitsweise ist eine Vortrocknung des Grundmaterials unbedingt erforderlich, um eine entsprechend innige Bindung zu erzielen. Für die Schwimmaufbereitung von Kohlen ist ferner die Verwendung geschmolzenen Peches mit oder ohne Zumischung von Teer, Harzen u. dgl. empfohlen worden, ferner ein flüssiger Zusatz, der gleicherweise als Bindemittel und Schäumer wirken oder ein schaumbildendes Mittel, wie z. B. Steinkohlenteeröl, enthalten soll. Es ist selbstverständlich, daß dieser Arbeitsprozeß eine äußerst fein aufbereitete Staubkohle verlangt, da nur kleinsten Kohleteilchen durch Einblasen von Luft ein Schwimmvermögen erteilt werden kann. Ferner ist die Verwendung von Schlick, eines wasserdispergierbaren, tonartigen Stoffes, für den Gebrauch bei Kohleveredelungsprozessen vorgeschlagen worden. Die Durchführung dieses Verfahrens verlangt jedoch einen besonders hohen Druck, ganz abgesehen davon, daß zudem untragbar lange Lagerzeiten von 10 bis 14 Tagen erforderlich sind. Schließlich ist auch die Verarbeitung von an sich nicht verkokbarer Kohle (Anthrazit, Braunkohle, Lignit) mit Hilfe von Zusätzen beschrieben worden, wobei die Kohle jedoch erst getrocknet und gemahlen werden muß, bevor sie der heißen Kokskammer zugeführt werden kann. Zu erwähnen ist noch die Verwendung von Pech aus Ölrückständen sowie aus verbrauchten Waschölen für Brikettierungszwecke. Eine Einsparung .an Bindemittel wird durch Verwendung dieser Peche jedoch nicht erzielt, vielmehr liegt der Verbrauch in den üblichen hohen Grenzen und bedingt damit eine entsprechend teure Brikettherstellung. Weiter ist ein Verfahren bekannt, bei dem als Bindemittel u. a. Braunkohlenteer zusammen mit Pech verwendet wird. Dieses Bindeinaterial soll nur bei einer bestimmten Temperatur und bei ausreichendem Druck wirksam sein, um die Luft und das Wasser aus den Poren verdrängen und diese mit Bindemittel füllen zu können. Zur Durchführung der Brikettierung ist Wärme erforderlich.
- Gegenüber diesen bekannten Verfahren zeichnet sich die Erfindung dadurch aus, daß sie erlaubt, in einfacher und sicherer Weise nicht oder schlecht backende, feuchte oder angefeuchtete, feinkörnige Brennstoffe, die vor der trockenen Destillation oder Vergasung brikettiert oder granuliert werden, zu vergasen, zu verkoken oder zu verschwelen.
- Die Durchfühi ung der Erfindung geschieht in der Weise, daß die Ausgangsstoffe, wie nicht oder schlecht backende Kohlen oder kohlenstoffhaltige -Materialien, in feuchtem oder angefeuchtetem Zustande mit einer Dispersion gemäß Patent 957 753 gemischt werden. Hierbei können an die Stelle des Steinkohlenteers bzw. Steinkohlenteerpechs mit gutem Erfolg andere Peche, die aromatische Kohlenwasserstoffe enthalten, insbesondere Waschölpech oder kumaronharzhaltige Rückstände und dunkle Kumaronharze oder Braunkohlenteerpech treten. Auch können als Teilnehmer an der Dispersion unter teilweisem oder völligem Ersatz der wasserdispergierbaren, tonartigen Stoffe wasserbenetzbare oder wasseraufnahmefähige Stoffe und/ oder durch Benetzungsmittel mit Wasser benetzbare Stoffe mit Körnungen von Staubfeinheit bis zu mehreren Millimetern verwendet werden. Nach innigem Vermischen aller Stoffe werden aus der Mischung zweckmäßig Briketts durch Pressen oder Granalien, z. B. durch Rollen in einer schräg gestellten Trommel, hergestellt, und zwar in einer Größe, die zur Aufgabe auf den Drehrohrofen oder einen Schachtofen geeignet ist. Als Stoffe, die im Sinne der Erfindung in Frage kommen, seien z. B. nicht oder schlecht backende Steinkohlen, Glanzbraunkohlen, Flugstaub, Torf, Kohlenschlämme aus der Kohlenwäsche oder von der Flotation, getrocknete pflanzliche Rückstände u. dgl. m. genannt. Alle diese Stoffe können einzeln oder im Geinisch verwendet werden. Es ist auch möglich, das Gemisch durch Stampfen stückig zu machen. Hierbei fallen Kokse an, die eine für Verhüttung oder Vergasung erforderliche Festigkeit aufweisen. Auch ist es möglich, gasreiche Kohlen mit Magerungsmitteln zu magern. Ebenso stört ein hoher Aschegehalt, wie er im Flugstaub, in Feinbergen oder Glanzbraunkohlen vorkommen kann, in keiner Weise. Allgemein läßt sich sagen, daß nach dem Verfahren der Erfindung praktisch alle Stoffe geschwelt, verkokt oder vergast werden können, die Brennbares enthalten. Es bereitet auch keine Schwierigkeiten, die Grundstoffe mit Erzen, Gichtstäuben oder der für einen Verhüttungsprozeß notwendigen Möllerung zu mischen und stückig zu machen.
- Zu den besonderen Vorteilen der Erfindung zählt ferner die Möglichkeit, wasserhaltige Ausgangsmaterialien verwenden zu können, ohne vortrocknen zu müssen. Die Durchführung der Brikettierung und Granulierung gestaltet sich bei Verwendung des Bindemittels nach Patent 957 753 einfach und ist nicht kostspielig. Ausführungsbeispiel Eine aschereiche Fettkohle der Körnung 0 bis 0,5 mm, mit einem Verkokungsrückstand von 74,66 % und einem Prozentgehalt von 25,34 G'lo an flüchtigen Bestandteilen, wird in angefeuchtetem Zustand mit einer Teerpech-Dispersion, bestehend aus 40 % Wasser, 35 % gefluxtem Brikettpech vom Erweichungspunkt K./S. = 34° C, 10 % Naphthalin sowie 15 % Ton, innig vermischt. Das Gemisch wird durch Pressen stückig gemacht und die so erhaltenen Formlinge werden nach dem Trockenwerden in der üblichen Weise und bei den üblichen Temperaturen geschwelt, wobei sie nicht aneinanderbacken; sie ergeben einen außerordentlich festen Stückkoks.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verwendung der gemäß Patent 957 753 hergestellten Teerpech-Dispersion zum Schwelen, Verkoken oder Vergasen von nicht oder schlecht backenden, feuchten oder angefeuchteten feinkörnigen Brennstoffen, die vor der trockenen Destillation oder Vergasung brikettiert bzw. granuliert werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 571888, 655 273, 371043, 599 689; deutsche Patentanmeldung F 5224 VI / 10a (bekanntgemacht am 28. Februar 1952) ; französische Patentschrift Nr. 520 508.
Priority Applications (2)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DENDAT957753D DE957753C (de) | 1952-05-23 | Verfahren zur Herstellung eines Bindemittels zum Brikettieren von Brennstoffen | |
DEG9785A DE1045976B (de) | 1952-05-23 | 1952-09-12 | Verwendung der gemaess Patent 957753 hergestellten Teerpech-Dispersion |
Applications Claiming Priority (2)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEG8914A DE1007736B (de) | 1952-05-23 | 1952-05-23 | Verfahren zur Herstellung eines Bindemittels fuer die Brikettierung von zerkleinerten Brennstoffen |
DEG9785A DE1045976B (de) | 1952-05-23 | 1952-09-12 | Verwendung der gemaess Patent 957753 hergestellten Teerpech-Dispersion |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1045976B true DE1045976B (de) | 1958-12-11 |
Family
ID=33098987
Family Applications (2)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DENDAT957753D Expired DE957753C (de) | 1952-05-23 | Verfahren zur Herstellung eines Bindemittels zum Brikettieren von Brennstoffen | |
DEG9785A Pending DE1045976B (de) | 1952-05-23 | 1952-09-12 | Verwendung der gemaess Patent 957753 hergestellten Teerpech-Dispersion |
Family Applications Before (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DENDAT957753D Expired DE957753C (de) | 1952-05-23 | Verfahren zur Herstellung eines Bindemittels zum Brikettieren von Brennstoffen |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (2) | DE1045976B (de) |
Citations (5)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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FR520508A (fr) * | 1916-06-28 | 1921-06-27 | Chas Esmond Turnbull | Procédé de fabrication de briquettes de coke |
DE371043C (de) * | 1919-08-26 | 1923-03-10 | Minerals Separation Ltd | Verfahren zum Mischen von fein verteilter Kohle mit einem Bindemittel fuer die Brikettbereitung |
DE571888C (de) * | 1926-12-29 | 1933-03-07 | Franz Fischer Dr | Verfahren zur Herstellung von stueckigem Koks durch Destillation von Feinkohle oder Kohlenstaub im Gemisch mit Teer |
DE599689C (de) * | 1929-10-19 | 1934-07-07 | Johannes Benedict Carpzow | Verfahren zum Verwerten von Schlick aus Salz- und Suesswassern in Prozessen der Veredelung von Kohle und kohlenwasserstoffhaltigen Stoffen |
DE655273C (de) * | 1934-09-20 | 1938-01-12 | Otto & Co Gmbh Dr C | Verfahren zum Verkoken gasreicher Kohle |
-
0
- DE DENDAT957753D patent/DE957753C/de not_active Expired
-
1952
- 1952-09-12 DE DEG9785A patent/DE1045976B/de active Pending
Patent Citations (5)
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DE655273C (de) * | 1934-09-20 | 1938-01-12 | Otto & Co Gmbh Dr C | Verfahren zum Verkoken gasreicher Kohle |
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
DE957753C (de) | 1957-01-17 |
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