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DE1039575B - Verfahren zur Verzerrung und Entzerrung von Signalwechselstroemen zum Zwecke der Geheimhaltung waehrend der UEbertragung - Google Patents

Verfahren zur Verzerrung und Entzerrung von Signalwechselstroemen zum Zwecke der Geheimhaltung waehrend der UEbertragung

Info

Publication number
DE1039575B
DE1039575B DEK26395A DEK0026395A DE1039575B DE 1039575 B DE1039575 B DE 1039575B DE K26395 A DEK26395 A DE K26395A DE K0026395 A DEK0026395 A DE K0026395A DE 1039575 B DE1039575 B DE 1039575B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
signal
phonograms
light
frequency
phonogram
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK26395A
Other languages
English (en)
Inventor
Erwin Kaesemann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEK26395A priority Critical patent/DE1039575B/de
Publication of DE1039575B publication Critical patent/DE1039575B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04KSECRET COMMUNICATION; JAMMING OF COMMUNICATION
    • H04K1/00Secret communication
    • H04K1/02Secret communication by adding a second signal to make the desired signal unintelligible

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Optical Communication System (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verzerrung und Entzerrung von Signalwechselströmen zum Zwecke der Geheimhaltung während der Ubertragung Es ist bekannt, zum Zwecke der Geheimhaltung während der Übertragung einem Signalwechselstrom einen Störwechselstrom ähnlicher Frequenz und Kurvenform und mit solcher Amplitude zu überlagern, daß der Signalwechselstrom im Störpegel untergeht. Auf der Empfängerseite wird dem ankommenden Frequenzgemisch ein dem Störwechselstrom in Frequenz, Kurvenform und Amplitude entsprechender, aber in Phasenopposition zu diesem stehender Kompensationswechselstrom überlagert, der den Störfrequenzstrom kompensiert, so daß der Signalwechsel-#:trom unverzerrt abgehört oder geschrieben werden kann.
  • Aus eigenen Vorarbeiten des Erfinders, vgl. z. B. die deutsche Patentschrift 688247 und die USA.-Patentschrift 2 083 653, ist es bekannt, die Stör- bzw. Kompensationswechselströme durch synchrone, lichtelektrische Abtastung von Phonogrammen zu erzeugen; insbesondere wird dabei die lichtelektrische Abtastung synchron angetriebener rotierender Glasscheiten mit der Lichttonaufzeichnung eines Störfrequenzspektrums angewendet. Diese Glasscheiben werden durch Synchronmotoren angetrieben und enthalten eine mit jeder Umdrehung wiederkehrende Störfrequenzkurve, welche z. B. für Sprachverschlüsselung etwa ein Frequenzband von 200 bis 3000 Hz überdeckt.
  • Diesem Verfahren haften verschiedene Nachteile an. In dem z. B. aus Sprach- und Störfrequenzen bestehenden. über das Übertragungssystem, z. B. eine Leitung oder-eine Hochfrequenzverbindung, gesendeten Frequenzgemisch sind, da es sich um eine einfache Überlagerung beider handelt, sowohl die aperiodischen Kurven der Sprache als auch die periodisch wiederkehrende Kurve des Störwechselstroms unverändert enthalten. Zur Entzerrung der Sprache war es darum möglich, das Frequenzgemisch laufend mit Hilfe eines Magnettonbandes aufzuzeichnen und durch eine doppelte Abtastung des aufgezeichneten Frequenzgemisches und durch Anordnung der beiden Abtastsysteme in solcher Weise, daß ihre Entfernung voneinander bzw. ihre relative Lage zum aufgezeichneten Frequenzgemisch eine einfache oder eine mehrfache Länge der wiederkehrenden Störfrequenzkurve beträgt, diese zweimal synchron zu erhalten. Durch gegenphasige Überlagerung der beiden so abgetasteten Störfrequenzgemische gelingt es, die periodisch wiederkehrende Störfrequenzkurve zu eliminieren, wähiend die aperiodischen und asynchronen Sprachfrequenzen unkompensiert übrigbleiben. Der Unberufene, der sich dieser Methode bedient, hört dann die Sprache zwar doppelt, aber völlig verständlich.
  • Es ist ferner bekannt, Störfrequenzphonogramme nicht zur Erzeugung von Störwechselströmen zu benutzen, die man den Signalströmen überlagert, sondern mit ihnen direkt oder über elektrische Schaltelemente die Signale oder die Signalströme zu modulieren und ausschließlich diese modulierten Signale über das Übertragungssystem, z. B. eine Telefonleitung oder ein beliebiges anderes übertragungssvstein, dein Empfänger zu übermitteln. Dieser durch die Modulation verschlüsselte Signalwechselstrom wird am Empfänger durch ein dem Störphonogramm entsprechendes, aber in Phasenopposition zu diesem arbeitendes Phonogramm auf der Empfangsstelle deinoduliert und auf diese '\Ameise wieder entstört. Bei diesem Verfahren geht der Charakter der ursprünglichen Sendefrequenz (Signal- und Störfrequenz) auf dem Übertragungssystem zwar weitgehend verloren, doch läßt es sich schwer vermeiden, daß in Sprechpausen die Störmodulationskurve auf dem Übertragungsweg von Unberufenen ermittelt wird.
  • Darum werden nach der Erfindung technische Mittel vorgesehen, welche verhindern, daß die Kurve des Störfrequetizphonogramms beim praktischen Betrieb ohne das Vorhandensein der zu modulierenden Signalfrequenz auf das Übertragungssystem, z. B. die Leitung, gelangt. Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht, daß die Signalwechselströme am Sendeort in ihre positiven und negativen Halbwellen unterteilt werden, die beide durch mindestens ein Störfrequenzphonogramm moduliert werden, und daß die derart modulierten Halbwellen auf getrennten Übertragungswegen oder wieder zusammengesetzt auf einem gemeinsamen Übertragungsweg dem Empfangsort zugeleitet werden, wo positive und negative Halbwellen für sich durch mindestens ein Kompensationsstö rfrequenzphonogramm demoduliert und die somit etitzerrteti Signalfrequenzhalbwellen zusammengesetzt dein Signalempfänger zugeführt werden. Auf diese «"eise werden die Störphonogramme nur dann auf die Leitung, d. 1i. das elektrische Übertragungssystem, gegeben, wenn mindestens eine Halbwelle des Signals auf das die Störmodulation bewirkende System einwirkt.
  • In der nachfolgenden Beschreibung des erfindungsgeniäl:)en Verfahrens zur Verzerrung und Entzerrung von Signalwecliselströmen zum Zwecke der Geheimlialtung sollen die darin vorkommenden technischen Ausdrücke die folgende Bedeutung haben: 1. Signalwechselströme sind solche Wechselströme, welche der Träger einer irgendwie gearteten Nachricht sind. Es fallen darunter sowohl die Telefonie als auch die Telegraphie oder die Bildtelegraphie und das Fernsehen.
  • 2. Störfrequenzen. Unter Störfrequenzen werden alle irgendwie gearteten Schwingungen verstanden, welche geeignet sind, ein Signal bzw. einen Signalwechselstrom zu stören.
  • 3. T'nter Kompensationsfrequenzen sind alle Schwingungen verstanden, welche geeignet sind, die einem Signal oder einem Signalwechselstrom überlagerten oder aufmodulierten Störfrequenzen zu kompensieren.
  • 4. Überlagern. Unter Überlagern wird im Sinne der Erfindung verstanden, beliebigen Schwingungen andere Schwingungen so beizumischen, daß das entstehende Schwingungsgemisch keinen wesentlichen Anteil an Frequenzen enthält, die in den Eingangsschwingungen nicht enthalten waren.
  • 5. -Modulation. Unter Modulation soll verstanden werden, daß irgendwelche Schwingungen so durch andere Schwingungen beeinflußt werden, daß die Amplituden der einen oder anderen Schwingung verändert werden und dadurch im Schwingungsgeniisch neue Frequenzen auftreten, die in den einzelnen Schwingungen vor der Modulation nicht vorhanden waren.
  • 6. Übertragungssystem. Unter Übertragungssystem sollen technische Mittel zur Übertragung einer Nachricht von einem Ort zu beliebigen anderen verstanden werden, insbesondere elektrische Übertragungsmittel beliebiger Art, wie Leitungen, Trägerfrequenzsysteme USW.
  • 7. Phonogramm. Unter Phonogramm soll verstanden «-erden jede Aufzeichnung von Schwingungen oder Schwingungsvorgängen auch außerhalb des hörbaren Frequenzbereiches oder deren graphische Darstellungen als Longitudinal- oder Transversaiwellen auf einem materiellen Träger.
  • In Fig. 1 stellt 1 eine Glasscheibe dar, die den Trä-I;er für das Störphonogramm bildet. Das Störphonogramm, welches für Telefonie z. B. ein Frequenzspektrum von 300 bis 3000 Hz umfaßt, ist auf dieser Scheibe als kreisförmige photographische Intensitätsaufzeichnung angeordnet, z. B. durch entsprechende Belichtung und Entwicklung einer auf der Platte befindlichen photographischen Schicht (s.2 in Fig.3, 4 und 5).
  • Dieser Phonogrammträger 1 wird durch einen Synchronmotor 3 mit einer Umlaufzahl von z. B. 25 in der Sekunde in konstante Umdrehung versetzt. Als Abtastsystem für dieses Störphonogramm dient eine Anordnung, bestehend aus einem Kathodenstrahl-Oszillographen 4, bei dem der Kathodenstrahl 5 durch elektronenoptische -Mittel so dimensioniert wird, daß er auf dem Fluoreszenzschirm 6 einen rechteckigen Lichtfleck 7 abbildet, wie er auch in Fig. 2 in vergrößertem Maßstab noch einmal dargestellt ist. Eine optische Blende 8 ist hinter dem Phonogrammträger 1 so angeordnet, daß sie das von dem Leuchtfleck des Oszillographen durchfallende Licht in der Ruhestellung des Kathodenstrahls blockiert. Diese Ruhestellung ist in Fig. 1 und 2 dargestellt. Ein -fikrophonkreis 9, bestehend aus dem Mikrophon, einer Speisebatterie und einem Transformator, ist über einen Unischalter 10 mit den Ablenkplatten des Oszillographen 4 verbunden. Beim Auftreffen von Sprechwechselspannungen auf die Ablenkplatten wird der Kathodenstrahl 5 aus seiner Ruhelage nach oben oder nach unten abgelenkt, und zwar entspricht die Ablenkung nach oben der positiven Halbwelle des Wechselstroms. die Ablenkung nach unten der negativen. Jede Ablenkung des Kathodenstrahls nach der einen oder anderen Richtung läßt eine seiner Amplitude entsprechende Lichtmenge durch das Störfrequenzphonogramm hindurch über den Umlenkspiegel 11 entweder auf die Photozelle 12 oder 13 fallen. Diese Ablenkung des Leuchtflecks aus dem Bereich der abdeckenden Blende heraus ist in den Fig. 4 und 5 dargestellt. Die über den Phonogrammen Fig. 3, und 5 befindlichen, mit Null bezeichneten Linien dienen zur Darstellung der jeweilen Kathodenstrahlablenkung und der ihnen entsprechenden Ströme in den Photozellen 12 und 13.
  • In Fig.2 befindet sich der Leuchfleck hinter der Blende. Diese Lage nimmt er ein. wenn kein Sprechwechselstrom den Kathodenstrahl beeinflußt. In diesem Augenblick fällt auch kein Licht auf eine der beiden Photozellen, und das Phonogramm erzeugt infolgedessen keine Modulation, und es wird keinerlei Wechselstrom über den Gegentakttransformator 14 und den Umschalter 15 zur Leitung gesandt. Beim Besprechen des .Mikrophons wird für den Fall, daß die obere Platte des Oszillographen positiv geladen ist, der Lichtfleck nach oben abgelenkt. Das Licht fällt durch das Störphonogramm auf die Photozelle 12 und sendet über die Röhre 16 eine verstärkte positive Halbwelle zur Leitung (s. Darstellung der Halbwellen in Fig.4). Bei Umkehr der Spannung an den Platten des Oszillographen fällt Licht auf die Photozelle 13 und sendet über die Röhre 17 eine verstärkte negative Halbwelle zur Leitung, wie in Fig. 5 dargesiellt. Die in Fig. 4 und 5 gezeigten Halbwellen entsprechen dem unverzerrten Sprechwechselstrom, d. h., es ist vorausgesetzt, daß der Phonogrammträger stillsteht und nicht rotiert. Bei rotierendem Phonogramm werden die Halbwellen je nach dem Verlauf der Durchlässigkeit desselben, also entsprechend dem Kurvenverlauf der Störfrequenz, die das Phonogramm in Form von Intensitätsschwankungen enthält, moduliert, d. h., die Signalströme werden bis zur Unkennbarkeit verzerrt. Am Empfangsort wird zur Entzerrung die identische Anordnung benutzt, wie sie in Fig. 1 dargestellt ist, mit dem Unterschied, daß der Umschalter 10 die Kondensatorplatten des Oszillographen 4 auf den mit der Fernleitung verbundenen Transformator 18 umlegt und der Schalter 15 an Stelle der Fernleitung einen Telefonhörer 19 auf den Ausgangstransformator 14 des Gegentaktverstärkers schaltet. Diese Schalterstellung ist durch die gestrichelten Linien bei 10 und 15 gezeigt. Fig. 1 entspricht dann der Empfangsanordnung für den modulierten, d. h. verzerrten Signalwechselstrom. Der ankommende modulierte Wechselstrom wird wieder durch den Oszillographen und die Photozellen in seine beiden modulierten Halbwellen zerlegt und gelangt über den Gegentaktverstärker als zusammengesetzte Schwingung auf das Telefon 19.
  • Zur Demodulation, d. h. zur Kompensation der Verzerrung der Halbwellen, wird aber an Stelle des zum Senden benutzten Störphonogramms für den Empfang das Negativ dieses Phonogramms benutzt, und zwar s\ nchron und mit gleicher Phasenlage der Umdrehung. In dem Zeitpunkt, wo z. B. beim Sender eine positive Halbwelle den Lichtfleck des Oszillographen 4 auf eine Stelle niedriger Lichtdurchlässigkeit des Phonogramms steuert, bringt jetzt die entsprechend verzerrte Halbwelle den Lichtfleck auf eine Stelle des Phonogramms mit hoher Durchlässigkeit, und die Verzerrung wird kompensiert. Das gleiche gilt in jedem Zeitpunkt für jede Halbwelle.
  • Bei dieser Art der Halbwellenaufteilung und der Modulation eines transversal schwingenden Lichtfiecks durch eine longitudinale Schwingungsaufzeichnung wird gleichzeitig erreicht, daß die Amplitude der Verzerrung immer proportional der Amplitude der Halbwelle ist. Dieses Verfahren hat infolgedessen den Vorteil, daß die Verzerrung und die korrespondierende Entzerrung von der Amplitude der Signalwechselströrne unabhängig ist, was bei dem Prinzip der bekannten Überlagerung von Störwechselströmen durchaus nicht der Fall ist. Das wirkt sich insbesondere günstig aus bei Übertragungssystemen mit nichtlinearem Frequenzverlauf des Übertragungsmaßes.
  • Es ist selbstverständlich, daß im Rahmen der Erfindung an Stelle dieses mit Hilfe von Oszillographen und Photozellen arbeitenden Systems andere Verfahren zur Modulation eines Signalwechselstroms mit Hilfe von Störfrequenzphonogrammen treten können. So zeigen z. B. Fig. 6 und 7 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Anordnung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, bei dem die Modulation und Demodulation des ebenfalls in Halbwellen aufgeteilten Signalwechselstroms durch einen mittels Phonogrammen erzeugten Störwechselstrom erfolgt. Die von dem Mikrophon 20 kommenden Sprechwechselströme werden über den Transformator 21 den in Gegentaktschaltung arbeitenden Röhren 22 und 23 zugeleitet. Durch die Gitterspannungsbatterie 24 wird den Gittern der beiden Röhren eine so hohe negative Spannung zugeführt, daß sie als sogenannter B-Verstärker arbeiten, d. h., über jede Röhre wird jeweils nur eine Halbwelle des vom Transformator 21 kommenden Sprechwechselstroms verstärkt. In den Anodenkreis derRöhren22und 23 ist jeweils zumZwecke der Modulation durch die Störwechselströme je eine :\Iodulationsröhre 25 und 26 gelegt, deren Gitterspannung mit Hilfe der Batterien 27 und 28 so eingestellt wird, daß sie im geraden Teil der Gitterspannung-Anodenstrom-Charakteristik arbeitet. Über den Gegentakttransformator 29 werden den Gittern dieser beiden Steuerröhren die Wechselspannungen des Störfrequenzgenerators 30 zugeführt, mit deren Hilfe die von den Röhren 22 und 23 durchgelassenen Halbwellen durch Änderung des Innenwiderstandes der Modulationsröhren 25 und 26 moduliert, d. h. verzerrt und Über den Gegentakttransformator 31 dem Übertragungssystem, z. B. der Fernleitung, zugeführt werden. Der in Fig.6 nur schematisch dargestellte Störfrequenzgenerator 30 ist in Fig. 7 getrennt gezeigt. Er besteht ebenfalls aus einem Synchronmotor 32 mit einem auf der Achse befindlichen kreisförmigen lichtdurchlässigen Phonogrammträger 33, der im Ausführungsbeispiel eine transversale Lichttonaufzeichriung 34 einer Störfrequenzkurve trägt. Diese Lichttonaufzeichnung wird durch einen von der Glüh-:arnpe 35 über ein Linsensystem 36 und eine Blende 37 erzeugten Lichtstrahl mit rechteckigem Querschnitt 38 abgetastet und die durch Bewegung des Phonogramms entstandenen Lichtschwankungen von der Photozelle 39 über einen einfachen Geradeausverstärker 40 der Primärwicklung des Transformators 29 in der _Anordnung Fig. 6 zugeführt. Auch bei dieser Schaltanordnung nach Fig.6 kann zum Entschlüsseln das Negativ des Störphonogramms verwendet werden. Da die Modulation aber rein elektrisch erfolgt, kann auch ein dem positiven Stör- oder Modulationsphonogramm entsprechendes positives Demodulationsphonogramm verwendet werden. In diesem Falle wird die Phasenopposition zwischen den Phonogrammen einfach durch Umpolung der Ausgänge des Photozellenverstärkers beim Empfänger erreicht. Selbstverständlich kann an Stelle der im Ausführungsbeispiel dargestellten Modulation durch Anodenspannungssteuerung jedes beliebige Modulationsverfahren angewendet werden. \Vichtig ist dagegen, daß eine Halbwellenaufteilung stattfindet oder durch andere Mittel erreicht wird, daß die Modulationsfrequenz niemals in ihrer ursprünglichen Form in den Übertragungskanal gelangt und daß die Phonogramme in irgendeiner Weise die Signalschwingungen oder die von ihnen erzeugten Wechselströme modulieren.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zur Verzerrung und Entzerrung kann sinngemäß auch dann Anwendung finden, wenn die Signale nicht durch direkte elektrische oder andere Fernübertragungsmittel dem Empfänger zugeleitet werden. So kann man z. B. das mit der Störfrequenz modulierte Signal auf einen beliebigen Aufzeichnungsträger, z. B. eine Schallplatte oder ein Magnettonband, aufzeichnen und durch die Post dem Empfänger zuleiten. In diesem Falle empfiehlt es sich, eine Hilfsfrequenz, mit welcher die synchrone Abtastung des Störphonogramms auf der Sendestelle erfolgt, mit auf dem gleichen Träger zu registrieren und diese Hilfsfrequenz zum Synchronisieren der Entzerrungsphonogramme beim Empfänger zu benutzen.
  • Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf die Anwendung bewegter Phonogramme, wie sie in den Ausführungsbeispielen dargestellt sind, beschränkt. Es können auch feststehende Phonogramme benutzt werden, «-elche z. B. im Falle von photographischen Phonogrammen durch einen synchron bewegten Lichtstrahl abgetastet werden. Dabei kann ein um einen "\Iittelpunlct rotierender Lichtstrahl mit rechteckigem Bündelquerschnitt verwendet werden, wenn es sich um die Abtastung kreisförmiger Phonogramme handelt, während ein hin- und herschwingender Lichtstrahl reit rechteckigem Querschnitt zur Abtastung linearer Phonogramme in Frage kommt. Dabei können die Lichtbündel durch abgelenkte Kathodenstrahlen erzeugt werden. Es können aber auch oszillierende Spiegel oder andere optische Systeme zur Abtastung der Phonogramme mittels Licht benutzt werden.
  • Zur Synchronisierung der Antriebsmotore für bewegte Phonogramme oder der bewegten lichtelektrischen oder anderen Abtastmittel für feststehende Phonogramme werden Wechselströme verwendet, die entweder durch, konstante Schwingungserzeuger, wie Stimmgabeln oder elektrische Schwingungskreise, an Sende- und Empfangsstelle unabhängig voneinander erzeugt werden, oder es wird nur auf der Sendeseite ein entsprecheder Antriebswechselstrom erzeugt, der dem Empfänger auf dem gleichen Übertragungsmittel, auf dein die Nachricht übermittelt wird, zugeleitet wird. Es ist ferner erfindungsgemäß möglich, diesen Wechselstrom, dessen Frequenz aus technischen Gründen im allgemeinen niedriger sein wird als die Nachrichtenfrequenzen, einem höher frequenten Wechselstrom aufzumodulieren, diesen über das Übertragungssystem zu leiten und die Synchronisierungsfrequenz durch Deniodulation am Empfangsort wieder zurückzugewinnen.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich auch in der Weise abwandeln, daß ein das Störphonogramm abtastender Licht- oder Kathodenstrahl gleichzeitig in einer zu seiner durch die Synchronisierungsfrequenz gesteuerten Abtastrichtung senkrechten Richtung durch den Signalwechselstrom gesteuert wird, derart, daß Signalwechselstrom und Störmodulation bzw. -demodulation bereits in den die Lichtschwingungen umwandelnden Photozellen entstehen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Verzerrung und Entzerrung von Signalwechselströmen zum Zwecke der Geheimhaltung während der Übertragung, bei dem die Signalwechselströme am Sendeort vor der Übertragung durch Störfrequenzphonogramme moduliert werden, dadurch gekennzeichnet, da,ß die Signalwechselströme am Sendeort in ihre positiven und negativen Halbwellen unterteilt werden, die beide durch mindestens ein Störfrequenzphonogramin moduliert werden, und daß die derart modulierten Halbwellen auf getrennten Übertragungswegen oder wieder zusammengesetzt auf einem gemeinsamen Übertragungsweg dem Empfangsort zugeleitet werden, wo positive und negative Halbwellen für sich durch mindestens ein Konipmsationsstörfre<luenzphonogramm demoduliert und die somit entzerrten Signalfrequenzhalbwellen zusammengesetzt dem Signalempfänger zugeführt «-erden. 2. )'erfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Signalwechselströme mittels durch sie gesteuerter Licht- oder Kathodenstrahlen (5) in Verbindung mit mindestens zwei in Gegentakt arbeitenden Photozellen (12,13) oder anderen Licht- bzw. Kathodenstrahlen in elektrische Ströme umwandelnden Vorrichtungen in ihre positiven und negativen Halbwellen zerlegt werden und daß in den Weg der Licht- bzw. Kathodenstrahlen ein oder mehrere Störfrequenzphonogramme gelegt werden. welche diese Strahlen und damit die Signalfrequenzen modulieren. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Weg der durch die Signalströme gesteuerten Licht- oder Kathodenstrahlen (5) Störfrequenzphonogramme angeordnet werden. bei deneli die Störfrequenzen als Unterschiede der Strahlendurchlässigkeit des Phonogramms aufgezeichnet sind. 4. 'Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß am Sendeort als Störphonogramme photographische Intensitätsaufzeichnungen und am Empfangsort entweder identische Aufzeichnungen oder negative Kopien der auf der Sendeseite vorhandenen Phonogramme verwendet werden. 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Signalwechselströme durch Elektronenröhren (22, 23) oder durch diesen ähnlich wirkende elektronische Einrichtungen, wie z. B. Transistoren, in Gegentaktschaltung in ihre positiven und negativen Halbwellen zerlegt und mit Störfrequenzen moduliert werden, welche ihrerseits durch ein oder mehrere Phonogramme erzeugt sind, und daß die Kompensation am Empfangsort durch mit gleichen Mitteln erzeugte, zu den Störf requenzen gegenphasige Kompensationsf requenzen erfolgt. 6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die durch Störfrequenzphonogramme modulierten Signalströme auf an sich bekannte Aufzeichnungsträger, z. B. Schallplatten oder Magnettonbänder, zusammen mit einer die synchrone Abtastung der Phonogramme sichernden Svnchronisierungsfrequenz aufgezeichnet und empfangsseitig unter Benutzung der aufgezeichneten Synchronisierungsfrequenz und eines dem Störphonogramm entsprechenden Demodulationsphonogramms wiedergegeben werden. 7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6. dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle bewegter Phonogra,mme und unbewegter Abtastvorrichtungen unbewegte Phonogramme verwendet «-erden, die durch bewegte Abtastinittel die Störmodulation der Signalwechselströnie bzw. die Kompensation der Störfrequenzen bewirken. B. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß kreisförmige. lichtelektrische Störphonogramme durch einen rotierenden Kathodenstrahl oder dessen Fluoreszenzlicht oder durch einen rotierenden Lichtstrahl abgetastet werden. 9. )"erfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß lineare Störphotiogratnine durch synchronisiert schwingende Kathodenstrahlen oder deren Fluoreszenzlicht oder durch entsprechend gesteuerte Lichtstrahlen abgetastet werden. 10. Verfahren nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein das Störphonogramm abtastender Licht- oder Kathodenstrahl gleichzeitig in einer zu seiner durch die Synchronisierungsfrequenz gesteuerten Abtastrichtung senkrechten Richtung durch den Signalwechselstrom gesteuert wird, derart, daß Signalwechselstrom und Störmodulation bzw. Demodulation bereits in den die Lichtschwingungen umwandelnden Photozellen entstehen. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 731394.
DEK26395A 1955-07-21 1955-07-21 Verfahren zur Verzerrung und Entzerrung von Signalwechselstroemen zum Zwecke der Geheimhaltung waehrend der UEbertragung Pending DE1039575B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE731394C (de) * 1935-05-10 1943-02-09 Telefunken Gmbh Anordnung zur geheimen UEbertragung von Nachrichten

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DE731394C (de) * 1935-05-10 1943-02-09 Telefunken Gmbh Anordnung zur geheimen UEbertragung von Nachrichten

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