DE1034727B - Dehnbare elektrische Leitungsschnur - Google Patents
Dehnbare elektrische LeitungsschnurInfo
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Description
Es ist bekannt, dehnbare elektrische Leitungsschnüre,
z. B. die vom Telefonapparat zum Hörer führende Leitung, schraubenförmig aufzuwickeln, um
an Platz zu sparen und dabei ein elastisches Mittel vorzusehen, durch das die Schnüre nach dem beim
Gebrauch erfolgten Auseinanderziehen wieder in die schraubenförmige Ursprungslage zurückkehren. Wegen
des kreisförmigen Leitungsquerschnittes sind aber nur verhältnismäßig wenige schraubenförmige Windungen
auf einer Längeneinheit unterzubringen. Zwecks Vermeidung dieses Nachteiles ist es daher gemäß einer
weiteren Ausführungsform bekannt, Leitungsschnüre im Querschnitt viereckig oder flach zu gestalten und
schraubenförmig aufzuwickeln. Aber auch hierdurch ist noch keine befriedigende Lösung dafür gefunden
worden, die größtmögliche Leitungslänge auf einer Längeneinheit unterzubringen. Hier setzt die Erfindung
ein, die sich auf eine dehnbare, mehradrige elektrische Leitungsschnur mit flachem Schnurquerschnitt
bezieht, die schraubenförmig aufgewunden ist und mindestens ein elastisches Element enthält. Die Erfindung
besteht darin, daß bei dieser Leitungsschnur die Adern mit den elastischen Elementen derart zu
einem Bandgeflecht verflochten und in Schraubenform aufgewickelt sind, daß die Breitseiten des Geflechtes
einander zugekehrt sind, wobei die Adern und elastischen Elemente die Kettfäden des Geflechtes bilden
und dabei wenigstens eines der elastischen Glieder im Geflecht die innere Seite der Schraubenwindung einnimmt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform nach der Erfindung nimmt die Länge der einzelnen Adern mit
ihrer Entfernung von der Schraubenachse derart zu, daß die Adern koaxiale Schraubenlinien von gleicher
Steigung, aber verschiedenem Durchmesser bilden. Vorteilhaft sind ferner die Adern und das elastische
Element so zueinander angeordnet, daß ihre Querschnitte in einer geraden oder schwach gekrümmten
Linie liegen.
Durch diese Ausbildung ist die größtmögliche Leitungslänge auf einer Längeneinheit unterzubringen.
Hierzu kommt als weiterer Vorteil die Regelmäßigkeit der Anordnung der Windungen beim Zusammendrücken.
Ferner verwickeln sich die Windungen nicht, wenn sie sich nach dem Auseinanderziehen der Leitung
wieder zusammenziehen.
Die Herstellung der Leitungsschnur nach der Erfindung erfolgt in der Weise, daß die einzelnen zu verkleidenden
Adern und das elastische Element während der Herstellung der Verkleidung mit einer Geschwindigkeit
von ihren Spulen abgezogen werden, die von einer Ader bzw. einem Element zum anderen wächst,
angefangen bei dem Element, das später bei der fertigen schraubenförmig aufgewickelten Leitungs-Dehnbare
elektrische Leitungsschnur
Anmelder:
Dipl.-Ing. Erwin Walter, Florenz (Italien)
Dipl.-Ing. Erwin Walter, Florenz (Italien)
Vertreter: Dipl.-Chem. Dr. W. Koch, Hamburg 4,
und Dr.-Ing. R. Glawe, München 27, Cuvilliesstr. 16,
Patentanwälte
Beanspruchte Priorität:
Italien vom 11. Januar und 7. Oktober 1954
Italien vom 11. Januar und 7. Oktober 1954
Dipl.-Ing. Erwin Walter, Florenz (Italien),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
schnur am Innenrand tier Schraubenwindungen liegt.
Zur Erzeugung der unterschiedlichen Zuggeschwindigkeit dient dabei eine Vorrichtung, die zwei sich
drehende Körper, insbesondere Rotationskörper und hier wiederum vorzugsweise Kegelrollen hat, zwischen
denen an Stellen verschiedener Umfangsgeschwindigkeit die Adern und fadenförmigen Elemente hindarchwandern.
Nähere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung der zeichnerischen Darstellung. Es
zeigt
Abb. 1 einen Teil einer schraubenförmig aufgewickelten Leitung, teilweise in der Seitenansicht, teilweise
im Schnitt,
Abb. 2 einen Querschnitt durch die Leitung in schaubildlicher Darstellung,
Abb. 3 eine Vorrichtung zur Herstellung der Leitung nebst einem Teil einer schraubenförmig aufgewickelten
Leitung in schaubildlicher Darstellung,
Abb. 4 und 5 schematisch zwei verschiedene Führungen für die Spulen, welche die zur Herstellung der
Verkleidung der Leitung dienenden Fäden aufweisen,
Abb. 6 schaubildlich im vergrößerten Maßstabe ein Kegel rollenpaar nebst einem Teil einer schraubenförmig
aufgewickelten Leitung,
809 578/329
Abb. 7 bis 9 je einen Querschnitt durch drei verschiedene Ausführungsformen einer schraubenförmig
aufgewickelten Leitung,
Abb. 10 und 11 je eine vollständig aufgewickelte Leitung, von der Seite gesehen, mit Kabelschuhklemmen,
die insbesondere als Telefonhörerleitung verwendbar ist.
Bei der Ausführung nach Abb. 1 bis 3 besteht die Leitung aus zwei nebeneinanderliegenden isolierten
Leitern la, ib. Neben der Ader 1 ο befindet sich ein elastisches Element 2, das aus einer oder mehreren
Schnüren aus Gummi od. dgl. besteht. Die Adern und das elastische Element sind so nebeneinander angeordnet,
daß ihre Querschnitte in einer Linie aneinandergereiht sind. Die Anzahl der Adern la, Ib kann
verschieden sein. Die Adern la, Ib und das elastische
Element 2, das unter Spannung steht, sind von einer Verkleidung 3 aus geflochtenen, sich kreuzenden
Fäden umgeben und miteinander verbunden, so daß der gesamte Querschnitt Bandform hat.
Die Leitungsschnur, die also aus den Teilen 1 a, Ib, 2 und 3 besteht, wird schraubengangförmig aufgewickelt.
Ein Beispiel hierfür zeigt die Abb. 1. Dabei ist die Anordnung derart, daß das elastische
Element 2 die Innenseite der schraubenförmigen Aufwicklung bildet. Da das elastische Element 2 von Anfang
an unter Spannung steht, zieht es also die schraubenförmig aufgewickelte Leitung beim Auseinanderziehen
und Wiederfreigeben in die Ausgangslage nach Abb. 1 zurück.
Zwecks Herstellung dieser Leitungsschnur sind gemäß Abb. 3 Spulen 5 vorgesehen, die die Fäden 3' für
die Verkleidung 3 enthalten. Diese Spulen sitzen auf Achsen, die in Leitnuten 6 geführt sind. Die Spulenachsen
werden durch Transporträder 7 mitgenommen und beschreiben dabei infolge ihrer Führung in den
Leitnuten 6 Flecht- und Wellenbahnen. Dieselbe Bewegung führen die auf diesen Achsen sitzenden
Spulen 5 aus.
Im Zentrum der Transporträder 7 befinden sich Führungsrohre 9. Aus dem Führungsrohr 9 des einen
Transportrades 7 tritt ein gespannter elastischer Teil, Faden oder Strang 2', aus, der zur Bildung des elastischen
Elementes 2 dient. Aus den anderen Führungsrohren 9 treten, wie es Abb. 3 zeigt, die Adern la,Ib aus.
Um die Teile2', la, Ib mit unterschiedlicher Geschwindigkeit
abziehen zu können, sind zwei sich drehende Kegelrollen 11,12 vorgesehen und so angeordnet,
daß sie sich mit ihrem Umfang längs der Erzeugenden berühren. Im Ausführungsbeispiel gemäß
Abb. 3 liegen ihre Drehachsen rechtwinkelig zueinander. Beide Kegelrollen haben an den Berührungspunkten
die gleichen Umfangsgeschwindigkeiten. Da nun die Umfangsgeschwindigkeit längs der Erzeugenden
sich ändert, variiert offensichtlich auch die Länge der einzelnen Teile, die innerhalb einer bestimmten
Zeit von den Spulen 5 durch die Führungen 9 gezogen werden. Die Teile 1 α bis 3', die beim Durchgang mit
der Kegelfläche in Berührung sind, welche weiter von den Kegelspitzen entfernt liegen, werden mit einer
größeren Geschwindigkeit von ihren Spulen abgezogen oder durch die Führungen 9 hindurchgezogen als die
Teile, die näher zu den Kegelspitzen liegen.
Bei der Ausführung nach Abb. 7 sind vier Adern 15 vorgesehen. Dabei sind jeweils zwei von der gemeinsamen
Verkleidung 16 eingeschlossen. Das elastische Element ist hier mit 17 bezeichnet und liegt auf der
Innenseite der schraubenförmigen Aufwicklung.
Die Ausführung nach Abb. 8 unterscheidet sich von der nach Abb. 7 nur dadurch, daß der Leitungsquerschnitt
der einzelnen Windungen schräg abfallend zur Mittellängsachse der schraubenförmigen Aufwicklung
von außen nach innen geneigt ist.
Abb. 9 zeigt im Querschnitt eine 4polige Leitungsschnur nebst Verkleidung 21 und am inneren Rand
liegendem elastischem Leiter. Ähnlich wie bei Abb. 8 ist der Querschnitt der schraubenförmigen Windungen
von außen nach innen abfallend gegen die Schnurmittellinie geneigt.
Durch Änderungen des Anstellwinkels der kegeligen Zugwalzen 11,12 kann die Querschnittsneigung der
Leitung gegen die Schnurmittellinie der schraubenförmigen Aufwicklung geändert werden. Durch Änderung
des Kegelwinkels wird die Abzugsgeschwindigkeit beeinflußt. Diese kann auch durch die Umdrehungsgeschwindigkeit
der Kegelrollen 11,12 geändert werden.
Das elastische Element 2 kann eine solche Stärke haben, daß es nicht den Umfang der Kegelrollen 11,
12 berührt. Da es durch die zur Verkleidung dienenden Fäden 3' mit den Adern la, Ib verbunden ist,
wird es von ihnen auch unabhängig von der direkten Zugwirkung, die von den Kegelrollen 11,12 ausgeübt
wird, mitgenommen.
Das elastische Element kann auch statt aus Gummi aus einer Schraubenfeder od. dgl. bestehen. Die Axialspannung
des elastischen Elements muß so sein, daß es die auseinandergezogene Leitung nach dem Aufheben
der Zugkraft wieder in ihre ursprüngliche Lage zurückzieht. Statt eines können auch mehrere elastische
Elemente vorgesehen sein. Dabei kann das eine am inneren und das andere am äußeren Umfang der
schraubenförmigen Aufwicklung liegen. Ferner kann eines von ihnen eine Gummischnur und das andere
eine Feder sein. Es können aber auch bei Verwendung von zwei elastischen Elementen zwei Gummischnüre
oder zwei Federn benutzt werden.
An die Stelle der Kegelrollen 11,12 können auch andere sich drehende Körper verwendet werden. Um
nach dem Auseinanderziehen eine vollständige Rückkehr der Leitung in ihre Ursprungslage zu erreichen,
wird vorteilhaft die Verkleidung wenigstens zum Teil aus einem verhältnismäßig steifen und glatten Faden
aufgebaut, beispielsweise aus Fäden aus Polyamidharzen oder synthetischen linearen Superpolyamiden
oder Kunstseide mit dickem Querschnitt u. dgl. Dadurch wird die gesamte Verkleidung steifer. Außerdem
wird durch das Vorhandensein des steifen Fadens bei einem aus Gummi bestehenden elastischen Element
verhindert, daß der Gummi durch die Verkleidung zu sehr zusammengedrückt und dadurch seine Dehnbahrkeit
verhindert wird.
Ferner wird die Verkleidung verhältnismäßig weit geflochten, damit der Gummi möglichst wenig behindert
wird. Zu diesem Zweck wird die Abzugsgeschwindigkeit der zur Aderbildung dienenden
Stränge im Verhältnis zu der Abwickelgeschwindigkeit der Verkleidungsfäden von ihren Spulen verhältnismäßig
hoch gehalten.
Abb. 10 zeigt eine Leitungsschnur, die als Telefonhörerleitung verwendbar ist. Die an jeder Stirnseite
der schraubenförmigen Aufwicklung austretenden Leitungsenden werden durch eine Umhüllung 24 zusammengehalten
und sind mit Kabelschuhen 25 versehen zum Anschließen an die Klemmen der Apparate.
Bei der Ausbildung nach Abb. 11 ist zusätzlich zu der nach Abb. 10 im Inneren der schraubenförmigen
Aufwicklung ein Zugelement 28 vorgesehen, das mit seinen Enden in Haken 27 eingehakt ist, die an je
einem Element 26 sitzen. Diese Elemente 26 werden von den Umhüllungen 24 gehalten. Das elastische
Element 28 kann aus einem oder mehreren elastischen Fäden bestehen. Durch dieses zusätzliche elastische
Element 28, das unter Vorspannung steht, wird das Aneinanderlegen der Schnurwindungen gefördert.
Claims (13)
1. Dehnbare, mehradrige elektrische Leitungsschnur, mit flachem Schnurquerschnitt, die schraubenförmig
aufgewunden ist und mindestens ein elastisches Element enthält, dadurch gekennzeichnet,
daß die Adern (1 a, 1 b) mit den elastischen Elementen (2) derart zu einem Bandgeflecht verflochten
und in Schraubenform aufgewickelt sind, daß die Breitseiten des Geflechtes einander zügekehrt
sind, wobei die Adern und elastischen Elemente die Kettfäden des Geflechtes bilden und
dabei wenigstens eines der elastischen Glieder im Geflecht die innere Seite der Schrauben windung
einnimmt.
2. Leitungsschnur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der einzelnen Adern
mit ihrer Entfernung von der Schraubenachse derart zunimmt, daß die Adern koaxiale Schraubenlinien
von gleicher Steigung, aber verschiedenem Durchmesser bilden.
3. Leitungsschnur nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine derartige Anordnung der
Adern und des oder der elastischen Elemente, daß ihre Querschnitte in einer geraden oder schwach
gekrümmten Linie liegen.
4. Leitungsschnur nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein aus einem oder
mehreren Fäden aus Gummi od. dgl. bestehendes, axial dehnbares elastisches Element (2) in der
Leitung längs des Innenrandes der schraubenförmigen Windungen unter Vorspannung liegt.
5. Leitungsschnur nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als elastisches Element
eine oder mehrere Schraubenfedern dienen.
6. Leitungsschnur nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Leitungsquerschnitt
der schraubenförmigen Aufwicklung schräg von außen nach innen und unten gegen die Längsmittelachse
der Aufwicklung geneigt ist.
7. Leitungsschnur nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verkleidung (3),
die die Adern (la, Ib) und das elastische Element (2) gemeinsam umschließt, mindestens zum Teil
aus verhältnismäßig steifen Fäden besteht.
8. Leitungsschnur nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die die Adern (la, Ib)
und das elastische Element (2) gemeinsam einschließende Verkleidung (3) mindestens zum Teil
aus einem glatten Faden besteht.
9. Leitungsschnur nach Anspruch 1 bis 8, gekennzeichnet durch ein koaxial zu den schraubenförmigen
Windungen liegendes, zusätzliches elastisches Element (28), das mit den Enden der Leitung
bzw. den Enden der schraubenförmigen Aufwicklung verbunden ist.
10. Verfahren zur Herstellung einer Leitungsschnur nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die zur Herstellung der Adern und elastischen Elemente dienenden Stränge während
der Herstellung der Verkleidung mit verschiedener Geschwindigkeit von ihren Spulen
od. dgl. abgezogen werden, die von einem zum anderen Teil wächst, angefangen bei dem Strang,
der zur Bildung des bei der fertigen schraubenförmigen Aufwicklung am Innenrand liegenden
elastischen Elementes dient.
11. Vorrichtung zur Herstellung einer Leitungsschnur nach einem der Ansprüche 1 bis 9, und zur
Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß zwei sich drehende,
gegenüberliegende Körper vorgesehen sind, die entlang ihrer Berührungslinie verschiedene Umfangsgeschwindigkeiten
haben und zum Abziehen der zur Bildung der Adern und elastischen Elemente dienenden Stränge sowie der Verkleidungsfäden
von den Spulen und zum Vereinigen dieser Teile miteinander dienen, wobei mindestens
einer dieser Körper angetrieben wird.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einer der beiden sich
drehenden, zum Abziehen der zur Bildung der Adern und elastischen Elemente dienenden Stränge
und der Verkleidungsfäden von ihren Spulen sowie zum Vereinigen derselben miteinander dienenden
Körper ein Rotationskörper ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden sich drehenden
Körper als Kegelrollen (11,12) oder Kegelwalzen ausgebildet sind, deren Mantellinien parallel
zueinander liegen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 468 022;
britische Patentschrift Nr. 398 999.
Deutsche Patentschrift Nr. 468 022;
britische Patentschrift Nr. 398 999.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
1 809 578/329 7.
Applications Claiming Priority (2)
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