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DE1031455B - Suessen von Benzinen - Google Patents

Suessen von Benzinen

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Publication number
DE1031455B
DE1031455B DEST8807A DEST008807A DE1031455B DE 1031455 B DE1031455 B DE 1031455B DE ST8807 A DEST8807 A DE ST8807A DE ST008807 A DEST008807 A DE ST008807A DE 1031455 B DE1031455 B DE 1031455B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gasoline
caustic alkali
alkali solution
aqueous
aqueous caustic
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEST8807A
Other languages
English (en)
Inventor
Leonard V Sorg
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Standard Oil Co
Original Assignee
Standard Oil Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Standard Oil Co filed Critical Standard Oil Co
Priority to DEST8807A priority Critical patent/DE1031455B/de
Publication of DE1031455B publication Critical patent/DE1031455B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G27/00Refining of hydrocarbon oils in the absence of hydrogen, by oxidation
    • C10G27/04Refining of hydrocarbon oils in the absence of hydrogen, by oxidation with oxygen or compounds generating oxygen

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

DEUTSCHES
Das Verfahren betrifft die Raffination von sauren Spaltbenzinen, insbesondere von Rohbenzinen, in denen das Süßen, d. h. das Ausscheiden von Mercaptanen durch reaktionsfähige Bestandteile, insbesondere Gumbildner, erschwert wird. Das Süßen von sauren Spaltbenzinen mittels Kupferchlorid ergibt süße Benzine, die nicht farbbeständig sind, so daß man große Mengen Metalldesaktivator zusetzen muß. Das Süßen nach dem Doctor-Verfahren ist oft unbefriedigend, weil das süße Benzin korrodierenden Schwefel enthält.
In letzter Zeit ist das Inhibitor-Süßungsverfahren bekanntgeworden, nach dem Phenylendiamin- und Alkylphenol-Oxydationsinhibitoren in Gegenwart von wäßrigem Ätzalkali und freiem Sauerstoff zu dem sauren Benzin gegeben werden. Dieses Verfahren ist in ver- *5 schiedener Weise modifiziert worden, um die Süßungsgeschwindigkeit zu erhöhen, die unter normalen Bedingungen sehr niedrig ist. Das saure Spaltbenzin wird zwecks Entfernung von H2S und der Mercaptane mit wäßriger Ätzalkalilösung behandelt, dann werden der Inhibitor und freier Sauerstoff zu dem extrahierten Benzin gegeben, anschließend wird dieses Gemisch mit wäßriger Ätzalkalilösung in Berührung gebracht und ein Benzin mit wesentlich verringertem Mercaptangehalt von der wäßrigen Ätzalkalilösung abgetrennt. Das Benzin wird nach 1- bis 2tägiger Lagerung ganz süß.
Obwohl das Inhibitor-Süßungsverfahren gut arbeitet und unter den Mängeln anderer üblicher Verfahren nicht leidet, ergibt es doch süße Benzine, die außerordentlich hohe Gum- bzw. Harzmengen enthalten.
Es wurde gefunden, daß die Beständigkeit eines nach dem Inhibitorverfahren gesüßten Spaltbenzins gegenüber Gumbildung verbessert werden kann, wenn man zu 1600001 eines sauren rohen Spaltbenzins zwischen 0,9 und 9 kg eines als Inhibitor wirkenden Phenylendiamine gibt, bevor dieses Gemisch mit so viel wäßriger Ätzalkalilösung in Berührung gebracht wird, daß sich eine deutliche wäßrige Phase ausbildet, und zwar in Gegenwart freien Sauerstoffes in einer Menge, die dem Mercaptanschwefel in dem Benzin etwa stöchiometrisch äquivalent ist. Man läßt so lange reagieren, bis der Mercaptangehalt des zu behandelnden Benzins wesentlich verringert ist. Nach diesem Verfahren wird von der wäßrigen Ätzalkalilösung ein praktisch süßes Benzin abgetrennt. Vorzugsweise wird zwischen 27 und 38 0C gearbeitet.
Unter einem »Rohbenzin« sollen unbehandelte Benzine verstanden werden, aus denen die üblichen Begleiter, wie sauerstoffhaltige Verbindungen, noch nicht entfernt sind. Es kann durch Fraktionierung der flüssigen Spaltprodukte von Gasölen oder von Schwerbenzin erhalten worden sein oder ein Benzin, das ohne irgendeine chemische Behandlung (zwecks Entfernung von H2S, Kresolen usw.) gelagert worden ist. Bevorzugt soll als Beschickung ein unmittelbar aus der Fraktionierkolonne des Spaltver-Süßen von Benzinen
Anmelder:
Standard Oil Company,
Chicago, 111. (V. St. A.)
Vertreter: Dr.-Ing. H. Ruschke, Berlin-Friedenau,
und Dipl.-Ing. K. Grentzenberg, München 27,
Pienzenauerstr. 2, Patentanwälte
Leonard V. Sorg, Kansas City, Miss. (V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
fahrens entnommenes Rohbenzin benutzt werden, um eine Oxydation durch Luft während der Lagerung zu vermeiden.
Das verwendete Süßungsmittel wirkt als Oxydationsinhibitor und katalysiert die Umwandlung von Mercaptanen in Disulfide. Es muß in wäßriger Ätzalkalilösung praktisch unlöslich sein und besteht aus einem Phenylendiamin, insbesondere aus Ν,Ν'-Di-sek.-butyl-p-phenylendiamin. Selbstverständlich können auch andere Phenylendiamine, wie N,N'-Dialkyl-p-phenylendiamine, benutzt werden, in denen die Alkylgruppen 1 bis 12 C-Atome je Molekül enthalten, also Ν,Ν'-Diisopropyl-p-phenylendiamin, Ν,Ν'-Diamyl-p-phenylendiamin, N,N'-Dihexyl~ p-phenylendiamin, aber auch solche, in denen die Alkylgruppen verschieden sind, z. B. N-Propyl-N'-butyl-pphenylendiamin, N-Butyl-N'-amyl-p-phenylendiamin, N-Hexyl-N'-octyl-p-phenylendiamin.
Die Menge des anzuwendenden Phenylendiamininhibitors schwankt mit der Art des aufgegebenen Rohbenzins und mit den Arbeitsbedingungen innerhalb der obengenannten Grenzen. Bevorzugt werden Zusätze von 1,8 bis 4,5 kg Phenyldiamininhibitor je 1600001 Rohbenzin.
Die wäßrige Ätzalkalilösung kann entweder Natriumhydroxyd oder Kaliumhydroxyd enthalten. Im allgemeinen soll sie 10 Gewichtsprozent Ätzalkali, im Höchstfall 50 Gewichtsprozent enthalten. Bevorzugt soll die Menge des Alkalihydroxyds zwischen 15 und 30 Gewichtsprozent liegen.
Es muß wenigstens so viel Ätzalkalilösung mit dem Gemisch aus Rohbenzin und Inhibitor in Berührung gebracht were ;n, daß sich eine deutliche wäßrige Ätzalkaliphase ausbildet. Auf das Volumen der Rohbenzin-
809 529/438
beschickung bezogen, soll die Ätzalkalilösung zwischen 5 und 100 Volumprozent ausmachen.
In Abwesenheit von freiem Sauerstoff tritt kerne Süßung ein, und man muß die Benzin-Inhibitor-Mischung mit der wäßrigen Ätzalkalilösung vor oder gleichzeitig mit dem Zusatz freien Sauerstoffs in Berührung bringen. Man kann Luft- oder Bombensauerstoff anwenden. Seine Menge muß dem Mercaptanschwefel in dem Benzin stöchiometrisch äquivalent sein, es müssen also 1 Mol freier Sauerstoff je 4 Mol Mercaptan bzw. 0,084 cbm Sauerstoff i° gekommen.
Bei allen Versuchen wurden in jedes der Gefäße 2,51 wäßrige Lösung mit 21 Gewichtsprozent NaOH gegeben.
Die Luft konnte in die Benzinleitung zwischen dem ersten Gefäß und dem zweiten Mischer eingepumpt werden und wurde durch ein Rotameter dosiert.
Das katalytisch gespaltene, stabilisierte Schwerbenzin befand sich in 200-1-Fässern, die mit Stickstoff ausgespült worden waren. Es stammte aus dem Fraktionierturm des Spaltverfahrens und war nicht mit der Luft in Berührung
je 0,45 kg Mercaptanschwefel angewandt werden. Diese Menge kann zweckmäßigerweise größer sein. Bevorzugt werden zwischen 150 und 250 % des stöchiometrisch erforderlichen Bedarfs.
Das Verfahren kann bis zu 95°C durchgeführt werden, *5 arbeitet aber auch schon bei 10° C, wenn die Reaktionsgeschwindigkeit von untergeordneter Bedeutung ist. Vorzugsweise arbeitet man unter 45° C, weil das so gesüßte Benzin einen angenehmeren Geruch hat als das bei 65° C und darüber gesüßte Benzin. Vorzugsweise wird die Süßung zwischen 27 und 38° G vollzogen.
Das Verfahren wird durchgeführt, indem man das Gemisch aus Benzin und Inhibitor gleichzeitig mit wäßriger Ätzalkalilösung und freiem Sauerstoff in Berührung bringt. Die Kontaktzeit muß ausreichen, um das Benzin praktisch völlig zu süßen. Man kann das Verfahren auch so durchführen, daß man das Benzin-Inhibitor-Gemisch mit wäßriger Ätzalkalilösung in Berührung bringt, die wäßrige Ätzalkaliphase von einer aus Benzin und eingeschlossener Ätzalkalilösung bestehenden Phase abtrennt und diese Benzinphase mit freiem Sauerstoff in Berührung bringt, bis das Benzin praktisch gesüßt ist. Die eingeschlossene wäßrige Ätzalkalilösung kann man von dem süßen Benzin abtrennen, indem man es absitzen läßt oder indem man es durch einen Entmischer, ζ. Β. eine Salztrommel oder ein Sandfilter, leitet. Häufig ist die Menge der eingeschlossenen Ätzalkalilösung so gering, daß sie sich schon bei normaler Lagerung weitgehend abscheidet, so daß das Benzin ohne weitere Behandlung für technische Zwecke verwendbar ist. :
Bevorzugt bringt man das Benzin-Inhibitor-Gemisch mit einer wäßrigen, 15 bis 30 Gewichtsprozent NaOH enthaltenden Lösung in ausreichender Menge in Berührung, daß sich eine wäßrige Ätzalkalischicht ausbildet. Das ausgezogene Benzin trennt man von der wäßrigen Ätzalkalischicht ab und gibt die gewünschte Menge Sauerstoff zu. Die Mischung aus extrahiertem Benzin und Sauerstoff wird mit einer wäßrigen NaOH-Lösung etwa gleicher Konzentration und Menge wie in der ersten Kontaktstufe zusammengebracht, und schließlich wird von der wäßrigen Ätzalkalilösung ein süßes Benzin abgetrennt. Man arbeitet zwischen 27 und 38° C.
Die Beschickung bestand in allen Fällen aus einem stabilisierten Schwerbenzin (Kp. zwischen 55 und 205° C) Sollte der Inhibitor unmittelbar zu dem Rohbenzin gegeben werden, so wurde eine abgemessene Menge Lösung in das Faß gegeben und der Inhalt mit Stickstoff gründlich durchgerührt.
Sollte der Inhibitor dagegen erst nach der Behandlung des Benzins mit wäßriger Ätzalkalilösung zugesetzt werden, so wurde eine abgemessene Menge Inhibitor zu der aus dem ersten Gefäß der Süßungsanlage ausfließenden Flüssigkeit gegeben.
In allen Versuchen wurde N,N'-Di-sek.-butyl-p-phenylen-diamin als Inhibitor benutzt.
Das zu Beginn vorliegende Harz wurde bei diesen Versuchen nach dem ASTM-Verfahren D 381-49 bestimmt. Die mögliche Menge zu bildenden Harzes wurde nach dem beschleunigten ASTM-Verfahren D 873-49 (in 4 Stunden) bestimmt.
Aus Versuchen ergab sich, daß sehr lange Reaktionszeiten erforderlich waren, wenn der Inhibitor zu dem mit Ätzalkali behandelten Benzin bei unter 71° C zugesetzt wurde. Alle Versuche, bei denen der Inhibitor zu dem mit Ätzalkali behandelten Benzin gegeben, d. h. in die Benzinleitung hinter Gefäß 1 eingeleitet wurde, wurden bei 71° C durchgeführt, so daß stets ein doctorsüßes Produkt erhalten wurde. In der Tabelle I sind die Ergebnisse der Süßung des katalytisch gespaltenen stabilisierten Schwerbenzins unter Verwendung verschiedener Mengen des angegebenen Inhibitors zusammengestellt, wenn letzterer nach der Behandlung des Rohbenzins mit wäßriger Ätzalkalilösung zugegeben wurde.
Tabelle I
Versuch. Inhibitor
kg/160 000 1
Potentielle
Harzmenge
nach 4 Stunden
Vorliegende
Harzmenge
1
2
3
4
5
0,9
0,9
2,7
4,5
4,5
420
454
389
478
515
12,6
12,4
10,2
13,9
14,0
In Tabelle II sind die Ergebnisse von Versuchen angegeben, die in der gleichen Weise wie bei Tabelle I
aus der katalytischen Spaltung von Gasöl unter Benutzung 55 erhalten wurden, nur bestand die Beschickung aus einem eines synthetischen Katalysators im Fließbett. Einige Gemisch von katalytischem gespaltenem stabilisiertem
Schwerbenzin mit dem gemischten Mutterprodukt zu gleichen Teilen. Die Menge des benutzten Inhibitors bezieht sich auf die Gesamtmenge aufgegebenen Benzins,
Tabelle II
Untersuchungen wurden unter Verwendung eines Gemisches aus katalytisch gespaltenem stabilisiertem Schwerbenzin und Leichtbenzin durchgeführt, das aus
einem Gemisch von ursprünglichem und thermisch ge- 60 so daß die Zahlen bei Bezugnahme auf die Schwerbenzinspaltenem Benzin bestand. menge allein mit Zwei zu multiplizieren wären.
Die Versuche wurden in einer kleinen, kontinuierlich arbeitenden Anlage durchgeführt, die aus zwei in Reihe geschalteten Gefäßen von etwa 4 1 Inhalt bestand, denen jedesmal ein Siebbodenmischer vorgeschaltet war. Die Gefäße wirkten als Absetzer. Die untere wäßrige Phase wurde aus dem Absitzer abgezogen und mit Hilfe einer Pumpe in die Benzinleitung vor dem Mischer zurückgeleitet. Die Arbeitstemperatur wurde durch Dampferhitzer in den Umlaufleitungen für die wäßrige Lösung geregelt.
Versuch Inhibitor
kg/160 000 1
Potentielle
Harzmenge
nach 4 Stunden
Vorliegende
Harzmenge
6
7
8
0,45
1,35
2,25
303
167
116
6,0
5,6
12,0
In Tabelle III sind die Ergebnisse von Versuchen zusammengestellt, bei denen der Inhibitor zu dem Rohbenzin vor der ersten Behandlung mit wäßriger Ätzalkalilösung gegeben wurde. Es hat sich ergeben, daß man bei Zusatz des Inhibitors bei 38° C Reaktionszeiten erreichen kann, die den bei 710C erhaltenen völlig entsprechen, wenn man den Inhibitor nach der ersten Behandlung mit wäßriger Ätzalkalüösung zusetzt. Alle Versuche der Tabelle III wurden bei 32° C durchgeführt. Die Beschickung bestand in allen Fällen aus katalytisch gespaltenem stabilisiertem Schwerbenzin.
Tabelle III
Versuch Inhibitor
kg/160 000 1
Potentielle
Harzmenge
nach 4 Stunden
Vorliegende
Harzmenge
9
10
11
12
0,45
2,25
4,5
4,5
343
24,9
16,8
20,4
6,6
3,2
5,8
In Tabelle IV wurde das gleiche Volumengemisch aus Schwerbenzin und Mutterprodukt benutzt und in der gleichen Weise gesüßt wie bei den Versuchen der Tabelle III.
Tabelle IV
Versuch Inhibitor
kg/160 000 1
Potentielle
Harzmenge
nach 4 Stunden
Vorliegende
Harzmenge
13
14
15
2,5
5
5
9,3
8,2
9,7
3,6
2,8
3,6
Aus den Versuchen in den Tabellen I und III ist der bemerkenswerte Unterschied zwischen den potentiellen Harzgehalten der nach beiden Arbeitsweisen erhaltenen süßen Benzine zu ersehen. Die Abnahme des potentiellen Harzgehaltes von 450 bis 500 mg je 100 ecm Benzin auf einen Harzgehalt in der Größenordnung von etwa 20 mg je 100 ecm Benzin ist insofern bemerkenswert, als diese Verbesserung lediglich auf den Augenblick der Zugabe des Inhibitors zurückzuführen ist. Die Ergebnisse lassen erkennen, daß bei Einführung von mehr als 0,45 kg des Inhibitors je 160 0001 Benzin vor der ersten Behandlung mit wäßriger Ätzalkalilösung eine starke Verminderung des möglichen Harzgehaltes erreicht wird.
Die Angaben in den Tabellen II und IV lassen erkennen, daß die merkliche Verbesserung der Harzbeständigkeit auch eintritt, wenn das gespaltene Benzin mit etwa dem gleichen Volumen eines verhältnismäßig beständigen Benzins verdünnt wird. Das Verfahren kann also nicht nur auf völlig aus Spaltprodukt bestehende Rohbenzine, sondern auch auf Gemische aus Spaltbenzinen und Ursprungsbenzinen,
Nach der Zeichnung wird die Benzinfraktion aus einer Gasölspaltung mit synthetischem Katalysator im Fließbett unmittelbar aus der Spaltanlage über Leitung 11 in Fraktioniersäule 12 eingeleitet. Hier wird das gesamte Benzin stabilisiert. Aus Säule 12 wird eine aus Propan, Butan und etwas Pentan bestehende Kopffraktion über Leitung 13 abgezogen und zu einer weiteren Verarbeitungsstufe geleitet. Das stabilisierte,Spaltbenzin (Mercaptanzahl von etwa 5) wird vom Boden der Fraktioniersäule 12 durch Leitung 14 abgezogen.
Es werden nun 1,8 kg Ν,Ν'-Di-sek.-butyl-p-phenylendiamin als Inhibitor für je 160 0001 Benzin in Leitung 14 aus dem Vorrat 16 über Leitung 17 in Leitung 18 eingeführt, in der der Inhibitor mit dem rohen sauren Spaltbenzin aus Leitung 14 zusammentrifft.
Das Gemisch aus Rohbenzin und Inhibitor gelangt aus Leitung 18 in Mischer 19, in den über Leitung 21 wäßrige ο Natriumhydroxydlösung eingeleitet wird. Der Mischer 19 kann ein Sieb- oder ein mechanischer Mischer sein. In ihm werden das genannte Gemisch und die wäßrige Ätzalkalilösung innig miteinander in Berührung gebracht. Dann· wird der Inhalt des Mischers 19 durch Leitung 22 in Absitztank 23 übergeführt.
Dieser kann jede beliebige Form haben. Durch Leitung 24 wird aus dem Absitztank 23 die untere, aus wäßriger Ätzalkalilösung bestehende Schicht abgezogen.
Diese wäßrige Ätzalkalilösung wird gewöhnlich über
ao Ventilleitung 26, Wärmeaustauscher 27 und Leitung 21 in den Mischer 19 zurückgeleitet. In Wärmeaustauscher 27 wird die Temperatur der Ätzalkalilösung so weit erhöht, daß der Inhalt des Mischers 19 etwa 32° C warm ist. Die Menge der wäßrigen Ätzalkalilösung beträgt, auf das aus Leitung 14 aufgegebene Benzin bezogen, etwa 20 Volumprozent.
Das Benzin aus Leitung 14 enthält Schwefelwasserstoff, Kresole und Mercaptane, die mit dem Natriumhydroxyd reagieren. In regelmäßigen Abständen wird ein Teil dieser Lösung über die Leitungen 24 und 29 aus dem System abgezogen, wenn die Konzentration der wäßrigen Ätzalkalilösung an freiem NaOH auf unter 10 Gewichtsprozent abgesunken ist. Aus dem Vorrat 31 wird über die Ventilleitungen 32 und 26 aufgefrischte
wäßrige Ätzalkalilösung in das System eingeführt. Diese Ätzalkalilösung enthält im vorliegenden Fall 25 Gewichtsprozent NaOH.
Das extrahierte Benzin wird aus dem Absitztank 23 durch Leitung 34 weitergeleitet, in die aus einer Sauerstoffbombe 36 über Leitung 37 Sauerstoff eingeführt wird. Es werden hier 0,168 cbm Sauerstoff je 0,45 kg Mercaptanschwefel in dem extrahierten Benzin angewandt.
Der aus Benzin und Sauerstoff bestehende Strom wird über Leitung 38 in Mischer 39 eingeleitet, in den aus
Leitung 41 wäßrige Ätzalkalilösungen zufließen. Mischer 39 ist wie Mischer 19 gebaut. Der Inhalt des Mischers 39 wird über Leitung 42 in Absitztank 43 geleitet.
Absitztank 43 gleicht völlig dem Tank 23. Aus ihm
wird die untere wäßrige Ätzalkalischicht über Leitung 46 abgezogen und durch Ventilleitung 47, Wärmeaustauscher 48 und Leitung 41 in das Verfahren zurückgeführt. In Wärmeaustauscher 48 wird die umlaufende wäßrige Ätzalkalilösung so weit erwärmt, daß der Inhalt des Mischers 39 etwa 32° C warm ist.
Die aus Absitztank 43 abgezogene wäßrige Ätzalkalilösung ist mit Reaktionsprodukten verunreinigt. Von Zeit zu Zeit kann ein Teil des umlaufenden Stromes aus dem System über Leitung 46 und Ventilleitung 51 abge-
zogen werden. Diese verunreinigte wäßrige Ätzalkalilösung enthält eine erhebliche Menge freien Ätzalkalis. Es kann deshalb ein Teil dieser wäßrigen Ätzalkalilösung über Leitung 46 und Ventilleitung 52 in Leitung 24 übergeführt werden, um in der ersten Alkali-Behandlungszone Verwendung zu finden.
Aus Vorrat 56 wird über Leitung 57 frische wäßrige Ätzalkalilösung, die 25°/0NaOH enthält, in Leitung 47 eingeführt. Es wird genügend aufgefrischte Lösung zugegeben, um dafür zu sorgen, daß in dem System, auf das aus Leitung 38 eingeführte Benzin bezogen, 20 Volum-
prozent an wäßriger Lösung vorhanden sind. Aus Absitztank 43 wird über Leitung 61 das süße Benzin abgezogen und zum Lager geleitet.

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Süßen von Erdöldestillaten wie Rohbenzin aus einer katalytischen oder thermischen Spaltung durch Behandlung mit einer wäßrigen Ätzalkalilösung, Sauerstoff und einem Phenylendiamin-Oxydationsinhibitor, dadurch gekennzeichnet, daß 1. der Phenylendiamin-Inhibitor zu einem gespaltenen sauren Rohbenzin, das noch nicht der Einwirkung von Sauerstoff und/oder wäßriger Ätzalkalilösung ausgegesetzt worden ist, in einer zwischen 0,9 und 9 kg, insbesondere 1,8 bis 4,5 kg, liegenden Menge je 1600001 Benzin gegeben wird, 2. dieses Gemisch mit der wäßrigen, 10 bis 50 Gewichtsprozent Alkalihydroxyd enthaltenden Ätzalkalilösung in einer zur deutlichen Bildung einer Benzin- und einer wäßrigen Phase ausreichenden Menge in Gegenwart von freiem Sauerstoff in einer dem Mercaptanschwefel in dem Rohbenzin mindestens etwa stöchiometrisch äquivalenten Menge in Berührung gebracht und 3. ein Benzin mit verringertem Mercaptangehalt von der wäßrigen Phase abgetrennt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Inberührangbringen zwischen 10 und 95°C, insbesondere zwischen 27 und 38° C, erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die wäßrige Ätzalkalilösung 10 bis 50 Gewichtsprozent Ätzalkali enthält und eine wäßrige Ätzalkaliphase von einer aus Benzin und eingeschlossener wäßriger Ätzalkalilösung bestehenden Phase vor Inberührungbringen der Benzinphase mit freiem Sauerstoff abgetrennt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die eingeschlossene wäßrige Ätzalkalilösung von dem praktisch süßen Benzin abgetrennt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die wäßrige Ätzalkalilösung, auf das Benzin bezogen, in einer zwischen 5 und 100 Volumprozent liegenden Menge angewendet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß freier Sauerstoff in einer Menge, die 150 bis 250% der dem Mercaptanschwefel in dem extrahierten Benzin stöchiometrisch äquivalenten Menge entspricht, eingeführt und das Sauerstoff-Benzin-Gemisch mit einer wäßrigen Ätzalkalilösung nach Anspruch 1 und 5 in Berührung gebracht wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Inhibitor N,N'-Di-sek.-butylp-phenylendiamin ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschrift Nr. 2 552 399.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© «09 529/438 5.58
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