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DE102963C - - Google Patents

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Publication number
DE102963C
DE102963C DENDAT102963D DE102963DA DE102963C DE 102963 C DE102963 C DE 102963C DE NDAT102963 D DENDAT102963 D DE NDAT102963D DE 102963D A DE102963D A DE 102963DA DE 102963 C DE102963 C DE 102963C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wood
alkali
substance
drying
solution
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT102963D
Other languages
English (en)
Publication of DE102963C publication Critical patent/DE102963C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L97/00Compositions of lignin-containing materials
    • C08L97/02Lignocellulosic material, e.g. wood, straw or bagasse
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L3/00Compositions of starch, amylose or amylopectin or of their derivatives or degradation products
    • C08L3/02Starch; Degradation products thereof, e.g. dextrin

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical And Physical Treatments For Wood And The Like (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIF
KLASSE 39: Horn und plastische Massen.
CARL WITTKOWSKY in BERLIN.
Verfahren zur Herstellung einer lederartigen Substanz aus Holz.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. April 1898 ab.
Es sind bereits in der Technik eine Reihe von Versuchen gemacht worden, dünne Holzplatten in eine lederartig biegsame Substanz umzuwandeln. Die ältesten Vorschläge dieser Art gehen darauf aus, das Holz durch Dämpfen unter Druck in seinem Zusammenhang derart zu verändern, dafs es biegsam wird, doch hat dieses Verfahren den Nachtheil, dafs dabei die Structur des Holzes durch theilweise Zerstörung oder Veränderung der Intercellularsubstanz eine derartige Verschlechterung erfährt, dafs das Holz nach dem Trocknen brüchig und spröde wird.
Auf dem gleichen Princip beruht auch das Verfahren der deutschen Patentschrift Nr. 9252, bei welchem das Holz mit Alkali unter Druck behandelt wird. Die Zerstörung durch das Entfernen der Intercellularsubstanz ist bei diesem Verfahren noch gröfser, das Holz bleibt nur dadurch eine gewisse Zeit elastisch , dafs bei der Gegenwart des Alkalis infolge der hygroskopischen Eigenschaften desselben ein Austrocknen nicht so schnell stattfindet. Sobald das Alkali in Berührung mit der Luft in kohlensaures Alkali übergegangen ist, was in kurzer Zeit erfolgt, hört diese hygroskopische Wirkung auf, das Holz wird spröde und zerfällt.
Man hat andererseits auch bereits versucht, durch Imprägniren des Holzes mit Fettsubstanzen dauernd elastische lederartige Holzpräparate herzustellen; es haben aber, abgesehen von den verhältnifsmäfsig hohen.Kosten, welche dieses Verfahren erfordert, die so hergestellten Holzpräparate den grofsen Fehler, dafs ein Leimen dieser Gegenstände fast unmöglich ist.
Das gegenwärtige Verfahren beruht auf der Erkenntnifs, dafs es nothwendig ist, neben der Erweichung des Holzes durch Alkali einen Ersatz für die Intercellularsubstanz zu schaffen, welcher auch nach der Entfernung des Alkalis und nach dem Trocknen des Holzpräparates die einzelnen Fasern desselben verkittet, und zwar in einer solchen Weise, dafs die einzelnen Fasern des Holzes gegen einander verschiebbar werden. Es mufs also das die Intercellularsubstanz ersetzende Material ein elastisches, kautschukartiges sein. Eine directe Imprägnirung des Holzes mit Kautschuk oder Guttapercha ist aus leicht ersichtlichen ökonomischen Gründen unmöglich. Gute Resultate werden erhalten, wenn man in folgender Weise verfährt:
Es werden Stärkemehl- und zuckerhaltige Substanzen, z. B: rohe Kartoffeln, zerkleinert und mit Alkalilauge von etwa 10 bis 150 B. bei 3 bis 4 Atm. Druck einige Stunden gekocht. Man bekommt so eine leimähnliche gelatinöse braune Flüssigkeit, welche beim Eintrocknen in eine zähe, klumpige, aufsen fast schwarz aussehende Masse übergeht, die die gröfste Aehnlichkeit mit rohem Kautschuk hat.
Imprägnirt man nun Holzplatten mit derartiger Lösung, indem man zy B. die dünnen Platten in die sehr verdünnte heifse Lösung eine halbe Stunde einlegt, so wird, das Fournier aufserordentlich biegsam und weich, auch dann, wenn die Lösung das Fournier noch nicht ganz durchdrungen hat. Kocht man dagegen die
Z-
Holzfourniere in einer solchen Lösung unter einem Druck von 4 bis 5 Atmosphären, so werden dieselben aufserordentlich biegsam und zähe, trocknen zwar sehr schnell, werden aber nach dem Trocknen und auch nachdem etwa noch vorhandenes Alkali in kohlensaures Alkali übergegangen ist, nie mehr spröde. Die Fourniere sind nach dem Trocknen vollkommen wasserdicht und haben aufserdem den sogen. Holzklang vollkommen verloren, was für bestimmte Verwendungsarten, z. B. für Schuhsohlen und Absätze, von grofser Wichtigkeit ist. Je nachdem man verdünntere oder concentrirtere Lösungen der kautschukartigen Substanz anwendet, kann man den lederartigen Zustand des Holzes weniger oder mehr vollkommen erreichen; auch fällt das Holz je nach der Concentration der verwendeten Lösung dunkler oder heller aus.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von lederartigem Holz, dadurch gekennzeichnet, dafs man Holz in der Hitze und event, unter Druck mit einer leimartigen Substanz imprägnirt, die in bekannter Weise durch Behandlung stärkemehlhaltiger Substanzen mit Aetzalkalien erhalten wird.
DENDAT102963D Active DE102963C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE102963C true DE102963C (de)

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DENDAT102963D Active DE102963C (de)

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DE (1) DE102963C (de)

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