Treibstoffgemisch für Flugzeugturbinenmotore Die Erfindung bezieht
sich auf ein Treibstoffgemisch für Flugzeugturbinenmotore.Fuel Mixture for Aircraft Turbine Engines The invention relates to
on a fuel mixture for aircraft turbine engines.
Zur Verwendung in Flugzeugturbinenmotoren geeignete Treibstoffgemische,
wie Leuchtpetroleum, enthalten bis zu 0,01 Gewichtsprozent Wasser bei Normaltemperatur.
Bei relativ tiefen Temperaturen können durch Ausfrieren dieses Wassers die Filter
verstopft werden, mit denen solche Motoren üblicherweise ausgerüstet sind. Gegenstand
der Erfindung ist ein Treibstoffgemisch für Flugzeugturbinenmotore, das diese Nachteile
nicht aufweist.Fuel mixtures suitable for use in aircraft turbine engines,
like kerosene, contain up to 0.01 percent by weight of water at normal temperature.
At relatively low temperatures, this water can freeze out the filters
are clogged with which such engines are usually equipped. object
of the invention is a fuel mixture for aircraft turbine engines which has these disadvantages
does not have.
Gegenstand eines älteren Vorschlages ist der Zusatz von verschiedenen
Glykolen, einschließlich von Hexylenglykol, zu Motorenbenzinen, um ein Vereisen
des Vergasers zu verhindern. Die vorliegende Erfindung betrifft im Gegensatz hierzu
Treibmittel zum Betrieb von Flugzeugturbinen, die keinen Vergaser aufweisen. Die
erfindungsgemäßen Flugzeugturbinentreibmittel sind für die Verwendung in Vergasermotoren
unbrauchbar, da sie eine Basis mit geringer Flüchtigkeit enthalten, während Motorenbenzine
eine hohe Flüchtigkeit aufweisen müssen.The subject of an older proposal is the addition of various
Glycols, including hexylene glycol, to gasoline for freezing purposes
to prevent the carburetor. In contrast, the present invention relates to
Propellant for operating aircraft turbines that do not have a carburetor. the
Aircraft turbine propellants of the invention are for use in carburetor engines
useless as they contain a base with low volatility, whereas motor gasoline
must have a high volatility.
Gemäß der Erfindung enthält ein für Flugzeugturbinenmotore geeignetes
Treibstoffgemisch eines Reiddampfdruckes nicht über 1,4 kg und mit einem Anfangssiedepunkt
nicht unter 50°C von 0,1 bis 1 Volumprozent eines aliphatischen zweiwertigen Alkohols
mit 5 bis 8 Kohlenstoffatomen im Molekül.According to the invention includes one suitable for aircraft turbine engines
Fuel mixture with a steam pressure not exceeding 1.4 kg and with an initial boiling point
not below 50 ° C from 0.1 to 1 percent by volume of an aliphatic dihydric alcohol
with 5 to 8 carbon atoms in the molecule.
Als zweiwertige Alkohole sind insbesondere Hexylenglykole geeignet,
vorzugsweise Hexylenglykol mit einer Raumformel
Das erfindungsgemäße Zusatzmittel ist für alle gegenwärtig angewendeten Flugzeugturbinentreibstoffe
geeignet. In Tabelle 1 sind die Eigenschaften von bestimmten Treibstoffen angeführt.
Tabelle 1
Art des Flugzeugturbinen- Breiter Leuchtpetroleum
Flugzeugturbinentreibstoffs leuchtpetroleum Benzinschnitt mit
hohem Flammpunkt
Spezifisches Gewicht 15/15°C........ nicht begrenzt 0,751 bis
0,802 0,780 bis 0,850
Destillationsversuch (Anfangssiede-
punkt nicht unter 50°C)
Übergang bei
143°C, % . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . - 20 minimal
-
188°C, %.... ................. - 50 minimal -
210 ° C, °% . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . - - 10
minimal
243°C, % . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . - 90 minimal
-
gewonnen bei 200°C, '/o .. . . . . . . . . 20 minimal - -
Endsiedepunkt, ° C . . . . . . . . . . . . . . . 300 maximal
- 287,8 maximal
Rückstand, 0/ ................... 2 maximal 1,5 maximal
1,5 maximal
Verlust, "/o . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1,5
maximal 1,5 maximal 1,5 maximal
Gesamtschwefel, Gewichtsprozent .... 0,2 maximal 0,4
maximal 0,4 maximal
Art des Flugzeugturbinen- Breiter Leuchtpetroleum
Flugzeugturbinentreibstoffs Leuchtpetroleum Benzinschnitt mit
hohem Flammpunkt
Merkaptanschwefel, Gewichtsprozent . - 0,005 maximal 0,005
maximal
Reiddampfdruck, kg ............... 0,9 bis 1,4 -
Aromatengehalt, Volumprozent ...... 20 maximal 25 maximal
25 maximal
Bromzahl ......................... - 5 maximal 3 maximal
Gungehalt, mg/100 ccm . . . . . . . . . . . . . 6 maximal 7
maximal 7 maximal
Verharzung beschleunigt, mg/100 ccm - 14 maximal 14 maximal
Flammpunkt, ° C . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38 minimal
- 60 minimal
Gefrierpunkt, °C .. . . . . . . . . . . . . . . . . . -40 maximal
-60 maximal -40 maximal
Viskosität bei -17°C in cSt . . . . . . . . 6 maximal - -
Viskosität bei -35°C in cSt . . . . . . . . - - 16,5 maximal
Heizwert, kcal, kg . . . . . . . . . . . . . . . . . 10,174
minimal 10,230 minimal 10,174 minimal
Rauchflüchtigkeitsindex *) . . . . . . . . . . . - 54 minimal
-
*) Der Rauchflüchtigkeitsindex berechnet sich aus der Gleichung Hauchflüchtigkeitsindex
= Rauchpunkt -f- (0,42 X unter 204,44°C siedende Volumprozent). Bestimmung des Rauchpunktes
nach »Institute of Petroleum«, Test I. P. 69/55. In den Beispielen wird die Wirksamkeit
der aliphatischen zweiwertigen Alkohole gemäß der Erfindung erläutert. Beispiel
1 Es wurde in einer Laborprüfanlage durchgeführt, in der ein Treibstoffansatz durch
eine Treibstoffilterfläche proportional der Umlaufgeschwindigkeit umlaufen gelassen
wurde. Die Wirksamkeit eines besonderen Zusatzmittels kann auf zwei verschiedene
Weisen bestimmt werden.Hexylene glycols are particularly suitable as dihydric alcohols, preferably hexylene glycol with a three-dimensional formula The additive according to the invention is suitable for all currently used aircraft turbine fuels. Table 1 shows the properties of certain fuels. Table 1
Type of aircraft turbine - Wide kerosene
Aircraft turbine fuel neon kerosene high flash point gasoline cut
Specific gravity 15/15 ° C ........ not limited 0.751 to 0.802 0.780 to 0.850
Distillation attempt (initial boiling point
point not below 50 ° C)
Transition at
143 ° C,%. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . - 20 minimal -
188 ° C,% ..... ................ - 50 minimum -
210 ° C, °%. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . - - 10 minimal
243 ° C,%. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . - 90 minimal -
obtained at 200 ° C, '/ o ... . . . . . . . 20 minimal - -
Final boiling point, ° C. . . . . . . . . . . . . . . 300 maximum - 287.8 maximum
Backlog, 0 / ................... 2 maximum 1.5 maximum 1.5 maximum
Loss, "/ o......................... 1.5 maximum 1.5 maximum 1.5 maximum
Total sulfur, percent by weight .... 0.2 maximum 0.4 maximum 0.4 maximum
Type of aircraft turbine - Wide kerosene
Aircraft turbine fuel Luminous kerosene gasoline cut with a high flash point
Mercaptan sulfur, percent by weight. - 0.005 maximum 0.005 maximum
Reid steam pressure, kg ............... 0.9 to 1.4 -
Aromatic content, percentage by volume ...... 20 maximum 25 maximum 25 maximum
Bromine number ......................... - 5 maximum 3 maximum
Gun content, mg / 100 cc. . . . . . . . . . . . . 6 maximum 7 maximum 7 maximum
Accelerated resinification, mg / 100 ccm - 14 maximum, 14 maximum
Flash point, ° C. . . . . . . . . . . . . . . . . . 38 minimal - 60 minimal
Freezing point, ° C ... . . . . . . . . . . . . . . . . -40 maximum -60 maximum -40 maximum
Viscosity at -17 ° C in cSt. . . . . . . . 6 maximum - -
Viscosity at -35 ° C in cSt. . . . . . . . - - 16.5 maximum
Calorific value, kcal, kg. . . . . . . . . . . . . . . . . 10.174 minimum 10.230 minimum 10.174 minimum
Smoke volatility index *). . . . . . . . . . . - 54 minimal -
*) The smoke volatility index is calculated from the equation puff volatility index = smoke point -f- (0.42 X volume percent boiling below 204.44 ° C). Determination of the smoke point according to the "Institute of Petroleum", test IP 69/55. The examples illustrate the effectiveness of the aliphatic dihydric alcohols according to the invention. EXAMPLE 1 It was carried out in a laboratory test facility in which a fuel batch was allowed to circulate through a fuel filter surface in proportion to the speed of rotation. The effectiveness of a particular additive can be determined in two different ways.
Verfahren 1. Der Treibstoff wird mit einer bestimmten Geschwindigkeit
bis auf eine Temperatur gekühlt, bei der eine vollständige Blockierung des Filters
erfolgt. Je wirksamer das Zusatzmittel, desto tiefer ist die Temperatur, bei der
eine solche Blockierung eintritt. Die bei Anwendung dieses Verfahrens unter Verwendung
wechselnder Mengen von Hexylenglykol in einem Flugzeugturbinenleuchtpetroleum erhaltenen
Werte sind in Tabelle 2 angeführt:
Tabelle 2
Anteil Hexylenglykol Filtertemperatur,
in Flugzeugturbinen- bei der das Filter
Leuchtpetroleum vollständig verstopft wird
in Volumprozent
0 - 15°C
0,05 - 23°C
0,1 - 27"C
0,15 - 32°C
0,2 - 420C
Bemerkung: Bei diesen Versuchen enthielt der eigentliche Treibstoff 0,003 Volumprozent
Wasser gelöst.Method 1. The fuel is cooled at a certain rate to a temperature at which the filter is completely blocked. The more effective the additive, the lower the temperature at which such blockage occurs. The values obtained using this method using varying amounts of hexylene glycol in an aircraft turbine kerosene are given in Table 2: Table 2
Proportion of hexylene glycol filter temperature,
in aircraft turbines - where the filter
Luminous kerosene is completely clogged
in percent by volume
0 - 15 ° C
0.05-23 ° C
0.1-27 "C
0.15-32 ° C
0.2-420C
Note: In these tests, the actual fuel contained 0.003 percent by volume dissolved water.
Verfahren 2. Der Treibstoff wird bei einer bestimmten Temperatur,
die natürlich höher sein muß als die Temperatur, bei der eine vollständige Blockierung
des Filters erfolgt, gehalten und bei dieser Temperatur umlaufen gelassen, bis ein
besonderes Nachlassen der Umlaufgeschwindigkeit festgestellt werden kann. Die in
Tabelle 3 angeführten Werte zeigen die Wirkung von Hexylenglykol auf die erreichbare
Umlaufzeit, ehe ein Nachlassen der Umlaufgeschwindigkeit um 20 und 50 °/o eintritt.
Tabelle 3
Anteil des Laufzeit bei konstanter Temperatur
y Filter-
Hex .i- temperatur, Stunden bis I Stunden bis I
glykol- bei der eine zum lach- zum Fach- j konstante
zusatzes vollständige lassen der lassen der Filter-
Volumin- Verstopfung Fließ- Fließ- tempe-
eintritt geschwindig- geschwindig ratur
prozent keit um 20 °/o@ keit um 50 °/0l
0 -15°C 1,25 1,75 -10°C
0,1 -270C 3,5 4,25 -150C
0,25 -42°C 4,75 ` 5,0 `-250C
Bemerkung: Der eigentliche Treibstoff enthielt wieder 0,003 Volumprozent Wasser
gelöst. Die in den nachfolgenden Beispielen beschriebenen Versuche wurden in der
in der Zeichnung schematisch dargestellten Versuchsanlage durchgeführt.Method 2. The fuel is kept at a certain temperature, which of course must be higher than the temperature at which a complete blockage of the filter occurs, and allowed to circulate at this temperature until a particular decrease in the speed of circulation can be detected. The values given in Table 3 show the effect of hexylene glycol on the achievable circulation time before the circulation speed decreases by 20 and 50%. Table 3
Proportion of the running time at constant temperature
y filter
Hex .i temperature, hours to I hours to I
glycol- with the one to the laugh- to the specialist- j constant
additional complete letting of letting the filter
Volumin- clogging flow- flow- tempe-
Entry speed-speed
percentage by 20 ° / o @ by 50 ° / 0 l
0 -15 ° C 1.25 1.75 -10 ° C
0.1 -27 0 C 3.5 4.25 -15 0 C.
0.25 -42 ° C 4.75 '5.0' -25 0 C
Note: The actual fuel again contained 0.003 percent by volume dissolved water. The tests described in the following examples were carried out in the test facility shown schematically in the drawing.
Der Versuchstreibstoff war in einem Lagerbehälter A enthalten, der
in üblicher Weise mit einem geeigneten Deckel verschlossen und von in einem größeren
Behälter C enthaltenen Flugzeugbenzin umgeben war. Der Versuchstreibstoff wurde
durch Zugabe eines Kältemittels zu dem Flugzeugbenzin im Behälter C gekühlt. Der
gekühlte Treibstoff wurde über eine Zusatzflugzeugpumpe B und ein Ventil V1 in die
eigentliche Anlage übergeführt, in der in Reihe ein Strömungsmesser D (wie im Flugzeugtreibstoffsystem),
ein Treibstofferhitzer C, der zu dem System Motor-Treibstoff gehört, jedoch nicht
im Gebrauch war, ein Filter F mit einer wirksamen Filterfläche von 322,5 cm2, eine
Pumpe P, ein Ventil 172 zur Regelung der Treibstofffließgeschwindigkeit durch die
Anlage, ein Rotameter R und ein Behälter T zum Sammeln des Treibstoffes vorlagen.
Drei Drucknießgeräte Gl, G2 und G3 maßen den Reihendruck, der üblicherweise 0,7
kg/cm2 am Filter betrug. Die Treibstoffleitung in und aus dem Filter war mit einem
Differentialquecksilbermanometer M verbunden. Während eines Testversuchs wurde in
Abständen von 2 Minuten die Quecksilberhöhe abgelesen, so daß die Zeit vom Versuchsbeginn
bis zum Einsetzen der Vereisung genau bestimmt werden kann. Wenn der Treibstoff
frei durch das Filter hindurchtritt, beträgt der Druckabfall etwa 50 mm Quecksilber.
Zum Messen der Temperatur des Treibstoffes im Behälter und an verschiedenen Punkten
der Anlage wurden geeignete Thermoelemente und ein Pyrometer verwendet. Die Temperatur
am Filter selbst wurde durch ein kleines, in Flugzeugen übliches Pyrometer gemessen.
Beispiel
2 22501 Flugzeugleuchtpetroleum wurden in einen kleinen Behälter gepumpt und 454
ccm Wasser (0,02 Volumprozent) über die Oberfläche des Treibstoffes unter Verwendung
eines mit komprimierter Luft betriebenen Atomiseurs gesprüht. 11,251 Hexylenglykol
(0,5 Volumprozent) wurden dann in den Behälter eingegossen und durch Umlaufen des
Leuchtpetroleums von unten nach oben in dem Behälter mit einer Geschwindigkeit von
etwa 13,51 je Sekunde mit Hilfe einer Pumpe etwa 1 Stunde gemischt. 6751 des Gemisches
wurden dann in den Lagerbehälter A der Anlage übergeführt.The test fuel was contained in a storage container A, the
closed in the usual way with a suitable lid and from in a larger one
Container C contained aviation fuel was surrounded. The test fuel was made
cooled by adding a refrigerant to the aircraft fuel in container C. Of the
Cooled fuel was fed into the via an auxiliary aircraft pump B and a valve V1
actual system transferred, in which a flow meter D in series (as in the aircraft fuel system),
a fuel heater C belonging to the engine-fuel system, however, does not
was in use, a filter F with an effective filter area of 322.5 cm2, one
Pump P, a valve 172 for controlling the rate of fuel flow through the
Plant, a rotameter R and a container T for collecting the fuel were present.
Three pressure pressure devices Gl, G2 and G3 measured the row pressure, which is usually 0.7
kg / cm2 on the filter. The fuel line in and out of the filter was with one
Differential mercury manometer M connected. During a test, the
Read the mercury level at 2 minute intervals, so that the time from the start of the experiment
can be precisely determined until the onset of icing. When the fuel
passes freely through the filter, the pressure drop is about 50 mm of mercury.
For measuring the temperature of the fuel in the container and at various points
Suitable thermocouples and a pyrometer were used in the system. The temperature
the filter itself was measured using a small pyrometer commonly used in aircraft.
example
2 22501 aircraft kerosene were pumped into a small container and 454
cc of water (0.02 percent by volume) over the surface of the fuel using
sprayed by a compressed air atomizer. 11,251 hexylene glycol
(0.5 percent by volume) was then poured into the container and circulated around the
Luminous petroleum from the bottom up in the container at a speed of
mixed about 13.51 per second using a pump for about 1 hour. 6751 of the mixture
were then transferred to storage tank A of the plant.
Das Gemisch im Behälter A wurde in etwa 45 Minuten auf - 10°C gekühlt
und dann durch die Anlage und den Filter 10 Minuten mit einer Geschwindigkeit von
6751/Stunde (entsprechend den schlechtesten möglichen Bedingungen beim Betrieb,
z. B. Geschwindigkeit des Brennstoffverbrauchs beim Entnehmen) hindurchgeführt.
Danach wurde der Treibstoffzufluß gestoppt. Das Leuchtpetroleum wurde um 5'C gekühlt
und der Versuch weitere 10 Minuten durchgeführt. Dieses Verfahren wurde bei Filtertemperaturen
von 0 bis - 5,-10, -15 und -25°C fortgesetzt. Beim letztenmal wurde der Versuch
15 Minuten durchgeführt und innerhalb dieses Zeitraumes die Treibstofftemperatur
auf dem Filter langsam auf - 30°C gekühlt, während die Endtemperatur des Gemisches
im Behälter A - 37°C erreichte. Es trat keine Filterverstopfung ein. Die erhaltenen
Werte sind in Tabelle 4 zusammengestellt.
Tabelle 4
Versuchs- Druck- Filter-
Zeit dauen abfall, tempera- Bemerkungen
Minuten mm Hg tun, ° C
2.57 0 53,3 +5
p. m. 2 50,6 0
4 50,6 - 1,5
6 50,6 - 2
8 50,6 -4,5
10 50,6 - 3 Treibstoffzufuhr be-
endet und Treib-
stoffbehälter ge-
kühlt.
3.17 0 40,5 - 2 Treibstoffzufuhr
2 43,0 - 7 fortgesetzt
4 43,0 - 9
6 43,0 -10
8 43,0 - 11
3.27 10 43,0 - 11 Zufuhr beendet und
Treibstoffbehälter
gekühlt.
3.33 0 41,7 - 8
2 43,0 - 13
4 41,7 -14
6 41,7 -16
8 43,0 -17
3.43 10 43,0 -19 Zufuhr beendet und
Treibstoffbehälter
gekühlt.
3.47 0 41,7 -16
2 43,0 -22
4 45,5 -24
6 45,5 -25 Fließgeschwindigkeit
8 48,0 -26,5 kontrolliert und
10 46,8 -27 geregelt.
12 48,0 -28
14 , 49,3 -29
4.03 15 50,6 -30 Versuch beendet,
Treibstoff entleert.
Beispiel 3 Weitere 4501 des gemäß Beispie12 hergestellten Gemisches wurden in den
auf eine Anfangstemperatur von etwa - 20°C gekühlten Lagerbehälter A der Anlage
übergeführt und dann durch das Filter mit einer Geschwindigkeit von etwa 6751 je
Stunde hindurchgeleitet. Im Verlauf des Versuchs fiel die Treibstofftemperatur durch
die kühlende Wirkung des Flugzeugbenzins von - 80°C in dem äußeren Behälter C, und
nach 34 Minuten hatte das Filter eine Temperatur von - 30,5°C erreicht. Während
dieses Versuchs erfolgte keine Filterverstopfung, der 25 Minuten nach Unterbrechung
des im Beispiel 1 beschriebenen Versuchs begonnen wurde und ohne daß zu Beginn Eis
entfernt werden mußte, das sich während des ersten Versuchs etwa auf dem Filter
gebildet hatte. Die beim zweiten Versuch erhaltenen Werte sind in Tabelle 5 zusammengefaßt.
Tabelle 5
Versuchs- Druck- Filter-
Zeit dauen abfall peratur Bemerkungen
Minuten mm Hg ° C
4.28 0 40,5 -12
2 41,7 -17
4 41,7 - 17,5 Fließgeschwindigkeit
6 40,5 -19 ermittelt und ein-
8 40,5 -19,5 gestellt.
10 40,5 -20
12 40,5 -21
14 40,5 -21,5
16 40,5 -22
18 40,5 -23
20 41,7 -24
22 43,0 -25
24 43,0 -26
26 44,3 -27
28 45,5 -28
30 46,8 -29
32 48,0 -29,5
5.02 34 49,.3 -30,5
Die Ergebnisse dieser beiden Versuche zeigen überzeugend, daß Hexylenglykol zur
Verhinderung von Vereisungen der Filter wirksam ist. Unter den gleichen Versuchsbedingungen
würde Leuchtpetroleum ohne diesen Zusatz bei etwa - 2'C vereisen oder bei Kühlen
auf - 10°C eine Vereisungszeit der Anlage von etwa 2 Minuten ergeben. Beispiel 4
22501 Flugzeugleuchtpetroleum wurden in einen Lagerbehälter übergeführt und 11,251
Hexylenglykol zugegeben, indem man diese durch eine Öffnung im oberen Teil des Behälters
eingoß. Um das Mischen zu erleichtern, wurde Hexylenglykol zugesetzt, während das
Leuchtpetroleum eingepumpt wurde, und nach Einführung der abgemessenen Leuchtpetroleummenge
in den Behälter wurde durch Umlauf von unten nach oben mit Hilfe einer außen befindlichen
Pumpe gemischt. Dieser Umlauf wurde mindestens 1 Stunde durchgeführt. Schließlich
wurden 4,51 freies Wasser in den Behälter eingegossen. Die erforderliche Treibstoffmenge
wurde abgemessen eingeführt, wobei die Menge an einem Tauchlot abgelesen wurde.
In dieser Weise war es möglich, genau 22501 (IL 2,21) in den Behälter einzuführen,
und die Menge des derart zugesetzten Hexylenglykols ergab daher eine Additivkonzentration
von 0,5 Volumprozent.
Nachdem man 1 Woche über freiem Wasser stehen
gelassen hatte, wurde folgender Versuch durchgeführt: 6751 des Gemisches wurden
in den Lagerbehälter A der Anlage eingeführt und gleichzeitig ein abgemessenes Volumen
Wasser entsprechend 0,01 Volumprozent des Gesamtinhalts des Behälters in den eintretenden
Leuchtpetroleumstrom eingespritzt. Das Wasser wurde durch einen mit komprimierter
Luft betriebenen Atomiseur zu einem sehr feinen Strahl versprüht. Der Treibstoff
wurde dann gekühlt und, nachdem die Temperatur des Leuchtpetroleums in dem Anlagebehälter
- 20°C erreicht hatte, mit dem Hindurchleiten des Treibstoffs durch das Filter begonnen.
Der Versuch wurde 54 Minuten durchgeführt, bis der Behälter im wesentlichen gefüllt
war, und während dieser Zeit konnte kein Anzeichen einer etwa beginnenden Filterverstopfung
festgestellt werden. Gegen Ende des Versuchs betrug die Treibstofftemperatur auf
dem Filter - 36°C. Die bei dem Versuch erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle 6 zusammengefaBt.
Tabelle 6
Versuchs- Temperaturen, ° C Drücke, kg/cma
dauer Treibstoff Filter- Filter- Bemerkungen
Behälter
Filter einlaB auslaB
Minuten
0 -21 -E-1 0,84 0,80 Versuchsbeginn
1 - 11 0,83 0,79
3 -25 -17 0,83 0,77 Probe (B1) stromauf-
-19 0,83 0,78 wärts vom Filter ent-
nommen. Wasser-
gehalt 0,012 Gewichts-
prozent.
8 - 27 -20 0,83 0,776 Probe (B2) entnommen
beim Austrittsrohr
der Anlage. Wasser-
gehalt 0,011 Gewichts-
prozent.
10 - 21 0,83 0,77
12 - 28 -22 0,83 0,77
16 -29,5 -23 0,82 0,77
18 -29,5 - 23 0,98 0,935 Druckänderung durch
den Anstieg der Pum-
penleistung
20 - 23 1,05 1,008
26 -31,5 - 24 1,15 1,125
28 -24,5 1,15 1,118
30 - 33 -25,5 1,17 1,132
32 -34 -26 1,17 1,132
34 -35,5 -27,5 1,17 1,132
36 - 36 -29 1,16 1,110
38 - 30 1,19 1,132
40 - 38 -30,5 1,19 1,132
42 - 39 - 31 1,19 1,132
45 -40 - 32 1,19 1,132
48 -41 - 34 1,19 1,132
50 -34,5 1,18 1,118
52 -43 - 35 1,19 1,118
54 - 36 1,19 1,118 Brennstoffbehälter ge-
füllt. Versuch unter-
brochen. Kein An-
zeichen einer Filter-
verstopfung.
Beispiel 5 Der Lagerbehälter A der Anlage wurde wiederum mit 6751 des Treibstoffgemisches
gefüllt und unter Anwendung der im Beispiel 4 beschriebenen Verfahrenstechnik ein
abgemessenes Volumen Wasser (0,02 Volumprozent von 6751) in den eintretenden Leuchtpetroleumstrom
eingespritzt.The mixture in container A was cooled to -10 ° C in about 45 minutes and then through the system and the filter for 10 minutes at a rate of 6751 / hour (corresponding to the worst possible operating conditions, e.g. rate of fuel consumption during Remove) passed through. The flow of fuel was then stopped. The kerosene was cooled to 5 ° C and the test was carried out for a further 10 minutes. This procedure was continued at filter temperatures of 0 to -5, -10, -15 and -25 ° C. The last time the test was carried out for 15 minutes and during this period the fuel temperature on the filter was slowly cooled to -30 ° C, while the final temperature of the mixture in container A reached -37 ° C. There was no clogging of the filter. The values obtained are summarized in Table 4. Table 4
Test pressure filter
Time lapse, tempera- remarks
Minutes do mm Hg, ° C
2.57 0 53.3 +5
pm 2 50.6 0
4 50.6-1.5
6 50.6 - 2nd
8 50.6 -4.5
10 50.6 - 3 fuel supply
ends and driving
material container
cools.
3.17 0 40.5 - 2 fuel supply
2 43.0 - 7 continued
4 43.0-9
6 43.0 -10
8 43.0 - 11
3.27 10 43.0 - 11 Feed ended and
Fuel tank
chilled.
3.33 0 41.7 - 8
2 43.0 - 13th
4 41.7 -14
6 41.7 -16
8 43.0 -17
3.43 10 43.0 -19 Feed stopped and
Fuel tank
chilled.
3.47 0 41.7 -16
2 43.0 -22
4 45.5 -24
6 45.5 -25 flow rate
8 48.0 -26.5 controlled and
10 46.8 -27 regulated.
12 48.0 -28
14 , 49.3-29
4.03 15 50.6 -30 attempt ended,
Fuel emptied.
Example 3 A further 4501 of the mixture prepared according to Example12 were transferred to the storage container A of the plant, which was cooled to an initial temperature of about -20 ° C., and then passed through the filter at a rate of about 6751 per hour. In the course of the experiment, the fuel temperature fell from -80 ° C in the outer container C due to the cooling effect of the aviation fuel, and after 34 minutes the filter had reached a temperature of -30.5 ° C. During this test there was no clogging of the filter, which was started 25 minutes after the test described in Example 1 was interrupted and without having to remove ice at the beginning which had formed on the filter during the first test. The values obtained in the second experiment are summarized in Table 5. Table 5
Test pressure filter
Time take waste temperature remarks
Minutes mm Hg ° C
4.28 0 40.5 -12
2 41.7 -17
4 41.7-17.5 flow rate
6 40.5 -19 determined and
8 40.5 -19.5 posed.
10 40.5 -20
12 40.5 -21
14 40.5 -21.5
16 40.5 -22
18 40.5 -23
20 41.7 -24
22 43.0 -25
24 43.0 -26
26 44.3 -27
28 45.5 -28
30 46.8 -29
32 48.0 -29.5
5.02 34 49, .3 -30.5
The results of these two tests convincingly show that hexylene glycol is effective in preventing the filters from icing up. Under the same test conditions, kerosene without this addition would freeze at around -2 ° C or, if cooled to -10 ° C, the system would freeze up to around 2 minutes. Example 4 22501 aircraft kerosene was transferred to a storage container and 11.251 hexylene glycol was added by pouring it through an opening in the top of the container. To facilitate mixing, hexylene glycol was added while the kerosene was being pumped in, and after the measured amount of kerosene was introduced into the container, mixing was carried out from bottom to top using an external pump. This cycle was carried out for at least 1 hour. Finally, 4.5 liters of free water was poured into the container. The amount of fuel required was metered in, the amount being read on a dipstick. In this way it was possible to introduce exactly 22501 (IL 2.21) into the container, and the amount of hexylene glycol thus added resulted in an additive concentration of 0.5 percent by volume. After standing over free water for 1 week, the following experiment was carried out: 6751 of the mixture were introduced into storage tank A of the system and at the same time a measured volume of water corresponding to 0.01 percent by volume of the total content of the tank was injected into the incoming luminescent kerosene stream. The water was sprayed into a very fine jet by an atomizer operated with compressed air. The fuel was then cooled and, after the temperature of the luminous petroleum in the plant container had reached -20 ° C, the passage of the fuel through the filter began. The test was carried out for 54 minutes until the container was essentially full, during which time no sign of any incipient filter clogging could be seen. Towards the end of the test, the fuel temperature on the filter was -36 ° C. The results obtained in the experiment are summarized in Table 6. Table 6
Test temperatures, ° C pressures, kg / cma
permanent fuel filter filter remarks
container
Filter inlet outlet
Minutes
0 -21 -E-1 0.84 0.80 start of experiment
1 - 11 0.83 0.79
3 -25 -17 0.83 0.77 sample (B1) upstream
-19 0.83 0.78 downwards from the filter
took. Water-
content 0.012 weight
percent.
8 - 27 -20 0.83 0.776 Sample (B2) taken
at the outlet pipe
the plant. Water-
content 0.011 weight
percent.
10-21 0.83 0.77
12 - 28 -22 0.83 0.77
16 -29.5 -23 0.82 0.77
18 -29.5 - 23 0.98 0.935 pressure change due to
the increase in pumping
pen performance
20-23 1.05 1.008
26 -31.5 - 24 1.15 1.125
28 -24.5 1.15 1.118
30-33 -25.5 1.17 1.132
32 -34 -26 1.17 1.132
34 -35.5 -27.5 1.17 1.132
36-36 -29 1.16 1.110
38-30 1.19 1.132
40-38 -30.5 1.19 1.132
42 - 39 - 31 1.19 1.132
45 -40 - 32 1.19 1.132
48 -41 - 34 1.19 1.132
50 -34.5 1.18 1.118
52 -43 - 35 1.19 1.118
54 - 36 1.19 1.118 fuel container
fills. Attempt under-
broke. No arrival
sign of a filter
constipation.
Example 5 Storage tank A of the plant was again filled with 6751 of the fuel mixture and, using the process technology described in Example 4, a measured volume of water (0.02 percent by volume of 6751) was injected into the incoming luminescent kerosene stream.
Der Versuch wurde bei einer Temperatur des Lager-Behälters von - 18,5°C
begonnen und fortgesetzt, bis die Höhe derart gefallen war, daB in der Zusatzpumpe
ein luftleerer Raum entstand. Der Versuch dauerte 42 Minuten und in dieser Zeit
erreichte die Treibstofftemperatur auf dem Filter - 29°C, es trat jedoch keine Filterverstopfung
ein und das Druckdifferential über dem Filter zeigte auch keine beginnende Vereisung
an. Die Versuchsergebnisse sind in Tabelle 7 zusammengefaBt.
Tabelle 7
Versuchs- Temperaturen, ° C Drücke, kglcm2
zeit
Treibstoff- Filter- Filter- Bemerkungen
behälter Filter einlaß auslaß
Minuten
0 -18,5 - 5 1,278 1,213 Versuchsbeginn.
2 -14 1,278 1,220
4 -15 1,271 1,213 Probe (C1) aufwärts
vom Filter entnom-
men. Wassergebalt
0,027 Volumprozent.
6 - 15 1,264 1,205 Probe (C2) entnommen
an der Ausgangslei-
tung. Wassergehalt
0,027 Volumprozent.
10 -23 - 17 1,257 1,205
14 -24,5 . - 18 1,242 1,198
18 -26 -20 1,242 1,198
22 -28,5 -22 1,242 1,198
26 -29,5 -23 1,242 1,19
28 - 31 - 23 1,242 1,18
30 -32 - 25 1,227 1,169
32 - 33 - 26 1,227 1,169
34 -26 1,227 1,169
36 -26 1,227 1,169
38 -28 1,213 1,14
42 - 39 -29 1,213 1,110 Treibstoffbehälter ge-
füllt. Versuch unter-
brochen. Kein An-
zeichen einer Filter-
' Verstopfung.
I
Die in den Beispielen 4 und 5 erhaltenen Ergebnisse zeigen, daß Leuchtpetroleum
mit einem Gehalt von 0,5 Volumprozent Hexylenglykol bei eine Woche langer Lagerung
über freiem Wasser gegen Vereisung bei Temperaturen bis zu - 35°C in Gegenwart von
0,010/, und bei Temperaturen bis zu mindestens - 25°C in Gegenwart von 0,02
°/o zugesetztem Wasser geschützt ist.The experiment was started at a temperature of the storage container of -18.5 ° C and continued until the height had fallen to such an extent that a vacuum was created in the additional pump. The test lasted 42 minutes and during this time the fuel temperature on the filter reached -29 ° C, but there was no clogging of the filter and the pressure differential across the filter also showed no signs of icing. The test results are summarized in Table 7. Table 7
Test temperatures, ° C pressures, kglcm2
Time
Fuel Filter Filter Remarks
tank filter inlet outlet
Minutes
0 -18.5 - 5 1.278 1.213 start of experiment.
2 -14 1.278 1.220
4 -15 1.271 1.213 sample (C1) upwards
taken from the filter
men. Wassergebalt
0.027 volume percent.
6 - 15 1.264 1.205 sample (C2) taken
at the exit line
tion. Water content
0.027 volume percent.
10 -23 - 17 1.257 1.205
14 -24.5. - 18 1.242 1.198
18 -26 -20 1.242 1.198
22 -28.5 -22 1.242 1.198
26 -29.5 -23 1.242 1.19
28 - 31 - 23 1.242 1.18
30 -32 - 25 1.227 1.169
32-33-26 1.227 1.169
34 -26 1.227 1.169
36 -26 1.227 1.169
38 -28 1.213 1.14
42 - 39 -29 1.213 1.110 Fuel tank
fills. Attempt under-
broke. No arrival
sign of a filter
'Constipation.
I.
The results obtained in Examples 4 and 5 show that luminescent petroleum with a content of 0.5 percent by volume of hexylene glycol when stored for one week over free water against icing at temperatures down to -35 ° C in the presence of 0.010 /, and at temperatures up to is protected to at least - 25 ° C in the presence of 0.02% added water.