DE1024337B - Verfahren und Vorrichtung zur Beschickung von kontinuierlich und unter UEberdruck arbeitenden Zellstoffkochern - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Beschickung von kontinuierlich und unter UEberdruck arbeitenden ZellstoffkochernInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21C—PRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
- D21C7/00—Digesters
- D21C7/06—Feeding devices
Landscapes
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Beschickung von kontinuierlich und
unter Überdruck arbeitenden Zellstoffkochern,, wobei die Aufschlußflüssigkeit mit dem Faserstoff ein,
hydraulisch, leicht förderbares, einen Flüssigkeitsüberschuß
aufweisendes Gemisch bildet, das nach seinem Eintritt in den Kocher durch Abtrennen und Rückführung·
der überschüssigen Flüssigkeit auf das für den Aufschlußvorgang erforderliche Verhältnis von
Faserstoff und Behandlungsflüssigkeit eingestellt wird.
Die bisher in der Praxis angewendeten. Beschickungsverfahren
arbeiten verhältnismäßig umständlich:. Zu ihrer Durchführung sind Vorrichtungen
von beträchtlichem baulichem Aufwand notwendig.
Nachdem sich bekanntlich herausgestellt hat, daß im Hinblick auf den chemischen Aufschlußvorgang
sich Schnecken- oder Kolbenpressen nicht für die Beschickung von Druckkochern eignen, ist man zu einem
Beschickungsverfahren übergegangen, bei welchem der Faserstoff zunächst einem rotierenden Zellenrad
zugeführt wird, das den Faserstoff in seinem Zellenvolumen entsprechenden Mengen in ein mit dem
Druckraum des Kochers in Verbindung stehenden Laugenkreislauf einspeist, welcher das Gehäuse des
Zellenrades als baulichen Bestandteil mit umfaßt. In diesen Laugenkreislauf des Kochers wird auch die für
die1 neu zugeführte Faserstoffmenge erforderliche Menge an Aufschlußflüssigkeit eingeleitet, so daß der
Laugenkreislauf also lediglich die Entleerung der gefüllten Zelle und den Transport des Faserstoffes vom
Zellenrad in den Kochereinlaß besorgt. Zur Durchführung dieses Beschickungsverfahrens benötigt man
aber eine komplizierte Vorrichtung, die sich aus einem Vorratsbehälter für die Faserstoffschnitzel,
einem Vibrator für die gleichmäßige Zufuhr der Schnitzel, einer Meßvorrichtung, dem Zellenrad mit
Antrieb, dem Laugenkreislaufsystem und der Zuführeinrichtung für die Aufschlußflüssigkeit zusammensetzt.
Um in Hinblick auf die erwünschte Steigerung der
Kocherleistung auch die Leistung des Beschickungsverfahrens zu erhöhen, d. h., tun möglichst schnell den
Faserstoff in die jeweils zu füllende Zelle des Zellenrades hineinzubringen, ist es auch schon bekannt, für
den Füllvorgang" ein flüssiges oder gasförmiges, strömendes Transportmedium zu benutzen, welches in
einem vom Laugenkreislauf getrennten Kreislauf mittels einer Pumpe oder eines Gebläses durch die
Zelle hindurchbewegt wird, in dieser den mitgeführten Faserstoff absetzt und wieder zur Pumpe bzw. zum
Gebläse zurückkehrt. Die Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens ist baulich noch aufwendiger
als diejenige des erstgenannten Verfahrens, Verfahren und Vorrichtung zur Beschickung
von kontinuierlich und unter überdruck
arbeitenden Zellstoffkochern
Anmelder:
Hans Meyer,
Willich (RhId.), Moltkestr. 16
denn es treten zu den Bestandteilen der ersteren. noch
diejenigen Einrichtungen hinzu, durch welche der Füllungskreislauf bewirkt wird.
Schließlich ist es bekannt, um die komplizierten Einschleusvorrichtungen zu vermeiden, aus den Faserstoffschnitzeln
und der Aufschlußflüssigkeit ein hydraulisch leicht förderbares Gemisch von hohem
Flüssigkeitsüberschuß zu bilden, dieses in den Kocher einzupumpen., wonach die überschüssige Flüssigkeit
durch Siebe abgetrennt und in einer äußeren Leitung zur Pumpe zurückgeführt wird, was ebenfalls einen
Füllungskreislauf darstellt. Bei diesem Verfahren kommt man, an sich mit dem geringsten baulichen
Aufwand für die Beschickungsvorrichtung aus. Da man aber für die Förderung des. Faserstoff-Flüssigkeits-Gemisches
eine Kreiselpumpe! benutzte, welche, um der Gefahr des Verstopfens zu begegnen, mit entsprechend
weiten Laufradkanälen ausgestattet sein mußte, ergab sich in Verbindung mit dem hohen
Flüssigkeitsüberschuß ein sehr niedriger Wirkungsgrad der hydraulischen Förderung und demzufolge ein
hoher Kraftverbrauch, durch den andererseits eine so hohe Unwirtschaftlichkeit erzielt wurde, daß sich
dieses Verfahren nicht in der Praxis einführen konnte und man lieber bei der Beschickung mit einem kompliziertenEinschleusungsvorgang
durch ein Zellenrad in Verbindung mit einem Füllungs- und einem Leerungskreislauf verblieb.
Die Erfindung beruht nun auf der Erkenntnis, daß gerade das letztgenannte Beschickungsverfahren die
günstigste Ausgangsbasis für eine erfolgreiche Weiterentwicklung und Verbesserung bildet, welche
709 873/232
Claims (3)
1. Verfahren zur Beschickung von kontinuierlich und unter Überdruck arbeitenden Zellstoffkochern,
wobei die Aufschlußflüssigkeit mit dem Faserstoff ein hydraulisch leicht förderbares, einen. Flüssigkeitsüberschuß
aufweisendes Gemisch bildet, daß nach seinem Eintritt in den Kocher durch Abtrennen
und Rückführung der überschüssigen Flüssigkeit auf das für den Aufschlußvorgang erforderliche
Verhältnis von Faserstoff und Behandlungsflüssigkeit eingestellt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß der Beschickungsstrom zwischen dem Mischer (2) für Faserstoff und Aufschlußflüssigkeit
und dem Kocher (1) dann selbsttätig unterbrochen wird, wenn der gewünschte Füllungsspiegel des Kochers erreicht ist, worauf der Strom
außerhalb des Kochers in einen ständigen Kreis-1
lauf übergeführt wird, der nach Absinken des Füllungsspiegels im Kocher selbsttätig wieder
unterbrochen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Unterbrechung des Beschickungsstromes in Abhängigkeiit von dem durch den Füllvorgang sich ergebenden Druckanstieg im
Kocher erfolgt.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen, 1 und 2, gekennzeichnet
durch die. Anordnung einer an sich be-
kannten Kolbenpumpe (3) mit konstanter Fördermenge in der Beschickungsleitung (4) zwischen
dter Mischvorrichtung1 (2) und dem Kocher (1),
deren Saugseite (14) mit der Druckseite (15) durch eine Ringleitung (16) miteinander verbunden
sind, in welcher ein auf den normalen Kocherdruck eingestelltes Überdruckventil (8) angeordnet
ist, das in Abhängigkeit vom Druck in der Beschickungsleitung (4) regelbar ist.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 868 695, 897 798,
948;
britische Patentschrift Nr. 643 201.
britische Patentschrift Nr. 643 201.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEM25962A DE1024337B (de) | 1955-01-31 | 1955-01-31 | Verfahren und Vorrichtung zur Beschickung von kontinuierlich und unter UEberdruck arbeitenden Zellstoffkochern |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEM25962A DE1024337B (de) | 1955-01-31 | 1955-01-31 | Verfahren und Vorrichtung zur Beschickung von kontinuierlich und unter UEberdruck arbeitenden Zellstoffkochern |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1024337B true DE1024337B (de) | 1958-02-13 |
Family
ID=7299691
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEM25962A Pending DE1024337B (de) | 1955-01-31 | 1955-01-31 | Verfahren und Vorrichtung zur Beschickung von kontinuierlich und unter UEberdruck arbeitenden Zellstoffkochern |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE1024337B (de) |
Citations (4)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
GB643201A (en) * | 1945-12-28 | 1950-09-15 | Kamyr Ab | Apparatus for charging fibrous material into a digester |
DE868695C (de) * | 1943-10-10 | 1953-02-26 | Kamyr Ab | Vorrichtung zum Beschicken von Zellstoffkochern unter Druck |
DE897798C (de) * | 1948-04-21 | 1953-11-23 | Kamyr Ab | Verfahren und Vorrichtung zum Ein- und Ausschleusen von Faserstoffen bei Druckunterschied, insbesondere fuer Stetigkocher |
DE897948C (de) * | 1951-12-21 | 1953-11-26 | Kamyr Ab | Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Aufschliessen von Faserstoffen |
-
1955
- 1955-01-31 DE DEM25962A patent/DE1024337B/de active Pending
Patent Citations (4)
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DE897798C (de) * | 1948-04-21 | 1953-11-23 | Kamyr Ab | Verfahren und Vorrichtung zum Ein- und Ausschleusen von Faserstoffen bei Druckunterschied, insbesondere fuer Stetigkocher |
DE897948C (de) * | 1951-12-21 | 1953-11-26 | Kamyr Ab | Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Aufschliessen von Faserstoffen |
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