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DE1021535B - Schutzkleidung oder Schutzfolie gegen Roentgen-, Radium- oder aehnliche Strahlen - Google Patents

Schutzkleidung oder Schutzfolie gegen Roentgen-, Radium- oder aehnliche Strahlen

Info

Publication number
DE1021535B
DE1021535B DEST10924A DEST010924A DE1021535B DE 1021535 B DE1021535 B DE 1021535B DE ST10924 A DEST10924 A DE ST10924A DE ST010924 A DEST010924 A DE ST010924A DE 1021535 B DE1021535 B DE 1021535B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
carrier layer
protective
protective clothing
radium
heavy metal
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEST10924A
Other languages
English (en)
Inventor
Rer Nat Habil Ernst Streck Dr
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEST10924A priority Critical patent/DE1021535B/de
Publication of DE1021535B publication Critical patent/DE1021535B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G21NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
    • G21FPROTECTION AGAINST X-RADIATION, GAMMA RADIATION, CORPUSCULAR RADIATION OR PARTICLE BOMBARDMENT; TREATING RADIOACTIVELY CONTAMINATED MATERIAL; DECONTAMINATION ARRANGEMENTS THEREFOR
    • G21F1/00Shielding characterised by the composition of the materials
    • G21F1/12Laminated shielding materials
    • G21F1/125Laminated shielding materials comprising metals

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • High Energy & Nuclear Physics (AREA)
  • Materials For Medical Uses (AREA)

Description

  • Schutzkleidung oder Schutzfolie gegen Röntgen-, Radium- oder ähnliche Strahlen Es ist bekannt, Schutzstoffe gegen Röntgen-, Radium- und ähnliche Strahlen aus vulkanisiertem Kautschuk, dem Schwermetall in der Masse beigemischt ist, herzustellen. Infolge des hohen spezifischen Gewichtes des vulkanisierten Kautschuks wird das Gesamtgewicht einer so hergestellten Schutzkleidung deshalb besonders hoch, weil vulkanisierter Kautschuk, ohne brüchig zu werden, nur verhältnismäßig geringe Schwermetallzusätze verträgt. Man hat daher schon an Stelle des vulkanisierten Kautschuks einen Kunstharzwerkstoff.. wie Polyvinylchlorid od. dgl., mit Schwermetallzusätzen versehen und dabei außer dem geringen spezifischen Gewicht des Kunststoffes gegenüber vulkanisiertem Kautschuk auch die Eigenschaft des Kunststoffes ausgenutzt, daß er, bezogen auf seine Masse, höhere Schwermetallzusätze ohne Brüchigwerden erträgt als vulkanisierter Kautschuk. Es gelang so, unter Einhaltung geringerer Gewichte, Schutzstoffe von höherer Bleischichtstärke zu bilden. Es hat sich aber gezeigt, daß die so hergestellten Kunstschutzstoffe sich nach einiger Zeit verfärbten. Dies kann rein äußerlich in einer medizinischen Behandlung schon einen wesentlichen Nachteil darstellen, da z. B. eine so hergestellteRöntgenschürze nicht nur unansehnlich, sondern vor allem unhygienisch wirkt. Offenbar ergab sich diese Verfärbung durch eine atomare Abspaltung, z. B. aus dem Bleizusatz, der auch durch den Zusatz von Weichmachern zu der Kunststoffmasse nicht begegnet werden konnte. Im Gegenteil konnte sich der Zusatz von Weichmachern in dieser Hinsicht sogar nachteilig auswirken, so erwünscht die Beimischung des Weichinachers mit Rücksicht auf die Geschmeidigkeit einer Schutzkleidung auch sein mochte. Abgesehen von dein äußeren Eindruck aber stellte die Verfärbung noch eine weitere wesentliche Beeinträchtigung dar. Da es sich bei der Verfärbung um eine Abspaltung, z. B. von Blei, handelt, bedeutet dies, daß der Körper des Trägers einer solchen Schutzkleidung einer unmittelbaren Bleieinwirkung ausgesetzt wurde. Es waren daher ungünstige physiologische Wirkungen bei den bisher bekannten, aus Kunststoffen mitBleizusatz hergestellten Schutzstoffen unvermeidbar. Auch die bekannte Anordnung einer Gewebeschicht auf der bleihaltigen Trägerschicht konnte diesem Nachteil nicht abhelfen, denn es ergab sich, daß auch das Gewebe, das in solchen Fällen mit der Trägerschicht durch Kunstharzbinder vereinigt war und das porös ist. ebenfalls eine Verfärbung durch das abgespältene Blei erlitt.
  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Schutzkleidung oder Schutzfolie gegen Röntgen-, Radium oder ähnliche Strahlen, die aus einer aus einem Kunstharzwerkstoff, wie Polyvinylchlorid, Mischpolymerisaten od. dgl., unter Zusatz eines Schwermetalls oder einer Schwermetallverbindung und eines Weichmachers hergestellten Trägerschicht besteht.
  • Nach der Erfindung werden sämtliche erwähnten Nachteile dadurch beseitigt, daß die das Schwermetall enthaltende Trägerschicht mindestens auf einer Seite einen Überzug aus einem gleichen Kunstharzwerkstoff, aus dem sie selbst hergestellt ist, jedoch ohne Schwermetallzusatz, aufweist, wobei der Überzug mit der Trägerschicht vorzugsweise homogen verbunden wird. Um allen Möglichkeiten vorzubeugen, die zu einer Inhomogenität der Bleischichtstärke führen könnten, können auch mehrere Trägerschichten zu einer einheitlichen Folie verbunden werden, wobei diese dann mindestens auf einer Seite den Überzug aus einem Kunstharzwerkstoff ohne Schwermetallzusatz erhalten kann. Bei großen Flächen kann es vorteilhaft sein. eine tragende Gewebeschicht anzuordnen. Erfindungsgemäß kann diese Gewebeschicht dann zwischen der Trägerschicht und dem Kunstharzüberzug oder auch zwischen zwei Einzelfolien der Trägerschicht angeordnet sein.
  • In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einer beispielsweisen Ausführungsform in einem perspektivischen Schnitt veranschaulicht.
  • Eine Trägerschicht 1 ist in an sich bekannter Weise aus einem Kunstharzwerkstoff, wie Polyvinylchlorid, Mischpolymerisaten od. dgl., unter Zusatz eines Schwermetalls oder einer Schwermetallverbindung, vorzugsweise in Pulverform, und eines Weichmachers hergestellt. Hierbei kann eine einheitliche Trägerschichtauch auszwei oder mehreren einzeln hergestellten derartigen Schutzfolien, die miteinander homogen verbunden werden, gebildet sein. Dies ergibt den Vorteil, daß etwaige sich durch die Mischung ergebenden Ungleichheiten in der Bleischichtstärke ausgeglichen werden. Auf einer solchen, entweder in einem Stück oder auch, wie erwähnt, aus mehreren Folien bestehenden Trägerschicht wird ein- oder beidseitig ein Überzug 2 angeordnet, der erfindungsgemäß aus dem gleichen Kunstharzwerkstoff wie die Trägerschicht 1, also aus Polyvinylchlorid od. dgl., jedoch ohne Zusatz von Schwermetallen, besteht. Dieser Überzug kann in seiner Masse beliebig gefärbt sein, also auch undurchsichtig weiß, wenn es darauf ankommt, den hygienischen Bedürfnissen bei einer medizinischen Behandlung Rechnung zu tragen. Dieser Überzug 2 kann dabei selbst nur eine geringe Schichtstärke besitzen. Trotzdem kann eine Verfärbung nicht eintreten, weil infolge der Bleifreiheit der Überzugmasse auch keine atomare Abspaltung eines solchen Zusatzes eintreten kann.
  • Handelt es sich darum, größere Flächen eines derartigen Schutzstoffes frei hängend zu verwenden, kann es wünschenswert sein, mit dem Schutzstoff eine tragende Schicht, wie z. B. eine Gewebegrundlage od. dgl.. zu vereinigen. Da es sich gezeigt hat, daß aber auch eineGewebeschicht durch Bleiausscheidungen verfärbt wird, und da ferner eine Gewebeschicht als poröser Werkstoff besonders schmutzanfällig ist, wird diese Gewebeschicht 3 erfindungsgemäß entweder zwischen der bleihaltigen Trägerschicht 1 und dem Überzug angeordnet oder zwischen zwei gemeinsam die Trägerschicht 1 bildenden Einzelfolien.
  • Rein äußerlich stellt dann die gesamte Schutzfolie ein völlig glattes, chemisch indifferentes Werkstoffstück dar, bei welchem jedoch die Nachteile der bisher bekannten Strahlenschutzstoffe, die oben im einzelnen erwähnt wurden, mit Sicherheit vermieden sind.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Schutzkleidung oder Schutzfolie gegen Röntgen-, Radium- oder ähnliche Strahlen, die aus einer aus einem Kunstharzwerkstofl=, wie Pohvinylchlorid, Nlischpolymerisateii od. dgl., unter Zusatz eines Schwermetalls oder einer Schwermetallverbindung und eines Weichmachers hergestellten Trägerschicht besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die das Schwermetall enthaltende Trägerschicht (1) mindestens auf einer Seite einen Überzug (2) aus einem gleichen Kunstharzwerkstoff wie die Trägerschicht (1), jedoch ohne Schwermetallzusatz, aufweist, der mit der Trägerschicht vorzugsweise homogen verbunden ist.
  2. 2. Schutzkleidung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, da.ß mehrere Trägerschichten (1) zu einer einheitlichen Folie verbunden sind.
  3. 3. Schutzkleidung nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Trägerschicht (1) und dem Überzug (2) oder zwischen zwei Einzelfolien der Trägerschicht (1) eine Gewebeschicht angeordnet ist. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 494 664.
DEST10924A 1956-03-01 1956-03-01 Schutzkleidung oder Schutzfolie gegen Roentgen-, Radium- oder aehnliche Strahlen Pending DE1021535B (de)

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DEST10924A DE1021535B (de) 1956-03-01 1956-03-01 Schutzkleidung oder Schutzfolie gegen Roentgen-, Radium- oder aehnliche Strahlen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1021535B true DE1021535B (de) 1957-12-27

Family

ID=7455235

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DEST10924A Pending DE1021535B (de) 1956-03-01 1956-03-01 Schutzkleidung oder Schutzfolie gegen Roentgen-, Radium- oder aehnliche Strahlen

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DE (1) DE1021535B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4119989A1 (de) * 1991-06-18 1992-12-24 Naue Fasertechnik Strahlenschutzmatte zur abschirmung von radioaktiver strahlung

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2494664A (en) * 1949-01-13 1950-01-17 Wolf X Ray Products Inc X-ray protective apron

Patent Citations (1)

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