DE1020707B - In ein unter Gasdruck stehendes elektrisches Kabel, insbesondere Fernmeldekabel, an einer Verbindungsstelle eingespleisstes Dichtungsschott - Google Patents
In ein unter Gasdruck stehendes elektrisches Kabel, insbesondere Fernmeldekabel, an einer Verbindungsstelle eingespleisstes DichtungsschottInfo
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- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
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Description
Kabelanlagen, die zwecks Überwachung der Dichtigkeit des Kabelmantels und der angeschlossenen
Garnituren mit Druckgas gefüllt sind, müssen in mehrere durch Dichtungsstopfen oder -muffen getrennte
Abschnitte unterteilt werden, die je für sich mit Druckgas gefüllt oder überwacht werden können.
Als solche durch Dichtungsstellen begrenzte Abschnitte kommen in erster Linie die vom Hauptkabel
abgezweigten Kabelstrecken in Frage. Ferner kann bei langen Hauptkabeln auch dieses in getrennte, für
sich überwachte Abschnitte unterteilt werden.
Man unterscheidet zwischen Dichtungsstellen in Form von Dichtungsstopfen, die im Zuge des Kabels
ohne Trennung der Adern angebracht werden, und den an Verbindungsstellen, d. h. an solchen Stellen
angeordneten Dichtungsstellen, an denen Kabellängen miteinander verbunden oder an Endverschlüsse oder
andere Garnituren angeschlossen werden. Die Erfindung bezieht sich auf die letztere Art von Dichtungsstellen.
Es sind bereits zahlreiche Ausführungsformen von Dichtungs- bzw. Sperrmuffen bekanntgeworden, die
aber vielfach entweder konstruktiv zu kompliziert bzw. unwirtschaftlich sind oder keine ausreichende
Sicherheit für völlige Gasdruckdichtigkeit bieten. Auch das Ausgießen der Zwischenräume zwischen
den Adern innerhalb der Muffe mit einem härtbaren Gießharz führt noch nicht zu einem befriedigenden
Ergebnis, da die wenn auch nur geringe Schrumpfung des Gießharzes während der Aushärtung Ideine
Lücken zwischen dem Gießharzkörper und der Muffenwaudung zur Folge haben kann. Diese Gefahr
ist um so größer, je größer die Abmessungen der Gießharzdichtung sind. Es ist Aufgabe der Erfindung,
eine Dichtungsstelle für unter Gasdruck stehende elektrische Kabel zu schaffen, die einfach und billig
in der Ausführung und garantiert gasdruckdicht sind.
Die Erfindung sieht die Anordnung eines möglichst schmalwandigen Dichtungsschottes innerhalb
einer Verbindungsmuffe vor. Gemäß der Erfindung besteht ein solches Dichtungsschott aus einer Querwand
aus einem härtbaren Gießharz, in die dieSchaltadern zum beiderseitigen Anschluß der Kabeladern
gasdruckdicht eingegossen sind, wobei diese Gießharzwand mittels zusätzlicher Dichtungsmittel gasdruckdicht
in die Muffe eingesetzt wird.
Vorteilhaft wird die Gießharzquerwand durch Aufgießen des Gießharzes auf eine aus einem wärmebeständigen
Isolierstoff oder aus Metall bestehende Querwand erzeugt, durch die die Schaltadern in
Führungslöchern hindurchgeführt sind. Noch besser ist es, zu beiden Seiten der Gießharzwand eine zusätzliche
Querwand mit Durchführungslöchern für die Schaltadern anzuordnen. In diesem Fall wird
In ein unter Gasdruck stehendes
elektrisches Kabel,
insbesondere Fernmeldekabel,
insbesondere Fernmeldekabel,
an einer Verbindungsstelle
eingespleißtes Dichtungsschott
eingespleißtes Dichtungsschott
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Witteisbacherplatz 2
München 2, Witteisbacherplatz 2
Dipl.-Ing. Georg Werner, Berlin-Charlottenburg,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
die Gießharzwand durch Ausgießen des Zwischenraumes zwischen den beiden Ouerwänden erzeugt.
Um auch an den Schaltaderdurchführungen eine Längsdichtigkeit zu gewährleisten, kann die Isolierung der Schaltadern innerhalb der Gießharzwand auf ein kurzes Stück entfernt werden. Dies kann aber unterbleiben, wenn die Schaltadern selbst längsdicht ausgebildet sind. Zu diesem Zweck bestehen die Schaltadern vorteilhaft aus einem glatten Leiter mit einer im Strangspritzverfahren aufgebrachten geschlossenen Kunststoffschicht, vorzugsweise aus einem Isolierstoff auf Polyvinylchloridbasis. Gegebenenfalls kann auf den Leiter vor dem Aufspritzen der Kunststoffschicht eine aufgebrannte Lackschicht, vorzugsweise Polyurethanlackschicht, aufgebracht werden.
Um auch an den Schaltaderdurchführungen eine Längsdichtigkeit zu gewährleisten, kann die Isolierung der Schaltadern innerhalb der Gießharzwand auf ein kurzes Stück entfernt werden. Dies kann aber unterbleiben, wenn die Schaltadern selbst längsdicht ausgebildet sind. Zu diesem Zweck bestehen die Schaltadern vorteilhaft aus einem glatten Leiter mit einer im Strangspritzverfahren aufgebrachten geschlossenen Kunststoffschicht, vorzugsweise aus einem Isolierstoff auf Polyvinylchloridbasis. Gegebenenfalls kann auf den Leiter vor dem Aufspritzen der Kunststoffschicht eine aufgebrannte Lackschicht, vorzugsweise Polyurethanlackschicht, aufgebracht werden.
Zum druckdichten Einsetzen der Gießharzwand in die Muffe sind verschiedene Ausführungen möglich,
von denen vier in den Figuren der Zeichnung beispielsweise dargestellt und im folgenden beschrieben
sind.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß der Fig. 1 besteht das Dichtungsschott der Erfindung aus der
Gießharzwand 10 und den beiden Ouerwänden 11 und 11', die mit Bohrungen zum Hindurchführen der
Schaltadern 12 versehen sind. Die Querwände 11 und 11' bestehen vorteilhaft aus einem wärmebeständigen,
formfesten Isolierstoff, z. B. aus einem mit Kunstharz getränkten gepreßten Faserstoff. Im Bereich zwischen
den beiden Ouerwänden 11 und 11' ist die Isolierung der Schaltadern auf ein kurzes Stück entfernt, so daß
sich die blanken Leiterstellen 12' ergeben. Beim Ausgießen des Zwischenraumes zwischen den Quer-
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wänden mit einem härtbaren Gießharz werden die blanken Leiterstellen dicht umgössen, wodurch die
Längsdichtigkeit der Querwand erreicht wird. Beim Gießen der Gießharzwand werden gleichzeitig die Befestigungsschrauben
13 mit eingegossen. Das so ausgebildete Dichtungsschott wird innerhalb des den mittleren
Teil der Muffe bildenden Rohrstückes 14 mit dem Befestigungsring 15 unter Zwischenfügung eines
Dichtungsringes 16 mittels der Schrauben 13 verschraubt. Der Dichtungsring hat ein U-förmiges
Profil, in das ein weicher Dichtungsring 16 eingelegt ist. Der Befestigungsring 15 ist in das Rohrstück 14
beispielsweise durch Lötung dicht eingesetzt. Die Schaltadern 12 werden mit den Kabeladern 17 an der
Stelle 18 innerhalb der Verbindungsmuffe miteinander verbunden, und es werden diese Verbindungsstellen
einzeln durch die Isolierstoffschutzhülse 19 geschützt. Hierauf werden die vorher auf die Kabelenden aufgeschobenen
Endteile 20 der Muffe mit dem Rohrstück 14 und ferner auch mit dem Kabelmantel durch
Lötwülste verbunden. Die beiden Muffenräume 21 zu beiden Seiten des Dichtungsschotts bleiben frei.
Die Fig. 2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein Dichtungsschott aus einer Gießharzquerwand
10 und zwei zusätzlichen Querwänden 11 und 11'. Abweichend von der Fig. 1 sind am Außeiirand der
Gießharzwand an Stelle der eingegossenen Befestigungsschrauben 13 Durchführungslöcher für Befestigungsschrauben
22 vorgesehen, um das Dichtungsschott zwischen den Flanschen 23 der beiden Teile 24
einer quer geteilten Kabelmuffe unter Zwischenfügung der Dichtungsringe 25 einzuschrauben.
In der Fig. 3 ist ein Ausführungsbeispiel eines Dichtungsschotts dargestellt, bei dem die Gießharzquerwand
26 durch Aufgießen des Gießharzes auf die Querwand 27 erzeugt ist, durch die die Schaltadern
12 in Führungslöchern hindurchgeführt sind. Die Schaltadern werden, wie angegeben, als längs dichte
Adern ausgeführt. Um das Dichtungsschott gasdruckdicht in die Muffe einzusetzen, ist in die Gießharzwand
26 ein dünnwandiger Kragen 28 aus Metall mit eingegossen, der an der Trennfuge zwischen den
beiden Teilen 29 und 30 der quer geteilten Kabelmuffe mittels der Lötwulst 31 verlötet ist.
Bei der Ausführung nach der Fig. 4 ist das Dichtungsschott in ähnlicher Weise wie nach der Fig. 3
ausgeführt. In diesem Fall wird die Gießharzwand 26 an der Trennfuge zwischen den beiden Teilen 32 der
quer geteilten Muffe angeordnet und an dieser Stelle durch eine Gießharzwulst 33 festgelegt, die auch die
beiden Muffenteile 32 dicht miteinander verbindet. Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele
beschränkt. Beispielsweise können auch bei den Ausführungsbeispielen nach den Fig. 1
und 2 längs dichte Adern verwendet werden. Umgekehrt ist es bei den Ausführungsbeispielen nach den
Fig. 3 und 4 auch möglich, die Aderisolierung innerhalb der Gießharzwand auf ein kurzes Stück zu entfernen,
um die Sicherheit für die Dichtigkeit der Schaltaderdurchführungen noch zu vergrößern. Als
Gießharze werden vorteilhaft Epoxydharze oder Polyesterharzmassen verwendet. Die Querwände
llj 11' und 27 können nach Bildung der Gießharzquerwand
eventuell wieder entfernt werden.
Claims (11)
1. In ein unter Gasdruck stehendes elektrisches Kabel, insbesondere Fernmeldekabel, an einer
Verbindungsstelle eingespleißtes Dichtungsschott, dadurch gekennzeichnet, daß als Dichtungsschott
eine Querwand aus einem härtbaren Gießharz dient, in die die Schaltadern zum beiderseitigen
Anschluß der Kabeladern gasdruckdicht eingegossen sind, und daß die Querwand mittels zusätzlicher
Dichtungsmittel gasdruckdicht in die .Muffe eingesetzt ist.
2. Dichtungsschott nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gießharzquerwand durch
Aufgießen des Gießharzes auf eine zusätzliche, ans einem wärmebeständigen Isolierstoff oder aus
Metall bestehende Querwand erzeugt ist, durch die die Schaltadern in Führungslöchern hindurchgeführt
sind.
3. Dichtungsschott nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gießharzwand durch
Ausgießen des Zwischenraumes zwischen zwei zusätzlichen, aus einem wärmebeständigen Isolierstoff
oder au:. Metall bestehenden Querwänden erzeugt ist, durch die die Schaltadern in Führungslöchern
hindurchgeführt sind.
4. Dichtungsschott nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Isolierung der Schaltadern im Bereich der Gießharzwand auf ein kurzes
Stück entfernt ist.
5. Dichtungsschott nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltadern in Längsrichtung
gasdruckdicht sind.
6. Dichtungsschott nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltadern aus einem
glatten Leiter, der gegebenenfalls mit einer auf-.'ic'brannteu
Lackschicht versehen ist, mit einer im Strangspritzverfahren aufgebrachten geschlossenen
Kunststoffschicht, vorzugsweise aus einem Kunststoff auf Polyvinylchloridbasis, bestehen.
7. Dichtungsschott nach Anspruch 1, diadturch gekennzeichnet, daß die Gießharzquerwand in
einem in eine quer geteilte Metallmuffe eingesetzten Rohrstück (14) dicht befestigt ist
(Fig. 1).
8. Dichtungsschott nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Gießharzquenvand mit
einem in das Rohrstiick (14) dicht eingesetzten Befestigungsring (15) unter Zwischenfügung
eines Dichtungsringes (16) mittels in die Gießharzwand eingegossener Schrauben (13) verschraubt
ist (Fig. 1).
9. Dichtungsschott nach Anspruch 1, dadurch, gekennzeichnet,
daß die Gießharzquerwand zwischen den Flanschen (23) der Teile (24) einer quer geteilten
Kabelmuffe unter Einlegung von Dichtungsringen (25) mittels Befestigungsschrauben (22)
eingeschraubt ist (Fig. 2).
10. Dichtungsschott nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in die Gießharzquerwand ein
dünnwandiger Kragen (28) aus Metall mit eingegossen ist, der an der Trennfuge zwischen den
beiden Teilen (29, 30) einer quer geteilten Kabelmuffe mittels einer Lötwulst (31) \*erlötet ist
(Fig. 3).
11. Dichtungsschott nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gießharzquerwand an der
Trennfuge zwischen den beiden Teilen (32) einer quer geteilten Kabelmuffe angeordnet und an
dieser Stelle durch eine zusätzliche Gießharzwulst (33) festgelegt ist, die auch die beiden Muffenteile
miteinander verbindet (Fig. 4).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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DES50403A DE1020707B (de) | 1956-09-18 | 1956-09-18 | In ein unter Gasdruck stehendes elektrisches Kabel, insbesondere Fernmeldekabel, an einer Verbindungsstelle eingespleisstes Dichtungsschott |
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DE1020707B true DE1020707B (de) | 1957-12-12 |
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ID=7487725
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DES50403A Pending DE1020707B (de) | 1956-09-18 | 1956-09-18 | In ein unter Gasdruck stehendes elektrisches Kabel, insbesondere Fernmeldekabel, an einer Verbindungsstelle eingespleisstes Dichtungsschott |
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---|---|
DE (1) | DE1020707B (de) |
Cited By (3)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1285036B (de) * | 1964-03-16 | 1968-12-12 | Siemens Ag | Verfahren zur Herstellung eines Sperrstopfens zur Laengsabdichtung der Adern eines mit einem unter Druck stehenden Medium gefuellten Kabels |
DE2718738A1 (de) * | 1977-04-27 | 1978-11-02 | Siemens Ag | Druckdichte kabelnuffe |
EP0499533A2 (de) * | 1991-02-15 | 1992-08-19 | Augat Inc. | Verbinder und Methode zur wasserdichten Durchführung von isolierten elektrischen Leitern |
-
1956
- 1956-09-18 DE DES50403A patent/DE1020707B/de active Pending
Cited By (4)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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EP0499533A3 (en) * | 1991-02-15 | 1993-09-15 | Augat Inc. | Connector and method for sealed pass-through of insulated electrical conductors |
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