DE102019216903A1 - Vorrichtung zur Befüllung von Behältnissen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Befüllung von Behältnissen gemäß Oberbegriff Schutzanspruch 1 sowie ein Verfahren zur Befüllung von Behältnissen gemäß Schutzanspruch 12.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Befüllung von Behältnissen gemäß Oberbegriff Schutzanspruch 1 sowie ein Verfahren zur Befüllung von Behältnissen gemäß Schutzanspruch 12.
- Müllvermeidung, Recycling, Wiederverwendung sind die großen Themen der heutigen Zeit und werden unter dem Begriff Sustainability, zu Deutsch Nachhaltigkeit, subsummiert.
- Je nachdem in welchem technischen Bereich man sich befindet, sind die Anforderungen an die Nachhaltigkeit unterschiedlich. Es gibt zum Beispiel Anforderungen an Produkte, die bestimmte nicht nachhaltige Produktionsverfahren oder Materialien erfordern. Im Bereich der Produkte, die mit dem Menschen in Kontakt kommen, insbesondere vom Menschen einverleibt oder aufgetragen werden, z.B. Nahrungsmittel und Kosmetika, stehen insbesondere Giftstoffe im Vordergrund, die nicht in/auf den Körper gelangen dürfen. Insbesondere die natürlichen Gifte, die durch Mikroorganismen beim Verderb der Ware produziert werden, stellen eine große Herausforderung dar. So ist es nötig, verarbeitete Lebensmittel vor dem Inverkehrbringen zu entkeimen, um den Verbraucher nicht zu schädigen. Dabei stehen insbesondere die chemische Entkeimung durch Konservierungsmittel oder die thermische Entkeimung durch Erhitzung im Vordergrund. Die natürliche Belastung mit Mikroorganismen läuft den Bemühungen auf Nachhaltigkeit daher teilweise entgegen, denn es ist im Sinne des Verbraucherschutzes nicht immer möglich Behältnisse und Verpackungen ohne ausgiebige Reinigung mehrfach zu verwenden.
- Bei stark ökologisch orientierten Bevölkerungsteilen, insbesondere die Zero-Waste-Bewegung, haben sich sogenannte verpackungsfreie Supermärkte, sogenannte Unverpackt-Läden, etabliert. Hier ist der Konsument selbst für die Bereitstellung eines geeigneten Packmittels verantwortlich.
- In diesen Läden werden aber hauptsächlich Produkte zur Selbstabfüllung angeboten, die nicht verkeimungsanfällig sind, zum Beispiel Nudeln, Früchte, Hülsenfrüchte, Reis oder Waschmittel und Reinigungsmittel. In der Regel handelt es sich dabei um „wasserfreie‟ Produkte in denen Mikroorganismen keinen geeigneten Lebensraum sehen.
- Bei Produkten, die verkeimungsanfällig sind, wie zum Beispiel Milch und Milchprodukte, liegt die Reinigung des Behältnisses in der Regel in der Hand des Konsumenten, wie zum Beispiel bei der Milchtankstelle, die in kosumenteneigene Milchflaschen abfüllt.
- Mittlerweile sind auch Kreislaufsysteme wie zum Beispiel Loop von der Firma Terracycle am Markt, die für mehrfache Abfüllung in ein Behältnis sorgen. Dies hat jedoch in Hinblick auf die Nachhaltigkeit den Nachteil, dass die leeren Behältnisse zu einem zentralen Aufbereitungs- und Befüllungsort transportiert werden müssen. Der Transport von leeren Behältnissen, insbesondere wenn sie von geringen Wert bzw. Materialeinsatz gekennzeichnet sind, läuft dem Nachhaltigkeitsgedanken entgegen. In einem solchen Prozess eingesetzte Packmittel müssen zudem höheren Anforderungen entsprechen, um eine maschinelle Reinigung und Wiederbefüllung mehrfach auszuhalten. Im Gegensatz dazu ist es bei Massenprodukten wie zum Beispiel den Getränken, nachhaltiger eine Mehrfachverwendung anzustreben. Ein gutes Beispiel ist hier der Biermarkt und/oder Mineralwassermarkt mit seinen Einheitsflaschen.
- Von Vorteil ist es daher ein System zu etablieren, das mit derzeit bei Endverbraucherprodukten eingesetzten Behältnissen eine mehrfache Befüllung ermöglicht, wenn die Stückzahlen nur gering sind und es keine Einheitsgebinde gibt.
- Aufgabe der Erfindung ist es daher eine Vorrichtung zur Befüllung von Behältnissen bereitzustellen, die ein mehrfaches aber sicheres Verwenden von Behältnissen ermöglicht, ohne dass die Behältnisse für die mehrfache Befüllung speziellen Sammel- und/oder Kreislaufsystemen zugeführt werden müssen.
- Die erfindungsgemäße Vorrichtung lässt sich direkt am Point-of-Sale (POS - Ladengeschäft) aufstellen, damit der Verbraucher mitgebrachte für das entsprechende Füllgut schon einmal verwendete Behältnisse wiederbefüllen kann.
- Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist daher eine Vorrichtung zur Befüllung von Behältnissen, aufweisend ein individuelles, behälterspezifisches Erkennungsmerkmal umfassend
- - mindestes ein Vorratsreservoir für Füllgut des zu befüllenden Behältnisses,
- - mindestes eine Transporteinrichtung zum Transport des Füllgutes vom Reservoir in das Behältnis,
- - mindestens eine Messeinrichtung zur Bestimmung der transportierten Menge,
- - mindestens eine Steuereinrichtung zur Steuerung der transportierten Menge an Füllgut anhand der von der Messeinrichtung bestimmten Menge und eines Sollwertes,
- - mindestens eine Vorrichtung zur Registrierung des zu befüllenden Behältnisses,
- - mindestens eine Sicherheitseinrichtung die die Befüllbarkeit des Behältnisses, insbesondere Positionierung des Behältnisses, überwacht.
- Mit einer solchen erfindungsgemäßen Vorrichtung lassen sich vom Verbraucher bereits benutzte Behältnisse gefahrlos wiederbefüllen, denn es ist möglich, die Wiederbefüllung eines Behältnisses zu unterbinden, da die Behältnisse über die Vorrichtung zur Registrierung erkannt und bewertet werden.
- Erfindungsgemäß kann die Vorrichtung zur Befüllung von allen Behältnissen verwendet werden. Es ist sogar möglich neben Flaschen auch Dosen und Beutel zu befüllen, solange das Behältnis unter die Ausgabeöffnung des Füllgutes passt. Das Material des Behältnisses spielt dabei keine Rolle, solange es beständig gegenüber dem Füllgut ist. Bevorzugt sind jedoch flaschenartige Behältnisse aus Kunststoffmaterialien wie PE, PP PET oder dergleichen.
- In einfachsten Fall muss der Verbraucher selbst die Registrierung des Behälters vornehmen, zum Beispiel ein auf dem Behälter angebrachten individuellen, behälterspezifischen Code an einem Eingabefeld eingeben.
- Vorteilhaft ist es jedoch, wenn die Vorrichtung zur Registrierung ein Mittel zur Erkennung eines Behältermerkmals und eine Datenverarbeitungseinrichtung und Datenspeichereinheit umfasst. Durch die Erkennung um welches Behältnis es sich handelt, kann zum Beispiel festgestellt werden, welches Füllgut enthalten war und mit welchem Füllgut die Wiederbefüllung erfolgen muss.
- Um eine Wiedererkennung eines bereits wiederbefüllten Behältnisses zu ermöglichen,, ist es von Vorteil, wenn die Vorrichtung zur Registrierung des zu befüllenden Behältnisses das individuelle, behälterspezifische Erkennungsmerkmal speichert.
- Im Sinne der Erfindung ist es, wenn die Speicherung des individuellen, behälterspezifischen Erkennungsmerkmales in einer Datenbank in der Datenspeichereinheit erfolgt.
- Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Speicherung des individuellen, behälterspezifischen Erkennungsmerkmales in einer zentralen Datenbank außerhalb der Datenspeichereinheit und Vorrichtung erfolgt, denn so ist es möglich, dass alle erfindungsgemäßen Vorrichtungen auf die selbe Datenbank zugreifen. Damit wird der Befüllungsvorgang unabhängig vom Ort der Befüllung und der Verbraucher ist nicht nur an einen POS gebunden, sondern kann alle Läden nutzen, in dem eine erfindungsgemäße Vorrichtung aufgebaut ist und die Wiederbefüllung mit dem entsprechenden Füllgut anbietet.
- Diese zentrale Datenbank sollte dann in ein Netzwerk eingebunden sein, worüber die erfindungsgemäße Vorrichtung auf die zentrale Datenbank zugreifen kann.
- Durch die Ablage des Erkennungsmerkmals in einer Datenbank ist es möglich, neben dem individuellen, behälterspezifische Erkennungsmerkmal weitere Merkmale zu speichern, so dass das individuelle, behälterspezifische Erkennungsmerkmal und weitere Merkmale einen Datensatz bilden.
- Die weiteren Merkmale im Datensatz Daten können zum Beispiel das Füllgut, das Behältervolumen und/oder Daten zum Zeitpunkt der Befüllung sein. Aus den weiteren Daten lassen sich dann im Zuge einer Wiederbefüllung der bisherige Nutzungszeitraum, die Anzahl vorangegangener Befüllungen und/oder die einzufüllende Menge herausfinden.
- Besonders vorteilhaft ist es, dass die Vorrichtung zur Registrierung auch Mittel zur Ausgabe von Informationen umfasst. Ein solches Mittel kann im einfachsten Fall eine Warn-/Signalleuchte sein. Vorteilhaft ist es jedoch, wenn das Mittel zur Ausgabe von Informationen dem Verbraucher Hinweise in Text oder Symbol-/Bildform vermitteln kann. Meldungen auf kleinen farbige Displays sind heute mittels Mikrocontrollersteuerung sehr einfach zu realisieren.
- Wird eine Wiederbefüllung gewünscht, muss in einem ersten Schritt das Behältnis erkannt und registriert werden. Dazu wird mittels der Vorrichtung zur Registrierung ein individuelles, behälterspezifisches Merkmal vom Behälter ab-/ausgelesen.
- Das Merkmal kann zum Beispiel ein Text, Barcode, QR-Code sein, welcher auf der Außenoberfläche des Behälters angebracht ist und mittels einer Kamera zugehörig zur Vorrichtung zur Registrierung erfasst und in der Vorrichtung zur Registrierung ausgewertet wird.
- Ebenso ist es im Sinne der Erfindung, dass das Merkmal aus einem per Nahfeldkommunikation (NFC - Near Field Communication) auslesbaren Mittel ausgelesen wird. Das kann zum Beispiel ein RFID Chip oder Bluetoothmodul sein.
- Das von der Vorrichtung zur Registrierung erkannte individuelle, behälterspezifische Merkmal kann für die Anlage eines neuen Datensatzes in der Datenbank verwendet werden.
- Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung soll, im Vergleich zu den bereits am Markt existierenden Befüllvorrichtungen, in erster Linie die mehrfache Befüllung von Behältnissen mit „verkeimungssensiblen‟ Füllgütern ermöglich werden. Um dies zu gewährleisten, ist es entweder nötig die Füllgüter stark zu konservieren oder, und das ist der erfinderische Angang, die zu häufige Wiederbefüllung zu unterbinden. Meist ist es ohne Weiteres möglich, eine Shampoo oder Köpermilch vier bis fünfmal in das gleich Behältnis zu füllen ohne das (die hauptsächlich bei der Entleerung) durch Luft eingetragene Keime einen Verderb hervorrufen.
- Im Sinne der Erfindung ist es daher, wenn die Vorrichtung zur Registrierung anhand von in der Datenbank vorhandenen Datensätzen zu einem Behältnis die Anzahl der bisherigen Befüllungen feststellt und bei einer Überschreitung einer Maximalanzahl von Befüllungen keine erneute Befüllung mehr zulässt.
- Die Maximalanzahl der Befüllungen ist vom Füllgut und von der Art des Behälters abhängig.
- Die Maximalanzahl der Befüllungen des Behältnisses und/oder des Füllgutes wird erfindungsgemäß im Datenspeicher oder der Datenbank gespeichert.
- Ist die Maximalanzahl von Befüllungen erreicht, ist es von Vorteil, dem Verbraucher eine Information über das Mittel zur Ausgabe von Informationen auszugeben. Diese Informationen können zum Beispiel auch Hinweise zum Recycling bzw. Um-/Austausch des jetzt nicht mehr sicher befüllbaren Behältnisses enthalten.
- Ist die maximale Anzahl von Befüllungen nicht erreicht, kann das Behältnis neu befüllt werden und der Befüllvorgang wird in der Datenbank eingetragen.
- Die Befüllung erfolgt in der Weise, dass unter Verwendung einer Transporteinrichtung das Füllgut aus dem Reservoir entnommen und in das Behältnis geleitet wird.
- Je nachdem um welches Füllgut es sich handelt, kann die Transporteinrichtung zum Beispiel als Pumpe bei fluiden Füllgütern oder als Transportschnecke oder Schaufelkette bei Schüttgütern ausgestaltet sein.
- Die Ausbildung des entsprechenden Transportweges zum Beispiel als Rohr-/Schlauchleitung ist dem Fachmann bekannt und liegt im Stand der Technik.
- Die Befüllung wird über eine Steuereinrichtung gesteuert. Solche Steuereinrichtungen werden über Speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) abgebildet. Sie sind in der Lage Messwerte aufzunehmen, diese zu verarbeiten und Aktuatoren (hier insbesondere die Transporteinrichtung) zu steuern.
- Erfindungsgemäß erfasst die Steuereinrichtung die Menge des transportierten Füllgutes. Wurde die maximal für das Behältnis vorgesehene Menge an Füllgut in das Behältnis gefüllt, so wird die Transporteinrichtung abgeschaltet. Die Menge des bereits in das Behältnis geförderte Menge an Füllgut kann zum Beispiel über Massenstromsensoren bzw. Durchflusssensoren im Transportweg erfolgen oder durch Bestimmung der Behältermasse während des Füllvorganges. Für die „massenabhängige‟ Steuerung ist es nötig, dass die Vorrichtung zur Befüllung eine Waage umfasst, auf der der Behälter bei der Befüllung steht oder an der der Behälter bei der Befüllung hängt. Im einfachsten Fall kann die Waage ein Kraftgrenzschalter sein, der bei erreichen eines Grenzwertes ein Signal (Zustandsänderung, engl. response) erzeugt.
- Im Sinne der Erfindung ist es auch den Füllstand im Behältnis über Füllstandsensoren und/oder Füllstandgrenzschaltern zu überwachen. Damit ließe sich auch eine Überfüllung von nicht vollständig restentleerten Behältnissen ausschließen.
- Erfindungsgemäße Vorrichtungen weisen Mittel auf, mit denen sich die Positionierung des Behältnisses überwachen lässt. Vorteilhaft sind Mittel auf Basis einer Kamera, Photosensors und/oder auf Basis von Lichtschranken. Auch in Kombination von Drucksensoren und/oder speziellen Halterungen, die der Flaschenform kongruent sind, sind solche Mittel darstellbar.
- Besonders vorteilhaft ist es, wenn die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Befüllung von Behältnissen auch ein Mittel umfasst, welche die Erstellung eines individuellen, behälterspezifischen Merkmals ermöglicht, so dass auch eine Erstbefüllung von bisher unbenutzten Behältnissen möglich ist. Ein solches Mittel kann zum Beispiel eine Möglichkeit zur Produktauswahl und einen Etikettendrucker umfassen, wobei ein für das ausgewählte Produkt individuell gestaltetes Etikett ausgegeben wird, welches das individuelle, behälterspezifische Merkmal aufweist. Das so gekennzeichnete Behältnis kann anschließend in der erfindungsgemäßen Vorrichtung befüllt werden.
- Wird eine Produktauswahl geboten, so ist es für den Fachmann ohne große Mühen möglich, dem Verbraucher individuelle Produkte mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Befüllung zur Verfügung zu stellen. Der Stand der Technik kennt diverse Beispiele, bei denen unterschiedlicher Teilzubereitungen aus Reservoirs entnommen werden und innerhalb einer Abfüllvorrichtung zu einem Füllgut gemischt/verarbeitet werden. Alle diese Abfülleinrichtungen weisen jedoch den Nachteil auf, dass es keine Kontrolle über die Anzahl der bereits bei einem Behältnis vorgenommenen Wiederbefüllungen gibt.
- Anhand der schematischen Zeichnungen wird die Erfindung näher erläutert. Die Erfindung soll jedoch nicht auf das schematisch Dargestellte eingeschränkt sein, welches nur zur visuellen Unterstützung der Beschreibung dient.
-
1 zeigt eine besondere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Befüllung. -
2 zeigt schematische die Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens. - Bezugszeichenliste
-
- 1
- Vorrichtung zur Befüllung von Behältnissen
- 1.1
- Vorratsreservoir für Füllgut
- 1.2
- Transporteinrichtung zum Transport des Füllgutes
- 1.3
- Messeinrichtung zur Bestimmung der transportierten Menge
- 1.4
- Vorrichtung zur Registrierung des zu befüllenden Behältnisses
- 1.4.1
- Mittel zur Erkennung eines Merkmales
- 1.4.2
- Datenverarbeitungseinrichtung mit Datenspeichereinrichtung
- 1.4.3
- Mittel zur Ausgabe von Informationen
- 1.5
- Steuereinrichtung zur Steuerung der transportierten Menge
- 1.6
- Sicherheitseinrichtung
- 2
- Behältnis
- 2.1
- individuelles, behälterspezifisches Erkennungsmerkmal
-
1 zeigt schematisch den Aufbau einer erfindungsgemäßen Vorrichtung1 zur Befüllung von Behältnissen. Die Vorrichtung1 weist ein Vorratsreservoir1.1 für das Füllgut auf. Das Füllgut kann über entsprechende Verbindungswege mittels der Transporteinrichtung zum Transport des Füllgutes1.2 in das Behältnis2 transportiert werden. Über eine Steuereinrichtung zur Steuerung der transportierten Menge1.5 in Verbindung mit einer Messeinrichtung zur Bestimmung der transportierten Menge1.3 wird die Transporteinrichtung1.2 gesteuert, so dass eine zuvor bestimmte Menge in das Behältnis eingefüllt wird. Durch eine Sicherheitseinrichtung1.6 wird sichergestellt, dass der Befüllvorgang erst startet, wenn das Behältnis richtig in der Vorrichtung platziert ist. - Beispielhaft wurde hier die Sicherheitseinrichtung als einfache Lichtschranke ausgeführt. Zudem weist die Vorrichtung
1 eine Vorrichtung zur Registrierung des zu befüllenden Behältnisses1.4 auf, die ein Mittel zur Erkennung eines Merkmales1.4.1 und eine Datenverarbeitungseinrichtung mit Datenspeichereinrichtung1.4.2 umfasst. Im wiedergegebenen Beispiel ist das Mittel zur Erkennung eines Merkmales1.4.1 eine Kamera, die das individuelles, behälterspezifisches Erkennungsmerkmal2.1 auf dem Behälter2 erkennen/auslesen kann. Zudem weist die Vorrichtung zur Registrierung des zu befüllenden Behältnisses1.4 ein Mittel zur Ausgabe von Informationen1.4.3 auf, auf dem Kunden Informationen bereitgestellt werden können. Diese Information kann zum Beispiel der Grund der Nichtbefüllung sein. Nicht in der Figur gezeigt ist die Verbindung zwischen Steuereinrichtung zur Steuerung der transportierten Menge1.5 und Vorrichtung zur Registrierung des zu befüllenden Behältnisses1.4 über die die Steuereinrichtung das Freigabesignal für die Befüllung erhält. Diese Verbindung kann drahtgebunden oder drahtlos (Funk) erfolgen. Müssen zwei oder mehr Steuereinrichtungen miteinander kommunizieren, wird die Verbindung in der Regel Bussysteme ausgeführt. -
2 zeigt schematisch den Ablauf eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Befüllung unter Anwendung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Befüllung.
In einem ersten Schritt A erfolgt die Erkennung (englisch recognition) und Registrierung des zu befüllenden Behältnisses anhand seines individuellen, behälterspezifischen Merkmals. - Im anschließenden Schritt B erfolgt die Bestimmung (englisch Determination) der Anzahl der bisher erfolgten Befüllungsvorgänge des Behältnisses x anhand der Datensätze in der Datenbank.
- Danach erfolgt im Schritt C der Vergleich der Anzahl der bisher erfolgten Befüllungsvorgänge des Behältnisses mit einer im Datenspeicher gespeicherten Maximalanzahl von Befüllungsvorgängen xmax.
- Je nach Ergebnis dieses Vergleichs wird entweder die Befüllung (englisch filling) freigegeben (Schritt D) oder es erfolgt eine Abweisung (englisch Rejection) des Behältnisses im Schritt E.
Claims (14)
- Vorrichtung zur Befüllung von Behältnissen, aufweisend ein individuelles, behälterspezifisches Erkennungsmerkmal umfassend - mindestes ein Vorratsreservoir für Füllgut des zu befüllenden Behältnisses, - mindestes eine Transporteinrichtung zum Transport des Füllgutes vom Reservoir in das Behältnis, - mindestens eine Messeinrichtung zur Bestimmung der transportierten Menge, - mindestens eine Steuereinrichtung zur Steuerung der transportierten Menge an Füllgut anhand der von der Messeinrichtung bestimmten Menge und eines Sollwertes, - mindestens eine Vorrichtung zur Registrierung des zu befüllenden Behältnisses, - mindestens eine Sicherheitseinrichtung aufweist, welche die Befüllbarkeit des Behältnisses, insbesondere Positionierung des Behältnisses, überwacht.
- Vorrichtung zur Befüllung von Behältnissen nach
Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zur Registrierung ein Mittel zur Erkennung eines Merkmales, insbesondere ein individuelle, behälterspezifische Erkennungsmerkmal und eine Datenspeichereinheit umfasst, - Vorrichtung zur Befüllung von Behältnissen nach
Anspruch 2 , dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zur Registrierung des zu befüllenden Behältnisses das individuelle, behälterspezifische Erkennungsmerkmal speichert. - Vorrichtung zur Befüllung von Behältnissen nach
Anspruch 3 , dadurch gekennzeichnet, dass die Speicherung des individuellen, behälterspezifischen Erkennungsmerkmales in einer Datenbank in der Datenspeichereinheit erfolgt. - Vorrichtung zur Befüllung von Behältnissen nach
Anspruch 3 , dadurch gekennzeichnet, dass die Speicherung des individuellen, behälterspezifischen Erkennungsmerkmales in einer zentralen Datenbank außerhalb der Datenspeichereinheit erfolgt. - Vorrichtung zur Befüllung von Behältnissen nach einem der
Ansprüche 3 bis5 , dadurch gekennzeichnet, dass die Datenbank neben dem individuellen, behälterspezifische Erkennungsmerkmal weitere Merkmale speichert und das individuelle, behälterspezifische Erkennungsmerkmal und weitere Merkmale einen Datensatz bilden. - Vorrichtung zur Befüllung von Behältnissen nach
Anspruch 6 , dadurch gekennzeichnet, dass die weiteren Merkmale im Datensatz Daten zum Füllgut, zum Füllgut, Behältervolumen und/oder Daten zum Zeitpunkt der Befüllung sind. - Vorrichtung zur Befüllung von Behältnissen nach einem der
Ansprüche 1 bis7 , dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zu Registrierung Mittel zur Ausgabe von Informationen umfasst. - Vorrichtung zur Befüllung von Behältnissen nach einem der
Ansprüche 6 bis8 , dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zur Registrierung anhand von vorhandenen Datensätzen zu einem Behältnis die Anzahl der Befüllungen feststellen kann und bei einer Überschreitung einer Maximalanzahl von Befüllungen keine erneute Befüllung mehr zulässt. - Vorrichtung zur Befüllung von Behältnissen nach
Anspruch 9 , dadurch gekennzeichnet, dass die Maximalanzahl der Befüllungen vom Behältnis und/oder vom Füllgut abhängt und im Datenspeicher gespeichert ist. - Vorrichtung zur Befüllung von Behältnissen nach einem der
Ansprüche 9 bis10 , dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zur Registrierung bei Erreichen der Maximalzahl von Befüllungen eine Information über das Mittel zur Ausgabe von Informationen ausgibt. - Verfahren zur Befüllung eines Behältnisses unter Verwendung einer Vorrichtung zu Befüllung nach mindestens einem er vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass folgende Schritte ausgeführt werden: - Erkennung und Registrierung des zu befüllenden Behältnisses anhand seines individuellen, behälterspezifischen Merkmals, - Bestimmung der Anzahl der bisher erfolgten Befüllungsvorgänge des Behältnisses anhand der Datensätze in der Datenbank, - Vergleich der Anzahl der bisher erfolgten Befüllungsvorgänge des Behältnisses mit einer im Datenspeicher gespeicherten Maximalanzahl von Befüllungsvorgängen, - Entscheidung ob Maximalanzahl von Befüllungsvorgängen bereits erreicht ist, wobei der Befüllungsvorgang eingeleitet wird, wenn die Maximalanzahl von Befüllungsvorgängen noch nicht erreicht ist oder Ausgabe einer Information über die nicht mehr mögliche Wiederbefüllung, wenn die Anzahl der bisher erfolgten Befüllungen größer oder gleich der Maximalanzahl von Befüllungen ist.
- Verfahren nach
Anspruch 12 , dadurch gekennzeichnet, dass die Befüllung des Behältnisses folgende Schritte aufweist: - Prüfung der Befüllbarkeit und/oder Positionierung des Behältnisses in der Vorrichtung, - wenn Befüllbarkeit und Positionierung gegeben ist, dann Befüllung des Behältnisses, wobei die Menge an geförderten Füllgut gemessen wird und die Befüllung bei Erreichen eines Maximalwertes beendet wird, - wenn keine Befüllbarkeit gegeben ist, Ausgabe einer Warnmeldung über das Mittel zur Ausgabe von Informationen ausgegeben wird. - Verfahren zur Wiederbefüllung eines Behältnisses, dadurch gekennzeichnet, dass folgende Schritte durchlaufen werden: - Erwerb eines Produktes, umfassend ein Füllgut in einem Behältnis durch einen Verbraucher, - Verbrauch des Füllgutes durch den Verbraucher, - Wiederbefüllung des leeren Behältnisses durch ein Verfahren nach
Anspruch 12 bis13 , solange die Maximalanzahl der Wiederbefüllungen noch nicht erreicht ist, - Entsorgung oder Tausch des Behältnisses, wenn die Maximalanzahl der Wiederbefüllungen erreicht ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE102019216903.1A DE102019216903A1 (de) | 2019-11-01 | 2019-11-01 | Vorrichtung zur Befüllung von Behältnissen |
| PCT/EP2020/078822 WO2021083662A1 (de) | 2019-11-01 | 2020-10-14 | Vorrichtung zur befüllung und verfahren zur befüllung von behältnissen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE102019216903.1A DE102019216903A1 (de) | 2019-11-01 | 2019-11-01 | Vorrichtung zur Befüllung von Behältnissen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE102019216903A1 true DE102019216903A1 (de) | 2021-05-06 |
Family
ID=73005571
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE102019216903.1A Withdrawn DE102019216903A1 (de) | 2019-11-01 | 2019-11-01 | Vorrichtung zur Befüllung von Behältnissen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE102019216903A1 (de) |
| WO (1) | WO2021083662A1 (de) |
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