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DE1017538B - Explosionsschutzeinrichtung - Google Patents

Explosionsschutzeinrichtung

Info

Publication number
DE1017538B
DE1017538B DEG13668A DEG0013668A DE1017538B DE 1017538 B DE1017538 B DE 1017538B DE G13668 A DEG13668 A DE G13668A DE G0013668 A DEG0013668 A DE G0013668A DE 1017538 B DE1017538 B DE 1017538B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pressure
organs
bellows
membrane
explosion
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG13668A
Other languages
English (en)
Inventor
Anders Mathisen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
WILKINSON SWORD CO Ltd
Graviner Manufacturing Co Ltd
Original Assignee
WILKINSON SWORD CO Ltd
Graviner Manufacturing Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by WILKINSON SWORD CO Ltd, Graviner Manufacturing Co Ltd filed Critical WILKINSON SWORD CO Ltd
Publication of DE1017538B publication Critical patent/DE1017538B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65DCONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
    • B65D90/00Component parts, details or accessories for large containers
    • B65D90/48Arrangements of indicating or measuring devices
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22BMETHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
    • F22B37/00Component parts or details of steam boilers
    • F22B37/02Component parts or details of steam boilers applicable to more than one kind or type of steam boiler
    • F22B37/42Applications, arrangements or dispositions of alarm or automatic safety devices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Measuring Fluid Pressure (AREA)

Description

  • Explosionsschutzeinrichtung Die Erfindung bezieht sich auf Explosionsschutzeinrichtungen.
  • Es sind Geräte bekannt, die im Entstehen begriffene Explosionen durch Anzeige eines schneller als mit einer wählbaren Geschwindigkeit erfolgenden Druckanstieges aufdecken und daraufhin die Betätigung eines Unterdrückunsgmittelverteilers zum Unterdrücken der Explosion bewirken.
  • Während sich solche Anzeigegeräte für viele Zwecke als zufriedenstellend erwiesen haben, treten Schwierigkeiten bei sogenannten »langsamen« Explosionen auf bei Vorhandensein eines explosiven Gemenges von einem derartigen Mischungsverhältnis, daß es zum Explodieren beinahe zu reich oder zu mager ist.
  • Der Druckanstieg bei solchen »langsamen« Ex plosionen entspricht etwa den Druckschwankungen, wie sie normalerweise in dem zu überwachenden Gerät auftreten, beispielsweise in Gaswerken durch Pumpen oder in Entstaubunsganlagen durch Extraktoren oder in Untersuchungskammern für Flugzeugtreibstoffe durch die verschiedenen Höhenlagen entsprechenden Unterdrücke. Natürlich muß der Mindestdruckanstieg, auf den das Anzeigegerät eingestellt ist, noch wesentlich oberhalb der normalerweise auftretenden Werte liegen; dann zeigt das Gerät jedoch keine langsamen Explosionen an.
  • Erfindungsgemäß werden diese Schwierigkeiten überwunden durch eine Explosionsschutzeinrichtung, die gekennzeichnet ist durch die Kombination von mindestens zwei verschiedenartigen druckempfindlichen Organen, von denen mindestens eines auf die Beaufschlagung mit einem Druck oberhalb eines wählbaren Druckwertes anspricht und mindestens ein weiteres auf einen Druckanstieg mit höherem als einem wählbaren Geschwindigkeitswert anspricht, in derartiger Anordnung, daß bei Ansprechen von mindestens einem dieser druckempfindlichen Organe in bekannter Weise die Betätigung von Mitteln zum Unterdrücken, Auflösen oder Verteilen einer im Entstehen begriffenen Explosion ausgelöst wird.
  • Bei einer derartigen Einrichtung werden schnelle Explosionen durch die auf einen Druckanstieg mit höherem als einem wählbaren Druckwert ansprechenden Organe, langsame Explosionen dagegen, deren Druckanstieg nicht ausreicht, um diese Organe ansprechen zu lassen, von den auf die Beaufschlagung mit einem Druck oberhalb eines wählbaren Geschwindigkeitswertes ansprechenden Organen angezeigt. Die erstgenannten Organe müssen zum Anzeigen der schnellen Explosionen vorgesehen sein, da man bei diesen Explosionen nicht warten kann, bis der ansteigende Druck ausreicht, um die weiteren Organe zu hetätigen. Dies ist dadurch begründet, daß das Druck- verhältnis mit der Zeit höher wird. Bei einer »schnellen« Explosion würde der Druckanstieg dagegen vor dem Betätigen der auf absolute Drücke ansprechenden Organe so schnell erfolgen, daß eine Unterdrückung dann nicht mehr rechtzeitig zum Verhüten von Schäden bewirkt werden könnte.
  • Zum Stand der Technik gehören Explosionsschutzeinrichtungen mit auf einen mit höherer als einer wählbaren Geschwindigkeit erfolgenden Druckanstieg ansprechenden druckempfindlichen Organen und mit durch diese druckempfindlichen Organe betätigten Mitteln zum Unterdrücken von Explosionen. Demgegenüber besteht die Erfindung in der Kombination dieser an sich bekannten Organe mit auf die Beaufschlagung mit einem bestimmten Druck ansprechenden druckempfindlichen Organen, derart, daß die Einrichtung sowohl gegen »langsame« als auch gegen »schnelle« Explosionen Schutz bietet.
  • Die nur auf mit höherer als einer wählbaren Geschwindigkeit erfolgenden Druckanstieg ansprechenden Organe und die nur auf die Beaufschlagung mit einem wählbaren Druck ansprechenden Organe können als getrennte Bauteile ausgeführt werden. Vorzugsweise werden sie jedoch in einem einzigen Gerät zusammengefaßt, wobei sie nach einem Merkmal der Erfindung mehreren Organen gemeinsame Bauteile aufweisen.
  • Die beiden Anzeigegeräte werden derart angeordnet, daß durch Ansprechen eines von beiden explosionshemmende, -auflösende und/oder -verteilende Mittel betätigt werden. Nach einem Merkmal der Erfindung sind jeweils zwei der auf Druck ansprechenden Organe und/oder zwei der auf Druckanstieg ansprechenden Organe elektrisch in Reihe geschaltet, so daß der die Betätigung der explosionunterdrückenden, -auflösenden oder -verteilenden Mittel auslösende Stromkreis erst nach Ansprechen beider gleichartiger Organe auf eine Druckbeaufschlagung geschlossen wird.
  • Die explosionshemmenden Mittel können aus Unterdrückungsmittelverteilern mit einem zerbrechlichen, durch eine Sprengladung zu zertrümmernden Gehäuse, wobei das Unterdrückungsmittel durch die Wucht der Explosion mit großer Geschwindigkeit ausgestoßen wird, oder auch aus Feuerlöschern mit einer weiten Auslaßöffnung bestehen, durch die das Unterdrückungsmittel unter hohem Druck und mit großer Geschwindigkeit ausgestoßen wird. Durch Ansprechen eines der beiden Anzeigegeräte können außerdem oder wahlweise explosionsauflösende oder -verteilende Mittel betätigt werden.
  • Verschiedene Ausführungsformen solcher Geräte werden im folgenden an Hand der Zeichnungen beschrieben. In den Zeichnungen zeigt.
  • Fig. 1 eine schematisierte Seitenansicht eines kombinierten Anzeigegerätes im Schnitt, Fig. 2 A eine Seitenansicht einer anderen Ausführungsform eines Anzeigegerätes im Schnitt, Fig. 2 B eine Hinteransicht des Gerätes der Fig. 2A, Fig. 3 eine Seitenansicht einer dritten Ausführungsform eines Anzeigegerätes nach der Erfindung im Schnitt und Fig. 4 und 5 gleichartige Ansichten zweier weiterer Ausführungsformen eines Anzeigegerätes.
  • In Fig. list mit 10 ein glockenförmiges Gehäuse bezeichnet, vor dessen offene Seite eine dünne Membran 11, wie sie häufig in Barometern verwendet werden, gespannt ist. Vor der Membran 11 ist im Abstand entsprechend der Stärke eines Zwischenringes 13 eine weitere biegsame Membran 12 und vor einem weiteren Zwischenring 14 eine gasdurchlässige Membran 15 angebracht. Mittels eines Klemmringes 18 und Unterlegscheiben 16, 17 sind diese Teile an der offenen Stirnseite des Gehäuses 10 befestigt. Durch das Oberteil des Gehäuses 10 sind zwei elektrische Kontakte 19 bis dicht an eine auf der Membran 11 angebrachte Kontaktscheibe 11 a geführt. Die Membran 12 trägt konzentrisch zu der Kontaktscheibe 11 a einen Ansatz 12a. Die Membran 11 ist mit einer feinen Bohrung 11 b versehen, so daß sie sich nur bei Beaufschlagung mit einem Druck bewegt, der sich schneller aufbaut, als er sich durch diese Bohrung ausgleichen kann, beispielsweise sekundlich 0,35 kg/cm2.
  • Das Anzeigegerät wird in der vor Explosionen zu schützenden Zone angebracht, so daß Druckänderungen innerhalb dieser Zone durch die durchlässige Membran 15 auf die Membran 12 übertragen werden.
  • Ändert sich der Druck mit weniger als der eingestellten Ansteigegeschwindigkeit, so bewegt sich die Membran 12 wohl auf die Kontakte 19 zu; infolge des Druckausgleichs über die Bohrung 11 b bleibt die Membran 11 jedoch unbeeinflußt. Schließlich wird der Ansatz 12 a bei einem bestimmten wählbaren Druck gegen die Kontaktscheibe 11 a stoßen und diese gegen die Kontakte 19 drücken, wodurch der elektrische Stromkreis geschlossen wird. Ändert sich der Druck dagegen mit einer höheren als der angegebenen Geschwindigkeit, so weicht die Membran 11 nach den Kontakten 19 aus, und die Kontaktscheibe 11 a schließt den Stromkreis auf die gleiche Weise. Das Gerät ist also zur Anzeige sowohl »schneller« als auch »langsamer« Explosionen geeignet.
  • In Fig. 2A und 2B ist eine Ausführungsform eines nach dem gleichen Prinzip arbeitenden Anzeigegerätes dargestellt. Die innere Membran 20 ist hierbei eine Schnappmembran, die nach Erreichen eines bestimmten Druckunterschiedes auf beiden Seiten umschnappt. Sie trägt ein Kontaktglied 21 vor einem über einen Leiter 23 mit einer Klemme 24 des Gerätes verbundenen festen Kontaktglied 22. Mittels eines Drahtes 25 und eines Leiters 26 ist die Membran 20 mit der anderen Klemme 27 des Gerätes verbunden. Die äußere Membran 28 hat die Form eines Faltenbalges, der auf seiner Abschlußscheibe 28 a eine lange Stiftschraube 29 mit einem daran befestigten Isolierblock29a trägt. Die einzelnen Teile des Gerätes sind auf einer Grundplatte 30 zusammengebaut.
  • Ein an dieser Grundplatte angebrachter Deckel 31 schützt den Faltenbalg 28 vor mechanischer Beschädigung. Die Frontplatte des Deckels 31 ist gelocht und mit einem mittels einer Kappe 33 befestigten Filter 32 aus Polyamid o. ä. versehen. Auf der Rückseite der Grundplatte 30 ist ein Gehäuse 34 mit einem der besseren Erreichbarkeit der Klemmen 24, 27 wegen abnehmbaren Deckel 34a angebracht. Leitungsanschlüsse 35, 36 sind an gegenüberliegenden Seiten des Gehäuses 34 zum Anschließen der Leitungen an die Klemmen 24, 27 vorgesehen. Vorzugsweise werden sowohl Eingangs- als auch Ausgangsleitungen vorgesehen, um zwei oder mehrere Anzeigegeräte in Reihe oder parallel schalten zu können. Darüber hinaus kann sich auch die Notwendigkeit zu Anschlüssen für einen Warnstromkreis ergeben.
  • Der Raum auf der Rückseite der Membran 20 steht mit dem Innenraum des Gehäuses 34 über zwei mit Filtermaterial abgedeckte Öffnungen 37 a, 37b in dem isolierten Klemmenträger in Verbindung.
  • Eine nicht gezeichnete Bohrung ist in der Membran 20 vorgesehen, so daß diese sich nur bewegt, wenn der auf den Faltenbalg 28 einwirkende Druck schneller als mit einer wählbaren Geschwindigkeit ansteigt.
  • Steigt der Druck dagegen langsamer, so wird der Faltenbalg 28 langsam zusammengedrückt, bis bei einem bestimmten Druck der Block 29a gegen den Kontakt 21 stößt, wodurch die Membran 20 umschnappt und die Kontakte 21, 22 schließt. Der Druck, bei dem dies eintritt, kann bis herab zu 0,039 atü betragen.
  • Da der Innenraum des Gehäuses 34 mit dem Innern der bei 35 und 36 angeschlossenen Leitungen in Verbindung steht, ist die Rückseite der Membran 20 in jedem Fall und vollständig mit der Atmosphäre verbunden, so daß man von einem unendlich großen Gegenvolumen in bezug auf diese Membranseite sprechen kann. Der Vorteil eines solchen Gegenvolumens besteht darin, daß die Bewegung der Membran 20 nicht durch Gaskompression gehemmt wird, worunter sonst die Empfindlichkeit des Gerätes leiden würde.
  • In Fig. 3 ist eine weitere Ausführungsform dargestellt, die im wesentlichen mit der nach Fig. 2A und 2B übereinstimmt, in konstruktiven Einzelheiten je doch hiervon abweicht, insbesondere darin, daß das Gehäuse 40 wasserdicht und als ein Gußteil ausgeführt ist. Als weiteres Kennzeichen ist ein ringförmiges Filzstück 43 an der Grundplatte 44 befestigt, um das Gasvolumen in dem Raum zwischen der Membran 41 und dem Faltenbalg 42 zu verringern.
  • Der Faltenbalg kann durch eine dem Außendruck entgegenwirkende Feder verstärkt werden, um seine Steifigkeit zu erhöhen und ein Zusammendrücken zu verhindern. Dies ist besonders dann angebracht, wenn der in dem zu überwachenden Raum herrschende Druck wesentlich höher als Atmosphärendruck ist.
  • Beispielsweise könnte die in Fig. 3 dargestellte Ausführungsform durch ein Filzstück 43 von etwas kleinerem Durchmesser abgeändert werden, wodurch ein Teller für eine zwischen der Grundplatte 44 und der Abschlußscheibe des Faltenbalges 44 wirksame Schraubenfeder gebildet würde. Selbstverständlich muß die Rückstellkraft der Feder so gewählt werden, daß der Faltenbalg 42 mit zunehmendem Druck bis zur Erreichung des eine Betätigung auslösenden Druckes progressiv zusammengedrückt wird.
  • Dieses Prinzip ist in der Ausführungsform nach Fig. 4 verwirklicht, wo der Faltenbalg 60 durch eine Feder 61 verstärkt ist. Gleichzeitig wird der Faltenbalg 62 von einer leichten Feder 63 gegen einen Anschlag 64 gedrückt, um seine natürlichen Schwingungen zu dämpfen, wobei sich durch die Wahl einer geeigneten leichten Feder nur ein geringfügiger Emppfindlichkeitsverlust ergibt. In diesem Fall befindet sich der eine Kontakt 65 auf dem Faltenbalg 62, und der andere Kontakt 66 ist verstellbar auf einem Träger 67 angebracht.
  • Da die Drosseldüse häufig einen sehr kleinen Durchgangsquerschnitt aufweist und sich daher leicht durch Fremdkörper oder Eisbildung zusetzen kann, kann die Ausführungsform nach Fig. 4 derart abgeändert werden, daß die Drosseldüse in einen dritten Faltenbalg mündet, der im Vergleich mit den anderen Faltenbälgen sehr weich ist, um eine größere Einbuße an Empfindlichkeit zu vermeiden.
  • Unter bestimmten Bedingungen kann der überwachende Raum Druckschwankungen in weiten Grenzen unterworfen sein, beispielsweise wenn der Normaldruck höher als Atmosphärendruck ist, im Verlauf eines Arbeitsverfahrens jedoch periodisch auf Atmosphärendruck reduziert wird oder auch wenn der Raum normalerweise unterhalb des Atmosphärendrucks gehalten und der Druck periodisch auf Atmosphärendruck gesteigert wird. Unter derartigen Bedingungen können sich bei gasgefüllten Anzeigegeräten Schwierigkeiten dadurch ergeben, daß die Geräte unbeabsichtigt auf plötzlichen Druckwechsel ansprechen. Außerdem würden Expansion und Kontraktion des Gases innerhalb des Gerätes besondere konstruktive Maßnahmen erfordern. Diese Schwierigkeiten werden durch Ausfüllen des Raumes zwischen den beiden Membranen bzw. Faltenbälgen mit einer Flüssigkeit behoben. Dabei muß jedoch die aus der Drosseldüse austretende Flüssigkeit zurückgehalten werden, und zu diesem Zweck ist ein dritter Faltenbalg vorgesehen, wie in Fig. 5 dargestellt und worauf schon im Zusammenhang mit der abgeänderten Ausführungsform nach Fig. 3 hingewiesen wurde. Bei dieser Ausführungsform steht der Faltenbalg 70 unter dem Druck des zu überwachenden Raumes, und er ist über eine Öffnung 71 an der Rückseite mit einem eine Kontaktseheibe 72 a tragenden Faltenbalg 72 verbunden. Gleichzeitig ist er über eine Bohrung mit verengtem Querschnitt auch mit einem Faltenbalg 75 von wesentlich größerer Nachgiebigkeit als der des Faltenbalges 72 verbunden. Sämtliche Faltenbälge sind mit einer Flüssigkeit ausgefüllt; Silikonfluide sind hierfür nicht nur wegen ihrer niedrigen Viskosität, sondern auch wegen der nur geringfügigen Abhängigkeit ihrer Viskosität von der Temperatur geeignet.
  • Bei langsam erfolgendem Druckwechsel wird der Faltenbalg 70 langsam zusammengedrückt, so daß Flüssigkeit durch die Bohrung 74 abströmt und den Faltenbalg 75 bis zum Anstoßen gegen den Anschlag 76 aufbläht. Infolge seiner größeren Steifigkeit bewegt sich der Faltenbalg 72 dabei nur wenig. Erst durch weiteres Zusammendrücken des Faltenbalges 70 wird der Faltenbalg 72 ausgedehnt, bis bei dem bestimmten wählbaren Druck die Kontaktscheibe 72 die Kontakte 73 berührt und den Stromkreis schließt.
  • Steigt der Druck dagegen mit einer höheren als einer bestimmten wählbaren Geschwindigkeit an, so kann die Flüssigkeit nicht schnell genug durch die Bohrung 74 abströmen, so daß der Faltenbalg 72 sich ausdehnt und den Stromkreis schließt. Anzeigegeräte dieser Art sind besonders in solchen Fällen zur Verwendung geeignet, wenn der zu überwachende Raum Flüssigkeit enthält, da sie auch in Flüssigkeit eingetaucht werden können.
  • Schwankt der Normaldruck in dem zu überwachenden Raum in weiten Grenzen, was z. B. für die bereits erwähnten Treibstoffuntersuchungskammern zutrifft, bei denen der Normaldruck sich zwischen 0,08 und 1,2 ata oder darüber bewegen kann, so ist eine gegenüber Fig. 5 abgeänderte Ausführungsform besonders zweckmäßig. Diese Abänderung besteht darin, daß eine enge Bohrung in der Wand des die Faltenbälge 72 und 75 einschließenden Gehäuses vorgesehen wird, wie durch die gestrichelten Linien bei 77 angedeutet, so daß langsame Schwankungen in dem zu überwachenden Raum auf das Gerät übertragen werden.
  • Auf Grund des engen Durchtrittsquerschnittes der Bohrung 74 im Vergleich zu dem Gehäusevolumen können jedoch langsame Explosionen ohne die Gefahr eines Druckausgleichs durch diese Bohrung angezeigt werden.
  • Um ein unbeabsichtigtes Ansprechen der Anzeigegeräte zu vermeiden, was z. B. infolge von Schwingungen oder bei bestimmten Anlagen eintreten könnte, bei denen der zu überwachende Raum eine Flüssigkeit enthält, die innerhalb des Raumes umherfiießt und den Anzeigegeräten Erschütterungen ähnlich den Druckanstiegen bei Explosionen mitteilt, können auch mehrere Anzeigegeräte oder - wenn verschiedene Anzeigegeräte zum getrennten Anzeigen von Drücken und von Druckanstiegen verwendet werden - von jeder Sorte mehrere Geräte eingesetzt werden. Die Kontakte der Anzeigegeräte sind dann in Reihe verbunden, so daß der die gewünschte Betätigung schaltende Stromkreis erst nach Ansprechen sämtlicher Geräte geschlossen ist. Auf diese Weise wird die Gefahr eines unbeabsichtigten Ansprechens verringert, während beim Ausbrechen einer Explosion sämtliche Anzeigegeräte ansprechen und den Stromkreis schließen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPP\t8CHE: 1. Explosionsschutzeinrichtung, gekennzeichnet durch die Kombination von mindestens zwei verschiedenartigen druckempfindlichen Organen, von denen mindestens eines auf die Beaufschlagung mit einem Druck oberhalb eines wählbaren Druckwertes anspricht und mindestens ein weiteres auf einen Druckanstieg mit höherem als einem wählbaren Geschwindigkeitswert anspricht, in derartiger Anordnung, daß bei Ansprechen von mindestens einem dieser druckempfindlichen Organe in bekannter Weise die Betätigung von Mitteln zum Unterdrücken, Auflösen oder Verteilen einer im Entstehen begriffenen Explosion ausgelöst wird.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die verschiedenartigen druckempfindlichen Organe mehreren Organen gemeinsame Bauteile aufweisen.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils zwei der auf Druck ansprechenden Organe und/oder zwei der auf Druckanstieg ansprechenden Organe elektrisch in Reihe geschaltet sind, so daß der die Betätigung der explosionsunterdrückenden, -auflösenden oder -verteilenden Mittel auslösende Stromkreis erst nach Ansprechen beider gleichartiger Organe geschlossen wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 854 753.
DEG13668A 1953-02-04 1954-02-03 Explosionsschutzeinrichtung Pending DE1017538B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB1017538X 1953-02-04

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1017538B true DE1017538B (de) 1957-10-10

Family

ID=10868243

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEG13668A Pending DE1017538B (de) 1953-02-04 1954-02-03 Explosionsschutzeinrichtung

Country Status (1)

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DE (1) DE1017538B (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE854753C (de) * 1947-02-05 1952-11-06 Graviner Manufacturing Co Vorrichtung zum Feststellen und Unterdruecken von Feuer oder Explosionen, z. B. in Brennstoffbehaeltern bei Flugzeugen oder in Bergwerken

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE854753C (de) * 1947-02-05 1952-11-06 Graviner Manufacturing Co Vorrichtung zum Feststellen und Unterdruecken von Feuer oder Explosionen, z. B. in Brennstoffbehaeltern bei Flugzeugen oder in Bergwerken

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