DE1016379B - Kernbremse - Google Patents
KernbremseInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
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- Engineering & Computer Science (AREA)
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Description
- Kernbremse Bei den in der Elektrotechnik, insbesondere in der Fernmelde- und Hochfrequenztechnik, verwendeten Spulen werden. häufig Abgleichkerne verwandt, bei denen ein meist zylindrischer Kernteil, der als Schraube ausgebildet ist, in einem Muttergewinde verstellbar ist. Um zu verhindern, daß der Schraub-kern sich bei Erschütterungen mit der Zeit lockert oder seine Einstellung ändert, wurden schon verschiedene Vorschläge für sogenannte Kernbremsen gemacht. So wurde vorgeschlagen, auf den Kern eine Auflage aus Filz oder anderen ähnlichen Stoffen aufzukleben, oder Einlagen in die Nuten des Kernes einzulegen, die sich gegen die Gewindegänge des Muttergewindes pressen und auf diese Weise die Reibung des Kernes im Muttergewinde erhöhen. Diese Kernbremsen haben den Nachteil, daß mindestens ein zusätzlicher Arbeitsgang bei der Kernherstellung erforderlich ist, wodurch die Schraubkerne wesentlich verteuert werden. Es wurde auch bereits vorgeschlagen, Kunststoffolien in Form von Streifen oder den ganzen Gewindekern umhüllenden. Schläuchen anzuwenden, die die Gewindegangnuten elastisch überspannen und durch die Gangspitzen etwas in die Nuten eingedrückt werden. Iss wurde weiterhin auch bereits vorgeschlagen, als G@windebreinse Streifen aus geschäumtem Kunststoff zu verwenden, die zwischen Kern und Muttergewinde eingelegt werden. Alle diese Gewindebremsen sind praktisch nur brauchbar, wenn sichergestellt ist,- daß sie: an der Drehung des Kernes stets teilnehmen, ohne <laß es erforderlich ist, sie am Kern. zu befestigen. Eine Befestigung der Kernbremse am Kern würde wieder mindestens einen Arbeitsgang erfordern. Bei der Massenherstellung der Kerne ist aber ein zusätzlicher Arbeitsgang, bei dem jeder einzelne Kern von ciinem Arbeiter in die Hand genommen. werden muß, wirtschaftlich nicht tragbar.
- Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß das Mitdrehen der Kernbremse bei einer Drehung des Kerneis sichergestellt ist, wenn die Reibung zwischen Kern und Kunststoffzwischenlage größer ist als die Reibung zwischen Halterung und Kunststoffzwischenlage, und sieht deshalb Mittel vor, die Reibung dementsprechend zu beeinflussen. Bekanntlich ist zwischen der Haftreibung und der Gleitreibung zu unterscheiden, wobei die. Gleitreibung stets kleiner ist als die Haftreibung zwischen den gleichen Flächen. Ist die Gleitreibung zwischen Kern und Kunststoffzwischenlage größer als die Gleitreibung zwischen Halterung und Kunststoffzwischenlage, so. wäre es immer noch möglich, daß die Haftreibung zwischen Halterung und Kunststoffzwischenlage größer ist als die Gleitreibung zwischen Kern und Kunststoffzwischenlage. In diesem Fall würde, wenn durch. irgendeinen Zufall die Zwischenlage beim Drehen des Kernes festgehalten wird, sich der Kern weiterdrehen, und es könnte die Haftreibung, solange der Kern sich in Bewegung befindest und deshalb zwischen Kern und Zwischenlage Gleitreibung auftritt, nicht überwunden werden. Um sicherzustellen, daß die Kunststoffzwisch.enlage stets an der Drehung des Kernes teilnimmt, ist es deshalb zweckmäßig, Mittel vorzusehen, durch die. die Haftreibung zwischen. Zwischenlage und Halterung kleiner gemacht wird als die Gleitreibung zwischen Zwischenlage und Kern.
- Zur Durchführung der Erfindung hat es sich als vorteilhaft erwiesen, bei den bekannten. Kernbremsen aus Kunststoff, insbesondere bei den Kernbremsen aus geschäumtem Kunststoff, die Reibung zwischen Kern und Kunststoffeinlage durch Benetzen mit Glyzerin, mit einem hochviskosen. Schmiermittel oder mit ähnlich wirkenden, mehr oder weniger zähen Flüssigkeiten zu erhöhen, während die Reibung zwischen der HaIterung und der Kunststoffeinlage unverändert bleibt oder sogar vermindert wird. Unter »Flüssigkeit« können. dabei auch zähe: oder pastenartige Stoffe verstanden werden, wie ölige Flüssigkeiten, Fette oder Koblen.wasserstoffe, z. B. Vaseline.
- Die erzielte Wirkung ist um so überraschender, als es sich bei den genannten Flüssigkeiten um solche handelt, die häufig zur Schmierung, also zur Reibungsminderung aufeinandergleitender Teile verwendet werden. Es hat sich aber gezeigt, daß die Reibung zwischen den üblicherweise aus Hochfrequenzeisen oder Ferrit bestehenden Kernen und den Kunststoffcinla#aen durch die: gleichen Flüssigkeiten. erhöht wird, während die Reibung an den glatten Kunststoff-Muttergewinden weniger oder praktisch überhaupt nicht erhöht wird. Es ist dabei wesentlich, daß es sich beim Gegenstand der Erfindung nicht um ein Festkleben des Bremskörpers auf der Oberfläche des Kernes handelt, vielmehr wird der Kunststoffstreifen auf die Schrauben lose aufgelegt und kann jederzeit von der Oberfläche wieder entfernt werden. Beim Benetzen mit den genannten. Flüssigkeiten braucht auch nicht jeder einzelne Kern für sich bearbeitet zu werden, vielmehr können die Kerne in Körben, die eine große Anzahl von Schraubkernen enthalten, in die Behandlungsflüssigkeit eingetaucht oder mit dieser besprüht werden, so daß durch diesen zusätzlichen. Arbeitsgang keine wesentliche, Erhöhung der Herstellungskosten bedingt wird.
- Eine theoretische Erklärung für diese überraschende Wirkung kann vorläufig nicht gegeben werden. Vermutlich. hängt die Wirkung mit der Netzfähigkeit der verwendeten Flüssigkeiten zusammen. Außerdem spielt, wie die Erfahrung gezeigt hat, die Porosität oder Rauhigkeit des Kernes eine Rolle. Die Erhöhung der Rauhigkeit der Oberfläche des Kernes ist deshalb ein weiteres Mittel, die Differenz zwischen der Reibung der Kunststoffeinlage gegen den Kern. und der Reibung der Kunststoffeinlage gegen die Halterung zu vergrößern. So kann. es gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung bei Kernen mit besonders glatter Oberfläche, beispielsweise bei Ferritkernen mit eingeschliffenem Gewinde, zweckmäßig sein, die: Oberfläche des Kernes durch eine mechanische Behandlung, beispielsweise durch ein Sandstrahlgebläse, mechanisch aufzurauhen. Bei einer solchen, zur Oberflächenbehandlung ferromagnetischer Kerne an sich bekannten Behandlung braucht nicht die ganze Oberfläche des Kernes gleichmäßig aufgerauht zu werden, es genügt vielmehr schon eine stellenweise Aufrauhung, um sicherzustellen, daß der Kunststoff, insbesondere der Kunstschaumstoffstreifen, an dem benetzten Kern nicht gleitet. Auch dieser Arbeitsgang kann in Massenfabrikation ohne Einzelbehandlung der Kerne erfolgen und ist daher ebenfalls wirtschaftlich tragbar.
- Anstatt den Kern mit den genannten Flüssigkeiten zu benetzen, können auch die einzulegenden Kunststoffstreifen, insbesondere wenn es sich um Schaumstoffstreifen handelt, mit den Flüssigkeiten gemäß der Erfindung behandelt werden, wobei beim Einschrauben des Kernes diese Flüssigkeiten die Kernoberfläche benetzen.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Kernbremse zum Festlegen von Gewindekern-en in ihrer Halterung durch eingelegte Kunststoffzwischenlagen, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel vorgesehen sind, durch die die Reibung zwischen Kern. und Kunststoffzwischenlage größer gemacht wird als die Reibung zwischen Halterung und Kunststoffzwischenlage.
- 2. Kernbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Haftreibung der Zivischenlage gegen die Halterung kleiner ist als die Gleitreibung der Zwischenlage gegen. den Kern.
- 3. Kernbremse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Reibung zwischen Kern und Kunststoff durch Benetzen mit Glyzerin, mit einem hochvikosen Schmiermittel oder mit ähnlich wirkenden Flüssigkeiten erhöht ist.
- 4. Kernbremse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindekerne mit Glyzerin, mit einem hochviskosen Schmiermittel oder mit ähnlich wirkenden Flüssigkeiten behandelt werden.
- 5. Kernbremse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die einzulegenden Kunststoffzwischenlagen, insbesondere Schaumstoffzwischenlagen, mit Glyzerin, mit einem hochviskosen Schmiermittel oder mit ähnlich wirkenden Flüssigkeiten behandelt werden.
- 6, Kernbremse nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche des Kernes beispielsweise durch Sandstrahlung aufgerauht ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Schweizerische Patentschrift Nr. 229 728; französische Patentschrift Nr. 919 576; W e s t p h a1, »Physikalisches Wörterbuch«, Teil 2, 1952, S. 283.
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DEN8344A DE1016379B (de) | 1954-01-22 | 1954-01-22 | Kernbremse |
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Citations (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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CH229728A (de) * | 1942-03-26 | 1943-11-15 | Lorenz C Ag | Verfahren zur Verbesserung der elektrischen Güte von Masseeisen-Kernen. |
FR919576A (fr) * | 1945-09-18 | 1947-03-12 | Dispositif de freinage pour noyaux de bobinages d'appareils radio |
-
1954
- 1954-01-22 DE DEN8344A patent/DE1016379B/de active Pending
Patent Citations (2)
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