DE10101501A1 - Verfahren zur fermentativen Herstellung von Pantothensäure - Google Patents
Verfahren zur fermentativen Herstellung von PantothensäureInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft in Mikroorganismen der Gattung Corynebacterium replizierbare, gegebenenfalls rekombinante DNA. Sie betrifft weiterhin ein Verfahren zur fermentativen Herstellung von Pantothensäure. DOLLAR A Erfindungsgemäß wird durch eine Abschwächung oder Ausschaltung der Transaminase eine erhöhte Pantothensäurebildung möglich. Dies kann durch Deletion oder eine geringere Expression der für Transaminase codierenden Gensequenzen erreicht werden. Beispielsweise konnte durch Deletion oder Reduzierung des Expression des neu isolierten D-Pantothenatbiosynthesegens brnA aus Corynebacterium glutamicum in verbesserter Weise Panthotenat produziert werden. DOLLAR A Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Nukleotidsequenz und dem Verfahren wird es möglich, durch Reduzierung der Transaminaseaktivität, eine verstärkte Pantothensäureproduktion zu erreichen.
Description
Die Erfindung betrifft in Mikroorganismen der Gattung
Corynebacterium replizierbare, gegebenenfalls rekom
binante DNA. Sie betrifft weiterhin ein Verfahren zur
fermentativen Herstellung von Pantothensäure.
Die Pantothensäure stellt ein kommerziell bedeutendes
Vitamin dar, das in der Kosmetik, der Medizin, der Hu
manernährung und in der Tierernährung Anwendung findet.
Es besteht daher ein allgemeines Interesse daran, ver
besserte Verfahren zur Herstellung von Pantothensäure
bereitzustellen.
Pantothensäure kann durch chemische Synthese oder bio
technologisch durch Fermentation geeigneter Mikroorga
nismen in geeigneten Nährlösungen hergestellt werden.
Der Vorteil der biotechnologischen Herstellung durch
Mikroorganismen liegt in der Bildung der korrekten ste
reoisomeren Form, nämlich der D-Form von Pantothen
säure, die frei von L-Pantothensäure ist.
Verschiedene Arten von Bakterien, wie z. B. Escherichia
coli, Corynebacterium erythrogenes, Brevibacterium
ammoniagenes und auch Hefen, wie z. B. Debaromyces
castellii können wie in EPA 0 493 060 gezeigt, in einer
Nährlösung, die Glucose, DL-Pantoinsäure und β-Alanin
enthält, D-Pantothensäure produzieren. EP 0 493 060
zeigt weiterhin, daß bei Escherichia coli durch
Amplifikation von Pantothensäure-Biosynthesegenen mit
tels der Plasmide pFV3 und pFV5 die Bildung von D-Pan
tothensäure verbessert wird.
EP 0 590 857 beschreibt Stämme von Escherichia coli,
die Resistenzen gegen verschiedene Antimetabolite, wie
z. B. Salizylsäure, α-Ketobuttersäure, β-Hydroxyaspara
ginsäure etc. tragen und in einer Nährlösung, die Glu
cose und β-Alanin enthält, D-Pantoinsäure und D-Panto
thensäure produzieren. In EPA 0 590 857 wird weiterhin
gezeigt, daß durch Amplifikation der Pantothensäure-
Biosynthesegene, die auf dem Plasmid pFV31 enthalten
sind, die Produktion von D-Pantoinsäure und D-Panto
thensäure verbessert werden kann.
In WO 97/10340 wird darüber hinaus gezeigt, daß in Pan
tothensäure bildenden Mutanten von Escherichia coli
durch Erhöhung der Aktivität des Enzyms Acetohydroxy
säure-Synthase II, einem Enzym der Valin Biosynthese,
die Pantothensäureproduktion weiter gesteigert werden
kann.
Durch stoffwechselbedingte Nebenreaktionen werden neben
der Pantothensäure noch andere Aminosäuren, wie z. B.
Isoleucin, Valin und Leucin gebildet. Um eine hohe Pro
duktausbeute an Pantothensäure zu erzielen, muß die
Bildung dieser Stoffwechselprodukte unterdrückt oder
reduziert werden.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine DNA bzw. einen
Plasmidvektor bereitzustellen, mit der bzw. dem eine
gesteigerte Pantothensäurebildung erreicht werden kann.
Weiterhin ist es Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren
zu schaffen, mit dem eine hohe Pantothensäureproduktion
mit Mikroorganismen möglich wird. Eine weitere Aufgabe
der Erfindung liegt in der Bereitstellung von Mikroor
ganismen, mit denen eine erhöhte Pantothensäureproduk
tion möglich ist.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die re
kombinanten DNA-Sequenzen, wie sie in den Ansprüchen
niedergelegt sind. Die Aufgabe wird weiterhin gelöst
durch die Verwendung der gemäß Anspruch 6 hergestell
ten, verbesserten, Pantothensäure erzeugenden Mikro
organismen sowie die Verwendung des gemäß Anspruch 7
hergestellten Plasmidvektors. Gegenstand der Erfindung
ist weiterhin ein Verfahren zur fermentativen Herstel
lung von Pantothensäure unter Verwendung von Mikroor
ganismen, die insbesondere bereits Pantothensäure pro
duzieren und in denen das für die Transaminase codie
rende brnA-Gen deletiert wurde oder in seiner Expres
sion abgeschwächt wird oder gar nicht exprimiert wird.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindungen sind in
den Unteransprüchen angegeben.
Wenn im folgenden Text D-Pantothensäure oder Pantothen
säure oder Pantothenat erwähnt werden, sind damit nicht
nur die freie Säure sondern auch die Salze der D-Panto
thensäure, wie z. B. das Calcium-, Natrium-, Ammonium-
oder Kaliumsalz gemeint.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren und der DNA sowie
den Mikroorganismen ist es nunmehr möglich, gegenüber
herkömmlichen Verfahren eine erhöhte Konzentration an
Pantothensäure zu produzieren. Die Erfinder fanden her
aus, daß nach Deletion oder Reduzierung der Expression
des neu isolierten D-Pantothenatbiosynthesegens brnA
aus Corynebacterium glutamicum, das für das Enzym Tran
saminase codiert, in verbesserter Weise D-Pantothenat
produziert werden kann, da stoffwechselbedingte Neben
reaktionen abgeschwächt oder komplett ausgeschaltet
werden. Durch die Reduktion der Transaminase Aktivität
wird die durch dieses Enzym katalysierte Produktion von
L-Isoleucin, L-Valin und L-Leucin entweder abgeschwächt
oder völlig blockiert. So können die für die Pantothen
säurebildung benötigten Vorstufen nur noch in Richtung
der Pantothensäure umgesetzt werden. Die Erfinder haben
weiter festgestellt, daß in Kombination mit einer Ver
stärkung bzw. Überexpression folgender Gene eine ver
stärkte Pantothenatbildung bewirkt wird: ilvBN-Gene,
die für das Enzym Acetohydroxysäuresynthase codieren,
ilvC-Gen, das für das Enzym Isomeroreduktase codiert,
ilvD-Gen, das für das Enzym Dihydroxysäuredehydratase
codiert, sowie Verstärkung bzw. Überexpression des Gens
panB, das für das Enzym Ketopantoathydroxymethyltrans
ferase codiert und des Gens panC, das für das Enzym
Pantothenatligase codiert sowie des Gens panD, welches
für das Enzym Aspartatdecarboxylase codiert. Durch Ak
tivierung eines, mehrerer oder aller dieser Enzyme wer
den auch verstärkt die für die Pantothensäurebildung
benötigten Vorstufen gebildet.
Der Begriff Verstärkung beschreibt in diesem Zusammen
hang die Erhöhung der intrazellulären Aktivität eines
oder mehrerer Enzyme in einem Mikroorganismus, die
durch die entsprechende DNA codiert werden, indem man
z. B. die Kopienzahl des Gens/der Gene erhöht, einen
starken Promotor verwendet oder ein Gen verwendet, das
für ein entsprechendes Enzym mit einer hohen Aktivität
codiert und gegebenenfalls diese Maßnahmen kombiniert.
Der Begriff "geringer exprimiert" beinhaltet die Ab
schwächung der Synthese der Transaminase bzw. die voll
ständige Deletion des Transaminase brnA-Gens oder die
Verringerung oder Ausschaltung der intrazellulären Ak
tivität der Transaminase. Dies kann beispielsweise
durch Verwendung eines schwachen Promotors oder Ver
wendung eines Gens bzw. Allels, das für ein entspre
chendes Enzym mit einer niedrigen Aktivität kodiert,
bzw. durch Inaktivierung des entsprechenden Enzyms
(Protein) und gegebenenfalls Kombination dieser Maß
nahmen erfolgen.
Die erfindungsgemäßen Nukleotidsequenzen umfassen in
Mikroorganismen der Gattung Corynbacterium replizier
bare, gegebenenfalls rekombinante DNA, die entweder
keine für eine Transaminase codierende Nukleotidsequenz
enthalten oder eine für eine Transaminase codierende
Nukleotidsequen enthalten, die nicht oder gegenüber na
türlich vorkommenden Nukleotidsequenzen geringer expri
miert werden. Der Begriff "natürlich" soll dabei solche
Nukleotidsequenzen umfassen, die aus genetisch nicht
veränderten Mikroorganismen, den Wildtypstämmen, iso
liert werden können.
Weiterhin sollen die Nukleotidsequenzen Sequenzen um
fassen, die
- a) eine Sequenz, dargestellt in Seq.-ID-Nr. 1, die für brnA codiert, umfaßt oder
- b) eine Sequenz umfaßt, die der Sequenz (i) inner halb des Bereichs der Degeneration des geneti schen Codes entspricht oder
- c) eine Sequenz umfaßt, die mit einer zur Sequenz (i) oder (ii) komplemetären Sequenz hybridisiert, und gegebenenfalls
- d) funktionsneutrale Sinnmutationen in (i) umfaßt.
Dabei bedeutet der Begriff funktionsneutrale Sinnmuta
tionen den Austausch chemisch ähnlicher Aminosäuren,
wie z. B. Glycin durch Alanin oder Serin durch Threo
nin.
Mit Hilfe gerichteter rekombinanter DNA-Techiken
können für eine Transaminase codierende Nukleotid
sequenzen entfernt oder in ihrer Expression redu
ziert werden. Mit Hilfe dieser Methoden kann zum
Beispiel das für die Transaminase codierende
brnA-Gen im Chromosom deletiert werden. Geeignete
Methoden dazu sind bei Schäfer et al. (Gene (1994)
145: 69-73) oder auch Link et al. (Journal of
Bacteriology (1998) 179: 6228-6237) beschrieben.
Auch können nur Teile des Gens deletiert werden
oder auch mutierte Fragmente des Transaminase-Gens
ausgetauscht werden. Durch Deletion oder Austausch
wird so ein Verlust oder eine Reduktion der Transa
minaseaktivität erreicht (Möckel et al., (1994)
Molecular Microbiology 13: 833-842; Morbach et al.,
(1996) Applied Microbiology and Biotechnology 45:
612-620). Ein Beispiel für eine derartige Mutante
ist der erfindungsgemäße C. glutamicum Stamm
13032ΔbrnA, der eine Deletion im brnA-Gen trägt.
Eine weitere Möglichkeit, die Aktivität der Transa
minase abzuschwächen oder auszuschalten, sind Muta
geneseverfahren. Hierzu gehören ungerichtete Ver
fahren, die chemische Reagenzien, wie z. B.
N-methyl-N-nitro-N-nitrosoguanidin oder auch UV-
Bestrahlung zur Mutagenese benutzen, mit an
schließender Suche der gewünschten Mikroorganismen
auf Bedürftigkeit für L-Valin, L-Leucin und L-Iso
leucin. Verfahren zur Mutationsauslösung und Mutan
tensuche sind allgemein bekannt und können unter
anderem bei Miller (A Short Course in Bacterial
Genetics, A Laboratory Manual and Handbook for
Escherichia coli and Related Bacteria (Cold Spring
Harbor Laboratory Press, 1992)) oder im Handbuch
"Manual of Methods for General Bacteriology" der
American Society for Bacteriology (Washington D. C.,
USA, 1981) nachgelesen werden.
Darüber hinaus kann auch die Expression des Transa
minase (brnA)-Gens reduziert werden. So kann die
Promoter- und Regulationsregion, die sich strom
aufwärts des Strukturgens befindet, mutiert werden.
In gleicher Weise wirken Expressionskassetten, die
stromaufwärts des Strukturgens eingebaut werden.
Durch regulierbare Promotoren ist es zusätzlich
möglich, die Expression im Verlaufe der fermentativen
D-Pantothenatbildung zu reduzieren. Daneben
ist aber auch eine Regulation der Translation mög
lich, indem beispielsweise die Stabilität der m-RNA
reduziert wird. Desweiteren können Gene verwendet
werden, die für das entsprechende Enzym mit gerin
ger Aktivität codieren. Alternativ kann weiterhin
eine reduzierte Expression des Transaminase-Gens
durch Veränderung der Medienzusammensetzung und
Kulturführung erreicht werden. Anleitungen findet
der Fachmann unter anderem bei Martin et al.
(Bio/Technology 5, 137-146 (1987)), bei Guerrero et
al. (Gene 138, 35-41 (1994)), Tsuchiya und Morinaga
(Bio/Technology 6, 428-430 (1988)), bei Eikmanns et
al. (Gene 102, 93-98 (1991)), in der Europäischen
Patentschrift EPS 0 472 869, im US Patent
4,601,893, bei Schwarzer und Pühler (Bio/Technology
9, 84-87 (1991), bei Remscheid et al. (Applied and
Environmental Microbiology 60, 126-132 (1994)),
bei LaBarre et al. (Journal of Bacteriology 175,
1001-1007 (1993)) und in der Patentanmeldung
WO 96/15246.
Die Mikroorganismen, die Gegenstand der vorliegen
den Erfindung sind, können Pantothensäure aus Glu
cose, Saccharose, Lactose, Fructose, Maltose, Me
lasse, Stärke, Cellulose oder aus Glycerin und Et
hanol herstellen. Es kann sich um Gram-negative
Bakterien, wie z. B. Escherichia coli, oder Gram
positive Bakterien, z. B. der Gattung Bacillus oder
um coryneforme Bakterien der Gattungen Coryne
bacterium oder Arthrobacter handeln. Bei der Gat
tung Corynebacterium ist insbesondere die Art Corynebacterium
glutamicum zu nennen, die in der Fach
welt für ihre Fähigkeit bekannt ist, nieder
molekulare Metabolite wie D-Pantothensäure oder
Aminosäuren zu bilden. Zu dieser Art gehören Wild
typstämme, wie z. B. Corynebacterium glutamicum
ATCC 13032, Brevibacterium flavum ATCC14067, Cory
nebacterium melassecola ATCC17965 und andere.
Zur Isolierung des Gens brnA von C. glutamicum oder
anderer Gene wird zunächst eine Genbank angelegt.
Das Anlegen von Genbanken ist in allgemein bekann
ten Lehrbüchern und Handbüchern niedergeschrieben.
Als Beispiel seien das Lehrbuch von Winnacker: Gene
und Klone, Eine Einführung in die Gentechnologie
(Verlag Chemie, Weinheim, Deutschland, 1990) oder
das Handbuch von Sambrook et al.: Molecular
Cloning, A Laboratory Manual (Cold Spring Harbor
Laboratory Press, 1989) genannt. Eine bekannte Gen
bank ist die des E. coli K-12 Stammes W3110, die
von Kohara et al. (Cell 50, 495-508 (1987)), die
in λ-Vektoren angelegt wurde. Bathe et al. (Molecu
lar and General Genetics, 252: 255-265, 1996) be
schreiben eine Genbank von C. glutamicum 13032, die
mit Hilfe des Cosmidvektors SuperCos I (Wahl et
al., 1987, Proceedings of the National Academy of
Sciences USA, 84: 2160-2164) im E. coli K-12 NM554
(Raleigh et al., 1988, Nucleic Acids Research
16: 1563-1575) angelegt wurde. Als Wirte eignen sich
besonders solche C. glutamicum Stämme, die restrik
tions- und rekombinationsdefekt sind. Ein Beispiel
hierfür ist der Stamm R127, der von Liebl et al.
(FEMS Microbiol. Lett. 65: 269-304) beschrieben
wurde.
Die Genbank wird anschließend in einen Indikator
stamm durch Transformation (Hanahan, Journal of Mo
lecular Biology 166, 557-580, 1983) oder Elektro
poration (Tauch et. al., 1994, FEMS Microbiological
Letters, 123: 343-347) eingebaut. Der Indikatorstamm
zeichnet sich dadurch aus, daß er eine Mutation in
dem interessierenden Gen besitzt, die einen detek
tierbaren Phänotyp, z. B. eine Auxotrophie hervor
ruft. Die Indikatorstämme bzw. Mutanten sind aus
publizierten Quellen oder Stammsammlungen erhält
lich oder müssen gegebenenfalls selbst hergestellt
werden. Ein Beispiel hierfür ist die im Rahmen der
vorliegenden Erfindung isolierte C. glutamicum
Mutante R127/12, die in dem für die Transaminase
codierendem brnA-Gen defekt ist. Nach erfolgreicher
Transformation des Indikatorstammes, wie z. B. der
brnA-Mutante mit einem rekombinanten Plasmid, kom
pensiert das Plasmid die Eigenschaft des Indi
katorstammes, wie z. B. die Bedürftigkeit für die
verzweigtkettigen Aminosäuren L-Isoleucin, L-Valin,
L-Leucin. Das Plasmid komplementiert den geneti
schen Funktionsdefekt des Indikatorstammes.
Das dergestalt isolierte Gen bzw. DNA-Fragment kann
durch Bestimmung der Sequenz, wie z. B. bei Sanger
et al. (Proceedings of the National of Sciences of
the United States of America USA, 74: 5463-5467,
1977) beschrieben und charakterisiert werden. An
schließend kann der Grad an Identität zu bekannten
Genen, die in Datenbanken wie z. B. der GenBank
(Benson et el., 1998, Nuleic Acids Research, 26: 1-
7) enthalten sind, mit publizierten Methoden (Alt
schul et al., 1990, Journal of Molecular Biology
215: 403-410) analysiert werden.
Auf diese Weise wurde die neue für das Gen brnA co
dierende DNA-Sequenz von C. glutamicum erhalten,
die als SEQ-ID-NR. 1 Bestandteil der vorliegenden
Erfindung ist. Weiterhin wurden aus der vorliegen
den DNA-Sequenz mit den oben beschriebenen Methoden
die Aminosäuresequenz der Transaminase abgeleitet.
In SEQ-ID-NR. 2 ist die sich ergebende Aminosäure
sequenz des brnA-Genproduktes dargestellt.
Die erfindungsgemäß hergestellten Mikroorganismen
können kontinuierlich oder diskontinuierlich im
batch-Verfahren (Satzkultivierung) oder im fed
batch (Zulaufverfahren) oder repeated fed batch-
Verfahren (repetitives Zulaufverfahren) zum Zwecke
der Pantothensäureproduktion kultiviert werden.
Eine Zusammenfassung über bekannte Kultivierungsme
thoden ist im Lehrbuch von Chmiel (Bioprozesstech
nik 1. Einführung in die Bioverfahrenstechnik (Gu
stav Fischer Verlag, Stuttgart, 1991)) oder im
Lehrbuch von Storhas (Bioreaktoren und periphere
Einrichtungen (Vieweg Verlag, Braunschweig/Wiesba
den, (1994)) beschrieben.
Das zu verwendende Kulturmedium muß in geeigneter
Weise den Ansprüchen der jeweiligen Mikroorganismen
genügen. Beschreibungen von Kulturmedien verschiedener
Mikroorganismen sind im Handbuch "Manual of
Methods for General Bacteriology" der American
Society for Bacteriology (Washington D. C., USA,
1981) enthalten. Als Kohlenstoffquelle können Zuc
ker und Kohlehydrate, wie z. B. Glucose, Saccharose,
Lactose, Fructose, Maltose, Melasse, Stärke und
Cellulose, Öle und Fette, wie z. B. Sojaöl, Sonnen
blumenöl, Erdnussöl und Kokosfett, Fettsäuren, wie
z. B. Palmitinsäure, Stearinsäure und Linolsäure,
Alkohole, wie z. B. Glycerin und Ethanol und orga
nische Säuren, wie z. B. Essigsäure, verwendet wer
den. Diese Stoffe können einzeln oder als Mischung
verwendet werden. Als Stickstoffquelle können orga
nische stickstoffhaltige Verbindungen wie Peptone,
Hefeextrakt, Fleischextrakt, Malzextrakt, Mais
quellwasser, Sojabohnenmehl und Harnstoff oder an
organische Verbindungen wie Ammoniumsulfat, Ammoni
umchlorid, Ammoniumphosphat, Ammoniumcarbonat und
Ammoniumnitrat verwendet werden. Die Stickstoff
quellen können einzeln oder als Mischung verwendet
werden. Als Phosphorquelle können Kaliumdihydrogen
phosphat oder Dikaliumhydrogenphosphat oder die
entsprechenden natriumhaltigen Salze verwendet wer
den. Das Kulturmedium muß weiterhin Salze von Me
tallen enthalten, wie z. B. Magnesiumsulfat oder
Eisensulfat, die für das Wachstum notwendig sind.
Schließlich können essentielle Wuchsstoffe wie Ami
nosäuren und Vitamine zusätzlich zu den oben ge
nannten Stoffen eingesetzt werden. Dem Kulturmedium
können überdies Vorstufen der Pantothensäure, wie
z. B. β-Alanin oder L-Valin, zugesetzt werden. Die
genannten Einsatzstoffe können zur Kultur in Form
eines einmaligen Ansatzes hinzugegeben oder in ge
eigneter Weise während der Kultivierung zugefüttert
werden.
Zur pH-Kontrolle der Kultur werden basische Verbin
dungen wie Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid, Ammoni
ak oder saure Verbindungen wie Phosphorsäure oder
Schwefelsäure in geeigneter Weise eingesetzt. Zur
Kontrolle der Schaumentwicklung können Antischaum
mittel, wie z. B. Fettsäurepolyglykolester, einge
setzt werden. Zur Aufrechterhaltung der Stabilität
von Plasmiden können dem Medium geeignete selektiv
wirkende Stoffe, z. B. Antibiotika, hinzugefügt wer
den. Um aerobe Bedingungen aufrechtzuerhalten wer
den Sauerstoff oder sauerstoffhaltige Gasmischun
gen, wie z. B. Luft, in die Kultur eingetragen. Die
Temperatur der Kultur liegt normalerweise bei 20°C
bis 50°C und vorzugsweise bei 25°C bis 45°C. Die
Kultur wird solange fortgesetzt, bis sich ein Maxi
mum an Pantothensäure gebildet hat. Dieses Ziel
wird normalerweise innerhalb von 10 bis 160 Stunden
erreicht.
Die Konzentration an gebildeter Pantothensäure kann
mit bekannten Verfahren (Velisek; Chromatographic
Science 60, 515-560 (1992)) bestimmt werden. Zur
mikrobiologischen Bestimmung von Pantothensäure
wird gebräuchlicherweise der Stamm Lactobacillus
plantarum ATCC8014 eingesetzt (U.S. Pharmacopeia
1980; AOAC International 1980). Darüber hinaus
werden auch andere Testorganismen, wie z. B.
Pediococcus acidilactici NCIB6990 zur mikrobiologischen
Bestimmung von Pantothenatkonzentrationen
eingesetzt (Sollberg and Hegna; Methods in Enzymo
logy 62, 201-204 (1979)).
Folgende Mikroorganismen wurden am 22.12.2000 bei der
Deutschen Sammlung für Mikrorganismen und Zellkulturen
(DSMZ, Braunschweig, Deutschland) gemäß Budapester Ver
trag hinterlegt:
Corynebacterium glutamicum 13032ΔbrnA als DSM 13971
Corynebacterium glutamicum R127/12 als DSM 13970
Corynebacterium glutamicum 13032ΔbrnA als DSM 13971
Corynebacterium glutamicum R127/12 als DSM 13970
Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprü
chen angegeben.
Die Zeichnungen zeigen eine beispielhafte Ausführungs
form des erfindungsgemäßen Verfahrens:
Es zeigt:
Fig. 1 Plasmidvektor pJC1brnA
Fig. 2 Plasmidvektor pK19mobsacΔbrnA
Bei den Angaben der Basenpaarzahlen handelt es sich um
ca. -Werte, die im Rahmen der Reproduzierbarkeit erhal
ten werden. Die in den Figuren verwendeten Abkürzungen
haben folgende Bedeutung:
aminopep: Kodierbereich des Aminopeptidasegens
ApaLI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms ApaLI
ApoI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms ApoI
Asp7181: Schnittstelle des Restriktionsenzyms Asp7181
AvaI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms AvaI
BalI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms BalI
BamHI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms BamHI
BclI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms BclI
BgII: Schnittstelle des Restriktionsenzyms BgII
BglII: Schnittstelle des Restriktionsenzyms BglII
brnA: Kodierbereich des Transaminasegens
bsp: Basenpaare
BspH:I Schnittstelle des Restriktionsenzyms BspHI
BsrDi: Schnittstelle des Restriktionsenzyms BsrDi
BsrGI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms BsrGI
Bsu36I: Schnittstelle des Restriktionsenzyms Bsu36I
dbrnA: Deletiertes brnA Gen
DraIII: Schnittstelle des Restriktionsenzyms DraIII
DsaI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms DsaI
Eco47III: Schnittstelle des Restriktionsenzyms Eco47III
EcoRI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms EcoRI
HindIII: Schnittstelle des Restriktionsenzyms HindIII
Kan: Kodierbereich des Kanamycinresistenzgens
KpnI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms KpnI
NaeI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms NaeI
NcoI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms NcoI
NheI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms NheI
OriT: Origin of transfer
OriV: Origin der vegetativen Replikation
oxred': Kodierbereich des Oxidoreduktasegens
PstI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms PstI
PvuI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms PvuI
RsrII: Schnittstelle des Restriktionsenzyms RsrII
SacB: Kodierbereich des Sucroseresistenzgens
SalI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms SalI
SexAI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms SexAI
SgrAI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms SgrAI
SmaI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms SmaI
SphI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms SphI
Sse8387I: Schnittstelle des Restriktionsenzyms Sse8387I
Tth111I: Schnittstelle des Restriktionsenzyms Tth111I
XbaI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms XbaI
XhoI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms XhoI
XmaI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms XmaI
aminopep: Kodierbereich des Aminopeptidasegens
ApaLI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms ApaLI
ApoI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms ApoI
Asp7181: Schnittstelle des Restriktionsenzyms Asp7181
AvaI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms AvaI
BalI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms BalI
BamHI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms BamHI
BclI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms BclI
BgII: Schnittstelle des Restriktionsenzyms BgII
BglII: Schnittstelle des Restriktionsenzyms BglII
brnA: Kodierbereich des Transaminasegens
bsp: Basenpaare
BspH:I Schnittstelle des Restriktionsenzyms BspHI
BsrDi: Schnittstelle des Restriktionsenzyms BsrDi
BsrGI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms BsrGI
Bsu36I: Schnittstelle des Restriktionsenzyms Bsu36I
dbrnA: Deletiertes brnA Gen
DraIII: Schnittstelle des Restriktionsenzyms DraIII
DsaI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms DsaI
Eco47III: Schnittstelle des Restriktionsenzyms Eco47III
EcoRI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms EcoRI
HindIII: Schnittstelle des Restriktionsenzyms HindIII
Kan: Kodierbereich des Kanamycinresistenzgens
KpnI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms KpnI
NaeI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms NaeI
NcoI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms NcoI
NheI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms NheI
OriT: Origin of transfer
OriV: Origin der vegetativen Replikation
oxred': Kodierbereich des Oxidoreduktasegens
PstI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms PstI
PvuI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms PvuI
RsrII: Schnittstelle des Restriktionsenzyms RsrII
SacB: Kodierbereich des Sucroseresistenzgens
SalI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms SalI
SexAI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms SexAI
SgrAI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms SgrAI
SmaI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms SmaI
SphI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms SphI
Sse8387I: Schnittstelle des Restriktionsenzyms Sse8387I
Tth111I: Schnittstelle des Restriktionsenzyms Tth111I
XbaI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms XbaI
XhoI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms XhoI
XmaI: Schnittstelle des Restriktionsenzyms XmaI
Die vorliegende Erfindung wird im folgenden anhand von
Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Der Stamm Corynebacterium glutamicum R127 (Haynes 1989,
FEMS Microbiology Letters 61: 329-334) wurde mit
N-methyl-N-nitro-N-nitrosoguanidin mutagenisiert
(Sambrook et al., Molecular cloning. A laboratory
manual (1989) Cold Spring Harbour Laboratory Press).
Dazu wurden 5 ml einer über Nacht angezogenen Coryne
bacterium glutamicum Kultur mit 250 µl N-methyl-N-
nitro-N-nitrosoguanidin (5 mg/ml Dimethylformamid)
versetzt und 30 Minuten bei 30°C und 200 Upm inkubiert
(Adelberg 1958, Journal of Bacteriology 76: 326). Die
Zellen wurden anschließend zweimal mit steriler NaCl-
Lösung (0,9%) gewaschen. Durch Replikaplattierung auf
Minimalmediumplatten CGXII mit 15 g/l Agar (Keilhauer
et al Journal of Bacteriology 175: 5595-5603), wurden
Mutanten isoliert, die bei Zugabe von L-Valin, L-Iso
leucin und L-Leucin (je 0,1 g/l) wuchsen, aber nicht
bei Zugabe von Keto-Valin, Keto-Isoleucin und Keto-
Leucin (je 0,1 g/l).
Die Enzymaktivität der Transaminase wurde im Rohextrakt
dieser Mutanten bestimmt. Dazu wurden die Klone in
60 ml LB-Medium kultiviert und in der exponentiellen
Wachstumsphase abzentrifugiert. Das Zellpellet wurde
einmal mit 0,05 M Kaliumphosphatpuffer gewaschen und im
selben Puffer resuspendiert. Der Zellaufschluß erfolgte
mittels 10 minütiger Ultraschallbehandlung (Branson-
Sonifier W-250, Branson Sonic Power Co, Danbury, USA).
Anschließend wurden die Zelltrümmer durch eine 30 minü
tige Zentrifugation bei 13000 rpm und 4°C abgetrennt
und der Überstand als Rohextrakt in den Enzymtest ein
gesetzt. Der Reaktionsansatz des Enzymtests enthielt
0,2 ml 0,25 M Tris/HCl, pH 8, 0,05 ml Rohextrakt, und
0,1 ml 2,5 mM Pyridoxalphosphat, 0,1 ml 40 mM Ketoiso
caproat und 0,1 ml 0,5 M Na-Glutamat. Die Testansätze
wurden bei 30°C inkubiert, nach 10, 20 und 30 Minuten
wurden je 200 µl Proben genommen und deren Leucinkon
zentration mittels HPLC-Analytik bestimmt (Hara et al.,
1985, Analytica Chimica Acta 172: 167-173). Wie Tabelle
1 zeigt, weist der Stamm R127/12 keine Transaminase Ak
tivität auf.
Chromosomale DNA aus Corynebacterium glutamicum 13032
wurde wie bei Schwarzer und Pühler (Bio/Technology 9
(1990) 84-87) beschrieben isoliert. Diese wurde mit dem
Restriktionsenzym Sau3A (Boehringer Mannheim) gespalten
und durch Saccharose-Dichte-Gradienten-Zentrifugation
(Sambrook et al., Molecular cloning. A laboratory man
ual (1989) Cold Spring Harbour Laboratory Press) auf
getrennt. Die Fraktion mit dem Fragmentgrößenbereich
von etwa 6-10 kb wurde zur Ligation mit dem Vektor pJC1
(Cremer et al., Molecular and General Genetics 220
(1990) 478-480) eingesetzt. Der Vektor pJC1 wurde hier
zu mit BamHI linearisiert und dephosphoryliert. Fünf ng
davon wurden mit 20 ng der genannten Fraktion der chro
mosomalen DNA ligiert und damit die Mutante R127/12
durch Elektroporation (Haynes und Britz, FEMS Microbio
logy Letters 61 (1989) 329-334) transformiert. Die
Transformanten wurden auf die Fähigkeit getestet auf
CGXII Agarplatten ohne Zugabe der verzweigtkettigen
Aminosäuren wachsen zu können. Von über 5000 getesteten
Transformanden wuchsen nach Replicaplattierung und
zweitägiger Inkubation bei 30°C 8 Klone auf Minimalme
diumplatten. Von diesen Klonen wurden Plasmidpräpara
tionen, wie bei Schwarzer et al. (Bio/Technology (1990)
9: 84-87) beschrieben, durchgeführt. Restriktionsanaly
sen der Plasmid-DNA ergaben, daß in allen 8 Klonen das
selbe Plasmid, im folgenden pJC1brnA genannt, enthalten
war. Das Plasmid trägt ein Insert von 6,1 kb und wurde
durch Retransformation auf seine Fähigkeit, die brnA-
Mutante R127/12 zu komplementieren, getestet. Durch
Subklonierung wurde der für die Komplementation der
Mutante R127/12 verantwortliche Bereich auf ein 1,5 kb
BglI/NaeI-Fragment eingegrenzt.
Die Nukleinsäuresequenz des 1,5 kb BglI/NaeI-Fragments
wurde nach der Dideoxy-Kettenabbruchmethode von Sanger
et al. durchgeführt (Proceedings of the National of
Sciences of the United States of America USA (1977) 74:
5463-5467). Dabei wurde der Auto-Read Sequencing kit
verwendet (Amersham Pharmacia Biotech, Uppsala, Schwe
den). Die gelelektrophoretische Analyse erfolgte mit
dem automatischen Laser-Fluoreszenz Sequenziergerät
(A.L.F.) von Amersham Pharmacia Biotech (Uppsala,
Schweden). Die erhaltene Nukleotidsequenz wurde mit dem
Programmpaket HUSAR (Release 4.0, EMBL, Cambridge, GB)
analysiert. Die Nukleotidsequenz mit den flankierenden
Bereichen BglI/NaeI ist als SEQ-ID-Nr. 1 wiedergegeben.
Die Analyse ergab ein offenes Leseraster von 1573 Ba
senpaaren, das als brnA-Gen identifiziert wurde und für
ein Polypeptid von 367 Aminosäuren codiert, das als
SEQ-ID-NR. 2 wiedergegeben ist.
Das Plasmid pJC1 wurde mit den Restriktionsenzymen BglI
und NaeI entsprechend den Angaben des Herstellers des
Restriktionsenzyms verdaut (Roche, Boehringer Mann
heim). Anschließend wurde das 1,5 kb BglI/NaeI-Fragment
mittels Ionenaustauschersäulchen isoliert (Quiagen,
Hilden). Der überhängende BglI Schnitt des isolierten
Fragmentes wurde mit Klenow Polymerase aufgefüllt. Der
Vektor pJC1 (Cremer et al., Mol. Gen. Genet (1990)
220: 478-480) wurde PstI-geschnitten, ebenfalls mit
Klenow Polymerase behandelt, und anschließend Fragment
und Vektor ligiert. Mit dem Ligationsansatz wurde der
E. coli Stamm DH5αmcr (Grant et al., Proceedings of the
National of Sciences of the United States of America
USA, 87 (1990) 4645-4649) transformiert (Hanahan, Jour
nal of Molecular Biology 166 (1983) 557-580). Durch
Plasmidpräparationen (Sambrook et al., Molecular clon
ing. A laboratory manual (1989) Cold Spring Harbour
Laboratory Press) von Klonen wurde ein Klon identi
fiziert, der das rekombinante Plasmid pJC1brnA
enthielt. Mit diesem Plasmid wurde Corynebacterium
glutamicum R127 mittels Elektroporation transformiert
wie bei Haynes et al. (1989, FEMS Microbiol. Lett. 61:
329-334) beschrieben. Von Corynebacterium glutamicum
R127 pJC1 und Corynebacterium glutamicum R127 pJC1brnA
wurde anschließend die durch brnA codierte Transamina
se-Aktivität bestimmt. Dazu wurden die Klone in 60 ml
LB-Medium kultiviert und in der exponentiellen Wachs
tumsphase abzentrifugiert. Das Zellpellet wurde einmal
mit 0,05 M Kaliumphosphatpuffer gewaschen und im selben
Puffer resuspensiert. Der Zellaufschluß erfolgte mit
tels 10 minütiger Ultraschallbehandlung (Branson-
Sonifier W-250, Branson Sonic Power Co, Danbury, USA).
Anschließend wurden die Zelltrümmer durch eine 30 minü
tige Zentrifugation bei 13000 rpm und 4°C abgetrennt
und der Überstand als Rohextrakt in den Enzymtest ein
gesetzt. Der Reaktionsansatz des Enzymtests enthielt
0,2 ml 0,25 M Tris/HCl, pH 8, 0,05 ml Rohextrakt, und
0,1 ml 2,5 mM Pyridoxalphosphat, 0,1 ml 40 mM Ketoiso
caproat und 0,1 ml 0,5 M Na-Glutamat. Die Testansätze
wurden bei 30°C inkubiert, nach 10, 20 und 30 Minuten
wurden je 200 µl Proben genommen und deren Leucinkon
zentration mittels HPLC-Analytik bestimmt (Hara et al.
1985, Analytica Chimica Acta 172: 167-173). Wie Tabelle
2 zeigt, weist der Stamm Corynebacterium glutamicum
R127 pJC1brnA eine gesteigerte Transaminase-Aktivität
gegenüber dem Kontrollstamm auf.
Die interne Deletion des brnA-Gens von Corynebacterium
glutamicum 13032 wurde mit dem bei Schäfer et al. (Gene
145: 69-73 (1994)) beschriebenen System zum Genaus
tausch durchgeführt. Zur Konstruktion des Inaktivie
rungsvektors pK19mobsacBΔbrnA wurde zunächst das 1,5 kb
BglI/NaeI-Fragment in die SmaI Schnittstelle des Vek
tors pUC18 kloniert. Aus dem resultierenden Vektor
pUC18brnA wurde ein internes 770 bp DraIII-Fragment
entfernt. Hierzu wurde der Vektor mit DraIII geschnit
ten und, nach Abtrennung des brnA internen DraIII-
Fragmentes, mittels Agarosegelelektrophorese religiert.
Anschließend wurde aus dem Vektor das unvollständige
Gen als XhoI/SalI-Fragment isoliert und in den mit
XhoI/SalI linearisierten Vektor pK19mobsacB (Schäfer
1994, Gene 145: 69-73) ligiert. Der erhaltene Inakti
vierungsvektor pK19mobsacBΔbrnA wurde durch Transforma
tion in den E. coli Stamm S 17-1 eingebracht (Hanahan
1983, Journal of Molecular Biology 166: 557-580) und
per Konjugation nach Corynebacterium glutamicum 13032
transferiert (Schäfer et al. 1990, Journal of Bacterio
logy 172: 1663-1666). Es wurden Kanamycin-resistente
Klone von Corynebacterium glutamicum erhalten, bei de
nen der Inaktivierungsvektor im Genom integriert vor
lag. Um auf die Excision des Vektors zu selektionieren,
wurden Kanamycin-resistente Klone auf Saccharose
haltigem LB-Medium ((Sambrook et al., Molecular
cloning. A laboratory manual (1989) Cold Spring Harbour
Laboratory Press)) mit 15 g/l Agar, 2% Glucose/10%
Saccharose) ausplattiert und Kolonien erhalten, welche
den Vektor durch ein zweites Rekombinationsereignis
wieder verloren haben (Jäger et al. 1992, Journal of
Bacteriology 174: 5462-5465). Durch Überimpfen auf Mi
nimalmediumplatten (Medium CGXII mit 15 g/l Agar (Keil
hauer et al., Journal of Bacteriology 175 (1993) 5595-
5603)) mit und ohne 2 mM L-Isoleucin, 2 mM L-Valin,
2 mM L-Leucin, bzw. mit und ohne 50 µg/ml Kanamycin
wurden 36 Klone isoliert, welche durch die Excision des
Vektors Kanamycin sensitiv und Isoleucin-Leucin-Valin
auxotroph waren und bei denen nun das unvollständige
brnA-Gen (ΔbrnA-Allel) im Genom vorlag. Der Stamm wurde
als Corynebacterium glutamicum 13032ΔbrnA bezeichnet
und weiter verwendet.
Zur Expression der Gene der Acetohydroxysäuresynthase
(ilvBN) und der Isomeroreduktase (ilvC) wurde der Vek
tor pECM3ilvBNCD benutzt (Sahm und Eggeling, Applied
and Environmental Microbiology 65 (1999) 1973-1979)
welcher ein Chloramphenicolresistenzgen trägt. Coryne
bacterium glutamicum 13032ΔbrnA wurde mit pECM3ilvBNCD
transformiert wie bei Schäfer et al., (Gene (1994) 145:
69-73) beschrieben. Der resultierende Stamm Corynebac
terium glutamicum 13032ΔbrnA pECM3ilvBNCD wurde mit dem
bei Sahm und Eggeling beschriebenen Vektor pEKEx2panBC
transformiert (Applied and Environmental Microbiology
65 (1999), 1973-1979).
Zur Untersuchung ihrer Pantothenatbildung wurden die in
Tabelle 4 angegebenen Stämme in 60 ml Brain Heart Infu
sion-Medium (Difco Laboratories, Detroit, USA) für 14 h
bei 30°C vorkultiviert. Anschließend wurden die Zellen
einmal mit 0,9% NaCl-Lösung (w/v) gewaschen und mit
dieser Suspension je 60 ml CgXII-Medium so angeimpft,
daß die OD600 0,5 betrug. Das Medium war identisch mit
dem bei Keilhauer et al., (Journal of Bacteriology
(1993) 175: 5595-5603) beschriebenen Medium. Für die
Kultivierung der ΔbrnA Stämme enthielt das Medium aber
zusätzlich 2 mM L-Valin, L-Isoleucin und L-Leucin. Das
Medium ist in Tabelle 3 dargestellt.
Bei der Kultivierung der Stämme wurde das Medium nach 5
Stunden zusätzlich mit 1 mM Isopropylthio-β-D-
galactosid versetzt. Nach 48 stündiger Kultivierung
wurden Proben genommen, die Zellen abzentrifugiert und
der Überstand sterilfiltriert. Die Pantothenatkonzen
tration des Überstands wurde wie bei Sahm und Eggeling
beschrieben (Applied and Environmental Microbiology 65
(1999), 1973-1979) bestimmt. Die Ergebnisse sind in Ta
belle 4 dargestellt.
Tabelle 4
Claims (27)
1. In Mikroorganismen der Gattung Corynebacterium re
plizierbare, gegebenenfalls rekombinante DNA, die
- a) keine für eine Transaminase codierende Nucleo tidsequenz enthält oder
- b) eine für eine Transaminase codierende Nucleo tidsequenz enthält, die nicht oder gegenüber natürlich vorkommenden Nukleotidsequenzen ge ringer exprimiert wird.
2. Replizierbare DNA gemäß Anspruch 1, deren Nucleo
tidsequenz
- a) keine für das brnA-Gen (Transaminase) codierende Nukleotidsequenz enthält oder
- b) eine für das brnA-Gen (Transaminase) codierende Nukleotidsequenz enthält, die nicht oder gegen über natürlich vorkommenden Nukleotidsequenzen geringer exprimiert wird.
3. Replizierbare DNA nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß diese im Fall b)
- a) eine Sequenz, dargestellt in Seq.-ID-Nr. 1, die für brnA codiert, umfaßt oder
- b) eine Sequenz umfaßt, die der Sequenz (i) inner halb des Bereichs der Degeneration des genetischen Codes entspricht; oder
- c) eine Sequenz umfaßt, die mit einer zur Sequenz (i) oder (ii) komplemetären Sequenz hybridisiert, und gegebenenfalls
- d) funktionsneutrale Sinnmutationen in (i) um faßt.
4. Replizierbare DNA nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Erzielung der geringeren Expression die
Promotor- und Regulationsregion, die sich stromauf
wärts des Strukturgens befindet, mutiert ist.
5. Replizierbare DNA nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Erzielung der geringeren Expression, die
Expression des brnA-Gens in den Mikroorganismen
durch Verkürzung der Lebensdauer der entsprechenden
m-RNA und/oder der Beschleunigung des Abbaus des
zugehörigen Enzymproteins beschleunigt ist.
6. Mikroorganismen,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie eine Nukleotidsequenz gemäß einem der An
sprüche 1 bis 5 enthalten.
7. Plasmidvektor pK19mobsacBΔbrnA,
gekennzeichnet durch die in Fig. 2 wiedergegebene
Restriktionskarte, hinterlegt als Corynebacterium
glutamicum 13032ΔbrnA unter der Bezeichnung DSM
13971.
8. Verfahren zur fermentativen Herstellung von Panto
thensäure,
dadurch gekennzeichnet,
daß für die Transaminase codierende Nukleotidse
quenzen in Mikroorganismen deletiert werden oder
gegenüber natürlich vorkommenden Sequenzen nicht
oder geringer exprimiert werden und diese Mikroor
ganismen zur Fermentation eingesetzt werden.
9. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die für das brnA-Gen codierende Nukleotidse
quenz in Mikroorganismen deletiert wird oder gegen
über natürlich vorkommenden Sequenzen geringer ex
primiert wird und diese Mikroorganismen zur Fermen
tation einsetzt werden.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Erzielung der geringeren Expression, die
sich stromaufwärts des Strukturgens befindende Pro
motor- und Regulationsregion mutiert wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Erzielung der geringeren Expression die Ex
pression des brnA-Gens in den Mikroorganismen durch
eine Verkürzung der Lebensdauer der entsprechenden
m-RNA durchgeführt wird und/oder der Abbau des zu
gehörigen Enzymproteins beschleunigt wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß man die DNA nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
in Mikroorganismen repliziert und (über)exprimiert,
die eine oder mehrere Metabolit- und/oder Antimeta
bolit-Resistenzmutationen aufweisen.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Plasmidvektor pJC1brnA, gekennzeichnet
durch die in Fig. 1 wiedergegebene Restriktions
karte, in Mikroorganismen mit einer inaktivierten
Transaminase eingesetzt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Mikroorganismus Corynebacterium glutamicum
R127/12, hinterlegt unter der Bezeichnung DSM
13970, eingesetzt wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens ein Komponente aus der Gruppe der
Gene ilvBN, ilvC, ilvD, panB, panC und panD in Mi
kroorganismen gegenüber den in Wildstämmen vorkom
menden entsprechenden Genen verstärkt werden, und
diese Mikroorganismen zur Fermentation eingesetzt
werden.
16. Verfahren nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß man zur Erzielung der Verstärkung die Kopien
zahl der Gene bzw. Nukleotidsequenzen durch Transformation
von Mikroorganismen mit diesen Gene bzw.
Nukleotidsequenzen tragenden Plasmidvektoren oder
durch chromosomale Amplifikation erhöht.
17. Verfahren nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß man zur Erzielung der Verstärkung die sich
stromaufwärts des Strukturgens befindende Promotor-
und Regulationsregion mutiert.
18. Verfahren nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß man zur Erzielung der Verstärkung stromaufwärts
der Strukturgene Expressionskassetten einbaut.
19. Verfahren nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß man die Expression mindestens einer Komponente
aus der Gruppe der Gene ilvBN, ilvC, ilvD, panB,
panC und panD in den Mikroorganismen durch Verlän
gerung der Lebensdauer der entsprechenden m-RNA
und/oder Verhinderung des Abbaus der zugehörigen
Enzymproteine verbessert.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 19,
dadurch gekennzeichnet,
daß man die Mikroorganismen zur Verringerung der
Expression des brnA-Gens bzw. zur Erzielung der
Überexpression mindestens einer Komponente aus der
Gruppe der Gene ilvBN, ilvC, ilvD, panB, panC und
panD in geänderten Kulturmedien fermentiert
und/oder die Fermentationsführung ändert.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 20,
dadurch gekennzeichnet,
daß man Mikroorganismen einsetzt, in denen die
Stoffwechselwege zumindest teilweise ausgeschaltet
sind, die die Pantothenat-(Pantothensäure)-bildung
verringern.
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 21,
dadurch gekennzeichnet,
daß man mit verschiedenen kompatiblen, mindestens
eine Komonente aus der Gruppe der Gene ilvBN, ilvC,
ilvD, panB, panC, und panD enthaltenden und das Gen
brnA nicht enthaltenden Plasmidvektoren transfor
mierte Mikroorganismen einsetzt.
23. Verfahren nach Anspruch 22,
dadurch gekennzeichnet,
daß man Mikroorganismen einsetzt, die mit einem
Plasmidvektor pK19mobsacBΔbrnA transformiert sind.
24. Verfahren zur Herstellung von Pantothensäure,
dadurch gekennzeichnet,
daß man folgende Schritte durchführt:
- a) Fermentation von Mikroorganismen gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, in denen das brnA-Gen deletiert oder geringer ex primiert wird und gegebenenfalls mindestens eine Komponente aus der Gruppe der Gene ilvBN, ilvC, ilvD, panB, panC und panD verstärkt wird,
- b) Anreicherung der Pantothensäure im Medium oder in den Zellen der Mikroorganismen, und
- c) Isolieren der Pantothensäure.
25. Verfahren nach Anspruch 24,
dadurch gekennzeichnet,
daß die überexprimierten Gene aus Mikroorganismen
der Gattungen Corynebacterium oder Escherichia
stammen.
26. Verfahren nach einem der Ansprüche 24 bis 25,
dadurch gekennzeichnet,
daß man in Stufe a) als Vorstufe β-Alanin oder L-
Valin zusetzt.
27. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorherge
henden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß man Mikroorganismen der Gattungen Escherichia
oder Corynebacterium einsetzt.
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