DE1006650B - Dibbelschar mit Zellenrad - Google Patents
Dibbelschar mit ZellenradInfo
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- DE1006650B DE1006650B DEL12939A DEL0012939A DE1006650B DE 1006650 B DE1006650 B DE 1006650B DE L12939 A DEL12939 A DE L12939A DE L0012939 A DEL0012939 A DE L0012939A DE 1006650 B DE1006650 B DE 1006650B
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01C—PLANTING; SOWING; FERTILISING
- A01C7/00—Sowing
- A01C7/18—Machines for depositing quantities of seed at intervals
- A01C7/185—Foot valves
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Soil Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Sowing (AREA)
Description
Um beim Anbau von Rüben das Versetzen der jungen Pflanzen, d. h. ihr Vereinzeln auf etwa 25 cm Abstand,
zu vermeiden, hat man vorgeschlagen, die in Abständen aus der hochliegenden Dosierstelle durch
den Schlauch zum Schar laufenden Samen am Schar selbst zu sammeln und dann in Intervallen hinausfallen
zu lassen. Ein solcher Driller arbeitet aber nur dann in der gewünschten Weise, wenn er sehr langsam
fortbewegt wird. Bei einer Fortbewegungsgeschwindigkeit des Drillers von über 1 m/Sek. fallen
die Samen nicht mehr in zusammenhängenden Klümpchen hinunter, sondern der Samenklumpen löst sich
zu einer Reihe auf, weil die einzelnen Samenkörner von der Fläche des Verschlußorgans der Sammelvorrichtung,
durch Reibung behindert, hintereinander in unkontrollierbaren Abständen voneinander hinabrutschen
und nicht zusammenhängend fallen.
Da die freie Fallgeschwindigkeit nicht genügt, um die Körner des Samenhäufchens in der gewollten Ordnung
in die Erde zu bringen, müssen sie mit künstlich erhöhter Geschwindigkeit ausgestoßen werden, wobei
es vorteilhaft ist, diese Geschwindigkeit annähernd gleich oder größer zu machen als die der gleichzeitig
erfolgenden Fortbewegung des Säschars im Acker. Es ist bekannt, zu diesem Zweck in der Nähe des
Ackerbodens hinter dem Schar ein Rad anzuordnen, das mit Zellen zur Aufnahme dosierter Samenmengen
versehen ist. In diesen Zellen sind von Federn beeinflußte Kolben angeordnet, die durch eine Nockenfläche
zwecks Aufnahme der Samenmenge aus dem über dem Rad angeordneten Trichter zurückgezogen
werden, sobald sie in die Nähe des Trichters kommen, und von der Nockenfläche freigegeben werden,
wenn sie iti Bodennähe kommen, um die Samen auszustoßen. Eine derartige Vorrichtung ist im Bau
teuer. Zellen und Kolben können kaum derart klein ausgeführt werden, daß sie nur eine so geringe Samenmenge
aufnehmen, wie es für Einsparung von Samen und Hackarbeit erforderlich ist. Ferner ist die Gefahr
des Federbruchs und der Verschmutzung erheblich, so daß eine dauernde Betriebsfähigkeit bei einer derartigen
Vorrichtung nicht gewährleistet ist.
Die Erfindung geht von einem Rad aus, das lediglich mit den Zellen zur Aufnahme der dosierten
Samenmengen versehen ist, also nicht außerdem mit in ihnen angeordneten, durch Federn beeinflußten
Kolben. Gemäß der Erfindung erfolgt das Ausstoßen der Samenkörner aus den Zellen dadurch, daß das
Rad durch seine Antriebsvorrichtung ruckweise in Teildrehung versetzt wird, so daß die Samenkörner
aus der jeweils an einem Kanal angelangten Zelle durch die ruckweise Teildrehung des Zellenrades ausgeworfen
werden. Eine derartige Vorrichtung ist ' Störungen nicht unterworfen und arbeitet infolge-
Anmelder:
Otto Lauenstein,
Wernigerode, Ilsenburger Str. 3
Otto Lauenstein, Wernigerode,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
dessen dauernd einwandfrei. Das Drehen des Zellenrades erfolgt vorteilhaft mittels auf eine Schaltklinke
wirkender aufgespeicherter Kraft, z. B. einer Feder, die nach Auslösen auf die Schaltklinke einwirkt und
ein vom Gehäuse umschlossenes Klinkenrad betätigt. Besonders vorteilhaft arbeitet die Vorrichtung,
wenn auf dem Zellenrad mehrere Zellen, z. B. drei, deren Zellengröße für die Aufnahme eines einzelnen
Saatkornes geeignet ist, nebeneinander angeordnet sind und die Anfänge der in der Zahl der nebeneinander
angeordneten Zellen vorgesehenen Führungskanäle in Fahrtrichtung nebeneinander, die Enden
jedoch hintereinander liegen.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsformen der Erfindung dargestellt.
Abb. 1 zeigt schematisch die Gesamtanordnung einer Ausführungsform in Seitenansicht;
Abb. 2 zeigt in größerem Maßstabe das Schar mit dem Zellenrad in Seitenansicht;
Abb. 3 zeigt den waagerechten Schnitt A-B in Abb. 2,
Abb. 4 den Schnitt C-D in Abb. 3;
Abb. 5 zeigt eine zweite Ausführungsform in Seitenansicht, bei der das Zellenrad mit mehreren Zellenreihen nebeneinander versehen ist;
Abb. 5 zeigt eine zweite Ausführungsform in Seitenansicht, bei der das Zellenrad mit mehreren Zellenreihen nebeneinander versehen ist;
Abb. 6 zeigt die Stirnansicht dieser Ausführungsform und
Abb. 7 die Draufsicht.
Bei der in Abb. 1 bis 4 gezeigten Ausführungsform ist 1 der Verteilerkasten der Drillmaschine, in welchem
sich eine normale Dosiervorrichtung befindet, welche die für das Dibbeln erforderliche Samenzahl
je Sekunde auswirft. Diese Samenmenge fällt durch den Schlauch 2 in den Kanal (Abb. 2), der zum
Zellenrad führt. Von dort gelangen die Samen in die Zellen 19 des Zellenrades 5, das in einem Mantel 20
sitzt. Auf der gleichen Achse mit Rad 5 sitzt das Klinkenrad 6 (Abb. 1), das durch die ruckweise arbei-
6O9 8SW5O
tende Klinke 7 um jeweils einen Zahn weiterbewegt
wird. Die Feder 8 verhindert ein Überschleudern des Zellenrades 5. Die stoßartige Bewegung der Klinke 7
wird dadurch erzielt, daß ein ■ Trockenrad 9 einen durch eine Feder 20a an einem Anschlag in Anlage gehaltenen
Hebel 10, dessen Drehpunkt bei 10° liegt, gegen den Zug der Feder 20° nach links bewegt und
ihn dann freigibt, so daß die Feder 20° den Hebel plötzlich wieder in seine Ruhestellung zurückführt.
Hierdurch erhält das Klinkenrad 6 einen scharfen Stoß, und die in der letzten Zelle des Zellenrades 5 befindlichen
Körner werden hinausgeschleudert und prallen gegen die am Schar angeordnete Prallfläche 14
(Abb. 2, 3 und 4).
Der Versuch hat gezeigt, daß bei Einbringen von zwei bis vier Samenkörnern in jede Zelle des Zellenrades
5 diese Körner auf die Prallfläche 14 im Abstand nebeneinander aufprallen, so daß, wenn sie
direkt von der Prallfläche nach unten in den Boden gelangten, sie auch im Boden nebeneinander liegen
würden. Um sie im Abstand hintereinander in den Boden einzubringen, schließen an die Prallfläche 14
Führungskanäle 15, 16, 17, 18 an, die im Querschnitt
quer zu ihrer Längsrichtung etwa kreisförmig begrenzt sind und von denen beispielsweise die Kanäle
15 und 16 schräg in Fahrtrichtung, die Rillen 17 und 18 schräg entgegengesetzt der Fahrtrichtung gerichtet
sind. Auch quer zur Fahrtrichtung sind die Kanäle schräg gegeneinander gerichtet, so daß, obwohl ihre
oberen Enden nebeneinander liegen, ihre unteren Enden in der Furchenlinie hintereinander münden.
Mit der dem Ausführungsbeispiel entsprechenden Vorrichtung werden also im Abstand von etwa 25 cm
voneinander je vier Samen, und zwar unter sich in einem Abstand von etwa 2 cm, hintereinander in die
Furche gelegt. Durch ein derartiges Einbringen der Samen wird das Auslichten der Pflanzen wesentlich
erleichtert. Es kann ohne weiteres mit der Hacke erfolgen. Außerdem bleibt, und zwar gerade wegen des
Einbringens der beispielsweise vier Samen hintereinander, die volle Furchenbreite für maschinelle Unkrautbeseitigung
frei.
Das zum Antrieb des Zellenrades 5 dienende Nockenrad 9 wird durch die Zahnräder 11, 11", 12
(Abb. 1) angetrieben. Um die Vorrichtung bei Nichtbenutzung auszuschalten, kann das Zahnrad lla durch
den Hebel 13 ausgeklinkt werden.
Bei der in den Abb. 5 bis 7 dargestellten Ausführungsform sind Teile, welche den Teilen der in Abb. 1
und 2 dargestellten Ausführungsform entsprechen, mit gleichen Bezugszeichen versehen. Das Zellenrad 5 besitzt
im Gegensatz zum Zellenrad 5 nach Ausführungsform gemäß Abb. 1 bis 4, das nur eine Reihe
von Zellen 19 aufweist, drei Reihen von Zellen 19 nebeneinander, wie aus Abb. 6 ersichtlich ist. Jede
dieser Zellenreihen wirkt mit einem der Führungskanäle 15 bzw. 16 bzw. 17 zusammen, die unmittelbar
vor den Zellenreihen münden. Die Zellen 19 sind so bemessen, daß jede nur ein Samenkorn aufnimmt.
Sie geben es direkt an die Führungskanäle ab.
Falls die Samenkörner, wie z. B. bei Zuckerrubensamen, sehr unregelmäßig gestaltet sind, werden sie
mit einer Umhüllung versehen und kalibriert. Die
ίο Umhüllung besteht vorzugsweise aus wachstumsfördernden
Materialien.
Das Schaltrad 6 ist bei der Ausführungsform nach Abb. 5 bis 7 innerhalb des das Verteilerrad umschließenden
Gehäuseteiles angeordnet, so daß es gegen
Verschmutzung geschützt ist.
Claims (6)
1. Dibbelschar mit Zellenrad, gekennzeichnet durch einen derart unterbrochenen Antrieb des
Zellenrades (5), daß der Samen aus dem Zellenrad hinausgeschleudert wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in Wurfrichtung des Zellenrades
(5) am Schar eine Prallfläche (14) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Drehen des Zellenrades
(5) mittels auf eine Schaltklinke (7) wirkender aufgespeicherter Kraft (15) erfolgt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß, gegebenenfalls an die
Prallfläche anschließend, im wesentlichen schräg gegeneinander gerichtete Führungsflächen (15, 16,
17, 18) vorgesehen sind, welche nebeneinanderliegende Samen derart gegen den Ackerboden führen,
daß die Samen sich im Abstand hintereinander einlegen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß insbesondere bei Verwendung
von kalibrierten Samenkörnern das Rad (5) mit über seine Breite verteilten Einzelkammern
zur Aufnahme je eines Samenkornes versehen ist und diese die Samen unmittelbar den
Führungsflächen (15, 16, 17, 18) zuführen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem oder mehreren der Unteransprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schaltklinke (7) auf ein vom Gehäuse der Vorrichtung umschlossenes Klinkenrad (6) einwirkt.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 816 460, 394 669,
237, 245 587, 833 265.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEL12939A DE1006650B (de) | 1952-07-24 | 1952-07-24 | Dibbelschar mit Zellenrad |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEL12939A DE1006650B (de) | 1952-07-24 | 1952-07-24 | Dibbelschar mit Zellenrad |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1006650B true DE1006650B (de) | 1957-04-18 |
Family
ID=7259349
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEL12939A Pending DE1006650B (de) | 1952-07-24 | 1952-07-24 | Dibbelschar mit Zellenrad |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE1006650B (de) |
Citations (5)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE245587C (de) * | ||||
DE394669C (de) * | 1923-10-17 | 1924-04-26 | Heinrich Bollmohr | Dibbelmaschine |
DE395237C (de) * | 1924-05-07 | Heinrich Bollmohr | Steuervorrichtung fuer die einzeln beweglichen Absperrvorrichtungen, die in dem Zu- und Ablauf fuer das Saatgut an Dibbelmaschinen angeordnet sind | |
DE816460C (de) * | 1949-09-15 | 1951-10-11 | Troester A J Fa | Drill- und Dibbelschar fuer Saemaschinen |
DE833265C (de) * | 1949-06-02 | 1952-03-06 | Agrikultur U Technik M B H Ges | Verfahren zur Herstellung von in Traegerstoffen eingebetteten Samen zu Koerpern etwa gleicher Groesse und Form zur Ermoeglichung der Einzelsaat von vorzugsweise kleinen Pflanzensamen und -keimen |
-
1952
- 1952-07-24 DE DEL12939A patent/DE1006650B/de active Pending
Patent Citations (5)
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