DE1001240B - Elektrischer Entstauber fuer Gase, insbesondere Rauchgase - Google Patents
Elektrischer Entstauber fuer Gase, insbesondere RauchgaseInfo
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Description
DEUTSCHES
Bei gewissen Typen elektrischer Entstauber für Rauchgase ist es üblich zwei baulich getrennte Einheiten
zu verwenden, und zwar eine Ionisierungs- und eine Sammlereinheit. Bei der Ionisierungseinheit werden
Elektroden aus feinem Draht verwendet, um die Koronaentladung zur Ladung der in den Rauchgasen
enthaltenen Teilchen herbeizuführen. Die Teilchen wurden dann mittels einer hohen Potentialdifferenz
in der Sammlereinheit auf die Wandungen der letzteren zugeleitet und auf denselben niedergeschlagen.
Wenn auch die Betriebsspannung bei beiden Einheiten sehr hoch ist, so arbeiten doch beide Einheiten
mit verschiedenen Potentialen. Die Betriebsspannung der Sammlereinheit wird zwecks Aufrechterhaltung
richtiger Betriebsbedingungen im allgemeinen höher gehalten als die Betriebsspannung der Ionisierungseinheit. Der Hauptgrund hierfür ist, daß die Ionisiereinheit
der hohen Betriebsspannung der Sammlereinheit nicht standhalten kann. Würde die Spannung
der ersteren auf die der Sammlereinheit erhöht, so würde Funkenbildung und allgemein ein Durchschlagen
der Isolation eintreten. Somit ergab sich die Forderung getrennter Energiezuleitung zu jeder
dieser Einheiten, vereint mit getrennter Isolierung und getrennten Bauteilen für jede Einheit. Das führte
nicht nur zu einer kostspieligen Verdoppelung der Bauteile, sondern auch, und zwar infolge der Feinheit der für die Ionisierelektroden in der Ionisiereinheit
erforderlichen Drähte, zu einer unerwünscht schwachen Konstruktion, die ganz besonders empfindlich
gegenüber der sehr hohen Temperatur und den korrodierenden Einflüssen der Rauchgase ist, also
unter den Betriebsverhältnissen, unter denen Rauchgas-Staubabscheider in der Regel zu arbeiten haben.
Es wurde nun festgestellt, daß gutes Ionisieren auch dadurch erreicht werden kann, daß man bei der
Ionisierelektrode eine Reihe von Vorsprüngen oder Rippen vorsieht. Ebenso wurde festgestellt, daß die
Verwendung dieser Rippen nicht nur eine Erhöhung der Betriebsspannung der Ionisierelektrode bis zur
Höhe der Betriebsspannung der Sammlerelektrode gestattet, ohne eine Funkenbildung oder ein Durchschlagen
der Isolation zu verursachen, sondern auch eine Struktur der Ionisierelektrode zuläßt, die unter
den Betriebsverhältnissen des Staubabscheiders starr und sehr widerstandsfähig gegenüber Beschädigungen
ist. Die vorliegende Erfindung schließt daher die Verwendung von Vorsprüngen bzw. Rippen bei den Ionisierelektroden
der Staubabscheider ein.
Gemäß der Erfindung werden die obengenannten Teile in einem elektrischen Entstauber neuartiger
Bauart eingebaut, der im Vergleich zu den bisher verwendeten Staubabscheidern nicht nur einen größeren
Wirkungsgrad besitzt, sondern auch weniger Raum Elektrischer Entstauber für Gase,
insbesondere Rauchgase
insbesondere Rauchgase
Anmelder:
APRA Precipitator Corporation,
New York, N. Y. (V. St. A.)
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Ing. R. Holzer, Patentanwalt,
Augsburg, Philippine-Welser-Str. 14
Augsburg, Philippine-Welser-Str. 14
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 21. Oktober 1950
V. St. v. Amerika vom 21. Oktober 1950
Gleen Ellis Andrews, Lexington, Mass. (V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
einnimmt, leichter und billiger herzustellen und leichter verwendbar ist, bei geringeren Unterhaltungskosten.
Der erfindungsgemäße Entstauber besteht zweckmäßig aus einem Gehäuse, das eine Anzahl
Hohlkörper enthält, von denen jeder mit einem Einlaß und einem Auslaß für die zu reinigenden Rauchgase
versehen ist. In jedem der Hohlkörper ist ein Ionisier- und ein Sammlerabschnitt umgrenzt. Ein
Sammelschienengitterwerk ist an jedem Ende des
Gehäuses daran befestigt und von den Wandungen des Gehäuses durch Hochspannungsisolatoren isoliert.
Dieses Sammelschienengitterwerk bildet durch geeignete Paßstücke ebensowohl einen Träger wie auch
eine elektrisch leitende Verbindung zu einer Energiequelle für je eine Ionisierelektrode im Ionisierabschnitt
bzw. eine Elektrode im Sammlerabschnitt eines jeden der Hohlkörper. Da die im Sammlerabschnitt
angeordnete Elektrode das die Beschleunigung der Teilchen in Richtung zur Hohlkörperwandung
bewirkende elektrische Feld erzeugt, wird sie nachstehend Feldelektrode genannt. Die Feldelektrode
kann stabförmig ausgebildet sein, während die Ionisierelektrode die Form eines Stabes von, geringerem
Querschnitt als dem der Feldelektrode haben kann, der außerdem noch Vorsprünge bzw. Rippen
aufweist, die längs dieses dünneren Stabes in Zwischenräumen von demselben seitlich abstehen. Die
relativen Abmessungen der Feldelektrode im Verhältnis zu den Elementen der Ionisierelektrode, z. B. dem
Stab, den Rippen und dem Abstand der Rippen voneinander, sind sehr wichtig für die richtige Betriebs-
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weise und seien daher nachstehend ausführlicher beschrieben.
Die Feldelektrode ist an einem ihrer Enden starr an einem Ende der Ionisierelektrode befestigt, um so
zusammen mit ihr eine lange, starre Einheitselektrode zu bilden, die, falls sie ·—■ wie oben erklärt wurde —
an ihren Enden unterstützt wird, gegenüber Stoßen und sonstigen Betriebsanforderungen des Staubabscheiders
sehr widerstandsfähig ist. Eine verhält-
falls vorzugsweise aus nichtrostendem Stahl hergestellt,
um den Betriebsanforderungen widerstehen zu können.
Im Betrieb wird zwischen den Elektroden 28 und 30 einerseits und den prismatischen Hohlkörpern 35
andererseits durch eine geeignete Energiequelle 60 eine hohe Spannungsdifferenz aufrechterhalten. In
dem vorliegenden Beispiel werden die Elektroden 28
werden. Am unteren Ende 40 (Fig. 2) der Feldelektrode 30 ist eine Stange 42, beispielsweise durch eine
Schraube 44, starr befestigt, um den Körperteil der Ionisierelektrode 28 zu bilden. Scheiben 46 mit einer
5 praktisch zentral darin angebrachten Bohrung sind über die Stange 42 gezogen und werden durch
Hülsen 48 die gleichfalls über die Stange 42 gezogen sind, starr am Platz und im Abstand voneinander gehalten.
Die Scheiben und die Distanzstücke werden
nismäßig einfache, wirtschaftliche Konstruktion ist io durch eine Unterlagscheibe 50 und eine Mutter 52 auf
die, daß man die Feldelektrode aus einem zylindri- dem Gewindeteilende 54 der Stange 42 (Fig. 2) am
sehen Rohrstück und den stabförmigen Körper der Platz gehalten. Das Gewindeende 54 der Stange 42 ist
Ionisierelektrode aus einer Stange verfertigt, wobei weiterhin in eine Aussparung 56 in dem Trägerpaßstück
das Rohrstück und die Stange an ihren Enden starr 34, das am unteren Sammelschienengitterwerk 26, beimiteinander
verbunden und axial zueinander ausge- 15 spielsweise durch einen Stift 58, befestigt ist, einrichtet
sind. Die Rippen werden durch mit zentralen gepaßt. Der für die Ionisierelektrode 28 verwendete
Bohrungen versehene Scheiben, die auf der obener- Werkstoff ist vorzugsweise ebenfalls nichtrostender
wähnten Stange aufgezogen sind, gebildet. Die Stahl, um unter den vorliegenden Betriebsbedingun-Scheiben
werden durch geeignete Distanzstücke in gen der hohen Korrosion und der hohen Temperatur
der Form von über die Stange gezogenen Hülsen, die 20 der Rauchgase standhalten zu können. Geeignete
durch eine Schrauben- und Mutteranordnung am Platz Widerstandsfähigkeit gegenüber diesen Verhältnissen
gehalten werden, im Abstand voneinander gehalten. kann man auch dadurch erzielen, daß als Werkstoff
Diese und weitere Kennzeichen, Ziele und Vorzüge für die Scheiben bzw. Rippen 46 Wolfram verwendet
der vorliegenden Erfindung werden aus der nachfol- wird. Die anderen Teile, z. B. die prismatischen
genden Beschreibung im Verein mit den Zeichnungen, 25 Hohlkörper 35, die Paßstücke 32 und 34 sowie die
die eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegen- Sammelschienengitterwerke 24 und 26 werden gleichden
Erfindung darstellen, deutlicher ersichtlich. Von
den Zeichnungen ist
den Zeichnungen ist
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines elektrischen
Entstaubers, teilweise im Schnitt dargestellt; 30
Fig. 2 ist ein Aufriß, teilweise im Schnitt, der bei der Ausführungsform nach Fig. 1 verwendeten
Elektrodenbauart;
Fig. 3 ist ein Kurvenblatt zum Vergleich der Wirkungsweise der Entstauber des Scheiben- und des 35 und 30 auf einem negativen Potential gehalten, wäh-Drahttyps;
rend die Hohlkörperelemente 35 bei 62 an Erde ge-
Fig. 4 ist ein Kurvenblatt zur Veranschaulichung legt sind.
des Einflusses des S/D-Verhältnisses auf den Betrieb Das an die Elektroden 28 und 30 gelegte Potential
des Entstaubers; ist derart, daß am Umfang jeder der Scheiben 46 der
Fig. 5 ist ein Kurvenblatt zur Veranschaulichung 40 Ionisierelektrode 28 eine Koronaentladung stattfindet,
der Einwirkung des EjB-Verhältnisses auf den Be- während an der Feldelektrode 30 keine derartige
Koronaentladung auftritt. Die zu reinigenden Gase, z. B. die aus Feuerungen entweichenden Gase, die
hohe Temperaturen von über 540° haben können, 45 werden durch die prismatischen Hohlkörper 35, deren
jeder in dem von der Ionisierelektrode 28 eingenommenen Teil einen Ionisierabschnitt und in dem von
der Feldelektrode 30 eingenommenen Teil einen Sammelabschnitt aufweist, aufwärts geleitet. Wenn' die
solcher Gehäuse zu einer großen, praktisch kreis- 50 Gase durch den Ionisierabschnitt hindurchgehen, werförmigen
Einheit zusammenzufassen. An der äußeren den die in denselben enthaltenen Partikelchen durch
Wandung 14 und der inneren Wandung 16 des Ge- die Koronaentladung der Scheiben 46 elektrostatisch
häuses 10 befinden sich oben und unten Hochspan- mit einer negativen Ladung aufgeladen. Wenn die
nungsisolatoren 18 bzw. 20. Die Isolatoren 18 und aufgeladenen Teilchen, soweit sie sich nicht an den
20, die durch Schrauben 22 am Gehäuse 10 befestigt 55 Wandungen des Ionisierabschnitts abgesetzt haben,
sind, tragen Sammelschienen 24 und 26, die über mit den Gasen durch den Sammlerabscnnitt aufwärts
Paßstücke 32 und 34 obere bzw. untere Träger für gehen, werden sie infolge der zwischen der Feldelekeine
Ionisierelektrode 28 und eine Feldelektrode 30 trode 30 und dem Hohlkörper 35 herrschenden Potenbilden.
Je eine Ionisierelektrode 28 und Feldelektrode tialdifferenz zu den Wandungen des Hohlkörpers 35
30 werden, wie oben erklärt, axial zu jedem von 60 geführt, wo sie haftenbleiben und sich ansammeln,
mehreren prismatisch gestalteten Hohlkörpern 35, die Diese angesammelten Teilchen können späterhin daparallel
zueinander angeordnet sind und in dem er- durch, daß man die Energiequelle 60 abschaltet und
wähnten Gehäuse ein wabenförmiges Netzwerk bil- danach Luft oder Dampf durch die prismatischen
den, gehalten. Hohlkörper 35 bläst oder auf irgendeine andere
Die Feldelektrode 30 kann aus einem zylindrischen 65 Weise, entfernt werden.
Metallrohr, vorzugsweise aus nichtrostendem Stahl, Wie bereits oben erwähnt, ist die Bemessung der
das über einen Ansatz 36 am unteren Ende des Paß- verschiedenen Elemente wichtig für das richtige
Stücks 32 gezogen ist, bestehen. Das Paßstück 32 Arbeiten der Anlage. Es ist für den Betrieb erseinerseits
kann in dem Sammelschienengitterwerk, wünscht, an der Ionisierelektrode 28 einen möglichst
beispielsweise durch einen Stift 38, am Platz gehalten 70 hohen Ionisierungsstrom zu erzeugen. Ein hoher Ioni-
trieb des Entstaubers;
Fig. 6 ist ein Kurvenblatt zur Veranschaulichung der Einwirkung der CfD- und C/S-Verhältnisse auf
den Betrieb des Entstaubers.
Die in Fig. 1 dargestellte Ausführungsform umfaßt ein Gehäuse 10 mit konisch zulaufenden Seitenwänden
12 zwecks Bildung eines tortenschnittförmigen Sektors, wodurch möglich wird, mehrere
sierungsstrom gestattet die Aufladung einer größeren Anzahl von Teilchen in der Zeiteinheit und damit die
Bewältigung eines größeren Gasvolumens. Aus Fig. 3 ist ersichtlich, daß die Verwendung von Scheiben in
der Ionisierelektrode gegenüber der Drahtelektrode bei gleicher Potentialdifferenz einen erheblich höheren
Ionisierungsstrom ermöglicht. Die Kurve α in der Fig. 3 bezieht sich auf eine Drahtionisierelektrode
von 305 mm Länge bei 0,762 mm Durchmesser, während die Kurve b sich auf eine Ionisierelektrode 28
des Rippentyps von 305 mm Länge mit Scheiben 46 von 19 mm Durchmesser 66 (Fig. 2) und 0,762 mm
Stärke 68 (Fig. 2) mit einem Abstand 70 (Fig. 2) von
25.4 mm zwischen den Scheiben auf einem länglichen Element 42 mit Distanzbüchsen 48 von 9,6 mm
Durchmesser 74 (Fig. 2) bezieht. Beide Elektroden wurden in einem prismatischen Hohlkörper 35 von
63.5 mm Querschnittsabmessung (Durchmesser) in Betrieb genommen.
Es wurde festgestellt, daß das Verhältnis des Ab-Standes 70 zwischen den Scheiben 46 zum Durchmesser
66 der Scheiben 46 — hierin als S/D-Verhältnis
bezeichnet — ein sehr wichtiger Faktor zur Erzielung eines hohen lonisierungsstromes ist. Bei
einer gegebenen festen Betriebsspannung schwankt der Ionisierungsstrom je nach dem ^/D-Verhältnis.
Der Ionisierungsstrom wird nur über einen kleinen Bereich von 5yD-Verhältnissen verhältnismäßig hoch
gehalten. Dies ist ersichtlich aus Fig. 4, die eine Kennlinie des Ionisierungsstroms, gezeichnet gegenüber
dem jeweiligen ^/D-Verhältnis, darstellt. Der optimale Ionisierungsstrom tritt innerhalb eines Bereiches
auf, der praktisch 8O°/o des Höchstwertes für den Ionisierungsstrombereich ausmacht, d. h. zwischen
den S/D-Werten von 0,43 bis zu 1,2. Dies ist
daher der in der vorliegenden Ausführungsform bevorzugte Bereich.
Eine andere wichtige Erwägung zur Durchführung des richtigen Betriebes betrifft die Verhältnisse des
Durchmessers 76 der Feldelektrode 30 und des Durchmessers 66 der Scheiben 46 zu dem kleinsten Querschnitt
in dem rohrförmigen Körper 35, hierin als ii/ß-Verhältnis bezeichnet. Das £/5-Verhältnis soll
■einen möglichst hohen Wert annehmen, wobei aber das Überspringen von Funken von den Scheiben 46
und die Koronaentladung an der Feldelektrode 30 vermieden werden muß. Der Einfluß des E/B-Verhältnisses
auf die Feldelektrode 30 und die Scheiben 46 ist aus den Kurven 80 bzw. 82 in Fig. 5 ersichtlich,
wobei die Kurve 80 die maximale Sammlerspannung ohne Koronaentladung angibt und die Kurve 82
den Verlauf der Spannungsgrenze zeigt, bei welcher an den Scheiben das Überspringen von Funken beginnt.
Man sieht, daß sich die Kurven 80 und 82 in einem Punkt 84 schneiden, der den Bereich der bevorzugten
E/B-Verhältnisse anzeigt und der bei oder
nahe bei einem Wert von 0,24, vorzugsweise zwischen den Werten von 0,15 und 0,40, liegt. Datei ist zu
beachten, daß der Schnittpunkt 84 der Kurven 80 und 82 einen einzigen Wert für das Verhältnis E/B,
sowohl für die Feldelektrode 30 wie auch für die Scheiben 46, ergibt. So sind also für dieses Verhältnis
die Durchmesser 76 der Feldelektrode 30 und 66 der Scheiben 46 gleich. Vorzugsweise werden daher
die Durchmesser 66 und 76 gleich oder nahezu gleich gewählt, und zwar nicht nur, weil dabei eine maximale
Betriebsspannung bei geringster Gefahr des Funkenüberspringens verwendet werden kann, sondern
auch, weil die Gasströmung durch den Staubabscheider verbessert wird. Die jeweilige Betriebsspannung
soll etwas unterhalb des Punktes 84 liegen, um damit einen Sicherheitsfaktor bzw. einen Spielraum
zu haben.
Nachdem man nun, wie oben erklärt wurde, den Durchmesser 66 der Scheiben 46 gefunden hat, ist es
wichtig, den für die Distanzstücke 48 zu verwendenden Durchmesser 74 zu bestimmen. Es wurde festgestellt,
daß das Verhältnis des Durchmessers 74 zu dem Durchmesser 66 der Scheiben 46 — hierin als
C/D-Verhältnis bezeichnet — einen großen Einfluß auf die Stärke des Ionisierungsstroms von den Scheiben
46 in der Ionisierungselektrode 28 hat. Je geringer für einen gegebenen Durchmesser 66 der Scheiben
46 das C/D-Verhältnis ist, desto höher ist der Ionisierungsstrom von den Scheiben 46. Indessen nimmt
mit der Abnahme des C/D-Verhältnisses auch die Betriebsspannung, bei der das Distanzstück beginnt,
selbst eine Koronaentladung abzugeben, ab. Eine Koronaentladung art den Distanzstücken 48 ist aber
nicht erwünscht, da der Ionisierungsstrom der Scheiben 46 geschwächt würde, wodurch auch die Gesamtstärke
des Ionisierungsstroms herabgesetzt werden würde. Es ist also von Wichtigkeit, den Durchmesser
74 der Distanzstücke 48 so klein wie möglich zu halten, soweit dies mit der Verhinderung von Koronaentladungen
an den Distanzstücken 48 vereinbar ist. Auch muß der Querschnitt der Stange 42 groß genug
sein, um ein starkes Einbauteil bzw. einen Träger für die Scheiben vorzusehen, damit dieselben in dem
Körper 35 axial ausgerichtet gehalten werden können. In der Figur 6 zeigt die Kurve 86 die Spannung
der beginnenden Koronaentladung der Distanzstücke gegenüber dem Verhältnis von Durchmesser 74
der Distanzstücke 48 zum Innendurchmesser der prismatischen Hohlkörper 35 ■—· hierin als C/5-Verhältnis
bezeichnet. Die Kurve 88 zeigt den Einfluß des Verhältnisses des Durchmessers 74 der Distanzstücke
48 zu dem Durchmesser 66 der Scheiben 46 bzw. das C/D-Verhältnis beim Fließen eines Ionisierungsstroms
in der Ionisierungselektrode 28. Es wurde festgestellt, daß der bevorzugte Betriebsbereich zwischen den C/D-Verhältnissen 0,35 und
0,60 liegt, wie er durch die Pfeile 90 in der Fig. 6 gekennzeichnet ist. Wenn also für die Scheiben 46 ein
Durchmesser 66 von 19 mm und für den prismatischen Hohlkörper 35 ein Innendurchmesser von
63,5 mm verwendet werden, dann liegt der Durchmesser 74 der Distanzstücke vorzugsweise zwischen
6,35 und 11,4 mm. Diese Abmessungen entsprechen C/-5-Verhältnissen von 0,10 bzw. 0,18 zur Bestimmung
der geeigneten Betriebsspannung aus der Kurve 86 (Abb. 6).
Die Erfindung ist nicht auf die besonderen Einzelheiten hinsichtlich Bauart und Werkstoff, wie sie vorstehend
beschrieben worden sind, beschränkt, da gleichwertige Konstruktionen bzw. Werkstoffe vom
Fachmann leicht gefunden werden können.
Claims (9)
1. Elektrischer Entstauber für Gase, insbesondere Rauchgase, bestehend aus einem Entstaubergehäuse
mit Ein- und Austrittsöffnungen für das zu reinigende Gas und innerhalb des Gehäuses anr
geordneten Elektroden, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse einen oder mehrere vorzugsweise
senkrecht verlaufende Gasführungskanäle (35) enthält, in denen im wesentlichen stabförmige,
zweckmäßig jeweils hintereinander angeordnete und koaxial verlaufende, gegen die Kanal- und
die Gehäusewandungen isolierte sowie unterein-
ander elektrisch leitend verbundene Ionisationselektroden und Feldelektroden angeordnet sind,
wobei die Ionisationselektroden mit dünnen, scheibenförmigen, in Abständen längs der Stabachse
angeordneten Ionisationsgliedern versehen sind, die geeignet sind, eine Koronaentladung hervorzurufen,
während die Feldelektroden zweckmäßig die Form glatter Stäbe, vorzugsweise Röhren
etwa gleichen Durchmessers wie die scheibenförmigen Ionisationsglieder, haben.
2. Entstauber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die Gasführungskanäle,
deren Querschnitt vorzugsweise die Form eines regulären Sechsecks hat, durch Blechwandungen
gebildet sind, die bei Anordnung mehrerer vorzugsweise zueinander parallel verlaufender
Kanäle so geformt und angebracht sind, daß sie ein zusammenhängendes, mit den zweckmäßig
gegen Wärmeverlust isolierten, äußeren Gehäusewandungen elektrisch leitend verbundenes Wabensystem
bilden, und daß ferner die Ionisationselektroden und die Feldelektroden durch vorzugsweise
am Gaseintritt und am Gasaustritt angeordnete Sammelschienen gehalten werden, die ihrerseits,
zweckmäßig unter sich verstrebt, an mit den Gehäuseaußenwandungen fest verbundenen Isolatoren
befestigt sind.
3. Entstauber nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils innerhalb eines Kanals
je eine Ionisationselektrode und eine Feldelektrode, vorzugsweise gleicher Längen, so miteinander
verbunden sind, daß sie zusammen ein den Kanal im wesentlichen in der Mitte in seiner
vollen Länge durchsetzendes stabförmiges Ganzes bilden.
4. Entstauber nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die scheibenförmigen
Ionisationsglieder auf dem jeweils zugehörigen Elektrodenstab aufgefädelt, durch Distanzstücke
im richtigen Abstand zueinander gehalten sowie an den Stabenden durch geeignete Sicherungsmittel,
beispielsweise Scheiben und Muttern, gegen Abfallen gesichert sind.
5. Entstauber nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis EJB
zwischen 0,15 und 0,40 liegt, worin E der Durchmesser (66 bzw. 76) der Feldelektrode (30) und
der scheibenförmigen Ionisationsglieder (46) und B der Innendurchmesser des Gasführungskanals
(35) ist.
6. Entstauber nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis SjD
zwischen 0,43 und 1,20 liegt, worin S der Abstand (70) zwischen je zwei solchen scheibenförmigen
Ionisationsgliedern (46) und D der Durchmesser (66) dieser Glieder ist.
7. Entstauber nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis CjD
kleiner als 0,6 ist, worin C der jeweils größte Durchmesser (74) der zwischen je zwei nebeneinanderliegenden
scheibenförmigen Ionisationsgliedern (46) befindlichen Elektrodenabschnitte (48) und D der entsprechende Durchmesser (66)
der Ionisationsglieder ist.
8. Entstauber nach einem der Ansprüche Ibis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis
CjB im wesentlichen zwischen 0,10 und 0,18 liegt, worin C der Durchmesser (74) der zwischen
je zwei nebeneinanderliegenden scheibenförmigen Ionisationsgliedern (46) befindlichen Elektrodenabschnitte
und B der Innendurchmesser des Gasführungskanals (35) ist.
9. Entstauber nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Form des Entstaubergehäuses
einer Tortenschnitte ähnelt und so gewählt ist, daß mehrere Gehäuse zu einem annähernd zylindrischen Ganzen zusammensetzbar
sind.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
1 609 767/383 1.57
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
US1001240XA | 1950-10-21 | 1950-10-21 |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1001240B true DE1001240B (de) | 1957-01-24 |
Family
ID=22278205
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DER6184A Pending DE1001240B (de) | 1950-10-21 | 1951-06-20 | Elektrischer Entstauber fuer Gase, insbesondere Rauchgase |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE1001240B (de) |
Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1284947B (de) * | 1960-10-28 | 1968-12-12 | G A Messen Jaschin Fa | Elektrostatischer Abscheider |
DE3900552A1 (de) * | 1989-01-11 | 1990-07-12 | Goslar Bleiwerk | Elektrofilter aus kunststoff und/oder metall, insbesondere aus blei |
-
1951
- 1951-06-20 DE DER6184A patent/DE1001240B/de active Pending
Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1284947B (de) * | 1960-10-28 | 1968-12-12 | G A Messen Jaschin Fa | Elektrostatischer Abscheider |
DE3900552A1 (de) * | 1989-01-11 | 1990-07-12 | Goslar Bleiwerk | Elektrofilter aus kunststoff und/oder metall, insbesondere aus blei |
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