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DE1001240B - Elektrischer Entstauber fuer Gase, insbesondere Rauchgase - Google Patents

Elektrischer Entstauber fuer Gase, insbesondere Rauchgase

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Publication number
DE1001240B
DE1001240B DER6184A DER0006184A DE1001240B DE 1001240 B DE1001240 B DE 1001240B DE R6184 A DER6184 A DE R6184A DE R0006184 A DER0006184 A DE R0006184A DE 1001240 B DE1001240 B DE 1001240B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ionization
shaped
diameter
electrode
electrodes
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DER6184A
Other languages
English (en)
Inventor
Gleen Ellis Andrews
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Apra Precipitator Corp
Original Assignee
Apra Precipitator Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Apra Precipitator Corp filed Critical Apra Precipitator Corp
Publication of DE1001240B publication Critical patent/DE1001240B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03CMAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03C3/00Separating dispersed particles from gases or vapour, e.g. air, by electrostatic effect
    • B03C3/34Constructional details or accessories or operation thereof
    • B03C3/40Electrode constructions

Landscapes

  • Electrostatic Separation (AREA)

Description

DEUTSCHES
Bei gewissen Typen elektrischer Entstauber für Rauchgase ist es üblich zwei baulich getrennte Einheiten zu verwenden, und zwar eine Ionisierungs- und eine Sammlereinheit. Bei der Ionisierungseinheit werden Elektroden aus feinem Draht verwendet, um die Koronaentladung zur Ladung der in den Rauchgasen enthaltenen Teilchen herbeizuführen. Die Teilchen wurden dann mittels einer hohen Potentialdifferenz in der Sammlereinheit auf die Wandungen der letzteren zugeleitet und auf denselben niedergeschlagen. Wenn auch die Betriebsspannung bei beiden Einheiten sehr hoch ist, so arbeiten doch beide Einheiten mit verschiedenen Potentialen. Die Betriebsspannung der Sammlereinheit wird zwecks Aufrechterhaltung richtiger Betriebsbedingungen im allgemeinen höher gehalten als die Betriebsspannung der Ionisierungseinheit. Der Hauptgrund hierfür ist, daß die Ionisiereinheit der hohen Betriebsspannung der Sammlereinheit nicht standhalten kann. Würde die Spannung der ersteren auf die der Sammlereinheit erhöht, so würde Funkenbildung und allgemein ein Durchschlagen der Isolation eintreten. Somit ergab sich die Forderung getrennter Energiezuleitung zu jeder dieser Einheiten, vereint mit getrennter Isolierung und getrennten Bauteilen für jede Einheit. Das führte nicht nur zu einer kostspieligen Verdoppelung der Bauteile, sondern auch, und zwar infolge der Feinheit der für die Ionisierelektroden in der Ionisiereinheit erforderlichen Drähte, zu einer unerwünscht schwachen Konstruktion, die ganz besonders empfindlich gegenüber der sehr hohen Temperatur und den korrodierenden Einflüssen der Rauchgase ist, also unter den Betriebsverhältnissen, unter denen Rauchgas-Staubabscheider in der Regel zu arbeiten haben.
Es wurde nun festgestellt, daß gutes Ionisieren auch dadurch erreicht werden kann, daß man bei der Ionisierelektrode eine Reihe von Vorsprüngen oder Rippen vorsieht. Ebenso wurde festgestellt, daß die Verwendung dieser Rippen nicht nur eine Erhöhung der Betriebsspannung der Ionisierelektrode bis zur Höhe der Betriebsspannung der Sammlerelektrode gestattet, ohne eine Funkenbildung oder ein Durchschlagen der Isolation zu verursachen, sondern auch eine Struktur der Ionisierelektrode zuläßt, die unter den Betriebsverhältnissen des Staubabscheiders starr und sehr widerstandsfähig gegenüber Beschädigungen ist. Die vorliegende Erfindung schließt daher die Verwendung von Vorsprüngen bzw. Rippen bei den Ionisierelektroden der Staubabscheider ein.
Gemäß der Erfindung werden die obengenannten Teile in einem elektrischen Entstauber neuartiger Bauart eingebaut, der im Vergleich zu den bisher verwendeten Staubabscheidern nicht nur einen größeren Wirkungsgrad besitzt, sondern auch weniger Raum Elektrischer Entstauber für Gase,
insbesondere Rauchgase
Anmelder:
APRA Precipitator Corporation,
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Ing. R. Holzer, Patentanwalt,
Augsburg, Philippine-Welser-Str. 14
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 21. Oktober 1950
Gleen Ellis Andrews, Lexington, Mass. (V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
einnimmt, leichter und billiger herzustellen und leichter verwendbar ist, bei geringeren Unterhaltungskosten. Der erfindungsgemäße Entstauber besteht zweckmäßig aus einem Gehäuse, das eine Anzahl Hohlkörper enthält, von denen jeder mit einem Einlaß und einem Auslaß für die zu reinigenden Rauchgase versehen ist. In jedem der Hohlkörper ist ein Ionisier- und ein Sammlerabschnitt umgrenzt. Ein Sammelschienengitterwerk ist an jedem Ende des Gehäuses daran befestigt und von den Wandungen des Gehäuses durch Hochspannungsisolatoren isoliert. Dieses Sammelschienengitterwerk bildet durch geeignete Paßstücke ebensowohl einen Träger wie auch eine elektrisch leitende Verbindung zu einer Energiequelle für je eine Ionisierelektrode im Ionisierabschnitt bzw. eine Elektrode im Sammlerabschnitt eines jeden der Hohlkörper. Da die im Sammlerabschnitt angeordnete Elektrode das die Beschleunigung der Teilchen in Richtung zur Hohlkörperwandung bewirkende elektrische Feld erzeugt, wird sie nachstehend Feldelektrode genannt. Die Feldelektrode kann stabförmig ausgebildet sein, während die Ionisierelektrode die Form eines Stabes von, geringerem Querschnitt als dem der Feldelektrode haben kann, der außerdem noch Vorsprünge bzw. Rippen aufweist, die längs dieses dünneren Stabes in Zwischenräumen von demselben seitlich abstehen. Die relativen Abmessungen der Feldelektrode im Verhältnis zu den Elementen der Ionisierelektrode, z. B. dem Stab, den Rippen und dem Abstand der Rippen voneinander, sind sehr wichtig für die richtige Betriebs-
609 767/383
weise und seien daher nachstehend ausführlicher beschrieben.
Die Feldelektrode ist an einem ihrer Enden starr an einem Ende der Ionisierelektrode befestigt, um so zusammen mit ihr eine lange, starre Einheitselektrode zu bilden, die, falls sie ·—■ wie oben erklärt wurde — an ihren Enden unterstützt wird, gegenüber Stoßen und sonstigen Betriebsanforderungen des Staubabscheiders sehr widerstandsfähig ist. Eine verhält-
falls vorzugsweise aus nichtrostendem Stahl hergestellt, um den Betriebsanforderungen widerstehen zu können.
Im Betrieb wird zwischen den Elektroden 28 und 30 einerseits und den prismatischen Hohlkörpern 35 andererseits durch eine geeignete Energiequelle 60 eine hohe Spannungsdifferenz aufrechterhalten. In dem vorliegenden Beispiel werden die Elektroden 28
werden. Am unteren Ende 40 (Fig. 2) der Feldelektrode 30 ist eine Stange 42, beispielsweise durch eine Schraube 44, starr befestigt, um den Körperteil der Ionisierelektrode 28 zu bilden. Scheiben 46 mit einer 5 praktisch zentral darin angebrachten Bohrung sind über die Stange 42 gezogen und werden durch Hülsen 48 die gleichfalls über die Stange 42 gezogen sind, starr am Platz und im Abstand voneinander gehalten. Die Scheiben und die Distanzstücke werden
nismäßig einfache, wirtschaftliche Konstruktion ist io durch eine Unterlagscheibe 50 und eine Mutter 52 auf die, daß man die Feldelektrode aus einem zylindri- dem Gewindeteilende 54 der Stange 42 (Fig. 2) am sehen Rohrstück und den stabförmigen Körper der Platz gehalten. Das Gewindeende 54 der Stange 42 ist Ionisierelektrode aus einer Stange verfertigt, wobei weiterhin in eine Aussparung 56 in dem Trägerpaßstück das Rohrstück und die Stange an ihren Enden starr 34, das am unteren Sammelschienengitterwerk 26, beimiteinander verbunden und axial zueinander ausge- 15 spielsweise durch einen Stift 58, befestigt ist, einrichtet sind. Die Rippen werden durch mit zentralen gepaßt. Der für die Ionisierelektrode 28 verwendete Bohrungen versehene Scheiben, die auf der obener- Werkstoff ist vorzugsweise ebenfalls nichtrostender wähnten Stange aufgezogen sind, gebildet. Die Stahl, um unter den vorliegenden Betriebsbedingun-Scheiben werden durch geeignete Distanzstücke in gen der hohen Korrosion und der hohen Temperatur der Form von über die Stange gezogenen Hülsen, die 20 der Rauchgase standhalten zu können. Geeignete durch eine Schrauben- und Mutteranordnung am Platz Widerstandsfähigkeit gegenüber diesen Verhältnissen gehalten werden, im Abstand voneinander gehalten. kann man auch dadurch erzielen, daß als Werkstoff
Diese und weitere Kennzeichen, Ziele und Vorzüge für die Scheiben bzw. Rippen 46 Wolfram verwendet der vorliegenden Erfindung werden aus der nachfol- wird. Die anderen Teile, z. B. die prismatischen genden Beschreibung im Verein mit den Zeichnungen, 25 Hohlkörper 35, die Paßstücke 32 und 34 sowie die die eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegen- Sammelschienengitterwerke 24 und 26 werden gleichden Erfindung darstellen, deutlicher ersichtlich. Von
den Zeichnungen ist
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines elektrischen Entstaubers, teilweise im Schnitt dargestellt; 30
Fig. 2 ist ein Aufriß, teilweise im Schnitt, der bei der Ausführungsform nach Fig. 1 verwendeten Elektrodenbauart;
Fig. 3 ist ein Kurvenblatt zum Vergleich der Wirkungsweise der Entstauber des Scheiben- und des 35 und 30 auf einem negativen Potential gehalten, wäh-Drahttyps; rend die Hohlkörperelemente 35 bei 62 an Erde ge-
Fig. 4 ist ein Kurvenblatt zur Veranschaulichung legt sind.
des Einflusses des S/D-Verhältnisses auf den Betrieb Das an die Elektroden 28 und 30 gelegte Potential
des Entstaubers; ist derart, daß am Umfang jeder der Scheiben 46 der
Fig. 5 ist ein Kurvenblatt zur Veranschaulichung 40 Ionisierelektrode 28 eine Koronaentladung stattfindet, der Einwirkung des EjB-Verhältnisses auf den Be- während an der Feldelektrode 30 keine derartige
Koronaentladung auftritt. Die zu reinigenden Gase, z. B. die aus Feuerungen entweichenden Gase, die hohe Temperaturen von über 540° haben können, 45 werden durch die prismatischen Hohlkörper 35, deren jeder in dem von der Ionisierelektrode 28 eingenommenen Teil einen Ionisierabschnitt und in dem von der Feldelektrode 30 eingenommenen Teil einen Sammelabschnitt aufweist, aufwärts geleitet. Wenn' die
solcher Gehäuse zu einer großen, praktisch kreis- 50 Gase durch den Ionisierabschnitt hindurchgehen, werförmigen Einheit zusammenzufassen. An der äußeren den die in denselben enthaltenen Partikelchen durch Wandung 14 und der inneren Wandung 16 des Ge- die Koronaentladung der Scheiben 46 elektrostatisch häuses 10 befinden sich oben und unten Hochspan- mit einer negativen Ladung aufgeladen. Wenn die nungsisolatoren 18 bzw. 20. Die Isolatoren 18 und aufgeladenen Teilchen, soweit sie sich nicht an den 20, die durch Schrauben 22 am Gehäuse 10 befestigt 55 Wandungen des Ionisierabschnitts abgesetzt haben, sind, tragen Sammelschienen 24 und 26, die über mit den Gasen durch den Sammlerabscnnitt aufwärts Paßstücke 32 und 34 obere bzw. untere Träger für gehen, werden sie infolge der zwischen der Feldelekeine Ionisierelektrode 28 und eine Feldelektrode 30 trode 30 und dem Hohlkörper 35 herrschenden Potenbilden. Je eine Ionisierelektrode 28 und Feldelektrode tialdifferenz zu den Wandungen des Hohlkörpers 35 30 werden, wie oben erklärt, axial zu jedem von 60 geführt, wo sie haftenbleiben und sich ansammeln, mehreren prismatisch gestalteten Hohlkörpern 35, die Diese angesammelten Teilchen können späterhin daparallel zueinander angeordnet sind und in dem er- durch, daß man die Energiequelle 60 abschaltet und wähnten Gehäuse ein wabenförmiges Netzwerk bil- danach Luft oder Dampf durch die prismatischen den, gehalten. Hohlkörper 35 bläst oder auf irgendeine andere
Die Feldelektrode 30 kann aus einem zylindrischen 65 Weise, entfernt werden.
Metallrohr, vorzugsweise aus nichtrostendem Stahl, Wie bereits oben erwähnt, ist die Bemessung der
das über einen Ansatz 36 am unteren Ende des Paß- verschiedenen Elemente wichtig für das richtige Stücks 32 gezogen ist, bestehen. Das Paßstück 32 Arbeiten der Anlage. Es ist für den Betrieb erseinerseits kann in dem Sammelschienengitterwerk, wünscht, an der Ionisierelektrode 28 einen möglichst beispielsweise durch einen Stift 38, am Platz gehalten 70 hohen Ionisierungsstrom zu erzeugen. Ein hoher Ioni-
trieb des Entstaubers;
Fig. 6 ist ein Kurvenblatt zur Veranschaulichung der Einwirkung der CfD- und C/S-Verhältnisse auf den Betrieb des Entstaubers.
Die in Fig. 1 dargestellte Ausführungsform umfaßt ein Gehäuse 10 mit konisch zulaufenden Seitenwänden 12 zwecks Bildung eines tortenschnittförmigen Sektors, wodurch möglich wird, mehrere
sierungsstrom gestattet die Aufladung einer größeren Anzahl von Teilchen in der Zeiteinheit und damit die Bewältigung eines größeren Gasvolumens. Aus Fig. 3 ist ersichtlich, daß die Verwendung von Scheiben in der Ionisierelektrode gegenüber der Drahtelektrode bei gleicher Potentialdifferenz einen erheblich höheren Ionisierungsstrom ermöglicht. Die Kurve α in der Fig. 3 bezieht sich auf eine Drahtionisierelektrode von 305 mm Länge bei 0,762 mm Durchmesser, während die Kurve b sich auf eine Ionisierelektrode 28 des Rippentyps von 305 mm Länge mit Scheiben 46 von 19 mm Durchmesser 66 (Fig. 2) und 0,762 mm Stärke 68 (Fig. 2) mit einem Abstand 70 (Fig. 2) von
25.4 mm zwischen den Scheiben auf einem länglichen Element 42 mit Distanzbüchsen 48 von 9,6 mm Durchmesser 74 (Fig. 2) bezieht. Beide Elektroden wurden in einem prismatischen Hohlkörper 35 von
63.5 mm Querschnittsabmessung (Durchmesser) in Betrieb genommen.
Es wurde festgestellt, daß das Verhältnis des Ab-Standes 70 zwischen den Scheiben 46 zum Durchmesser 66 der Scheiben 46 — hierin als S/D-Verhältnis bezeichnet — ein sehr wichtiger Faktor zur Erzielung eines hohen lonisierungsstromes ist. Bei einer gegebenen festen Betriebsspannung schwankt der Ionisierungsstrom je nach dem ^/D-Verhältnis. Der Ionisierungsstrom wird nur über einen kleinen Bereich von 5yD-Verhältnissen verhältnismäßig hoch gehalten. Dies ist ersichtlich aus Fig. 4, die eine Kennlinie des Ionisierungsstroms, gezeichnet gegenüber dem jeweiligen ^/D-Verhältnis, darstellt. Der optimale Ionisierungsstrom tritt innerhalb eines Bereiches auf, der praktisch 8O°/o des Höchstwertes für den Ionisierungsstrombereich ausmacht, d. h. zwischen den S/D-Werten von 0,43 bis zu 1,2. Dies ist daher der in der vorliegenden Ausführungsform bevorzugte Bereich.
Eine andere wichtige Erwägung zur Durchführung des richtigen Betriebes betrifft die Verhältnisse des Durchmessers 76 der Feldelektrode 30 und des Durchmessers 66 der Scheiben 46 zu dem kleinsten Querschnitt in dem rohrförmigen Körper 35, hierin als ii/ß-Verhältnis bezeichnet. Das £/5-Verhältnis soll ■einen möglichst hohen Wert annehmen, wobei aber das Überspringen von Funken von den Scheiben 46 und die Koronaentladung an der Feldelektrode 30 vermieden werden muß. Der Einfluß des E/B-Verhältnisses auf die Feldelektrode 30 und die Scheiben 46 ist aus den Kurven 80 bzw. 82 in Fig. 5 ersichtlich, wobei die Kurve 80 die maximale Sammlerspannung ohne Koronaentladung angibt und die Kurve 82 den Verlauf der Spannungsgrenze zeigt, bei welcher an den Scheiben das Überspringen von Funken beginnt. Man sieht, daß sich die Kurven 80 und 82 in einem Punkt 84 schneiden, der den Bereich der bevorzugten E/B-Verhältnisse anzeigt und der bei oder nahe bei einem Wert von 0,24, vorzugsweise zwischen den Werten von 0,15 und 0,40, liegt. Datei ist zu beachten, daß der Schnittpunkt 84 der Kurven 80 und 82 einen einzigen Wert für das Verhältnis E/B, sowohl für die Feldelektrode 30 wie auch für die Scheiben 46, ergibt. So sind also für dieses Verhältnis die Durchmesser 76 der Feldelektrode 30 und 66 der Scheiben 46 gleich. Vorzugsweise werden daher die Durchmesser 66 und 76 gleich oder nahezu gleich gewählt, und zwar nicht nur, weil dabei eine maximale Betriebsspannung bei geringster Gefahr des Funkenüberspringens verwendet werden kann, sondern auch, weil die Gasströmung durch den Staubabscheider verbessert wird. Die jeweilige Betriebsspannung soll etwas unterhalb des Punktes 84 liegen, um damit einen Sicherheitsfaktor bzw. einen Spielraum zu haben.
Nachdem man nun, wie oben erklärt wurde, den Durchmesser 66 der Scheiben 46 gefunden hat, ist es wichtig, den für die Distanzstücke 48 zu verwendenden Durchmesser 74 zu bestimmen. Es wurde festgestellt, daß das Verhältnis des Durchmessers 74 zu dem Durchmesser 66 der Scheiben 46 — hierin als C/D-Verhältnis bezeichnet — einen großen Einfluß auf die Stärke des Ionisierungsstroms von den Scheiben 46 in der Ionisierungselektrode 28 hat. Je geringer für einen gegebenen Durchmesser 66 der Scheiben 46 das C/D-Verhältnis ist, desto höher ist der Ionisierungsstrom von den Scheiben 46. Indessen nimmt mit der Abnahme des C/D-Verhältnisses auch die Betriebsspannung, bei der das Distanzstück beginnt, selbst eine Koronaentladung abzugeben, ab. Eine Koronaentladung art den Distanzstücken 48 ist aber nicht erwünscht, da der Ionisierungsstrom der Scheiben 46 geschwächt würde, wodurch auch die Gesamtstärke des Ionisierungsstroms herabgesetzt werden würde. Es ist also von Wichtigkeit, den Durchmesser 74 der Distanzstücke 48 so klein wie möglich zu halten, soweit dies mit der Verhinderung von Koronaentladungen an den Distanzstücken 48 vereinbar ist. Auch muß der Querschnitt der Stange 42 groß genug sein, um ein starkes Einbauteil bzw. einen Träger für die Scheiben vorzusehen, damit dieselben in dem Körper 35 axial ausgerichtet gehalten werden können. In der Figur 6 zeigt die Kurve 86 die Spannung der beginnenden Koronaentladung der Distanzstücke gegenüber dem Verhältnis von Durchmesser 74 der Distanzstücke 48 zum Innendurchmesser der prismatischen Hohlkörper 35 ■—· hierin als C/5-Verhältnis bezeichnet. Die Kurve 88 zeigt den Einfluß des Verhältnisses des Durchmessers 74 der Distanzstücke 48 zu dem Durchmesser 66 der Scheiben 46 bzw. das C/D-Verhältnis beim Fließen eines Ionisierungsstroms in der Ionisierungselektrode 28. Es wurde festgestellt, daß der bevorzugte Betriebsbereich zwischen den C/D-Verhältnissen 0,35 und 0,60 liegt, wie er durch die Pfeile 90 in der Fig. 6 gekennzeichnet ist. Wenn also für die Scheiben 46 ein Durchmesser 66 von 19 mm und für den prismatischen Hohlkörper 35 ein Innendurchmesser von 63,5 mm verwendet werden, dann liegt der Durchmesser 74 der Distanzstücke vorzugsweise zwischen 6,35 und 11,4 mm. Diese Abmessungen entsprechen C/-5-Verhältnissen von 0,10 bzw. 0,18 zur Bestimmung der geeigneten Betriebsspannung aus der Kurve 86 (Abb. 6).
Die Erfindung ist nicht auf die besonderen Einzelheiten hinsichtlich Bauart und Werkstoff, wie sie vorstehend beschrieben worden sind, beschränkt, da gleichwertige Konstruktionen bzw. Werkstoffe vom Fachmann leicht gefunden werden können.

Claims (9)

Patentansprüche:
1. Elektrischer Entstauber für Gase, insbesondere Rauchgase, bestehend aus einem Entstaubergehäuse mit Ein- und Austrittsöffnungen für das zu reinigende Gas und innerhalb des Gehäuses anr geordneten Elektroden, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse einen oder mehrere vorzugsweise senkrecht verlaufende Gasführungskanäle (35) enthält, in denen im wesentlichen stabförmige, zweckmäßig jeweils hintereinander angeordnete und koaxial verlaufende, gegen die Kanal- und die Gehäusewandungen isolierte sowie unterein-
ander elektrisch leitend verbundene Ionisationselektroden und Feldelektroden angeordnet sind, wobei die Ionisationselektroden mit dünnen, scheibenförmigen, in Abständen längs der Stabachse angeordneten Ionisationsgliedern versehen sind, die geeignet sind, eine Koronaentladung hervorzurufen, während die Feldelektroden zweckmäßig die Form glatter Stäbe, vorzugsweise Röhren etwa gleichen Durchmessers wie die scheibenförmigen Ionisationsglieder, haben.
2. Entstauber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die Gasführungskanäle, deren Querschnitt vorzugsweise die Form eines regulären Sechsecks hat, durch Blechwandungen gebildet sind, die bei Anordnung mehrerer vorzugsweise zueinander parallel verlaufender Kanäle so geformt und angebracht sind, daß sie ein zusammenhängendes, mit den zweckmäßig gegen Wärmeverlust isolierten, äußeren Gehäusewandungen elektrisch leitend verbundenes Wabensystem bilden, und daß ferner die Ionisationselektroden und die Feldelektroden durch vorzugsweise am Gaseintritt und am Gasaustritt angeordnete Sammelschienen gehalten werden, die ihrerseits, zweckmäßig unter sich verstrebt, an mit den Gehäuseaußenwandungen fest verbundenen Isolatoren befestigt sind.
3. Entstauber nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils innerhalb eines Kanals je eine Ionisationselektrode und eine Feldelektrode, vorzugsweise gleicher Längen, so miteinander verbunden sind, daß sie zusammen ein den Kanal im wesentlichen in der Mitte in seiner vollen Länge durchsetzendes stabförmiges Ganzes bilden.
4. Entstauber nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die scheibenförmigen Ionisationsglieder auf dem jeweils zugehörigen Elektrodenstab aufgefädelt, durch Distanzstücke im richtigen Abstand zueinander gehalten sowie an den Stabenden durch geeignete Sicherungsmittel, beispielsweise Scheiben und Muttern, gegen Abfallen gesichert sind.
5. Entstauber nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis EJB zwischen 0,15 und 0,40 liegt, worin E der Durchmesser (66 bzw. 76) der Feldelektrode (30) und der scheibenförmigen Ionisationsglieder (46) und B der Innendurchmesser des Gasführungskanals (35) ist.
6. Entstauber nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis SjD zwischen 0,43 und 1,20 liegt, worin S der Abstand (70) zwischen je zwei solchen scheibenförmigen Ionisationsgliedern (46) und D der Durchmesser (66) dieser Glieder ist.
7. Entstauber nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis CjD kleiner als 0,6 ist, worin C der jeweils größte Durchmesser (74) der zwischen je zwei nebeneinanderliegenden scheibenförmigen Ionisationsgliedern (46) befindlichen Elektrodenabschnitte (48) und D der entsprechende Durchmesser (66) der Ionisationsglieder ist.
8. Entstauber nach einem der Ansprüche Ibis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis CjB im wesentlichen zwischen 0,10 und 0,18 liegt, worin C der Durchmesser (74) der zwischen je zwei nebeneinanderliegenden scheibenförmigen Ionisationsgliedern (46) befindlichen Elektrodenabschnitte und B der Innendurchmesser des Gasführungskanals (35) ist.
9. Entstauber nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Form des Entstaubergehäuses einer Tortenschnitte ähnelt und so gewählt ist, daß mehrere Gehäuse zu einem annähernd zylindrischen Ganzen zusammensetzbar sind.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
1 609 767/383 1.57
DER6184A 1950-10-21 1951-06-20 Elektrischer Entstauber fuer Gase, insbesondere Rauchgase Pending DE1001240B (de)

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DE (1) DE1001240B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1284947B (de) * 1960-10-28 1968-12-12 G A Messen Jaschin Fa Elektrostatischer Abscheider
DE3900552A1 (de) * 1989-01-11 1990-07-12 Goslar Bleiwerk Elektrofilter aus kunststoff und/oder metall, insbesondere aus blei

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