-
Maschine zur gleichzeitigen Bearbeitung beider Oberflächen eines kontinuierlich
bewegten Glasbandes Die Erfindung betrifft eine Maschine zur gleichzeitigen Bearbeitung
beider Oberflächen eines kontinuierlich bewegten Glasbandes.
-
Die Werkzeuge zur gleichzeitigen Bearbeitung beider Oberflächen eines
Glasbandes sind schon in Doppelpaaren so angeordnet worden, daß ihre Achsen in vertikalen
und schräg zur Glasbandrichtung stehenden Ebenen liegen, mit dem Ziel, eine möglichst
gleichförmige Oberflächenbehandlung über die gesamte Glasbandbreite zu erreichen.
-
Das Glasband wird bei den vorbekannten Einrichtungen mittels paarweise
angeordneter, quer über das Glasband reichender Förderrollen gezogen, wobei eine
Rolle jedes Paares oberhalb, die andere Rolle unterhalb des Glasbandes angeordnet
ist; die Achsen des zusammengehörigen Rollenpaares liegen dabei senkrecht zur Glasbandbewegungsrichtung.
-
Hierdurch wird jedoch die Längenausdehnung der Einrichtung auf Grund
der zwischen der hinsichtlich der Glasbandlängsrichtung schrägen Werkzeuggruppierung
und der senkrechten Förderwalzenanordnung entstehenden freien Dreiecke unnötig vergrößert.
Damit entsteht größerer Raumbedarf für die Maschine mit höheren Anlage- und Unterhaltungskosten.
Gleichzeitig kann das Glas bei der durch die freiliegenden Sektoren bewirkten unhomogenen
Kräfteverteilung auf den Glasoberflächen leicht brechen.
-
Die Hauptaufgabe der Erfindung liegt darin, die vorstehend erwähnten
Nachteile zu vermeiden. Hierzu wird das Glasband durch auf beide Glasbandoberflächen
einwirkende Förderrollen, die zwischen den in Längsrichtung des Glasbandes aufeinanderfolgenden
Schleifwerkzeug-Doppelpaaren angeordnet sind, vorgeschoben. Die Fördervorrichtungen
bestehen jedoch erfindungsgemäß aus einer unterhalb und einer oberhalb des Glasbandes
angeordneten Anzahl kurzer Förderrollen, die an einem schräg zur Glasbandrichtung
über die gesamte Glasbandbreite führenden Hohlbalken angebracht sind. Die Förderrollen
sind dabei gestaffelt quer über die Breite des Glasbandes verteilt; ihre Achsen
stehen rechtwinklig zur Glasbandlängsrichtung, so daß die Gesamtheit der Förderrollen
das Glasband gleichmäßig zwischen zwei aufeinanderfolgenden, schräg zur Glasbandrichtung
liegenden Schleifwerkzeug-Doppelpaaren abstützt.
-
Die die Förderrollen tragenden Hohlbalken können mit einer Anzahl
hohler Stützen mit Lagern für die Rollen versehen sein, wobei in den Stützen auch
die Antriebsmittel für die Rollenwellen angeordnet sind.
-
Eine Ausführungsform der Erfindung enthält vorzugsweise in jedem Hohlbalken
eine zum Antrieb der Rollenreihe dienende horizontale Antriebswelle mit längs der
Welle verstellbaren Kegelrädern und eine in jeder Stütze rechtwinklig zur genannten
Antriebswelle angeordnete Antriebsspindel, die über ein am unteren Spindelende sitzendes,
in das Kegelrad der horizontalen Antriebswelle eingreifendes Kegelrad von der horizontalen
Welle angetrieben wird und die über eine am oberen Ende angebrachte Schnecke, die
mit einem auf der entsprechenden Rollenwelle befestigten Schnekkenrad im Eingriff
steht, die entsprechende Rolle antreibt, sowie Mittel zum synchronen Antrieb der
ober-und unterhalb des Glasbandes angeordneten horizontalen Antriebswellen. Die
einzelnen Rollen der Rollenreiben können Doppelrollen sein, indem je eine Rolle
an den beiden Enden der Rollenwelle befestigt ist.
-
Statt der horizontalen Antriebswelle und den dazugehörigen Kegelrädern
können in den Hohlbalken zum Antrieb der entsprechenden Rollenwellen Elektromotoren
angeordnet sein, deren Stromzuführungen in den Hohlbalken verlegt sind.
-
In der zuerst dargestellten Ausführungsform enthält jeder Rollensatz
zwei Reihen mit einzeln angetriebenen Doppelrollen; diese werden entweder über Kegelräder
oder direkt von einem Elektromotor angetrieben. Bei dieser Ausführungsform .ist
es daher im Gegensatz zu einer später beschriebenen Ausführungsform nicht notwendig,
daß alle Rollen der einzelnen Rollensätze angetrieben werden. Die Erfindung umfaßt
also staffelförmig angeordnete Reihen von Förderdoppelrollen, die entweder nur teilweise
oder aber in ihrer Gesamtheit angetrieben werden.
-
In einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist jeder der die Förderrollen
tragenden Hohlbalken mit einer Reihe hohler Stützen mit Lagern für die
Rollenwellen
versehen; in den Stützen sind die Antriebsmittel für die Rollenwellen -untergebracht.
Von einer Seite des Hohlbalkens aus betrachtet wird jede folgende Rollenwelle über
in den Stützen angeordnete Stirnräder von der vorgeordneten Welle angetrieben, In
jeder Stütze laufen die Stirnräder zweier aufeinanderfolgender Rollenwellen und
ein dazwischenliegendes, mit den Stirnrädern im Eingriff stehendes Umkehrrad. Das
vordere Stirnrad der ersten Rollenwelle auf der einen Seite des Hohlbalkens wird
durch besondere Mittel angetrieben.
-
Bei etwaigen Reparaturen der Förderrollen ist es natürlich notwendig,
den oberen Hohlbalken zu heben oder den unteren Hohlbalken zu senken. Danach muß
der Hohlbalken, wieder in seine Arbeitsstellung zuwerden, so daß der zur Erreichung
der Glasbandförderung in der gewünschten Richtung erforderliche Druck auf das Glasband
ausgeübt wird. Demgemäß sind Mittel zum Heben und Senken der Hohlbalken vorgesehen,
bei deren Betätigung der Antrieb der entsprechenden Förderrollen durch eine vertikale
Welle und die entsprechenden Kegelräder aufrechterhalten bleibt. Die mit den vertikalen
Antriebswellen im Eingriff stehenden horizontalen. Antriebswellen werden auf dieser
als Antriebsseite bezeichneten Seite der Maschine in den Enden der Hohlbalken gelagert;
die auf den vertikalen Antriebswellen angeordneten Kegelräder können auf diesen
nach oben und unten gleiten und werden durch Nuten an einer Relativdrehung zur Welle
gehindert, so daß der Antrieb während einer Höhenveränderung der Kegelräder aufrechterhalten
bleibt. Außerdem umfaßt die Erfindung Mittel zur Höhenverstellung der Hohlbalken,
wozu die Enden der oberhalb des Glasbandes angebrachten Hohlbalken mit vertikal
angeordneten, durch ein Handrad verstellbaren Spindeln und die Enden der unterhalb
des Glasbandes angebrachten Hohlbalken mit vertikal angeordneten, von einem zweiten
Handrad verstellbaren Spindeln verbunden sind, so daß die Hohlbalken durch Drehen
der Handräder entweder einzeln oder zusammen gehoben oder gesenkt werden können,
um die Förderrollen in die richtige Höhenlange relativ zum Glasband einzustellen.
-
Um die Erfindung klarer zu veranschaulichen, wird eine vorzugsweise
Ausführungsform in Verbindung mit den Zeichnungen beschrieben.
-
Fig. I ist eine Draufsicht auf einige paarweise angeordnete Polierwerkzeuge,
deren Achsenverbindungsebene schräg zum Glasband liegt; gleichzeitig wird die Anordnung
von drei Reihen kleiner Förderdoppelrollen für das Glasband gemäß der Erfindung
dargestellt; Fig. 2 ist ein Schnitt längs Linie II-II der Fig. I mit Blickrichtung
in der Bewegungsrichtung des Glasbandes; Fig. 3 ist ein Schnitt durch eine der in
Fig. 2 dargestellten Förderdoppelrollen, jedoch in größerem Maßstab, und veranschaulicht
die Antriebselemente für jede derartige Doppelrolle; Fig. 4 ist ein Schnitt längs
Linie IV-IV der Fig. 3; Fig. 5 ist eine Draufsicht auf eine Anordnung gemäß der
Fig. 3; Fig. 6 ist eine Ansicht, teilweise im Schnitt, längs Linie VI-VI der Fig.
2 und zeigt in stark vergrößertem Maßstab die Anordnung der Handräder zur Höhenverstellung
der die Förderrollen tragenden Hohlbalken; Fig. 7 und 8 sind Schnitte längs der
Linien VII-VII bzw. VIII-VIII der Fig. 2 und dienen ebenfalls zur Veranschaulichung
der Verbindung zwischen den Handrädern und den Vorrichtungen zur Höhenverstellung
der Hohlbalken; Fig. 9 ist ein Schnitt längs Linie IX-IX der Fig. 2 und zeigt die
Mittel zur Führung der Hohlbalkenenden auf der Bedienungsseite der Maschine; als
Bedienungsseite wird die Seite bezeichnet, auf der die Handräder montiert sind;
Fig. Io ist ein Schnitt längs Linie X-X der Fig. 2 und zeigt die Mittel zur Führung
der Hohlbalkenenden auf der anderen Seite der Maschine und veranschaulicht außerdem
die Anordnung der Kegelräder für den Antrieb der Rollensätze, die es gestatten,
den Antrieb während einer Höhenverstellung der Hohlbalken fortzusetzen; Fig. II
ist ein Schnitt ähnlich der Fig. 4, jedoch unter Verwendung eines besonderen Elektromotors
für jede Doppelrolle der von dem Hohlbalken getragenen Rollenreihe; Fig. 12 zeigt
in Draufsicht und im Schnitt eine abgeänderte Ausführung für Anordnung und Antrieb
der kurzen Förderrollen; Fig. 13 ist ein Schnitt durch Fig. 12 mit Blickrichtung
in der Bewegungsrichtung des Glasbandes; Fig. 14 ist ein Schnitt längs Linie XIV-XIV
der Fig. 13; Fig. 15 ist ein Schnitt durch eine Vorrichtung zur Aufhängung der Hohlbalken
auf der Bedienungsseite der Maschine.
-
Nachfolgend wird zuerst die Ausführungsform gemäß den Fig. I bis Io
beschrieben.
-
Ein Flachglasband I wird in der durch den Pfeil 2 angezeigten Richtung
zwischen koaxialen Polierwerkzeugen, deren Achsen mit 3 bezeichnet sind, vorgeschoben.
Die Polierwerkzeuge sind so angeordnet, daß sie in zusammenwirkenden Paaren beide
Seiten des Glasbandes bearbeiten. Die Achsen eines Polierwerkzeug-Doppelpaares liegen
in einer senkrechten, durch die Linien IV-IV angezeigten Ebene, die zur Längsrichtung
des Glasbandes schräg steht. Jedes Polierwerkzeug enthält einen mit 5 bezeichneten
Führungsrahmen, an den filzbedeckte Polierscheiben 6 befestigt sind. Diese gesamte
Anordnung ist an sich bekannt. Die Polierwerkzeuge werden in zusammenwirkenden Paaren
durch die Motoren 7 fortlaufend gedreht.
-
Das Glasband I wird von Fördervorrichtungen kontinuierlich vorgeschoben.
Die Fördervorrichtungen sind in geeigneten Abständen zwischen den Polierwerkzeugen
angeordnet und enthalten zwei zusammenwirkende Reihen kurzer Förderdoppelrollen
8, die in gleicher Weise ober- und unterhalb des Glasbandes I angeordnet sind. Alle
Doppelrollen werden erfindungsgemäß von höhlen Balken 9 rechteckigen Querschnitts
(vgl. Fig. 4), die schräg zum Glasband angeordnet sind, getragen. In der dargestellten
Ausführungsform liegen die Balken 9 parallel zu den senkrecht stehenden, die Achsen
der zusammenwirkenden Polierwerkzeuge enthaltenden Ebenen 4-4; die Achsen der Doppelrollen
stehen jedoch alle in rechten Winkeln zur Bewegungsrichtung des Glasbandes.
-
Wie besonders aus Fig. I ersichtlich, sind die kurzen Förderrollen
erfindungsgemäß innerhalb jeder Reihe als Doppelrod.len ausgebildet und hintereinander
gestaffelt quer über die Glasbandoberfiäche sowohl vor als auch hinter den beiden
zusammenwirkenden koaxialen Polierwerkzeugpaaren angeordnet, Gemäß der in Fig. i
dargestellten Anordnung ist eine ähnliche Färderrollenreihe zwischen den beiden
Polierwerkzeu;gpaaren quer über das Glasband gestaffelt. Diese Rollen können ebenfalls
zur Förderung des Glasbandes iienen. Es ist jedoch im allgemeinen nicht erforderlich,
daß alle Rollensätze angetrieben werden. In
diesem Falle laufen
die nicht getriebenen Rollen frei und stützen nur das Glasband zwischen den entsprechenden
zusammenwirkenden Polierwerkzeugpaaren ab.
-
Die Hohlbalken 9 werden in nachfolgend beschriebener Weise von hohlen
Trägern Io an beiden Enden getragen. Wie besonders ans Fig. 2 ersichtlich, ist für
jeden Rollensatz, d. h. die beiden zusammengehörigen Rollenreihen oberhalb und unterhalb
des Glasbandes, ein Motor II vorgesehen. Der Motor treibt eine vertikale Antriebswelle
12, die mit einem Kegelrad 13 versehen ist. Das Kegelrad 13 steht mit einem Kegelrad
14 auf einer horizontalen, in dem entsprechenden Hohlbalken 9 angeordneten Antriebswelle
15 im Eingriff.
-
Auf der Welle 15 sind axial verstellbare Kegelräder 16 angebracht
(vgl. Fig. 3), und zwar ein Kegelrad 16 für jede Doppelrolle. Die Kegelräder I6
liegen unter-bzw. oberhalb jeweils einer Stütze 17 für jede Doppelrolle 8. Jede
Stütze 17 isst mit einem Lager 18 für eine Rollenwelle I9 versehen, auf deren beiden
Enden je eine Rolle befestigt ist. An jeder Rollenwelle ist ein Schneckenrad 2o
befestigt, das mit einer auf einer Antriebsspindel 22 befestigten Schnecke 21 im
Eingriff steht. Die Antriebsspindel 22 ist mit einem Kegelrad 23 versehen, das mit
dem entsprechenden Kegelrad 16 der horizontalen Antriebswelle 15 im Eingriff steht.
Die Antriebsspindel 22 läuft in einem Lager 24 in der entsprechenden Stütze 17.
Wie besonders aus Fig. 4 ersichtlich, sind die Stützen 17 mittels der Schraubenbolzen
25 au den entsprechenden Hohlbalken 9 befestigt.
-
Jeder Motor II, von denen jeweils einer für jeden aus zwei Rollenreihen
bestehenden Rollensatz vorgesehen ist, überträgt also die Bewegung über die entsprechende
vertikale Antriebswelle I2 auf die beiden zugehörigen horizontalen Antriebswellen
15, die wiederum über die Kegelräder 16 die zugeordneten Antriebsspindeln 22 und
damit die Schneckenräder 2o und somit die auf den Enden der durch die Schneckenräder
laufenden Rollenwellen I9 befestigten Doppelrollen 8 antreiben. Nach der in den
Fig. I bis 5 dargestellten Anordnung werden also die Doppelrollen innerhalb der
Rollensätze von den horizontalen Wellen 15 gleichlaufend angetrieben. Die Rollen
sind mit Gummi überzogen, so daß das Glasband I zwischen den beiden Rollenreihen
durch Reibungskräfte angetrieben wird.
-
Die Hohlbalken 9 sind derartig angeordnet, daß sie nach oben und unten
in ihrer gegenseitigen Lage und in ihrer Lage zur gesamten Maschine durch Mittel,
die in den hohlen Trägern Io angeordnet sind, verstellt werden können. Hierzu sind
in einem der hohlen Träger Io Handräder 26, 27 angebracht. Zur Vereinfachung wird
die mit dein Handrädern versehene Seite der Maschine nachfolgend als »Bedienungsseite«,
die andere Seite der Maschine als »Antriebsseite« bezeichnet.
-
Der obere Teil des hohlen Trägers Io auf der Bedienungsseite ist mit
einer abnehmbaren Platte 28 versehen. Die Platte 28 bildet gleichzeitig eine Lagerschale
29 für eine Hülse 30, durch die eine mit dem Handrad 26 verbundene Welle 3I führt.
Das Handrad 27 ist mit der Hülse 30 verbunden. Bei Drehung des Handrades 26 wird
daher die Welle 31 gedreht, während bei Drehung des Handrades 27 die Hülse 30 auf
der Walle 31 gedreht wird. Die Welle 31 ist mit einem Stirnrad 32 und die Hülse
3o mit einem Stirnrad 33 versehen. Das Stirnrad 32 steht mit einem Zahnrad 34, das
Stirnrad 33 mit einem Zahnrad 35 im Eingriff. Die Zahnräder sind auf den abgeschwächten
Endstücken 36 und 37 parallel laufender Wellen 38 und 39 befestigt; die Wellen 38
und 39 sind in einem Hohlträger 4o, der die oberen Enden der Träger Io verbindet,
angeordnet.
-
Auf den Enden 36 und 37 der Wellen 38 und 39 sind Kegelräder 41 und
42 angebracht, die mit den zu vertikal angeordneten Spindeln 45 und 46 auf der Bedienungsseite
der Maschine gehörigen Kegelrädern 43 und 44 im Eingriff stehen. In die Spindeln
45 und 46 sind Gewinde eingeschnitten; die Spindel 45 ist mit dem unteren Hohlbalken
9, die Welle 46 mit dem oberen Hohlbalken 9 verschraubt.
-
Auf der Antriebsseite der Maschine sind die Wellen 38 und 39 mit Kegelrädern
47 und 48 versehen, die mit Kegelrädern 49 und 5o auf den vertikal angeordneten
Spindeln 51 und 52 im Eingriff stehen. Die Spindel 51 ist mit dem unteren Hohlbalken,
die Spindel 52 mit dem oberen Hohlbalken verschraubt.
-
Auf diese Weise wird der untere Hohlbalken 9 durch Drehung der Spindeln
45 und 51 infolge Betätigung des Handrades 26, der obere Hohlbalken 9 in ähnlicher
Weise durch Drehung der Spindeln 46 und 52 infolge Betätigung des Handrades 27 gehoben
bzw. gesenkt.
-
Auf der Bedienungsseite der Maschine sind die Enden der Hohlbalken
9 mit Führungsblöcken 53 versehen. Die Führungsblöcke haben Bohrungen, um an den
Führungsstäben 54, die in geeigneter Weise auf Platten 55 in den Hohlträgern Io
befestigt sind, gleiten zu können. Auf der Antriebsseite der Maschine weisen die
Enden der Hohlbalken Gehäuse 56 auf, deren Seitenwände mit Nuten 57 (vgl. Fig. 10)
versehen sind. Die Nuten gleiten auf Führungsschienen 58, die in den entsprechenden
Hohlträgern Io befestigt sind. Die Gehäuse 56 tragen außerdem die Lager für die
von der vertikalen Welle 12 angetriebenen Kegelräderpaare 13, I4; die Kegelräder
I3 sind auf der Welle I2 längs verschieblich. Auf diese Weise wird der Antrieb der
beiden Rollenreiben auch während einer Verstellung der Hohlbalken 9 durch Betätigung
der Handräder 26 und 27 aufrechterhalten.
-
Statt des vorstehend beschriebenen mechanischen Antriebes der Doppelrollen
9 kann in jeder Stütze 17 ein Elektromotor angebracht werden, der in Antriebsverbindung
mit der entsprechenden Rollenwelle I9 steht. Die Stromzuführung für die Motoren
erfolgt durch Drahtleitungen, die in den entsprechenden Hohlbalken angeordnet sind,
und zwar derart, daß alle Doppelrollen in einer für den Fachmann leicht verständlichen
Weise auf elektrischem Wege synchron angetrieben werden.
-
In Fig. II ist die Verwendung eines besonderen Elektromotors 59 für
jede Antriebsspindel 22 dargestellt. Der Motor ist im Hohlbalken 9 angeordnet und
durch nicht dargestellte Mittel an der Stütze 17 befestigt, und zwar in koaxialer
Lage mit der Antriebsspindel 22. Die in Fig. II dargestellte Ausführungsform unterscheidet
sich also von der Ausführungsform gemäß Fisg.4 durch Verkürzung der Antriebsspinde122
und Fortfall der Kegelräderpaare 16 und 23; statt dessen ist der Motor 59
direkt mit der verkürzten Antriebsspiudel22 verbunden. Die Stromzuführungen des
im Hohlbalken angeordneten Motors werden ebenfalls im Hohlbalken verlegt.
-
Nachfolgend wird auf die Fig. 12, i3,und 14 Bezug genommen, in denen
eine weitere Ausfühnungsform der Erfindung, bei der die quer über die Glasbandbreite
staffelförmig angeordneten Förderrollen in Serie angetrieben werden, dargestellt
ist.
-
Der Antrieb der Rollen geschieht auf mechanischem Wege; die Bewegung
wird, auf die erste Rolle am
einen Ende einer staffelförmig angeordneten
Rollenreihe übertragen und setzt sich über alle nachfolgenden Rollen bis zum anderen
Ende der Rollenreihe fort. Hierzu ist ein Hohlbalken 9 mit Stützen 17 versehen,
die in geeigneten Abständen längs des Hohlbalkens 9 derartig angebracht sind, daß
zwischen ihnen die Förderrollen 8 Platz finden. Jede Förderrolle 8 ist auf einer
Rollenwelle I9 befestigt, deren mit Stirnrädern 6o versehene Enden in zwei aufeinander
folgende Stützen 17 führen. In jeder Stutze 17 befindet sich zwischen den beiden
Stirnrädern 6o zweier benachbarter Rollen 8 ein Umkehrrad 61, so daß alle Wellen
I9 mit gleicher Drehrichtung angetrieben werden.
-
Wie in der früher beschriebenen Ausführungsform treibt ein Motor II
über eine vertikal angeordnete Antriebswelle 12 und die miteinander im Eingriff
stehenden Kegelräder 13 und 14 eine kurze, horizontal angeordnete Antriebswelle
15. Zu dieser Ausführungsform der Erfindung wird in den Fig. 13 und 14 nur die kurze,
horizontal angeordnete Welle 15 gezeigt.
-
Der auf die kurze Welle 15 ausgeübte Antrieb wird auf das erste Stirnrad
6o übertragen und pflanzt sich dann über das Umkehrrad auf das zweite Stirnrad 6o
in der ersten Stütze 17 fort. Auf diese Weise wird die erste Förderrolle 8 durch
die Zahnräder in der ersten Stütze angetrieben. In entsprechender Weise bildet die
Rollenwelle I9 mit dem Stirnrad 6o am anderen Ende der ersten Rolle 8 (vgl. Fig.
12) über das dazwischenliegende Umkehrrad das Antriebsmittel der nächsten Förderrolle
8. In gleicher Weise überträgt jede Rolle innerhalb der gesamten Rollenreihe den
Antrieb in der nachfolgenden Stütze 17 auf die nachfolgende Förderrolle.
-
Auch bei dieser Ausführungsform befinden sich die Förderrollen in
staffelförmiger Anordnung, jedoch stehen auch hier die Wellen der Rollen rechtwinklig
zur Richtung des vorrückenden Glasbandes I. Die staffelförmigen Reihen sind schräg
zur Richtung des Glasbandes angeordnet und, wie bereits oben ausgeführt, vorzugsweise
parallel zu der senkrecht stehenden Ebene der Achsen der Polierwerkzeuge, denen
die Förderrollen zugeordnet sind.
-
Um bei Betätigung des Handrades 27 zur Einstellung der Förderrollen
8 in Arbeitsstellung zur oberen Fläche des Glasbandes I Beschädigungen des Bandes.
zu vermeiden, sind die Spindeln 46 mit den Enden 53, 56 der entsprechenden Hohlbalken
g in der in Fig. 15 dargestellten Art verbunden. Hieraus ist ersichtlich, daß das
mit einem Gewinde versehene Ende der Spindel in einer Mutter 62 geführt wird, die
mittels eines Keilstückes 63 im Endteil des Hohlbalkens g gegen Drehung gesichert
ist. Bei einer derartigen Anordnung kann die auf der Spindel sitzende Mutter im
Hohlbalken gleiten. Wenn also der Hohlbalken bis zur Berührung der Rollen 8 mit
der oberen Fläche des Glasbandes gesenkt wird, bewirkt eine weitere Betätigung des
Handrades 27 eine Verschiebung der Mutter 62 längs des Keiles 63, und es wird kein
weiterer abwärts gerichteter Druck auf den Hohlbalken ausgeübt. Die Spindel 46 ist
mit einem Anschlagstück 64 verseben, um ein vollständiges Abschrauben der Mutter
von der Spindel auszuschließen.