DD218034A1 - Schneckenpresse - Google Patents
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- B30—PRESSES
- B30B—PRESSES IN GENERAL
- B30B11/00—Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses
- B30B11/22—Extrusion presses; Dies therefor
- B30B11/24—Extrusion presses; Dies therefor using screws or worms
- B30B11/248—Means preventing the material from turning with the screw or returning towards the feed hopper
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf Schneckenpressen zum Verdichten verschiedener Materialien, insbesondere zum Verpressen von Braunkohle zur Herstellung von Pellets. Ausgehend von der Aufgabenstellung, die durch Anhaften des Pressgutes in den Schneckengaengen bedingte Stoeranfaelligkeit derartiger Einrichtungen zu vermindern, wird eine Schneckenpresse vorgeschlagen, deren Gehaeuse zwei oder mehrere in einer topfartigen Huelse radial bewegliche Arbeitsorgane, im wesentlichen bestehend aus einer Kolbenstange, einem Kolben und einem Schaber, zugeordnet sind. Fig. 1
Description
Schneckenpresse ι
(- . · '. ! , . 'Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schneckenpresse, mit der Ausgangsmaterial unterschiedlicher Beschaffenheit durch eine in einem zylindrischen Gehäuse rotierende Schnecke unter zunehmender Verdichtung zu einer Drossel gefördert und verpreßt wird. . . .
Es sind verschiedene Ausführungsformen von Schneckenpressen bekannt, die, in Abhängigkeit von den Eigenschaften des eingesetzten Materials, mehr oder weniger zum Verstopfen neigen, indem das zu verpressende Material an den Wandungen der Schnecke haftet, wodurch der Materialtransport in den Hohlräumen zwischen Schnecke und Gehäuse zum Erliegen kommt, ι
Zur Beseitigung dieses Nachteils ist die Gehäuseinnenseite mit Längsrollen versehen, die sich mit dem Preßgut füllen und
auf Grund der inneren Reibung im Material dessen Mitdrehen mit der Sohnecke und damit ein Abreißen des Gutstromes verhindern.
Diese Lösung ist jedoch nur für Materialien mit ausreichender innerer Reibung geeignet.
Nach einer anderen bekannten Lösung ist den Schneckengängen eine Sperrvorrichtung in Form eines sich in einem Längsschlitz des Gehäuses befindlichen und sich in Längsrichtung der Schnecke drehenden scheibenförmigen Zahnrades zugeordnet, wobei die Zahnform der Teilung und Steigung der Schneckengänge angepaßt ist. Mit dieser Einrichtung wird eine1 Reinigung der Wandungen der Schnecke bewirkt und ein Mitdrehen des Materials verhindert. Auf Grund der lediglich punktförmigen Berührung zwischen Zahnrad und Schneckengangflanke ist der Reinigungseffekt nicht optimal und bei bestimmten Materialien bleibt ein nicht unbeträchtlicher Teil an der Schnecke haften, in dessen Folge es zum Abreißen des Gutstromes und letztendlich zur Verminderung der Leistungsfähigkeit der Schneckenpresse kommt. Zum anderen ist die Lösung sowohl konstruktiv als auch von den Kosten her aufwendig. Ungünstig ist weiterhin die sperrige Bauart .
Schließlich ist es auch bekannt, das Zusetzen der Schnecke durch in die Schneckengänge eintauchende, synchron mit der Schneckenwelle durch eine Exenterwelle angetriebene Schieber, zu verhindern.
Abgesehen von dem erheblichen Fertigungsaufwand, ist diese Lösung störanfällig und in ihrer Wirksamkeit insofern eingeschränkt, als die Bewegung des Schiebers nicht mit der Schneckenteilung und -Steigung übereinstimmt und somit im Schneckengang ein Reinigungseffekt nicht erzielt wird.
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Ziel der Erfindung '
Die Erfindung verfolgt das Ziel, die Funktipnssicherheit und damit die Leistungsfähigkeit von Schneckenpressen beim Verpressen von zum Anhaften in den Schneckengängen neigendem Gut zu erhöhen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Schneckenpressen in bezug auf die Reinigung der Schnecke mittels in die Schneckengänge eingreifender, beweglicher Bauelemente fertigungstechnisch günstig mit einer Zusatzeinrichtung auszurüsten, die sich durch eine sichere Funktion und optimale Reinigungswirkung sowie eine robuste Bauweise auszeichnet, und mit der zudem auch bereits im Einsatz befindliche Schneckenpressen in einfacher Weise nachgerüstet werden können.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe gelöst, indem in einer radialen Öffnung des Schneckengehäuses eine topfförmige Hülse zur Aufnahme eines unter dem Druck einer Feder beweglich angeordneten Kolbens mit in einer Bohrung im Boden der Hülse geführter Kolbenstange und an der Unterseite des Kolbens angeordnetem, in das Schneckengehäuse weisendem Schaber, befestigt ist. Die in der Hülse angeordnete Druckfeder ist um die Kolbenstange gelegt und stützt sich einerseits am Boden der Hülse und andererseits gegen den Kolben ab. Der Kolben ist mit einem Kolbenring versehen, um das Eindringen des Preßgutes in das Innere der mit einem Schmiermittel gefüllten Hülse zu vermeiden. Der an dem Kolbenboden angeformte Schaber ist bezüglich der äußeren Gestalt so ausgebildet, daß er sich der Form der Flanke und des Bodens des Schneckenganges im wesentlichen anpaßt.
Die Kolbenstange ist mit einer Längsnut versehen, in der ein im Boden der Hülse befestigter Stift gleitet. Auf diese Weise ist ein Verdichten oder Verkannten des Schabers ausgeschlossen.
In weiterer Ausbildung der Erfindung sind zwei oder mehrere der beschriebenen Baugruppen vorzugsweise in der Nähe des Einfülltrichters und radial zueinander versetzt angeordnet, wobei zur Gewährleistung des Schabeeffekts auch bei geraden Flanken und zur Veränderung der Krafteinwirkung auf die Flanken eine zur Achse der Schnecke schräge Anordnung gewählt werden kann.
Nach einem, weiteren Merkmal der Erfindung ist im Bereich des-Schneckenendes eine weitere Baugruppe der genannten Art angeordnet, jedoch ohne Druckfeder, so daß der Schaber im Normalfall oberhalb der Schnecke gleitet. Durch Krafteinwirkung auf die aus der Bohrung im Boden der Hülse herausragende Kolbenstange wird das Mitdrehen des im Ausnahmefall in diesem Bereich abgerissenen, verdichteten Preßgutstromes unterbrochen, so daß der Preßvorgang weitergeführt werden kann.
Mit der erfindungsgemäß ausgerüsteten Schneckenpresse ist eine störungsfreie Arbeitsweise gewährleistet, wodurch deren Leistungsfähigkeit erheblich gesteigert werden kann. Dem Anhaften des Preßgutes in den Schneckengängen wird weitgehend entgegengewirkt und gleichermaßen werden durch das Mitdrehen und Abreißen des verdichteten Materials bedingte aufwendige Stillstandszeiten vermieden. ·
Die gemäß der neuen technischen Lehre artgeordneten Baugruppen arbeiten störungs- und wartungsfrei, unabhängig vom Betrieb der Schneckenpresse und lassen sich bei Verschleiß leicht auswechseln. Außerdem können bereits im Einsatz befindliche Schneckenpressen in einfacher Weise nachgerüstet werden.
Die Erfindung wird in einem Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnung, in der
Fig. 1 einen Teil der Schneckenpresse im Schnitt
Fig. 2 einen Schnitt durch eine senkrecht im Gehäuse befestigte Baugruppe
Fig. 3 einen Schnitt durch eine schräg angeordnete Baugruppe
Fig. 4 das aus Kolbenstange, Kolben und Schaber bestehende Arbeitsorgane
darstellt, näher erläutert.
Die erfindungsgemäße Schneckenpresse besteht im wesentlichen aus dem Gehäuse 1 mit dem Fülltrichter 2 und der Drossel 3 sowie der innerhalb des Gehäuses drehbar angeordneten Schnecke 4. Das Preßgut 6 gelangt über den Fülltrichter 2 in die Schneckengänge 5, in denen es in Richtung Drossel 3 gefördert und vorverdichtet wird, um schließlich in der Drossel 3, beispielsweise zu Pellets, verpreßt zu werden.
Handelt es sich bei dem -zu verpressenden Gut um Material, das an den Flanken 7 der Schneckengänge haften bleibt, führt das zum Mitdrehen des Materials mit der Schnecke und schließlich zur Unterbrechung des Förder- und Preßvorganges.
Im Gehäuse 1 sind zwei als Reingigungs- und Sperreinrichtungen ausgebildete Baugruppen 8 und eine weitere Baugruppe 9 zum Verhindern des Mitdrehens des verdichteten Materials lösbar befestigt. Eine derartige Baugruppe ist durch eine topfartige Hülse 10 Und ein Arbeitsorgan, bestehend aus Kolben-
stange 11, Kolben 12 und Schaber 13, sowie eine sich zwischen dem Boden der Hülse 10 und dem Kolben 12 abstützende Druckfeder 14, gebildet. Der in der Hülse 10 verbleibende freie Raum ist mit Schmiermittel gefüllt. Die Kolbenstange 11 ist in einer Bohrung im Boden der Hülse 10 sowie in einer Längsnut 15 durch einen Stift 16 geführt. Anstelle der Längsnut kann auch eine Abflachung der Kolbenstange vorgesehen sein.
Die Stirnseite der Kolbenstange 11 ist mit eine Gewindebohrung 17 versehen, in die ein Griff eingeschraubt werden kann. Auf diese Weise wird ein leichtes Herausziehen des Arbeitsorgans und damit eine einfache Demontage der Schnecke 4 ermöglicht.
Am Umfang des Kolbens 12 ist eine Nut 18 eingearbeitet, in die ein Kolbenring 19 eingelegt ist. Dadurch wird das Eindringen von Preßgutpartikeln in das Innere der Hülse verhindert. ,
Unter Einwirkung der Druckfeder 14 legt sich die schräge Seite des Schabers 13 an die Flanken 7 des Schneckenganges und befreit diese von anhaftendem Preßgut. Gleichzeitig übt der Schaber eine Sperrfunktion aus. Bei geraden Flanken der Schneckengänge ist, wie in Fig. 3 dargestellt, eine schräge
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Anordnung der Baugruppen möglich.
Für den Fall, daß sich das Preßgut im Bereich hoher Verdichtung mit der Schnecke mitdreht, bleibt das durch die Druckfeder beaufschlagte Arbeitsorgan wirkungslos. Dem Abreißen des Preßgutstromes wird an dieser Stelle durch äußere Krafteinwirkung auf das Arbeitsorgan der Baugruppe begegnet..
Claims (6)
1. Schneckenpresse zum Verpressen von an den Wandungen der,.Schneckengänge anheftendem Material, insbesondere Kohlenpresse, mit in die Schneckengänge eingreifenden, beweglichen Bauelementen, dadurch gekennzeichnet, daß in einer am Gehäuse (1) befestigten topfartigen Hülse (10) ein unter Einwirkung einer Druckfeder (14) radial bewegliches Arbeitsorgan, bestehend aus einer Kolbenstange (11), einem Kolben (12) und einem Schaber (13), dessen eine Stirnseite abgeschrägt ist, angeordnet ist.
2. Schneckenpresse nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei Arbeitsorgane, vorzugsweise radial und axial versetzt in der Nähe des Einfülltrichters und mindestens ein weiteres, durch äußere Krafteinwirkung betätigtes, am Ende der Schnecke vorgesehen sind.
3· Schneckenpresse nach Punkt 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die im wesentlichen aus Hülse und Arbeitsorgan bestehenden Baugruppen schräg zur Achse der Schnecke gerichtet sind.
4. Schneckenpresse nach Punkt 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß in einer Nut des Kolbens (12) ein Kolbenring (19) angeordnet ist.
5. Schneckenpresse nach Punkt 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaber über eine Längsnut (15) in der Kolbenstange und einen Stift (16) gegen Verkanten gesichert ist.
6. Schneckenpresse nach Punkt .1-5, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (10) mit Schmiermittel gefüllt ist.
Hierzu zwei Seiten Zeichnungen
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DD25392883A DD218034A1 (de) | 1983-08-12 | 1983-08-12 | Schneckenpresse |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DD25392883A DD218034A1 (de) | 1983-08-12 | 1983-08-12 | Schneckenpresse |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DD218034A1 true DD218034A1 (de) | 1985-01-30 |
Family
ID=5549753
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DD25392883A DD218034A1 (de) | 1983-08-12 | 1983-08-12 | Schneckenpresse |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DD (1) | DD218034A1 (de) |
Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
EP1193045A1 (de) * | 1992-09-26 | 2002-04-03 | Robin Hamilton | Verfahren und Vorrichtung zum Verdichten |
CN110382210A (zh) * | 2017-03-30 | 2019-10-25 | 惠普发展公司,有限责任合伙企业 | 构建材料输送器 |
-
1983
- 1983-08-12 DD DD25392883A patent/DD218034A1/de not_active IP Right Cessation
Cited By (3)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
EP1193045A1 (de) * | 1992-09-26 | 2002-04-03 | Robin Hamilton | Verfahren und Vorrichtung zum Verdichten |
CN110382210A (zh) * | 2017-03-30 | 2019-10-25 | 惠普发展公司,有限责任合伙企业 | 构建材料输送器 |
EP3562652A4 (de) * | 2017-03-30 | 2020-08-12 | Hewlett-Packard Development Company, L.P. | Baumaterialförderer |
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