DD208827A1 - Hochfeste schneidwerksteile fuer erntebergungsmaschinen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft hochfeste Schneidwerkteile fuer Erntebergungsmaschinen, insbesondere Messerklingen,Fingerplatten, Raeumplatten oder dgl., deren Verschleissfestigkeit durch Haerten erhoeht wird. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, fuer Schneidwerkteile, insbesondere solcher fuer Erntebergungsmaschinen ein Warmbehandlungsverfahren anzugeben, das bei Gewaehrung ausreichender Haerte und Verschleissfestigkeit auch eine hohe Biegefestigkeit erreichen laesst. Diese Aufgabe wird erfindungsgemaess dadurch geloest, dass die Schneidwerkteile einen durch Zwischenstufenvergueten bewirkten bainitischen Gefuegezustand aufweisen.
Description
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Titel der Erfindung
Hochfeste Schneidwerkteile für Ernte"bergungsmasclilnen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung "betrifft hoohfeste Schneidwerktelle für Erntebergungsmaschinen, insbesondere Messerklingen, Pingerplatten, Bäumplatten oder dgl., deren Verschleißfestigkeit durch Härten erhöht wird.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Schneidwerktelle der genannten Art werden zur Sloherung der Schneidfähigkeit und zum Zweoke der Erhöhung der Verschleißfestigkeit gehärtet. Die Härtung erfolgt in Übereinstimmung mit den für den eingesetzten "Werkstoff vorgegebenen Warmbehandlungsvorschriften.
Messerklingen, Fingerplatten und Bäumplatten oder dgl. werden dabei seit vielen Jahren ausschließlich im Bereich der Schneiden- bzw. Arbeltskanten gehärtet
Siehe: TGL 6005, 1974 - Messerklingen für Pinger- und Doppelmesserschneidwerke; RGW-Standard 3093-81,1981 - Messerklingen für Schneldwerke; DIN Blatt 11300, 1957 - Messerklingen mit glatter und gezahnter Sohneide; Fachbuoh W. Haufe Verlag CF. Winter1sehe Verlagshandlung Füssen, 1954, S. 173 - Werkzeügstähle und ihre Warmbehandlung.
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-91.1111.1982*021693-
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Diese in den genannten Literaturstellen festgelegten und/oder empfohlenen Vorschriften für die Wannbehandlung dieser Schneidwerkteile resultieren aus langjährigen Erfahrungen der Anwender- und Herstellerindustrie. Sie gehen dabei abweichend von der "bis dahin angewandten Härteteohnik, derzufolge solche Schneidwerkteile durchgängig gehärtet worden sind, auf die Erkenntnis zurück, daß mit der sogenannten Zonenhärtung bestmögliche Ergebnisse an Härte und Zähigkeit an diesen Schneidwerkteilen erreichbar sind. Bei durchgehärtet ausgeführten Schneidwerkteilen sind im Bereich der Schneidenzonen Härterisse oder durch Biegebelastungen auftretende Biegebriiche unvermeidbar. Der durch Biegebrüche verursachte Ausfall dieser Schneidwerkteile ist insbesondere auch auf eingetretenen Härteverzug zurückzuführen ·
Ein anderer Teil des vorzeitigen Unbrauchbarwerdens ist auch dadurch bedingt, daß durch das Aufnieten der Schneidwerkteile auf Trägerkörper zusätzliche Gefügespannungen erzeugt werden. Bei zonengehärteten Schneidwerkteilen kann ein wesentlicher Teil dieser Nachteile vermieden werden· Den heutigen Ansprüchen an hochleistungsfähige Erntebergungsmaschinen können aber trotzdem die auf diese Art warmbehandelten Schneidwerkteile nicht mehr genügen.
Als erschwerende Umstände für die Beibehaltung der Schneidfähigkeit solcher Sohneidwerkteile kommt hinzu, daß bei der Aufnahme des Erntegutes Fremdkörper In die Schneidwerke gelangen und diese durch mechanische Beschädigung In ihrem Arbeitsverhalten beeinträchtigen.
Eine der häufig auftretenden Beschädigungen 1st dadurch bedingt, daß die Schneidwerkteile durch aufgenommene Fremdkörper verbogen werden, mit den zuge-
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hörigen Sohneidwerkteilen kollidieren und dadurch zu Bruch gehen· ,
Eine der Hauptanforderungen, die die Praxis an das Schneid- "bzw. Artieitsverhalten solcher Schneidwerkteile stellt, besteht deshalb darin, diese Schneidwerkteile mit relativ großer Biegesteifigkeit bei guter Schneidfähigkeit und Verschleißfestigkeit auszustatten.
Es hat in der Praxis nicht an Versuchen gefehlt, diesem Problem duroh Werkstoffaustausch oder durch Anwendung moderner Warmbehandlungsverfahren sowie durch den Einsatz oberfläohenbeschichteter Schneidwerkteile beizukommen. Die dahingehenden Bemühungen führten Jedoch nur teilweise zum Erfolg und haben sich in der Praxis nioht durchzusetzen vermocht.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, Sohneidwerkteile der genannten Art bruchsicher und mit einem hohen Versohleißwlderstand auszuführen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für Sohneidwerkteile, Insbesondere solcher für Erntebergungsmaschinen ein Warmbehandlungsverfahren anzugeben, das bei Gewährleistung ausreichender Härte und Verschleißfestigkeit auoh eine hohe Biegesteifigkeit erreiohen läßt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Schneidwerkteile einen durch Zwischenstufenvergütung bewirkten balnltlschen Gefügezustand aufweisen·
Es wurde überraschenderweise gefunden, daß das im Ergebnis einer Zwischenstufenvergütung gebildete Werkstoffgefüge Bainit den teohnlsohen Anforderungen an solche Sohneidwerkteile in bisher von der Faohwelt
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nicht angenommenem umfang genügt, um sowohl gute Sohneidfähigkeit als auch hohe Biegesteifigkeit zu gewährleisten»
So "beträgt beispielsweise bei zwisohenstufenvergüteten Messerklingen bei gleicher Härte die Biegesteifigkeit etwa das 2,5-fache der bisher zonengehärteten Ausführung, wodurch bei gleicher Verschleißfestigkeit die Gefahr eines Biegebruqhes wesentlich herabgesetzt worden ist·
Auch das Auftreten von Werkstückverzug infolge der hartetechnischen Warmbehandlung und das Entstehen γόη Härterissen wird durch die Zwischenstufenvergütung nahezu gänzlich vermieden· Es liegt auf der Hand, daß bei der durch Zwischenstufenvergütung erreichten Biegesteifigkeit solcher Schneidwerkteile der duroh Biegebruch oder ähnliche Erscheinungen verursachte Ausfall der Schneidwerke an Erntebergungsmaschinen im wesentlichen Umfang reduziert ist, was sich auf die Produktivität solcher Maschinen vorteilhaft auswirkt. Die Anwendung der Zwlsohenstufenvergütung bei solchen Schneidwerkteilen gestattet darüber hinaus, den Warmbehandlungsprozeß mit einfacheren teohnisohen Mitteln auszuführen und 1st zudem technologisch leichter beherrschbar·
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel, dem Zwischenstufenvergüten von Messerklingen aus dem Stahlwerkstoff CK 67, näher erläutert werden.
Die Messerklingen werden in einem Banddurchlauf of en bei einer Durchlaufzeit von 10 min und bei einer Temperatur von 830° C austenltisiert. In einem Warmbad werden die austenitisieren Messerklingen auf eine Temperatur von 260° C bis 270° C abgeschreckt, wobei die Verweilzelt im V/armbad etwa 30 min beträgt.
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Bei dem Stahlwerkstoff CK 67 wird unter diesen Bedingungen das Werkstoffgefüge Banit gebildet. Durch ein im Warmbad installiertes Austragsystem werden die Messerklingen in ein Wasserbad mit einer Temperatur von 80° G befördert, von wo sie durch, ein zweites Austragsystem auf einen Rost befördert werden. Hier tropft das an den Messerklingen haftende Wasser ab bzw. verdunstet durch die Temperatur von 80° C.
Messerklingen, Fiagerplatten, Bäumplatten oder dgl. können auch, aus anderen für die Zwischenstufenvergütung geeigneten Stahlwerkstoffen hergestellt werden. Die für diese Stahlwerkstoffe erforderlichen Austenitisierungstemperaturen sowie die für die Bainitbildung erforderlichen Temperaturen sind den entsprechenden ZTU-Schaubildern zu entnehmen·
Claims (1)
- ErfindungsanspruchHochfeste Schneidwerkteile für Erntetiergungsmaschinen, insbesondere Messerklingen, Fingerplatten, Räumplatten oder dgl., deren Verschleißfestigkeit durch Härten erhöht 1st, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidwerkteile einen durch Zwischenstufenvergüten bewirkten bainitIschen Gefügezustand aufweisen·
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DD24155082A DD208827A1 (de) | 1982-07-09 | 1982-07-09 | Hochfeste schneidwerksteile fuer erntebergungsmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DD24155082A DD208827A1 (de) | 1982-07-09 | 1982-07-09 | Hochfeste schneidwerksteile fuer erntebergungsmaschinen |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DD208827A1 true DD208827A1 (de) | 1984-04-11 |
Family
ID=5539908
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DD24155082A DD208827A1 (de) | 1982-07-09 | 1982-07-09 | Hochfeste schneidwerksteile fuer erntebergungsmaschinen |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DD (1) | DD208827A1 (de) |
Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE3690773C2 (de) * | 1986-08-25 | 1990-04-19 | N Proizv Ob Edinenie Technolog | Arbeitsorgan von Landmaschinen |
ITVR20120157A1 (it) * | 2012-07-30 | 2014-01-31 | Zanardi Fonderie S P A | Lama per il taglio della canna da zucchero |
-
1982
- 1982-07-09 DD DD24155082A patent/DD208827A1/de unknown
Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE3690773C2 (de) * | 1986-08-25 | 1990-04-19 | N Proizv Ob Edinenie Technolog | Arbeitsorgan von Landmaschinen |
ITVR20120157A1 (it) * | 2012-07-30 | 2014-01-31 | Zanardi Fonderie S P A | Lama per il taglio della canna da zucchero |
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