Bei der Fütterung von Gross- insbesondere Rindvieh muss das in den Stall (Tenne) mit mehr oder weniger maschinellen Hilfsmitteln eingeführte Dürr-, Silo- oder Grünfutter von dem so gebildeten Haufen mit viel Arbeit- und Zeitaufwand auf die Futterplätze der einzelnen Tiere verteilt werden, wobei es kaum möglich ist, dem unterschiedlichen Futterbedarf der einzelnen Tiere Rechnung zu tragen. Die Fütterung der Tiere stellt daher einen wesentlichen Faktor im Arbeitsprogramm eines Tierhalters dar. Da aber bei den heutigen Verhältnissen hohe Lohnkosten in einem Landwirtschaftsbetrieb nicht mehr tragbar sind, muss auch hier angestrebt werden, die Arbeit maschinell auszuführen und soweit als möglich zu automatisieren.
Die vorliegende Erfindung kommt diesem Bedürfnis entgegen und schlägt eine automatisch wirkende Anlage zur Futterverteilung vor, ihre wesentlichen Merkmale sind im Patentanspruch angegeben.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung soll anhand der Zeichnung nachfolgend näher erläutert werden, in dieser zeigen:
Fig. 1 die ganze Anlage schematisch im Grundriss,
Fig. 2 den im ganzen Stall (Tenne) vorfahrbaren Futterverteiler,
Fig. 3 den Greifer zur Erfassung einer bestimmten Futtermenge,
Fig. 4 die Tastvorrichtung zur Bemessung der zu ergreifenden Futtermenge.
Gemäss (Fig. 1) wird das in den Stall eingefahrene oder eingeworfene Futter zu einem grossen Haufen, vorzugsweise am Ende des Stalles zusammengeschoben. Die normalerweise beidseits des Hauptganges angeordneten Viehstandorte (2) (eingekreiste Tiernummern) mit den Futterstellen können durch den Futterverteiler (1) individuell bedient werden, und zwar wird dabei, wie später noch beschrieben, jeder Futterstelle durch Steuerung von einer frei programmierbaren Steuerung eine individuelle Futtermenge zugeteilt.
Wie aus (Fig. 2) ersichtlich, kann der ganze Futterverteiler auf Schienen (3) in der Längsrichtung (x) des Stalles und auf einer Querschiene (4) senkrecht dazu - (in y-Richtung) - mittels eines Gleitkopfes (5) verfahren werden. Der Gleitkopf enthält auch hydraulisch wirkende Antriebsmittel, durch welche die teleskopisch ausfahrbare Tragstange (6) aus- und eingefahren und um ihre Achse um 180 DEG geschwenkt werden kann. Die am unteren Ende der Tragstange (6) angeordnete Greifvorrichtung (7) ist um eine Achse (8) in die gestrichelt dargestellte Lage schwenkbar, damit das Futter an den einzelnen Futterstellen abgegeben werden kann. Diese 90 DEG -Schwenkung erfolgt mit Hilfe der hydraulisch angetriebenen Zylinder- und Gelenkstäbe (9). Die Tastvorrichtung (10) gemäss (Fig. 3 und 4) gestattet, die von der Greifvorrichtung (7) zu erfassende Futtermenge nach Wunsch zu dosieren.
Diese Dosierung sei anhand der (Figuren 3 und 4) näher erläutert. Sobald die Greifvorrichtung (7) über den Futterhaufen gefahren ist, wird die Tragstange (6) und damit die Tastvorrichtung (10) nach unten auf den Haufen gedrückt. Dabei wird in Abhängigkeit von der Kraft, die auf den Haufen ausgeübt wird und die auf die Platte (11) einwirkt, das Federsystem (12, 13) zusammengedrückt. Mit dem Federsystem sind Stiftkontakte (14a) als Näherungsschalter verbunden, die nacheinander mit Kontakten (14, 15) in Berührung kommen und dabei Steuerstromkreise schliessen und Signale zum Controller (Rechner) senden. Beim Verschieben der Platte (11) relativ zum Kontaktträger (16) wird zunächst hauptsächlich die weichere Feder (12) komprimiert, so dass nacheinander die Kontakte (14) durch den unteren Stiftkontakt (14a) berührt werden.
Wenn die Presskraft auf die Platte (11) weiter zunimmt, erfolgt Kontaktgabe des oberen Stiftkontaktes oder Näherungsschalters (14a) mit den Kontakten (15). Durch das Ausfahren der teleskopischen Tragstange (6) wird auch der Greifer (7) nach unten gefahren und damit die Menge des von den Greiferzähnen (17) beim Schliessen in die gestrichelt dargestellte Stellung gemäss (Fig. 3) von der Tiefe anhängig, um welche die Platte (11) in den Futterhaufen hineingedrückt wurde. Diese Eindringtiefe bestimmt aber wiederum die auf das Federsystem (12, 13) ausgeübte Kraft, so dass jedem der Kontakte (14, 15) eine bestimmte Futtermenge zugeteilt ist. Dabei sind die Verhältnisse so gewählt, dass den drei unteren Kontakten (14) drei Mengen von Trockenfutter und den obereren entsprechend von Grünfutter zugeordnet sind, entsprechend der wesentlich kleineren Kompressibilität des letzte ren.
Die ganze Anlage wird von einem Computer gesteuert. Die frei programmierbare Steuerung wird so beaufschlagt, dass automatisch die Futterstellen abgefahren werden und jeder Futterstelle eine bestimmte individuelle Futtermenge zugeteilt wird, was wie bereits oben angedeutet, durch Aktivieren eines der Kontakte (14, 15) programmgesteuert erfolgt. Beim Erreichen des betreffenden Kontaktes werden die Greiferzähne (17) geschlossen, die ganze Greifvorrichtung längs der Schienen (3, 4) an die vorgeschriebene Futterstelle (2) geführt, dort wird der Greifer (7) mit Hilfe des Hydraulikzylinders (9) um die Achse (8) um 90 DEG geschwenkt (gestrichelte Lage in Fig. 2) und durch \ffnen der Greiferzähne (17) das Futter abgegeben. Um beide Stallseiten bedienen zu können, kann die Tragstange (6) um 180 DEG geschwenkt werden.
Diese ganzen Vorgänge werden durch das in der Steuerung gespeicherte Programm zum Ablaufen gebracht, was bedeutet, dass der ganze Fütterungsvorgang praktisch ohne Einsatz menschlicher Arbeitskraft abläuft.
When feeding large cattle, especially cattle, the drought, silo or green fodder introduced into the barn with more or less mechanical aids must be distributed from the heap formed in this way to the feeding places of the individual animals with a lot of work and time, it is hardly possible to take into account the different feed requirements of the individual animals. Feeding the animals is therefore an important factor in the work program of an animal keeper. However, since today's wage costs are no longer acceptable in an agricultural enterprise, efforts must also be made here to do the work mechanically and to automate it as far as possible.
The present invention meets this need and proposes an automatic feed distribution system, its essential features are specified in the claim.
An embodiment of the invention will be explained in more detail below with reference to the drawing, in which:
1 shows the entire system schematically in plan,
2 the feed distributor which can be moved forward in the entire barn (threshing floor),
3 the gripper for detecting a certain amount of feed,
Fig. 4, the sensing device for measuring the amount of feed to be taken.
According to (Fig. 1), the feed that has been inserted or thrown into the barn is pushed together into a large pile, preferably at the end of the barn. The cattle locations (2) (circled animal numbers) with the feeding places, which are normally arranged on both sides of the main aisle, can be served individually by the feed distributor (1) allocated.
As can be seen from (Fig. 2), the entire feed distributor can move on rails (3) in the longitudinal direction (x) of the barn and on a cross rail (4) perpendicular to it (in the y direction) by means of a sliding head (5) will. The sliding head also contains hydraulically acting drive means by means of which the telescopically extendable support rod (6) can be extended and retracted and pivoted about its axis by 180 °. The gripping device (7) arranged at the lower end of the support rod (6) can be pivoted about an axis (8) into the position shown in dashed lines so that the feed can be delivered to the individual feed points. This 90 DEG swivel takes place with the aid of the hydraulically driven cylinder and joint rods (9). The feeler device (10) according to (FIGS. 3 and 4) allows the amount of feed to be gripped by the gripping device (7) to be dosed as desired.
This dosage will be explained in more detail with reference to (Figures 3 and 4). As soon as the gripping device (7) has moved over the heap of forage, the support rod (6) and thus the feeler device (10) is pressed down onto the heap. The spring system (12, 13) is compressed depending on the force exerted on the heap and acting on the plate (11). Pin contacts (14a) are connected to the spring system as proximity switches, which come into contact with contacts (14, 15) one after the other and thereby close control circuits and send signals to the controller (computer). When the plate (11) is moved relative to the contact carrier (16), the softer spring (12) is primarily compressed first, so that the contacts (14) are successively touched by the lower pin contact (14a).
If the pressing force on the plate (11) increases further, the upper pin contact or proximity switch (14a) is brought into contact with the contacts (15). By extending the telescopic support rod (6), the gripper (7) is also moved down and thus the amount of the gripper teeth (17) when closing in the position shown in dashed lines according to (Fig. 3) depends on the depth, by which the plate (11) has been pressed into the feed heap. This depth of penetration in turn determines the force exerted on the spring system (12, 13), so that each of the contacts (14, 15) is allocated a certain amount of feed. The ratios are chosen so that the three lower contacts (14) are assigned three quantities of dry fodder and the upper corresponding green fodder, corresponding to the much lower compressibility of the last.
The entire system is controlled by a computer. The freely programmable control is activated in such a way that the feeding stations are automatically moved to and each feeding station is assigned a certain individual feed quantity, which, as already indicated above, is program-controlled by activating one of the contacts (14, 15). When the relevant contact is reached, the gripper teeth (17) are closed, the entire gripping device is guided along the rails (3, 4) to the prescribed feeding point (2), where the gripper (7) is moved around the axis with the help of the hydraulic cylinder (9) (8) pivoted by 90 ° (dashed position in FIG. 2) and the chuck is released by opening the gripper teeth (17). In order to be able to operate both sides of the house, the support rod (6) can be swiveled by 180 °.
All these processes are carried out by the program stored in the control, which means that the entire feeding process takes place practically without the use of human labor.