BESCHREIBUNG
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Eintreiben loser Einzelnägel mittels Fremdenergie gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Das Verarbeiten loser zugeführter Einzelnägel mittels pneumatischer oder auf andere Weise angetriebener Nagelvorrichtungen bietet gegenüber den bandagierten, d. h. durch Klebebänder serienweise zusammengehaltenen Nägeln eine nicht beträchtliche Kostenersparnis; andererseits ist es aber der Fachwelt bekannt, dass die Führung der Einzelnägel im Nagelschieber beim Übergang in den Treibschacht ein schwerwiegendes Problem darstellt, das immer noch seiner optimalen Lösung harrt. Diese Schwierigkeiten der Nagelzufuhr vergrössern sich mit abnehmender Nagellänge, so dass Nägel mit einer Gesamtlänge von 15 mm und darunter mit den heute verfügbaren Vorrichtungen nicht mehr mit Sicherheit zuführbar sind.
Da der Schwerpunkt dieser kurzen Nägel in der Nähe des Nagelkopfes liegt und der Nagel mit seinem Kopf in der Mitnahme-Ausnehmung des Nagelschiebers hängt, neigt er bei der Vorschubbewegung des Nagelschiebers zum Kippen, woraus unliebsame Störungen und Beschädigungen resultieren können.
Die Verwendung bandagierter, d. h. auf Bändern aufgeklebter Nägel weist neben der unvermeidlichen Preiserhöhung den Nachteil auf, dass die Plastikbänder nach dem Eintreiben der Nägel teilweise im Nagelkopf verbleiben und zu Störungen, insbesondere zum Verklemmen des Treibers, führen können.
Es ist somit die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zum Eintreiben loser Einzelnägel dahingehend zu verbessern, dass auch kurze Nägel mit Sicherheit vom Nagelschieber vor den Treiber transportiert werden können. Die Erfindung ist im unabhängigen Patentanspruch 1 definiert; bevorzugte Ausführungsbeispiele ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der beiliegenden Zeichnung beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine vereinfachte Schnittdarstellung einer Vorrichtung zum pneumatischen Eintreiben von Stahlnägeln und
Fig. 2 eine Perspektivdarstellung des Nagelschiebers.
Die in Fig. 1 unter Verzicht auf unwesentliche Einzelheiten dargestellte Vorrichtung weist ein Gehäuse 1 auf, in welchem ein Kolben 2 innerhalb eines Zylinders 3 gleitend geführt ist. Durch ein Ventil 4 kann der Kolben 2 mit Druckluft beaufschlagt werden und bewegt sich dann nach unten, bis er auf einen der Kolbenform angepassten Puffer 5 auftrifft. Über eine Steuereinrichtung 6 wird der Kolben nach vollbrachtem Arbeitshub wieder in seine obere Totpunktlage gebracht.
Im unteren Gehäuseteil ist ein in seiner Gesamtheit mit 8 bezeichneter Nagelschieber angeordnet, welcher die Aufgabe hat, die lose in einem seitlich am Gehäuse 1 angebrachten, auf der Zeichnung nicht sichtbaren Nägel nacheinander einzeln koaxial unter einen Treiber 10 zu befördern. Von ihrer Bereitschaftslage im Nagelschieber, die etwa der Stellung des Nagels N1 (Fig. 1) entspricht, werden die Nägel dann durch den Treiber 10 durch einen Nagelführungskopf 11 in das Werkstück geschossen.
Einzelheiten der dargestellten Konstruktion können dem schweizerischen Patentgesuch Nr. 4845/85 entnommen werden.
Der Nagelschieber 8, an welchem sich ein Antriebsabschnitt 8a von einem Nagelführungsabschnitt 8b unterscheiden lässt, ist im Gehäuse des Nagelführungskopfes 11 in Richtung des Doppelpfeiles (Fig. 1) axial verschiebbar gelagert. Der Antriebsteil 8a besitzt einen durch zwei Scheiben 23 und dazwischen gelagerte Dichtringe 24 gebildeten Kolben K, welcher über eine Öffnung 25 und ein nicht sichtba- res Ventil mit Druckluft beaufschlagbar ist. An die in einem Wandteil 26 gleitend gelagerte Kolbenstange 27 schliesst sich der Nagelführungsabschnitt 8b an, welcher eine Ausnehmung 28 zur Aufnahme der einzutreibenden Einzelnägel besitzt. Der Vierkantteil 29 (Fig. 2) ist in einer Gehäusewand 30 (Fig. 1) verschiebbar gelagert. Eine mit 34 bezeichnete geneigte Führungskante verhindert, wie bekannt, das verfrühte Nachlaufen des nächstfolgenden Nagels.
Im Betrieb der Vorrichtung fällt der einzutreibende Einzelnagel zunächst in die Aufnahmeausnehmung 28, wird dann durch eine Bewegung des Nagelschiebers 8 in Schussposition N1 gebracht und von dort mittels des Treibers 10 durch den Nagelführungkopf 11 ausgeschossen. Eine Rückstellfeder F drückt den Nagelschieber 8 anschliessend wieder in seine nicht gezeigte Ausgangslage zurück, in welcher er zur Übernahme des nächsten Nagels bereit ist.
Um nun die Führung jedes Einzelnagels auch bei geringer Nagellänge zu gewährleisten und insbesondere das Kippen des Nagels zu vermeiden, trägt der Vierkantteil 29 (Fig. 2) an seiner Stirnseite eine Platte 32, welche mittels einer Schraube 31 fest mit dem Nagelschieber 8 verbunden ist.
Im Unterteil der Platte 32 ist ein Stahlstift 33 einseitig freitragend so befestigt, dass er sich parallel zur Längsachse des Nagelschiebers 8 erstreckt, wobei die Achse des Stahlstiftes 33 gegen die Achse des Treibschachtes 9, die mit der Treiberachse identisch ist, gerichtet ist. Die Länge des Stahlstiftes 33, dem die Funktion eines Nagel-Stützgliedes zukommt, ist so bemessen, dass das freie Ende des Stahlstiftes 33 in der Arbeitsstellung des Nagelschiebers (Fig. 1) im Umfangsbe reich des Treibschachtes, d. h. der Führungsbahn des Treibers 10, liegt, in diesen Treibschacht aber nicht hineinragt.
Ferner soll der Abstand h des Stahlstiftes 33 von der ihm benachbarten Kante des Nagelschiebers 8 höchstens der Länge des kürzesten einzutreibenden Nagelschaftes entsprechen.
Wie Fig. 1 deutlich zeigt, wird durch die Verwendung des als zusätzliches Stützglied dienenden Stiftes 33 der einzutreibende Nagel N1 mit absoluter Sicherheit am Kippen gehindert. Selbst wenn der Nagel in der Schussposition immer noch eine gewisse Neigung zeigt, so beeinträchtigt dies den Schussvorgang keineswegs, da eine weitere Berichtigung der Nagellage im Führungskopf 11 (Nagel N,) erfolgt.
Von Bedeutung ist vor allem im vorliegenden Zusammenhang, dass jeder Einzelnagel von seiner Ubernahme durch den Nagelschieber 8 während dessen Vorschubbewegungen bis zur Erreichung der Schussposition N1 am Umkippen gehindert und dem Treiber mit nach unten gerichteter Spitze vorgelegt wird. Dieses Ziel wird durch die beschriebene Erfindung voll erreicht.
DESCRIPTION
The present invention relates to a device for driving loose individual nails by means of external energy according to the preamble of claim 1.
Processing loose supplied individual nails by means of pneumatic or otherwise driven nail devices offers compared to the bandaged, i.e. H. nails held together in series by adhesive tapes a not significant cost saving; on the other hand, it is known to the professional world that the guidance of the individual nails in the nail pusher during the transition into the drive shaft represents a serious problem which is still waiting for its optimal solution. These difficulties of the nail supply increase with decreasing nail length, so that nails with a total length of 15 mm and less can no longer be safely fed with the devices available today.
Since the focus of these short nails is near the nail head and the nail hangs with its head in the driving recess of the nail pusher, it tends to tilt when the nail pusher moves forward, which can result in unpleasant disturbances and damage.
The use of bandaged, i.e. H. In addition to the inevitable price increase, nails stuck on tapes have the disadvantage that the plastic tapes sometimes remain in the nail head after driving in the nails and can lead to faults, in particular to jamming of the driver.
It is therefore the object of the present invention to improve a device for driving in loose individual nails in such a way that even short nails can be transported safely by the nail pusher in front of the driver. The invention is defined in independent claim 1; preferred exemplary embodiments result from the dependent patent claims.
An embodiment of the invention is described below with reference to the accompanying drawings. Show it:
Fig. 1 is a simplified sectional view of a device for the pneumatic driving of steel nails and
Fig. 2 is a perspective view of the nail pusher.
The device shown in FIG. 1 with no essential details has a housing 1 in which a piston 2 is slidably guided within a cylinder 3. Compressed air can be applied to the piston 2 through a valve 4 and then moves downwards until it hits a buffer 5 adapted to the piston shape. The piston is brought back into its top dead center position via a control device 6 after the working stroke has been completed.
In the lower part of the housing there is a nail pusher, designated in its entirety by 8, which has the task of conveying the loosely one after the other coaxially under a driver 10 in a nail attached to the side of the housing 1 and not visible in the drawing. From their ready position in the nail pusher, which corresponds approximately to the position of the nail N1 (FIG. 1), the nails are then shot into the workpiece by the driver 10 through a nail guide head 11.
Details of the construction shown can be found in Swiss Patent Application No. 4845/85.
The nail pusher 8, on which a drive section 8a can be distinguished from a nail guide section 8b, is axially displaceably mounted in the housing of the nail guide head 11 in the direction of the double arrow (FIG. 1). The drive part 8a has a piston K formed by two disks 23 and sealing rings 24 mounted between them, which piston can be pressurized with compressed air via an opening 25 and an invisible valve. The nail guide section 8b, which has a recess 28 for receiving the individual nails to be driven, is connected to the piston rod 27, which is slidably mounted in a wall part 26. The square part 29 (Fig. 2) is slidably mounted in a housing wall 30 (Fig. 1). As is known, an inclined leading edge, designated 34, prevents the next following nail from running too early.
During operation of the device, the individual nail to be driven initially falls into the receiving recess 28, is then brought into the firing position N1 by a movement of the nail pusher 8, and is imposed from there by means of the driver 10 through the nail guide head 11. A return spring F then pushes the nail pusher 8 back into its initial position, not shown, in which it is ready to take over the next nail.
In order to ensure the guidance of each individual nail even with a small nail length and in particular to prevent the nail from tipping over, the square part 29 (FIG. 2) has a plate 32 on its end face, which is firmly connected to the nail pusher 8 by means of a screw 31.
In the lower part of the plate 32, a steel pin 33 is cantilevered on one side so that it extends parallel to the longitudinal axis of the nail pusher 8, the axis of the steel pin 33 being directed against the axis of the drive shaft 9, which is identical to the driver axis. The length of the steel pin 33, which has the function of a nail support member, is dimensioned such that the free end of the steel pin 33 in the working position of the nail pusher (Fig. 1) in the range of the drive shaft, d. H. the guideway of the driver 10, but does not protrude into this duct.
Furthermore, the distance h of the steel pin 33 from the adjacent edge of the nail pusher 8 should at most correspond to the length of the shortest nail shaft to be driven.
As clearly shown in FIG. 1, the use of the pin 33 serving as an additional supporting member prevents the nail N1 to be driven in from tilting with absolute certainty. Even if the nail still shows a certain inclination in the firing position, this in no way affects the firing process, since the nail position in the guide head 11 (nail N,) is further corrected.
It is particularly important in the present context that each individual nail is prevented from tipping over from being taken over by the nail pusher 8 during its advancing movements until it reaches the firing position N1 and is presented to the driver with the tip pointing downward. This goal is fully achieved by the described invention.