[go: up one dir, main page]

CH644965A5 - Verfahren zur beseitigung tritiumhaltiger abwaesser. - Google Patents

Verfahren zur beseitigung tritiumhaltiger abwaesser. Download PDF

Info

Publication number
CH644965A5
CH644965A5 CH1107879A CH1107879A CH644965A5 CH 644965 A5 CH644965 A5 CH 644965A5 CH 1107879 A CH1107879 A CH 1107879A CH 1107879 A CH1107879 A CH 1107879A CH 644965 A5 CH644965 A5 CH 644965A5
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
water
cement
tritium
mortar
mixture
Prior art date
Application number
CH1107879A
Other languages
English (en)
Inventor
Rainer Dr Koester
Guenter Dr Rudolph
Original Assignee
Kernforschungsz Karlsruhe
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kernforschungsz Karlsruhe filed Critical Kernforschungsz Karlsruhe
Publication of CH644965A5 publication Critical patent/CH644965A5/de

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G21NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
    • G21FPROTECTION AGAINST X-RADIATION, GAMMA RADIATION, CORPUSCULAR RADIATION OR PARTICLE BOMBARDMENT; TREATING RADIOACTIVELY CONTAMINATED MATERIAL; DECONTAMINATION ARRANGEMENTS THEREFOR
    • G21F9/00Treating radioactively contaminated material; Decontamination arrangements therefor
    • G21F9/04Treating liquids
    • G21F9/06Processing
    • G21F9/16Processing by fixation in stable solid media
    • G21F9/162Processing by fixation in stable solid media in an inorganic matrix, e.g. clays, zeolites
    • G21F9/165Cement or cement-like matrix

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • High Energy & Nuclear Physics (AREA)
  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)
  • Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft Verfahren zur Beseitigung tritiumhaltiger Abwässer, bei welchem die Tritiumwasser enthaltenden Abwässer mit einem anorganischen Bindemittel gemischt, das Gemisch in eine Verpackung gebracht und darin erhärten gelassen wird und das Verfestigungsprodukt mit der Verpackung in das Meer versenkt wird.
Zur Beseitigung von radioaktivem Tritium in Form von Tritiumwasser enthaltenden Abwässern wird oft die Versenkung im Meer nach vorangegangener Verfestigung mittels eines anorganischen Bindemittels, wie zum Beispiel Zement, angewendet. Dazu müssen die T-haltigen Abwässer fixiert und verpackt werden. An die Güte der Fixierung und der Verpackung werden keine Anforderungen gestellt.
Da in den Aufwand für diese Beseitigungsmethode in hohem Masse die Behälter- und Transportkosten eingehen, ist ein möglichst hoher Wasser- (und damit Tritium-)Gehalt pro Fass von äusserstem Interesse. Nach dem bisherigen Stand der Technik würde man dazu Wasser und Zement im Gewichtsverhältnis 0,35:1 bis 0,8:1 mischen und damit
Zementblöcke erhalten, deren Wassergehalt zwischen etwa 50 und etwa 70 Volumenprozent liegt. Höhere Wassergehalte lassen sich nicht erreichen, da sich sonst der Zement absetzt und das überstehende Wasser nicht verfestigt wird.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, Verfahren zu schaffen, mit welchem ein höherer Tritiumwassergehalt gegenüber dem beim bekannten Verfahren erreichbaren im Endprodukt erzielt werden kann. Es ist ebenfalls Aufgabe der Erfindung, einen geringeren Aufwand und geringere Kosten für den Transport derartiger Verfestigungsprodukte zu gewährleisten.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die Verfahrensschritte nach dem Patentanspruch 1 oder nach dem Patentanspruch 2 gelöst.
An die Härte des Tritiumwasser-Verfestigungsprodüktes werden nach den Standards der IAEA keine hohen Anforderungen gestellt: es wird lediglich eine Dichte von mindestens 1,3 gcm-3 gefordert. Die Dichte einer Mischung von Wasser, Zement und Ton lässt sich bei Annahme, dass Wasser eine Dichte von 1 gcm-3, Zement und Ton von etwa 3 gcm-3 hat, abschätzen nach der Formel
^ _ 1 OO Z: Gewichtsprozent Zement
2 + tp T: Gewichtsprozent Ton
+ W W: Gewichtsprozent Wasser
3
Daraus ergibt sich für eine Dichte von 1,3 ein Wasser-Feststoff-Verhältnis von maximal 1,9.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von beispielhaften Versuchen erläutert:
Versuche zur Erhöhung der maximalen Wasseraufnahmefähigkeit im Feststoffgemisch.
Die Tabelle zeigt die Erhöhung der Wasseraufnahmefähigkeit von Portland-Zement 350 F durch Zusätze eines praktisch nicht quellfähigen und eines stark quellfähigen Bentoni-tes.
Bentonitgehalt im max. Wasser-Feststoff-Verhältnis W/Z-Wert Feststoff-Gemisch nicht quellender quellfähiger quellfähiger (Gew.-%) Bentonit Bentonit Bentonit
0
0,75
0,75
0,75
10
0,8
0,95
1,06
20
0,85
1,05
1,3
50
1,1
3,0
6,0
Produkte mit sehr hohen Bentonitgehalten werden bei hohen Wassergehalten allerdings nicht mehr ausreichend fest. Bei Produkten mit 50% Bentonit im Feststoff liegt die Grenze bei einem Wasser-Feststoff-Verhältnis von 2 (W/Z-Wert von 4).
Eine weitere Einschränkung der Verwendbarkeit erhärtender Wasser-Feststoff-Gemische ist durch die Forderung, die Dichte nicht unter 1,3 absinken zu lassen, gegeben.
Der Vorteil des Verfahrens, das Wasser-Feststoff-Verhält-nis von Zementprodukten durch einen Zusatz an quellfähigem Bentonit zu erhöhen, liegt nicht so sehr in einer Verringerung des Volumens des Produktes, sondern vor allem in einer Verringerung seines Gewichtes, das für die Transportkosten in erster Linie massgebend ist. Folgende Tabelle zeigt die relative Erhöhung von Dichte, Volumen und Gewicht bei verschiedenen Wasser-Feststoff-Gehalten gegenüber Wasser. Dabei wurde für Zement und quellfähigem Bentonit jeweils eine Dichte von 3 angenommen:
2
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
o5
3
644 965
Wasser/Feststoff
Dichte
Volumenvermeh
Gewichtsvermeh
g-cirr3
rungsfaktor rungsfaktor
0,33
2
2
4
0,5
1,8
1,67
3
0,8
1,59
1,42
2,25
1,0
1,5
1,33
2
1,2
1,43
1,28
1,83
1,5
1,36
1,22
1,67
1,9
1,30
1,18
1,53
oo (Wasser) 1 1 1
Bei der Zugabe des Feststoffgemisches zum Abwasser vermehrt sich sowohl dessen Volumen als auch dessen Gewicht um einen bestimmten Faktor. Wird nun das Verhältnis Wasser zu Feststoff schrittweise erhöht, so verringert sich sowohl 5 der Volumen- als auch der Gewichtsvermehrungsfaktor.
G

Claims (2)

644 965 PATENTANSPRÜCHE
1. Verfahren zur Beseitigung tritiumhaltiger Abwässer, bei welchem die Tritiumwasser enthaltenden Abwässer mit einem anorganischen Bindemittel gemischt, das Gemisch in eine Verpackung gebracht und darin erhärten gelassen wird und das Verfestigungsprodukt mit der Verpackung in das Meer versenkt wird, gekennzeichnet durch die Verfahrensschritte:
a) Vermischen von lediglich Tritiumwasser oder von künstliche Radionuklide und Tritiumwasser enthaltendem Wasser mit einem quellfähigen, wasseraufsaugenden Bentonit im Massenverhältnis Wasser zu Bentonit im Bereich von 10:1 bis 4:1,
b) Zugabe von Zement oder Zement-Sand-Gemisch zu dem aus dem Schritt a) erhaltenden Wasser-Bentonit-Gemisch im Massenverhältnis Zement zu. Gemisch nicht weniger als 1:5 zur Herstellung einer Zementmilch oder eines Mörtels, die bzw. der zu einem Zementstein oder Beton mit einem Wasser-Zement-Wert von 1,0 bis 4,0 erhärtet,
c) Einbringen der bzw. des aus dem Schritt b) erhaltenen Zementmilch bzw. Mörtels in eine Umhüllung aus Kunststoff oder aus metallischem Material und Erhäitenlassen der Zementmilch oder des Mörtels in dieser Umhüllung sowie Versenken des Verfestigungsproduktes in der Umhüllung in das Meer.
2. Verfahren zur Beseitigung tritiumhaltiger Abwässer, bei welchem die Tritiumwasser enthaltenden Abwässer mit einem anorganischen Bindemittel gemischt, das Gemisch in eine Verpackung gebracht und darin erhärten gelassen wird und das Verfestigungsprodukt mit der Verpackung in das Meer versenkt wird, gekennzeichnet durch die Verfahrensschritte:
a) Mischen von quellfähigem, Wasser aufsaugendem Bentonit mit Zement oder Zement-Sand-Gemisch im Massenverhältnis im Bereich von 1:9 bis 1:1 und anschliessende Zugabe von lediglich Tritiumwasser oder künstliche Radionuklide und Tritiumwasser enthaltendem Wasser in einer Menge, die einem Wasser-Zement-Wert von 1,0 bis 4,0 entspricht, zur Herstellung einer Zementmilch oder eines Mörtels, die bzw. der zu einem Zementstein oder Beton mit einem Wasser-Zement-Wert von 1,0 bis 4,0 erhärtet,
b) Einbringen der bzw. des aus dem Schritt a) erhaltenen Zementmilch bzw. Mörtels in eine Umhüllung aus Kunststoff oder aus metallischem Material und Erhärtenlassen der Zementmilch oder des Mörtels in dieser Umhüllung sowie Versenken des Verfestigungsproduktes in der Umhüllung in das Meer.
CH1107879A 1979-04-27 1979-12-14 Verfahren zur beseitigung tritiumhaltiger abwaesser. CH644965A5 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19792917060 DE2917060C2 (de) 1979-04-27 1979-04-27 Verfahren zur Verfestigung von tritiumhaltigem Wasser

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH644965A5 true CH644965A5 (de) 1984-08-31

Family

ID=6069390

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH1107879A CH644965A5 (de) 1979-04-27 1979-12-14 Verfahren zur beseitigung tritiumhaltiger abwaesser.

Country Status (6)

Country Link
JP (1) JPS60638B2 (de)
BE (1) BE881627A (de)
CH (1) CH644965A5 (de)
DE (1) DE2917060C2 (de)
FR (1) FR2455341A1 (de)
GB (1) GB2049261B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT385146B (de) * 1985-11-07 1988-02-25 Didier Werke Ag Verfahren zum verfuellen eines raumes in einem salzstock

Families Citing this family (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3543391A1 (de) * 1985-12-07 1987-06-11 Kernforschungsz Karlsruhe Verfahren zum verfestigen von tritium aus hto-haltigen fluessigkeiten
DE3642975C1 (de) * 1986-12-17 1988-02-11 Wiederaufarbeitung Von Kernbre Verfahren zur Herstellung eines zur Endlagerung tritiumhaltiger Abwaesser geeigneten Festprodukts
JP2015158424A (ja) * 2014-02-24 2015-09-03 清水建設株式会社 トリチウム水の処分方法および処分施設

Family Cites Families (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
NL271326A (de) * 1958-12-31
DE2228938A1 (de) * 1972-06-14 1974-01-03 Nukem Gmbh Verfahren und einrichtung zur verfestigung von festen und fluessigen radioaktiven abfallstoffen, insbesondere von nasschlaemmen
DE2819086C2 (de) * 1978-04-29 1985-09-12 Kernforschungszentrum Karlsruhe Gmbh, 7500 Karlsruhe Verfahren zur Verfestigung von radioaktiven, wäßrigen Abfallflüssigkeiten

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT385146B (de) * 1985-11-07 1988-02-25 Didier Werke Ag Verfahren zum verfuellen eines raumes in einem salzstock

Also Published As

Publication number Publication date
BE881627A (fr) 1980-05-30
JPS55147397A (en) 1980-11-17
GB2049261A (en) 1980-12-17
JPS60638B2 (ja) 1985-01-09
GB2049261B (en) 1982-10-20
FR2455341B1 (de) 1984-03-23
FR2455341A1 (fr) 1980-11-21
DE2917060A1 (de) 1980-10-30
DE2917060C2 (de) 1983-10-27

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2819086C2 (de) Verfahren zur Verfestigung von radioaktiven, wäßrigen Abfallflüssigkeiten
DE1082993B (de) Verfahren zum Beseitigen radioaktiver Fluessigkeit
DE69601896T2 (de) Sehr flüssige Betonzusammensetzung
DE1769722A1 (de) Verfahren zur Herstellung von dampfgehaertetem Leicht-Eisenbeton und UEberzugsmittel zur Durchfuehrung des Verfahrens
DE2945007A1 (de) Verfahren zur endlagerreifen, umweltfreundlichen verfestigung von radioaktiven ionenaustauscherharzen
DE3641786A1 (de) Verfahren zur entsorgung von flugstaeuben und/oder schlacken aus muellverbrennungsanlagen
DE1911037A1 (de) Versatzverfahren
DE19622178A1 (de) Verfestigung von Abfall
DE2736100A1 (de) Verfahren zum aufbereiten fester radioaktiver abfaelle
EP0137054B1 (de) Verfahren zur Herstellung eines auslaugresistenten Fixierungsproduktes von schädlichen wasserhaltigen Abfällen und Zement
DE60011289T2 (de) Verfahren zum herstellen von teilen mit einer hohen spezifischen dichte , hergestellt aus inerten eisenmaterialen, und so hergestellte teile
CH644965A5 (de) Verfahren zur beseitigung tritiumhaltiger abwaesser.
DE2549195A1 (de) Verfahren, um verbrauchte, kornfoermige, organische ionenaustauschmasse in zement einzubetten
CH626036A5 (de)
DE3215508C2 (de) Verfahren zur Verbesserung der Radionuklid-Rückhalteeigenschaften von Verfestigungen radioaktiver Abfälle
DE2531056C3 (de) Verfahren zum Verfestigen einer radioaktive oder toxische Abfallstoffe enthaltenden wäßrigen Lösung
DE2139208C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Zementerzeugnissen mit hoher mechanischer Festigkeit
DE3114363C2 (de) Verfahren zur Herstellung von faserartigem, zumindest teilweise zu sphärischen Teilchen geformten Calciumsulfat-Hemihydrat vom α-Typ
DE2844327A1 (de) Verfahren zur regenerierung von kunststoffmaterial
DE3642975C1 (de) Verfahren zur Herstellung eines zur Endlagerung tritiumhaltiger Abwaesser geeigneten Festprodukts
DE3026991C2 (de)
DE1569534C3 (de) Mineralfaserplatten und Verfahren zu deren Herstellung
EP0169508A2 (de) Baustoff aus Phospho-Hemihydrat, Verfahren zu seiner Herstellung und seine Verwendung
DE2856875C2 (de) Verfahren zur Verfüllung der Zwischenräume in einem radioaktive Abfallkörper enthaltenden unterirdischen Hohlraum
DE3225787A1 (de) Verfahren zum herstellen einer leichtbauplatte

Legal Events

Date Code Title Description
PL Patent ceased
PL Patent ceased