[go: up one dir, main page]

CH632764A5 - Spaltung von silicium-kohlenstoffbindungen mittels halogenwasserstoff. - Google Patents

Spaltung von silicium-kohlenstoffbindungen mittels halogenwasserstoff. Download PDF

Info

Publication number
CH632764A5
CH632764A5 CH205578A CH205578A CH632764A5 CH 632764 A5 CH632764 A5 CH 632764A5 CH 205578 A CH205578 A CH 205578A CH 205578 A CH205578 A CH 205578A CH 632764 A5 CH632764 A5 CH 632764A5
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
catalyst
approx
hydrogen chloride
reaction
reactor
Prior art date
Application number
CH205578A
Other languages
English (en)
Inventor
Hans-Joachim Koetzsch
Ruediger Draese
Hans-Joachim Vahlensieck
Original Assignee
Dynamit Nobel Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dynamit Nobel Ag filed Critical Dynamit Nobel Ag
Publication of CH632764A5 publication Critical patent/CH632764A5/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F7/00Compounds containing elements of Groups 4 or 14 of the Periodic Table
    • C07F7/02Silicon compounds
    • C07F7/08Compounds having one or more C—Si linkages
    • C07F7/12Organo silicon halides
    • C07F7/121Preparation or treatment not provided for in C07F7/14, C07F7/16 or C07F7/20
    • C07F7/123Preparation or treatment not provided for in C07F7/14, C07F7/16 or C07F7/20 by reactions involving the formation of Si-halogen linkages
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J2219/00Chemical, physical or physico-chemical processes in general; Their relevant apparatus
    • B01J2219/32Details relating to packing elements in the form of grids or built-up elements for forming a unit of module inside the apparatus for mass or heat transfer
    • B01J2219/322Basic shape of the elements
    • B01J2219/32203Sheets
    • B01J2219/32248Sheets comprising areas that are raised or sunken from the plane of the sheet
    • B01J2219/32251Dimples, bossages, protrusions

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)
  • Joining Of Building Structures In Genera (AREA)
  • Catalysts (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft die Spaltung von Sili-cium-Kohlenstoff-Bindung mittels Halogenwasserstoff unter Bildung einer Silicium-Halogen-Bindung. Das am Silicium gebundene Kohlenstoffatomen ist dabei Bestandteil einer Alkylgruppe, so dass mit Hilfe dieses Verfahrens es möglich ist, Halogenalkylsilane aus Alkylsilanen herzustellen.
Es ist bereits bekannt, bei Tetralkylsilanen eine Sili-cium-Kohlenstoffbindung mit Hilfe von Halogenwasserstoff abzuspalten, wenn man als Katalysator Friedel-Crafts-Kata-lysatoren, besonders wasserfreies Aluminiumchlorid, einsetzt. Der Einsatz dieses Katalysators hat jedoch folgende Nachteile: Aluminiumchlorid ist in den Chloralkylsilanen löslich, so dass anschliessend an die Reaktion eine Abtrennung des Katalysators von dem Reaktionsprodukt notwendig ist. Die destillative Abtrennung stösst auf Schwierigkeiten, weil der Katalysator schlammartig im Sumpf der Destillationsapparatur verbleibt und bei fortschreitender Destillation durch Sublimation ständig zu Verstopfungen führt. Man erhält deshalb bei dieser Verfahrensweise Ausbeuten an Reinprodukt, die nur bei etwa 62% liegen.
Auch das Abfiltrieren des Aluminiumchlorids stösst auf Schwierigkeiten; es wurde deshalb auch schon vorgeschlagen, dieses als eine Komplexverbindung mit Phosphoroxichlorid auszufällen und dann abzufiltrieren. Diese Verfahrensweise ist umständlich und bedingt zwei zusätzliche Verfahrensschritte.
Es bestand deshalb die Aufgabe, ein Verfahren zu finden, bei dem der Austausch einer am Siliciumatom befindlichen Alkylgruppe gegen Halogen mit Hilfe von Halogenwasserstoff so durchgeführt werden kann, dass man das gewünschte Chloralkylsilan ohne komplizierte Aufbereitungs-massnahmen direkt erhält. Weiterhin sollen bei dem gewünschten Verfahren Ausbeuten erhalten werden, die über 90% an Chloralkylsilanen betragen sollen.
In Erfüllung dieser Aufgabe wurde nun ein Verfahren zur Substitution einer Alkylgruppe an Alkylsilanen der Formel R„ Si R'4_n durch Halogen gefunden, bei dem das Al-kylsilan mit Halogenwasserstoff unter Abspaltung eines Alkans in Anwesenheit eines Katalysators umgesetzt wird, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man als Katalysator Aluminiumoxid einsetzt. In der Formel Rn Si R'4_n steht R für einen, gegebenenfalls substituierten, Alkylrest mit vorzugsweise 1 bis 8 C-Atomen oder für einen Alkylenrest mit vorzugsweise 2 bis 8 C-Atomen, R' für einen Alkylrest mit z.B. 1 bis 10, vorzugsweise 1 bis 5 C-Atomen und n kann die Werte 0 oder 1 oder 2 annehmen.
Mit Hilfe des erfindungsgemässen Katalysators ist es 5 möglich, die Reaktion mit nahezu quantitativen Ausbeuten durchzuführen; Nebenreaktionen treten praktisch überhaupt nicht auf. Der Katalysator ist in den Reaktionsprodukten unlöslich, so dass die Abtrennung des gewünschten Chlor-alkylsilans nach an sich bekannten Methoden leicht mogio lieh ist.
Als Katalysator dient Aluminiumoxid, das sowohl als synthetisches oder natürlich vorkommendes Produkt eingesetzt werden kann. Demzufolge lassen sich erfindungsge-mäss als Katalysatoren auch Ton, Korund oder oxidische 15 Aluminiumerze wie z.B. der Glimmer einsetzen. Voraussetzung ist natürlich, dass das Aluminiumoxid enthaltende Mineral nicht mit Halogenwasserstoff reagiert.
Die als Ausgangsstoffe verwendbaren Alkylsilane umfassen sowohl unsubstituierte als auch substituierte Alkyl-20 silane; wesentlich ist, dass mindestens eine Alkylgruppe un-substituiert ist. Als Substituenten kommen hauptsächlich Halogene in Frage; jedoch sind z.B. auch Amino- oder Carbo-nylgruppen möglich. Auch kann eine oder zwei der Alkylgruppen durch eine Aikylengruppe, wie z.B. die Vinyl- oder 25 Allylgruppe ersetzt sein. Beispiele für Verbindungen, die unter die genannte Definition fallen sind Tetramethylsilan, Chlormethyltrimethylsilan, Tetraäthylsilan, Vinyltrimethyl-silan, Tetrapropylsilan, 3-Chlorpropyltrimethylsilan, Tetra-butylsilan usw.
30 Der bevorzugte Halogenwasserstoff ist Chlorwasserstoff. Er wird in stöchiometrischen Mengen eingesetzt, d.h. pro Mol Alkylsilan ein Mol Chlorwasserstoff. Es empfiehlt sich jedoch, das Alkylsilan im geringen Überschuss (bis zu maximal etwa 10%) einzusetzen.
35 Die Durchführung der Reaktion erfolgt zweckmässigerweise so, dass die Ausgangsstoffe homogen gemischt werden und dieses Gemisch kontinuierlich über den Katalysator geleitet wird. Der Katalysator befindet sich in einem Festbett oder in einer Wirbelschicht. Die ablaufende Reaktion 40 ist exotherm. Es bildet sich überwiegend nur das mono--Chloralkyl-alkylsilan. Die Bildung von Di- oder Trichlor-alkyl-alkylsilanen wurde, selbst bei einem Überschuss von Halogenwasserstoff, nicht beobachtet.
Die Verweilzeit über dem Katalysator kann zwischen 45 einer Sekunde und 70 Minuten betragen, bevorzugt liegt sie zwischen 12 Sekunden und 25 Minuten. Das über den Katalysator geleitete Gemisch kann sowohl im flüssigen als auch im gasförmigen Aggregatzustand vorliegen; bevorzugt liegt es jedoch gasförmig vor. In diesem Fall ist es gegebe-50 nenfalls notwendig, das Alkylsilan vor dem Mischen zu erhitzen und das Gemisch bei Temperaturen oberhalb des Siedepunktes des Alkylsilans über den Katalysator zu leiten.
Die Reaktionstemperaturen können zwischen —50°C und 240°C, vorzugsweise zwischen 0°C und 120°C liegen. Vor-55 zugsweise wählt man Temperaturen, die unterhalb der Siedetemperatur des gewünschten Chloralkylsilans liegen, wenn mit einem Katalysator-Festbett gearbeitet wird. Beim Arbeiten in der Wirbelschicht empfiehlt sich das Einhalten einer Reaktionstemperatur oberhalb des Siedepunktes des ge-60 wünschten Chloralkylsilans.
Sowohl Verweilzeiten als auch Reaktionstemperatur werden nach der Struktur des jeweiligen Ausgangsstoffs gewählt. Beispielsweise setzt sich Tetramethylsilan bereits bei relativ kurzer Verweilzeit und/oder niedrigen Temperaturen 65 unter kräftiger Wärmetönung in quantitativer Ausbeute zu Trimethylchlorsilan und Methan um, wohingegen beispielsweise Tetrabutylsilan bei geringer Reaktionswärme für den quantitativen Umsatz grössere Verweilzeiten und/oder
3
632764
höhere Temperaturen erfordert. Zweckmässig wählt man jedoch die Reaktionsbedingungen so aus, dass ein vollständiger Umsatz des Chlorwasserstoffs stattfindet, weil dadurch die Aufarbeitung vereinfacht wird.
Die Aufarbeitung der Reaktionsprodukte erfolgt nach an sich bekannten Methoden. Im allgemeinen ist eine de-stillative Aufarbeitung möglich und vollkommen ausreichend, um reine Produkte zu erhalten.
Den Festbett- bzw. Wirbelschichtreaktor bildet man mit Vorteil als zylindrisches Rohr aus, das zur Temperatursteue-rung mit einem thermostatisierten Doppelmantel versehen wird.
Nach dem erfindungsgemässen Verfahren lassen sich beispielsweise Trimethylchlorsilan, Chlormethyldimethyl-chlorsilan, Triäthylchlorsilan, Vinyldimethylchlorsilan, Tri-propylchlorsilan, 3-Chlorpropyldimethylchlorsilan, Tributyl-chlorsilan usw. herstellen. Diese Produkte haben erhebliche Bedeutung als Schutzgruppenreagenzien erlangt. Insbesondere das Trimethylchlorsilan findet breite grosstechnische Anwendung bei der Herstellung semisynthetischer Penicilline und Cephalosporine, für die Modifizierung von anorganischen und organischen Substanzen und Hochpolymeren und bei der Herstellung von Silazanen. Insbesondere Trimethylchlorsilan stand bisher nicht in ausreichender Menge zur Verfügung, weil es für diese Chemikalien bislang keine wirtschaftliche Synthesemethode gab, da dieses Produkt lediglich als Zwangsanfall in geringem Umfang bei der grosstechnischen Rochow-Synthese von methylsubstituierten Chlorsilanen erhalten wurde.
Weiterhin werden Chloralkylchlorsilane, wie z.B. das Chlormethyldimethylchlorsilan, als Haftmittel im Hochpolymer- und Füllstoffbereich eingesetzt.
Beispiel 1
Als Reaktor dient ein Doppelmantelrohr aus Glas mit 40 mm Innendurchmesser, durch dessen Mantel Kühlwasser fliesst, und das mit ca. 1,3 Liter 3-mm-Pellets aus Aluminiumoxid (Füllhöhe 1000 mm) als Katalysatorschüttung gefüllt ist. Die Messung der Katalysatortemperatur wird mittels Widerstandsthermometer durchgeführt und auf einen Schreiber übertragen. Dieser Festbettreaktor wird absteigend betrieben, indem das Gemisch der beiden Reaktionskomponenten am Kopfende des Reaktors zugeführt und das Reaktionsgemisch am Fussende des Reaktors abgeführt wird. Und zwar wird der Chlorwasserstoff gasförmig über einen Strömungsmesser und das Silan ebenfalls gasförmig über einen gegebenenfalls beheizten Strömungsmesser dosiert. Beide Reaktionskomponenten werden nach den Dosiergeräten in eine gemeinsame Leitung und über einen als Misch-gefäss dienenden mit 4-mm-Glasringen gefüllten, gegebenenfalls thermostatisierten 1-1-Kolben geführt, ehe sie im homogenen Gemisch in den Reaktor eintreten.
Das am Fussende aus dem Reaktor austretende Reaktionsgemisch strömt in eine Vorlage, die einen Rückflusskühler trägt. Die Vorlage sammelt das aus dem Rückflusskühler und dem Reaktor fliessende flüssige Reaktionsprodukt, während das im Reaktionsprodukt enthaltene Alkan vom oberen Ende des Rückflusskühlers zu einem Gasometer geleitet wird.
Der Versuch wird begonnen durch Inbetriebnahme der Chlorwasserstoff-Dosierung mit einer Strömungsgeschwindigkeit von 2,5 Mol HCl pro Stunde. 2 bis 3 Minuten später wird die Silan-Dosierung mit 2,6 Mol verdampftem Tetramethylsilan pro Stunde in Betrieb genommen, wobei Silan-Dosierung und Mischgefäss auf 30°C temperiert sind. Die Beaufschlagung des Reaktors entspricht somit einer Verweilzeit von 38 Sekunden (berechnet auf das leere Rohr).
Die exotherme Reaktion setzt sofort ein, wobei sich eine Katalysatortemperatur von ca. 50 bis 75°C einstellt. Das flüssige Reaktionsprodukt scheidet sich in der Flüssigkeitsvorlage ab, unter dem bei — 42°C arbeitenden Rückfluss-5 kühler, während sich im Gasometer das bei der Reaktion gebildete Methan sammelt.
Während einer kontinuierlichen Betriebsperiode von 272 Stunden werden 72,52 kg Trimethylchlorsilan (Kp. 57°C) und 16,4 Nm3 Methan (ca. 10,9 kg) erhalten. Der Umsatz io an eingesetztem Chlorwasserstoff ist quantitativ. Durch Destillation werden 2,36 kg Tetramethylsilan (Kp. 26°C) zurückisoliert, das dem Verfahren wieder zugeführt wird. Der Gesamtverbrauch an Ausgangsstoffen beträgt 59,84 kg Tetramethylsilan und 24,8 kg Chlorwasserstoff, so dass die 15 Ausbeute an Trimethylchlorsilan, bezogen auf Tetramethylsilan, 98,2% und bezogen auf Chlorwasserstoff 98,4% beträgt. Als einziges Nebenprodukt treten ca. 0,2% Tetra-chlorsilan auf.
20 Beispiel 2
Analog Beispiel 1 werden in einem Reaktor mit 25 mm Innendurchmesser, der mit ca. 0,25 Liter 3-mm-Pellets aus Aluminiumoxid (Füllhöhe 1000 mm) gefüllt ist, während einer kontinuierlichen Betriebsperiode von 90 Stunden bei 25 Beschickung mit einem Gemisch aus 2,5 Mol Chlorwasserstoff und 2,6 Mol Tetramethylsilan pro Stunde entsprechend einer Verweilzeit von ca. 14 Sekunden, wobei sich eine Katalysatortemperatur von ca. 68 bis 87°C einstellt, 24,4 kg Trimethylchlorsilan und 5,4 Nm3 Methan (ca. 3,6 kg) erhal-30 ten. Der Umsatz an Chlorwasserstoff ist ebenfalls quantitativ. Ca. 800 g Tetramethylsilan werden destillativ zurückisoliert und wiederverwendet. Als einziges Nebenprodukt werden ebenfalls ca. 0,2% Tetrachlorsilan gefunden.
35 Beispiel 3
Analog Beispiel 1 werden 1 Mol/h Chlorwasserstoff und 1,03 Mol/h Chlormethyltrimethylsilan (Kp. 98°C) eingesetzt. Silan-Dosierung und Mischgefäss sind dabei auf 103°C, der Reaktor auf 100°C temperiert. Die Verweilzeit beträgt ca. 40 2 Minuten. Es stellt sich eine Katalysatortemperatur zwischen 133°C und 147°C ein.
Während einer kontinuierlichen Betriebsperiode von 12 Stunden werden 1682 g Chlormethyldimethylchlorsilan (Kp. 114°C) und ca. 270 N1 Methan (ca. 190 g) erhalten. Der 45 Umsatz an Chlorwasserstoff ist quantitativ. Ca. 37 g Chlormethyltrimethylsilan werden destillativ zurückisoliert und wiederverwendet. Ca. 0,6% Tetrachlorsilan entstehen als Nebenprodukt. Insgesamt werden 1477 g Chlormethyltrimethylsilan und 438 g Chlorwasserstoff verbraucht, so dass so die Ausbeute an Chlormethyldimethylchlorsilan, bezogen auf Chlormethyltrimethylsilan, 97,7 % und bezogen auf Chlorwasserstoff 98% beträgt.
Beispiel 4
55 Analog Beispiel 1 werden 0,1 Mol/h Chlorwasserstoff und 0,11 Mol/h 3-Chlorpropyltrimethylsilan (Kp. 151°C) eingesetzt. Silan-Dosierung und Mischgefäss sind dabei auf 157°C, der Reaktor auf 150°C temperiert. Die Verweilzeit beträgt ca. 19 Minuten. Es stellt sich eine Katalysatortem-60 peratur zwischen 154°C und 161°C ein.
Während einer kontinuierlichen Betriebsperiode von 20 Stunden werden 334 g 3-Chlorpropyldimethylchlorsilan (Kp. 179°C) und ca. 44,7 N1 Methan (ca. 31g) erhalten. Der Umsatz an Chlorwasserstoff ist quantitativ.
65 Ca. 28 g 3-Chlorpropyltrimethylsilan werden destillativ zurückisoliert und wiederverwendet. Ca. 0,5% Tetrachlorsilan entstehen als Nebenprodukt. Insgesamt werden 303 g 3-Chlorpropyltrimethylsilan und 73 g Chlorwasserstoff ver-
632764
4
braucht, so dass die Ausbeute an 3-Chlorpropyldimethyl-chlorsilan, bezogen auf 3-Chlorpropyltrimethylsilan, 97,5 % und bezogen auf Chlorwasserstoff 97,7 % beträgt.
Beispiel 5
Analog Beispiel 1 werden 0,2 Mol/h Chlorwasserstoff und 0,22 Mol/h Tetra-n-butylsilan (Kp. 231°C) eingesetzt. Silan-Dosierung und Mischgefäss sind dabei auf 240°C, der Reaktor auf 70°C temperiert. Die Verweilzeit beträgt ca. 10 Minuten. Es stellt sich eine Katalysatortemperatur zwischen 103°C und 108°C ein. Der Rückflusskühler arbeitet bei ca. 12°C.
Während einer kontinuierlichen Betriebsperiode von 10 Stunden werden 456 g Tri-n-butylchlorsilan (Kp.12 125 bis 126°C) und ca. 21,7 N1 n-Butan (ca. 56 g) erhalten. Der Umsatz an Chlorwasserstoff ist quantitativ.
Ca. 55 g Tetra-n-butylsilan werden destillativ zurückisoliert und wiederverwendet. Ca. 0,2% Tetrachlorsilan entstehen als Nebenprodukt.
Insgesamt werden 508 g Tetra-n-butylsilan und 73 g Chlorwasserstoff verbraucht, so dass die Ausbeute an Tri-n--butylchlorsilan, bezogen auf Tetra-n-butylsilan, 98% und bezogen auf Chlorwasserstoff 95% beträgt.
Beispiel 6
In der im Beispiel 1 beschriebenen Versuchsanordnung wird der Festbettreaktor gegen einen von unten angeströmten Wirbelschichtreaktor ausgetauscht. Der Wirbelschichtreaktor besteht aus einem 800 mm hohen Doppelmantelrohr aus Glas von 50 mm Durchmesser, dessen Anströmboden durch einen am untersten Punkt zentral angeordneten 3-mm-Hahn gebildet wird. Der Wirbelschichtreaktor ist mit einer 360 mm 5 hohen ruhenden Schicht Korund der Partikelgrösse 0,1 bis 0,2 mm angefüllt und wird im Doppelmantel auf 70°C ther-mostatisiert. Bei gleicher Temperatur arbeiten Silan-Dosie-,rung und Mischgefäss.
Analog Beispiel 1 wird ein Gemisch, bestehend aus 4 io Mol Chlorwasserstoff und 4,1 Mol Tetramethylsilan pro Stunde, durch den Anströmboden in den Reaktor geleitet. Diese Beaufschlagung mit ca. 200 Nl/h entspricht einer Anströmgeschwindigkeit von ca. 2,9 cm/sec (bezogen auf das leere Reaktionsrohr). Die Wirbelschicht dehnt sich dabei 15 auf eine Füllhöhe von ca. 410 mm aus und nimmt eine Reaktionstemperatur von ca. 82°C an. Die Verweilzeit beträgt ca. 14 sec. Während einer kontinuierlichen Betriebsperiode von 100 Stunden werden 42,8 g Trimethylchlorsilan und 9,0 Nm3 Methan (ca. 6,4 kg) erhalten. Der Umsatz an 20 eingesetztem Chlorwasserstoff ist quantitativ.
Durch Destillation werden 0,91 kg Tetramethylsilan zurückgewonnen zur Wiederverwendung.
Der Gesamtverbrauch an Ausgangsstoffen beträgt 34,9 kg Tetramethylsilan und 14,6 kg Chlorwasserstoff, so dass die 25 Ausbeute an Trimethylchlorsilan, bezogen auf Tetramethylsilan, 98,8% und bezogen auf Chlorwasserstoff 98,4% beträgt. Als einziges Nebenprodukt treten ca. 0,1% Tetrachlorsilan auf.

Claims (5)

632764
1. Verfahren zur Substitution einer Alkylgruppe an Al-kylsilanen der allgemeinen Formel Rn Si R'4_n> in der R für, gegebenenfalls substituierte, Alkylgruppen oder für Alkylen-gruppen, R' für Alkylgruppen steht und n = 0 oder 1 oder 2 sein kann, durch Halogen mittels Halogenwasserstoff und Abspaltung eines Alkans in Gegenwart eines Katalysators, dadurch gekennzeichnet, dass man als Katalysator Aluminiumoxid einsetzt.
2. Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktionspartner kontinuierlich bei Verweilzeiten von einer Sekunde bis 70 Minuten mit dem Katalysator in Kontakt bringt.
2
PATENTANSPRÜCHE
3. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktion in gasförmiger Phase bei Temperaturen bis zu 240°C durchführt.
4. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Katalysator in einem Festbett angeordnet ist.
5. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Katalysator in einer Wirbelschicht befindet.
CH205578A 1977-02-26 1978-02-24 Spaltung von silicium-kohlenstoffbindungen mittels halogenwasserstoff. CH632764A5 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19772708406 DE2708406A1 (de) 1977-02-26 1977-02-26 Spaltung von silicium-kohlenstoffbindungen mittels halogenwasserstoff

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH632764A5 true CH632764A5 (de) 1982-10-29

Family

ID=6002238

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH205578A CH632764A5 (de) 1977-02-26 1978-02-24 Spaltung von silicium-kohlenstoffbindungen mittels halogenwasserstoff.

Country Status (12)

Country Link
US (2) US4205497A (de)
JP (1) JPS53105431A (de)
BE (1) BE864299A (de)
CH (1) CH632764A5 (de)
DD (1) DD134103A5 (de)
DE (1) DE2708406A1 (de)
ES (1) ES467322A1 (de)
FR (1) FR2381780A1 (de)
GB (1) GB1578317A (de)
IT (1) IT1155841B (de)
NL (1) NL7802110A (de)
SE (1) SE7802113L (de)

Families Citing this family (28)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4557347A (en) * 1981-07-14 1985-12-10 Karl Eickmann Fluid pumps, fluid motors and devices, wherein they are applied
US4481748A (en) * 1980-09-10 1984-11-13 Harsco Corporation Shoring system and parts thereof
US4551957A (en) * 1983-05-23 1985-11-12 Madray Herbert R Building construction
US4688358A (en) * 1983-05-23 1987-08-25 Madray Herbert R Construction system
US4697393A (en) * 1983-05-23 1987-10-06 Madray Herbert R Metal building construction
US4756133A (en) * 1983-05-23 1988-07-12 Madray Herbert R Method and apparatus for constructing building structures
US4910932A (en) * 1987-01-05 1990-03-27 Honigman Michael L Modular building system
GB8819006D0 (en) * 1988-08-10 1988-09-14 Finch Conservatories Ltd Building structure
SE464924B (sv) * 1989-10-06 1991-07-01 Broberg Peter Olof Saett foer uppfoerande av byggnader och byggsystem foer utfoerande av saettet
CZ289321B6 (cs) * 1993-07-08 2002-01-16 Leftminster Pty. Ltd. Stavební konstrukce
US5417023A (en) * 1993-12-27 1995-05-23 Mandish; Theodore O. Building panel apparatus and method
MY132693A (en) * 1995-12-06 2007-10-31 Frederick Untiedt Dalmain Building structure
US5899025A (en) * 1996-03-22 1999-05-04 Steelcase Inc. Furniture system (pathways-spaceframe)
US5904022A (en) * 1998-01-21 1999-05-18 Zadok; Yigal Aesthetic post and beam construction having modular parts
US8316992B2 (en) * 2006-05-30 2012-11-27 Logan Wade Archer Method and apparatus for securing a scaffold to a building
US8381484B2 (en) * 2007-02-16 2013-02-26 Issi Holding Company, Llc Insulated modular building frame
US20090190996A1 (en) * 2008-01-30 2009-07-30 Pointblank Design Inc. Apparatus for Connecting Structural Members
CN105040899B (zh) * 2015-09-06 2017-10-13 广东铝遊家科技有限公司 铝合金房屋的立柱与墙板及门窗连接结构
CN105275089B (zh) * 2015-09-14 2017-07-07 东南大学 一种全预制冷成型钢房屋模块化单元及装配连接方法
CA2966004A1 (en) * 2016-06-21 2017-12-21 Division 8 Products, Inc. Integrated support system and canopy
CN106284641B (zh) * 2016-08-29 2018-10-09 广东铝美居科技实业有限公司 一种铝屋的建造方法
CN106121036B (zh) * 2016-08-29 2018-11-23 广东铝美居科技实业有限公司 一种铝型材梁柱框架结构
CN106193294B (zh) * 2016-08-29 2018-11-23 广东铝美居科技实业有限公司 一种铝屋
CN107965069A (zh) * 2018-01-11 2018-04-27 张家口绿汇建筑科技有限公司 墙体构建中装配式墙板的固定机构及其施工方法
CN107989224B (zh) * 2018-01-11 2019-12-10 张家口绿汇建筑科技有限公司 一种用于装配式房屋墙角处的连接机构及其施工工艺
US11584041B2 (en) 2018-04-20 2023-02-21 Pella Corporation Reinforced pultrusion member and method of making
US11371280B2 (en) * 2018-04-27 2022-06-28 Pella Corporation Modular frame design
WO2020118563A1 (zh) * 2018-12-12 2020-06-18 大连理工大学 一种预制钢梁与楼板平齐装配的设计及快速施工方法

Family Cites Families (17)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AU232605B (en) * 1905-01-16 1905-12-28 Siegfried Gironcou Of Hartzenberg Meat Ls Cooked In Any Known Way By Roastnear Maria Saal Inthe Prov A process of preserving meat
US2371921A (en) * 1943-09-22 1945-03-20 Tucker Frank Philip Batten
US2802852A (en) * 1955-03-24 1957-08-13 Gen Electric Processes of cleaving silicon-to-carbon bonds
US2963131A (en) * 1956-07-13 1960-12-06 Corry Jamestown Mfg Corp Post for free-standing partitions
US3150463A (en) * 1960-12-19 1964-09-29 J A Nearing Co Inc Greenhouse
US3256671A (en) * 1962-09-13 1966-06-21 Mc Graw Edison Co Elongated rigid structure
US3332188A (en) * 1964-12-08 1967-07-25 Otto W Schaefer Plaster wall frame structure with stud securing clips
US3358410A (en) * 1964-12-24 1967-12-19 Nat Gypsum Co Glazing post, cornice and rail cap and assembly thereof
SE225376C1 (de) * 1966-12-07 1969-03-11
US3478477A (en) * 1967-07-06 1969-11-18 Joseph Roy Poyton Sheet metal building
US3593473A (en) * 1969-05-28 1971-07-20 Steelcraft Mfg Co Sectional side light door frame
GB1387203A (en) * 1971-03-18 1975-03-12 Beazley Homes Ltd Pnael wall
US3736714A (en) * 1971-04-26 1973-06-05 J Brenner Wall stud system
US3798853A (en) * 1972-11-22 1974-03-26 J Castle Aluminum building
US4069638A (en) * 1974-06-05 1978-01-24 Scanovator Ab Structure of lightweight bars and connector means therefore
DE2524972A1 (de) * 1975-06-05 1976-12-16 Dynamit Nobel Ag Mobile trennwand mit fensterelement
DE2546919A1 (de) * 1975-10-20 1977-04-28 Consortium Elektrochem Ind Verfahren zum herstellen von methylchlorsilanen

Also Published As

Publication number Publication date
BE864299A (fr) 1978-06-16
ES467322A1 (es) 1978-10-16
IT7848185A0 (it) 1978-02-24
FR2381780A1 (fr) 1978-09-22
US4205497A (en) 1980-06-03
NL7802110A (nl) 1978-08-29
GB1578317A (en) 1980-11-05
IT1155841B (it) 1987-01-28
DE2708406A1 (de) 1978-08-31
US4161486A (en) 1979-07-17
SE7802113L (sv) 1978-08-27
JPS53105431A (en) 1978-09-13
DD134103A5 (de) 1979-02-07

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH632764A5 (de) Spaltung von silicium-kohlenstoffbindungen mittels halogenwasserstoff.
EP1717241B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Organylhydrogensilanen
DE2507864A1 (de) Verfahren zur herstellung von silan
DE69426207T2 (de) Verfahren zum herstellen funktionalisierter alkyllithium-verbindungen
DE4219375C2 (de) Verfahren zur Herstellung von 1,3-Disilacyclobutanen
DE2365273C3 (de) Verfahren zur Hydrochlorierung von elementaren Silicium
DE824048C (de) Verfahren zur Herstellung von Alkylhalogensilanen
DE69016852T2 (de) Integriertes Verfahren zur Alkylierung und Disproportionierung von Halosilanen.
DE10044796A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Chlorsilanen
DE4111822C1 (de)
DE69819948T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Monosilanen
EP0560363B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Dimethylchlorsilan
EP0003610A1 (de) Verfahren zum Herstellen von Polysiloxanen mit über Sauerstoff an Silicium gebundenen Kohlenwasserstoffresten
DE69220179T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Tertiär-Kohlenwasserstoff-Silylverbindungen
EP0600479A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Dimethylchlorsilan
Bulten et al. The synthesis of small-ring monostannacycloalkanes
DE69424503T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Dimethylchlorsilan und Triorganochlorsilan
EP0031436B1 (de) Verfahren zur Spaltung von Siloxanen
DE69907511T2 (de) Verfahren zur herstellung von alkylwasserstoffhalosilanen mittels katalytischer hydrierung
DE3017130C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Organosiloxanen und Methylchlorid
DE870555C (de) Verfahren zur Herstellung von phenylenbrueckenhaltigen chlorierten Polyorganosilanen
DE69117396T2 (de) Silanprodukte durch Reaktion von Siliziummonoxid mit organischen Haliden
EP0239103B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Organohalogenensilanen
DE3017832C2 (de)
WO2007101792A1 (de) Verfahren zur herstellung von organylhydrogenchlorsilanen

Legal Events

Date Code Title Description
PL Patent ceased
PL Patent ceased