Verfahren zur Herstellung von Reaktivfarbstoffen Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Reaktivfarbstoffen der Formel
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worin
X Methylamino, Aethylamino oder Dimethylamino und
Y Monochloflriazinyl oder Dichlortriazinyl bedeuten.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch ge kennzeichnet, dass man die durch Umsetzung in beliebi- ger Reihenfolge von 1 Mol eines Cyanurhalogenids mit je 1 Mol 1-Amino-8-hydroxynaphthalin- 3,6-disulfonsäure
1-Amino-3-acetylaminobenzol und eines Amins der Formel H-X erhaltene Verbindung entacetyliert, die freie Aminogruppe mit 1 Mol 2,4,6-Trichlortriazin oder 2,4 Dichlortriazin ssubstituiertAin Stellung 6 acyliert und 1 Mol der so erhaltenen Verbindung der Formel
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mit 1 Mol der Diazoverbindung aus 1-Aminobenzol- 2sulfonsäure kuppelt.
Der Substituent Y in Formel (I) kann der 4,6 Dichlor-1,3,5- triazinyl-2-rest oder ein Monochlortriazinylrest der Formel
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sein, worin
R eine niedrigmolekulare gegebenenfalls weitersubstituierte Alkoxygruppe, eine gegebenenfalls substituierte Phenoxygruppe, eine Aminogruppe, eine niedrigmolekulare gegebenenfalls durch -OH, -COOH, -SO:H oder -O-Alkyl substituierte Monoalkyl- oder Dialkylaminogruppe, eine Cycloalkylaminogruppe, eine Arylalkylaminogruppe, eine gegebenenfalls durch niedrigmolekulare Alkyl-, Alkoxy- oder Alkylsulfonylreste, Aminosulfonylreste, Halogenatome, Carbonsäure- und/oder Sulfonsäurereste substituierte Arylaminogruppe, eine gegebenenfalls durch niedrigmolekulare Alkyloder Alkoxyreste, Halogenatome.
Carbonsäureund/oder Sulfonsäurereste substituierte N-Alikyl- oder N-Hydroxyalkyl-N-arylaminogruppe bedeutet, wobei Alkyl und Hydroxyalkyl niedrigmolekular sind.
'Bevorzugte Substituenten R sind z. B. Methoxy, Aethoxy, Phenoxy, 2-, 3- oder 4 IMethylphenoxy, 4-Chlorphenoxy, 4-Carboxyphenoxy, 4-Sulfophenoxy, Amino, Methylamino, Dimethylamino, Aethylamino, Diäthylamino, 2-Hydroxyäthylamino, 2- oder 3 Hydroxypropylamino, Di-('-hydroxyäthyl)-amino, Di-(2- oder 3-hydroxypropyl)-amino, 2-Methoxyoder 2-Aethoxy-äthylamino, 3wMethoxypropylamino, 4-Methoxybutylamino, Carboxymetbylamino, 2-Catb oxyäthylamino, N-Methyl- oder N-Aethyl-N-carboxymethyl-amino, N-Methyl- oder N-Aethyl-N-2-carboxyäthylamino, l-Carboxyäthylamino, 2-Sulfoäthyl- amino, N-Methyl-N-2-sulfoäthylamino, Cyclohexyl- amino,
4-Methyl-cyclohexylamino, Benzylamino, Phenyläthylamino, Phenylamino, 2-, 3- oder 4-Methylphenylamino, 4-Chlor-phenylamino, 2- oder 4Meth- oxy- bzw. 2- oder 4-Aethoxyphenylamino, 4 IMe- thylsulfonyl- oder 4-Aethylsulfonylphenylamino, 4-Aminosulfonyl- oder 4-Methylaminosulfonylphe- nylamino, 2- oder 4-Carboxyphenylamino, 3-oder 4-Sulfophenylamino 2- Carboxy-4-sulfophenylamino, 2,4- oder 2,5-Di-sulfophenylamino, Mono- oder Disulfonaphthyl-]- oder -2-amino, N-Methyl-, N Aethyl- oder, N-2-hydroxyäthyl-N-phenylamino, N Methyl oder N-Aethyl-N-sulfophenylamino, N-Methyl-N-4-methylphenylamino, N-Meffiyl-N-4-chlor- phenyl amino,
N-Methyl-N4-methoxy-phenylamino.
Das Verfahren wird so ausgeführt, dass man durch Umsetzung der drei Halogenatome eines Cyanurhalogenids in beliebiger Reihenfolge mit 1-Hydroxy-8-aminonaphthalin-3,6-disulfonsäure, mit einem primären oder sekundären Amin, das insgesamt höchstens 2 Kohlenstoffatome enthält und mit 1 Amino-3-acetylaminobenzol eine Verbindung der Formel
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erhält, die
Acetylaminogruppe verseift, die so freigesetzte Aminogruppe mit 2,4,6-Trichlortriazin oder 2,4-Dichlortriazin substituiert in Stellung 6, umsetzt und Idann mit der Diazoverbindung aus 1-Aminobenzol- 2sulfonsäure in orthoStellung zur Hydroxygruppe kuppelt.
Der Ersatz des ersten Halogenatoms der Cyanurverbindung wird zweckmässig bei tiefer Temperatur, z. B.
bei 0 bis 10 C, und im pH;Bereich von 3 bis 8, vorzugsweise zwischen 4 und 5, ausgeführt. Der Ersatz des zweiten Halogenatoms geschieht vorteilhaft bei mässig erhöhter Temperatur, z. B. bei Temperaturen von 30 bis 85 dz, und im pH-Bereich von 4 bis 7 während das dritte Halogenatom erst bei Temperaturen von 80" bis 95 "C, vorteilhaft bei etwa 90 "C, und im pH-Bereich von 4 bis 7, gegen den Rest des 1-Amino-3acetylaminobenzols ausgetauscht wird.
Die Verseifung der Acetylaminogruppe erfolgt zweckmässig in stark alkalischer Lösung z. B. in einer Alkalihydroxidlösung, in der Wärme, bei Temperaturen zwischen 70" und 100 "C.
Die Acylierung mit dem 2,4,6-Trichlortriazin wird zweckmässig bei tiefer Temperatur, z. B. bei 0 bis 10 OC und im pH-Bereich von 3 bis 6, vorzugsweise zwischen 4 und 5, ausgeführt.
Die Acylierung mit dem 2,4-Dichlortriazin substituiert in Stellung 6 geschieht vorteilhaft bei mässig erhöhter Temperatur, z. B. bei Temperaturen von 300 bis 80 OC im pH-Bereich von 4 bis 7.
Statt der Acylierung mit einem 2,4-Dichlortriazin.
welches in 6 Stellung substituiert ist, auszuführen, kann man auch die Acylierung mit 2,4,6-Trichlortriazin ausführen und den erhaltenen Farbstoff, welcher eine 4,6 Dichlortriazinyl-2-lgruppe trägt, mit einer Hydroxy- oder Aminoverbindung bei mässig erhöhter Temperatur, z. B.
bei 30 bis 80 0C und bei pH-Werten von etwa 4 bis 7 kondensieren.
Die Kupplung der Diazoverbindung der 1-Amino benzol-2-sulfonsäure mit der Kupplungskomponente wird vorteilhaft bei Temperaturen von 0 bis 20 0C, vorzugsweise bei OO:bis 10 "C, und im pH-Bereich von 4 bis 7, vorzugsweise 5,5 bis 6,5, ausgeführt. Da sowohl beim Ersatz der Halogenatome des Cyanurhalogenids als auch bei der Kupplung und bei der Acylierung mit 2,4,6 Trichlortriazin oder 2,4-Dichlortriazin substituiert in
Stellung 6 Säure freigesetzt wird, muss zur Einhaltung des günstigen pH-Bereiches ein säurebindendes Mittel zugesetzt werden. Dieser Zusatz kann am Anfang der
Umsetzung z.
B. in Form eines als Puffer wirkenden Salzes, wie Natrium- oder Kaliumacetat, oder in kleinen
Portionen während der Umsetzung stattfinden, wobei man Natrium-bicarbonat, -carbonat, -hydroxid, -metasilicat oder auch Borax oder Trinatriump'b,osphat als wässerige Lösungen oder in Pulverform verwenden kann.
Selbstverständlich können die Kalium- oder Lithiumverbindungen an Stelle der Natriumverbindungen eingesetzt werden.
Man arbeitet vorteillbwaft in wässerigem Medium, doch können einige Umsetzungen, z. B. zwischen dem
Cyanurhalogenid und dem primären oder sekundären Amin auch in wässrig-organischem oder rein organischem Medium stattfinden.
Als Cyanurhalogenid verwendet man das Cyanurbromid oder vorzugsweise das Cyanurchlorid.
Nach Beendigung der Umsetzung wird der fertige Farbstoff gegebenenfalls nach Neutralisation seiner Lösung oder Suspension ausgesalzen, abgesaugt, gegebenenfalls gewaschen und getrocknet.
Die neuen Reaktionsfarbstoffe besitzen eine gute Löslichkeit in Wasser, gute Verträglichkeit rnit Salzen und Hartwasser, gute Reaktivität mit vegetabilischen Fasern sowie tierischen und synthetischen Polyamidfasern und reservieren Cellulose-2 1/2- und -triacetat, Polyester-, Polyacrylnitril-, Polyvinylchlorid-, Polyvinylacetat- und Polyalkylenfasern. Zudem lässt sich der unfixierte Farbstoffanteil aus, den Färbungen leicht auswaschen.
Sie eignen sich zum Färben von Leder, zum Färben.
Klotzen und Bedrucken von Fasern tierischer Herkunft, z. B. Wolle, Seide, von synthetischen Polyamidfasern, z. B. Nylon, von Cellulosefasern, z.B. Baumwolle, Leinen und von Fasern aus regenerierter Cellulose, z. B.
Viskosereyon, KupferIeyon, Zellwolle, sowie von Gemischen und/oder Gebilden aus diesen Fasern und insbe sondere zum Färben von Cellulosefasern nach dem Ausziehverfahren, da sie in Gegenwart von Neutralsalzen ein gutes Aufziehvermögen auf die Cellulosefasern aufweisen.
Die Fixierung der Farbstoffe auf den Cellulosefasern wird im allgemeinen in alkalischem Medium und durch Hitzebehandlung ausgeführt, doch kann bei Verwendung von starken Alkalien wie Natriumhydroxid oder -silicat die Fixierung auch bei Temperaturen von 200 bis 40 "C erfolgen. Wenn die Reàktivgruppe eine Dichlortriazinyl'gruppe ist, kann man die Fixierung schon mit Natriumcarbonat oder -bicarbonat bei Raumtemperatur ausführen. Der Zusatz gewisser quaternierbarer Amine wie Trimethylamin, Triäthylenldiamin oder asymetrisches Dimethylhydrazin, vorzugsweise in stöchiometri- schen Mengen, beschleunigt die Fixierung sodass die Fixiertemperatur herabgesetzt oder die Fixierdauer verkürzt werden kann.
Die Färbungen auf Cellulosefasern, besitzen gute Lichtechtheiten und gute Nassechtheiten (Wasch-, Wasser-, Meerwasser-, Schweiss-, Sadakoch- und Verkochechtheiten) sowie gute Reib-, Essigsäure-, Chlorbadewasser- und Troekenreinigungsechtheiten und sind beständig gegen alkalische hydrolytische Einflüsse.
Im folgenden Beispiel bedeuten die Teile Gewichts- teile, Idie Prozente Gewichtsprozente und die Tempera- turen sind in Celsiusgraden angegeben.
Beispiel 1
31,9 Teile 1-Amino-8-hydroxynaphthalin-3, 6-disulfonsäure werden in 300 Teilen Wasser suspendiert und durch Zugabe von 30 /0-iger Natrium hydroxidlösung bis zur neutralen Reaktion gelöst. Diese Lösung gibt man innert 2112 Stunden zu einer Suspension, welche man durch Eintragen von 1845 Teilen gemahlenem Cyanurchlorid in 150 Teilen Eiswasser erhalten hat. Während der Umsetzung wird die Temperatur bei 0-3 D gehalten und der pH-Wert durch Zutropfen einer verdünnten Natriumcarbonatlösung auf 3.1)-3,5 eingestellt.
Nach beendeter Reaktion gibt man 97 Teile 35 0 0-ige Monomethylaminlösung. die man durch Zugabe von 30 0,o-iger Salzsäure auf einem pH-Wert von 6,5 bis 7,5 gestellt hat, hinzu. Anschliessend erwärmt man das Reaktionsgemisch während 11/. Stunden auf eine Temperatur von 55-60 und hält den pH-Wert durch Zutropfen von verdünnter Natriumcarbonatlösung zwischen 5,0 und 6,0. Nachdem die Kondensation beendet ist,
gibt man 15 Teile 3-Amino-l-acetylamino- benzol hinzu und erwärmt das Reaktionsgemisch während 2-3 Stunden auf 9095C. Der pH-Wert wird durch Zutropfen einer verdünnten Natriumcarbonat- lösung zwischen 6,0 und 7,0 gehalten. Nach beendeter Reaktion wird die Lösung auf Raumtemperatur abgekühlt. Durch Zugabe von Natriumchlorid wird das Reaktionsprodukt ausgefällt und abfiltriert. Die feuchte Paste wird in 400 Teilen 5 0 0-iger Natriumhydroxid- lösung gelöst, die Lösung auf 8085 erwärmt und so lange bei dieser Temperatur gehalten. bis die ¯ nt- acetylierung beendet ist.
Bei einer Temperatur von 20 wird die Reaktionslösung durch Zugabe von 30 0toiger Salzsäure auf pH 6,5 gestellt und anschliessend innert 2 Stunden zu einer Suspension getropft.
welche man durch Eintragen von 18.45 Teilen gemahle- nem Cyanurchlorid in 150 Teilen Eiswasser erhalten hat. Während der Kondensation wird die Temperatur bei 0-3" gehalten und der pH-Wert durch Zutropfen einer verdünnten Natriumcarbonatlösung auf 3,0-3.5 eingestellt. Nach beendeter Reaktion gibt man innert 30 Minuten bei einer Temperatur von 0-5 eine eiskalte Diazosuspension hinzu, die man auf übliche Ureisc durch Diazotieren von 17,3 Teilen l-Aminobenzol-2- sulfonsäure erhalten hat. Während der Kupplung wird der pH-Wert durch Einstreuen von Natriumbicarbonat zwischen 5,0 und 6,0 gehalten.
Nach beendeter Kupp lung wird der Farbstoff durch Zugabe von Natriumchlorid ausgefällt, abfiltriert und im Vakuum bei 30 40 getrocknet.
Färbevorschntt
Man bereitet ein Färbebad aus 4 Teilen des nach obenstehendem Beispiel hergestellten Farbstoffes in 2000 Teilen Wasser von 200 und 40 Teilen kalziniertem Natriumsulfat. Man geht nun mit 100 Teilen Baumwollsatin ein, gibt 20 Teile kalziniertes Natriumcarbonat zu und zieht die Baumwolle bei 20-25" um. Nach l 10 bzw. 20 Minuten gibt man jeweils 40 Teile kalziniertes Natriumsulfat zu. Der substantive Farbstoff ist nun auf die Faser gezogen, wo er durch einstündiges Weiterbehandeln bei 20-25" fixiert wird. Nach dem üblichen Spülen wird das Gewebe getrocknet. Man erhält eine schön rote, sodakochechte Färbung von guter Lichtechtheit.
Wenn man im obenstehenden Beispiel anstelle des 2,4,6-Trihlortriazins die entsprechende Menge 2,4 Dichlor-6-amino-1,3,5-triazin oder 2,4-Dichlor-6-methoxy-1, 3,5-triazin verwendet, so erhält man Farbstoffe mit ähnlichen Eigenschaften.
Die nachstehende Tabelle enthält weitere Farbstoffe der Formel (I) welche nach den Angaben des Beispiels 1 hergestellt und durch die Substituenten X und Y sowie durch den Farbton der Färbung auf Baumwolle tgekennzeichnet sind.
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<tb>
Bei- <SEP> SuEstituent <SEP> X <SEP> Substituent <SEP> Y <SEP> Farbton <SEP> auf
<tb> spiel <SEP> = <SEP> Rest <SEP> von <SEP> = <SEP> Rest <SEP> von <SEP> Baumwolle
<tb> Nr. <SEP>
<tb>
2 <SEP> Dimethylamin <SEP> 2,4,6-Triehlor- <SEP> blaustichig <SEP> rot
<tb> <SEP> 1,3, <SEP> 5-triazin <SEP>
<tb> 3 <SEP> do. <SEP> 6-Amino-2,4-di- <SEP> do.
<tb>
<SEP> chlor-1,3,5- <SEP>
<tb> <SEP> triazin
<tb> 4 <SEP> do. <SEP> 6-Methoxy-2,4-di- <SEP> do.
<tb>
<SEP> ehlor-1, <SEP> 3, <SEP> 5-tri- <SEP>
<tb> <SEP> azin
<tb> 5 <SEP> Monomethylamin <SEP> 6-Phenoxy-2,4-di- <SEP> do.
<tb>
<SEP> chlor-1,3,5- <SEP>
<tb> <SEP> triazin
<tb> 6 <SEP> do. <SEP> 6-Phenylamino-2,4- <SEP> do.
<tb>
<SEP> dichlor-1,3,5-tri- <SEP>
<tb> <SEP> azin-4'-sulfonsäure
<tb> 7 <SEP> do. <SEP> 6-Methylamino-2,4- <SEP> do.
<tb>
<SEP> dichlor-1,3,5- <SEP>
<tb> <SEP> triazin <SEP>
<tb> 8 <SEP> do. <SEP> 6-(2'-Hydroxyäthyl- <SEP> do.
<tb>
<SEP> amino)-2,4-dichlor- <SEP>
<tb> <SEP> 1,3, <SEP> 5-triazin <SEP>
<tb> 9 <SEP> Monoäthylamin <SEP> do. <SEP> do.
<tb>
Process for the preparation of reactive dyes The invention relates to a process for the preparation of reactive dyes of the formula
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wherein
X methylamino, ethylamino or dimethylamino and
Y signifies monochloflriazinyl or dichlorotriazinyl.
The process according to the invention is characterized in that the reaction in any order of 1 mole of a cyanuric halide with 1 mole of 1-amino-8-hydroxynaphthalene-3,6-disulfonic acid each
1-amino-3-acetylaminobenzene and an amine of the formula H-X are deacetylated, the free amino group is substituted with 1 mol of 2,4,6-trichlorotriazine or 2,4 dichlorotriazine in position 6 and 1 mol of the compound of the formula thus obtained is acylated
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with 1 mole of the diazo compound from 1-aminobenzene-2sulfonic acid.
The substituent Y in formula (I) can be the 4,6 dichloro-1,3,5-triazinyl-2 radical or a monochlorotriazinyl radical of the formula
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be in what
R is a low molecular weight, optionally further substituted alkoxy group, an optionally substituted phenoxy group, an amino group, a low molecular weight monoalkyl or dialkylamino group optionally substituted by -OH, -COOH, -SO: H or -O-alkyl, a cycloalkylamino group, an arylalkylamino group, one optionally by low molecular weight Alkyl, alkoxy or alkylsulfonyl radicals, aminosulfonyl radicals, halogen atoms, carboxylic acid and / or sulfonic acid radicals, an arylamino group optionally substituted by low molecular weight alkyl or alkoxy radicals, halogen atoms.
Carboxylic acid and / or sulfonic acid radicals denotes substituted N-alicyclic or N-hydroxyalkyl-N-arylamino groups, alkyl and hydroxyalkyl being of low molecular weight.
'Preferred substituents R are, for. B. methoxy, ethoxy, phenoxy, 2-, 3- or 4 IMethylphenoxy, 4-chlorophenoxy, 4-carboxyphenoxy, 4-sulfophenoxy, amino, methylamino, dimethylamino, ethylamino, diethylamino, 2-hydroxyethylamino, 2- or 3-hydroxypropylamino, di - ('- Hydroxyethyl) -amino, di- (2- or 3-hydroxypropyl) -amino, 2-methoxy or 2-ethoxy-ethylamino, 3-methoxypropylamino, 4-methoxybutylamino, carboxymetbylamino, 2-catoxyethylamino, N-methyl or N -Aethyl-N-carboxymethyl-amino, N-methyl- or N-ethyl-N-2-carboxyäthylamino, l-carboxyäthylamino, 2-sulfoäthylamino, N-methyl-N-2-sulfoäthylamino, cyclohexylamino,
4-methyl-cyclohexylamino, benzylamino, phenylethylamino, phenylamino, 2-, 3- or 4-methylphenylamino, 4-chlorophenylamino, 2- or 4-methoxy- or 2- or 4-ethoxyphenylamino, 4-methylsulfonyl or 4-ethylsulfonylphenylamino, 4-aminosulfonyl- or 4-methylaminosulfonylphenylamino, 2- or 4-carboxyphenylamino, 3- or 4-sulfophenylamino, 2- carboxy-4-sulfophenylamino, 2,4- or 2,5-disulfophenylamino, mono - or disulfonaphthyl -] - or -2-amino, N-methyl-, N-ethyl- or, N-2-hydroxyethyl-N-phenylamino, N-methyl or N-ethyl-N-sulfophenylamino, N-methyl-N-4 -methylphenylamino, N-Meffiyl-N-4-chlorophenyl amino,
N-methyl-N4-methoxyphenylamino.
The process is carried out in such a way that by reacting the three halogen atoms of a cyanuric halide in any order with 1-hydroxy-8-aminonaphthalene-3,6-disulfonic acid, with a primary or secondary amine containing a total of at most 2 carbon atoms and with 1 amino -3-acetylaminobenzene a compound of the formula
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receives that
Acetylamino group saponified, the amino group released in this way is reacted with 2,4,6-trichlorotriazine or 2,4-dichlorotriazine substituted in position 6, and then coupled with the diazo compound of 1-aminobenzenesulfonic acid in ortho position to the hydroxyl group.
The replacement of the first halogen atom of the cyanuric compound is expediently carried out at low temperature, e.g. B.
at 0 to 10 C, and in the pH range from 3 to 8, preferably between 4 and 5. The replacement of the second halogen atom is advantageously carried out at a moderately elevated temperature, e.g. B. at temperatures from 30 to 85 dz, and in the pH range from 4 to 7 while the third halogen atom only at temperatures from 80 "to 95" C, advantageously at about 90 "C, and in the pH range from 4 to 7 , is exchanged for the remainder of the 1-amino-3acetylaminobenzene.
The saponification of the acetylamino group is conveniently carried out in a strongly alkaline solution, for. B. in an alkali hydroxide solution, in the heat, at temperatures between 70 "and 100" C.
The acylation with the 2,4,6-trichlorotriazine is expediently carried out at low temperature, e.g. B. at 0 to 10 OC and in the pH range from 3 to 6, preferably between 4 and 5, carried out.
The acylation with the 2,4-dichlorotriazine substituted in position 6 is advantageously carried out at a moderately elevated temperature, e.g. B. at temperatures from 300 to 80 OC in the pH range from 4 to 7.
Instead of acylation with a 2,4-dichlorotriazine.
which is substituted in the 6-position, the acylation can also be carried out with 2,4,6-trichlorotriazine and the dye obtained, which bears a 4,6-dichlorotriazinyl-2-l group, with a hydroxy or amino compound at moderately elevated temperature , e.g. B.
condense at 30 to 80 0C and at pH values of about 4 to 7.
The coupling of the diazo compound of 1-aminobenzene-2-sulfonic acid with the coupling component is advantageously carried out at temperatures from 0 to 20 ° C., preferably from 0 ° to 10 ° C., and in the pH range from 4 to 7, preferably from 5.5 to 6.5, Since both the replacement of the halogen atoms of the cyanuric halide and the coupling and acylation with 2,4,6 trichlorotriazine or 2,4-dichlorotriazine substituted in
Position 6 acid is released, an acid-binding agent must be added to maintain the favorable pH range. This addition can be at the beginning of the
Implementation z.
B. in the form of a salt acting as a buffer, such as sodium or potassium acetate, or in small
Portions take place during the reaction, in which case sodium bicarbonate, carbonate, hydroxide, metasilicate or borax or trisodium p'b, osphat can be used as aqueous solutions or in powder form.
The potassium or lithium compounds can of course be used instead of the sodium compounds.
It works voreillbwaft in an aqueous medium, but some reactions, z. B. between the
Cyanuric halide and the primary or secondary amine also take place in an aqueous-organic or purely organic medium.
The cyanuric halide used is cyanuric bromide or, preferably, cyanuric chloride.
After the end of the reaction, the finished dye is salted out, if appropriate after neutralization of its solution or suspension, filtered off with suction, optionally washed and dried.
The new reactive dyes have good solubility in water, good compatibility with salts and hard water, good reactivity with vegetable fibers as well as animal and synthetic polyamide fibers and reserve cellulose-21 / 2- and triacetate, polyester, polyacrylonitrile, polyvinyl chloride, and polyvinyl acetate - and polyalkylene fibers. In addition, the unfixed portion of the dye can be removed, and the dye is easily washed out.
They are suitable for dyeing leather, for dyeing.
Padding and printing of fibers of animal origin, e.g. B. wool, silk, synthetic polyamide fibers, e.g. Nylon, cellulose fibers, e.g. Cotton, linen and regenerated cellulose fibers, e.g. B.
Viscose rayon, copper Ieyon, rayon, as well as mixtures and / or structures made of these fibers and in particular for dyeing cellulose fibers by the exhaust process, since they have a good ability to be absorbed onto the cellulose fibers in the presence of neutral salts.
The fixation of the dyes on the cellulose fibers is generally carried out in an alkaline medium and by heat treatment, but when strong alkalis such as sodium hydroxide or silicate are used, the fixation can also take place at temperatures of 200 to 40 ° C. If the reactive group is a dichlorotriazinyl group The fixation can be carried out with sodium carbonate or bicarbonate at room temperature. The addition of certain quaternizable amines such as trimethylamine, triethylenediamine or asymmetrical dimethylhydrazine, preferably in stoichiometric amounts, accelerates the fixation so that the fixation temperature can be reduced or the fixation time can be shortened.
The dyeings on cellulose fibers have good light fastness and good wet fastness (wash, water, sea water, sweat, Sada boil and boil fastness) as well as good rub, acetic acid, chlorine bath water and dry cleaning fastness and are resistant to alkaline hydrolytic influences.
In the following example the parts are parts by weight, I the percentages are percentages by weight and the temperatures are given in degrees Celsius.
Example 1
31.9 parts of 1-amino-8-hydroxynaphthalene-3,6-disulfonic acid are suspended in 300 parts of water and dissolved by adding 30/0 sodium hydroxide solution until a neutral reaction is obtained. This solution is added within 2112 hours to a suspension which has been obtained by introducing 1845 parts of ground cyanuric chloride into 150 parts of ice water. During the reaction, the temperature is kept at 0-3 D and the pH is adjusted to 3.1) -3.5 by adding a dilute sodium carbonate solution dropwise.
After the reaction has ended, 97 parts of 35 0 0 monomethylamine solution are added. which has been brought to a pH of 6.5 to 7.5 by adding 30.0, o hydrochloric acid. The reaction mixture is then heated for 11 /. Hours to a temperature of 55-60 and maintains the pH by adding dropwise dilute sodium carbonate solution between 5.0 and 6.0. After the condensation is over,
15 parts of 3-amino-1-acetylamino-benzene are added and the reaction mixture is heated to 9095 ° C. for 2-3 hours. The pH is kept between 6.0 and 7.0 by adding a dilute sodium carbonate solution dropwise. When the reaction has ended, the solution is cooled to room temperature. The reaction product is precipitated by addition of sodium chloride and filtered off. The moist paste is dissolved in 400 parts of 50% sodium hydroxide solution, the solution is heated to 8085 and kept at this temperature for so long. until the ¯nt acetylation has ended.
At a temperature of 20, the reaction solution is adjusted to pH 6.5 by adding 30% hydrochloric acid and then added dropwise to a suspension within 2 hours.
which was obtained by adding 18.45 parts of ground cyanuric chloride in 150 parts of ice water. During the condensation, the temperature is kept at 0-3 "and the pH is adjusted to 3.0-3.5 by adding a dilute sodium carbonate solution dropwise. After the reaction has ended, an ice-cold diazo suspension is added within 30 minutes at a temperature of 0-5, which has been obtained in the usual way by diazotizing 17.3 parts of 1-aminobenzene-2-sulfonic acid.During the coupling, the pH is kept between 5.0 and 6.0 by sprinkling in sodium bicarbonate.
After the coupling has ended, the dye is precipitated by adding sodium chloride, filtered off and dried in vacuo at 30 40.
Dyeing advance
A dyebath is prepared from 4 parts of the dye prepared according to the above example in 2000 parts of water, 200 parts and 40 parts of calcined sodium sulfate. 100 parts of cotton sateen are now added, 20 parts of calcined sodium carbonate are added and the cotton is turned at 20-25 ". After 10 or 20 minutes, 40 parts of calcined sodium sulfate are added. The substantive dye is now on the fiber pulled, where it is fixed at 20-25 "by further treatment for one hour. After the usual rinsing, the fabric is dried. A beautiful red dyeing which is fast to soda and good lightfastness is obtained.
If, in the above example, the corresponding amount of 2,4,6-dichloro-6-amino-1,3,5-triazine or 2,4-dichloro-6-methoxy-1,3,5- If triazine is used, dyes with similar properties are obtained.
The table below contains further dyes of the formula (I) which are prepared according to the instructions in Example 1 and are characterized by the substituents X and Y and by the color shade of the dye on cotton.
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<tb>
With- <SEP> SuEstituent <SEP> X <SEP> Substituent <SEP> Y <SEP> hue <SEP> on
<tb> play <SEP> = <SEP> rest <SEP> from <SEP> = <SEP> rest <SEP> from <SEP> cotton
<tb> No. <SEP>
<tb>
2 <SEP> Dimethylamine <SEP> 2,4,6-Triehlor- <SEP> bluish <SEP> red
<tb> <SEP> 1,3, <SEP> 5-triazine <SEP>
<tb> 3 <SEP> do. <SEP> 6-amino-2,4-di- <SEP> do.
<tb>
<SEP> chlorine-1,3,5- <SEP>
<tb> <SEP> triazine
<tb> 4 <SEP> do. <SEP> 6-methoxy-2,4-di- <SEP> do.
<tb>
<SEP> ehlor-1, <SEP> 3, <SEP> 5-tri- <SEP>
<tb> <SEP> azin
<tb> 5 <SEP> monomethylamine <SEP> 6-phenoxy-2,4-di- <SEP> do.
<tb>
<SEP> chlorine-1,3,5- <SEP>
<tb> <SEP> triazine
<tb> 6 <SEP> do. <SEP> 6-phenylamino-2,4- <SEP> do.
<tb>
<SEP> dichloro-1,3,5-tri- <SEP>
<tb> <SEP> azine-4'-sulfonic acid
<tb> 7 <SEP> do. <SEP> 6-methylamino-2,4- <SEP> do.
<tb>
<SEP> dichloro-1,3,5- <SEP>
<tb> <SEP> triazine <SEP>
<tb> 8 <SEP> do. <SEP> 6- (2'-hydroxyethyl- <SEP> do.
<tb>
<SEP> amino) -2,4-dichloro- <SEP>
<tb> <SEP> 1,3, <SEP> 5-triazine <SEP>
<tb> 9 <SEP> monoethylamine <SEP> do. <SEP> do.
<tb>