[go: up one dir, main page]

CH499210A - Batteriezelle - Google Patents

Batteriezelle

Info

Publication number
CH499210A
CH499210A CH1043467A CH1043467A CH499210A CH 499210 A CH499210 A CH 499210A CH 1043467 A CH1043467 A CH 1043467A CH 1043467 A CH1043467 A CH 1043467A CH 499210 A CH499210 A CH 499210A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
cell
cathode
sodium
anode
battery
Prior art date
Application number
CH1043467A
Other languages
English (en)
Inventor
Emil Brown William
George Heitz Robert
Arthur Levine Charles
Original Assignee
Dow Chemical Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dow Chemical Co filed Critical Dow Chemical Co
Publication of CH499210A publication Critical patent/CH499210A/de

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01MPROCESSES OR MEANS, e.g. BATTERIES, FOR THE DIRECT CONVERSION OF CHEMICAL ENERGY INTO ELECTRICAL ENERGY
    • H01M6/00Primary cells; Manufacture thereof
    • H01M6/14Cells with non-aqueous electrolyte
    • H01M6/18Cells with non-aqueous electrolyte with solid electrolyte
    • H01M6/20Cells with non-aqueous electrolyte with solid electrolyte working at high temperature
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01MPROCESSES OR MEANS, e.g. BATTERIES, FOR THE DIRECT CONVERSION OF CHEMICAL ENERGY INTO ELECTRICAL ENERGY
    • H01M10/00Secondary cells; Manufacture thereof
    • H01M10/36Accumulators not provided for in groups H01M10/05-H01M10/34
    • H01M10/39Accumulators not provided for in groups H01M10/05-H01M10/34 working at high temperature
    • H01M10/3909Sodium-sulfur cells
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
    • Y02E60/00Enabling technologies; Technologies with a potential or indirect contribution to GHG emissions mitigation
    • Y02E60/10Energy storage using batteries

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Secondary Cells (AREA)
  • Battery Electrode And Active Subsutance (AREA)

Description


  
 



  Batteriezelle
Die Erfindung betrifft eine Batteriezelle, enthaltend eine flüssige Metallelektrode, eine fluide nicht metallische Elektrode und einen praktisch fluiddichten Elektrolyten, der die beiden Elektroden trennt.



   Wiederaufladbare Akkumulatoren, die zur Zeit für Arbeitsvorgänge, die hohe Stromdichten benötigen, gebraucht werden, sind die Blei-Säure-, Nickel-Cadmium-, Nickel-Eisen-, Silber-Zink- und Silber-Cadmium-Arten.



  Von diesen sind die Blei-Säurebatterien die gebräuchlichsten, insbesondere für Autozwecke und andere Stromanwendungen, die Gleichstrom von hohem Fluss und/oder relativ langer Lebensdauer benötigen. Die veranschlagte Kapazität von Blei-Säurebatterien der höchsten Qualität liegt bei etwa 130 Ah für Beanspruchungen von 6 Volt und 65 Ah für Beanspruchungen von 12 Volt-Batterien, was 33 Watt-Stunden/kg des Batteriegewichts entspricht.



   Bei den Nickel-Cadmium- und Nickel-Eisen-Batterien liegt die Leistung entsprechend bei 24,2 Watt Std./kg der Batterie. Etwas höhere Stromdichten werden mit den Silber-Zinkbatterien (187 bis 220 Watt-Std./kg) und Silber-Cadmiumbatterien (110 bis 165 Watt Std./kg) erreicht, es ist jedoch offensichtlich, dass die Kosten dieser beiden Batterietypen für viele Anwendungen unerwünscht hoch liegen.



   Die vorstehend beschriebenen Batterien mit Festmetallanode-Kathode haben eine relativ begrenzte Lebensdauer, was durch die Entladungs-Ladungscyclen bestimmt wird. Dies ist die Folge der Bildung von Dendriten in der Festmetallelektrode nach dem Wiederaufladen, insbesondere, wenn die Zelle rasch geladen wird.



  Diese Dendrite ergeben strukturelle Schwächen in den Batterieplatten, Rissbildung im massiven Metall während des Betriebes und schliesslich den vollständigen Verlust der Zellenwirksamkeit. Dieses Problem ist besonders schwerwiegend bei den Batterien des Silber Zink- und   Silber-Cadmiumtyps,    bei denen die Dendritbildung so stark und rasch erfolgt, dass dadurch derartige Zellen für die Verwendung als Sekundärbatterien praktisch ausser Betracht kommen. Diese letzteren Batterien können vom praktischen Standpunkt aus maximal lediglich 15 Tiefenentladungscyclen unterworfen werden. Daher werden diese Batterien für die meisten Zwecke nur als Primärzellen verwendet.



   Die obigen Probleme werden durch die Erfindung gelöst.



   Die erfindungsgemässe Batteriezelle, enthaltend eine flüssige Metallelektrode, eine fluide, nicht metallische Elektrode und einen praktisch fluiddichten Elektrolyten, der die beiden Elektroden trennt, ist dadurch gekennzeichnet, dass der Elektrolyt aus einer oder mehreren Kapillaren besteht, die ein Verhältnis von Aussendurchmesser zu Wanddicke von wenigstens 3 und einen äusseren Durchmesser von 20 bis 5000   z    aufweisen.



   Es wird an Beispielen und mit Hilfe einer Zeichnung die Erfindung näher beschrieben.



   Die Batteriezelle gemäss der Erfindung enthält eine flüssige Anode (oxydierbare Elektrode), die eine Schmelze ist, welche aus einem oder mehreren Alkalimetallen, Alkalimetallamalgamen oder Alkalimetallegierungen besteht, eine flüssige oder pastenförmige Kathode (reduzierbare Elektrode), die einen oder mehrere der Stoffe Schwefel, Selen, Tellur, Tetracyanoäthylen oder o-Thiocyan aufweist, wobei wenigstens etwas davon geschmolzen ist und in dem die Kationen des Metalls dispergiert sind und eine Elektrolyttrennwand, die aus einem polykristallinen keramischen Material, einem amorphen Glas oder Gemischen davon besteht. Wie voraus bestimmbar sind die Kationen in der Kathode von einem praktisch äquivalenten Anteil Anionen begleitet, die von den Kathodenmaterialien oder der Ferricyanwasserstoffsäure herstammen können.



   Der Elektrolyt zeichnet sich dadurch aus, dass Ionen des Anodenmetalls zwischen den Anoden- und Kathodenabteilungen durchgelassen werden, jedoch praktisch keine Elektronen, Moleküle des Anodenmetalls oder Ionen oder Molekülarten der Kathode. Die Anoden-, Kathoden- und Elektrolytbestandteile befinden sich in einem flüssigkeits- und dampfdichten Gehäuse. Elektri  sche Leitungsanordnungen, die mit der Anode und Kathode verbunden sind, vervollständigen die Batteriezelle.



   Die   erfindungsgemässe    Batteriezelle liefert nicht nur eine hohe Stromdichte, sondern sie kann auch leicht wieder rasch geladen werden, ohne Schädigungen der Zelle einzugehen.



   Die Batteriezellen können als vollständige Einheit, die die Elektrolyttrennwand und Elektroden in einem flüssigkeits- und dampfdichten Gehäuse aufweist, hergestellt werden. Zweckmässig kann die Trennwand in einem Gehäuse dicht befestigt sein, um getrennte Anoden- und Kathodenabteilungen zu schaffen. Das äussere Gehäuse oder der Behälter oder wenigstens der Teil, der die   Kaíhodenabteilung    aufweist, wird gewöhnlich aus einem Elektronen leitenden Material hergestellt und ist von derartiger struktureller Stabilität, dass es während des Betriebs sich nicht zersetzt oder mit den Batteriebestandteilen in nachteiliger Weise reagiert. Die Verwendung eines Elektronen leitenden Materials sorgt für rasche Verbindung der Kathodenzuführungsdrähte.



  Auch wird das Gehäuse zur Sicherstellung der optimalen Leistung mit einem thermischen Isoliermaterial überzogen, um Wärmeverluste sowohl während des Zellenbetriebs als auch während der leistungsfreien Lagerung auf ein Minimum herabzusetzen. Anderseits kann auch ein Mantel aus isolierendem Material mit Heizdrähten oder andersartigen Heizelementen angrenzend an das Gehäuse verwendet werden, um einen Teil oder die gesamte Batteriezelle zu ummanteln.



   Ein bevorzugtes Anode-Kathode-Elektrolytsystem besteht aus einer flüssigen Natriumanode, einem flüssigen Schwefel-Natriumsulfidgemisch als Kathoden system, z. B. einem Natriumpolysulfid, und einem Natriumionen-leitenden Glas oder keramischen Elektrolyten. Dieses System kann Energiedichten   von    über 660 Watt   Std./kg    bei Betriebstemperaturen von nur   330 0C    erzeugen.



   Der hier verwendete Ausdruck Anode bezeichnet gemäss   anerkasmter    elektrochemischer und elektrotechnischer Praxis die Elektrode, bei der, wenn die Zelle als Batterie wirkt, d. h.   Strom    zu einem Verbraucher liefert, der Strom in die   Zelle    eintritt. Der Ausdruck Kathode bezeichnet die Elektrode, bei der der Strom die Zelle verlässt.



   Irgendeines der Alkalimetalle, d. h. Lithium, Natrium, Kalium, Rubidium, Cäsium, deren   Amalgaine,    Legierungen und Gemische können als Anode verwendet werden. Gewöhnlich werden Natrium, Kalium und deren binäre Legierungen verwendet. Wie vorstehend angegeben, wird Natrium bevorzugt als Anode in der erfindungsgemässen Batterie eingesetzt.



   Die   angewendeten    Kathodenmaterialien sind nichtwässrige flüssige, reduzierbare Materialien, wie z. B.



  die Elemente Schwefel, Selen, Tellur und Verbindungen oder Anionen wie Tetracyanoäthylen, p-Thiocyan und Ferricyanid. Gewöhnlich werden Schwefel, Selen, Tellur und Gemische davon verwendet, wobei Schwefel bevorzugt ist. Bei solchen Kathodenmaterialien, die in flüssigem Zustand einen hohen elektrischen Widerstand aufweisen, steht, wenn ein Alkalisalz damit vermischt wird, die für den Betrieb, wenn die Batterie bei voller oder nahezu voller Belastung ist, notwendige Leitfähigkeit zur Verfügung. Gewöhnlich weist das zur Herstellung derartiger leitfähiger Gemische verwendete Salz das gleiche Kation wie das des für die Anode verwendeten Metalls auf, und das Anion ist das gleiche wie das des Kathodenmaterials.

  Natriumsulfid, gelöst oder im Gemisch mit Schwefel, ist besonders geeignet, da diese zwei Komponenten Gemische ergeben, die bei relativ niedrigen Temperaturen, beispielsweise einem Temperaturminimum von 270-330   OC,    flüssig werden und die gleichfalls über weite Zusammensetzungsbereiche hohe elektrische Leitfähigkeit aufweisen.



   Bei den bevorzugten Schwefel-Natriumsulfid-Katholytsystemen hat, gewöhnlich wenn sie in einer Sekundärbatterie verwendet werden und die Batteriezelle voll geladen ist, das Katholytsystem aus Natriumsulfid und Schwefel eine empirische Formel   Na2S#2.    Wenn Strom aus der Zelle entnommen wird und zusätzliches Natriumsulfid in der Kathodenabteilung gebildet wird (auf Grund der Reduktion des Schwefels und der Wanderung der Natriumionen), ändert sich die Zusammensetzung dieses Gemischs. Die Entladung wird gewöhnlich bei oder vor dem Punkt abgebrochen, an dem das Gemisch der empirischen Formel   Na2S3.    entspricht, um den Betrieb bei relativ mässig erhöhten Temperaturen sicherzustellen. Selbst bei diesem hohen Natrium/Schwefelverhältnis ist das Kathodengemisch bei Temperaturen von nur 330   0C    flüssig.

  Durch Abbrechen der Entladung bei einer Katholytzusammensetzung entsprechend der Formel Na2S4 kann die Minimumzellenbetriebstemperatur auf   285 0C    herabgesetzt werden. Falls es jedoch erwünscht ist, bei höheren Temperaturen zu arbeiten, kann die Zelle beispielsweise zu einer Katholytzusammensetzung entsprechend der Formel Na2S2 (flüssig bei 560    (:)    entladen werden.



   Das flüssige Natriummetall-Natriumpolysulfid-Elektrodensystem liefert eine aussergewöhnlich hohe Energiedichte. Wenn zum Beispiel eine Zelle mit einer anfänglichen   Natriumpolysulfidzusammensetzung    von   NaoS20    bis zu einem Natriumsulfid-Schwefelgemisch entsprechend Na2S3 entladen wird, beträgt die Energiedichte 673 Watt-Std./kg der kombinierten Anoden- und Katholytmaterialien.



   Mit den beschriebenen spezifischen flüssigen Katholytgemischen wird ein äusserst geringer Widerstand erhalten. Zum Zwecke des Beispiels werden typische Leitfähigkeitswerte, ausgedrückt in reziproken Ohm-Zentimeter   (Ohm-t    cm-1), einer Anzahl flüssiger Natrium   sulfid-Schwefelgemische,    die verschiedenen Natriumpoly   sulfid-(Na2S#-)Zusammensetzungen    entsprechen, in der folgenden Tabelle wiedergegeben.



   Tabelle
Spezifische Leitfähigkeit   Natrium    Ohm-1 cm-1 polysulfid- Temperatur,   0C      Zusammen-    setzung 280 300 320 340 360 Na2S4 6,2 9,0 11,5 14,4    > 16      Na2S5    7,1 9,6 12,0 13,8 14,6 Na2S8 3,6 5,3 7,1 8,8 10,6   Na2Sl2    3,3 4,8 6,3 7,8 9,4   Na2S22    1,9 2,9 3,8 4,7 5,5
Der Elektrolyt besteht aus anorganischen und organischen Polymermaterialien, die die Fähigkeit besitzen, die flüssigen Anoden- und Kathodenmaterialien getrennt zu halten, die leitend sind, indem sie fähig sein müssen, Ionen des Anodenmetalls zwischen der Anoden  abteilung und der Kathodenabteilung zu überführen, jedoch praktisch keine (1) Elektronen,

   (2) die elementare Metallanode oder (3) das Kathodenmaterial entweder in seiner molekularen und/oder ionischen Form zu leiten. Ferner soll der Elektrolyt während des Betriebs sich nicht in schädlicher Weise zersetzen und soll gegen über dem Angriff durch andere Komponenten der Batteriezelle hoch beständig sein. Weiterhin soll dieses Material Eigenschaften aufweisen, die viele Ladungs- und   Entl adungscyclen    der Batteriezelle sicherstellen. Vorzugsweise hat dieses Material eine hohe ionische Leitfähigkeit.



   Zu Elektrolyten, die sich für die Verwendung in den erfindungsgemässen Batteriezellen als besonders geeignet erwiesen, gehören beispielsweise polykristalline keramische Stoffe (wie z. B. Porzellane und glaskeramische Stoffe), amorphe Gläser und imprägnierte Matrizen (wie z. B. poröses Glas oder keramische Fritten), in die ein praktisch nicht wanderndes Salz oder eine Flüssigkeit eingebettet ist, die praktisch nur hinsichtlich des Anodenmetallions permeabel ist.



   Zur Erzielung optimaler Leistung und Betriebs dauer werden Glas- oder Keramikelektrolyte gewöhnlich unter Verwendung relativ grosser Anteile des Alkalioxyds oder Alkalioxydbildners, der sich vom gleichen Alkalimetall als dem der Anode ableitet, hergestellt. Bei derartigen Elektrolyten besteht eine merklich geringere Tendenz zur Deformierung und zum Bruch der Elektrolyttrennwand während des Zellenbetriebs, als wenn der Primärbestandteil des Alkalioxyds in dem Glas aus einem abweichenden Material besteht und somit eine unterschiedliche   Ionengrösse    aufweist gegenüber dem Alkalimetall der Anode. Gewöhnlich werden Alkalisilicatgläser mit einer Leitfähigkeit im Bereich von etwa   10-3    bis   10-e      Ohm-t      cm-t    bei 250   0C    als Elektrolyt verwendet.

  Spezifische Beispiele typischer Betriebselektrolyte sind übliche Alkalisilicatgläser sowie Alkaliborat-, -aluminatund -zirconatglasmaterialien.



   Der Elektrolyt besteht aus feinen Kapillaren, die ein Verhältnis von äusserem Durchmesser zur Wanddicke von wenigstens 3, gewöhnlich von 3 bis 20 und vorzugsweise von 4 bis 10 aufweisen. Gewöhnlich werden bei diesen Verhältnissen Kapillaren mit einem äusseren Durchmesser von 20 bis 1000 Micron und einer Wanddicke von 5 bis 100 Micron verwendet. Derartige Kapillaren liefern eine dünnwandige Membran von hoher Festigkeit und ergeben eine hohe Ionenleitfähigkeit. Sie liefern ferner ein sehr hohes Verhältnis von Oberflächenbereich zu Volumen. Obgleich in letzterer Hinsicht mit geringerem Vorteil, können Kapillaren mit äusserem Durchmesser von 5000 Micron und Wandstärken bis zu 1000 Micron verwendet werden, wenn sie aus Materialien mit höherer Ionenleitfähigkeit, beispielsweise gewissen Porzellanen, hergestellt werden.



   Zur Verwendung in einer Batteriezelle können die Kapillaren in Bündeln von runder, rechteckiger oder prismatischer Querschnittsform oder anderen geometrischen Querschnittsformen hergestellt werden, die eine geregelte Orientierung und praktisch gleichmässigen Abstand zwischen den Kapillaren ermöglichen. Die Herstellung der Kapillaren in einer vorbestimmten Konfiguration kann rasch vom Fachmann unter Anwendung bekannter Handhabungs-, Packungs- und Fabrikationsmethoden ausgeführt werden. Beispielsweise können Bündel von Kapillaren, die jeweils ein Ende geschlossen haben, hergestellt werden, indem die offenen Enden der Kapillaren durch ein gemeinsames Kopfstück geführt und darin befestigt werden, das wiederum entweder als Reservoir für das Anodenmetall dient oder mit einem Reservoir für das Anodenmetall in Verbindung steht.



   Glas und keramische Kapillaren oder andere Elektrolyttrennmittel können als Bündel in einem Kopfstück, beispielsweise durch Klebstoffe wie z. B. Glasur- oder Einbettverbindungen, Glaskitt oder hochwarmfeste, hitzehärtbare Harze befestigt werden.



   Eine Ausführungsform einer erfindungsgemässen Batteriezelle unter Verwendung von Kapillaren als Elektrolyttrennmittel ist in Fig. 1 gezeigt. In dieser Ausführungsform befindet sich eine Vielzahl von Kapillaren 10, die aus einem leitenden Glas in dem oben angegebenen Grössenbereich hergestellt worden sind und deren untere Enden geschlossen sind, parallel in praktisch gleichmässigen Abständen zueinander und sind in einem gemeinsamen Kopfstück 12 befestigt. Ein geschmolzenes Alkalimetall 13, beispielsweise Natrium, füllt praktisch die Kapillaren und das Kopfstück. Eine Anodenzuführung 14 ist in dem Kopfstück 12 angeordnet, steht in Berührung mit der geschmolzenen Anode 13 und die Anordnung wird geschlossen. Die Anode-Elektrolyt-Trennanordnung ist in einem Behälter 16 angeordnet, der als Reservoir für die geschmolzene Kathode 18 (z. B. Schwefel im Gemisch mit Natriumsulfid) dient.

  Eine Kathodenzuführungsanordnung 20 ist in dem Behälter 16 in Berührung mit dem geschmolzenen Kathodenmaterial 18 angeordnet und die gesamte Batterianordnung mit der oberen Anordnung 22 so verschlossen, dass sie dampf- und flüssigkeitsdicht ist.



   Um sicherzustellen, dass sowohl die Anode als auch die Kathode in geschmolzenem Zustand gehalten werden, ist der Behälter 16 gewöhnlich mit einem Isolier überzug 24 ummantelt. Gegebenenfalls kann auch dieser Überzug 24 wiederum mit einem elektrischen Widerstandserhitzer 26 angrenzend an die äussere Wand 28 des Behälters 16 versehen sein.



   Beim Betrieb der erfindungsgemässen Batteriezelle gibt, wenn Strom aus der Batterie entnommen wird, die geschmolzene Alkalimetallanode Elektronen ab und bildet die entsprechenden Metallionen. Die Elektronen wandern durch einen äusseren Stromkreis unter Leistung von Arbeit, während die sich ergebenden Alkalimetallionen durch die dünnwandige Elektrolyttrennwand diffundieren oder in anderer Weise transportiert werden und in Richtung auf die Kathode wandern. An der geschmolzenen Kathode werden Elektronen durch die Kathodenzuführung aus dem äusseren Stromkreis in den Kathodenraum geleitet und bilden Anionen mit dem geschmolzenen Kathodenmaterial, z. B. Schwefel. Diese Anionen werden durch die Reaktion mit den durch die Elektrolytwand wandernden Alkalimetallionen praktisch neutralisiert unter Bildung des Alkalisalzes.

   Diese Reaktion setzt sich während des Entladungscyclus der Batterie fort.



   Um die Batterie wieder zu laden, wird eine Stromquelle an die Zuführungen angelegt, um Elektronen durch die Anodenzuführung der geschmolzenen Natriumanode zuzuführen und der positive Pol der Stromquelle wird an die Kathodenzuführung der Batterie angelegt. Da die Spannung der Stromquelle höher als die Batteriespannung liegt, tritt die genaue Umkehr der für den   Entladungscyclus    wiedergegebenen Elektrodenreaktionen ein. Alkalimetallionen gehen durch die Trennwand. Alkalimetall wird neu gebildet und das reduzierte Kathodenmaterial wird zu seinem ursprünglichen Zu  stand oxydiert. Ein Vorteil der erfindungsgemässen Batteriezelle, insbesondere wenn die Natrium-Natriumsulfid-Schwefelelektroden verwendet werden, besteht darin, dass eine schnellere Aufladung der Batterie erfolgen kann, ohne jegliche nachteilige Wirkungen.

  Bei üblichen Blei-Säureakkumulatoren treten permanente Schädigungen auf, wenn nicht eine langsame  Tropfen -Ladung während des Aufladungscyclus angewendet wird.



   Obgleich eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemässen Batterie der wiederaufladbare Sekundärtyp ist, kann das flüssige Anoden-Kathodensystem entweder in Zellen vom Primärtyp oder des Sekundär (wiederaufladbaren) Typs angewendet werden. Bei Zellen vom Primärtyp unter Verwendung eines Schwefel Alkalimetallkatholytsystems weist der Katholyt z. B. bei voller Ladung gewöhnlich eine höhere Schwefelkonzentration auf und der Batteriebetrieb wird fortgesetzt bis zur Entladung, d. h. bis die   Stromleistung    auf ein derartiges Mass abfällt, dass die Batterie nicht genug Wärme abgibt, um die Anode und Kathode in dem zum Betrieb erforderlichen flüssigen Zustand zu halten.

  Anwendungen für derartige Kathodensysteme bestehen in erster Linie in Batterien, die für Zwecke eingesetzt werden, bei denen eine niedrige Stromdichte benötigt wird   undloder    davon abliegend bei schwer zu erzielenden Installationen. Die tatsächliche Kathodenzusammensetzung für derartige Zellen ist lediglich dadurch begrenzt, dass das erforderliche Leitvermögen in der geladenen Batterie vorhanden ist. Dies bietet für derartige Verwendungen den Vorteil einer hohen Stromleistung aus einem niedrigen Batteriegewicht. Natürlich kann die Batterie selbst bei derartigen Systemen wieder geladen werden.



   Ausserdem ist zu bemerken, dass wenn der Brennstoff, beispielsweise flüssiges Metall und Anti-Brennstoff (anti-fuel), z. B. flüssiger Schwefel, während des Batteriebetriebs zugegeben werden und wenn das sich ergebende Reaktionsprodukt in kontrollierbarer Weise aus dem Katholytraum entfernt wird, so dass sowohl die Beibehaltung einer hohen Konzentration des flüssigen Antibrennstoffs als auch die Leitfähigkeit des Systems sichergestellt sind, die Batterie als eine Brennstoffzelle verwendet werden kann. Bei einem derartigen Vorgang kann die Zugabe des Brennstoffs und Antibrennstoffs und das Entfernen des Reaktionsproduktes kontinuierlich oder intermittierend erfolgen.



   Beispiel 1
Es wurde eine Glaskapillare mit einem inneren Durchmesser von 320 Micron und einer Wandstärke von 20 bis 30 Micron und einem geschlossenen Ende aus einem Natriumsilikatglas mit einer Nominalzusammensetzung entsprechend Na2O   ¯   3SiO2 (spezifischer Widerstand 104 Ohm-cm bei 300   OC)    hergestellt. Diese Kapillare wurde mit metallischem Natrium gefüllt. Das Natrium wurde in bequemer Weise in die Kapillare dadurch eingeführt, dass zunächst die Kapillare praktisch evakuiert wurde und das geschmolzene Natrium darin eingesaugt wurde. Diese Kapillare wurde teilweise in ein geschmolzenes Gemisch aus 324 g Schwefel und 19,5 g Natriumsulfid, hergestellt durch Erhitzen von 60 g   Na2S      ¯    9H2O, bei einer Temperatur von 299   0C    eingetaucht.

  Dies war einer Natriumpolysulfidkathode entsprechend der empirischen Formel Na2S44 äquivalent.



  Die Eintauchtiefe der Kapillare war derart, dass 0,35   cm2    des äusseren Bereichs der Kapillare eingetaucht waren.



  Ein Anodenzuführungsdraht stand in Berührung mit ¯dem Natrium und ein Kathodenzuführungsdraht stand in Berührung mit dem geschmolzenen Schwefel-Natriumsulfidbad. Die fertige Batteriezellenanordnung wurde dampf- und flüssigkeitsdicht gemacht. Ein Voltmeter zeigte eine Spannung von 2,1 Volt im offenen Stromkreis an. Wenn ein Strom von 0,034 Milliampere (mA) aus der Zelle entnommen wurde, fiel die Endspannung auf 2,08 Volt ab. Die Zelle wurde abwechselnd in Fünfminutencyclen während 21 Stunden unter Verwendung einer Stromentnahme von 0,035-0,040 mA (äquivalent zu 0,1 mA/cm2) und einem Ladungsstrom der gleichen   Grösse geladen    und entladen. Während dieses Testzeitraums erwies sich die Zelle als praktisch vollständig reversibel, indem die zum Aufladen notwendige überschüssige Spannung gleich dem Spannungsabfall beim Entladen bei dem gleichen Strom war.



   In der gleichen Weise, wie vorstehend beschrieben, wurde eine Zelle bei einem Strom von 0,1 mA (0,28 mA/cm2) während zusätzlicher 16 Stunden geladen und entladen. Während dieses Testzeitraums arbeitete die Zelle wiederum in reversibler Weise.



   Beispiel 2
Eine Glaskapillare, ähnlich der im Beispiel 1 beschriebenen, jedoch mit einem inneren Durchmesser von 480 Micron und einer Wandstärke von 20-30 Micron wurde mit Natrium gefüllt und in ein Schwefel-Natriumsulfid-Kathodensystem eingetaucht, wobei die gleiche anfängliche Natriumpolysulfidzusammensetzung verwendet wurde und die gleiche Methode wie im Beispiel 1 beschrieben angewendet wurde. Der eingetauchte Kapillarenbereich betrug 0,53 cm2. Die Zelle wurde abwechselnd unter Verwendung von 5-Minuten-Cyclen geladen und entladen, wobei die Temperatur zwischen 295 und 310   0C    gehalten wurde. Die Ladungs- und Entladungsströme wurden zwischen 0,4 und 0,5 mA (0,75 bis 0,94 mA/cm2) gehalten und die Endspannung nach Entladung war 2 Volt und nach dem Aufladen 2,22 Volt.

  Diese Zelle wurde während 240 Stunden über 2600 Ladungs-Entladungscyclen betrieben und lieferte mehr als 89 mAh (äquivalent zu  >  168 mAh/cm2) ohne irgendwelche Anzeichen des Versagens.



   Beispiel 3
Eine aus einem anderen Natronkalkglas hergestellte Kapillare mit einer Nominalzusammensetzung von 14 Gewichtsprozent   Nu2 0,    72 Gewichtsprozent SiO2 und Rest im wesentlichen CaO, sowie einem inneren Durchmesser von 400 Micron und einer Wandstärke von 20 Micron, wurde mit Natrium gefüllt und in ein geschmolzenes Bad aus 50 Gewichtsprozent   Na2S5,    50 Gewichtsprozent Schwefel (äquivalent einem Natriumpolysulfid entsprechend   Na2St)    gebracht, das bei einer Temperatur zwischen 290 und 315   0C    gehalten wurde. Die Elektrodenzuführungen wurden wie in Beispiel 1 beschrieben an der Anode und Kathode befestigt.



   Die Zelle wurde in 5-Minuten-Cyclen geladen und entladen bei einem Strom im Bereich von 0,006 bis 0,018 mA. Die Endspannungen fielen von der 2,12-Volt-Spannung bei offenem Stromkreis auf 1,13 Volt nach Entladen bei diesem Glas mit höherem Widerstand (106 Ohm-cm bei 300   OC).    Die Zelle arbeitete während 8200 Ladungs-Entladungscyclen (668 Stunden) und lieferte mehr als 7,67 mAh ohne irgendein Zeichen der Herabsetzung.



   Beispiel 4
Es wurde eine Glaskapillare aus einem Silicatglas gezogen, das eine nominale Zusammensetzung   Na2O   ¯    2SiO2 und einen spezifischen Widerstand von 103 Ohm-cm bei 300   0C    aufwies. Diese Kapillare hatte einen inneren Durchmesser von 350 Micron und eine Wandstärke von 10 bis 20 Micron. Die Kapillare wurde mit Natrium gefüllt und teilweise in ein geschmolzenes Bad aus Natriumpolysulfid entsprechend   Na2S5    eingetaucht. Die Elektrodenverbindungen zu der Natriumanode und dem Schwefel-Natriumsulfid-Kathodensystem wurden hergestellt und die Einheit verschlossen.



  0,38 cm2 der Glaskapillare waren in dem geschmolzenen Natriumsulfidbad, das bei 290   0C    gehalten wurde, eingetaucht. Die Spannung der Zelle bei offenem Stromkreis betrug 2,08 Volt. Die Zelle wurde während etwa 2 Stunden bei einem Strom von 0,4 mA (äquivalent zu 1 mA/cm2) geladen und dann erfolgten Sminütige Ladungs-Entladungscyclen. Während dieses Zeitraums wurde die Stromstärke über einen Testzeitraum von 24 Stunden bei 0,35 bis 0,4 mA gehalten. Der innere Spannungsabfall in der Zelle betrug 0,02 Volt.



   Beispiel 5
Es wurde eine Glaskapillare aus einem Kaliumsilicatglas mit einer Nominalzusammensetzung K2O   ¯    4SiO2, einem äusseren Durchmesser von 400 Micron und einer Wandstärke von 20 Micron mit Kalium gefüllt und in ein geschmolzenes Bad aus Schwefel Kaliumsulfid (K2S), äquivalent zu Kaliumpolysulfid, entsprechend   K2S5,    das bei 258 bis 260    C    gehalten wurde, gefüllt. Der spezifische Widerstand des Glases betrug bei dieser Temperatur 10 Ohm-cm. Die Elektrodenzuführungen zu der Anode und Kathode wurden, wie in Beispiel 1 beschrieben, befestigt. Die anfängliche Spannung bei offenem Stromkreis betrug 2,35 Volt. Die Zelle wurde bei einer Stromentnahme von 1 mA bei 1,96 Volt entladen und bei 1 mA Stromstärke und einem angewandten Potential von 2,82 Volt wieder geladen.



   Die Zelle wurde dann während 2,5 Stunden bei einer Stromentnahme von 0,1 mA entladen. Die Wiederaufladung der Zelle über Nacht (18 Stunden) bei 0,1 mA lieferte ein Potential bei offenem Stromkreis von etwa 2,42 Volt. Die Zelle wurde wiederum während 8 Stunden bei 0,05 mA entladen und ergab ein Potential bei offenem Stromkreis von 2,45 Volt am Ende dieses Entladungszeitraums.



   Es wurde eine zweite Kapillare aus der gleichen Glaszusammensetzung   K20      ¯    4SiO2 hergestellt. Dieses Röhrchen hatte einen äusseren Durchmesser von 350 Micron und eine Wandstärke von 40 Micron. Es wurde eine Zelle unter Verwendung der flüssigen Kaliumanode - flüssigen Schwefelkathode (Schwefel war mit Kaliumsulfid vermischt, um Kaliumpolysulfid entsprechend   K2S5    zu ergeben) fertiggestellt. Das System wurde bei 242   0C    gehalten und ergab ein Potential von 2,39 Volt bei offenem Stromkreis. Diese Zelle wurde in 5-Minuten-Cyclen bei 0,05 mA insgesamt während eines Zeitraums von 258 Stunden entladen und geladen. Während dieses Zeitraums lieferte die Zelle insgesamt 13 mAh.



   Beispiel 6
Es wurde ein Gemisch bestehend aus   2/2    Gewichtsteilen eines gleich molaren Gemischs aus   Na2SiO3,    SiO2 und Al203 mit   1/3    Gewichtsteilen eines Tongemischs aus einem Gewichtsteil Kentucky-Bindeton, 1,35 Gewichtsteilen Georgia-Kaolin und 1,8 Gewichtsteilen Flint hergestellt und geschmolzen. Das erhaltene Produkt wurde nach Abkühlung und Verfestigung zerkleinert, gemahlen und dann mit zusätzlichen Mengen des Tongemischs im Verhältnis von 1 Gewichtsteil zu 8 Teilen Tongemisch vermischt.

  Es wurde ein Schlicker hergestellt, dieser zu Kapillaren extrudiert und unter Herstellung von   Prozellankapillaren    (mit einem spezifischen Widerstand von 730 Ohm-cm bei 400    C)    bei 1180   0C    gebrannt, die einen äusseren Durchmesser von etwa 500 Micron und eine Wandstärke von 100 Micron aufwiesen. 10 dieser Kapillaren von je 10 cm Länge liefern, nachdem sie an einem Ende verschlossen wurden und in einem gemeinsamen Kopfstück durch ihre offenen Enden befestigt wurden, eine Anodenabteilung und eine   Elektrolyttrennanordnung.    Die Kopfstückkapillarenanordnung kann in einem Rohr verschlossen werden und die Röhrchen- und Kopfstückabteilung kann mit Natrium gefüllt werden.

  Ein in das Natrium in dem   Kopf-    stück eingeführter   Nickeidraht    liefert die Anodenzuführung. Diese Einheit kann in eine geschmolzene Kathode aus Schwefel-Natriumsulfid, die einem Natriumpolysulfid entsprechend der empirischen Formel   Na2S8    äquivalent ist, eingefügt werden. Ein Nickeldraht in der   Na2S5-    Kathodenschmelze dient als Kathodenzuführung. Wenn die Kapillaren in die geschmolzene Kathode bis zu einer Tiefe von 5 cm eingeführt sind, was einen Eintauchbereich von 7,85   ein2    ergibt, und die Zelle bei 400   0C    gehalten wird, zeigt sich eine Spannung bei offenem Stromkreis von 2,1 Volt. Die Entnahme von 10 mA aus der Zelle ergibt eine Zellenspannung von 2,08 Volt. Eine Stromentnahme von 100 mA ergibt eine Zellenspannung von 1,9 Volt.

  Dies zeigt einen inneren Zellenwiderstand von 2 Ohm an. Die Zelle ist reversibel wiederaufladbar.



  Das Beladen bei einem Strom von 100 mA (12,7   mA/      ohm2)    nimmt eine aufgedrückte Spannung von 2,3 Volt.



   Beispiel 7
Es wurde ein Porzellan aus 99   O/o      Al2O5    in ein Rohr mit einem äusseren Durchmesser von 1600 Micron und einer Wandstärke von 397 Micron extrudiert. Dieses Rohr hatte einen spezifischen Widerstand von   3,6 X 107    Ohm-cm bei 300    C,    1,4 X 107 Ohm-cm bei 325   0C    und   6 x 106    Ohm-cm bei 350   OC.    Es wurde eine Zelle wie in Beispiel 1 beschrieben unter Verwendung von flüssigem Natrium als Anode und flüssigem Schwefel als Kathode im Gemisch mitNatriumsulfid hergestellt. Das Kathodensystem entsprach   Natnumpolysulfid    der Zusammensetzung Na2S4. Diese Zelle lieferte bei 300   0C    ein Potential bei offenem Stromkreis von etwa 1,92 Volt.

  Die Zelle wurde bei 0,0008 mA/cm2 bei 1,0 Volt bei 300   0C    und bei 0,003   mAlem2    bei 1,0 Volt bei 350    C    entladen.



   Beispiel 8
Unter Anwendung der gleichen allgemeinen Technik und des in Beispiel 1 beschriebenen Verfahrens wurde eine mit Natrium gefüllte Weichglaskapillare   (Nach      ¯    3,5SiO2), die einen inneren Durchmesser von 400 Micron und eine Hauptwandstärke von 50 Micron aufwies, in eine Kathodenschmelze aus wasserfreiem Natriumthiocyanat (NaSCN) bei 355   0C    eingefügt. Die Eintauchtiefe betrug 10 cm, entsprechend einer Kapillaroberfläche in der geschmolzenen NaSCN-Kathodenschmelze von etwa 2 cm2. Die sich ergebende Zelle wurde bei 20 mA während 10 Minuten geladen. Nach dieser Zeit wurde die Spannung bei offenem Stromkreis gemessen und lag bei 2,4 Volt. Die Zelle wurde bei 20 mA während 30 Minuten entladen, wobei die Spannung bei offenem Stromkreis auf 1,6 Volt abfiel.

   Eine weitere Entladung während 30 Minuten erniedrigte die Spannung bei offenem Stromkreis nicht weiter. Dies  zeigt eine Zweistufenbatterie an. Die Zelle wurde in verschiedenen Cyclen bei jeder der beiden Stufen (2,4 Volt und 1,6 Volt bei offenem Stromkreis) geladen und entladen und war in beiden Fällen reversibel. Der innere Widerstand lag bei 10 bis 16 Ohm.



   Beispiel 9
Unter Verwendung einer Weichglaskapillare mit einer Wandstärke von 40 und einem äusseren Durchmesser von 400 Micron, die mit Natrium gefüllt war, wurde eine Zelle gemäss der in Beispiel 1 beschriebenen Ausführung hergestellt, wobei ein geschmolzenes Selen Natriumselenidgemisch entsprechend Na2Se5 als Kathodensystem verwendet wurde. Die Glaskapillare wurde bis zu einer Tiefe von 4 cm eingetaucht, wodurch eine Eintauchfläche von 0,5 cm2 in dem geschmolzenen Kathodenmaterial erzeugt wurde, das auf eine Temperatur von 350   0C    erhitzt war. Die Zellspannung bei offenem Stromkreis betrug 2,02 Volt. Die Zelle wurde reversibel während eines Zeitraums von 48 Stunden geladen und entladen, wobei eine Beanspruchung von 1,66   mA/    cm2 während der Entladung angewendet wurde.



   Beispiel 10
Ein Porzellanrohr (niedrig gebranntes   Al203)    mit einem äusseren Durchmesser von 1400 Micron und einer Wandstärke von 400 Micron wurde in einem 7-mm Weichglasreservoir eingeschlossen. Das Rohr wurde mit Natrium gefüllt und in den geschmolzenen Natriumpolysulfidkatholyt entsprechend der Zusammensetzung Na2S4 eingefügt. Die Zelle wurde bei etwa 3,3 mA/cm2 bei 300   0C    entladen. Nach einer Stunde produzierte die Zelle 13 mA/cm2 bei 1 Volt. Die Zelle wurde während 5 Minuten bei 10 mA wieder geladen.



   Die Zelle wurde auf Raumtemperatur während zwei Tagen gekühlt und dann auf 300   0C    erhitzt, wonach sie 0,07 mA/cm2 bei 1,0 Volt erzeugte. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Batteriezelle, enthaltend eine flüssige Metallelektrode, eine fluide nicht metallische Elektrode und einen praktisch fluiddichten Elektrolyten, der die beiden Elektroden trennt, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektrolyt aus einer oder mehreren Kapillaren besteht, die ein Verhältnis von Aussendurchmesser zu Wanddicke von wenigstens 3 und einen äusseren Durchmesser von 20 bis 5000 , aufweisen.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Batteriezelle nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Kapillaren einen äusse ren Durchmesser von 20 bis 1000 j zaufweisen.
    2. Batteriezelle nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Kapillaren ein Verhältnis von äusserem Durchmesser zur Wanddicke von 3 bis 20 aufweisen.
    3. Batteriezelle nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kapillaren aus Porzellan bestehen.
CH1043467A 1966-07-25 1967-07-21 Batteriezelle CH499210A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US56758766A 1966-07-25 1966-07-25

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH499210A true CH499210A (de) 1970-11-15

Family

ID=24267779

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH1043467A CH499210A (de) 1966-07-25 1967-07-21 Batteriezelle

Country Status (8)

Country Link
US (1) US3476602A (de)
JP (1) JPS468739B1 (de)
BE (1) BE701787A (de)
CH (1) CH499210A (de)
DE (1) DE1671738C2 (de)
FR (1) FR1539802A (de)
GB (1) GB1197072A (de)
NL (1) NL168656C (de)

Families Citing this family (38)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3531324A (en) * 1969-07-15 1970-09-29 Atomic Energy Commission Secondary power-producing cell
US3663294A (en) * 1970-07-01 1972-05-16 Dow Chemical Co Battery employing an alkali metal polysulfide having a low alkali metal hydroxide content
CH547552A (fr) * 1971-03-09 1974-03-29 Battelle Memorial Institute Accumulateur electrique.
US3849200A (en) * 1971-06-18 1974-11-19 Gen Electric Sealed sodium-iodine battery
US3765944A (en) * 1971-11-26 1973-10-16 Dow Chemical Co Battery having a molten alkali metal polysulfide catholyte and carbon coated metallic electrode for use therein
US3791868A (en) * 1972-05-12 1974-02-12 Dow Chemical Co Method of making a battery cell having a coiled metallic foil cathode member
JPS4912329A (de) * 1972-05-16 1974-02-02
US3877995A (en) * 1972-07-31 1975-04-15 Dow Chemical Co Potassium borate glass compositions
NL177268B (nl) * 1972-10-18 1985-03-18 Dow Chemical Co Werkwijze voor het bedrijven van een accumulator.
US3915741A (en) * 1973-07-30 1975-10-28 Toyoda Chuo Kenkyusho Kk Sodium-sulfur cell with improved separator
US3917490A (en) * 1974-12-23 1975-11-04 Dow Chemical Co Method of grinding solder glasses
GB1579436A (en) * 1976-07-24 1980-11-19 Bbc Brown Boveri & Cie Electrochemical storage cell
US4063005A (en) * 1976-10-22 1977-12-13 The United States Of America As Represented By The United States Energy Research And Development Administration Cathode for molten salt batteries
DE2811688A1 (de) * 1978-03-17 1979-09-20 Deutsche Automobilgesellsch Natriumionenleitender glaselektrolyt fuer natrium/schwefel-batterien
US4181579A (en) * 1978-06-19 1980-01-01 E. I. Du Pont De Nemours And Company Sodium ion conducting sodium aluminum phosphate glasses
US4206016A (en) * 1978-06-19 1980-06-03 E. I. Du Pont De Nemours And Company Sodium ion conducting sodium borophosphate glass
US4190500A (en) * 1978-06-19 1980-02-26 E. I. Du Pont De Nemours And Company Sodium ion conducting sodium aluminum borate glasses
US4332868A (en) * 1978-09-01 1982-06-01 The Dow Chemical Company High temperature battery cell comprising stress-free hollow fiber bundle
US4274043A (en) * 1978-12-21 1981-06-16 The Dow Chemical Company Efficient, high power battery module; D.C. transformers and multi-terminal D.C. power networks utilizing same
US4224386A (en) * 1979-07-18 1980-09-23 The Dow Chemical Company Tubesheet for hollow fiber type, high temperature battery cells
US4387505A (en) * 1980-07-11 1983-06-14 Corning Glass Works Method of forming a battery cell
US4310607A (en) * 1980-07-11 1982-01-12 Corning Glass Works Battery cell construction
EP0103626A1 (de) * 1982-03-08 1984-03-28 Ceramatec, Inc. Verbesserte elektrochemische zelle mit verwendung von selenium als elektrode-reaktant
US4465744A (en) * 1982-11-30 1984-08-14 The United States Of America As Represented By The United States Department Of Energy Super ionic conductive glass
US4544614A (en) * 1985-01-08 1985-10-01 The United States Of America As Represented By The United States Department Of Energy Glass electrolyte composition
SE460319B (sv) * 1985-08-30 1989-09-25 Inclusion Ab Elektrod foer sekundaercell eller -batteri, sekundaercell innehaallande saadana elektroder samt anvaendning av elektroden i en blysyracell
US4895776A (en) * 1987-03-12 1990-01-23 Ceramatec, Inc. Electrochemical cell utilizing selenium as an electrode-reactant
US5158844A (en) * 1991-03-07 1992-10-27 The Dexter Corporation Battery separator
DE4128719C1 (de) * 1991-08-29 1993-02-25 Abb Patent Gmbh, 6800 Mannheim, De
DE19860056C2 (de) * 1997-12-28 2000-07-27 Klaus Rennebeck Brennstoffzelleneinheit, Brennstoffzellenmodul sowie Verfahren zur Gleichstromerzeugung
US8722226B2 (en) 2008-06-12 2014-05-13 24M Technologies, Inc. High energy density redox flow device
US11909077B2 (en) 2008-06-12 2024-02-20 Massachusetts Institute Of Technology High energy density redox flow device
US9786944B2 (en) 2008-06-12 2017-10-10 Massachusetts Institute Of Technology High energy density redox flow device
CN103155257B (zh) * 2010-08-18 2016-08-17 麻省理工学院 固定的流体氧化还原电极
DE102011110843A1 (de) * 2011-08-23 2013-02-28 Johannes Daniel Werner Speicherwerk für Elektroenergie auf Basis der Natrium-Schwefel-Zelle
US8993159B2 (en) 2012-12-13 2015-03-31 24M Technologies, Inc. Semi-solid electrodes having high rate capability
US9362583B2 (en) 2012-12-13 2016-06-07 24M Technologies, Inc. Semi-solid electrodes having high rate capability
KR102356880B1 (ko) * 2014-08-13 2022-02-03 에스케이이노베이션 주식회사 나트륨 이차전지

Family Cites Families (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR1189268A (fr) * 1957-11-26 1959-10-01 Perfectionnements apportés aux piles et accumulateurs électriques
NL255102A (de) * 1959-08-21
NL122372C (de) * 1960-02-23
US3253955A (en) * 1961-09-05 1966-05-31 Boeing Co Electrochemical cell for conversion of heat energy
US3214296A (en) * 1964-02-10 1965-10-26 Hoffman Electronics Corp Rechargeable battery cells

Also Published As

Publication number Publication date
NL168656C (nl) 1982-04-16
FR1539802A (fr) 1968-09-20
DE1671738C2 (de) 1982-07-22
DE1671738A1 (de) 1971-09-30
JPS468739B1 (de) 1971-03-05
GB1197072A (en) 1970-07-01
NL168656B (nl) 1981-11-16
BE701787A (de) 1968-01-25
NL6710206A (de) 1968-01-26
US3476602A (en) 1969-11-04

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH499210A (de) Batteriezelle
DE2506315C3 (de) Sekundärzelle
DE69602247T2 (de) Zweibatteriensystem mit mittlerer und hoher Entladerate, und Herstellungsverfahren
DE1596077A1 (de) Energieumwandlungsvorrichtungen
DE2935686C2 (de) Elektrochemische Zelle und hierfür verwendbare Anode
DE2427949A1 (de) Sekundaeres element mit einer lithiumanode und mit einer salzschmelze
DE2348258C3 (de) Sekundärzelle
DE3343159A1 (de) Ionisch leitendes glas
DE2553356A1 (de) Wiederaufladbare elektrische energiespeichereinrichtung
DE2353378C2 (de) Natriumborat-Natriumhalogenid-Glas und seine Verwendung
DE2649659C3 (de) Alkali-Schwefelbatterie oder -zelle
DE1696546B2 (de) Wiederaufladbares galvanisches thermalelement und verfahren zur herstellung einer elektrode dafuer
DE112011102079B4 (de) Aktives Material für eine wiederaufladbare Batterie
DE2605899A1 (de) Akkumulator
DE2635900A1 (de) Natrium-schwefel-batterie oder -zelle mit aeusserem lager
DE1496260C3 (de) Abgeschlossenes, wiederholt aufladbares Thermalelement
DE2649564A1 (de) Sekundaerbatterie mit getrennten ladungs- und entladungszonen
EP3311440B1 (de) Natrium-schwefel-batterie, verfahren zu deren betrieb und verwendung von phosphorpolysulfid als elektrolytzusatz in natrium-schwefel-batterien
DE2262660A1 (de) Nichtwaessriges batteriesystem
DE2835836C3 (de) Alkalische quecksilberfreie galvanische Sekundärzelle mit einem negativen Zwischenseparator
AT275629B (de) Wiederladbare Batteriezelle
DE1671864C3 (de) Thermisch aktivierbares galva nisches Element
DE102015200685A1 (de) Elektrodenwickel für ein galvanisches Element und Verfahren zu dessen Herstellung
DE2942653C2 (de)
DE1596079C (de) Verfahren zur elektrochemischen Erzeugung elektrischer Energie, bei welchen die in getrennten Halbzellen enthaltenen geschmolzenen Reaktions partner auf erhöhten Temperaturen ge halten werden

Legal Events

Date Code Title Description
PL Patent ceased